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Zum Ende der Seite springen Brasilien und seine Gesellschaft  
Beiträge zu diesem Thema Autor Datum
 Brasilien und seine Gesellschaft Maveric 10.01.2010 04:46
 RE: Brasilien und seine Gesellschaft Fellinger 10.01.2010 10:26
 RE: Brasilien und seine Gesellschaft porcupine 10.01.2010 12:29
 RE: Brasilien und seine Gesellschaft Arne Reload 10.01.2010 14:48
 RE: Brasilien und seine Gesellschaft Maveric 10.01.2010 16:33
 RE: Brasilien und seine Gesellschaft porcupine 10.01.2010 18:07
 RE: Brasilien und seine Gesellschaft Maveric 10.01.2010 23:12
 RE: Brasilien und seine Gesellschaft porcupine 11.01.2010 14:37

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Maveric



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Text Brasilien und seine Gesellschaft 10.01.2010 04:46 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

So hier mal ein Text, den ich als teil einer E- mail schicken werde.
Sagt mir mal, was ihr davon haltet, danke.

Jedoch sollte man ihnen lieber nicht sagen, dass man findet, dass Brasilien ein einziges Chaos ist, dass man kein Sozialsystem hat (Ich sehe hier kinder in Lumpen an roten Ampeln betteln und nicht weit davon entfernt, dass reiche Menschen in Limousinen ans Shoppingcenter herangefahren werden, jedoch liegt das laut meiner Klassenkameradin nur daran, dass es ja sehr wenige Reiche gibt und so viele Arme. Da lohnt es sich für dei Reichen warscheinlich eh nicht, denen was abzugeben, die Armen können ja auch schon von dem müll der reichen ganz gut leben. Ich meine ist es nicht irgentwie ein Bild der Ironie, wenn man Straßenkinder auf Dell- Kartons schlafen sieht? Mein Gastmutter ist vielleicht ein Beispiel dafür, sie besitzt über ein dutzend Immobilien, hat eine Großschreinerei, in der sie eigens designte Möbel bauen lässt und diese auch recht erfolgreich zu verkaufen scheint. Jedoch habe ich sie nichtmal bettelnden Kindern Kleingeld sehen. Womit sie leider hier keine Außnahme darstellt. Und es ist ja nicht so, dass die armen Menschen hier besonders Faul wären, sie arbeiten ja (nämlich die Arbeiten, die keiner der anderen machen will, bzw. nicht machen muss). Korrupte Politiker, allgemeine Gleichgültigkeit (vielleicht auch aus Gewohntheit des [für mich] erschreckenden Anblicks) und soziale ungerechtigkeit der Bildungssystems sind die Ursachen, meiner meinung nach die wichtigsten.
Gute Bildung bedeutet Geld in der Arbeit. Grundsätztlich umso mehr Bildung, desto mehr Geld.
Doch Bildung ist in einem nicht- Industriestaat teuer, weswegen arme Menschen arm und reiche Menschen im Regelfall reich bleiben. Denn wenn man hier auf eine staatliche Schule geht, hat man eigentlich schon verloren, denn die Lehrer sind wegen schlechter Bezahlung deprimiert, die Arbeitmaterialien schlecht und im allgemeinem ist der Ruf der Staatlichen schulen einfach zu schlecht, als dass man mit einem Abschluss von einer dieser Im Berufsleben etwas erreichen zu können. Das Problem mit den Lehrern liegt daran, dass gilt, umso besser der Lehrer, umso besser seine Bezahlung. Heisst also, gute Lehrer sind teuer und geld hat dieser Staat nicht. Jedenfalls nicht für sowas, traurigerweise. Das Geld (und damit guter Lebensstandart, Bildung und Gesundheit) bleibt schön den Reichen vorbehalten, ein soziales System ist was anderes.
Und dies wird meiner Meinung nach auch noch lange so bleiben, leider.

Das wären dann die negativen Folgen von einer viel gelasseneren und toleranteren Gesellschaft, als wir sie aus der Westlichen Welt kennen. So positiv das auch für den einzelnen Menschen sein mag, so schlecht wirkt es sich im Gesamten auf die soziale Gerechtigkeit der gesamten, großen Gesellschaft aus.

Jedoch bekommen ich recht wenig von diesen gesamtgesellschaftlichen, großen Auswirkungen mit, ich bin schließlich in der Oberschicht dieses Landes untergebracht. Und diese lässt es sich recht gut leben, während ich vor dem, mit einem 20.000 volt Elektrozaum, gesichertem Haus Menschen mit einer Pferdekutsche (Oder auch nicht zu selten Kinder mit einem aus Müll zusammengeschweissten Wagen zum schieben) Müll einsammeln sehe, habe ich ein eigenes Bad, selbstverständlich Klimaanlage und einen Pool. Dazu ist mein Zimmer nicht zu klein und wir haben 2 Angestellte.
Natürlich habe ich gegenmeinen ganzen Luxus nichts, nur finde ich, dass es einfach so nicht geht, eher nicht gehen sollte!
Es erfreut umso mehr, die strahlenden Gesichter der Kinder zu sehen, wenn ich ihnen mal 4 R$ (umgerechnet grade einen Euro) ohne aufforderung zustecke. Und obwohl diese Menschen hier denekn, dass alles was Blond auch automatisch Reich ist, wird sich bei mir dann immer drei- und vierfach bedankt. Das ist hier auch viel, im Vergleich dazu geben die Menschen hier normalerweise höchstens ein paar Centmünzen, nach Aufforderung und falls sie was geben. Ich will hiermit nicht meine, wie ich finde für deutsche Vehältnisse durchschnittliche Großzügigkeit belobigen, sondern eher die der wohlhabenden Brasilianer darstellen (die meiner Meinung nach nicht vorhandene... ).
Der Katholischen darf man sagen, denn reiche Protestanten gibt es, so glaube ich nicht viele. Höchstens einige wohlhabende, ohne hier einen Bezug auf deutsche oder gar allgemein Katholiken herzustellen, jedoch gilt in der brasilianischen, überwiegend katholischen Gesellschaft, dass die Menschen mit Geld kaum Evangelithen sind, da diese ihr Geld spenden und es, wie ich oft selbst gesehen habe, großzügig verteilen.
Einmal, als ich mit meiner ersten (katholischen) Gastmutter an einer offenen, protestantischen Kirche vorbeifuhren, in der die Kirchgänger grade nach einer Manier, wie wir sie aus Amerika kennen, sangen, lachte sie verspottend über diese und sagte dann, sie möge keine Evangeliten, weil diese immer vom Pfarrer gesagt bekommen, dass sie spenden sollen, was sie auch tun und womit sie einen Großteil ihres Geldes wieder abgeben. Laut meiner Gastmutter bekommen sie gesagt, dass mit diesem Geld etwas passiert, jedoch passiert, so sagt sie, nichts.
Außerdem habe ich einmal ihren Vater, der mittlerweile 95 ist, kennengelernt. Dieser sagte lachend und voller freude im alten, von millionen Falten überzogenem Gesicht, welches ich vorher nicht einmal hatte wirklich lachen sehen, dass es die mit abstand beste Sache der welt ist, Geld zu verdienen. Danach hörte er garnichtmehr auf, von seinen Viehgeschäften zu erzählen. Denn dieser verdient sein Geld haubtsächlich damit, Jungbullen für 300 Reais zu kaufen, auf der riesigen Farm 4 Monate heranzufüttern und sie danach für 900 R$ wieder zu verkaufen.
Das stellt eine Seite des Südamerikaners dar, die bisher keiner in Europa kennt, nichtwahr?

Sehr schade, dass ein so tolles, mit einer so wunderschönen und einzigartigen Natur bestückten Länder, mit netten, gastfreundlichen und herzlichen Menschen gesamtgesellschaftlich betrachtet so viele Soziale Ungerechtigkeit enthält.


Danke fürs lesen. Krititk ist erwünscht, kein unnötiges geschwafel.. ^^

Milchglasfenster...

Nochmal für alle: Ich bin nicht der Maverick, der hier mal rumgespamt hat... !!!
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Fellinger



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10.01.2010 10:26 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Mir gefällt der Text sehr gut. Er stellt die (leider) große soziale Ungerechtigkeit in Brasilien gut dar.
Allerdings gibt es dort wieder das Problem wie bei vielen anderen Sachen. Man kann nämlich als einzelner nichts erreichen. Da können nur die Reichen und Einflussreichen Leute dieses Landes was machen.
Allerdings scheint das ja den Reichen scheiss egal zu sein wie es den Armen Kindern in Lumpenkleidern ergeht. Das die noch nicht einmal vernünftig was spenden lässt mich glauben, dass sich die Situation nicht sobald ändern wird.

P.S:
Bin ja kein Rechtschreibguru, aber wenn du den Text weiterschicken willst, würde ich alles nochmal gründlich auf Grammatik/Rechtschreibfehler überprüfen Augenzwinkern
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porcupine



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RE: Brasilien und seine Gesellschaft 10.01.2010 12:29 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von MavericGute Bildung bedeutet Geld in der Arbeit. Grundsätztlich umso mehr Bildung, desto mehr Geld.


Das mag für den einzelnen stimmen, nicht aber für die Gesamtheit der Brasilianer. Geld wird nicht einfach so mehr.


Zitat:
Der Katholischen darf man sagen, denn reiche Protestanten gibt es, so glaube ich nicht viele. Höchstens einige wohlhabende, ohne hier einen Bezug auf deutsche oder gar allgemein Katholiken herzustellen, jedoch gilt in der brasilianischen, überwiegend katholischen Gesellschaft, dass die Menschen mit Geld kaum Evangelithen sind, da diese ihr Geld spenden und es, wie ich oft selbst gesehen habe, großzügig verteilen.


Einfach nur den Bettlern auf der Strasse mehr Geld zu geben würde das Problem nicht lösen. Im Gegenteil würden sich dann viele der armen Leute darauf verlassen, Geld zu bekommen, und an der Gesamtsituation ändert das nichts. Man müsste das Geld sinnvoll einsetzten, nicht nur um der armen Masse kurzzeitig zu helfen, müsste dabei helfen, das jeder Arme genug Bildung bekommt um der Gesellschaft in einer produktiven Arbeit zu helfen. Der Staat selbst müsste Luxusausgaben minimieren, neben dem allgemeinen Bildungswesen auch die Infrastruktur ausbauen und die Nahrungsmittelproduktion fördern um günstigen Lebensunterhalt zu ermöglichen, sowie billige Wohngelegenheiten bereitstellen, aber in allererster Linie Arbeit zur Verfügung stellen. (Wofür wiederum ein umfassendes Bildungswesen gebraucht wird, etc.) Alles um die Effizienz des Staates zu optimieren. Menschen, die einfach nur Geld ansammeln und es für ihren eigenen Luxus nutzen, schaden dieser Effizienz, das Geld müsste produktiv verwendet werden.
In Hinsicht wie genau man das alles anstellen sollte bin ich natürlich überfragt...
So, das war jetzt ein natürlich bisschen Geschwafel, meine Kritik ist lediglich, das es nicht reichen würde, den Armen ganz einfach Geld zu geben. Das zaubert zwar ein Lächeln auf die Lippen, das Problem löst es aber nicht.


Zitat:
Fellinger hat geschrieben:
P.S:
Bin ja kein Rechtschreibguru, aber wenn du den Text weiterschicken willst, würde ich alles nochmal gründlich auf Grammatik/Rechtschreibfehler überprüfen Augenzwinkern

Mir sind ebenfalls einige Fehler aufgefallen, schließe mich der Aussage an.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von porcupine am 10.01.2010 12:30.

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Arne Reload



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10.01.2010 14:48 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ja, nu, ist die Frage, wo Du das hinschicken willst.
An Deine eigene Emailadresse kannste schicken, was Du willst. Da wären mal ein paar Infos evtl. ganz sinnvoll.

Ansonsten kann ich hier schlecht was zu sagen. Ich war noch nie in Brasilien.
(Und ich muss da, je mehr ich davon höre, auch wirklich nicht hin.)
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Maveric



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10.01.2010 16:33 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Arne: (...)(Und ich muss da, je mehr ich davon höre, auch wirklich nicht hin.)


Denke, dass du von mir in diesem Forum von mir einfach die falschen sachen berichtet bekommst großes Grinsen Es lässt sich hier aushalten... ^^

Zitat:
porcupine: Einfach nur den Bettlern auf der Strasse mehr Geld zu geben würde das Problem nicht lösen. Im Gegenteil würden sich dann viele der armen Leute darauf verlassen, Geld zu bekommen, und an der Gesamtsituation ändert das nichts. Man müsste das Geld sinnvoll einsetzten, nicht nur um der armen Masse kurzzeitig zu helfen, müsste dabei helfen, das jeder Arme genug Bildung bekommt um der Gesellschaft in einer produktiven Arbeit zu helfen. Der Staat selbst müsste Luxusausgaben minimieren, neben dem allgemeinen Bildungswesen auch die Infrastruktur ausbauen und die Nahrungsmittelproduktion fördern um günstigen Lebensunterhalt zu ermöglichen, sowie billige Wohngelegenheiten bereitstellen, aber in allererster Linie Arbeit zur Verfügung stellen. (Wofür wiederum ein umfassendes Bildungswesen gebraucht wird, etc.) Alles um die Effizienz des Staates zu optimieren. Menschen, die einfach nur Geld ansammeln und es für ihren eigenen Luxus nutzen, schaden dieser Effizienz, das Geld müsste produktiv verwendet werden. In Hinsicht wie genau man das alles anstellen sollte bin ich natürlich überfragt... So, das war jetzt ein natürlich bisschen Geschwafel, meine Kritik ist lediglich, das es nicht reichen würde, den Armen ganz einfach Geld zu geben. Das zaubert zwar ein Lächeln auf die Lippen, das Problem löst es aber nicht.


Es stellt aber die Mentalität dar. Es ist ihnen schlicht und einfach egal. Außerdem sollte der Text ja keinen lösungsansatz im Spenden darstellen, er stellt nur die Probleme und Ursachen dar.

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Und wenn ihr einen Rechtschreibfehler findet, sagt mal bitte, wo.

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porcupine



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10.01.2010 18:07 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

fix'd


Anmerkungen noch rauslöschen.
Dateianhang:
zip Brasilien und seine Gesellschaft.zip (9 KB, 5 mal heruntergeladen)
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Maveric



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10.01.2010 23:12 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Danke, aber hast du nichts zutun? großes Grinsen

edit: text muss hier leider falsch bleiben, aber danke trotzdem (kann nur 10 stunden nach dem verfassen threat ändern...)

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Maveric am 10.01.2010 23:18.



Milchglasfenster...

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porcupine



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11.01.2010 14:37 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Waren ja nur 10 minuten, ich hab schon so oft Texte für meine Mitschüler korrigiert. (;

Geht ja eh nur ums Weiterschicken per Mail, nicht?
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