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Wieviel "Macht" haben meine Erziehungsberichtigten über mich ?
11.08.2009 19:16 |
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Hallo zusammen,
Ich bräuchte da mal eure Hilfe...
Ich hoffe zumindest das ihr mir vielleicht weiterhelfen könnt.
Naja,also ich bin 16 und ich wollte fragen,ob ihr wisst ob meine Eltern mir rechtlich gesehen etwas verbieten dürfen oder können was ich möchte (vorrausgesetzt es ist sozial akzeptal und ich bin in der Lage meine Seite Verbal besser zu vertreten als das jeweilige Elternteil),ich bin niemand der seinen Eltern auf der Nase herumtanzt,dennoch sichere ich mir Rechte wie zb. das ich mein Zimmer als meine Wohnung betrachte (ich wäre auch bereit Miete zu zahlen oder auszuziehen,letzteres wäre finanziell schwierig),problem ist halt nur,wenn mir wer was sagt und ich halte davon inhaltlich nichts und derjenige hat keine/kaum Argumente und schreibt mir das trotzdem vor,obwohl er weiß das ich im recht bin,dann werde ich nur noch dickköpfiger...das wäre die eine Sache,das wäre nur informell wichtig,ob ihr wisst ob ich in dem Fall rechtlich abgesichert bin.
Und nun kommt das eigentlich Wichtige,dürfen Erziehungsberichtigte sich in meine Angelegenheiten einmischen,die sie überhaupt nichts angehen,zb. mich zwingen oder mir vorschreiben wann ich wann und wen anzurufen hab,ich bin jemand ich schieb immer gerne Sachen auf,bin daei jedoch stets trotzdem recht erfolgreich,nur wenn mir jemand sagt bis 6 uhr ist dein zimmer aufgeräumt dann mach ich es erst recht nicht,naja,v. wisst ihr mehr als ich...
PS: Denkt jetzt bitte nicht ich hätte keinen Respekt vor meinen Eltern etc.,ich bin eig. ein recht braer junge,nur wenn man mir selber nicht mit Respekt begegnet,dann ich natürlich schlecht weiterhin respektvoll bleiben,solange man versucht mir meine persönliche Freiheit zu nehmen/diese Einzuschränken...
danke im vorraus...
lg
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"Wenn ein Mensch in seiner Dachkammer ein Verlangen hegt, das stark genug ist, setzt er von seiner Dachkammer aus die Welt in Brand." Antoine de Saint-Exupéry
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Also, zu den zwei Sachen, die da angesprochen wurden, kann ich kurz juristisch was sagen:
Der Inhaber eines Telefonanschlusses darf schon bestimmen, was mit dem Telefonanschluß passiert. Das ist rechtlich gesehen so okay.
Er darf auch darüber bestimmen, mit wem der zu Erziehende Umgang haben darf und mit wem nicht. Auch das ist rechtlich wohl möglich. Allerdings kann ein Jugendamt und ggf. ein Vormundschaftsgericht einschreiten, wenn nachgewiesen wird, dass es in so einem Maße stattfindet, dass es dem Jugendlichen schadet.. (Einschreiten würde z.B. das Jugendamt, wenn ein Nazi nur Kontakte der Kinder zu anderen Nazikindern akzeptiert und den Kontakt zu allem, was anders ist, verbietet.)
NUR:
Wie Dian schon sagte, das ist erstmal nur die juristische Situation. Da gibt es noch ein Problem, das kann ich evtl. an dem Fall mit dem Zimmer aufräumen erklären.
Natürlich dürfen Deine Eltern, Tentative, Dir sagen, dass Du Dein Zimmer bis 5.45h aufgeräumt zu haben hast z.B. Aber jetzt kommt die Frage, die sich auch ähnlich wie beim Telefonieren stellt:
Was sollen sie machen, wenn Du es nicht machst?
Die Polizei oder einen Gerichtsvollzieher rufen, der Dich zwingt, das Zimmer aufzuräumen bis zu diesem Zeitpunkt.
Beim telfon können sie ja noch evtl. Nummern sperren oder Dir Dein Handy wegnehmen, aber welche Druckmittel setzen sie denn ein, um Dich dazu zu bewegen, das Zimmer bis zu einem bestimmten Zeitpunkt aufgeräumt zu haben?
Aus der Wahl der Mittel ergibt sich dann, ob man auch als Jugendlicher z.B. zum Jugendamt gehen kann und mitteilen kann, dass man zu Hause Probleme hat und die jetzigen Erziehungsberechtigten nicht mehr für fähig hält, auch die Interessen des zu Erziehenden wahrzunehmen.
So, das sind die juristischen Möglichkeiten.
Die pädagogischen, eben ohne Zuhilfenahme des Staates, sehen eben so aus, wie Dian es geschildert hat. Konfliktfreudig sein und den Eltern persönlich erzählen, was einem an ihnen nicht passt.
Wie das ablaufen kann, kann man aber über die paar Infos hier nicht sagen. Dazu müsste man schon mehr wissen, z.B.:
Wie setzen Deine Eltern ein Anrufverbot bei manchen Menschen durch?
Was passiert, wenn Du Dein Zimmer nicht aufräumst?
(Ich bleieb mal bei diesen beiden Beispielen, es gibt noch einige kompliziertere, aber da Du die beiden gewählt hast, nehmen wir das jetzt mal als erstes stellvertretend für sicherlich viele andere Sachen noch.)
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dian unregistriert
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Arne, sag du was dazu!
Die heutige Jugend ist einfach viel zu brav. (Tentative ist ja wahrlich nicht das einzige Beispiel für Leute aus dem Forum, die sich von ihren Eltern zu viel gefallen lassen.)
Ich denke, teilweise haben die Kids heute sogar mehr Respekt vor ihren Eltern, als vor dreißig Jahren, als die Eltern noch prügeln durften.
Oder trügt mich der Schein?
Aber natürlich gibt's auch Fälle, wo es ganz anders läuft.
Ich kenne da jemanden, dessen Bruder ist auch 16 oder so, und sagt zu seiner Mutter ungestraft "Hure" und "Schlampe". Er hockt den ganzen Tag nur vorm Fernseher und bestimmt, wann seine Mutter im Zimmer saugen darf.
DAS nenne ich mal: "Alles richtig gemacht bei der Erziehung der Eltern!"
Dabei ist der Bengel weder überdurchschnittlich intelligent, noch dürfte er all zu viel Zeit damit verbracht haben, seine Mitmenschen zu analysieren oder die Unity-Philosophie zu lesen.
Ich hatte auch nicht den Eindruck, dass die Mutter des Bengels (ok, sie ist alleinerziehend) psychisch labil wäre oder so. Sie lässt sich's einfach gefallen, weil sie es eben so gewohnt ist.
Eventuell muss man mit dem Psychoterr..., ähm, der Erziehung der Eltern, halt auch schon im Kindergartenalter anfangen, und nicht erst mit 16, wenn sich die ganzen Herrschaftsverhältnisse schon so stark festzementiert haben...
Einem Hund, der einen jahrelang ungestraft beißen durfte, bringt man im Alter auch nicht mehr bei, dass er einen jetzt plötzlich nicht mehr beißen darf. Jedenfalls wird es dann deutlich schwieriger.
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| Zitat: |
Original von dian
Aber natürlich gibt's auch Fälle, wo es ganz anders läuft.
Ich kenne da jemanden, dessen Bruder ist auch 16 oder so, und sagt zu seiner Mutter ungestraft "Hure" und "Schlampe". Er hockt den ganzen Tag nur vorm Fernseher und bestimmt, wann seine Mutter im Zimmer saugen darf.
DAS nenne ich mal: "Alles richtig gemacht bei der Erziehung der Eltern!"
Dabei ist der Bengel weder überdurchschnittlich intelligent, noch dürfte er all zu viel Zeit damit verbracht haben, seine Mitmenschen zu analysieren oder die Unity-Philosophie zu lesen.
Ich hatte auch nicht den Eindruck, dass die Mutter des Bengels (ok, sie ist alleinerziehend) psychisch labil wäre oder so. Sie lässt sich's einfach gefallen, weil sie es eben so gewohnt ist.
Eventuell muss man mit dem Psychoterr..., ähm, der Erziehung der Eltern, halt auch schon im Kindergartenalter anfangen, und nicht erst mit 16, wenn sich die ganzen Herrschaftsverhältnisse schon so stark festzementiert haben... |
Bei allem Respekt Dian,deine sonstigen Schriften und Videobotschaften haben mir bisher immer zugesagt,aber bei dem hier muss ich dich fragen ob das wirklich dein Ernst ist...
Du wandelst die Hierarchie der Eltern um und wendest den Spieß einfach nur um,du tauschst die Rollen simplerweise Weise nur aus ,das Unterdrückte Kind/der unterdrückte Jugendliche wechselt von der Rolle des Unterdrückten ("desOpfers") in die Rolle des Unterdrückers (des "Täters"),somit geht das ganze Spiel von vorne los...die Mutter wird diskriminiert,der Jugendliche macht sich einen Lenz und schreibt seinen Eltern vor wie sie ihm zu umsorgen haben...
Dadurch würde ich mich in der Rolle des Jugendlichen sowie der der Mutter erniedrigt fühlen,die Mutter wird erniedrigent behandelt das ist klar und ich hoffe ich muss nicht weiter ausführen weshalb,da das meiner Meinung nach offensichtlich ist,in der Rolle des Jugendlichen wäre es mir verdammt peinlich mich nur um die im Fernsehen gezeigte und vorgemachte Sprache ausdrücken kann und nicht in der Lage bin mich gebildet zu artikulieren,zudem wäre es mir peinlich wenn ich mein Zimmer nicht Selstständig saugen könnte !!
Aus solchen Jugendlichen entstehen meiner Einschätzung nach später genau die unselbstständigen Fälle,die später nicht in der Lage sind selbständig und Unabhängig zu leben,da sie nicht wissen wie ein Staubsauger funktioniert oder wie man kocht/geschirr abwäscht etc.,zudem sind genau diese Menschen nicht nur die die auch zuhause unterdrücken sondern auch in Schule,Sportverein oder allgemein in der Gesellschaft,da sie es nicht gewohnt sind anderen Leuten mit Respekt zu begegnen.(ich hatte zB. mal einen Freund der im alter von 14 mir vorführte (vermutlich um zu zeigen wer der Herr im hause ist und mir dadurch zu imponieren) wie er seine Oma (ich schätze sie auf ca. 80) mit dem von ihr für ihn gekochten Essen bewarf,er brüllte dabei "Friss deinen Dreck doch selber",Mutter und Bruder saßen schweigend daneben...
Konsequent zuende gedacht würde ein The-Unity-Mitglied so eine Handlung meiner Interpretation des Anarchismus nach,nicht auf die Idee kommen seiner Unterdrückung durch Hierarchie zu entfliehen in dem er langfristig von seiner Macht oder der Schwäche des Unterdrückten gebrauch macht und diesen ausnutzt.
Meiner Ansicht nach ist ein Zusammenleben in einer Familie ohne Respekt voreinander schwer vorstellbar,hätten meine Eltern keinen Respektvor mir wäre ich der erste der Auszieht,hätte ich keinen Respekt ormeinen Eltern würde ich langfristig auch rausfliegen,es ist und bleibt natürlich schade das eigentlich alle Eltern während der Erziehung punktuell oder Konsequent die persönlichen Freiheitsvorstellungen schockieren und grade in meinem Alter bzw. der Pubertät kommt es dann zu vielen Reibereien,da das Motto Leben und Leben lassen nicht oder nur noch unter Einschränkungen,sprich Regeln möglich ist(möglich scheint),was denke ich ein erheblicher Grund dafür ist das man irgendwann bzw. möglichst früh ausziehen will,so interpretiere ich jdfs. ein in der heutigen Gesellschaft sich abspielendes Familiengeschehen...
so,das ist jetzt erstmal Meine Meinung dazu,sollte ich Punkte vergessen haben darfst du/dürft ihr mich gerne darauf Aufmerksam machen =] !
PS:Ich hatte ja bei dir das Buch bestellt,ich wollte sagen das ich es bekommen hab und noch am lesen bin,nur müsste ich noch eine Rechnung kriegen um dir das Geld überweisen zu können...,bisher gefällt es mir sehr gut
.
@Arne:Meine Zeit hat leider nicht mehr gereicht
,muss jetzt recht zügig zur Nachhilfe radeln (ich kriege welche in Französisch und gebe in Deutsch,Geschichte und Englisch),du kannst dir aber sicher sein das du von mir heute noch einen Text bekommst
,also bis später
!
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Tentative am 12.08.2009 11:32.
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"Wenn ein Mensch in seiner Dachkammer ein Verlangen hegt, das stark genug ist, setzt er von seiner Dachkammer aus die Welt in Brand." Antoine de Saint-Exupéry
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Was wird das hier?
Die Super-Nanny zur Erziehung von Eltern durch Kindern???
Hört sich zumindest so an. Wenn ich lese, was alles für ein Scheiß über Erziehung schon geschrieben wird, dann ist das hier dann das Pendant dazu, wie Erziehung der Eltern auch nicht funzt.
Ebenso wie die meisten Eltern nicht berücksichtigen, dass ihr Kind ein Individuum ist und sich nicht so verhalten muss, wie es in Fernsehsendungen und Lehrbücher dargestellt wird, vermute ich fast mal, dass es bei Eltern auch nicht anders ist.
Aus eigener Reflexion kann ich da auch wenig beitragen. Die letzte Bevormundung gab es afaik im 6.Schuljahr und mit meinem 12.Lebensjahr war ich mehr oder minder auf mich selbst angewiesen. Danach wurden Meinungen ausgetauscht, ob dieses oder jenes Verhalten (meistens in Bezug auf mein Verhalten gegenüber Lehrern) sinnvoll ist, aber Vorschriften waren eben nicht mehr angesagt. Wie hätten die auch mein Verhalten beeinflussen können?
Insofern kann ich aus meiner eigenen Erziehungsperiode nicht viel dazu beitragen, ich kann mich nur wundern, was es alles so gibt wie mit 16 Kontaktauswahl der Anzurufenden, mit 13 gemeinsamer Familienurlaub, mit 18 Internetverbot. (Okay, das letztere könnte auch deshalb kein Problem gewesen sein, weil es selbst noch beim Tod meiner Mutter gerade sowas wie Bildschirmtext revolutionär aufgetreten ist und zu Lebzeiten meines Vaters die Anschaffung eines Computers wohl noch einen Anbau erstmal notwendig gemacht hätte, da gab es noch keine PCs und man machte Eingaben noch über Lochkarten oder sowas.)
Relevant kann hier auch nur sein, wer wie um Hilfe bittet und da haben wir eben jetzt den Fall von Tentaive, der was verändern will.
Und da warte ich mal auf die Antworten.
Ich kann maximal noch erzählen, wie das funzt, wenn ich als Erziehungsberechtigter auftrete.
Erstmal haben wir eine Flatrate, somit ist irgendetwas mit Internet zu verbieten ziemlich schwachsinnig, der Preis bleibt gleich und solange Manuel nicht was saugt, was meine Fußballstreams zu langsam macht, sehe ich da überhaupt keine Berührungspunkte, dass ich mich zu seinem Internetverhalten äußern sollte. Auf Haustelefone können wir im gesamten bundesdeutschen Netz umsonst telefonieren, also auch kein Problem. Sehe ich also auch keinen Grund für, da irgendwas zu reglementieren. Für Handytelefone hat er einen festen Etat, der in seinem TG drin ist. Macht er auch selten von Gebrauch und aus irgendwelchen Gründen respüektiert er das, seitdem er bei mir ist und er weiß, dass ich die Rechnungen sonst zahlen muss. Da wir beide von meinem Gehalt leben, würde sich das eben schnell auf seine Lebensqualität auch auswirken. Ich denke, da hat er genausowenig Interesse wie ich.
Und Orednung halten im eigenen Zimmer ist ja schon eine deutliche Reduzierung der Person auf diesen einen Raum. Ich habe ihn leider noch nicht so weit, dass er endlich mal mein Zimmer aufräumt, das sieht aus wie der letzte Dreckstall, aber wir achten eben auch gemeinsam darauf, dass die Gemeinschaftsräume von uns beiden so aussehen, wie wir beide es haben wollen. Neulich, als er früher Schule aus hatte und ich noch dringende Erledigungen in Enschede hatte, kam ich erst spät nach Hause, da hatte er in der Zeit aus Langeweile Küchen- und Wohnzimmerfenster geputzt. Fand ich nett, ich hasse nämlich diese Arbeit.
Ich verstehe auch nicht, welches Verhältnis dahinter steht, jemanden vorzuschreiben, wie sein eigenes Reich, sein eigenes Zimmer aussehen soll. Dass ergibt sich doch von selbst.. Ich habe ihm mal gesagt, dass ich es praktisch finden würde, wenn er gebrauchtes Geschirr und Besteck zurücklegen würde, weil wir auch nicht unendlich viel davon haben, meistens macht er es, aber ich sterbe auch nicht davon, wenn ich einmal im Tag in seinem oder meinem Zimmer sowas alles einsammele.
Und es ergibt sich doch auch von selbst, wenn ich sein Zimmer ordentlich sehen will, dass er das dann auch aufräumt. Habt Ihr alle ein solches Scheißberhältnis, dass Ihr nie Eure Eltern mal in Euer Zimmer einladet, um mit ihnen zu quatschen? Oder für eine Zigarette oder einen Joint oder um die neueste Mucke, die ihr Euch gedownloadet habt, die mal hören zu lassen?
Ich musste meistens bei meinen Eltern antanzen, wenn ich mal mit denen reden wollte, daher finde ich das schon okay, wenn ich zu ihm gehe, wenn er das will.
Und bei mir weiß er eben, dass ich dann, wenn ich zu ihm kommen soll, das Zimmer so aussehen muss, dass ich noch weiß, wo ich hintreten kann. Und insofern ist es auch alle paar Tage so, dass er da aufräumt, fegt und putzt. Ich denke mir, das ist auch relativ normal.
Irgendwie kommen mir diese Probleme als unwesentlicher Tüddelkram vor, verglichen mit wirklichen Problemen, die man haben kann.
Ich meine, wenn Ihr Eure Eltern nur als zu erziehende Objekte betrachtet, dann fehlt Euch mindestens genauso der Respekt vor denen, wie Ihr es denen unterstellt. Wenn ich nicht gerne mit denen zusammenlebe, dann würde ich auch ausziehen.
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dian unregistriert
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@ Tentative:
Ich glaube, da hast du meine Intention etwas missverstanden.
Es ging mir gar nicht so sehr darum, zu asozialem Verhalten gegenüber Eltern aufzurufen. Ich habe mich einfach nur darüber amüsiert, dass es anscheinend manch ungebildeter Hohlkopf problemlos hinbekommt, sich zu Hause durchzusetzen und den Eltern seinen Willen aufzuzwingen... während ihr klugen, weitsichtigen Denker, die ihr schon im Alter von 16 Marx gelesen habt und mehr von politischen und gesellschaftlichen Zusammenhängen versteht als mancher Erwachsener, zu so einer "simplen" Durchsetzung der eigenen Interessen ganz offensichltich nicht in der Lage seid.
Vielleicht seid ihr zu nett, oder denkt zu viel über Respekt nach, anstatt erstmal Respekt einzufordern, bevor ihr selber welchen gewährt... keine Ahnung.
Jedenfalls richtet sich das nicht nur an dich. Deldenker ist auch so ein Musterbeispiel für das, was ich meine. Er schreibt coole Geschichten mit charakterstarken Helden, die sich auch von ihren Eltern nix sagen lassen würden... aber selber darf er, obwohl er bereits 18 ist, immer noch nur an Sonn- und Feiertagen ins Internet.
(sorry, @ deldenker, korrigiere mich, falls ich jetzt übertrieben habe.)
Jedenfalls wäre sowas für mich damals undenkbar gewesen. Ich hatte durchaus Respekt vor meinen Eltern... aber wenn ich etwas wirklich gewollt hätte, und die hätten es mir nicht erlaubt, dann wäre zuhause eben so lange der Haussegen schief gehangen, bis sie es sich freiwillig anders überlegt hätten.
Sind eure Eltern denn so starke Persönlichkeiten, dass man die mit ein bisschen Beobachtungsgabe nicht "knacken", manipulieren oder gegeneinander ausspielen kann?
Die meisten User hier müssten ihren Eltern doch eigentlich geistig haushoch überlegen sein...
Ich meine ja nur: Legt den falschen Respekt vor euren Eltern ab! Macht ihnen klar, dass ihr gute Kinder sein werdet und sie immer achten werdet... aber nur unter der Bedingung, dass sie auch euch euer Leben leben lassen, ohne euch reinzureden. Wenn sie auf diese Bedingung nicht eingehen, macht ihnen so lange das Leben zur Hölle, bis sie ihr Fehlverhalten einsehen.
Wenn sie euch dann den Computer wegnehmen, zertrümmert ihr halt zur Strafe ihre Stereoanlage... wenn sie euch mit Rausschmiss drohen, geht ihr von alleine, und übernachtet mal ne Woche bei irgendeiner Internetbekanntschaft, ohne euch zu melden. Mal sehen, wer letzten Endes mehr zu verlieren hat.
Wenn die Eltern dann weichgekocht sind, rumheulen oder damit drohen, euch ins Heim zu geben (was wohl die wenigsten Eltern ernsthaft übers Herz bringen würden, allein schon wegen: "Was sollen bloß die Nachbarn von uns denken?"), dann spielt ihr den großen Gönner und sagt, dass ihr ja eigentlich nur Frieden wollt, aber dass das eben auch voraussetzt, dass sie euch so behandeln, wie sie auch selbst behandelt werden wollen.
Je besser ihr argumentieren könnt und je gelassener ihr bleibt, desto größer die Chance, dass die Eltern irgendwann einsehen, dass ihr ihnen geistig zumindest ebenbürtig seid.
Ok, das ist jetzt natürlich die Hardcore-Variante. Eine von vielen Möglichkeiten... man kann das ganze natürlich auch subtiler machen, so auf Mädchen-Art. Dauert dann halt meist entsprechend länger.
Oder man ist im Argumentieren so gut, dass es gar keines großen Streits mehr bedarf, weil man die Eltern an die Wand quasselt und ihnen jedes Wort im Mund rumdreht, bis sie es vorziehen, euch lieber gleich zuzustimmen.
Das Problem ist halt wirklich, dass es um so besser funktioniert, je früher ihr damit anfangt. Bei mir war es mit 16 kein Problem mehr, meinen Eltern klarzumachen, dass ich so lange wegbleiben darf wie ich will, weil ich ihnen schon mit 13 oder 14 klargemacht habe, dass ich mich entgegen ihrem Wunsch nicht konfirmieren lasse und in Zukunft auch nicht mehr in den alljährlichen Familienurlaub mitgehen werde.
Und davor habe ich sicher auch schon manches mal meinen Dickkopf gegen ihren Willen durchgesetzt.
Kann es sein, dass ihr euch viel zu lange schon viel zu sehr habt dominieren lassen?
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| Meiner Ansicht nach ist ein Zusammenleben in einer Familie ohne Respekt voreinander schwer vorstellbar,hätten meine Eltern keinen Respektvor mir wäre ich der erste der Auszieht, |
Ich weiß nicht, was du für eine Definition von Respekt hast. Für mich bedeutet Respekt vor allem "Leben und leben lassen". Wenn sie dir Vorschriften machen, nur weil du jünger bist als sie, ist das für mich kein Respekt.
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| deine sonstigen Schriften und Videobotschaften haben mir bisher immer zugesagt,aber bei dem hier muss ich dich fragen ob das wirklich dein Ernst ist... |
Ich provoziere und polarisiere natürlich, genau wie immer, um so möglicherweise den einen oder anderen Denkprozess in Gang bringen.
Also fühl dich jetzt bloß nicht von mir vorgeführt, und glaube nicht, dass ich mich über dein Problem lustig machen würde.
Ich spotte nicht über dich. Ich spotte höchstens über die menschliche Gesellschaft, in der solche Diskussionen überhaupt geführt werden müssen. Und ich bin verdammt froh, dass ich ein alter Sack bin und mich mit so einer Scheiße wie verständnislosen Eltern nicht mehr herumplagen muss.
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Deldenker ist auch so ein Musterbeispiel für das, was ich meine. Er schreibt coole Geschichten mit charakterstarken Helden, die sich auch von ihren Eltern nix sagen lassen würden... aber selber darf er, obwohl er bereits 18 ist, immer noch nur an Sonn- und Feiertagen ins Internet. banghead
(sorry, @ deldenker, korrigiere mich, falls ich jetzt übertrieben habe.) |
Ja, fast richtig, dian.
Zurzeit habe ich nur bei meiner Mom Internet, also an jedem zweiten Wochenende und in den Ferien, die ich bei ihr verbringe.
Ich denke, der Grund, das ich bei meinem Dad, der sonst ein netter, recht freidenkerischer Kerl ist, ein komplettes Internet-Embargo habe, ist der, das wir eine Weile diesen "Machtkampf" geführt haben, bis wir eingesehen haben, dass wir zu beide dickköpfig sind, um auf einen Kompromiss zu kommen.
Aber, auch um beim Topic zu bleiben, ein weiterer Grund ist, dass wir uns eben respektieren und lieben und er nicht mit ständigem Streit und ich auch mal ohne Internet leben kann.
Trotzdem sollte ich demnächst mal wieder ganz höflich anfragen, ob er mal bereit ist, seine Meinung dazu zu ändern. (Ich denke, ich lasse ihn erstmal mein Buch lesen und schiebe dann das Argument vor, ich bräuchte Kontakt zu dian, als eine Art Mentor, und das Internet als Recherchequelle, wenn ich vernünftig schreiben wolle).
Dir, Tentative, kann ich bisher nur den Rat geben, dir nicht vorschreiben zu lassen, wann du dein Zimmer aufzuräumen hast.
Die Achtung der Privatsphäre, gerade als Jugendlicher in Form des eigenen Zimmers, ist für mich ein sehr großes Zeichen von Respekt. Und wenn deine geliebten Erzeuger dir erzählen wollen, wie du privat zu leben hast, halte ihnen vor, dass du das unschwer als ein Zeichen von respektlosigkeit deutest!
(Außerdem: solange die vergammelten Reste von der Pizza der letzten Woche nicht anfangen, eine Demokratie zu entwickeln, halte ich es für unnötig, einen Handschlag in meinem Zimmer zu tun. Soviel Kram habe ich auch nicht, dass ich den sortieren müsste.)
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"Einige Menschen in diesem Land sind sehr reich, aber die meisten von euch sind sehr, sehr arm. Und wisst ihr wieso? Weil ihr alle faule Säcke seid! Euer Land braucht Geld. Aber ihr könnt leider nicht genug Geld beschaffen. Also sag ich euch, was wir tun müssen: Wir werden die Krankenhäuser zumachen und den Leuten Arbeit geben und mehr Raketen herstellen!!"
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dian unregistriert
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| Ich denke, der Grund, das ich bei meinem Dad, der sonst ein netter, recht freidenkerischer Kerl ist, ein komplettes Internet-Embargo habe, ist der, das wir eine Weile diesen "Machtkampf" geführt haben, bis wir eingesehen haben, dass wir zu beide dickköpfig sind, um auf einen Kompromiss zu kommen. |
Naja, was heißt "Kompromiss"... entweder, man geht in einer Familie auf Augenhöhe miteinander um (das heißt, alle haben, soweit es ihr Verstand zulässt, die selben Rechte), oder man geht nicht auf Augenhöhe miteinander um. Ich sehe nicht ganz ein, in wie fern es in dieser Hinsicht überhaupt Kompromisse geben sollte.
"Ich koche für dich... du machst dafür den Abwasch." - das ist ein Kompromiss. (jedenfalls, wenn er von beiden Parteien gleichermaßen akzeptiert wird)
"Du hast Internetverbot... und ich mache was ich will, denn ich bin dein Vormund." - das ist KEIN Kompromiss. Das ist einfach eine Bevormundung, die du dir um des lieben Friedens Willen gefallen lässt.
Na gut... so lange du mit dem Verzicht kein all zu großes Problem hast, ist es ja auch ok so. Aber ein wirklich gesundes Familienverhältnis sieht für mich trotzdem anders aus.
Es ist kein gesundes Verhältnis, wenn Menschen zwar vorgeben, sich zu lieben und zu respektieren, und sich dann aber gegenseitig Vorschriften machen und irgendwelche Dinge verbieten.
Genau, wie eine Liebesbeziehung meines Erachtens keine gesunde Beziehung ist, wenn ein Partner dem anderen vorschreibt, was dieser zu tun und zu lassen hat.
Genau, wie auch ein Staat meinem anarchistischen Verständnis nach nicht gesund ist, so lange er mittels Gewaltandrohung und Zwang aufrechterhalten werden muss.
Ich denke, in der Theorie sind wir uns da ja auch weitestgehend einig.
Es geht eher um die praktische Umsetzung der Theorie im konkreten Einzelfall... und da ist eben, wie so oft, die (berechtigte) Sehnsucht nach Familienfrieden ein Grund dafür, dass viele davor zurückschrecken, das zu tun, was sie eigentlich insgeheim, wenn sie alle Macht der Welt besäßen, gerne tun würden.
Ich denke, das ist menschlich und auch verständlich. Trotzdem muss man sich irgendwann KOMPLETT freischwimmen... ob man das dann dadurch macht, dass man schon rechtzeitig das Verhältnis auf Augenhöhe bringt, oder erst später, in dem man einfach so bald wie möglich auszieht und den Kontakt zu den Eltern auf ein Minimum beschränkt (so, wie es wohl die meisten tun), bleibt dann natürlich jedem selbst überlassen.
Keine Ahnung... vielleicht sind manche Eltern wirklich so stur und autoritär, dass erstere Methode nicht zum Erfolg führt. Vielleicht drückt ihr aber auch einfach nur die falschen Knöpfe, weil ihr noch nicht den nötigen Abstand zu euren Erziehungsberechtigten habt.
Ich meine... für euch sind das die Menschen, die euch das Sprechen beigebracht haben... die euch Gute-Nacht-Geschichten vorgelesen haben, die mit euch geschimpft, aber auch mit euch gespielt und gelacht haben.
Wenn ihr sie jedoch mit der Distanz eines außenstehenden Beobachters betrachtet, sind sie höchstwahrscheinlich nur Durchschnittsmenschen, die halt Kinder bekommen haben, weil das eben so zum Leben dazu gehört, und die sich dann womöglich auch noch irgendwelche schwachsinnigen Erziehungs-Ratgeber kaufen, in denen die antiautoritäre Erziehung verteufelt wird und irgendwelche Supernanny-Weisheiten abgedruckt sind.
Es sind Menschen, die es im Grunde ja nur gut mit euch meinen... die aber gar nicht zu echter, bedingungsloser Liebe und zu echtem Verständnis in der Lage sind, weil sie sowas selber auch noch nie erfahren haben.
Versucht sie doch mal aus diesem Blickwinkel wahrzunehmen... in ihrer ganzen Unsicherheit und Unvollkommenheit. Vielleicht findet sich ja dann ein Punkt, wo sich der Hebel ansetzen lässt.
Ach übrigens:
Warum schreiben hier in dem Thread eigentlich wieder nur die üblichen Verdächtigen? Ich denke, je mehr unterschiedliche Meinungen Tentative für sein Problem bekommt, desto besser für ihn. Eltern habt oder hattet ihr sicher alle, also denke ich mal, dass da auch mehr Leute was dazu sagen könnten...
und mich persönlich würde es ja auch interessieren, wie der Rest des Forums zu diesem Thema steht. Denn es ist wie gesagt eine Thematik, die eigentlich jeden von uns betrifft oder mal betroffen hat.
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Im Großen und Ganzen würde ich dian zustimmen - wenn für dich etwas inakzeptabel ist, dann solltest du es deinen Eltern eindeutig klar machen. Wobei ich da in meiner Kindheit weniger aggressiv war, sondern einfach nach außen hin gezeigt hatte, dass ich sauer war, und mir meine Prinzipien wichtig. Das lief dann auf so Sachen hinaus wie Türen zuschlagen, nicht an den gemeinsamen Mahlzeiten teilnehmen und kalt nachessen, kaum aus dem Zimmer herauskommen usw. - also eher die langweilige an-den-Baum-ketten-Methode.
Naja, entscheide selbst was in deiner Situation wahrscheinlich angebracht ist, wir kennen deine Eltern ja nicht so genau.
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dian unregistriert
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Nochmal:
Ich sprach davon, dass es kein gesundes Verhältnis ist, wenn in einer Familie die einen Familienmitgliedern den anderen Vorschriften machen, Fernsehverbot erteilen oder sonst irgendwas.
In solchen Fällen mangelt es den Eltern an Respekt vor ihren Kindern... und in solchen Fällen bin ich dann der Meinung, dass die Kinder ihre Eltern ein bisschen erziehen müssen. Aber "erziehen" meine ich dabei natürlich vor allem in dem Sinn, dass sie ihnen den nötigen Respekt und die nötige Achtung voreinander beibringen... nicht in dem Sinn, dass sie dann plötzlich den Spieß umdrehen und ihren Eltern Vorschriften machen, Fernsehverbot erteilen oder sowas.
So wie du das bei dir und Manuel beschreibst, ist das ja ein durchaus gesundes Verhältnis. Nur ich fürchte, weil du selbst nie so die Probleme mit intoleranten Eltern hattest, und weil du auch schon lange aus dem Alter raus bist, nimmst du das ein bisschen zu sehr auf die leichte Schulter.
Beengende Familienverhältnisse (also solche Verhältnisse, wo die einen Familienmitgliedern den anderen zu wenige Freiräume lassen) sind mit das schlimmste Gift, das sich überhaupt im Kopf eines jungen Menschens festsetzen kann.
Ich möchte nicht wissen, wie viele sich wegen sowas schon das Leben genommen haben oder wahnsinnig geworden sind...
Daher finde ich eben auch, dass man das nicht als Lappalie abtun sollte oder einfach sagen sollte: "Ach, wenn du erstmal volljährig bist, lachst du eh drüber."
In den Jahren, bis man endlich volljährig ist und zuhause ausziehen kann, kann schon ziemlich viel an der eigenen Psyche kaputt gegangen sein... und in der Regel bekommt man sowas selber ja auch als allerletzter mit.
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| Zitat: |
Original von dian
Daher finde ich eben auch, dass man das nicht als Lappalie abtun sollte oder einfach sagen sollte: "Ach, wenn du erstmal volljährig bist, lachst du eh drüber."
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Nee, so meinte ich das nicht, sondern eben eher aus der Sicht, dass hier niemand bei ist, der bislang versucht hat, seinen Erziehungsbeaiftragten umzubringen oder seine Mutter die noch ungeborenen Geschwister aus dem Leib getreten hat oder solche Sachen.
Evtl. sollten Eltern mal solche Kinder erleben, damit die aufhören, sich über nicht aufgeräumte Zimmer oder zuviel Internetkonsum aufzuregen.
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dian unregistriert
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Eben, @ Arne, das meine ich ja.
Du könntest dir ja eventuell überlegen, Manuel mal an Eltern wie die von Tentative, Astral oder Deldenker zu vermieten... ich glaube, nach zwei Wochen mit einem echten bösen Jungen würden die ihrem Nachwuchs dankbar um die Füße fallen und schwören, ihnen in Zukunft jeden Wunsch zu erfüllen.
Die wissen doch gar nicht zu schätzen, dass sie so eigenständig denkende, für ihr Alter erstaunlich reife Kinder haben, die sich sogar von ganz alleine Gedanken über Moral und gegenseitigen Respekt machen.
Ich denke auch, dass viele, vor allem Eltern der jüngeren Generation, gar nicht wissen, was ECHTE Probleme sind, weil sie selber ganz behütet aufgewachsen sind... und dann steigern sie sich eben um so mehr in irgendwelche Kleinigkeiten rein.
Eine Nachbarin von mir ist auch so drauf. Die hat ein großes Haus, muss nicht arbeiten gehen, ist wohlbehütet aufgewachsen, und schreit trotzdem ständig wegen irgendwelchen Kleinigkeiten ihre Kinder an... vermutlich, weil sie außer dem Anschreien der Kinder nicht mehr viele Aufgaben hat, an denen sie sich beweisen kann.
Und ich kann mir gut vorstellen, dass das vielen Eltern so geht. Je einfacher ihr Leben ist, desto pingeliger werden sie, und desto leichter lassen sie sich in Rage versetzen, wenn mal irgendwas in ihrer perfekten heilen Welt nicht ganz so läuft, wie sie es gern hätten.
Vielleicht bräuchten wir einen neuen Weltkrieg.
Vielleicht würde das in den Köpfen einiger Erziehungsberechtigter so manches relativieren...
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