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kein mensch ist illegal
30.09.2010 21:01 |
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„Ihr sollt wissen, daß kein Mensch illegal ist. Das ist ein Widerspruch in sich. Menschen können schön sein oder noch schöner. Sie können gerecht sein oder ungerecht. Aber illegal? Wie kann ein Mensch illegal sein?“ (Elie Wiesel)
MigrantInnen und Flüchtlinge sind in Europa unerwünscht. Nachdem es für sie nahezu unmöglich ist, auf legalem Weg hierher zu fliehen, einzureisen oder einzuwandern, ist die Überschreitung der Staatsgrenzen nur noch „illegal“ möglich und nicht selten mit tödlichen Gefahren verbunden. „Illegal“ wird, wer bleibt, obwohl der Aufenthalt nicht mehr erlaubt, gestattet oder geduldet ist. Systematisch werden die verbliebenen Einreise- und Aufenthaltsmöglichkeiten reduziert. So wird eine immer größere Zahl von Menschen in die Illegalität gezwungen.
Grenzen trennen nicht mehr nur Territorien, Grenzen trennen Menschen. Grenzen verlaufen überall: im Sozialamt wie auf dem Bahnhof, in der Innenstadt wie an der Staatsgrenze. Die Grenze ist überall, wo Menschen befürchten müssen, nach Papieren gefragt zu werden.
In entrechtetem, ungesichertem oder illegalisiertem Status zu leben, bedeutet die ständige Angst vor Denunziation und Erpressung, weil die Entdeckung Bestrafung, Abschiebehaft oder die sofortige Abschiebung zur Folge hat. Es bedeutet Schutz- und Rechtlosigkeit gegenüber Behörden, Arbeitgebern und Vermietern, aber auch im Falle von Krankheiten, Unfällen oder Übergriffen. Es bedeutet auch, soziale Kontakte fürchten zu müssen. Kinder können keine Schule und keinen Kindergarten besuchen, Jugendliche keine Ausbildung anfangen. Es bedeutet, ständig auf der Hut zu sein.
Im Kampf gegen Rassismus wird es immer wichtiger, MigrantInnen in ihren Kämpfen gegen Illegalisierung und für ihr Recht, überhaupt Rechte zu haben, politisch und praktisch zu unterstützen.
Jeder Mensch hat das Recht, selbst zu entscheiden, wo und wie er leben will. Der Regulierung von Migration und der systematischen Verweigerung von Rechten steht die Forderung nach Gleichheit in allen sozialen und politischen Belangen entgegen, nach der Respektierung der Menschenrechte jeder Person unabhängig von Herkunft und Papieren.
Deshalb rufen wir dazu auf, MigrantInnen bei der Ein- oder Weiterreise zu unterstützen. Wir rufen dazu auf, MigrantInnen Arbeit und Papiere zu verschaffen. Wir rufen dazu auf, MigrantInnen medizinische Versorgung, Schule und Ausbildung, Unterkunft und materielles Überleben zu gewährleisten.
Denn kein Mensch ist illegal.
Ein Zitat des Manifests der Dokumenta Kasssel abgefasst im Jahre 1997.
Zuerst Sarrazin, nun Sarkozy, selten war die Diskussion über Integration brisanter und noch nie war sie relevanter als in der heutigen Zeit.
Die neu beschlossenen Gesetze in Frankreich stoßen auf harsche Kritik in ganz Europa, aber wir sind selbst nicht viel besser. Laut Amnesty International wurden und werden ungefähr 8500 MigrantInnen in einem Rückführungsabkommen mit dem Kosovo umfasst und erfasst.
Es handelt sich um Menschen und Familien und um Kinder die hier seid Jahren leben, die hier geboren wurden und die hier aufwachsen.
Es sollte nicht um Nationen, Nationalitäten, Rassen und Ethnien gehen, sondern um den Menschen an und für sich.
Wer bei der WM fröhlich seine Fahne schwenkt, wer sich mit diesem Staat, dem System, dieser Gesellschaft, der Nation identifiziert, wer wählen geht, wer gewählt hat, der tut das was die tun, trägt die Verantwortung seiner Stimme, der ist selbst involviert. Der Schiebt auch ab und auch der befindet Menschen für Illegal, erfindet ebenfalls solche abstrusen Wörter wie Illigalität und entwickelt auch solche kranken Gedankenkonstrukte wie die Politiker, Abgeordneten es tun und zwar indem er diese duldet, Wählen legitimiert, Nichtstun legitmiert ebenso, wenn ihr schweigt stimmt ihr zu.
Wer seine Fahne schwenkt und die Hymne singt, wer schweigt wenn er die Zahlen in der Zeitung liest, wer das kauft was ihm verkauft wird, der macht sich mitschuldig. Die Geschichte spricht Bände, lasst uns nicht dieselben Fehler machen wie unsere Väter und Großväter, denn genau das tun wir, wenn wir Nichts tun. Lasst uns nicht Ossies und nicht Wessies, nicht Deutsche sein, nicht französisch, nicht türkisch, nicht islamistisch, nicht protestantisch, nicht katholisch, nicht europäisch, nicht morgenländisch und nicht abendländisch. Lasst uns Menschen sein. Seid Pazifist, seid Anarchist, seid liberal, seid Atheist, seid Tolerant, aber toleriert nicht die Intoleranz, seid menschlich.
Jean Demian
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Jean Demian am 30.09.2010 21:11.
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Wir haben hier nicht so viele Migranten und meines Wissens zur Zeit nur sehr wenige Migranten im Forum. Zwei könnten, ich weiß es nicht genau, mal illegal werden. Die müssten sich mal äußern.
Ein anderer Migrant ist neulich hier rausgeflogen, weil er nach Ansicht einiger User eher rechtsradikale Thesen vertreten hätte.
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dian unregistriert
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| Zitat: |
| Lasst uns nicht Ossies und nicht Wessies, nicht Deutsche sein, nicht französisch, nicht türkisch, nicht islamistisch, nicht protestantisch, nicht katholisch, nicht europäisch, nicht morgenländisch und nicht abendländisch. Lasst uns Menschen sein. Seid Pazifist, seid Anarchist, seid liberal, seid Atheist, seid Tolerant, aber toleriert nicht die Intoleranz, seid menschlich. |
Ja, dem kann ich eigentlich nur zustimmen.
Das Problem ist eben nur, dass sich Menschen sehr gerne freiwillig durch solche Kategorien wie Nation, Religion oder Geschlecht definieren... sie haben das von klein auf so gelernt, und ihnen würde was fehlen, wenn sie plötzlich darauf verzichten müssten. Im Übrigen trifft das nicht nur auf viele Deutsche zu, sondern eben leider auch auf einen beträchtlichen Teil der Immigranten.
Die wollen gar keine Atheisten und Pazifisten sein. Viele muslimische Frauen wollen auch wohl gar nicht so frei sein wie die westlichen Frauen... die Frage ist halt nur, in wie weit dieser Wille wirklich auf freien Stücken basiert...
Ich wäre ja dafür, dass man zur besseren Integration Kurse anbietet, in denen die Leute darüber aufgeklärt werden, dass Religionen und patriarchalisches Denken und dieser ganze Mist rückständige, primitive Angewohnheiten sind, von denen sie sich lösen müssen, wenn sie wirklich frei und glücklich sein wollen.
Also Anarchiekunde statt Staatsbürgerkunde. (Selbstverständlich sollte es diese Kurse auch für alle Deutschen geben...
)
Dann würden die Menschen vielleicht irgendwann erkennen, dass der größte Unterschied zwischen ihnen darin besteht, dass sie auf unterschiedliche Weise konditioniert worden sind. Doch diese Konditionierung abzulehnen (und somit abzulegen), ist wohl einem Menschen ähnlich schwer zu vermitteln, wie es einem Hund zu vermitteln ist, dass er nicht sabbern soll, wenn man die Essensglocke läutet.
Entweder, man spürt diese Entfremdung zu dem kulturellen Umfeld, von dem man geprägt wurde, von alleine... oder keine Macht der Welt wird einen dazu bringen, das zu fühlen. Bei Immigranten ist dies in der Regel besonders schwer, da sie sich ohnehin schon entwurzelt und fremd fühlen, und so in der Fremde um so stärker an das klammern, was sie noch von der Kindheit her kennen... und das sind dann eben nicht selten auch solch "schöne" Traditionen wie Ehrenmorde oder das Züchtigen der eigenen Kinder, sprich: gelebte Intoleranz.
Und diesen Umstand können dann wiederum Leute wie Sarrakozy wunderbar für ihre braune Propaganda nutzen, auch wenn sie selber mindestens genauso durch ihre Prägung seelisch verkrüppelt wurden wie viele der ungebildeten Einwanderer, die sie hier in Deutschland nicht haben möchten.
Ich glaube, ich möchte kein Integrationsbeauftragter sein. Ich würde mich garantiert in allen Lagern nur unbeliebt machen.
Ach ja, und
@ Jean Demian
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Sarkozy stammt im übrigen wie auch viele Romas aus dem Balkan, aus Ungarn.
Warum immer diejenigen, denen man irgendwie schon am Namen anmerkt, dass ihre Vorfahren mal immigreirt sein mussten, am ehesten sich abgrenzen wollen, kann ich mir auch nur so erklären, dass die in Wahrheit alle über Generationen hinweg noch einen Minderwertigkeitskomplex entwickeln.
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"Lasst uns nicht Ossies und nicht Wessies, nicht Deutsche sein, nicht französisch, nicht türkisch, nicht islamistisch, nicht protestantisch, nicht katholisch, nicht europäisch, nicht morgenländisch und nicht abendländisch. Lasst uns Menschen sein. Seid Pazifist, seid Anarchist, seid liberal, seid Atheist, seid Tolerant, aber toleriert nicht die Intoleranz, seid menschlich."
Was hat das mit Intoleranz zu tun wenn man die Schotten dicht macht weil man nix vom Kuchen abgeben will den man ergattert hat?
Ist das nicht ganz natürlicher, menschlicher Egoismus?
So wie ich die Sache sehe, wird sich daran nichts ändern.
Migranten sind auch nur Menschen, sie haben mir nichts getan und ich tue ihnen nichts.
Wenn ich wählen gehe schiebe ich also mit ab und unterstütze automatisch jeden scheiss den die volksvertreter erdenken ja?
Und wenn ich nicht wählen gehe oder schweige und mir nicht für meine werten Mitmenschen den Arsch aufreisse dann legitimiere ich sowas und bin sozusagen ein"Sünder"? aha
ich bin also automatisch ein arschloch wenn ich kein grenzeneinreißer bin, einfach nur meine ruhe haben will ohne jemandem was wegzunehmen?
hui damit muss ich erstmal klarkommen -.-
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@tom:
du schreibst, du willst ruhe haben. vielleicht wäre es sinnvoll, wenn du das hier:
| Zitat: |
| Was hat das mit Intoleranz zu tun wenn man die Schotten dicht macht weil man nix vom Kuchen abgeben will den man ergattert hat? |
mal näher beschreibst anhand eines beispiels.
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@quaid: ich dachte dabei in etwa folgendes:
Frankreich ist ein reiches, wohlhabendes Land (großer Kuchen - bestimmt irgendwann mal irgendwem abgeluchst). Die Roma haben das pech aus einem armen land mit viel schlechteren Lebensbedingungen zu kommen (viele aus Rumänien glaub ich) und hoffen auf ein besseres Leben in Frankreich.
Frankreich braucht die Roma nicht und gibt ihnen nichts, keine arbeitsplätze, sozialleistungen usw.
Es liegt nicht im fränzösischen Interesse, bedürftigen Menschen aus reiner Selbstlosigkeit zu helfen, Egoismus halt. -> die Roma müssen sich ihr täglich brot durch z.b. betteln und stehlen "verdienen" da für sie in frankreich kaum andere Möglichkeiten bestehen über die runden zu kommen und dadurch machen sie sich (ungerechterweise) unbeliebt.
Dass man andere Menschen wegen Aussehen,Glaube,Kultur und solchen Unterschieden ablehnt. ist meiner Meinung nach nicht der Hauptgrund für solche Abschiebungen, sondern wie immer: Geld
*edit* : von geld komme ich auf egoismus, weil mehr geld für "von der wirtschaft nicht benötigte migranten" bedeutet ja dass man den franzosen mehr steuern abnehmen müsste-> egoismus "ich geb nix von meinem lohn für sowas ab- da kann ich mir ja 2 videospiele weniger leisten
"
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Ya2k am 10.10.2010 14:32.
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ein bißchen erinnert mich das an die robin-hood-ideologie.
ich denke, es wäre gut, wenn wir die toleranz (bzw. intoleranz), dessen bezug zum thema du anzweifelst, näher betrachten. sprechen wir von duldung, akzeptanz oder sogar grundsätzlicher einstellungsfragen? sollte intoleranz als aktion verstanden werden, etwas zu unternehmen?
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ich kann dir nicht folgen, ich tippe mal auf einstellungsfragen
ja gegen intoleranz sollte man etwas unternehmen, sonst hauen sich alle gegenseitig den schädel ein
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| Zitat: |
Original von Tom
Wenn ich wählen gehe schiebe ich also mit ab und unterstütze automatisch jeden scheiss den die volksvertreter erdenken ja?
Und wenn ich nicht wählen gehe oder schweige und mir nicht für meine werten Mitmenschen den Arsch aufreisse dann legitimiere ich sowas und bin sozusagen ein"Sünder"? aha
ich bin also automatisch ein arschloch wenn ich kein grenzeneinreißer bin, einfach nur meine ruhe haben will ohne jemandem was wegzunehmen?
hui damit muss ich erstmal klarkommen -.- |
Naja, man kann ja außer wählen gehen und nicht wählen gehen auch noch andere Sachen machen. Entweder kann man sich selbst in einer Partei oder sowas wählen lassen, dann hat man selbst die Verantwortung, was man machen kann (kann man zumindest so lange machen, bis man die Hoffnung verloren hat, dass das irgendwas bringt und man zusehen muss, wie alle um einen herum immer bürgerlicher und angepasster werden. Dann kann man das auch einstellen).
Oder man macht eben was eigenes, wenn man irgendwo hilfreich sein will.
Außerparlamentarisches gesellschaftliches Engagement ist immer noch möglich und befriedigt schon im bestimmten Rahmen.
| Zitat: |
Alles, was geschieht, geht dich an! G.Eich |
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Mag schon sein, da nicht sehr viel davon übrig ist, ist mein Gewissen sogar mit erheblich weniger befriedigt.
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erklär mir mal wieso meine Haustüre blutverschmiert ist und deine nicht@Spiegel
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Interessante Anti-These aus der wildcat:
Kein Mensch ist legal
Der Text kritisiert, ausgehend von den Veränderungen der britischen Einwanderungspolitik im Rahmen des europäischen Migrationsregimes, dortige linke Konzepte, die in ihren »Kampagnen für Rechte« oder den gewerkschaftlichen Versuchen, »um die Illegalität herum« zu organisieren, die Realitäten dieser »Illegalen« gar nicht berücksichtigen. Daraus resultieren nicht nur falsche Zuschreibungen, sondern auch eine falsche (Stellvertreter-)Politik, die im schlimmsten Fall für die MigrantInnen sogar gefährlich werden kann, wenn sie ihnen das wegnimmt, was ihre Stärke ist: sich institutionell unsichtbar machen zu können. Uns kamen nicht nur die Verschärfungen des britischen Grenzregimes äußerst bekannt vor - sondern auch bestimmte »linke« Politikweisen...
Vom Kolonialismus zum Punktesystem
In der ersten Phase der postkolonialen Zeit (bis 1962) konnten alle aus dem ehemaligen British Empire ungehindert einreisen. In England entstanden große karibische, bengalische, pakistanische und westafrikanische »Communities«. Seither wurden die Beschränkungen kontinuierlich verschärft, die legale Einreise war nur noch über Familienzusammenführung möglich. Mit dem Einwanderungs-Gesetz der konservativen Regierung von 1988 und den Gesetzen der Labour-Party seit 1997 wurden auch diese Einreisemöglichkeiten schrittweise abgeschafft. Letztlich wurde der Asylantrag zur einzigen Hoffnung für Nicht-Europäer, ins Land zu kommen. Die Einwanderungsgesetze von 2002 und 2004 schlossen diesen Prozess ab. Genau rechtzeitig für die EU-Erweiterung: mit der Erweiterung auf 25 Mitgliedsstaaten erlaubte England, im Gegensatz zur BRD, von Anfang an allen EU-Bürgern, in England zu arbeiten (bei der Erweiterung auf 27 Staaten wurden Einschränkungen für BulgarInnen und RumänInnen erlassen). Parallel dazu wurden die Beschränkungen für Nicht-EuropäerInnen noch weiter verschärft - und damit die Löhne mehr oder weniger entlang der Hautfarbe geschichtet. Das 2008 schrittweise in Kraft tretende Punkte-System führt nun »deutsche« Standards ein und schreibt gesetzlich fest, was seit 2004 gängige Praxis ist: Arbeitgeber dürfen Nicht-Europäern erst dann einen Arbeitsplatz anbieten, wenn sie ihn nicht mit Europäern besetzen können. Was Gegner der Einwanderung als »Zusammenbruch der Grenzkontrollen« beklagen, der relative Gesamtanstieg der Zuwanderung, beruht in Wirklichkeit fast vollständig auf der legalen Einreise von Europäern - während das schärfste Grenzregime gegen Nicht-Europäer aufgebaut wird, das GB je hatte. (wobei britisch-stämmige NeuseeländerInnen usw. natürlich eine Sonderrolle einnehmen). Leuten, die solche Wahnvorstellungen äußern, kommt das gegenwärtige Grenzregime soweit zupass, dass sie sich einbilden können, ein Interesse an seinem Fortbestand zu haben. Das Punkte-System wird nicht nur die Kriterien noch weiter verschärfen, sondern außerdem die Grenzkontrollen 'demokratisieren', indem es 'Bürger' gesetzlich zum Denunziantentum verpflichtet.
Undichte Grenzen
Die undichte Grenze ist keineswegs nur eine Einbildung der Boulevardzeitungen: auch viele 'kritische' Kommentatoren der mainstream Medien und an den Rändern der Linken plappern das nach. Dass solche 'Experten' so wenig Ahnung von der sie umgebenden alltäglichen Realität von polizeilicher Kontrolle der Einwanderung haben, lässt sich nur damit erklären, dass sie noch nie Grenzen Großbritanniens oder des Schengenraums ohne das Privileg ihrer EU-Nationalität überqueren mussten, und dass nichts in der Lebenserfahrung ihrer behüteten Gesellschaftskreise ihnen irgendwelche Hinweise gibt.
Diese Abkopplung von der Realität ist vielleicht gar nicht so überraschend. Wirklich beeindruckend ist aber, dass trotz eines noch nie dagewesenen Verbots- und Vollstreckungs-Apparats (sowie der beständigen Abwanderung ehemals Eingereister!) tatsächlich noch genug neue Nicht-'Europäer' (der Kürze halber ab jetzt einfach 'MigrantInnen') durchkommen, um so etwas wie eine kollektive Anwesenheit aufrechtzuerhalten. Der Grund für diesen vermeintlichen Widerspruch liegt in der Ausdauer kollektiver 'informeller' Überlebensstrukturen, die nicht von Computermodellen erfasst werden, und die die Verwalter statistisch auswertbarer 'Geschäftstätigkeit' beständig auszumerzen versuchen. Oder in anderen Worten: körperlicher, intellektueller und sozialer Kampf, ob 'politisch' oder nicht.
Es 'sollte' für die meisten nicht-europäischen MigrantInnen unmöglich sein, hier zu sein, insbesondere ohne dabei Zeichen von jener bemitleidenswerten Abhängigkeit zur Schau tragen, die ein 'Asylbewerber'-Status mit sich bringt (sei es in offizieller Internierung oder in deren Verlängerung: der Schlange beim Anstehen mit Lebensmittel-Coupons). Und doch sind sie da! - als Ergebnis intensiver und vielgestaltiger Kämpfe, als lebendige Widerlegung aller Bevölkerungspolitik. Und sie sind keinesfalls hilflos auf staatliche Beschlüsse oder die Fürsprache von NGOs und Aktivisten angewiesen. Ihre Kämpfe können kollektive sein, oder individuell und konkurrierend, Solidarität aufbauen oder sie unterminieren. Aber ohne die 'informellen' sozialen Mechanismen, die nicht nur nicht um 'Rechte' werben, sondern Sichtbarkeit aktiv verschleiern (ganz zu schweigen von Repräsentation), wäre vieles unmöglich.
Die Rolle dieser undokumentierten Handlungen anzuerkennen bedeutet nicht, sie wahllos hochzujubeln. Der Grad an Ausbeutung in der informellen, nach 'community' organisierten Ökonomie ist bekannt. Ebenso die reibungslose Einverleibung des in ihr produzierten absoluten Mehrwerts in den 'seriösen' Kapitalismus - der gleichzeitig ohne den geringsten Widerspruch aggressive Grenzkontrollen verlangt. Die auf dieser Ebene stattfindenden Konflikte und Überlebenskämpfe können wir ebensowenig ignorieren wie ihre Bedeutung für die Volkswirtschaft. Besonders heute nicht, wo die offiziell mit der für die Einwanderungsgesetze verantwortlichen Labour Party liierten Gewerkschaften ehemalige Globalisierungsgegner für ein organizing-Projekt »um die Illegalität herum« rekrutieren.
Direkte Aktionen...
Eine organisierte Gruppe von Migranten hat am 4. August 2007 mit einer illegalen, direkten Aktion kollektive Freiheit durchgesetzt, indem sie am Ende eines Massenhungerstreiks aus dem Campsfield Abschiebelager in Oxfordshire ausbrachen. Das Noborders Netzwerk reagierte mit landesweiten Solidaritätsdemonstrationen vor Einreise-Zentren (d.h. vor Zentren, in denen man sich möglicher Internierung oder Abschiebung ausliefert). Imam Dr Abduljalil Sajid, ehemaliger Vorsitzender des Rats für Immigrantenwohlfahrt (Joint Council for the Welfare of Immigrants) riet den Ausgebrochenen, sich zu stellen. Insgesamt wurde dieser historische Verstoß gegen die Internierung in den Medien als normaler polizeilicher Zwischenfall behandelt. Die BBC machte einen gewissen Bill Smith über Nacht zum Star, weil er einen Flüchtigen, der »um Hilfe bettelnd« an seine Tür geklopft hatte, privat »festgenommen«, eingesperrt und der militarisierten Fahndung ausgeliefert hatte. Die Story war 'gestorben' als 11 (oder je nach Quelle 14) der 26 Geflohenen auch dann auf freiem Fuß blieben, als man ihre Fotos zum Zwecke weiterer Bürgerverhaftungen veröffentlichte. Der (begrenzte) Erfolg des Ausbruchs ist eher am dauerhaften Verschwinden aus der öffentlichen Wahrnehmung zu messen, oder entspricht ihm zumindest, als an seiner Sichtbarkeit als Werbung für 'Rechte'.
... und Ansätze von Selbstorganisation
Die Anwendung von direkten Methoden im undokumentierten Kampf rechtloser estracomunitari ist das Thema von Ausbrüche und Aufstände [»Evasioni e rivolte«, Agenzia X, Mailand, 2007], dem neuen Buch von Emilio Quadrelli [von dem der Artikel Fankurven und Vorstädte - Linke Snobs und radikale Rechte in der Wildcat 77 war]. Es besteht hauptsächlich aus Interviews mit Leuten, die aus italienischen CPTs geflüchtet sind. [1]. Diese Interviews und statistische Daten deuten auf eine seit Mitte 2005 vor sich gehende Veränderung in den Reaktionen der Gefangenen auf ihre Situation hin. Individuelle Selbstverstümmelung, Kleingangstertum und Gewalt zwischen 'nationalen' Gefangenenfraktionen werden langsam ersetzt von Gewalt, die über Nationalitätslinien hinweg gegen die Institutionen und ihre Wächter koordiniert wird, was manchmal zu kollektiv geplantem Ausbruch führt. Die Liste der Vorfälle endet im November 2005, aber die italienischen Medien berichten weiterhin regelmäßig von Aufständen in und Massenausbrüchen aus CPTs, ohne das als ungewöhnlich oder überraschend darzustellen.
Das Buch fetischisiert nicht den Haftausbruch, sondern stellt die CPT-Episoden in den Erfahrungszusammenhang der Interviewten als migrantische ArbeiterInnen - wobei 'Arbeit' alle Formen formeller, informeller, halblegaler und krimineller Beschäftigung meint, von regulär-industriellen zu Gelegenheitsjobs, unter einem Dach oder auf der Straße. Man kann die Interviews lesen als Geschichten über das Benutzen von 'Illegalität' und Unterschichtung nach 'Rasse' unter 'Illegalen' zum Zwecke der Arbeitsdisziplin, und als Vergleich der Wirksamkeit von Flucht oder Gegenangriff. Besonders die Rolle der 'community leaders' und der öffentlichen Sprecher der ImmigrantInnen beim Vermitteln der 'offiziellen' mit den 'illegalen' Geschäftskreisläufen, wodurch sie die Klassenhierarchie sowohl in den 'communities' als auch zwischen ihnen auf einer gesamtgesellschaftlichen Ebene reproduzieren, wird betontµ. Die Interviewten waren aufgrund von halb-organisierten Widerstandsversuchen von italienischer Seite oder vonseiten 'ethnischer community'-Bosse interniert worden. (Zum Beispiel 'sponsort' ein marokkanischer Fabrikbesitzer die legale Einreise von Mitgliedern seiner erweiterten Familie nach Italien und hält dann ihre Aufenthaltsgenehmigungen zurück; somit verknechtet er ihre Arbeit wirksam in seinem Sweatshop, wenn sie nicht in die Hände der von ihm bestochenen lokalen Polizei fallen wollen. Oder die Ältesten der Roma 'verkaufen' ab und zu jüngere ZigeunerInnen an die CPT in einem Deal mit dem Stadtrat, um die Zerstörung ihres Geländes hinauszuzögern).
Nach anfänglicher Hilflosigkeit und Verzweiflung erweitern die Häftlinge ihre Zusammenarbeit und ihr Pläneschmieden über 'ethnische Grenzen' hinaus; damit unterlaufen sie innerhalb der CPT die staatliche Macht, die auch mithilfe 'ethnischer Unterschichtung' real durchgesetzt wird; somit erlangen sie ein Stück weit Verfügungsgewalt über ihre eigene Situation; jene, denen es schließlich gelang auszubrechen, sagen in den Interviews, dass sie seit ihrer Flucht selbstorganisiert in kleinen Gruppen und mit begrenzter physischer Gewalt in der Illegalität überleben, also dank derselben Formen, mit denen sie auch ausgebrochen sind.
»organizing um die Illegalität herum«?
Behauptungen über so etwas wie kollektive Selbstversorgung 'außerhalb des Systems' sind natürlich mit großer Vorsicht zu genießen, gerade wenn die Leute selbst eben noch ausführlich beschrieben haben, wie die 'kriminellen' Wirtschaftskreisläufe, die jetzt anscheinend ihre Unabhängigkeit absichern, in das 'legitime' Kapital integriert sind. Aber es lässt sich ja leicht vorstellen, warum die Leute da, wo sie über ihr gegenwärtiges Leben sprechen, sich lieber selbst als Helden stilisieren, statt reale Einzelheiten preiszugeben. Ganz bestimmt realistisch ist jedenfalls ihre Ansicht, dass ein effektiver Kampf nicht nur wenig mit öffentlichem Auftreten zu tun hat, sondern dadurch sogar gefährdet werden kann, und ihr Bewusstsein darüber, dass Unsichtbarkeit in der Praxis oft der Schlüssel zum Erfolg eines Kampfes ist.
Jeder Ansatz einer 'Organisierung um die Illegalität herum' müsste das berücksichtigen. Aber es ist schwer zu sehen, wie das gehen könnte, wenn 'Rechte' gefordert werden (z.B. das Recht auf gewerkschaftliche Vertretung). 'Rechte innerhalb der Illegalität' bleiben ein Oxymoron, ein Widerspruch in sich selbst, egal wie weit man die Begriffe dehnt. Denn 'Rechte' müssen definitionsgemäß in Gesetze gegossen, und die Gesetze öffentlich in Kraft gesetzt werden. Das ist keine Wortklauberei. Leider lassen sich unschwer die - zumindest von aufrichtigen Aktivisten: unbeabsichtigten - Auswirkungen vorstellen, sollten unter der Schirmherrschaft der Gewerkschaften einigen illegalen ArbeiterInnen begrenzte gesetzliche Rechte zugestanden werden, in Rahmenbedingungen, die letztlich ihren Status als 'illegale Einwanderer' aufrechterhielten. Die betroffenen ArbeiterInnen hätten noch immer keine vollen Rechte (sich zu bewegen, wohin sie wollen; sich zusammenzuschließen; zu arbeiten, wo sie wollen und damit aufzuhören, wann sie wollen), die sie für eine selbständige, gemeinsame oder individuelle, Gegenwehr gegen die Erpressungsversuche ihrer Bosse brauchen. Zudem würden die neuen gesetzlichen 'Rechte' sicherlich gesetzliche 'Pflichten' mit sich bringen, und die ArbeiterInnen vermutlich dazu zwingen, institutionell sichtbar zu werden. Damit würden sie die letzte Option zum Rückzug vor den unerträglichen Arbeitsbedingungen und vor der Ausländerpolizei verlieren, deren Macht über sie erhalten bliebe. Tatsächlich wird dadurch die Abhängigkeit und Unterschichtung innerhalb der untersten und am stärksten ausgebeuteten Arbeiterschichten sogar noch verstärkt. Die 'glücklichen' Halb-Halblegalen hätten einen neuen Sponsor-Aufseher in der Gewerkschaft, außerhalb deren Schutzschirms sie in vermeintliche Hilflosigkeit zurückfallen würden. Gleichzeitig würde zwischen ihnen und den weiterhin schlicht Illegalen eine neue hierarchische Aufspaltung entstehen, was zu noch mehr verzweifeltem Wettbewerb unter ArbeiterInnen führen würde - worauf das ganze System angelegt ist.
Eine radikal andere Herangehensweise
Die Problematik der Kampagnen für 'gewerkschaftliche Rechte' und die notwendige Kritik an der Gewohnheit, die Kampfbereitschaft von MigrantInnen an ihrem gewerkschaftlichen Organisationsgrad zu messen, bedeuten zusammengenommen jedoch nicht, dass jede Aktion von in Gewerkschaften organisierten ArbeiterInnen automatisch nutzlos oder kontraproduktiv ist. Im Sommer 2007 rief die Bezirksorganisation Finsbury Park der RMT zu einer Gewerkschaftskonferenz gegen die Einwanderungskontrolle in London auf, nachdem sie Ende März ein ähnliches Treffen in Liverpool organisiert hatte. Die vorgeschlagene Tagesordnung enthielt den Keim einer radikal anderen Herangehensweise. Themen waren unter anderem: »Wie können wir verhindern, dass MigrantInnen von den Unternehmern herausgegriffen und nach ihren Papieren gefragt werden?« oder »Widerstand statt Willfährigkeit«, also die organisierte Weigerung, 'Illegale' anzuzeigen, damit der Staat ihnen die Stütze entziehen und sie abschieben kann. Es wird in Zukunft wichtiger denn je werden, dass ArbeiterInnen, die in der durch die Kontrollen geschaffenen Hierarchie weiter oben stehen, nicht mit der Einwanderungskontrolle kooperieren, weil der Staat daran geht, den Unternehmern die Verantwortung für deren Durchsetzung zu übertragen, ihre 'legalen' Beschäftigten sollen dann die Drecksarbeit der Überwachung und Bespitzelung machen. Diese neue staatliche Strategie spricht zusätzlich gegen Kampagnen für 'Rechte', denn unter dem neuen Gesetz würden ArbeiterInnen, die nicht kooperieren, selbst illegal handeln, was völlig im Gegensatz zu einem (karitativen) Einsatz der eigenen 'Privilegien' für die Gefährdeten steht. Um sich mit der neuen Lage auseinanderzusetzen, müssen sich die ArbeiterInnen auf ihre eigene Verteidigung vorbereiten. Denn der 'Datenstaat', darauf weisen gewerkschaftliche Aktivisten zu Recht hin, ist zunächst zur polizeilichen Kontrolle der migrantischen Arbeitskraft eingesetzt worden und wird nun ausgeweitet, um die letzten Reste von Freiheiten und Einkommen anzugreifen, deren die breitere Arbeiterklasse sich 'illegaler- und unsozialerweise' erfreut.
Dieser (potentielle) Lernprozess könnte ein Schritt sein zur Aufhebung der Isolierung der 'Illegalen'.
The Loathsome mask has fallen the man remains
Sceptreless, free, uncircumscribed, but man
Equal, unclassed, tribless and nationless,
Exempt from awe, worship, degree, the king,
Over himself, just, gentle, wise.
Percy Bysshe Shelley
Indessen ist das gerade wieder der Vorzug der neuen Richtung, dass wir nicht dogmatisch die Welt antizipieren, sondern erst aus der Kritik der alten Welt die neue finden wollen. Karl Marx
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Wieso geht es überhaupt um die Frage, ob ein Mensch legal oder illegal ist?
Die Frage ist doch, ob ihr Aufenthalt irgendwo legal oder illegal ist oder wie das sein sollte.
Aber das wäre wahrscheinlich zu sachlich, damit kann man nicht so gut Stimmung machen.
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"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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Hansi unregistriert
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Das is doch das selbe. Wenn sich hier jemand "illegal" aufhält, dann ist dieser Mensch illegalisiert. Somit ist das dämliche Wortklauberei die am eigentlichen Problem gegen welches hier "Stimmung gemacht wird" völlig vorbei geht.
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Du möchtest mir also sagen, es besteht kein Unterschied zwischen folgenden beiden Aussagen?
1. „Ihr sollt wissen, daß kein Mensch illegal ist. Das ist ein Widerspruch in sich. Menschen können schön sein oder noch schöner. Sie können gerecht sein oder ungerecht. Aber illegal? Wie kann ein Mensch illegal sein?“
2.„Ihr sollt wissen, daß kein Aufenthalt illegal ist. Das ist ein Widerspruch in sich. Aufenthalt können schön sein oder noch schöner. Sie können gerecht sein oder ungerecht. Aber illegal? Wie kann ein Aufenthalt illegal sein?“
Ersteres ist eigentlich nur billige rhetorische Manipulation, genauer ein Strohmann-Argument, aber da du der politischen Aussage dahinter zustimmst, findest du sie wahrscheinlich toll.
Damit bist du übrigens auf genau diesem Nivau:
Wasserwerfer-im-wandel-der-zeit
Nur einfach die entgegengesetzte politische Richtung.
Die Alternative ist, dass dass du annimmst, dass das Zitat auch nur auf genau meinen Punkt hinzuweisen versucht: Es macht einen Unterschied, ob man davon redet, dass ein Person illegal ist und sie damit auf die Illegalität reduziert oder ob man nur ihren Aufhenthalt als illegal bezeichnet.
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"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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Hansi unregistriert
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Es geht mir weniger um den Begriff als viel mehr um die Repression die diese "illegale" Handlung (nämlich sich an einem bestimmten Ort aufhalten, was einem gesetzlich nach einer gewissen Zeit verboten werden kann) nach sich zieht. Der Rest is dämliche Wortklauberei und mit jemandem der vier mal das Wörtchen "das(s)" in einem Satz verwendet, mag ich keine Wörter auseinander klauben. Natürlich geht es hier um die illegale Handlung, aber für ne Handlung braucht man nen Handelnden. Wenn jemand nun illegal handelt, ist er (oder eben besser seine Handlung) illegalisiert, warum man hier Begriffe klauben muss, ist mir nich ganz klar, genauso wenig was Wasserwerferautos damit zu tun haben sollen.
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| Zitat: |
Original von Hansi
man hier Begriffe klauben muss, ist mir nich ganz klar, genauso wenig was Wasserwerferautos damit zu tun haben sollen. |
Man muss das nicht. Man kann auch einfach bei manipulativer Rhetorik bleiben, statt sie zu entlarven.
Aber dann kämpft du eh auf völlig verlorenem Posten, denn du hast keine Chance eine Propagandamaschine aufzubauen, die so effektiv ist wie die etablierten.
Und, was ich mache ist KEINE Wortklauberei.
"Der Begriff Wortklauberei ist im deutschen Sprachgebrauch im allgemeinen eine abwertende Bezeichnung für das Verhalten von Menschen, das ausschließlich die wörtliche Auslegung von gesprochenen oder geschriebenen Begriffen, Texten oder Wörtern erlaubt."
Das hier ist Wortklauberei:
„Ihr sollt wissen, daß kein Mensch illegal ist. Das ist ein Widerspruch in sich. Menschen können schön sein oder noch schöner. Sie können gerecht sein oder ungerecht. Aber illegal? Wie kann ein Mensch illegal sein?“
Das Zitat betreibt Wortklauberei, nämlich "illegal" im Bezug auf Menschen rein wörtlich auslegen (und so tun, als sei es eine Argumentation). Wenn du Wortklauberrei nicht magst, was hast du dann dagegen, wenn ich *genau das* kritisiere? Jaja, ich weiss schon, weil du gar nichts gegen Wortklauberrei hast, solange sie dir politisch genehm ist.
PS:
Wenn du einfach nur sagen willst, dass du gar nicht drüber reden willst: Fine.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Xoc am 23.10.2010 21:47.
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"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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RE: kein mensch ist illegal
23.10.2010 22:18 |
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Mal zum Thema selbst:
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| Lasst uns nicht Ossies und nicht Wessies, nicht Deutsche sein, nicht französisch, nicht türkisch, nicht islamistisch, nicht protestantisch, nicht katholisch, nicht europäisch, nicht morgenländisch und nicht abendländisch. Lasst uns Menschen sein. Seid Pazifist, seid Anarchist, seid liberal, seid Atheist, seid Tolerant, aber toleriert nicht die Intoleranz, seid menschlich. |
Leider sind nicht alle Einwanderer pazifistisch, tolerant, atheistisch, menschlich und liberal
Da du ja Menschen das Recht zugestehst zu entscheiden, wie sie leben wollen, beinhaltet dieses Recht, dass eine Gesellschaft entscheiden kann, nicht mit anderen Menschen zusammen leben zu wollen?
Ist das Recht der Menschen an jedem Ort der Welt leben dürfen höher zu bewerten als das Recht, der Menschen, die dort leben, zu entscheiden, mit dem sie zusammenleben wollen?
Ich meine, es gab auch Immigration andersrum: Wir haben sehr viele Naturvölker verdrängt, weil wir dorhin migriert sind. War das unser gutes Recht dorthin zu migrieren, obwohl wir uns nicht der dortigen "Leitkultur" anpassen wollten?
Und "toleriert nicht die Intoleranz", ich kann damit nix anfangen: Heisst das, dass wir z.B. intolerante Moslems nicht reinlassen sollten, weil sie intolerant sind oder heisst das, dass wir Leute nicht tolerieren dürfen, die manche Moslems nicht rein sollen wollen, weil sie dadurch intolerant sind?
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"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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