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Zum Ende der Seite springen patente in der marktwirtschaft  
Beiträge zu diesem Thema Autor Datum
 patente in der marktwirtschaft quaid 10.06.2009 21:11
 RE: patente in der marktwirtschaft Plaistivt 10.06.2009 21:34
 RE: patente in der marktwirtschaft quaid 10.06.2009 21:40
 RE: patente in der marktwirtschaft quaid 11.06.2009 10:32
 RE: patente in der marktwirtschaft dian 11.06.2009 00:06
 RE: patente in der marktwirtschaft Xoc 12.06.2009 02:13
 RE: patente in der marktwirtschaft Arne Reload 12.06.2009 09:46
 RE: patente in der marktwirtschaft Liuthari 24.06.2009 21:43
 RE: patente in der marktwirtschaft Xoc 25.06.2009 00:29
 RE: patente in der marktwirtschaft Liuthari 27.06.2009 22:54

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quaid

their law


patente in der marktwirtschaft 10.06.2009 21:11 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

dians neues video hat mich zu diesem thema angeregt.
es geht um das patentrecht. im video subtituliert als diebstahl an der allgemeinheit.

ich finde, wenn man das patentrecht verteufelt, muss man zwangsweise die marktwirtschaft als ganzes gleich mit verteufeln. denn hinter einem patent steckt eine leistung, also arbeit.

zwar verstehe ich den grundgedanken. beispielsweise möchte man sich oft erstmal ein lied anhören und sehen, ob man sich schnell daran "satt" hört, oder ob es dauerhaftes potential hat (dieses argument gibt es wirklich).
protest ist auch ein grund für viele, sich der bezahlung zu verweigern.

am ende sorgt ein patent doch aber nur dafür, dass nicht ein anderer eine erfindung oder gegebenheit als seine ausgibt und damit geld verdient - und das würde in vielen fällen zweifellos passieren. und mal ehrlich - wen würde es nicht stören, wenn jemand mit einer idee reich wird, die man sich auf die eigene kappe schreiben könnte?
jetzt kommt natürlich das gegenargument: der sowieso schon superreiche microsoft-konzern (der sogar schon zerschlagen wurde aufgrund von monopolstellungsgefahr) verdient sich am gängigen OS "ms windows" dumm und dämlich, während bugfixes in opensource-projekten wesentlich schneller und besser behoben sind (ohne virusgarantie jedoch, da die haftung entfällt) und weiterentwicklungsmöglichkeiten durch ein breiteres spektrum an leuten, die am code arbeiten können, besser sind.

ich denke, jetzt habe ich zwei seiten beleuchtet.
verteufelt man patente aber nun kategorisch, ist das meiner meinung nach zu einseitig. wie seht ihr das?
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Plaistivt




10.06.2009 21:34 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Jap, ich seh das auch so. Allerdings sind solche Sachen wie Patentrechte im Kapitalismus nun mal von Nöten. Will man es abschaffen, muss man auch den Kapitalismus abschaffen.
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quaid

their law


10.06.2009 21:40 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

eben..das meinte ich. das patentrecht herausgreifen und verteufeln geht nicht so einfach.
genauso wenig sollte man das patentrecht als ganzes schlechtreden, weil es auch positive aspekte haben kann. vom schlechten beigeschmack der ausnutzung der kapitalisten mal abgesehen.
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quaid

their law


11.06.2009 10:32 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

menschen sind nunmal so. daran wird sich nie etwas ändern, glaube ich.
bei einer idee wird man sich immer fragen, wer sie gehabt hatte. und es wird immer jemanden geben, der mit stolz behaupten möchte, er war es gewesen.

es gibt sicherlich auch viele musiker, die ihre leidenschaft zur musik ausleben und eine message rüber bringen wollen - anders als die typischen boy/girl-groups.
aber von irgendwas wollen die dann eben auch leben - unabhängig vom "reich werden", was eine begleiterscheinung des kapitalismus, mitläufertums und der schwärmerei zu sein scheint.
angenommen, auf der straße siehst du 2 musikanten. einer schreibt einen song, der dir gut gefällt, und du willst ihm eine münze geben. dann sagt der andere aber, er hätte dieses lied geschrieben und es wurde ihm geklaut. was macht man dann?

Zitat:
Ideen zu haben... ein Buch zu schreiben... ein Lied zu komponieren...
das ist für mich keine "Leistung", die ich anderen erbringe, und für die man mich dann bezahlen muss.

das ist durchaus nachvollziehbar. aber für deine bücher musstest du erstmal geld hinlegen. und im normalfall muss man solches geld erstmal besitzen. geld ist im allgemeinen allerdings so entartet, dass es gleichzeitig macht bedeutet und über leben und tod entscheiden kann. deshalb finde ich, man kann das patent nicht herausnehmen, sondern müsste den kapitalismus, die marktwirtschaft und die ganzen verknüpfungen dazu direkt mit verteufeln.
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dian
unregistriert
11.06.2009 00:06 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
am ende sorgt ein patent doch aber nur dafür, dass nicht ein anderer eine erfindung oder gegebenheit als seine ausgibt und damit geld verdient - und das würde in vielen fällen zweifellos passieren. und mal ehrlich - wen würde es nicht stören, wenn jemand mit einer idee reich wird, die man sich auf die eigene kappe schreiben könnte?

Ich finde es einfach generell schwachsinnig, dass sich irgendwann in der Gesellschaft der Gedanke durchgesetzt hat, dass man Ideen besitzen kann.
In einem alten Volkslied hieß es mal "Die Gedanken sind frei".
Heutzutage sind selbst Gedanken eine Ware, mit der Handel getrieben wird.

Ich sehe das folgendermaßen:
Dinge erfinden sollte man nicht des Geldes wegen, sondern weil man die Erfindung für nützlich hält.
Auch Musik sollte man nicht machen, um damit reich zu werden, sondern aus Liebe zum Musizieren.
Daher fände ich es gar nicht so schlecht, wenn Ideen nicht mehr geschützt wären. Dann würde es sich irgendwann nicht mehr lohnen, Dinge nur des Geldes wegen zu erfinden, bzw. Musik nur des Geldes wegen zu komponieren.
Und irgendwie glaube ich nicht, dass es dann keine Musik und keine guten Ideen mehr geben würde. Ich glaube vielmehr, dass dann die "gute" Musik, die Musik, die vom Herzen kommt, übrig bleiben würde.
Abzockermusik, in der keine Seele steckt, würde dann irgendwan erst gar nicht mehr geschrieben werden.
Wäre das wirklich ein Verlust? Oder wäre es nicht eher ein Gewinn für alle, wenn nur noch die Erfindungen erfunden werden würden, für die auch wirklich Bedarf besteht, und nicht so ein Quark wie etwa eine Mikrochip-Katzentüre oder ähnlichen Unfug?

Natürlich will man für seine Ideen auch entlohnt werden, schon klar.
Aber ich denke, diesen Lohn wird man immer irgendwie bekommen, wenn die Ideen nur gut genug sind.
Angenommen beispielsweise, irgendein Verlag würde meine Bücher veröffentlichen, mit anderem Namen versehen, und würde damit ein Schweinegeld verdienen. Klar wäre ich sauer, aber ich käme nie auf die Idee, deswegen "rechtliche Schritte" gegen die Verantwortlichen einzuleiten.
Ich würde einfach nur dafür sorgen, dass die Menschen erfahren, von wem es wirklich ist... und dann könnten die Leser von mir aus selbst entscheiden, ob sie lieber an den Lippen von Nachahmern hängen wollen, oder an den Lippen vom Schöpfer des Originals.
Also ich wäre da recht zuversichtlich, dass trotz allem noch genügend Kuchenstücke für mich abfallen würden.

Ideen zu haben... ein Buch zu schreiben... ein Lied zu komponieren...
das ist für mich keine "Leistung", die ich anderen erbringe, und für die man mich dann bezahlen muss.
Es ist ja genaugenommen meine ganz freiwillige Entscheidung, mit einer Idee an die Öffentlichkeit zu gehen oder nicht.
Erinnert mich ein bisschen an diese ganzen Promis, die erst unbedingt prominent sein wollen, und sich dann hinterher über die vielen Paparazzis beschweren.
Man versucht, die beste Idee zu haben... besser als alle anderen...
aber hinterher, wenn die Idee so gut ist, dass auch andere davon profitieren wollen, beruft man sich aufs Urheberrecht.
Mein Tipp hierzu, an alle, die nicht wollen, dass man ihre Lieder kopiert:
Einfach nur im Keller musizieren, ohne dass es jemand hört.
Es würde unseren Ohren garantiert eine Menge Leid ersparen. Augenzwinkern

Xoc

lol

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12.06.2009 02:13 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Patente sind staatlich erzwungene Monopole.
Monopole stehen im Widerspruch zu einem freien Markt.
Man muss also nicht die Marktwirtschaft als Ganze verteufeln, wenn man Patente kritisiert, im Gegenteil.

Patente haben durchaus ihre guten Seiten und Vorteile (Innovationsföderung, Vermeidung von Geheimniskrämerei), ich denke es gibt keinen guten Grund, wieso man sie ganz abschaffen sollte.
Allerdings ist die Frage, was man zu patentieren erlaubt (Stichwort Trivialpatente, Softwarepatente, Genpatente, Medikamente) und wie lange, mehr als nur berechtigt.

"Do you believe in free will?" "I have no choice."
E-Mail an Xoc senden
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Arne Reload



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12.06.2009 09:46 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/u...te_monsanto.pdf
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Liuthari




24.06.2009 21:43 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@Xoc
Ist ein Patent wirklich ein staatlich erzwungenes Monopol ?
Ein Monopol bezeichnet doch in der Ökonomie eine Marktform in der es nur ein Anbieter gibt um die Nachfrage zu befriedigen. Ein Patent hingegen, ist ein temporäres Schutzrecht auf eine Erfindung welches durch den Staat garantiert ist.
Vielleicht können Sie das noch einmal näher gehend Erläutern, den zusammenhang den Sie erkennen.

Ansonsten stimme ich Ihnen zu Ihrer Sicht auf Patente vollkommen zu, ein aufheben derselben halte ich für nicht sinnvoll.

@Dian
Unterscheiden Sie zwischen einer Idee und einer Erfindung ?
Ich für meinen Teil schon und nach meiner Auffassung kann man Ideen nicht patentieren lassen. Ich wage sogar die These, dass man Ideen gar nicht besitzen kann, sondern das man von Ideen besessen wird.


Damit Sie wissen wir ich die Worte die ich benütze verstehe, hier meine Beschreibung der Worte,
Eine Idee ist in meinen Augen eine geistige Vorstellung, der als Gedanke formuliert werden kann.
Eine Erfindung ist für mich eine schöpferische Leistung, (vielleicht durch die Verknüpfung von Ideen) welches ein Ziel, welches Bekannt oder Unbekannt ist, mit Bekannten oder Unbekannten Mitteln erreicht.

Liuthari
E-Mail an Liuthari senden
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Xoc

lol

images/avatars/avatar-508.jpg


25.06.2009 00:29 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Liuthari
@Xoc
Ist ein Patent wirklich ein staatlich erzwungenes Monopol ?
Ein Monopol bezeichnet doch in der Ökonomie eine Marktform in der es nur ein Anbieter gibt um die Nachfrage zu befriedigen. Ein Patent hingegen, ist ein temporäres Schutzrecht auf eine Erfindung welches durch den Staat garantiert ist.
Vielleicht können Sie das noch einmal näher gehend Erläutern, den zusammenhang den Sie erkennen.


Es ist natürlich nur ein temporäres Monopol, aber nicht destotrotz ein Monopol, weil er der Patentbesitzer der einzige ist, der das entsprechend patentierte Produkt auf dem Markt anbieten darf.
Diese Definition von Monopol ist im Einklang mit Wikipedia: "Ein Monopol nennt man eine Marktsituation (Marktform), in der für ein ökonomisches Gut nur ein Anbieter oder nur ein Nachfrager existiert."

Was allerdings richtig ist, ist, dass ein Pantent nicht notwendiger Weise zu einem Monpol führt. Er kann auch ein so unwesentlicher Teil patentiert sein, dass das gleiche Gut trotzdem produzierbar ist. Oder es existiert gar kein Gut zu dem Patent (Es gibt z.B. Patente auf fliegende Untertassen).

Ich würde trotzdem gerne nochmal betonen, dass ein Patent seinem Wesen nach kein Recht ist, sondern ein Verbot: Niemand darf mehr, als er ohne das Patent dürfte, aber viele dürfen weniger.

Und, Liuthari es ist in Foren, bzw im Internet allgemein üblich sich zu dutzen. Ich denke, dass kannst du also hier getrost auch ohne explizite Erlaubnis der einzelnen machen.

"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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Liuthari




27.06.2009 22:54 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@Xoc
Ich danke Ihnen für die Erläuterung. Hier wird mir dann auch klar, dass ich meinem begrenzten Verständnis, also einer Begriffsunklarheit, zum Opfer gefallen bin. Ich verstand, das Wort Monopol nur in der begrenzten Marktökonomischen Bedeutung.
Und in Dieser, führt nicht der Besitz eines Patents zwingend zu einem Monopol, sondern viele Faktoren, welche ja aber von der Kartellbehörde kontrolliert werden.
Selbstverständlich gibt es aber auch so etwas wie ein Patentmonopol und diese sind dann natürlich auch den staatlichen Richtlinien unterworfen und damit erzwungen.

Liuthari
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