Megapolis unregistriert
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Verstand und Gefühl/Dekandenz/Frust
23.06.2009 06:40 |
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Mittlerweile habe ich langsam keine Lust mehr Kompromisse zwischen meinen Verstand und meinen Gefühlen zu schließen, geschweige denn radikal zu werden, was ich vermutlich ohnehin schon teilweise bin.
Jeden beschissenen Tag die selbe, fade Suppe löffeln zu müssen und dies in sechs Wochen erneut tun zu müssen, daran verspür ich nicht die geringste Lust. Quaid mag seinen Abschluss haben und ich verachte ihn deswegen nicht. Im Gegenteil...
Aber diesem Druck ein weiteres Mal ausgesetzt sein zu müssen, diese Vorstellung ist befremdlich. Gott verfluche den Tag, an der mein Aufenthalt in der Tagesklinik begang. Ja ich war dort, teilweise weil ich der Schule entfliehen wollte aber auch um Antworten zu finden, die anscheinend niemand finden kann. Und wie gesagt habe ich mittlerweile dieses ewigliche Suchen nach einer vermeintlichen Nadel im Heuhaufen der Welt gründlich satt. Manipulieren für einen guten Zweck oder durch eine gute Absicht, kann ich nachvollziehen und akzeptiere es sogar. Das ist jetzt nicht gegen die Unity sondern nur ein persönlicher Gedankenthread. Für mich jedoch kommt dieses Manipulierensuchen nicht in Frage. Das heißt aber nicht, dass ich mich deswegen von Acker mache. Ich wollte lediglich diese Worte, die mich seit jeher beschäftigen, einmal loswerden und sehen was ich für ein feddback bekomme....
Ich werde später weitere Dinge ausführen....
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Ich frage Dich mal, dass, was ich auch Benway mal gefragt hab':
Kann das nicht sein, dass Du etwas wenig Distanz zu Dir selbst und Deinem Leben hast?
Es gibt bei Schopenhauer so ein Vergleich, dass es doch schon wäre, wenn das Leben doch am besten ein Guckkasten wäre und man selber gar nicht beteilligt.
Benway hat das nix geholfen und ich konnte auch Ina nie eine Antwort geben, wie man das hinbekommt, dass man sich selber ab und an mal außerhalb selber in diesem Guckkasten sieht.
Aber probieren kannst Du es ja mal, ob es Dir möglich ist, soviel Distanz zu Dir selbst zu gewinnen.
Ich hab' damit schon einige Jahrzehnte durchgehalten.
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Megapolis unregistriert
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Ergänzungen
23.06.2009 08:41 |
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Der letzte Beitrag mag auf den einen oder anderen wie einen Abschiedsbrief klingen, was er jedoch in keinster Weise ist.
Man lebt mit diesem Frust jeden Tg und weiss ganz genu dass es kein entrinnen gibt. Warum entstehen Revolutionen. Vermutlich um sich das Gefühl zu verschaffen, etwas bewegen zu können oder Macht auszuüben. Es ist doch wirklich so dass wir alle von Macht durchtrieben sind. Unwichtig worauf es sich bezieht. Vielleicht mögt ihr jetzt verstehen warum ich Macht/Manipulation/Ausübung von Vorteilen so entgegenstehe. Ich weiss nur zu gut, was Macht in den falschen Händen anrichten kann.
Das widerum bringt mich eine selbstgewollte defensive Stellung. Man kann mich wohl am ehesten mit dem Charakter des Protagonisten aus Drachenfeuer (W.Hohlbein) vergleichen. Ich sehne mich nichts anderes als nach Frieden. Nach meiner Laute und nach dichteriscchen Erzeugnissen. Aber ich bringe kaum noch etwas zustande, jedenfalls nichts was mir in irgendeiner Weise gefällt.
Aber das soll nicht ein thread sein wo ich mich nur ausheule. Obwohl ich die Unityphilosophie mit Begeisterung gelesen habe, kann ich ihrem Weg schweren Herzens nicht zustimmen, gleichwohl habe ich keinerlei Alternativen.
Nun warum schreibe ich das ganze hier rein? Ein der zahlosen Suizidforen würde es doch auch tun. Ehrlich gesagt habe ich keine Lust nur ein Aktennummer zu werden. Okay, etwas anderes wird hier auch nicht geschiehen und doch ist diese Plattform einzigartig und deshalb tue ich dies gerade hier.
Wisst ihr was ich noch mehr als dasgesamte System verabscheue. Diverse Verhaltensweisen. Man muss immer Stärke zeigen auch dann wenn man es gar nicht will. Es gibt soziale Stellungen die den Tieren verdammt ähnelt. Wir sind kaum besser als sie. Nur durch den phantasiebegbten Geist, wie beschränkter auch sein mag, heben wir uns von ihm ab. Dennoch geht es ständig und überall nur darum nicht schwach zu erscheinen und den Stärksten zu bilden, den Coolsten, was weiss ich nicht was.
Was ist schon cool. Dem englische nach bedeutet es kühl, im übertragenerem Sinne also keine Gefühle sich anmerken zu lassen, Schwäche zu zeigen. "So beggypants are cool, i hope you can run on it" Diese Art, obwohl oft gedanklich durchgespielt, von Vergeltung liegt mir fern. Körperliche Ggewalt um einen angetane, seelische Ggewalt zu vergelten, finde ich nicht richtig. Gleiches mit gleichem zu vergelten auch nicht.
Einfach daran zu zerbrechen, dies sogar bewusst zu vollziehen und dies auch noch auf die Gesellschaft zu ziehen, obwohl man weiss, dass dies niemals die ganze Wahrheit sein kann, kann ich uch nicht recht akzeptieren. Einen volldurchzogenen, gut überlegten Freitod vielleicht aber auch nur bedingt und ohne konkreteren Plan oder Datum.
Ich will nicht Ina oder Benway nacheifern, das ist nicht mein Ding, obschon ich mir in der Vergangenheit so manche Ccharakterzüge aus vielen Filmen angeeignet habe. Viel zu viele. Nun beinah jeder kann sich ungefähr vorstellen, was dies zur Folge hat. Aber dies hat mit meiner Lebensgeschichte zu tun und bleibt eine Karte, die zwar psychologisch gesehen einen sehr hohen Wert besitzen könnte, für mich aber bleibt sie nur eine weitere, beinah bedeutungslose Spielkarte im Spiel des Lebens.
Nicht im geringsten bin ich stolz auf meine bisherige Llebensweise, die sich um Zukunft wegen meiner Zerissenheit auch wohl weiter fortsetzen wird. Jetzt wo ich all dies reflektiere, frage ich mich mehr und mehr warum ich all dies schreibe...
Was will ich damit bezwecken. Es scheint als könnte ich ne ordentliche Portion Mitleid gebrauchen, würde jedenfalls meine zuständige Ärztin auf der Tagesklinik sagen. Aber auch das bin ich satt. Irgendwelche möglichen auf mich bezogenen Gedankenkonstrukte zu hören, die man nur gesagt bekommt, weil man sie so gut wie nicht widerlegen kann.
Mag dies auch so sein, ein Abschiedsbrief, obwohl das Ganze schwer nach offtopic dürstet, stellt dies hier net da. Auch nicht ein verzweifelter Ruf nach Mitgefühl, Liebe oder Ggeborgenheit. Nichts für ungut aber da bin ich hier wohl an der falschen Adresse. Ddoch das nehme ich gern in Kauf um etwas zu schreiben, was in Gegensatz zu anderen Plattformen, völlig neu gelesen wird.
Tja was kann ich jetzt mit meinem Leben anfangen, was aus Sicht Älterer gerade erst begonnen hat, von dem ich wünschte, dass es nie begonnen hat. Manche Dinge kann man wirklich erst verstehen, wenn man sie selbst erlebt hat, als warnung für vorschnelle Antworten, die indessen wo ich ds schreibe vielleicht schon eingetroffen sind ,und andere Erfahrungen / Erkenntnisse möchte man niemals erleben.
Es mag eine Zeit kommen, wo ich alle Augenblicke in schillernden Farben sehe, doch auch diese werden vergehen.
Das Leben ist zum Leiden. Das ist mir klar und unnötig dies widerlegen zu wollen. Man bekommt nicht von ungefehr Steine in den Wweg geworfen. Doch ich,der nicht die geringste Lust verspürt dies Ssteine wegzuräumen, da ich nicht mal ihre Beschaffenheit kenne, werde zunehmend müder Antworten auf Fragen zu finden, auf die es keine zu geben scheint. Solange werde ich wohl dennoch verharren.
In allem oder wenigstens dem meisten was ich tue, möchte ich wissen auf was ich mich einlasse, was die Konseguenzen sind, das Ziel dahinter und die Verschiedenden Möglichkeiten bis hin zu ganbaren Wegen. All dies würde ich mit Freuden auch umsetzen (können), wenn nicht irgendwann die Zeit erfunden worden wäre. Für Dian ma g die zeit sein Verbündeter sein, aus abgehobener Sicht ist sie es auch für mich, denn irgendwann vergeht alles. Und jede Sekunde, jeder Augenblick bringt mich dieser Vergänglichkeit ein winziges, aber bedeutsames Sstück näher. Darauf bin ich dankbar. Aber so abgehoben und phantastisch bin ich wohl dann doch nicht vernlgt, um mein ganzes Leben darauf auszurichten.
Glaubt mir, obwohl ihr mit Recht sagen könntet, dass ich kaum etwas erlbet habe, ich mit meinen bescheidenen 17 Jahren, finde dennoch, dass es langsam genug ist. Mir erscheinen es wie hunderte verschiedene Lebensweisen und somit auch hunderte verschiedene Verhaltensmustern, die eine Ärztin zumal ohne Psycholgieabschluss analysieren könnte. Muss sie das?
Vielleicht nicht, vielleicht reichen andere Dinge und ich bin für andere so leicht zu durchschauen. All dies glaube ich gerne, doch für mich selbst, bleibe ich ein Rätsel. Manchmal schrecke ich inmitten einer Tätigkeit auf, so als wüsste ich nicht, wer ich bin, so als schaue ich gerade hinunter auf denjenigen, der diese Tätigkeit ausübt. Beängstigend, doch mittlerweile beinahe Alltag geworden. Wegen diesen Gedanken und noch viel mehr, was ich kaum in Worte verfassen mag, verpüre ich den drängenden Wunsch, dass dies alles ein Ende hat.
Wegen diesen ganzen Gedanken stelle ich auch wohl desweiteren einen Rrohling da, der nur darauf wartet von irgendjemanden beschrieben zu werden. Ddamit soll Schluss sein. Wie gesgt man beachte, dass dies kein Abschiedsbrief ist, sondern nur ein ausgesprochener Wunsch, nch etwas was man scheinbar nicht haben kann oder darf.
Ich will aber nicht warten um ein schlechtes Leben zu leben und dann zu hoffen, dass die kindliche Unschuld, die sich nur wenige erhalten konnte, mein Lebensziel, worin ich leider vesagen musste, wiederzuerlangen. Diese Ungewissheit ist mir dann doch zu vage.
Tja für die meisten in meinem Umfeld mag ich als Räätsel erscheinen oder als jemanden der es nicht wert ist, Beachtung zu schenken, doch ihr solltet verdammt froh sein, dass ich ein Mensch bin, der christlich erzogen wurde, was mir im Nachhinein auch nicht immer zugute kommt, jetzt aber euch vor Schlimmeres bewahrt. War jetz eher an die Schule als an euch gerichtet.
Wie gesagt, ich verabscheue Gewalt zutiefst. Seelische wie auch körperliche. Sie ist niemals vonnöten. Aber all dies ist meine Meinung und muss nicht mit der euren übereinstimmen. Ich bitte wie immer nur um ein kleines bischen Verständnis, wenn ihr diesen Beitrag lest.
Bin ich wegen all diesem Nihilist? Die Ffrage obwohl sie sich wahrscheinlich aufdrängt, bleibt whrscheinlich unwichtig und nur eine Auslegung meiner Betrachtung.
Danke wer bis hierhin durchgehalten hat :-)
Megapolis
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dian unregistriert
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Schöner Beitrag!
Also mein vollstes Verständnis hast du schonmal.
Erinnert mich schon ein bisschen daran, wie ich vor zehn Jahren drauf war.
Und wer kann schon sagen, ob ich heute noch hier wäre, wenn die Dinge nicht so gelaufen wären, wie sie glücklicherweise für mich gelaufen sind?
Ich denke nicht, dass ich weitere zehn Jahre einen öden Job ausgehalten hätte, eine Lebensperspektive ohne jeglichen Sinn und sogenannte "Freunde", denen es letztlich doch nur um ihren eigenen Arsch ging.
Ich meine, man kann den übelsten Job bzw. die übelste Schulzeit aushalten, wenn man gleichzeitig gute Freunde hat, die mit einem durch dick und dünn gehen.
Man kann auch auf Freunde verzichten, wenn man dafür genügend Geld hat, um sich alles kaufen zu können, was man möchte.
Vielleicht kann man sogar auf Freunde und Geld verzichten, wenn man nur so etwas wie einen Sinn in seinem Leben gefunden hat.
Aber ein Leben ohne all diese Dinge?
Ich behaupte, das muss fast schon zwangsläufig zur Qual werden.
Die allermeisten Menschen haben zwar weder richtige Freunde, noch richtig viel Geld... aber sie sehen zumindest einen Sinn in ihrem Leben.
Für mich ist dieses "Heiraten, Kinder kriegen, Haus bauen" definitiv keine Alternative. Aber für simpel gestrickte Gemüter (und die meisten Menschen sind ja irgendwie simpel gestrickt) kann diese Spießer-Perspektive durchaus schon Motiviation genug sein, sich den ganzen Scheiß jeden Tag aufs Neue wieder anzutun.
Generell ist das mit der Sinnsuche schon eine seltsame Sache...
Zuweilen habe ich den Eindruck, je mehr man sich anstrengt, und je mehr man lernt, das Leben zu hinterfragen, desto schwieriger gestaltet sich die Suche.
Wer hingegen gar nicht lang sucht, sondern sich einfach den nächstbesten Sinn, der ihm von Eltern/Pfarrern/Politikern oder sonstwem übergestülpt wird, akzeptiert, der kann aus diesem Sinn durchaus Kraft und Lebensmut schöpfen.
Ja, selbst das objektiv schwachsinnigste Weltbild kann subjektiv Sinn ergeben, wenn man nur fanatisch genug daran glaubt. Der Glaube liefert die Energie.
Wird man also für Dummheit belohnt, und für Freigeistigkeit bestraft?
Macht man sich das Leben unnötig schwer, wenn man weiterhin nach einem allgemeingültigen Sinn sucht? Wäre es nicht besser, das Leben einfach so hinzunehmen, wie es ist, und sich den Sinn von seinen Vorfahren oder der Bibel erklären zu lassen?
Auf den ersten Blick mag dies tatsächlich zutreffen.
Wenn ich bei einem Videospiel "easy" einstelle, habe ich es mit weniger Gegnern zu tun (oder bekomme mehr Energie), und werde es dementsprechend auch leichter durchspielen.
Aber habe ich dann wirklich alles vom Spiel gesehen?
Wer garantiert mir, dass ich auch fürs Durchspielen von "easy" eine Belohnung erhalte? Bei vielen Spielen muss man mindestens "medium" wählen, um alle Levels zu sehen und alle Geheimnisse freizuschalten...
Was, wenn das im Leben genauso ist?
Wenn die Durchschnittslemminge, die das vorgekaute Spiel mit dem leichtesten Schwierigkeitsgrad wählen, am Ende nur ein wenig tröstendes "Glückwunsch! Versuche es nun auf einem höheren Schwierigkeitsgrad!" als Belohnung erhalten?
Ich behaupte nicht, dass es so ist. Vielleicht ist's auch nur Wunschdenken von mir. Aber ausschließen kann man es nicht.
Ich glaube an den schwierigen Weg. Mehr noch. Ich glaube daran, dass der schwierige Weg letztlich doch der leichtere sein wird... vorausgesetzt, man ist stark genug und beherrscht die nötigen Grundlagen.
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| Das Leben ist zum Leiden. Das ist mir klar und unnötig dies widerlegen zu wollen. Man bekommt nicht von ungefehr Steine in den Wweg geworfen. Doch ich,der nicht die geringste Lust verspürt dies Ssteine wegzuräumen, da ich nicht mal ihre Beschaffenheit kenne, werde zunehmend müder Antworten auf Fragen zu finden, auf die es keine zu geben scheint. |
Na, die wichtigste Frage ist doch: Wenn das Leben tatsächlich zum Leiden da ist.... wer profitiert dann davon? Welchen Sinn macht dieses Leid?
Geht es darum, durch das endliche Leiden die Schönheit der Unendlichkeit zu erkennen? Geht es um Bestrafung? Ist diese Welt, auf der wir Leben, ein Strafplanet, auf den alle verbannt werden, die drüben in der Unendlichkeit die Freiheit eines anderen Wesens angetastet haben?
Oder sollen wir in der materiellen Welt einfach nur Erfahrungen sammeln (wie es sich die allermeisten Esoteriker erklären)?
Ich frage mich dann allerdings: Welche Erfahrung soll das sein, die man in einer stressigen, lebensfeindlichen Umgebung besser machen kann als in der geschützten, stressfreien Unendlichkeit?
Nervenkitzel? Verzweiflung? Genügsamkeit?
Oder muss man einfach erstmal lernen, tolerant selbst mit dem dümmsten Nachbarn umzugehen, ehe man mit der Macht und den Möglichkeiten eines Gottes ausgestattet wird?
Die andere Möglichkeit ist natürlich, dass sich alles wirklich nur rein zufällig so entwickelt hat, wie es heute nunmal ist... dass unsere Vorfahren dumme Einzeller waren, und dass sich das Leben einfach immer weiter entwickelt, ohne einen Masterplan, ohne einen Schöpfer oder irgendjemanden von außerhalb, der sich für diese Entwicklung überhaupt interessiert.
In diesem Fall hindert uns natürlich niemand dran, uns trotzdem einen Sinn für unser Leben auszudenken.
Aber egal, was für einen Sinn wir auch wählen... letztlich ist es immer nur eine Flucht vor der Tatsache, dass es eigentlich keinen Sinn gibt. Und geistig rege Menschen neigen eben dazu, diese Gewissheit nie vollständig aus ihren Gedanken verdrängen zu können.
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| Mag dies auch so sein, ein Abschiedsbrief, obwohl das Ganze schwer nach offtopic dürstet, stellt dies hier net da. Auch nicht ein verzweifelter Ruf nach Mitgefühl, Liebe oder Ggeborgenheit. Nichts für ungut aber da bin ich hier wohl an der falschen Adresse. |
Naja, wenn du Mitgefühl/Liebe/Geborgenheit suchst, solltest du es wirklich mal mit irgendeiner christlichen Jugendgruppe probieren.
Ganz im ernst... ich denke, wenn man einfach nur Harmonie erfahren will und stundenlang "Kumbayah my lord" singen möchte, kann man diesen Leuten durchaus mal eine Chance geben. Die akzeptieren dich auch, wenn du schiefe Zähne hast und nicht dem Klischee eines typischen coolen Jugendlichen entsprichst.
Problem daran ist halt, dass du dafür gewisse (dunkle) Teile deiner Gedanken für dich behalten musst, und dass du dich an bestimmte Verhaltensregeln halten musst.
Aber ich denke, in jeder Gemeinschaft gibt es solche Regeln... geschriebene oder ungeschriebene.
Im Unity-Forum hingegen wirst du zwar viele Leute finden, die sich deine verrückten Gedanken anhören und ihre eigenen verrückten Gedanken dazu beisteuern.... aber ich fürchte, die Unterschiede zwischen den einzelnen Arten von Verrücktheit sind teilweise so groß, dass das noch längst nicht garantiert, dass man durch das Schreiben hier einen Seelenverwandten oder ähnliches finden wird.
Trotzdem halte ich das immer noch für das beste, was man in deiner Situation machen kann... sich mit anderen zusammentun, die das selbe durchmachen, und die die selbe Entfremdung von dieser Welt empfinden.
Im besten Fall kann daraus eine starke Freundschaft entstehen, die allen Beteiligten dabei hilft, ihr Leben besser zu meistern. Im schlimmsten Fall endet es wie bei Ina und Benway, und man traut sich zu zweit einen Schritt, den man sich alleine vielleicht nie getraut hätte.
Wenn ich so jemanden nicht schon längst gefunden hätte, würde ich jedenfalls immer noch verzweifelt danach suchen und selbst Leute treffen, die ich sonst überhaupt nicht kennenlernen wollte... so lange auch nur die geringste Chance besteht, dass diese Person ein Seelenverwandter sein könnte.
Ich habe den Eindruck, du brauchst einen Menschen (oder mehrere), der zu dir passt bzw. der dich ergänzt, der dich stützt, etc.
Meiner Erfahrung nach ist sowas die beste Therapie, die es gibt. Besser als jede Klinik.
Beim Finden kann ich dir allerdings auch nicht weiterhelfen (außer diese Plattform zur Verfügung zu stellen), weil das eben individuell sehr verschieden ist und leider kein Geheimrezept für sowas existiert.
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Megapolis unregistriert
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Erstmal danke Dian für deine Antwort, die in der Länge und Inhalt kaum der meinen nachsteht. Es scheint viele Übereinstimmungen zwischen meiner Betrachtungsweise und der meinen zu geben, besonders was den Sinn angeht.
Immer und immer wieder habe ich mir gesagt, dass eine Universalerkenntnis doch geben müsste. Selbst Goethes oft gelesenes, kaum verstandendes Werk "Faust" geht intensiv darauf ein, bietet jedoch keine Antwort oder irgendwelche Hinweise diesbezüglich.
Das ganze gleicht wie einem unendlich langen Baumdiagramm, wie man sie vielleicht noch aus dem Stochastikunterricht kennt. Stets ästeln sich neue Fragen und neue Erkenntnisse. Das Problem sind nicht die Erkenntnisse selbst, sondern dass wir schlichtweg nicht in der Lage sind, sie so anzuordnen, dass sie einen allgemeingültigen Pfad ergeben. Wenn man jetzt noch die Stringtheorie (Existenz von Paralelluniversien) dazunimmt, vervielfacht sich dies noch mal unvorstellbar. Es scheint somit völlig unmöglich zu sein, größere Zusammenhänge zu erkennen. Das ist glaub ich das, was uns George Lucas mit der Macht vermitteln will. Könnte ich mir jedenfalls gut vorstellen.
Irgendwann entwickelt man die Angst, die nihilistisch ist. Dass dort nichts ist.
Ich meine die Vorstellung erneut wiedergeboren zu werden ist ja schön und gut, aber die Vorstellung, keine Bestimmung oder Schicksal, keine höhere Macht zu haben, flößt jedenfalls mir, große Angst ein.
Zum Thema Freunde. Nun Dian, ehrlich gesagt suche ich noch. Okay, ich meine ich habe etwas woran ich mich hochziehen, mit dem ich Zuneigung teilen kann aber oft reicht dies einfach nicht aus. Manchmal sehne ich mich dirket danach dieses Experiment zu machen. Den Tod bewusst zu erleben und falls es nötig sein sollte oder so ist, wiedergeboren zu werden. Manchmal denke ich, dass es mir wert ist.
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| Wird man also für Dummheit belohnt, und für Freigeistigkeit bestraft? |
Aus christlicher Sicht, die ich hier nicht teile, ja. "Selig sind die da, die geistig arm sind, etc, etc, etc". Du kennst den Spruch. Nein, im Ernst. Das Schicksal umso weniger man weiß, gestaltet sich leichter. Dies geht aus dem neuen Testament hervor.
Aus dem alten, welches dem neuen in dieser Anschauung sehr widerspricht, berichtet vom Sündenfall und erklärt somit, bzw versucht eine Antwort darauf zu geben, warum wir nach Erkenntnis dürsten. Die Tragödie vom Baum der Erkenntnis, so könnte man sogar ein neues Buch nennen, wiederholt sich anscheinend, zumindest was uns beide scheinbar, anbelangt, Dian. Ich glaube aus religiöser Sicht ist uns dies zutiefst gestattet und nicht wegzudenken. So sehr die Evangelisten das auch widerstrebten zu wiederholen. Das Leben ist dazu da, scheinbar sinnlos und doch das ganze Leben lang, jeder nach seiner Art, Erkenntnisse zu sammeln, auf was sie auch bezogen sein mögen. Ich räum das hier einfach mal als Grundbedürfnis ein.
Ehrlich gesagt ist mir egal, was Religiöse dazu sagen zu haben und ob sich das mit meinen Ansichten deckt. Ich bin ich und habe genug schwierigkeiten mich so zu akzeptieren wie ich bin, da sollen andere es nicht noch schlimmer machen XD.
Wer von unserem Leid profitiert. Das ist schwer zu sagen. Ich schätze mal wir sollen irgendwas erkennen. Wenn wir dies nicht im ersten Leben tun, dann im zweiten und so weiter und so fort. Das ist jetzt eine nicht ganz ernst gemeinte Erklärung aus Buddhistischer Betrachtungsweise, nehme ich jedenfalls mal stark an.
| Zitat: |
Ich frage mich dann allerdings: Welche Erfahrung soll das sein, die man in einer stressigen, lebensfeindlichen Umgebung besser machen kann als in der geschützten, stressfreien Unendlichkeit?
Nervenkitzel? Verzweiflung? Genügsamkeit?
Oder muss man einfach erstmal lernen, tolerant selbst mit dem dümmsten Nachbarn umzugehen, ehe man mit der Macht und den Möglichkeiten eines Gottes ausgestattet wird? |
Auf diese Fragen fallen mir auf die schnelle keine Antworten ein. Ich werde allerdings weiterhin drüber nachdenken, bin mir aber ziemlich sicher da sie zu der Kategorie von Fragen gehört, die man getrost unbeantwortbar nennen könnte. Ein Christ würde sicher hier antworten: Gott ist allmächtig.
Ich weiß es nicht. Verzweiflung fühle dabei allerdings sicher...
Einige Dinge lernt man nur aus der First-Person-Perspektive. Vielleicht ist das ein Ansatz.
Wichtig bleibt allein, dass wir uns solche Fragen stellen und das macht uns keinesfalls zu schlechteren Menschen.
(amen) XD
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