Ein Gedicht, was ich schon Ende 2006 geschrieben und veröffentlicht habe. Aber ich denke, dass es zum Thema "Verblödung <=> Aufklärung" passt. Kritik ausdrücklich erwünscht...
Das Gedicht vom dummen Christen!
Als Christenmensch bin ich geboren,
und ich fühl mich auserkoren
diese Welt hier zu erlösen,
von dem ganzen Übel, Bösen.
Den Jesus habe ich als Herrn,
denn er hat die Menschen gern.
Er beschützt uns vor den Sünden,
tut frohe Botschaft uns verkünden.
Widerwärtig sind mir Ketzer,
Heuchler, Frevler, Messerwetzer,
die das Wort nicht angenommen
von dem Herrn, wie sie`s bekommen.
Kluge Menschen braucht man nicht,
denn der Christus ist das Licht,
welches unser Geist erhellt,
und er uns leitet, wie`s ihm gefällt.
Die Wissenschaft, so wie man weiß,
hat mit ihrem großen Fleiß
versucht, die Welt uns zu erklären
und unser Wissen zu vermehren.
Die Kunst, mit der man uns beglückt,
mal verspielt, mal ganz verrückt,
zeigt auf, was Menschen alles können.
Muß ich es ihnen doch vergönnen,
da alles ist wider den Herrn,
denn der hat so was gar nicht gern.
Zur Hölle mit dem ganzen Dreck.
Herr Jesu ist mein Lebensweg.
Die Zeit ist nun mit großen Schritten
flugs an mir vorbei geritten.
Der Fortschritt hat mich übermannt,
als ich dem Jesus nachgerannt.
Alt und morsch sind meine Knochen.
Und was der Herr mir hat versprochen,
war doch letztlich nur ein Traum.
Das weiß ich nun; man glaubt es kaum!
Die Weisheit bleibt mir nun entsagt,
da ich hab niemals hinterfragt,
was des Lebens tiefer Sinn;
ob ich von Gott, ob Zufall bin?
Im Glauben verbrachte ich mein Leben,
statt mich dem Denken hinzugeben.
Nun sitz ich hier, ich armer Tropf,
hab, außer Christus, nichts im Kopf.
Die staatliche Ordnung basiert auf Recht und Gesetz.
Ich bin rechtlos, folglich bin ich auch gesetzlos!
Hat mir, beim ersten, flüchtigen durchlesen, ganz gut gefallen.
Bloß "von dem ganzen Übel, Bösen", liest sich stockend; da ist das Komma nicht nur überflüssig, sondern auch hinderlich. Dann lieber "von dem ganzen Übel und dem Bösen", auch wenn das viel länger ist.
"Einige Menschen in diesem Land sind sehr reich, aber die meisten von euch sind sehr, sehr arm. Und wisst ihr wieso? Weil ihr alle faule Säcke seid! Euer Land braucht Geld. Aber ihr könnt leider nicht genug Geld beschaffen. Also sag ich euch, was wir tun müssen: Wir werden die Krankenhäuser zumachen und den Leuten Arbeit geben und mehr Raketen herstellen!!"
dian unregistriert
15.08.2010 20:02
*grmpf*
Da achtet endlich mal einer aufs richtige Versmaß, und dann kommt deldenker und versucht die schöne Strophe zu sabotieren...
"von dem ganzen Übel und dem Bösen" geht ja mal gar nicht vom Rhythmus her!
Also wenn, dann meinetwegen "von dem Übel und dem Bösen", das würde passen.
Ich find's aber eigentlich gut so, wie es ist.
Geiles Gedicht, das irgendwie auch von mir sein könnte (und das ich mir auch prima vertont vorstellen könnte, so mit der Stimme vom Rammstein-Sänger vielleicht)
Ich hab doch gesagt, dass es dann zu lang wäre.
Aber das wäre mir immer noch lieber, als dieses Komma!
"Einige Menschen in diesem Land sind sehr reich, aber die meisten von euch sind sehr, sehr arm. Und wisst ihr wieso? Weil ihr alle faule Säcke seid! Euer Land braucht Geld. Aber ihr könnt leider nicht genug Geld beschaffen. Also sag ich euch, was wir tun müssen: Wir werden die Krankenhäuser zumachen und den Leuten Arbeit geben und mehr Raketen herstellen!!"
Zur Hölle mit dem ganzen Dreck.
Herr Jesu ist mein Lebensweg.
Also, der Reim ist mir auch etwas zu sehr a la Wilhelm Busch: Reim dich oder ich freß dich.
Ansonsten mal eine Frage:
Hast Du da irgendwelche persönlichen Erfahrungen drin gemacht, Sticky?
Ich kenne das nur meistens andersrum, dass irgendwelche Menschen am Ende ihres Lebens wieder religiös werden, weil sie am Ende erst merken, welchen Sinn das gehabt haben könnte, an einen Gott zu glauben, den es nicht gibt.
Zur Zeit sehe ich so ein Denken in Deutschland eher wieder von Moslems verbreitet, die haben noch so einen naiven Gottesansatz, aber wahrscheinlich, je südlicher man in der BRD kommt, gibt es hier auch noch ausreichend Katholiken oder Evangelikale, die so denken.
Ungeachtet der permanenten Belästigungen von Zeugen Jehovas habe ich Erfahrungen mit so genannten christlichen Jugendgruppen machen dürfen. Da fragt mensch sich, was die jahrhundertelange Aufklärung seit Kopernikus, Bruno und Galilei für manche Menschen genutzt hat? Es gibt in ländlichen gegenden noch der Brauch auf dem Dachspeicher kleine ungedrehte Blumengebinde aufzuhängen um böse Geister und Dämonen ferzuhalten.
Die Räuberpistolen mit den angeblichen Atheisten auf dem Sterbebett, welche noch in letzter Minute religiös werden, kannst du getrost in die Tonne treten. Es gibt bis heute keinen einzigen belegten Fall! Selbst die Story mit dem römischen Kaiser Konstantin, der sich angeblich kurz vor seinem Tod zum Christentum konvertiert sein soll, ist von der Kirche selbst erfunden worden.
Was die Muslime betrifft: Gewisse Strömungen machen nichts anderes als das, was die Kirchen auch jahrhundertelang gemacht haben. Und wenn die säkularen Kräfte in Europa die Kirchen nicht in ihre Schranken gewiesen hätte, würden sie auch heute noch ungehindert weitermachen.
Mir persönlich ist es wurscht, ob jemand religiös ist oder nicht. Aber ich gehe auch nicht von Tür zu Tür und versuche die Leute von ihrem Glauben abzubringen...
Die staatliche Ordnung basiert auf Recht und Gesetz.
Ich bin rechtlos, folglich bin ich auch gesetzlos!
Gefällt mir richtig gut. Obwohl ich sagen muss dass der Glaube an Jesus an sich vielleicht gar nicht so verkehrt ist. Soweit ich weiß predigt er ja Nächstenliebe usw. Laut ihm soll man auch die die nicht an ihn glauben lieben. Bloß die Kirche hat das ganze natürlich total ausgenutzt und verfälscht so dass die Meisten beim Wort Jesus sofort mit den Ohren schlackern weil sie die Kirche und ihre ganzen Verbrechen damit asoziieren.
Außerdem soll er mit allerlei zwielichten Gestalten an einem Tisch gehockt haben und Händler aus der Kirche geschmissen haben was ihn natürlich auf Anhieb symphathisch macht. Ich glaub zwar nicht dass er Gottes Sohn war aber jemand der alle bis dato geltenden Ansichten über den Haufen geworfen hat und sich für etwas geopfert hat woran er geglaubt hat und das respektiere ich zutiefst.
Zum Textstil an sich kann ich nicht viel sagen, das überlass ich mal den Lyrikfreaks hier unter uns.
Alles in allem kann man sagen dass es gute Kritik an Fundementalisten ist oder Fanatisten generell. Man kann es praktisch auf alles anwenden was man will.
Rassismus, Faschismus etc..
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von DonBaron am 16.08.2010 22:20.
"Most people are so ungrateful to be alive, but not you, not any more... " „Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.“ "Man verdirbt einen Jüngling am sichersten, wenn man ihn anleitet, den Gleichdenkenden höher zu achten, als den Andersdenkenden. "
Original von DonBaron
Gefällt mir richtig gut. Obwohl ich sagen muss dass der Glaube an Jesus an sich vielleicht gar nicht so verkehrt ist. Soweit ich weiß predigt er ja Nächstenliebe usw. Laut ihm soll man auch die die nicht an ihn glauben lieben. Bloß die Kirche hat das ganze natürlich total ausgenutzt und verfälscht so dass die Meisten beim Wort Jesus sofort mit den Ohren schlackern weil sie die Kirche und ihre ganzen Verbrechen damit asoziieren.
Außerdem soll er mit allerlei zwielichten Gestalten an einem Tisch gehockt haben und Händler aus der Kirche geschmissen haben was ihn natürlich auf Anhieb symphathisch macht. Ich glaub zwar nicht dass er Gottes Sohn war aber jemand der alle bis dato geltenden Ansichten über den Haufen geworfen hat und sich für etwas geopfert hat woran er geglaubt hat und das respektiere ich zutiefst.
Ich wiederhole mich zwar, aber es schadet ja auch nichts ...
Kleines Jesuszitat:
"Doch jene meine Feinde, die nicht wollten, daß ich über sie herrschen sollte, bringet her und erwürget sie vor mir. " Lukas 19,27
"All the people who created traditions, who created countries, who created rules - them fuckers are dead.
Why don't you start your own world while you got the chance?"
Bill Hicks
Lukas-Evangelium ist aber historisch gesehen so ziemlich die ungenaueste Quelle, wenn man was über den historischen Jesus erfahren will. Und bei dem Zitat ist nicht mal geklärt, ob das nicht noch zu einer Geschichte eines Gleichnisses gehört, was Jesus da erzählt.
Was immer der auch tatsächlich gesagt hat, es hat dafür gesorgt, dass es ein paar Umgangsformen gab, dass sich zumindest nicht alle gegenseitig abgeschlachtet haben in den letzten 2 Jahrtausenden und zumindest da, wo man daran glaubte, solche Hierachien schaffte, die einen bestimmten Wohlstand für viele hervorbrachten. Das haben nicht alle Religionen geschafft.
Ich bleibe dennoch dabei, und das halte ich für aussagekräftiger als irgendwelche Bibelzitate, was der Proffessor für Neues Testament der Universität Göttingen, Prof. Lüdemann, sagt:
Zitat:
„Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesu Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates.
Zitat:
Original von Sticky
Die Räuberpistolen mit den angeblichen Atheisten auf dem Sterbebett, welche noch in letzter Minute religiös werden, kannst du getrost in die Tonne treten. Es gibt bis heute keinen einzigen belegten Fall! Selbst die Story mit dem römischen Kaiser Konstantin, der sich angeblich kurz vor seinem Tod zum Christentum konvertiert sein soll, ist von der Kirche selbst erfunden worden.
Das meinte ich weniger, ich habe nur beobachtet, dass Menschen, die sowieso gläubig sind, gegen Ende ihres Lebens das noch stärker werden.
Zitat:
Was die Muslime betrifft: Gewisse Strömungen machen nichts anderes als das, was die Kirchen auch jahrhundertelang gemacht haben. Und wenn die säkularen Kräfte in Europa die Kirchen nicht in ihre Schranken gewiesen hätte, würden sie auch heute noch ungehindert weitermachen.
Das ist europäische Arroganz. Zumindest in Deutschland ist das nicht so weit mit der den säkularen Kräften. Du zahltst schon mit irgendwelchen Steuern, egal, ob Du in der Kirche bist, alle Gehälter der Pfaffen und Bischöfe und auch Mixas Pension, das wird alles aus allgemeinen Steuergeldern bezahlt.
Und ich war selbst überrascht, als ich neulich mal feststellte, dass alle relgiösen Parteien z.B. in Israel niemals so viele Prozente bei Wahlen gewonnen haben wie hier in Deutschland die Parteien, die sich eben auf das Christentum berufen wie CDU oder CSU.
"Iihh, der Typ da sagt ja was positives über Jesus. Wie unpopulär! Er muss sicher ein amerikanischer Hinterwäldler sein! Nieder mit ihm"
Aber nur zu, ich kenn alle kranken, absurden und abartigen Zitate der Bibel auswendig, weil ich sie schon zigfach bei Leuten zu denen ihr mich einordnet angewendet hab. Vielleicht können wir ja einen lustigen Zitate-abend veranstalten.
Deshalb stoßt ihr bei mir leider auf Granit weil ich so ziemlich alles bin außer Christ.
Aber trotzdem witzig zu sehen wie stark das Schubladendenken um sich greift, grade bei Leuten die meinen alternativ zu sein.
Aber jetzt erklärt mir bitte mal was an Nächstenliebe verkehrt sein soll? (Aber nicht sofort bei Liebe ans Rammeln denken,ne?)
Dieser Beitrag wurde 6 mal editiert, zum letzten Mal von DonBaron am 18.08.2010 20:56.
"Most people are so ungrateful to be alive, but not you, not any more... " „Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.“ "Man verdirbt einen Jüngling am sichersten, wenn man ihn anleitet, den Gleichdenkenden höher zu achten, als den Andersdenkenden. "
Edit: Obwohl der aufmerksame Leser meinen könnte du willst suggerieren die gesamte Bibel wäre" kranker, absurder und abartiger" Mist. Hab ich die Pointe verfehlt?
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von DonBaron am 18.08.2010 21:12.
"Most people are so ungrateful to be alive, but not you, not any more... " „Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.“ "Man verdirbt einen Jüngling am sichersten, wenn man ihn anleitet, den Gleichdenkenden höher zu achten, als den Andersdenkenden. "
Vielleicht sollte man sich diese Klolektüre aber mal antun, um zu wissen woran (zumindest auf dem Papier) ein drittel der Menschheit glaubt. Und was man wirklich unter "christlicher Leitkultur" verstehen könnte.
Den kranken, absurden und abartigen Mist als Trashmovie ist aber trotzdem ne schöne Idee
@Sticky: Schönes Gedicht, übrigens!
Unterm Strich ist das Leben gar nicht so schlecht.
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@DonBaron
Bist du ein bischen paranoid oder trifft auf dich etwa genau das zu was du mir unterstellst, nämlich Schubladendenken?
Ich habe kein einziges Wort zu dir oder über dich oder zu Jesus gesagt, aber du scheinst ja schon genau zu wissen, was ich über dich oder Jesus denke ...
Und, "der Typ" macht Satire, und zwar anscheinend so gut, dass die meisten es nicht erkennen.
"Do you believe in free will?" "I have no choice."
Btw:
Wenn ich oben schon erwähne, dass das aus dem Lukas-Evangelium stammt und in meinem ersten Beitrag schon im ersten Satz einen textkritischen Kommentar dazu ansetze, nämlich den, dass es fragwürdig ist, ob das nicht eher noch zu einer Geschichte gehört, die Jesus seinen Jüngern erzählt und evtl. nur von ihm wiedergegebene wörtliche Rede eines anderen sein soll, dann ist da eigentlich die Antowrt drin auf die Frage, ob Jesus das gesagt haben soll.
Ihr hättet Euch auch den Link von Prof. Lüdemann anschauen können. Der wird als Prof für Neues Testament schon ausreichend wissen, was von einem wirklich evtl. mal existiert habenden Jesus in der Bibel nun wirklich steht.
Ich zitiere dann noch mal aus Wiki:
Zitat:
Aufgrund seiner eigenen Kriterien für echte und unechte Jesusworte kam er zu dem als „empirisch“ bezeichneten Ergebnis, dass nur ein kleiner Bestand von etwa fünf Prozent der gesamten Jesusüberlieferung auf Jesus selbst zurückgehe. Dieses Ergebnis verband er mit dem Urteil, schon das Urchristentum habe begonnen, Jesu Worte und Taten „zu verfälschen und übermalen“ und sich „Jesus so zurechtgemacht, wie er ihren Wünschen und Interessen entsprach und wie er ihnen im Kampf gegen Abweichler und Andersgläubige am nützlichsten zu sein schien.“
Zu dieser instrumentalisierenden Verfälschung zählte Lüdemann neutestamentliche Texte zur leiblichen Auferstehung Jesu Christi, zur Sühne-Theologie, etwa die Abendmahls-Texte, apokalyptische Texte vom Endgericht und alle Texte, die aus seiner Sicht Jesus als göttliches Wesen verkünden und einen Offenbarungsglauben voraussetzen. Diesen beurteilte er als Projektion und folgerte in seinem als „Brief an Jesus“ betitelten Schlusskapitel:
„Auf Projektionen, Wünschen und Visionen kann keine echte Religion aufgebaut werden, auch dann nicht, wenn sie so gewaltig auftritt wie die christliche Kirche, die Dich sogar zum Weltenherrn und kommenden Richter erhoben hat. Du aber bist nicht der Weltenherr, als den Dich Deine Anhänger infolge Deiner Auferstehung erklärt haben, und Du wolltest es auch nicht sein. Du hast das zukünftige Reich Gottes verkündigt, gekommen aber ist die Kirche. Du hast Dich getäuscht, und Deine Botschaft ist von Deinen Anhängern zu ihren eigenen Gunsten gegen die historische Wahrheit verfälscht worden. Deine Lehre war ein Irrtum, denn das messianische Reich ist ausgeblieben.“
– Lüdemann, Gerd: Der große Betrug. Und was Jesus wirklich sagte und tat. Zu Klampen Verlag 1998
Original von Xoc
@DonBaron
Bist du ein bischen paranoid oder trifft auf dich etwa genau das zu was du mir unterstellst, nämlich Schubladendenken?
Ja, ich bin paranoid.
"Most people are so ungrateful to be alive, but not you, not any more... " „Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.“ "Man verdirbt einen Jüngling am sichersten, wenn man ihn anleitet, den Gleichdenkenden höher zu achten, als den Andersdenkenden. "
Ich habe auch erst mal nix gegen Christen, die ihre Religion nach ihren individuellen Vorstellungen leben, aber bei der katholischen Kirche hört der Spaß bei mir auf.
Original von Yog-Sothoth
Schönes Gedicht, Sticky, gefällt mir!
Ich habe auch erst mal nix gegen Christen, die ihre Religion nach ihren individuellen Vorstellungen leben, aber bei der katholischen Kirche hört der Spaß bei mir auf.
Hi, Yog-Sothoth!
Ich habe auch nichts gegen Christen an sich. Schliesslich darf jeder Mensch an das glauben, was er möchte. Das Gedicht ist auch als allgemeine Religionskritik zu verstehen, wobei das hier erwähnte Christentum nur als Stellvertreter fungiert.
Die Kritik bezieht sich hierbei auf folgende Punkte:
1. "Nur gläubige Menschen sind moralische (und damit bessere) Menschen!"
Welche Verbrechen an den Mitmenschen im Namen irgend einer Religion verübt wurden, sprechen eine andere Sprache. Auch die des Öfteren vernommene Hasstiraden gegen Nicht- und Andersgläubige zeugen nicht von moralischem Handeln. Natürlich begehen auch nichtreligiöse Menschen Verbrechen an ihre Mitmenschen, jedoch tun sie es nicht im Namen ihrer A-Religiosität!
2. "Religiöse Weltanschauung vs. persönliche Lebenserfahrung!"
Das, was die so genannten "heiligen Schriften" ihren Anhängern lehren, stehen oftmals im Widerspruch zur Realität. Vieles, was wir heute kennen und was uns als selbstverständlich erscheint, ist mit den Religionslehren nicht erklärbar. Z. Bsp.: Gott erschuf zuerst das Licht, danach erst Sonne und Sterne... Woher soll also das Licht kommen???
3. "Religiöse Dogmen vs. Wissenschaftliche Erkenntnis!"
Der Bibel nach existiert die Erde erst seit etwa 6000 Jahren und wurde in 7 Tagen erschaffen (wo noch keine Sonne existierte und man deswegen nicht wissen konnte, wann ein Tag vorüber war!!!) Einige religiöse Fanatiker erheben den Anspruch, dass die biblische Erzählung als historischer Tatsachenbericht zu verstehen ist und verlangen, dass die religiösen Lehren in der Schule so vermittelt werden sollen (Evangekale, Kreationisten)
4. "Vergeudung menschlicher Kreativität an die Religiosität!"
Der feste, unerschütterliche Glaube an höhere Schöpferwesen, die Fokussierung seines Lebens auf die Religion und die strikte Einhaltung der Gebote und Riten hemmt den individuellen Geist an seine Entfaltung, was unweigerlich dazu führt, dass die schöpferische Kraft des jeweiligen Menschen unwiderruflich verloren geht.
Grüsse: Sticky
Die staatliche Ordnung basiert auf Recht und Gesetz.
Ich bin rechtlos, folglich bin ich auch gesetzlos!