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Zum Ende der Seite springen Ein Prinzip: keine Ekstase?!  
Beiträge zu diesem Thema Autor Datum
 Ein Prinzip: keine Ekstase?! Lucifer 12.08.2012 15:07
 RE: Ein Prinzip: keine Ekstase?! reset 12.08.2012 19:53
 RE: Ein Prinzip: keine Ekstase?! Remus 13.08.2012 01:05
 RE: Ein Prinzip: keine Ekstase?! reset 13.08.2012 14:28
 RE: Ein Prinzip: keine Ekstase?! Yog-Sothoth 12.08.2012 17:50
 RE: Ein Prinzip: keine Ekstase?! dian 13.08.2012 00:00
 RE: Ein Prinzip: keine Ekstase?! reset 13.08.2012 00:33
 RE: Ein Prinzip: keine Ekstase?! Weinhaus 13.08.2012 00:31
 RE: Ein Prinzip: keine Ekstase?! dian 13.08.2012 01:27
 RE: Ein Prinzip: keine Ekstase?! Scumdog 13.08.2012 02:15
 RE: Ein Prinzip: keine Ekstase?! Lucifer 13.08.2012 12:29
 RE: Ein Prinzip: keine Ekstase?! Scumdog 14.08.2012 00:24
 RE: Ein Prinzip: keine Ekstase?! Lucifer 14.08.2012 01:24
 RE: Ein Prinzip: keine Ekstase?! Weinhaus 13.08.2012 15:54
 RE: Ein Prinzip: keine Ekstase?! VeggiePower 13.08.2012 16:08
 RE: Ein Prinzip: keine Ekstase?! Remus 13.08.2012 19:00
 RE: Ein Prinzip: keine Ekstase?! VeggiePower 13.08.2012 22:18
 RE: Ein Prinzip: keine Ekstase?! dian 14.08.2012 02:14
 RE: Ein Prinzip: keine Ekstase?! VeggiePower 14.08.2012 17:11
 RE: Ein Prinzip: keine Ekstase?! WerBinIch 14.08.2012 13:47
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Lucifer




Ein Prinzip: keine Ekstase?! 12.08.2012 15:07 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Geschätzte Leserinnen und Leser,

wir alle würden uns wohl kaum auf diesem Forum einfinden, wenn wir mit dessen Ideen und Absichten nicht in irgendeiner Weise konfrontiert wären oder übereinstimmen!
So gibt das wie ich finde sehr gelungene Unity-Video „Desillusionierung“ einen Einblick in die Illusionen, die sich die Menschen selbst erschaffen haben bzw. nach denen sie häufig sogar gezwungen sind zu leben.

Eine dieser Illusionen mit der ich mich seit längerer Zeit konfrontiert sehe ist die des
„Feiern-Gehens“ oder auch die der „Ekstase“.
Zwischen 13 und 18 Jahren teilte ich die Gesinnung, nach Möglichkeit, jedes Wochenende feiern zu gehen und sich dem Rausch des/der Alkohols/Drogen und der Musik hinzugeben...ja...und einfach froh darüber zu sein, der Masse angehören zu können.

Es brauchte eine Weile bis ich mir nicht nur über die Politik & Gesellschaft Gedanken machte, sondern auch über den Sinn dahinter (während des 18. Jahres)...auch über den Sinn des Lebens allgemein!
Mir wurde dabei bewusst, worüber ich auch immer grübelte, dass man nicht einfach trennen kann...zumindest kann ich es nicht. Ich kann die Frage nach dem Funktionieren der Gesellschaft nicht von der Frage nach dem Sinn des Lebens trennen!
Worauf ich hinaus will ist folgender Punkt: „Man lebt nur einmal!“
Ein Spruch, den ich als Begründung bzw. Verteidigung für das Feiern-Gehen und Ekstase-Leben schon oft gehört habe, aber strikt ablehne. Jedoch ist m.M.n. etwas an dieser Aussage, die einem unterschwellig mitteilt: „Entscheide Dich!“

Es ist keine andere Frage als: „Die rote oder die blaue Pille?“...

Wenn ich also den inneren Wunsch habe, für die Welt zu leben und nicht gegen sie, so kann ich diese Lebensweise nicht damit vereinbaren, mich irgendeiner Ekstase in einem Club oder auf einem Festival hinzugeben. Diese Gedanken hatten mich solange beeinflusst bis ich mir es als Prinzip auferlegte, dies nicht mehr zu tun:
Wann immer also Freunde vorschlagen in einen Club zu gehen, sage ich „Ohne mich!“...
Meine große Abneigung dagegen rührt vor allem daher, dass m.M.n. Die Parallele zu einer Orgie erschreckend ähnlich ist...z.T. sehe ich bisweilen sogar keinen Unterschied:
„So geht der Adel Roms in die Lustpaläste und verfällt freiwillig dem Wahn des Alkohols/Opiums, dem Genuss der Musik und lässt dieser Ekstase freien Lauf..., während der Pöbel hungert!“

Wenn jemand etwas privat veranstaltet war ich bislang nie so abgeneigt...schließlich kennt man die Leute auch und man kann sich wenigstens unterhalten...
Erst kürzlich nahm ich an solch einer Veranstaltung teil, wurde mir aber dann schnell der Illusion bewusst, der ich verfallen war! Es nimmt überall die gleichen Züge an...“Welche neue Erfahrungen kann man machen?!“ oder „Welche neue Drogen könnte man ausprobieren?!“
Diese Erfahrung hat mich (wenn nicht ganz) ein Schritt näher gebracht, solche Veranstaltungen in Zukunft zu meiden...und es ist vielleicht daher gut, sich mit diesem „Leid“ (ich bin so frei) eine Zeitlang zu konfrontieren, bis man es überwinden kann!


Aber behaupten von Lastern frei zu sein vermag ich auch nicht: ich höre auch gerne Musik, trinke auch gerne mal Bier...ja ich lehne auch einen Joint nicht ab (ABER: sehr unregelmäßig und nicht oft).
Jedoch bin ich davon fest überzeugt, dass man eine Entscheidung treffen muss...für welches Leben man sich entscheidet!...M.M.n. ist das Prinzip sich der Ekstase zu versagen ein MUSS und einer der ersten Schritte, um sich der Illusionen unbewusst und der Desillusionen bewusst zu werden!


Nun würde mich Eure Meinung hierzu interessieren!!!

Erwacht!,
Lucifer
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reset



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12.08.2012 19:53 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

also feiern an sich ist nicht schlimm, selbst wenn wir damit kurzzeitig vielleicht die probleme dieser welt ausblenden oder aus dem weggehen.

wichtig ist für mich, dass ich auch beim feiern "bewusst" lebe. deswegen nehme ich seit einigen monaten keinerlei drogen mehr. ich will die realität so wahrnehmen wie sie ist. völlig ungeschminkt und ehrlich.
außerdem würde ich durch drogen nicht in der lage sein so entschlossen und sicher zu agieren wie in nüchternem zustand.
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Remus

the Gutmensch

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RE: Ein Prinzip: keine Ekstase?! 13.08.2012 01:05 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Hm. Ich habe mir deinen Beitrag jetzt mehrmals durchgelesen und kann ehrlich gesagt nicht viel damit anfangen..

Ich bin selber nicht unbedingt der Freund von Diskos oder so aber das ist bei mir schlicht eine Frage des persönlichen Geschmacks. Ich finde, dein Beitrag klingt ziemlich lustfeindlich.

Für mich klingt Ekstase nach etwas ziemlich gutem, nämlich nach dem Genießen des gegenwärtigen Moments, das Leben im JETZT ohne sich in dem Zeitpunkt über die Zukunft sorgen machen oder die Last der Vergangenheit mit sich herumschleppen muss. Wenn man sich entschlossen hat, ein gutes / soziales Leben zu führen, dann weiß ich trotztem nicht, was es da schaden soll, den absolut gegenwärtigen Moment zu genießen, wenn es denn gerade einen Anlass dazu gibt. (Ob dieser Anlass jetzt ein Orgasmus, ein Drogenrausch, ein geniales Musikstück oder die Tatsache ist, dass man gerade mit guten Freunden am Lagerfeuer sitzt, ist dabei vermutlich völlig egal.) Ich sehe da keinerlei Unvereinbarkeit oder Widerspruch mit gut leben wollen. Im Gegenteil, für mich ist das eher eine Illusion.


Zitat von Lucifer:

“Welche neue Erfahrungen kann man machen?!“ oder „Welche neue Drogen könnte man ausprobieren?!“

Für mich sind das sinnvolle Fragen, denen nachzugehen es sich lohnt. Neue Erfahrungen machen, etwas neues (kennen) lernen - für mich hat die Suche nach dem Lebenssinn immer etwas damit zu tun.
Ich habe mir das Desillusionierung-Video von dian noch einmal angeschaut und muss sagen, dass ich zwar nicht in allen Punkten damit übereinstimme aber dass mir der Anfang besonders gut gefällt. Die Suche nach den neuen Erfahrungen, das sich noch leicht begeistert können als Kind, das sind für mich positive Eigenschaften die man im Idealfall niemals ablegt.



Unterm Strich ist das Leben gar nicht so schlecht.
___________________________________________________________________________

Stimmt, hier unten ist es ok.

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reset



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13.08.2012 14:28 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

die konsum- und spaßgesellschaft der westlichen welt basiert doch auf der ausbeutung anderer menschen, welche soweit weg leben, dass wir hier davon wenig bis gar nichts mitbekommen. und wenn doch ,dann vergessen wir es eben beim nächsten diskobesuch oder bei der nächsten runde world of warcraft.
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Yog-Sothoth




12.08.2012 17:50 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich denke gegen Ekstase an sich ist nichts einzuwenden, solange man eigenverantworlich damit umgeht, und sich nicht regelmäßig zudröhnt.

Ich hasse es auch, in irgendwelche Clubs zu gehen. Oft ist alles zugequalmt, und danach stinken Klamotten und Haare nach Zigarettenqualm (selbst wenn es einen abgetrennten Raucherbereich gab). Man zahlt ordentlich für Getränke (und manchmal auch Eintritt), und darf nichts eigenes an Essen oder Trinken mitbringen, und hat auch nur begrenzt Einfluss auf die Musik. Vorteil ist, dass man neue Leute kennenlernen kann, aber das oft nur auf oberflächlicher Basis, weil die Musik meist zu laut ist um sich vernünftig zu unterhalten.

Ne, da feier ich doch lieber mit Freunden zu Hause oder irgendwo draußen - find ich wesentlich angenehmer! smile
(insbesondere wenn die Leute zum Rauchen auf den Balkon oder vor die Tür gehen)

Gegen ein Bierchen (oder Wein) ab und an habe ich auch nichts, ganz im Gegenteil - ab und an tut mir das ziehmlich gut, um mal wieder den Kopf frei zu kriegen.
Ist prinzipiell natürlich so ne Sache mit Alkohol wegen dem hohen Suchtpotenzial, aber da bin ich zum Glück nicht empfänglich für.
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dian
unregistriert
13.08.2012 00:00 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Oh ja, da kann ich Lucifer wahrlich nur beipflichten.
Ich hab gestern Nacht eine längere Wanderung gemacht, und die Natur wäre total schön und entspannend gewesen, wenn einem nicht ständig irgendwelche angetrunkenen jungen Leute entgegengekommen wären, die auf dem Weg zu irgendeiner scheiß Party auf irgendeinem Gartengrundstück waren.
Das waren mal wieder echte Expeditionen ins Tierreich... wie wenn man im Regenwald rumläuft, während irgendeine unbehaarte Pavian-Art gerade in der Brunft ist.
Das schlimme ist, dass das über alle Sozial- und Bildungs-Schichten gleichermaßen verteilt zu sein scheint. Betrunkene junge Gymnasiasten aus "gutem Elternhaus" verhalten sich da nicht viel anders als betrunkene Hauptschüler oder irgendwelche betrunkenen Assi-Türken.
Besonders schlimm ist es, wenn Weiber dabei sind... dann scheint der Zwang, sich vor der Clique zu produzieren, bei den Jung-Hengsten nochmal deutlich ausgeprägter zu sein. Darüber könnte man echt eine zoologische Abhandlung verfassen, wenn es nicht so traurig und irgendwie auch gruselig wäre, mit ansehen zu müssen, wie Menschen mit Gehirn alle Hemmungen fallen lassen und sich freiwillig auf die geistige Stufe von Amöben herabbegeben.

Ich meine, so lang die niemand anderen damit belästigen und einfach nur unter sich eine gute Zeit haben wollen, ist das ja völlig legitim. Soll jeder machen, wonach ihm gerade ist.
Für mich selbst ist es nur eben nichts. Das gibt mir irgendwie überhaupt nichts mehr. Klar hab ich früher auch mal die eine oder andere Party erlebt und mich kurzfristig gut gefühlt, wenn ich mich mit Alkohol abgefüllt habe und gewissermaßen das Kind in mir (oder das Tier in mir) rausgelassen habe.
Je mehr ich allerdings darüber nachgedacht habe, wie oberflächlich das genaugenommen alles ist, und wie wenig mir die Menschen, mit denen ich scheinbar Spaß hatte, eigentlich bedeuteten (und wie wenig ich ihnen bedeutete), desto weniger konnte ich mich wirklich daran erfreuen.
Und selbst heute, wo ich die richtigen Leute um mich hätte, um ne geile Party feiern zu können, unterhalten wir uns lieber ganz zivilisiert miteinander, und ich sehe irgendwie jetzt erst recht keinen Grund mehr, meine Sinne durch Alkohol zu vernebeln und übermäßig die Sau raus zu lassen. Wozu auch? Letztlich ist das ganze Party-Treiben da draußen doch nur der Versuch, in wenigen Stunden komprimiert das nachzuholen, was man den ganzen Rest der Woche in der leistungsbezogenen Gesellschaft mühsam unterdrückt hat.
Ich persönlich mach lieber jeden Tag ein bisschen Party und chille jeden Tag ein bisschen, als alles exzessiv auf einmal... und ich wünschte, das würden ein paar mehr Leute in der jungen Generation beherzigen. Wenn du nicht ständig in deinem Alltag irgendwas krampfhaft unterdrückst, musst du hinterher auch nicht so viel kompensieren. kotz3

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von dian am 13.08.2012 00:02.


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13.08.2012 00:33 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat von dian:
Letztlich ist das ganze Party-Treiben da draußen doch nur der Versuch, in wenigen Stunden komprimiert das nachzuholen, was man den ganzen Rest der Woche in der leistungsbezogenen Gesellschaft mühsam unterdrückt hat.
Ich persönlich mach lieber jeden Tag ein bisschen Party und chille jeden Tag ein bisschen, als alles exzessiv auf einmal... und ich wünschte, das würden ein paar mehr Leute in der jungen Generation beherzigen. Wenn du nicht ständig in deinem Alltag irgendwas krampfhaft unterdrückst, musst du hinterher auch nicht so viel kompensieren. kotz3


smilie20
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Weinhaus




13.08.2012 00:31 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zunächst einmal ist der Mensch ein emotionales Wesen. Da es leider noch nicht gelungen ist, den tiefsten Sinn des Lebens zu erfassen, begnügen wir uns mal damit den zweittiefsten zu nehmen: Das positive Erleben von Gefühlen. Es herrscht dabei in weiten Teilen der Gesellschaft der Konsens, dass der Mensch im Leben glücklich sein soll und positive Erfahrungen und Erlebnisse machen soll. Das kann auf vielfältige Art geschehen.

Zitat:
Zwischen 13 und 18 Jahren teilte ich die Gesinnung, nach Möglichkeit, jedes Wochenende feiern zu gehen und sich dem Rausch des/der Alkohols/Drogen und der Musik hinzugeben...ja...und einfach froh darüber zu sein, der Masse angehören zu können.


Ich sehe da das Problem nicht bei den Partys und dem Rausch sondern darin, dass du da mitgemacht hast, obwohl es dir offensichtlich nicht gefällt. Ich gehöre vermutlich zu der seltenen Gruppe derer auf der Unity, der beinahe jedes Wochenende in irgendeinen Club rumhängt, hauptsächlich der Menschen und der Musik wegen. Die Masse und der Rausch ist da eher sekundär. Man sollte eben keine Dinge machen im Leben mit denen man nicht glücklich ist und von denen man nicht innerlich profitiert.

Zitat:
Die Parallele zu einer Orgie erschreckend ähnlich ist...z.T. sehe ich bisweilen sogar keinen Unterschied: „So geht der Adel Roms in die Lustpaläste und verfällt freiwillig dem Wahn des Alkohols/Opiums, dem Genuss der Musik und lässt dieser Ekstase freien Lauf..., während der Pöbel hungert!“


Wenn du der Meinung bist, dass Orgie und Ekstase schlecht ist, dann solltest du erläutern, weshalb. Ich persönlich finde beides ganz fabelhaft. Zumindest solange ihr mich nicht vom Gegenteil überzeugt. Und vom Diskobesuch statt daheimsitzen ist auch noch kein Kind in Afrika gestorben.
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dian
unregistriert
13.08.2012 01:27 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@ Remus:
Zitat:
Für mich klingt Ekstase nach etwas ziemlich gutem, nämlich nach dem Genießen des gegenwärtigen Moments, das Leben im JETZT ohne sich in dem Zeitpunkt über die Zukunft sorgen machen oder die Last der Vergangenheit mit sich herumschleppen muss.

@ Weinhaus:
Zitat:
Und vom Diskobesuch statt daheimsitzen ist auch noch kein Kind in Afrika gestorben.

An Geistlosigkeit sind jedoch schon recht viele Menschen gestorben. Vor allem im Bezug auf die Geistlosigkeit der Masse, die mangels eigener Denktätigkeit dann schnell irgendwelchen populistischen Politikern auf den Leim geht.
Die Frage ist nur eben, in wie fern die heutige Spaß- und Eventkultur die Geistlosigkeit der Menschen fördert.
Es wäre halt schon hilfreich, wenn einem nicht von überall her nur "Partymachen ist das geilste was es gibt" entgegendröhnen würde, sondern es auch ein paar mehr Gegenstimmen dazu gäbe, die den in dieser Gesellschaft heranwachsenden jungen Menschen aufzeigen würden, dass man auch auf andere Weise positive Gefühlserlebnisse bekommen kann. Und damit meine ich jetzt nicht irgendwelche alten Spießer-Spaßbremsen oder redliche Christen, mit denen sich junge Menschen schon mal naturgemäß nicht identifizieren können, sondern eben einfach eine deutlich vernehmbare Gegenkultur zu dieser ganzen selbstdarstellerischen Atzen-Scheiße da draußen.
Und es sind ja nicht nur die Atzen. Metaller, Punks, Emos und Hiphopper sind oft genug genauso oberflächlich, und ich glaube auch nicht, dass in Wacken die Mehrheit der Besucher über tiefgründige Themen philosophiert. Für mich ist das auch nichts anderes als Disko, nur eben mit anderen Klamotten.

Ich bin einige Zeit lang auch gern in die Disko gegangen... bis ich irgendwann auf den Gedanken gekommen bin, dass es eigentlich unlogisch ist. Der DJ hatte meistens weniger Ahnung von Musik als ich, und wirklich tiefgründige Gespräche führen kann man bei dem Höllenlärm auch nicht, was das Knüpfen von neuen Bekanntschaften schonmal deutlich erschwert.
Ok, wenn man einen One-Night-Stand sucht, ist ein Diskobesuch sicher nicht die schlechteste Idee, und optisch machen die Strobos und der Nebel irgendwie schon was her. Aber irgendwie frage ich mich schon, warum man für etwas Eintritt zahlt, was man zuhause in den eigenen vier Wänden eigentlich genauso gut haben könnte... also zumindest was Cocktails und Musik angeht... sowas kann man sich ja eigentlich auch selber machen, und das ist auf Dauer deutlich billiger.
Sind wir mal ehrlich, der Hauptgrund dafür, in die Disko zu gehen, dürfte bei den meisten Menschen nicht die Freude an der Musik sein, sondern eher die Freude daran, andere Menschen zu beobachten und sich selbst zu präsentieren.
Also gaffen und begafft werden. Vielleicht auch noch, sich als Teil einer größeren "Herde" zu fühlen, ähnlich wie beim Gottesdienst in einer Kirche.
Ich hab nur eben kein so besonders gutes Gefühl dabei, wenn Menschen sich mit anderen Menschen identifizieren, nur weil die zufällig die selbe Musik mögen, ähnliche Klamotten tragen oder sowas, weil diese vermeintliche Verbundenheit eben eine zutiefst oberflächliche ist und schon am nächsten Morgen, nach Ende der Disko/Party, nicht mehr existiert.
Dieses oberflächliche Verbundenheitsgefühl tötet natürlich niemanden, aber eine Illusion ist es ja schon in gewisser Weise. Und ich finde, wenn alle Menschen in der Zeit, in der sie sich stylen, präsentieren und Smalltalk betreiben, lieber mal in sich gehen und über ihr Leben nachdenken würden, hätten wir vielleicht schon eine etwas bessere Welt.

Naja, soll wie gesagt jeder machen, wie er es für richtig hält. So lange die Disko in einem geschlossenen Raum stattfindet, und nicht auf der Straße vor meinem Schlafzimmer, kann ich damit leben. Ich wundere mich halt nur mit zunehmendem Alter immer mehr, was genau daran eigentlich so toll sein soll.

Scumdog

Nightwatch

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13.08.2012 02:15 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Hm, ich verstehe nicht ganz, wie man etwas gegen das Feiern haben kann? dontknow
Klar, dazu gehören die richtige Location, die richtigen Leute und auch die richtige Musik, aber auch ein Revoluzzer braucht mal eine Pause und etwas Spaß.
"A revolution without dancing is a revolution not worth having", sagte V doch so richtig.
Weltrevolution und Party machen schließen sich doch nicht gegenseitig aus, im Gegenteil!
Man muß sich ja nicht unbedingt auf eine dieser "Flatratesaufen untermalt von schlechter Diskomusik"-Parties begeben, da sacht der Revoluzzer natürlich zu recht:

Aber ein Leben ohne Feiern, Spaß und sinnlosen Besäufnissen?
Für mich undenkbar.

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Lucifer




13.08.2012 12:29 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich bedanke mich hiermit zunächst einmal für die schnellen Antworten und unterschiedlichen Meinungen!

@ dian:

Du verstehst es, meine übrigen Gedanken zu nennen, warum mich das Feiern immer weniger oder gar nicht mehr beeindruckt.

Zitat:
Ich meine, so lang die niemand anderen damit belästigen und einfach nur unter sich eine gute Zeit haben wollen, ist das ja völlig legitim. Soll jeder machen, wonach ihm gerade ist.


Ich möchte Dir auch hierbei im Wesentlichen zustimmen, denn letzten Endes, so könnte man argumentieren, ist sich jeder seines eigenen Glückes Schmied!
Und ich behaupte auch, dass es niemandem zusteht jemand anderen wegen irgendwelcher Unterschiede – bis hin zu den persönlichen Vorstellungen von Glückseligkeit – zu verurteilen.
Schließlich bin ich nicht der Messias! Und obwohl ich mit Kirche nicht viel am Hut habe, so überzeugen in diesem Fall stets die Worte „Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein!“

ABER: Sollten wir uns nicht im Klaren darüber sein...WOFÜR wir überhaupt feiern?! Ich ecke hier an die Illusionen an, denen die Menschheit gerne verfällt...und es ist in gewisser Weise eine Frage der Ethik...ich verweise wieder darauf, dass mir nicht zusteht jemanden zu belehren...

„Durch ein Unterlassen kann man genauso schuldig werden wie durch Handeln.“ - Adenauer
Eine gute Zeit will jeder haben! Nichts ist schöner als in einer Gefühlswolke der Sorglosigkeit zu schweben...jedoch gibt es einen Unterschied zwischen der Illusion, die man sich dabei schafft und der Wahrheit, die außerhalb ihren Lauf nimmt!
PS: ich habe im Übrigen einige deiner Videos gesehen...sicherlich würde ich nicht zu allem ja und amen sagen, doch im Großen und Ganzen finde ich die gelungen!

@ Weinhaus:
Zitat:
Zunächst einmal ist der Mensch ein emotionales Wesen. Da es leider noch nicht gelungen ist, den tiefsten Sinn des Lebens zu erfassen, begnügen wir uns mal damit den zweittiefsten zu nehmen: Das positive Erleben von Gefühlen. Es herrscht dabei in weiten Teilen der Gesellschaft der Konsens, dass der Mensch im Leben glücklich sein soll und positive Erfahrungen und Erlebnisse machen soll. Das kann auf vielfältige Art geschehen.


„Das Leben bildet eine Oberfläche, die so tut, als ob sie so sein müßte, wie sie ist, aber unter ihrer Haut treiben und drängen die Dinge.“ - Robert Musil
„Der Augenblick, in dem wir erstmalig die Wirklichkeit hinter der vom Ego geschaffenen Maske entdecken, reicht aus, die emotionale Verwirrung zum Kurzschluss zu bringen, so dass wir für den Bruchteil einer Sekunde Weisheit erfahren.“ - Matthieu Ricard

Selbstverständlich ist der Mensch ein emotionales Wesen...sollte man meinen! Doch ich frage mich bisweilen: Geht der Mensch sinnvoll mit diesen Emotionen um?!
Angst, Verzweiflung, Ärger und Wut, Freude, Trauer, Enttäuschung, Mitleid, Sympathie, Neid wie Stolz als auch Verliebtheit...das sind allesamt mächtige Emotionen, die unser Befinden bestimmen können...
Aus Verliebtheit schwillt Verzweiflung, aus Enttäuschung erwächst Wut...
Anstelle sich einer Emotion nach der anderen zu stellen (das ist mitnichten einfach) verfallen wir in Resignation und beginnen Ausflüchte zu suchen!...Aber es bleiben kurze Ausflüchte!
Daraus entwickelt sich dann eine Feedback-Schleife aus der man nur sehr schwer zu entkommen vermag.

Der Sinn des Lebens? Kennst Du/Kennt jemand Star Trek? Ich sehe mir diese Serien & Filme gerne an, weil sie Parallelen zur Geschichte aufzeigen und das mögliche Potential des Menschen (wenn auch eher oberflächlich) ansprechen (und natürlich auch der Unterhaltung wegen). Aus einem dieser Filme gibt es einen Gedanken, der für den Sinn des Lebens eigentlich nicht klarer sein kann:

„Sehen Sie, im 24. Jahrhundert gibt es kein Geld. Der Erwerb von Reichtum ist nicht mehr die treibende Kraft in unserem Leben. Wir arbeiten, um uns selbst zu verbessern – und den Rest der Menschheit.“

Insbesondere der letzte Satz! Der Mensch strebt danach, mehr zu sein als er ist, mehr aus sich zu machen als er ist! Wie kann die Menschheit dies erreichen, wenn sie in synthetischer Glückseligkeit schwelgt...ob es eine Party, ein Festival, eine Orgie oder einfach nur eine Immobilienblase ist!!!
Sobald das Glück aufhört...sind die Sorgen noch ein Stück größer geworden und die Wände kommen immer ein Stückchen näher...aber kein Problem...wir machen einfach solange Parties, dass wir nicht mitbekommen, wie wir zerquetscht werden!

Zitat:
Wenn du der Meinung bist, dass Orgie und Ekstase schlecht ist, dann solltest du erläutern, weshalb. Ich persönlich finde beides ganz fabelhaft. Zumindest solange ihr mich nicht vom Gegenteil überzeugt. Und vom Diskobesuch statt daheimsitzen ist auch noch kein Kind in Afrika gestorben.


Damit würde ich die Meinung „Orgien und Ekstasen sind schlecht“ begründen!
Zu deinem letzten Satz:

Zitat:
Und vom Diskobesuch statt daheimsitzen ist auch noch kein Kind in Afrika gestorben.


Da muss ich einfach den Kopf schütteln. Ich will Dir sicherlich nichts böses anhängen (GANZ WICHTIG!).
Natürlich vergeht alle 60 sek. 1 Minute in Afrika...und dagegen kann man nichts tun...
Und Du hast Recht, dass es für deren Missstand egal ist, ob ich mich in meinem Wohnzimmer, der Küche oder in einem Club aufhalte.
Es macht aber einen GEWALTIGEN Unterschied, ob man sich dessen auch bewusst ist.

Ich bin hier geboren im Westen. Schon Schade, was mit denen da passiert, aber zu tun habe ich damit nichts...ich kann rein gar nichts dafür. Ja und den Standard den ich hier habe kann ich auch nicht einfach stehen und liegen lassen! Außerdem habe ich mir erst einen neuen LCD-Fernseher.....und es hängen doch überall die Plakate mit „Werde Pate“.....ich beende das mal ab hier.

Ich will nicht damit sagen, dass unsere Generation die Verursacher dessen sind. Aber wir sind die Nachkommen derer, die dies zu verschulden haben. Ebenso die „deutsche Erbsünde“. Ich halte nicht viel damit beschuldigt zu werden...zu einem ehemaligen Kriegsverbrecher-Land zu gehören und dass ich mich dafür demütig auf die Knie zwingen müsse. Aber ich akzeptiere dennoch dessen Konsequenzen bzw. dessen nachfolgende Bestimmungen!
So übernimmt Deutschland z.B. Verantwortung für Juden...denen es STETS erlaubt ist nach DE einzureisen und sich niederzulassen (normalerweise würde dies eine „Sichere Dritt-Staaten-Reglung“ verhindern...aber bei Juden wird diese Ausnahme gemacht – finde ich gut so!)
Warum also auch nicht für andere Menschen Verantwortung (in irgendeiner EFFEKTIVEN FORM) übernehmen...z.B. für Afrika! Nicht DE allein, sondern der ganze Westen war Jahrzehnte damit beschäftigt diesen Kontinent auszubeuten. Irgendeine Art Ausgleich erhielte Afrika bislang jedoch nicht...

Wie gesagt hast Du Recht, jedoch würde ich es anders ausdrücken:
„Wenn vom Daheimsitzen keinem Kind in Afrika geholfen ist, dann durch einen Diskobesuch erst recht nicht!“

@ Remus:

Lustfeindlich ist ja ein sehr negatives Wort...irgendwo bin ich das vielleicht...der Ekstasen bezüglich sicherlich, doch ich hatte ja betont, dass ich selber gerne auch mal entspanne...und ohne jeden Zweifel ist das sehr wichtig.
Ansonsten siehe @ Weinhaus.

@ Scumdog: Wer spricht hier von einer Revolution cool


Erwacht!
Lucifer

Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von Lucifer am 13.08.2012 12:37.

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Scumdog

Nightwatch

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14.08.2012 00:24 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat von Lucifer:

@ Scumdog: Wer spricht hier von einer Revolution cool

Nun, ich muß eingestehen, daß ich noch nicht dazu gekommen bin, die Bücher von Dian zu lesen* (bin über den YT-Kanal hierher gelangt) und deshalb wohl noch nicht ganz den Überblick habe, um was es sich bei "The Unity" genau handelt.
Nach dem, was ich hier im Forum gelesen habe, ist aber wohl allgemeiner Konsens, daß mit dem 'System', um mal einen abgeschmackten Terminus zu bemühen, so einiges im Argen liegt.
Konsequenterweise bedeutet das, entweder für eine bessere Welt (tm) eintreten und sorgen zu wollen - und das erfordert zumindest eine geistige Revolution - oder feige zu flüchten und sich im Wald zu verstecken Augenzwinkern
Querdenker und Querulanten allgemein sind also in einem gewissen Sinne grundsätzlich Revoluzzer.

*@Dian:
Schonmal darüber nachgedacht, deine Werke zu "verhörbuchen"?
Ich persönlich hasse es nämlich, Bücher via Bildschirm zu konsumieren -
deshalb auch mal die Frage: Kann man die Bücher bei dir noch immer als Paperback ordern? Das wenige, das ich bisher gelesen habe, gefällt mir nämlich ausgesprochen gut ^^

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Lucifer




14.08.2012 01:24 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@ Weinhaus:

Ja, du hast Recht...mit dem offtopic...allerdings nicht so ganz mit der Afrika-Frage, die ja wie gesagt hier auch nicht Thema sein soll. Daher werde ich auch dahingehend nicht weiter nachbohren, doch es sei dir versichert, dass ich dies in einem anderen Thread auf den Punkt bringen werde.

@ Remus:

Mit synthetischer Glückseligkeit meine ich künstliche Glückseligkeit oder künstliches Glück, wie man will. Ich gebe zu, dass dieses Wort vielleicht nicht ganz passt.
Ja, m.M.n. gibt es sowas!

Bsp.: Jemand schnuppert Haarspray...(hab ich erst vor kurzem in einer Doku gesehen) und fühlt das Glück so richtig, weil er vielleicht Farben sieht, denkt er schwebe im Himmel oder sowas...
Für ihn ist das Glück real, solange er sein Haarspray weiterschnuppern kann...
Auf Entzug hat er kein Glück und der einzige Weg seinem Elend zu entkommen, ist nochmehr Haarspray zu schnuppern...in Wahrheit jedoch...(wie es der Beobachter sieht), ist äußerlich nichts von dem Glück an diesem Menschen zu sehen...er ist mager, trägt Lumpen und stinkt wie die Pest!
Wenn jemand in Glück schwelgt oder in Euphorie, aber seinen Verfall nicht mitbekommt bzw. ihm dieser daher egal ist, hat das mit Wahnvorstellungen sehr viel gemeinsam!

Zitat:
Zerquetscht werden wovon? Wofür sollen die näherkommenden Wände stehen?

Du hast die Frage und Antwort gleichermaßen gestellt!


@all:

Um weiteren Spekulationen/offtopic-Erweiterungen zuvorzukommen, möchte ich einige meiner Gedanken kurz und bündig auf den Punkt bringen...vielleicht klärt dies einige Missverständnisse...oder auch nicht... Augen rollen :

Letzten Endes ist es wohl eine Frage der persönlichen Einstellung, ob man feiert oder nicht.
Mit "Feiern gehen" und dem "Ekstase-Leben" meinte ich eigentlich auhc nur das Club-/Nachtclub-Leben, dass unsere jugendliche Gesellschaft charakterisiert! Was ich daran konkret bemängele ist die Tatsache, dass es zu einem Massenphänomen geworden ist, bei dem man oft im Rausch FREIWILLIG verigsst (das Desillusionierung-Video thematisiert dies auch mit einigen Bildern).
Und so wie ich die Menschen erlebt habe (v.a. pers. Kontakte), die feiern gehen, hatte ich beschlossen mich diesem Zweig zu entsagen, weil ich nicht auf die selbe Stufe herab will! Warum? Weil sie für das Feiern gehen die gleiche Selbstverständlichkeit zeigen, wie für den Zustand der Welt bzw. es für wichtig halten "abzuschalten", um nicht ständig das Elend der Welt sehen zu müssen und daran selber zu Grunde zu gehen. Aber "abschalten" gilt am Ende nur für ihr eigenes Leben, denn sie haben nichts getan und tun nichts für eine bessere Welt...sie nehmen es einfach hin! Woher ich mir sicher bin, dass sie nichts tun? Weil es dieses Forum dann nicht geben würde!
...und genau aus diesem Grund nehme ich es mir heraus dies zu einer moralischen Frage zu erheben!

Dies ist meine Meinung! Ich verurteile niemanden für eine andere oder stecke hier alle in ein und
dasselbe Boot...Außnahmen gibt es immer, schließlich gehen ein paar von Euch ja auch regelmäßig in die Orgien-Grube UND sind trotzdem hier im Forum aktiv!

Erwacht!
Lucifer
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Weinhaus




13.08.2012 15:54 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Das ist jetzt hier leicht offtopic, daher macht doch nen neuen Thread auf, wenn ihr da weiter diskutieren wollt. smile

Nur noch soviel: Die Ausbeutung Afrikas fand statt in der Kolonialzeit, davon ist aber heute praktisch nix mehr übrig, die Situation ist viel zu instabil und die Menschen zu unqualifiziert, um da jemanden auszubeuten. Die Zustände, die wir heute in Afrika vorfinden sind absolut hausgemacht bedingt durch mangelnde Bildung, korrupte Regime, miese Wirtschaftspolitik etc...Wie es richtig geht, machen viele asiatische Staaten zur Zeit vor. Nochmal kurz: IPods, WoW, Diskos etc haben mit Missständen in Afrika rein GAR NIX zu tun.
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VeggiePower

burr

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13.08.2012 16:08 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

wohl eher mit den Arbeitsbedingungen in China ^^


blobb

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Remus

the Gutmensch

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13.08.2012 19:00 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat von Lucifer:

Der Mensch strebt danach, mehr zu sein als er ist, mehr aus sich zu machen als er ist! Wie kann die Menschheit dies erreichen, wenn sie in synthetischer Glückseligkeit schwelgt

Wie kann es eine synthetische (= nicht natürliche) Glückseligkeit geben? Ich weiß nicht so ganz, was du damit ausdrücken willst. Ich denke, das Gefühl der Glückseligkeit kommt immer von innen heraus, egal was der äußere Auslöser war, sich glücklich zu fühlen.

Zitat:
Sobald das Glück aufhört...sind die Sorgen noch ein Stück größer geworden und die Wände kommen immer ein Stückchen näher...aber kein Problem...wir machen einfach solange Parties, dass wir nicht mitbekommen, wie wir zerquetscht werden!

Zerquetscht werden wovon? Wofür sollen die näherkommenden Wände stehen? Psychische Probleme? Wirtschaftskrise? Krieg? Was Verzicht auf Party da helfen soll, ist mir schleierhaft.

Zitat:

Lustfeindlich ist ja ein sehr negatives Wort...irgendwo bin ich das vielleicht...der Ekstasen bezüglich sicherlich, doch ich hatte ja betont, dass ich selber gerne auch mal entspanne...und ohne jeden Zweifel ist das sehr wichtig.

Das Wort war auch negativ gemeint. Zunge raus
Klar entspannst du auch gerne. Es wäre auch vollkommen unglaubwürdig, wenn irgendjemand hier behaupten würde, 24 Stunden jeden Tages den oft herbeizitierten armen Kindern in Afrika zu widmen. Wie du deine Freizeit verbringst, ist natürlich auch deine Sache. (Ich persönlich bevorzuge ja i.d.R. auch eine gemütliche Runde gegenüber einer großen Menge mir unbekannter Menschen.) Was mich nur wundert ist, dass du die Frage, ob man einer prinzipiell harmlosen Freizeitbeschäftigung nachgeht oder nicht, zu einer moralischen Frage erhebst. Klar kann ein Mensch nicht die Welt verbessern, während er auf der Tanzfläche steht (höchstens sich selbst im Sinne von Kalorien verbrennen, Hemmungen abbauen etc.), aber da mir wie gesagt höchst unwahrscheinlich erscheint, dass jemand komplett altruistisch seine gesamte Freizeit für andere opfert, ist es doch am besten, dass man ab und zu das macht, was einem am meisten Spaß macht.
Ich behaupte, auf diese Weise tut man sogar etwas für andere, weil man selber ausgeglichener und damit für seine Mitmenschen erträglicher wird.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Remus am 13.08.2012 19:03.





Unterm Strich ist das Leben gar nicht so schlecht.
___________________________________________________________________________

Stimmt, hier unten ist es ok.

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VeggiePower

burr

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13.08.2012 22:18 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

synthetische Glückseligkeit ist wohl sowas, wenn ich Lucifer da richtig verstanden habe, wie im Rausch. Sachen, die total gestört oder unlustig sind werden plötzlich lustig und machen einen froh. Da filtert sich dann immer das rudelverhalten raus. um den kumpels zu imponieren irgendwelche stärkeren menschen anmachem, und wenn diese sich nicht wehren kann man sich einen drauf wichsen dass man es dem voll verbal gezeigt hat. Wenn du glücklich wirst, ohne hilfsmittel wie alkohol oder drogen, oder sonst irgendeinem anderen unbekannten krautzeugs, dann bist du glücklich weil die anderen umstände passen, die wichtigeren, die liebe, das leben, das umfeld usw, und dann bist du nicht glücklich nur weil du schon 5 bier hattest und über ein paar schlechte witze lachst. Wenn du trotz deines miesen alltags ohne solche hilfsmittel glücklich sein kannst, ist das doch ne echte glückseligkeit oder? ^^ oder man kippt sich eben irgendwas rein und fühlt sich dann temporär glücklich, eben weil man das zeugs reingekippt hat. Finde ich persönlich irgendwie scheisse, und sogar nen stück weit selbstbetrug. Mit nem Freund zusammen lustig drauf sein weil man sich total gut versteht oder eben nur weil man schon ordentlich gesoffen hat ist irgendwo was anderes. Vielleicht im Moment des glücklich-seins nicht, aber nachher betrachtet schon, oder?


blobb

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dian
unregistriert
14.08.2012 02:14 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@ Scumdog:
Zitat:
Schonmal darüber nachgedacht, deine Werke zu "verhörbuchen"?

Ich hab mir zwar noch nie ein Hörbuch angehört, aber es scheint ja einige zu geben, die auf sowas stehen. Hmm... ich könnte mir das prinzipiell schon vorstellen, das zu vertonen, vielleicht noch mit ein paar coolen Zeichnungen versehen und dann auf Youtube hochladen. Aber wäre wohl ein ziemlicher Aufwand, das so zu machen, dass es dann auch einigermaßen meinen Qualitätsansprüchen genügen würde. Naja, vielleicht später mal, wenn mir irgendwann ganz arg langweilig sein sollte. Augenzwinkern

Zitat:
deshalb auch mal die Frage: Kann man die Bücher bei dir noch immer als Paperback ordern? Das wenige, das ich bisher gelesen habe, gefällt mir nämlich ausgesprochen gut ^^

Klar. Entweder einzeln, oder alle drei zusammen für 30 Euro. Schreib mir einfach ne Mail, falls Interesse besteht.

VeggiePower

burr

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14.08.2012 17:11 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

smilie20


blobb

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WerBinIch

Dorfkind

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14.08.2012 13:47 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat von Scumdog:
Nach dem, was ich hier im Forum gelesen habe, ist aber wohl allgemeiner Konsens, daß mit dem 'System', um mal einen abgeschmackten Terminus zu bemühen, so einiges im Argen liegt. Konsequenterweise bedeutet das, entweder für eine bessere Welt (tm) eintreten und sorgen zu wollen - und das erfordert zumindest eine geistige Revolution - oder feige zu flüchten und sich im Wald zu verstecken


Nun ja, teilweise gehen in diesem Forum ( wie in jedem anderen Forum wohl auch) die Meinungen teilweise stärker, teilweise weniger stark auseinander, wir sind eigentlich ein bunt zusammen gewürfelter Haufen, der zum Großteil von dians Videos hierher gelangt ist und sich wohl teilweise damit identifizieren kann smile

@topic
Jetzt muss ich mich auch mal zu Wort melden. Die Menschen konsumieren schon seit einer Ewigkeit Drogen, etc. das ist heutzutage nichts neues. Von mir aus kann auch jeder so viel Klebstoff schnüffeln wie er will, aber er soll es bitte BEWUSST machen. Was ich damit meine? Ich habe kein Problem mit Menschen, die neue Erfahrungen machen wollen oder sich sonst irgendwie für diese Thematik interessieren, allerdings habe ich sehr wohl ein Problem mit Menschen, die in egoistisch-primitiver Weise NUR auf das "schnelle Glück" aus sind.
Wenn sich jemand einen Scheiss um seine Mitmenschen kümmert, als Schlachtvieh immer der Herde folgt und nur an temporärem Glück interessiert ist, DAS kann ich nicht ab. Natürlich kann man jetzt argumentieren, dass jeder so leben kann wie er will, bla bla.
Aber mal ernsthaft, wer wünscht sich nicht eine Zukunft, in der alles auf freiwilliger Basis beruht, von Menschen bevölkert, die helfen, wo sie nur können, eine wunderbare Welt der Anarchie, der Philosophie, des Denkens, der Evolution.
Wenn man dann dieses primitiven Menschen sieht, die wie eingezwängt Kühe ab und an brav ihre Milch abgeben und darauf warten vielleicht irgendwann geschlachtet zu werden, das kann einem echt den Tag versauen -.-
Mit solchen Menschen wird dieser Traum nie in Erfüllung gehen, die breite Masse wird immer nur dem folgen, was andere ihr vorschreiben und aus diesem traurigen Grund wird mein Traum wohl ewig eine Fiktion bleiben.
Eigenständiges Denken...pff...das ich nicht lache -.-

Wie soll man sich selbst finden, wenn dir die Gesellschaft vorschreibt, wer du zu sein hast?
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