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Seneca
unregistriert
03.02.2009 15:35 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Diese Gleichung "Unfähig in der Schule = Lebensuntauglich in JEDER möglichen Gesellschaft" ist mir definitiv zu simpel.
Ich denke, dass etwa ganz viele von denen, die als "Zappelphillip" bezeichnet werden und in der Schule extreme Konzentrationsschwierigkeiten haben, in erster Linie mit dem künstlich erzeugten Druck nicht klarkommen.


Es besteht in Deutschland 9 Jahre Schulpflicht. D.h. spätestens ab der 9. Klasse kann sich jeder von der Schule abmelden, wenn er will. Da ist kein Druck vorhanden, dem man nicht entfliehen könnte.
Ich finde es immer wieder witzig, wie viele "Freidenker" sich über Leistungsdruck beschweren. Eine Note ist eine Zahl auf einem Blatt Papier. Wer sich von sowas banalem unter Druck setzen lässt sollte seine Einstellung mal überdenken. Zu einer gesunden Persönlichkeit gehört es auch, sich nicht unter Druck setzen zu lassen und erst recht nicht von sowas.


Zitat:
Meistens haben sie schon vom Elternhaus (was ja in gewisser Weise auch Teil des Systems ist) einen gehörigen Schaden mit auf den Weg bekommen... und anstatt dass man ihnen dafür in der Schule Verständnis entgegenbringt, um die Ursachen zu ergründen, wird dann auch noch versucht, sie durch Strafmaßnahmen zu disziplinieren.


Du hast es korrekt formuliert. Sie haben einen Schaden mitbekommen. Schäden muss man reparieren und nicht an irgendwelchen Details rumjammern, die für den Schaden nix können.


Zitat:

Oder überzeugte Einzelgänger, die zwar für sich alleine prima funktionieren würden, aber nicht im Team arbeiten wollen, werden zwangsweise mit anderen zusammengepfercht, ob sie möchten oder nicht. Dass die dann weder besonders gut lernen können noch sich sonderlich wohl fühlen, ist ja eigentlich klar.
Und das ist eines der Hauptprobleme unseres Schulsystems... dass es eben nicht auf jeden einzelnen Freak angepasst ist, sondern größtenteils auf Durchschnittskinder und deren Durchschnittsbedürfnisse. Und wer diesem Durchschnitt nicht entspricht, aus welchen Gründen auch immer, wird schnell mal nach Kriterien erzogen, die ursprünglich nicht für ihn, sondern für völlig anders gestrickte Menschen eingeführt wurden.
Ich weiß, wovon ich rede. Auf einen Schüler wie mich war auch so gut wie keine Fachkraft vorbereitet... und es war wohl mehr Glück, dass ich trotzdem einigermaßen heil durch die Schulzeit gekommen bin. Viele hatten dieses Glück nicht.


Mit diesem Abschnitt hast du natürlich vollkommen Recht @dian. Ich halte das Schulsystem an dieser Stelle auch nicht für ausgereift. Aber mich würde mal interessieren, was passieren würde, wenn man ein flexibles und individuelles Schulsystem einrichten würde. Dann würden die Leute noch mehr jammern, weil sie ihre eigenen Unzulänglichkeiten nicht mehr auf das System schieben können.
nemesus
unregistriert
re: Seneca 03.02.2009 15:56 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Aber mich würde mal interessieren, was passieren würde, wenn man ein flexibles und individuelles Schulsystem einrichten würde. Dann würden die Leute noch mehr jammern, weil sie ihre eigenen Unzulänglichkeiten nicht mehr auf das System schieben können.


An dieser Stelle möchte ich Dir wiedersprechen, Seneca.
Wenn wir weit genug gehen, glaube ich nicht, dass Kinder einen Grund hätten, zu jammern.
Auch in Hinblick auf die Thesen Alice Millers bin ich immer mehr der Überzeugung, dass Kinder mit einer spielerischen Leichtigkeit am schnellsten lernen. Sie können sozusagen gar nicht genug von neuem Stoff bekommen, wenn die Darreichungsform stimmt.

Und das ist letztendlich eine der Ideen, die hinter dem Plateau steckt. Die ersten Lehrer eines Kindes sind nicht die Schullehrer, sondern die Eltern. Die "KindesErziehung" beginnt also nicht in der Schule, noch vor der Schule, sondern bei den Eltern, BEVOR diese Kinder haben.

Wenn wir alle einen Dachschaden haben, können wir in gemeinsamer Arbeit versuchen, unsere Dachschäden zu reduzieren. Daraus resultierend werden wir alle ein gesteigertes Bewusstsein mit gesteigerten Möglichkeiten haben. So könnten sich verschiedene Gruppen bilden, bei denen die Chemie besonders stimmt, und die könnten auf einem eigenen Grundstück zusammenleben, und dafür sorgen, dass sie wenig zu tun haben, weil sie für ihre Arbeit verdammt gut bezahlt werden. Das Mehr an Zeit könnte dann in die Kinder investiert werden. Die Folge wären Kinder die spielerisch und ohne Druck eine erstaunlich hohe Intelligenz und eine erstaunlich hohe Allgemeinbildung aufwiesen. Und die könnten dann, wenn sie älter sind, IHREN Beitrag leisten, um ihren Kindern die normalen Schulen zu ersparen.

P.s.: An alle, die jetzt meinen, es sei unmöglich, die Schulpflicht in Deutschland zu umgehen. Das ist nicht wahr. Im Plateau gibt es einen User, dem die Schule erspart blieb, weil nachgewiesen werden konnte, dass sie in einem Umfeld lebte, was mehr drauf hatte, als die meisten Lehrer. - Das lässt sich sicher perfektionieren.

Gruß,
nemi
Seneca
unregistriert
03.02.2009 16:29 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Wenn wir weit genug gehen, glaube ich nicht, dass Kinder einen Grund hätten, zu jammern.
Auch in Hinblick auf die Thesen Alice Millers bin ich immer mehr der Überzeugung, dass Kinder mit einer spielerischen Leichtigkeit am schnellsten lernen. Sie können sozusagen gar nicht genug von neuem Stoff bekommen, wenn die Darreichungsform stimmt.


Das ist so schon richtig. Ich habe mich denke ich etwas unklar ausgedrückt. Ich sprach von Menschen in ihrem jetzigen Zustand. Und ich denke die würden zunächst mal gewaltig auf die Nase fallen in einem freien und individuellen System, weil sie feststellen würden, dass

1. deutlich mehr Fehler ihrem eigenen Verhalten geschuldet sind,
2. ein angenehmes Leben auch in einem freien System mit viel Aufwand und persönlicher Arbeit verbunden sein wird
3. man ohne den entsprechenden persönlichen Einsatz nicht zu dem kommt was man erreichen will.
nemesus
unregistriert
re: Seneca 03.02.2009 16:43 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Deinem letzten Post stimme ich vollständig zu.

Was mir sonst gerade noch einfällt:
Vor einigen Monaten bin ich wegen der selben Thesen aufgrund "elitären Gehabes" unity-weit virtuell gesteinigt worden. Ich finde es erfrischend, dass wir uns nicht in dieser Hinsicht im Kreis drehen. - Meine Devise war, ist und bleibt, sofern mir nichts besseres einfällt: Lieber Freiheiten für wenige, auf dass es schon bald mehr freie Menschen werden, als keine Freiheiten für niemanden, weder jetzt noch in Zukunft.

Gruß,
nemi
Seneca
unregistriert
03.02.2009 17:07 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Naja, ich denke man muss da auch weiter differenzieren. Es kommt bei all den Geschichten auch immer auf das "wie" an.

Ich lehne es zB strikt ab irgendwelche Leute bekehren zu wollen oder ihnen das Leben schwer zu machen, weil ich meine es müsste so sein. Wenn jemand sein ganzes Leben vor sich hindümpeln und es sich bequem machen will, habe ich da kein Problem damit. Auch auf Menschen, welche weniger wissen oder können will ich nicht von oben herabschauen. Ich sage dann aber auch klipp und klar, woran es liegt, wenn jemand das Mosern anfängt.

Ich habe zum Beispiel einige Freunde, die gerade den Hauptschulabschluss geschafft und mit Hängen und Würgen eine Lehrstelle bekommen haben. Die sind jetzt halt mittelprächtig qualifizierte "ehrliche" Arbeiter mit wenig Denkaufgabe. Das ändert aber nichts daran, dass sie sympathische und gute Freunde sind und ich sie sehr mag. Wieso sollte ich auf solche Leute, die ein zufriedenes Leben führen und niemandem was tun von oben herabsehen?
Dass ich diese Herrschaften nicht in meine "Denkaufgaben" miteinbeziehe versteht sich von selbst, da ist mir dann zuviel Risiko dabei. großes Grinsen
Aber letztendlich muss jeder auf seine Art glücklich werden und wenn die sich beschweren, wieso sie wenig verdienen, irgendwelche Schriftstücke nicht verstehen oder die ganze Zeit körperlich ackern müssen, dann sage ich ihnen auch offen, wieso das bei ihnen so ist und bei mir nicht und helfe ihnen natürlich auch so gut es geht. Augen rollen

Solche Menschen wird es immer geben und auch die müssen in irgendeiner Weise beteiligt werden am Kuchen.


Zitat:
Lieber Freiheiten für wenige, auf dass es schon bald mehr freie Menschen werden, als keine Freiheiten für niemanden, weder jetzt noch in Zukunft.


Mit genau diesen Sätzen holst du dir deine virtuellen Steinigungen ab @nemesus, weil sie entweder inakzeptabel sind oder so missverständlich, dass man denkt, sie wären inakzeptabel.
nemesus
unregistriert
re: Seneca 03.02.2009 17:22 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Allgemein:
Interessant wäre ja nach Deinen Beispielen mit den Hauptschülern, ob der, nach Veränderung schreiende, Mob nicht viel einschneidender wäre, sofern er denn Erfolg hätte. Ich meine, ein Grundstück mit eingen Leuten, die ihre Kinder alleine aufziehen wollen... Soviel Freiheit sollte schon drinnen sein, zumal nachweislich keine zielgerichtete Ideologie und/oder Religion (wo ist der Unterschied) dahinter steckt. Würde dagegen ein 2. oder dritter Mao kommen und sein Ding für ALLE durchsetzen, ohne, dass sich jemand entscheiden kann, wäre das für mein Empfinden freiheitsbescheidend.

Konkret zu Deinem letzten Abschnitt: Ich gehe davon aus, dass Du meine "Devise" dennoch richtig verstanden hast. Hättest Du einen Vorschlag für mich, wie ich den Inhalt "sauberer" hätte transportieren können? Wie würdest Du den Inhalt darstellen?

Gruß,
nemi

EDIT: P.s: Für die Zukunft sollten wir bei Unklarheiten vielleicht einfach mal öfter nachfragen. - Dadurch könnten wir uns vielleicht einige (Kreis)Umdrehungen ersparen...

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von nemesus am 03.02.2009 17:32.

Seneca
unregistriert
03.02.2009 18:03 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich gehe davon aus @nemesus, dass eine "klassische" Diktatur ein Deutschland nicht mehr möglich ist. Dafür hat uns die Vergangenheit zuviel gelehrt. Diktatur und Unterdrückung im Namen der Sicherheit oder auch im Namen der Freiheit oder der Demokratie sind noch möglich. Diese müssen jedoch im Gegensatz zur klassischen Diktatur ihre Rechtfertigung aufrecht erhalten, was den Beteiligten Spielraum für Aktionen lässt. Einen neuen Mao oder Hitler im klassischen Sinne schließe ich mit ziemlicher Sicherheit aus.
Dass der wildgewordene, nichtdenkende Mob ernsthaft etwas erreichen kann ebenfalls. Gerade deshalb, weil es am Denken fehlt und damit das ganze ziemlich ziellos wird.


Zitat:
Konkret zu Deinem letzten Abschnitt: Ich gehe davon aus, dass Du meine "Devise" dennoch richtig verstanden hast. Hättest Du einen Vorschlag für mich, wie ich den Inhalt "sauberer" hätte transportieren können? Wie würdest Du den Inhalt darstellen?


Problem ist, dass man bei deiner Darstellung (vorallem dem ersten Teil des Satzes) auf den Trichter kommen könnte, dass du es für legitim halten würdest die Freiheit der Massen und beschneiden und die Massen zu unterdrücken, um einer kleinen Elite das Ausspinnen ihrer Pläne zu ermöglichen.
Ich würde eher sagen: Allen Menschen sofort das Paradies zu ermöglichen ist schwierig, fangen wir doch mal klein an und bauen dann aus. Währenddessen müssen logischerweise einige weiterleben ohne in den Genuss der Vorteile zu kommen (was zumindest keine Nachteile gegenüber dem jetzigen Zustand mitbringt!).
dian
unregistriert
03.02.2009 18:22 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@ nemesus:
Freut mich sehr, dass du es jetzt wieder etwas konstruktiver angehen lässt... und ich hoffe, dass auch andere deinem Beispiel folgen und wir hier in Zukunft wieder vermehrt über Sachthemen diskutieren, anstatt Seiten damit zu füllen, wer wen warum nicht leiden kann.

Zitat:
Wenn das Schulsystem schlecht ist, was können dann Plattformen wie die Unity tun, um diese Ungerechtigkeit, zumindest später, zu reduzieren, oder gar umzukehren?

Ich sehe das größte Problem darin, den vielen Menschen da draußen, die oftmals mit ihrem Leben unzufrieden sind, jedoch dafür nicht selten die völlig falschen Ursachen verantwortlich machen, unsere Sicht der Dinge näher zu bringen.
Dafür muss man allerdings erstmal Gehör finden... das heißt, man muss den Menschen einen guten Grund geben, warum sie einem überhaupt zuhören sollten.
Und da geht der Frust bei mir eben schon so richtig los.
Wenn ich mir die meisten Menschen so anschaue, sehe ich ziemlich oft einen Ertrinkenden vor mir, der panisch mit den Armen im Wasser rudert. Doch er ruft nicht nach meiner Hilfe... und wenn ich ihm dennoch helfend die Hand reichen will, schaut er mich an und fragt: "Warum sollte ich dir die Hand geben? Bist du schwul oder sowas?"
"Na, du bist am ertrinken. Ist das nicht Grund genug?", antworte ich ihm.
"Pah! Ertrinken? So einen Blödsinn habe ich ja noch nie gehört! Jeder weiß doch, dass man sich nur erstmal an das Wasser gewöhnen muss... dann wird man schon nicht untergehen."
Also laufe ich eben kopfschüttelnd weiter, denn egal, was ich auch tue, er wird es nicht verstehen, weil er nie gelernt hat, so wie ich das Wasser zu meiden.

Es ist wirklich unglaublich frustirerend. Ich persönlich versuche, vor allem durch meine Bücher das Bewusstsein dafür zu wecken, weil ich denke, dass Bücher eigentlich ein ganz gutes Werkzeug für so etwas sind.
Doch Leute wie Phönix (und das ist leider die große Mehrheit) verstehen das nicht... vielleicht auch deshalb, weil sie im Lauf ihres Lebens die bittere Erfahrung machen mussten, dass hinter jedem Angebot, das nicht total seriös und staatlich abgesichert daherkommt, garantiert ein fieser Betrug steckt. (Menschen sind ja schließlich von Grund auf böse und werden nur durch den guten Vater Staat davon abgehalten, sich gegenseitig zu vergewaltigen und aufzuessen.)
Je weniger man ein Angebot in eine bestimmte Schublade stecken kann, desto skeptischer ist man. Und sowohl Plateau als auch Unity passen nunmal in keine der allgemein bekannten Schubladen. Leider neigen die Leute dazu, auf eine solche Tatsache jedoch nicht mit einer gesunden Neugier zu reagieren, wie es eigentlich meiner Meinung nach der Fall sein sollte, sondern in der Regel dadurch, dass sie alles, was nicht freiwillig in eine ihrer Schubladen passen will, mit Gewalt dennoch irgendwo reinpressen, damit endlich wieder Ordnung herrscht.

@ seneca:
Zitat:
Ich finde es immer wieder witzig, wie viele "Freidenker" sich über Leistungsdruck beschweren. Eine Note ist eine Zahl auf einem Blatt Papier. Wer sich von sowas banalem unter Druck setzen lässt sollte seine Einstellung mal überdenken. Zu einer gesunden Persönlichkeit gehört es auch, sich nicht unter Druck setzen zu lassen und erst recht nicht von sowas.

Völlige Zustimmung hierzu!
Aber erzähl das nicht mir... erzähl das den Familien, in denen wegen schlechter Noten Türen zugeschlagen und wüste Verschimpfungen ausgestoßen werden. Erzähl das den unzähligen Kindern, die heulend im Bett liegen und jeden Tag ein bisschen mehr zu Grunde gehen.
Ich halte mich selbst für jemanden, den so schnell nichts erschüttert, und der schon als kleines Kind einen verdammt starken Willen hatte.
Dennoch ist es selbst mir damals schwer gefallen, meinen eigenen Weg zu finden, und mir nicht von anderen irgendeinen Weg vorsetzen zu lassen.
So lange du geistig noch komplett im System drin steckst, ist der Druck wirklich unglaublich hoch. Alternativen bekommst du kaum zu Gesicht.
Das einzige, was ich als Teenager von der linken Szene bzw. über Anarchie wusste, war das Bild, das sie einem in den Medien präsentieren. Gewaltbereite, stinkende Chaoten, deren Musik nicht meinem Musikgeschmack entspricht. Damit wollte ich nunmal überhaupt nichts zu tun haben. Eher wäre ich damals Nazi geworden.
Dass ich im Grunde meines Herzens Anarchist bin und eigentlich auch schon immer war, habe ich mir dann erst später selbst erarbeitet.
Ich denke, um das zu tun, muss man aber schon eine extreme Persönlichkeit haben, die auf sämtliche Assimilierungsversuche in den Jahren zuvor instinktiv ablehnend reagiert... und das kann man nunmal von einem normalen Menschen nicht erwarten.
Deshalb finde ich, muss man ihnen zur Hand gehen. Davon, die Schule einfach abzuschaffen, rede ich ja gar nicht. (auch wenn ich persönlich kein Problem damit hätte. )
Es geht erstmal vor allem um das Schaffen von Bewusstsein... darum, alternative Ideen zugänglicher zu machen, so dass man eben nicht nur irgendwann zufällig darauf stößt, sondern unvermeidlich.
Langfristig kann und sollte das zu einer Abschaffung der Schulpflicht führen. Aber soweit sind wir noch lange nicht. Man kann im Grunde überhaupt nicht ernsthaft über die Abschaffung der Schulpflicht diskutieren, so lange noch das materielle Erfolgsdenken so tief in den Köpfen der Leute drin steckt wie heute.
Wenn alle Menschen die von dir als banal bezeichnete Erkenntnis "Eine Note ist eine Zahl auf einem Blatt Papier" verinnerlicht hätten, wäre auch die Schulpflicht weitaus weniger problematisch.
Nur wie bringt man sie dazu, das zu verstehen?
Seneca
unregistriert
03.02.2009 18:48 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich bin grundsätzlich ein Befürworter der Schule als Bildungseinrichtung. Dies hat ganz einfach den Grund, dass es Sinn macht, dass Kinder von Spezialisten etwas lernen. Ein Mathelehrer kann idR besser Mathe als die Eltern daheim und kann damit fachlich mehr beibringen. Dass die Schule reformbedürftig ist steht außer Frage.
Die Befürchtung, die ich habe ist halt, dass sich eine gewisse Mittelmäßigkeit breitmachen wird, wenn man die Dinge zu "lasch" handhabt. Mittelmäßigkeit in dem Sinne als dass es in den einzelnen Bereichen keine Spitzen mehr gibt. Einer Gesellschaft tut es nämlich durchaus auch gut, wenn sie (eventuell unter harten Bedingungen ausgelesene) Spezialisten hat. Klassisches Beispiel mal wieder: Wenn ich mein Auto in die Werkstatt bringe, dann möchte ich nicht, dass es von jemandem repariert wird, der das nur deshalb macht, weil er früher die Spielzeugautos so toll fand, sondern dann darf das ruhig jemand sein, der sich Prüfungen und Benotungen gestellt und sich als fähig erwiesen hat.
nemesus
unregistriert
re: Seneca / Dian 03.02.2009 18:55 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@Seneca:
Danke für Deine "Formulierungsilfe", die empfand ich wirklich als sehr gelungen.

@dian:
Als erstes: Erinnerst Du Dich an den Thread >>Versuch<< im geschlossenen Bereich des Plateau? Ich hatte damals versucht, mit allen Beteiligten einen Konsens zu finden. Dieser Thread hier, so, wie er bis jetzt verläuft, gibt mir Hoffnung, zumindest die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass ein solches Unterfangen auch realisierbar ist. Vielleicht gehört dazu ein wenig Geduld und das Aushalten von Schlägen, und "Gutwillen", also den Wunsch auch verstehen zu wollen, selbst wenn der Autor ungeschickt sein sollte, ab und an. *g*

Nun gut, dian, Du wolltest ein Mehr an Sachthema und Senecas letzter Post gibt mir einen Anlass, etwas Neues hier einfliessen zu lassen. Es war eines der kurz angerissenen Diskussionsthemen, die ich mit FarbigeWelt hatte. Es ging um einen Spektrum-Der-Wissenschaft-Artikel der aktuellen Ausgabe:

Thema: Glück ist ansteckend.
Laut Spekrtum wurden in einer Studie 5000 Mitglieder einer Community dazu veranlasst, ihr "gefühltes Glückslevel" von 1 bis 4 selbst einzuschätzen.
Das erstaunliche Fazit: Das Glück der einzelnen Personen pflanzte sich weit stärker über das Netzwerk fort als das Unglück.

Stellen wir uns also eine kleine aber sehr glückliche Gemeinschaft vor, bei der jede Person der Gemeinschaft noch ausserhalb Freunde hat. - Dann würde sich das Glücksempfinden auch noch in den äusseren Auslegern ausbreiten.

Anders formuliert: Eine kleine Welt innerhalb einer großen Welt wäre unter diesen Umständen nicht nur Keine Last für die große Welt, sondern ein Segen.

Damit aber nicht genug. Meine Idee von einer kleinen Welt in der Grossen sieht noch eine Art Zwischenwelt vor. Sie dient dem Training a) für Menschen die gerne in die kleine Welt wollen, aber noch nicht können. b) als Schutz für jene, die schon in der kleinen Welt sind, damit sie nicht zerstört wird. Ich erinnere nur an User Spock, dem viel eher mit eingeschränkten AdminRechten (nämlich nur in seinem Bereich) geholfen gewesen wäre. (Zwischenwelt)

P.s.@Seneca: Ich glaube übrigens schon noch, dass ein neuer Hitler oder ein neuer Lenin oder was auch immer in dieser Kategorie Möglichkeiten hätte, einen Teil der Welt zu zerstören. Das liegt daran, dass die Mechanismen, die diese Menschen ausnutzen, noch nie wirklich anständig behoben wurden. Auch hier ist es wieder Alice Miller, die einige klare Gedanken zum Thema verfasst hat. Aber auch das
Milgram-Experiment und die Rote_Khmer zeigen die Gefahr recht deutlich.

Edit: Nachtrag zu Deinem letzten Post:
Die Lernfähigkeit von Kindern ist zwischen 0-5 am höchsten. Natürlich kommt es ersteinmal darauf an, dass Kinder anderes an geistiger Nahrung präsentiert bekommen, als Mengenlehre. (Obgleich Kinder schon viel früher Socken einander zuordnen können. (deutlich vor Vollendung des 5.Lebensjahres)) - Egal: Wenn Menschen sich wirklich verbessern, sollten sie doch IN ALLEN FÄCHERN die Fähigkeiten eines heute üblichen Grundschullehrers bei weitem übertreffen.

Edit II:
Ich weise aber nocheinmal daraufhin, dass IN DIESER ZEIT die Schulpflicht und deren Vor- und Nachteile, meines Erachtens, gar nicht ernstlich zur Debatte steht. Es geht doch eher darum, zunächst eine Alternative zu bauen. Danach hätte man dann auch mehr in der Hand, die Schulpflicht zu verändern.

Gruß, Nemi

Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von nemesus am 03.02.2009 19:24.

dian
unregistriert
04.02.2009 18:30 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@ nemesus:
Zitat:
Damit aber nicht genug. Meine Idee von einer kleinen Welt in der Grossen sieht noch eine Art Zwischenwelt vor. Sie dient dem Training a) für Menschen die gerne in die kleine Welt wollen, aber noch nicht können. b) als Schutz für jene, die schon in der kleinen Welt sind, damit sie nicht zerstört wird.

Ja, soweit habe ich das schon verstanden.
Ich glaube nur, dass wir nicht EINE kleine Welt bräuchten, sondern viele kleine Welten, die untereinander vernetzt sind, aber nicht irgendeiner Gleichschaltung unterliegen.
Bei dir kommt es immer ein wenig so rüber, als ob es ein objektives Ideal menschlicher Entwicklung gibt, das ein jeder von uns anzustreben hat.
Ich denke, Menschen sind zu verschieden, als dass sie alle in das selbe Schema passen.
Und ich denke auch nicht, dass jeder mit jedem gleichermaßen gut harmonieren wird, wenn wir alle nur erst mal genügend weit entwickelt sind.
Wenn wir alle reif sind, wird zweifellos jeder mit jedem einigermaßen gut auskommen und gelegentlich zusammenarbeiten können. Aber es gibt eben doch noch ganz individuelle Dinge, die du eben nicht so ohne weiteres auf einen Nenner bringen kannst.
Wie willst du beispielsweise den Musikgeschmack der Menschen optimieren bzw. angleichen?
Ich denke nicht, dass es bei soetwas ein Optimum gibt. Es unterliegt letztlich einfach dem persönlichen Geschmack, ob ich lieber Punk oder Klassik höre. Man kann nicht objektiv sagen, das eine ist besser als das andere.
Und entsprechend verhält es sich auch mit den Interessen der Menschen, mit ihren Vorlieben und Abneigungen.
Es wird immer, auch unter aufgeklärten Geistern, Antipathien und Sympathien geben... Menschen, die miteinander zurecht kommen, und Menschen, die einander nur wenig zu sagen haben, und deshalb besser nicht beide im selben Projekt mitarbeiten sollten, auch wenn jeder für sich genommen dafür geeignet wäre.
Warum suchst du immer noch verkrampft nach einer Art Formel, wie man möglichst jeden soweit optimieren kann, dass am Ende alle in den selben Topf passen?

Engel des Süden

Engelskind im Exil

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04.02.2009 22:54 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Und bei dem Thema viele kleine Welten ist es doch am einfachsten wir fangen bei der kleinsten möglichen Welt an großes Grinsen

Bei genau der Person, die vor dem PC sitzt und das hier liest.

Wenn diese Kleinstwelt erst einmal eine gefühlte und gelebte ausgeglichene Waagschale hat, geht das finden von weiteren Menschen einfacher.

Um das Gleichgewicht im eigenen Leben zu finden, wäre es sinnvoll seine Ansprüche und damit Forderungen an andere auf NULL zu setzen.

Warum ?

Weil es scheissegal ist was andere machen, wenn man sein Ziel hat. Als Anarchist sage ich, es muss auch kein löbliches, ehrenwertes oder hohes Ziel sein, sondern ein Ziel das man 24 Std. jenes macht, was einen Spass macht.

Die Schuld in andere zu packen ist sicherlich der einfachste Weg, sei es durch
- die anderen hindern mich (tun sie das oder lässt man sich verhindern?)
- die anderen wollen dieses und jenes (ja und man selber auch ?)
- die anderen sind zu dumm (ja und, was schadet es Dir ?)
- .....

Einzig und alleine nichts verändern zu wollen und doch alles, lässt uns oft hängen.

ANSPRÜCHE ?

"Ich möchte nicht in dieser Gesellschaft leben, aber ich brauche mein EGO" ist doch eine weitverbreitete Lebenslüge.

- mein Haus , mein Auto, meine Yacht für die einen
- mein Internet, meine Games, meine wichtige Meinung für die andern
- ......
Alles das selbe.

Macht oder Besitz - alles nur Egokrempel, "vererbt" durch die Eltern.

Und es gibt noch Nischen, vielleicht nicht an dem Ort wo man ist, vielleicht nicht mit den gleichem Umfeld, vielleicht nicht mit den gleichen "Luxus" den man gerade hat. Aber es gibt bestimmt Möglichkeiten SELBSTBESTIMMT zu Leben. Mit anderen Menschen mit anderem "Luxus" oder auch demselben.

Glücklich werden und sein ist mein Ziel. Und ich musste für mich feststellen, das es schei***egal ist wer, was, wieso oder auch nicht macht.

Nur ich selber kann etwas daran ändern, wenn es Leute gibt, mit denen man ein Stück gemeinsam gehen kann, weil ihr Teilstück auf dem selben Weg liegt - PRIMA.

Aber sich die Leute so hinzubiegen, dass sie mit einen mitgehen kann doch nicht der Ernst einer anarchistischen Philosophie sein, bzw die Mainstreammeinung in einem angegliederten Forum.

Lasst die Leute wie sie sind (Dian hat da den ganz richtigen Ansatz) wenn es eure Begleiter werden schön, wenn nicht, dann ist das auch ok.

Ob in diesem Forum die Welt verändert wird ? Bestimmt
Ob das für jeden Sichtbar ist - nicht unbedingt.

Ist das wichtig ???

Wenn hier ein User, zwei oder 100 lesen rausgehen und ein Stück andere Ansichten, die ihnen helfen mitnehmen ist das ein Erfolg.
Die brauchen nicht einen Satz schreiben, die Welt verändert sich. Und wenn jemand schreibt ist das auch gut, da können andere User selbstreflektieren.

Aber bitte macht Erfolg nicht von --- mein Auto, mein Haus, meine Yacht - fest, nichts anderes ist solch ein Bewertungmaßstab für eine Philosophie. Damit hängt man wieder in den Strukturen, die die meisten hier bemängeln und als Kopie der Eltern titulieren. Und ja wir sind Kopien unseres Umfeldes, mehr oder weniger.

Also auf gehts, wenn man da raus will, muss man es selber machen und nicht ERWARTEN das es andere machen oder einen helfen. Wenn es so ist ist es schön, trotzdem ist es der Weg jedes einzelnen und da hilft einem keiner und doch alle. Die Welt ist wie sie ist, sie zu verändern ist natürlich edel, aber nehmt Leute mit wenn sie wollen, wenn nicht dann ist es auch so.

Der Leidtext von Nena ist da sehr schön (auch wenn man über Musik streiten kann)

Willst Du mit mir gehen ? Willst Du ?
Ich geh 2 Schritt nach vorne und geh nicht mehr zurück.
Und wenn du nicht mit mir gehen willst, dann nehme ich dich nicht mit.

Denkt , mal drüber nach wenn ihr Lust habt. Obwohl zuviel denken ein ganz großes Hinderniss ist Augenzwinkern es lenkt vom tun und leben ab.

So Roman erst einmal zu Ende Augenzwinkern


eDIT hat mal den text lesbarer gemacht und ein zwei sachen eingefügt.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Engel des Süden am 04.02.2009 23:07.



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nemesus
unregistriert
re: 05.02.2009 01:09 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Vorweg: Während mir Seneca in seinen letzten Posts das Gefühl gab, mich verstehen ZU WOLLEN, habe ich in Deinem letzten Post, dian, leider den Eindruck, als WOLLTEST Du mich GEZIELT MISSverstehen. Es wirkt auf mich als wolltest Du Deine "Weltsicht" retten, und zwar unabhängig davon, ob sie haltbar ist, oder nicht. Das finde ich bedauerlich. Der darauf folgende Post von Engel ist mir viel zu arne, als dass ich lange darauf eingehen wollte, sorry.

Zitat:
Ich glaube nur, dass wir nicht EINE kleine Welt bräuchten, sondern viele kleine Welten, die untereinander vernetzt sind, aber nicht irgendeiner Gleichschaltung unterliegen.

Wie viele hättest Du denn gerne? 100 ? Angenommen, wir bräuchten pro kleiner Welt 10 0000 Legosteine für den Aufbau...(Legosteine kann man ja immer so schön VERSCHIEDEN und INDIVIDUELL zusammensetzen) Nehmen wir weiter an, durch 1x Jahrzehnt langes Bemühungen hätten wir annähernd 10 000 Legosteine. Sollte man nun jeweils 100 Steine an den Teil der großen Welt legen, wo eine kleine entstehen soll? Dann hätten wir ja nach 1000 Jahren gleich 100 kleine Welten, die sicher untereinander vernetzt sein könnten. Und das ist der Grund, lieber dian, weshalb ich mich im Startseitentext des Plateau (der Dir so gut gefallen hat) von SciFi distanzierte. Wenn ich schon hart für etwas arbeite, dann möchte ich auch den Erfolg erleben. Es wäre mir ein zu schwacher Trost, dass mein 20igster UrEnkel was davon hätte.

Zitat:
Bei dir kommt es immer ein wenig so rüber, als ob es ein objektives Ideal menschlicher Entwicklung gibt, das ein jeder von uns anzustreben hat. Ich denke, Menschen sind zu verschieden, als dass sie alle in das selbe Schema passen.

Mein lieber dian, dafür, dass Du so gegen Gleichschaltung bist, ticken viele der Menschen in diesem Forum aber verdammt gleich. - Übrigens mehr oder weniger wunderschön abzulesen an den Flauten und Flachheiten vieler Beiträge vergangener Tage und zuweilen auch der Gegenwart. Abgesehen davon finde ich, dass Du Deinen Individualismus-Krampf bei WEITEM übertreibst. Laut UNO umfasste die Weltbevölkerung Anfang 2009 rund 6,75 Milliarden Menschen. Im GROßEN und GANZEN habe ich aber bisher NICHT von annähernd 7 Milliarden Schulmedizinen und Psychologien gehört. Ist mir etwas entgangen?

Zitat:
Wenn wir alle reif sind, wird zweifellos jeder mit jedem einigermaßen gut auskommen und gelegentlich zusammenarbeiten können. Aber es gibt eben doch noch ganz individuelle Dinge, die du eben nicht so ohne weiteres auf einen Nenner bringen kannst.

Ich zitiere mich selbst aus einem Post IN DIESEM Thread(nur wenige Posts von Deinem entfernt):

Zitat:
Wenn wir alle einen Dachschaden haben, können wir in gemeinsamer Arbeit versuchen, unsere Dachschäden zu reduzieren. Daraus resultierend werden WIR ALLE ein gesteigertes Bewusstsein mit gesteigerten Möglichkeiten haben. So könnten sich VERSCHIEDENE GRUPPEN bilden, bei denen die CHEMIE BESONDERS STIMMT, und DIE KÖNNTEN auf einem EIGENEN GRUNDSTÜCK zusammenleben, und dafür sorgen, dass sie wenig zu tun haben, weil sie für ihre Arbeit verdammt gut bezahlt werden. Das Mehr an Zeit könnte dann in die Kinder investiert werden. Die Folge wären Kinder die spielerisch und ohne Druck eine erstaunlich hohe Intelligenz und eine erstaunlich hohe Allgemeinbildung aufwiesen. Und die könnten dann, wenn sie älter sind, IHREN Beitrag leisten, um ihren Kindern die normalen Schulen zu ersparen.


Der letzte Satz könnte übrigens auch interpretiert werden mit: >>DIE KINDER könnten NEUE, EIGENE KLEINE WELTEN aufbauen.<<

Abschließend: Gesteigertes Interesse an Wissensbereichen, Sportarten, Künsten, Techniken, Religionen und Kulturen machen uns INDIVIDUELL. Das Patentrezept, dass diese Dinge an EINEM ORT gelebt werden können, HEISST TOLERANZ, das WISSEN WIR spätestens seit Leonardo Da Vinci, aber eigentlich schon seit der griechischen Antike, bzw. seit ALEXANDRIA. Diese ganze Dinge müssen GELERNT werden, damit sie GELEBT werden können. LERNEN UND DENKEN gehen HAND in HAND.
Spätestens seit SPEKTRUM DER WISSENSCHAFT Januar 2007 SOLLTEST DU als DIDAKTISCH INTERESSIERTER MENSCH wissen, dass überragende geistige Fähigkeiten durch ein PATENTREZEPT gebildet werden können.

Gruß,
nemo

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von nemesus am 05.02.2009 01:13.

Hansi
unregistriert
05.02.2009 01:24 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Können sie nicht, wer das Gegenteil behauptet feiert den "Arier reloaded", vom Gegenteil konntest du mich bisher noch nicht überzeugen.

Xoc

lol

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05.02.2009 02:01 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Es gab schon immer Minderheiten denen es prächtig ging, egal wie es dem Rest ging.
Das Problem ist nicht, dass es diese Minderheiten Heutzutage nicht mehr gibt.
Nemesus Problem ist, dass er nicht dazu gehört.
Das Problem vom Rest der Welt ist, dass es nur Minderheiten sind.
Und daran ist der Rest nicht gerade unschuldig.

"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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nemesus
unregistriert
Apropos im Kreis drehen... 05.02.2009 04:26 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich finde es ziemlich beachtlich, dass schon wenige, qualitativ höherwertige, Posts ausreichen, um wieder den üblichen, banalen, Dreck anzuziehen.
Um den Thread so rein, wie mir möglich zu halten, habe ich die beiden letzten "Posts" in meinem
Huldigungsschrein beantwortet.

N.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von nemesus am 05.02.2009 04:32.

Hansi
unregistriert
05.02.2009 09:47 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Find meine Meinung geil oder verrecke zu "dreckiger" Abschaum fuerer . Es wäre schön wenn du zur Abwechslung mal wirklich auf meine wirklich ernst gemeinten Bedenken eingehen würdest anstatt mich für jede Kritik zu beleidigen.
Seneca
unregistriert
05.02.2009 18:47 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich heiße zwar nicht nemesus, aber ich gehe trotzdem auf deine Kritik ein @hansi.

Es geht NICHT darum (auch wenn es zugegebenermaßen leicht zu missverstehen ist) eine Elite auf Kosten der restlichen Masse aufzubauen und dieser dann den eigenen Willen aufzuzwingen und alle gleichzuschalten.
Es geht darum, dass man wenn man etwas ändern will und die Menschheit besser bzw. den Menschen das Leben besser machen möchte, das man eben irgendwo mal anfangen muss, denn allen sofort auf einen Schlag ein tolles neues Leben zu verschaffen, ist eben schwierig. Und da ist es eben recht naheliegend bei einer kleinen Gruppe mal anzufangen und das ganze dann auszubauen.

Ich sehe da durchaus auch Schwierigkeiten in der praktischen Umsetzung, aber das, was @nemesus will ist vom Prinzip her das gleiche, wie ihr auch wollt: Der Aufbau einer neueren gerechteren Gesellschaft zunächst in kleinen Aussteigergruppen. Ob es später gelingt alle (freiwillig!) unter einen Hut zu bringen ist Philosophiesache. Die einen sagen die Menschen sind grundverschieden und es geht nicht, die anderen sagen es geht, da gibt es keine 100%ige Wahrheit in der Hinsicht.

Ich lege dir @nemesus und allen anderen, die es noch nicht gelesen haben zur Lektüre dringend Dycamart nahe. http://www.renegadenation.de/dycamart/Index.html
Hansi
unregistriert
05.02.2009 19:15 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Ich sehe da durchaus auch Schwierigkeiten in der praktischen Umsetzung, aber das, was @nemesus will ist vom Prinzip her das gleiche, wie ihr auch wollt: Der Aufbau einer neueren gerechteren Gesellschaft zunächst in kleinen Aussteigergruppen. Ob es später gelingt alle (freiwillig!) unter einen Hut zu bringen ist Philosophiesache. Die einen sagen die Menschen sind grundverschieden und es geht nicht, die anderen sagen es geht, da gibt es keine 100%ige Wahrheit in der Hinsicht.


Wenn er das wirklich nur so meint, dann find ich das jetzt eher sehr naiv, immerhin leb ich in soner kleinen Gruppe und ich glaub son Typ wie @Nemesus wäre einer der ersten der irgendwo bei den anderen aneckt (das soll jetzt KEIN Angriff sein, sondern lediglich meine Sicht auf die Dinge). Selbst wenn man sich noch so gut versteht, irgendwann gibt es doch mal ne Meinungsverschiedenheit und wenn man dann abgekapselt in seiner eigenen kleinen Welt lebt, dann können die kleinsten Lappalien schon total aus dem Ruder laufen, ich glaube das bringt dieses leben auf relativ engem gemeinsamen Raum einfach mit sich.

Engel des Süden

Engelskind im Exil

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06.02.2009 02:38 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Fällt Euch eigentlich auch inhaltlich was ein oder darf es noch ein wenig Streit sein Augenzwinkern oder war mein Post soooooo uninteressant.

Beissende Hinde bekommt man leichter auseinander - von denen geht man allerdings auch aus das sie in dieem Zustand keine Form der Reflexion mehr kennen.

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Meine Posts erheben keinen Anspruch auf universelles Wissen.
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verwerfe was Du willst.
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