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Zum Ende der Seite springen Hartz IV  
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 RE: Hartz IV quaid 30.07.2008 22:45
 RE: Hartz IV Eastwood 31.07.2008 10:38
 RE: Hartz IV Arne Kroger 01.08.2008 02:28
 RE: Hartz IV quaid 31.07.2008 23:13
 RE: Hartz IV Leberkrebs 02.08.2008 18:06
 RE: Hartz IV quaid 01.08.2008 02:55
 RE: Hartz IV Arne Kroger 01.08.2008 03:18
 RE: Hartz IV MAUS 01.08.2008 11:09
 RE: Hartz IV quaid 02.08.2008 23:18
 Nö!! Leberkrebs 03.08.2008 00:34
 RE: Hartz IV quaid 03.08.2008 23:50
 RE: Hartz IV Arne Kroger 04.08.2008 03:47
 RE: Hartz IV Leberkrebs 04.08.2008 03:12
 antwort an quaid Leberkrebs 07.08.2008 20:05
 RE: Hartz IV Arne Kroger 08.08.2008 01:43
 RE: Hartz IV Hansi 08.08.2008 12:09
 RE: Hartz IV Leberkrebs 08.08.2008 02:28
 RE: Hartz IV MAUS 08.08.2008 08:38
 RE: Hartz IV Arne Kroger 09.08.2008 04:27
 RE: Hartz IV Leberkrebs 08.08.2008 18:59
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quaid

their law


30.07.2008 22:45 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

back to topic

kennt jmd die hartz 4 regelsätze?
und wie ist das..sollten die regeln nicht mal verschärft werden, sodass jeder gezwungen ist, sich eine arbeit zu suchen, da ansonst kürzungen vorgenommen werden?
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Eastwood
unregistriert
31.07.2008 10:38 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Hartz IV wurde doch an Rentenerhöhung angepasst. Momentan sans 351 smile

@Hansi

Der richtige Spruch lautet:
"Hartz IV Hartz IV
Wer bezahlt mein Bier?"
Arne Kroger
unregistriert
01.08.2008 02:28 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Auch für die Wohnung wird nur eine Pauschale bezahlt, ggf. kannst Du auch die Miete nicht zahlen bzw. Deine Heizkosten.
Darüber wird nicht nachgedacht, wie man dann leben soll. Das interessiert niemanden in diesem unserem Lande.

quaid

their law


31.07.2008 23:13 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

um bis zu 100% ? also würde einem die wohnung bezahlt aber im krassesten fall würde man keinen cent dazu bekommen? darf man dann zur tafel rennen, oder wie stellen die sich das vor :-?
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Leberkrebs
unregistriert
02.08.2008 18:06 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von quaid
um bis zu 100% ? also würde einem die wohnung bezahlt aber im krassesten fall würde man keinen cent dazu bekommen? darf man dann zur tafel rennen, oder wie stellen die sich das vor :-?


Irrtum1 100% bedeutet das auch die Miete nichtmehr gezahlt wird.
Du bekommst 3 Monate dann überhaupt keinen Cent Geld.
Wenn Du dadurch draufgehst, interessiert es den Staat nicht.
Mit so einer 100%-Kürzung ist dieser Typ in Speyer verhungert.
Motto: Du malochst als Sklave, oder Du verreckst!

Zu der letzten Meldung aus Bonn, über die Kritik des Bundesrechnungshofes:
Damit erweist man Arbeitslosen einen Bärendienst.
Mehr Personal im Jobcenter, bedeutet aus meiner Erfahrung als Betroffener: - mehr Psychoterror gegen Arbeitslose
- mehr Schikanemaßnahmen
- mehr Vorladungen zum Kreuzverhör bei Sachbearbeitern
- mehr Sanktionen

Arbeitsplätze werden dadurch bestimmt keine vermittelt, weil es sie einfach nicht gibt.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Leberkrebs am 02.08.2008 18:16.


quaid

their law


01.08.2008 02:55 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

naja, mich wundert garnix mehr. habe auch schon gehört von einem arbeitskollegen, er solle lieber arbeitslos bleiben und sich keine arbeit suchen (wurde ihm nach seinen aussagen echt von der tante im amt so gesagt, nachdem er diverse termine wollte bei beratern)

obwohl deutschland ja immernoch eines der weltbesten sozialsysteme haben soll..muss ja was dranne sein wenn soviele menschen verschiedenster kulturen sich hier so gern niederlassen großes Grinsen
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Arne Kroger
unregistriert
01.08.2008 03:18 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Deutschland macht die beste Propaganda, was sich selbst betrifft, das muss ein Exportweltmeister machen, damit man seine Produkte kauft.
Die können ja schlecht sagen, dass hier sowieso alles den Bach runter geht.

Mit dem Image von Tuka-Taka-Land wird man nicht Exportweltmeister.

MAUS

Too old to die young

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01.08.2008 11:09 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Leberkrebs
Ja, das war es mal bevor Hansi wieder seine Provokationen dazu geben musste. Wer mich auch nur etwas kennt, weiß das ich das Thema Hartz-IV niemals sabotieren würde.

Daß Du den Thread hier nicht bewußt sabotierst ist mir auch klar, aber im Eifer des Gefechts kann man ja schon mal vergessen, wo man sich gerade befindet, und ich wollte das nur kurz in Erinnerung rufen, bevor die 10 Seiten gegenseitiges Gepöbel voll sind, und kein Mensch jemals wieder in den Thread guckt, da eh keiner mehr Infos erwartet Augenzwinkern

Zitat:
Original von Hansi
Und ansonsten tuts mir leid wenn ich hier mal wieder off-topic gehe, böser @Hansi *selberhau*

großes Grinsen gute Idee


So und nun mal wieder Infos...


Arbeit und Soziales
Berthold Brecht: „Wär’ ich nicht arm, wärst du nicht reich"
Selbstbedienungsladen Deutschland
Von Hans-Dieter Hey


Der Amtseid von Bundeskanzlerin Angela Merkel, den Wohlstand des deutschen Volkes zu mehren, war offensichtlich keinen Pfifferling wert. Seit Jahren geht es mit unseren Einkommen und damit dem Wohlstand bergab. Es gäbe nichts mehr zu verteilen, heißt es. Der Bericht über die Lebenslagen der Menschen in Deutschland macht die Schieflage deutlich. Doch wo das schöne viele Geld geblieben ist, darf offenbar niemand fragen. Und Vorschläge, wie man's besser machen kann, sind nicht erwünscht. Die würden nämlich eine Umverteilung von Oben nach Unten zur Folge haben.

Inflationsprofiteure

Der jetzt beendete und bisher längste Tarifkonflikt im Einzelhandel hat drastisch deutlich gemacht, worum es geht. Nach 18monatiger Verhandlung haben die Beschäftigten in Baden-Württemberg durch schwache Arbeitskämpfe magere drei Prozent herausgeholt. Auch im Bundesdurchschnitt sind die Löhne um drei Prozent gestiegen, das ist weniger als die Inflationsrate von 3,3 Prozent im Juni 2008, und manche sprechen bereits von 4 Prozent. In der Lohnentwicklung lag Deutschland für die Jahre 2000 bis 2007 sogar am vorletzten Ende der europäischen Skala. Real sind die Löhne in diesem Zeitraum um fünf Prozent gesunken.

... Wer erinnert sich nicht an die Schockwirkung der Preiserhöhungen für Milchprodukte im vergangenen Jahr von bis zu 40 Prozent oder für Brötchen mit über 6 Prozent. Seit letztem Jahr sind die Preise für Getreide und Brot um 9 Prozent gestiegen.

Die Preiserhöhungen für Lebensmittel wurden damit begründet, dass die weltweite Nachfrage nach deutschen Lebensmitteln gestiegen sei. Dahinter steckt jedoch eine gnadenlose Abzocke über die Börsen, die weltweit auf den Hunger spekuliert. Doch inzwischen sind die Löhne bei uns unter Berücksichtigung des Kaufkraftverlustes derart abgesackt, dass die Einzelhandelsumsätze einzubrechen drohen und das Absahnen vorbei scheint. Der gewinnverwöhnte ALDI-Konzern fängt an zu zetern und bei Neckermann drohen bereits Entlassungen.

Gewinnsucht

Eine weitere Begründung für die Preissteigerungen sind die horrend steigenden Energiekosten. Von 2007 bis heute sind laut Angaben des Statistischen Bundesamtes die Preise für Heizöl um 57 Prozent, für Benzin und Diesel 12 Prozent und für Strom um 7 Prozent gestiegen. Von Februar bis März 2008 stieg Erdöl um 44,3 Prozent und Kraftstoff um 14,4 Prozent. Nach Angabe von Verbraucherschützern dürften in der nächsten Zeit Hunderttausende ihre Strom- und Gasrechnung nicht mehr bezahlen könne. Die Rede ist auch von 50.000 Betrieben, die deswegen in existenzielle Not geraten könnten. Ohne Not kündigen indessen die Versorgungsbetriebe weitere Preissteigerungen an. ... bis zu 70 Prozent der Preissteigerungen im Ölmarkt sind Folge von grenzenlosen Spekulationen.

Beide Preissteigerungsgründe weisen auch auf ein offenbar gottgewolltes Gesetz: Steigende Nachfrage bei Lebensmitteln oder Ölprodukten führen zwangsweise zu höheren Preisen. Doch dahinter verbirgt sich nicht nur die grenzenlose Gier der Ölmultis, sondern auch der mächtigsten deutschen Unternehmen. Gepaart mit „krimineller Steuerflucht in Kreisen der Höchstverdiener" - so die Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik - wird seit Jahren ein riesiges Kapital angehäuft, dass zu immer größeren Ungleichheiten in der Einkommensentwicklung geführt hat. Zwischen 2000 und 2007 stieg das Volkseinkommen um nicht weniger als 20 Prozent, beziehungsweise 300 Milliarden Euro. Wegen der geringen Lohnsteigerungen blieb den Beschäftigten davon gerade mal 80 Milliarden Euro übrig. Der Rest von 220 Milliarden landete vor allem in den Schatullen Vermögender, ... Das Statistische Bundesamt weist für Jahre von 1991 bis 2007 aus, dass sich die Unternehmensgewinne und Vermögenseinkommen fast verdoppelt haben, und zwar von 345 Milliarden auf 643 Milliarden Euro. Allein die vier großen Energiekonzerne haben von 2002 bis 2006 rund 13,8 Milliarden Euro Gewinn gemacht. Während langfristig die Lohnquote seit den 1970er Jahren um zehn Prozent sank, stieg die Gewinnquote der Unternehmen in diesem Zeitraum um den gleichen Wert.

Arbeitslosigkeitsprofiteure

Wir wollen erst gar nicht reden von den Milliarden Steuererleichterungen der letzten Jahre als Geschenke an die Wirtschaft, die in regelmäßiger Penetranz gerade erneut eingefordert wurden. Die Gewinnsteigerungen waren auch das Ergebnis von skandalösen Entlassungsorgien, die uns eine 25jährige Massenarbeitslosigkeit beschert haben. Durchschnittlich wurden jedes Jahr rund 400.000 Arbeitsplätze vernichtet, die meist mit steigenden Aktienwerten kommentiert wurden, um wenigen Aktionären die Geldbeutel zu füllen. Doch nun scheint das ganze Kartenhaus ins Wanken zu geraten, weil das Wachstum einbricht. Um Umsätze und Gewinne nicht zu gefährden, wird es weitere Entlassungen geben und die Arbeitslosigkeit ansteigen.

Im April 2008 wurden 938.047 ALG-I-Empfänger, 5.145.448 ALG-II-Empfänger und 1.935.485 Sozialgeldempfänger, also insgesamt 8.027.980 Leistungsberechtigte erfasst. Allerdings werden seit der Regierung Helmut Kohl nur die geschönten Zahlen an die Öffentlichkeit weiter gegeben. Doch selbst wenn man von diesen offiziellen Zahlen ausgeht, liegt die Arbeitslosigkeit immer noch um ein Drittel höher als im Jahr 1991. ...

Und damit das Dilemma perfekt wird: 1,3 Millionen Menschen beziehen zusätzlich zu ihrem Einkommen noch Arbeitslosengeld. Inzwischen arbeiten 4,6 Millionen Menschen für weniger als 7,50 Euro die Stunde, ein großer Teil davon in Leiharbeit. 14 Prozent aller Vollzeitbeschäftigten, 23,4 Prozent aller Teilzeitbeschäftigten und 90 Prozent aller Minijobber erhalten Stundenlöhne im Niedriglohnbereich. Deutschland hat den zweitgrößten Niedriglohnbereich der Welt nach den USA. Hartz IV, und vor allem „massenhafte Niedriglöhne haben natürlich auch Folgen für das ganze Lohngefüge, das in zunehmendem Maße unter Druck gerät und nach unten ausfranst", so die Arbeitsgruppe alternative Wirtschaftspolitik. Inzwischen stehen regelmäßig eine Million Menschen in Deutschland „Schlange, um kostenlos Brot, Butter und Obst zu bekommen. Sie sind zu arm, um sich diese Lebensmittel leisten zu können", meldet Die Zeit am 26. Juni 2008. Die rot-grüne „Reform" Hartz IV war ein „entscheidender Hebel zur Verschlechterung der Arbeitsbedingungen". Profitiert haben allein die Unternehmen, da sie zu den sozialen Folgelasten dieser Entwicklung keinen Beitrag leisten.

Abzocke

Für einen schlechten Ruf haben auch die Manager bei sich selbst gesorgt. Ungefähr 5,1 Millionen Euro kassierte letztes Jahr im Durchschnitt jeder Vorstandsvorsitzende eines DAX-Unternehmens, an der Spitze Josef Ackermann mit 14,3 Millionen Euro im Jahr. Sie erhöhten ihre Einkommen im Schnitt um zwölf Prozent. Bei Infineon, Daimler, BMW, Merck oder TUI verdiente man durchschnittlich sogar 50 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. Von den meisten Deutschen wird diese Entwicklung als Skandal und unmoralische Abzocke gesehen.

Seit dem Jahr 1999 - verstärkt aber seit 2003 - wechselt das Geld mit staatlicher Unterstützung die Taschen und wurde kräftig von unten nach oben umverteilt. Das Ende der Enteignung scheint jetzt erreicht, weil sie die gesamte Binnenwirtschaft gefährdet. Und es wird immer deutlicher, dass ein Weiterführen dieses Weges nicht nur ökonomisch in eine Sackgasse führt, sondern sich auch demokratiegefährdend auswirkt.

Gewerkschaften und Wirtschaftsexperten der Memorandum-Gruppe schlagen Alarm und fordern eine Umkehr. Nur mehr öffentliche Investitions- und Beschäftigungsprogramme, ein gesetzlicher Mindestlohn, die Umverteilung des Arbeitsvolumens und eine bedarfsorientierte Grundsicherung könnten wieder zur Wohlstandssteigerung im Lande beitragen. Steuerlich sei dies durch eine Anhebung des Spitzensteuersatzes, die Rücknahme der Abgeltungssteuer und Einführung bzw. Belebung von Erbschafts-, Schenkungs- und Vermögenssteuer zu flankieren. Vor allem die Betriebe der notwendigen öffentlichen Versorgung wie die Energiekonzerne müssen in öffentliches Eigentum überführt werden.

Die Politik müsste sich auch im Kampf gegen Steuerflucht und der Stillegung von Steueroasen wesentlich deutlicher durchsetzen und sich vor allem international für die Kontrolle der Finanzmärkte, der Einschränkung von Hedge-Fonds und Privat Equity Fonds und die Einführung einer Tobin-Steuer zur Eindämmung weltweiter Spekulationen einsetzen. Doch während es bei uns drunter und drüber geht, reist Kanzlerin Angela Merkel durch die Welt, als ginge sie das alles gar nichts an. ... (HDH)

gesamter Text siehe Originalseite:
Online-Flyer Nr. 155 vom 16.07.2008
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=12636



RheinEnergie AG will Ratsbeschluss für Sozialtarif nicht umsetzen
Köln (NRhZ/DL, 18.7.) Zum Ratsbeschluss vom 13. Dezember 2007, der die RheinEnergie AG aufgefordert hat, einen Sozialtarif für Stromkunden mit Köln-Pass einzuführen, über den jährlich 500 Kilowattstunden Strom kostenlos geliefert werden sollen, hat deren Aufsichtsratsvorsitzender Prof. Rolf Bietmann erklärt, dass er davon nichts halte: „Der Staat und nicht die Energieversorger müsse den Bürgern helfen.“ Zu dieser Haltung des ehemaligen CDU-Ratsmitglieds erklärt Jörg Detjen, Fraktionsvorsitzender von DIE LINKE. Köln: „Prof. Bietmann ist vom Rat der Stadt Köln in den Aufsichtsrat entsandt worden. Er sollte Beschlüsse respektieren und dazu beitragen, dass sie umgesetzt werden. In alter Manier kocht Bietmann wieder sein Süppchen. Der Hinweis, der Staat solle das regeln, ist bizarr: Die RheinEnergie ist ein öffentliches Unternehmen zur Versorgung der Bevölkerung. Bietmann verwechselt hier privat und öffentlich.“ Im Geschäftsjahr 2007 hat die RheinEnergie AG für 500 Mio. Euro Anlagevermögen erworben. Im ersten Halbjahr 2008 wurde noch einmal die gleiche Summe investiert. Die RheinEnergie AG will auch weitere Stadtwerkebeteiligungen in den kommenden Monaten ankaufen. Detjen: "Das Unternehmen macht riesige Gewinne, aber stellt sich nicht den sozialen Problemen seiner Kunden."

Originalseite (nur solang Meldung aktuell ist):
http://www.nrhz.de/flyer/suche.php?resso...ssort_menu=News



Arbeitslosenzentren in NRW werden geschlossen
Köln (NRhZ/SALZ, 23.7.) Arbeitslosenzentren und Beratungsstellen für Arbeitssuchende in NRW sollen trotz Warnungen von Experten ab Oktober 2008 an keine Landesmittel mehr erhalten, berichtete der WDR. Die bisherige Förderung des Landes mit 4,6 Millionen Euro im Jahr soll auf Null gestrichen werden. Finanzschwache Kommunen können die Kürzung des Landes nicht auffangen. Die Folge wird sein, dass die 75 Arbeitslosenzentren und die 65 Beratungsstellen geschlossen werden. „Die Landesregierung unter der Führung von Ministerpräsident Rüttgers blinkt zwar links, fährt aber rechts und handelt zutiefst unsozial gegen die Bürger, die Hartz-IV bekommen. Weil jeder dritte Hartz-IV-Bescheid nach Schätzung von Experten Fehler enthält, müssen Arbeitslosenzentren (ALZ) und Beratungsstellen den Empfängern helfen“, erklärt dazu der SALZ Bildungskreis Köln. Dennoch habe NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) entschieden, diese wichtige Förderung zu stoppen.

Originalseite (nur solang Meldung aktuell ist):
http://www.nrhz.de/flyer/suche.php?resso...ssort_menu=News



Kritik am Missbrauch von Ein-Euro-Jobs ernst nehmen!
Bonn (NRhZ/EFD, 29.7.) - Nach dem vernichtendem Urteil des Bundesrechnungshofs, wonach Erwerbslose nur völlig unzureichend betreut werden und es einen massiven Missbrauch von Ein-Euro-Jobs gibt, fordert das Erwerbslosen Forum Deutschland sofortige Konsequenzen. Es könne nicht sein, dass jährlich eine Milliarde Euro Steuergelder für sinnlose Arbeitsgelegenheiten verschwendet werden, während in den Job-Centern zu wenig Personal beschäftigt sei, dass dazu auch viel zu häufig unqualifiziert sei. Es sei verwunderlich, dass auf Seiten der Regierung und der großen Koalition darauf so gut wie keine Reaktion gebe. „Lieber verschwendet man eine Milliarde Euro für völlig sinnlose Ein-Euro-Jobs, um ca. 500.000 Menschen aus der Arbeitslosenstatistik verschwinden zu lassen, als dass man eingesteht, Hartz IV ist völlig gescheitert. Nach wie vor verzeichnen wir sieben Millionen Hartz IV-Bezieher. Soviel zum Aufschwung des Arbeitsmarktes“, erklärt Martin Behrsing, Sprecher des Erwerbslosen Forum Deutschland.

Originalseite (nur solang Meldung aktuell ist):
http://www.nrhz.de/flyer/suche.php?resso...ssort_menu=News

HOFFNUNG IST DER IRRSINNIGE GLAUBE AN DAS UNMÖGLICHE
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quaid

their law


02.08.2008 23:18 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

das schlimme ist, dass man gerne die leute aus der arbeitslosigkeit holen will, auch wenn es bedeutet, 1€-jobs auszunutzen.
zeitarbeiterfirmen sind da ein gutes beispiel. brüsten sich gerne damit, leuten aus der arbeitslosigkeit zu helfen. flexibel müssen sie sein. und bereit, viel zu schuften für sehr wenig geld.

eigentlich sollten die 1€jobs eine notlösung sein. aber wie oft wird "echtes" personal ersetzt durch minijobber etc?
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Leberkrebs
unregistriert
Nö!! 03.08.2008 00:34 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Man will überhaupt keine Leute aus der Arbeitslosigkeit holen.
Aber wer einen 1€-Job hat, der gilt nichtmehr als Arbeitsloser in der Statistik. Mit dieser simplen Bauerfängerei, möchte CDU nächstes Jahr den nächsten Wahlerfolg feiern, indem sie Arbeitslose verarschen und das Volk noch dazu. Zuerst gabs die "Aufschwung" Lügerei, wovon sie jetzt erzwungen zurückrudern, weil es langsam auffällt.

quaid

their law


03.08.2008 23:50 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

wie sieht denn der bewerber aus, den selbst die geldgierigsten zeitarbeiterfirmen nicht einstellen würden, die die info von der arge bekommen haben, dass eine zwangsvermittlung stattfinden soll?

mir ist natürlich klar das zeitarbeiterfirmen geringe löhne auszahlen und sehr gewinnorientiert sind.
den leuten dieser firmen scheint das aber nicht so klar zu sein, wenn sie "erstmal" jeden nehmen wollen.

ich habe mich mal etwas bei chefduzen.de umgesehen und fasse zusammen:
-man besitzt kein telefon. mal eben von der zaf angerufen werden um unerwartet einzuspringen ist damit nicht. kommunikation nur per email und post
-in der bewerbung direkt gehaltsvorstellung entspr. früherer berufe, z.b. 20000€ / jahr
-als hobby im lebenslauf gewerkschaft und betriebsratstätigkeiten erwähnen
-clevere formulierungen, damit direkt klar ist das man sich auskennt und nicht alles mit sich machen lässt
-im betreff aktenzeichen o.ä. erwähnen, damit direkt die lust vergeht, nachzuforschen
-vollständige bewerbungsunterlagen nur auf anfrage (anfangs nur deckblatt+bew. ohne zeugnis/foto)
-hinweis bzgl. bestimmung der bewerbung (zu händen von) / datenschutzbestimmungen und folgen bei verstoß dieser
-hinweis auf medikamentöse behandlung, dementspr. zeitliche einschränkung (max 8h/tag) & keine bedienung schwerer geräte/autos
-evntl paragrafen nennen und fragen, ob diese im betrieb erfüllt werden (gem. der rechte eines AN, die ja auch oft mit füssen getreten werden)

auf spielereien wie verschiedene papiersorten, zu kleine schriftart etc verzichten wir mal, da dies wiederum zu unseriös wirkt


zu dem thema passt eigentlich ganz gut
die ärzte - rebell
höre grad die live version davon ^^ (songtext hier)

Beitragsänderung:
mir geht es hier vor allem um den schutz der menschlichkeit vor der ausbreitung des kapitalismus in form von zeitarbeiterfirmen, die dumping-löhne propagieren. es geht nicht etwa um das generelle drücken vor arbeit
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Arne Kroger
unregistriert
04.08.2008 03:47 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Die Frage ist nur, ob man einer Firma, bei der man nicht arbeiten will, unter Umständen mehr schaden kann, wenn man da arbeitet.
Hätten die mich noch einmal in eine Bank vermittelt als gelernter Bankkaufmann, dann hätte die Bank alt ausgesehen.
Leberkrebs
unregistriert
04.08.2008 03:12 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Heutzutage wird jede Arbeit mit Dumpinglöhnen bezahlt, wenn man nicht gerade zur Führungsspitze der Firma gehört.
Daher lehne ich jede Arbeit weiterhin ab.
Die Tricks hast Du schön zusammengefasst, sind mir schon länger bekannt und auf jede Zwangsbewerbung anwendbar.
Leberkrebs
unregistriert
antwort an quaid 07.08.2008 20:05 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@quaid

Du wolltest in diesen Thread eine antwort, wie ich mich gegen Jobcenter wehre.
1. Ich habe angeblich kein Telefon. Eine Menge Kontrollanrufe und sonstige Schikanen fällt 100% weg. (Das Boot ist getaucht)
2. Wenn das Jobcenter irgendeinen Dreck von mir will, gibt es sofort danach gelben Schein.
Geh zu einem Arzt und erzähl ihm, Du hast Rückenschmerzen oder schmerzende Knie wegen Athrose. Dein alter Hausarzt ist in Rente gegangen.
Da Du in der gesetzlichen Krankenversicherung bist (daher unprofitabel für den "neuen" Hausarzt), will er / sie keine Zeit verschwenden, verschreibt Dir eine Salbe und schreibt Dich ne Woche krank.
Dieses Spiel kannst Du bei x Ärzten wiederholen wenn Du, wie ich, im Ruhrgebiet wohnst, wo es hunderte Ärzte gibt. Die 10€ zahle ich halt zähneknirschend lieber, als Monatelang in Probearbeit, Trainingsmaßnahmen und 1€-Jobs zu verbringen.
Dugehst zu 4 Ärzten, wenn der letzte durch ist, gehst Du mit den Beschwerden wieder zum ersten Arzt. Die 10€ sind für ein Quartal, also 3 Monate. So kannst Du Dich reihum krankschreiben lassen, wieder und wieder. Nach 1 Monat Dauerkrankheit, wird die Schikanemaßnahme vom Jobcenter ohne Sanktion meistens beendet. Denn die finden genug Idioten die für Nüsse trotzdem arbeiten.
Fazit: mit 40-50€ verhinderst Du 6 Monate Sklaverei im 1€ Job. Mir ist es das wert!

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Leberkrebs am 07.08.2008 20:07.

Arne Kroger
unregistriert
08.08.2008 01:43 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Man braucht dann aber nur 4 Ärzte mit 10 € zu zahlen und dann hat man bei einer chronischen Krankheit schon die Befreiung für sowas alles durch.
Hansi
unregistriert
08.08.2008 12:09 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Die haben doch einen an der Klatsche, in was für ne "Maßnahme" will man dich denn jetzt wieder stecken @MAUS?
Leberkrebs
unregistriert
08.08.2008 02:28 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Hier in Essen brauchte ich 5 Wochen bei 5 Ärzten, mit angeblich kaputten Knien. Hier sind sie wohl hartnäckig. Mag daran liegen das Essen 12% Arbeitslose hat, höchste Quote in Westdeutschland.

MAUS

Too old to die young

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08.08.2008 08:38 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Tja keine Ahnung... irgendwie scheint die Methode (zumindest in Bezug auf "Rückenschmerzen") nur bei falschen Kranken zu wirken, denn ich werde nicht in Ruhe gelassen, obwohl ich wirklich chronisch krank bin und die letzte Maßnahme meinen Zustand dauerhaft verschlechtert hat, aber was solls, die nächste Maßnahme kommt Ende des Monats, denn komischer Weise glaubt man mir meine Krankheit auch mit Dauerkrankenschein nicht, da haben vielleicht schon ein paar zu viele "nur so getan"... Da kommt dann nämlich früher oder später einfach ein Gutachter (nein, kein Orthopäde, der würde ja was davon verstehen), der von der Arge dafür bezahlt wird, und schreibt einen nach 7 Minuten "Untersuchung" und ohne Bezug auf die Orthopädenberichte (man kann ja einfach alles auf einen alten Rehabericht beziehen, denn schließlich ist mein reales Leben ja eine einzige entspannte Rehasituation...) gesund, und dann ist man damit dauerbeschäftigt, trotz entsprechender Krankschreibung des eigenen Orthopädens und diverser anderer ärztlicher Berichte, dem Bericht der letzten Maßnahme (die kann gar nichts mehr) und der Anerkennung eines Behinderungsgrades von 30 nachzuweisen, daß man kein Simmulant ist, der nur zu faul zum arbeiten ist, da ja 1 Aussage gegen 1 völlig andere Aussage steht (*g* zählen scheint sehr schwer zu sein), und warum sollte man da dem jahrelang behandelnden Orthopäden glauben, wenn man auch dem Gutachter glauben kann, der einem hilft, "das faule Pack" trotz Krankheit zu guten Sklaven zu machen... Dumm nur, wenn dann die Maßnahme die Aussage der Kranken und der bisherigen Ärzteberichte bestätigt, dann muß man eben angeblich nochmal prüfen, ob es wirklich nicht geht, weil die 2! (lol) Aussagen ja sooo krass entgegengesetzt sind (tja warum wohl...), und wie gesagt, so ein 7-Minuten-Gutachter ist als Verbündeter im Statistik schönen nun mal glaubhafter, als alle anderen Ärzte, Behinderungsgrade und sogar Maßnahmendurchführer, und man muß als Argemensch ja nunmal Erfolge nachweisen, also entweder "das Pack" in Sklavenarbeit bringen, oder so kaputt machen, daß man sie ganz aus Hartz gedrängt bekommt... und darauf soll es wohl bei mir rauslaufen, denn ich bin nunmal nicht vermittelbar, wenn ich schon den Anfahrtsweg (wenn es nicht direkt um die Ecke ist), obwohl völlig mit Schmerzmitteln zugedröhnt, nur unter massiven Schmerzen schaffe, und naja, heulend vor Schmerzen arbeitet es sich nunmal nicht so wirklich gut...

HOFFNUNG IST DER IRRSINNIGE GLAUBE AN DAS UNMÖGLICHE
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Arne Kroger
unregistriert
09.08.2008 04:27 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@MAUS:

Sag' mal, hast Du mal Widerspruch gegen die 30% SB eingelegt?
Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass Du nur 30% bekommst. Ich habe 70% und kann mich wesentlich besser bewegen wie Du. Das kann eigentlich nicht sein, dass das Versorgungsamt da nicht mehr gibt.
Leberkrebs
unregistriert
08.08.2008 18:59 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Man kann auch jede Woche eine andere Grippe haben, geht auch bei verschiedenen Ärzten. Ein Gutachter kann da wenig ändern, da man von Grippe schnell gesund ist und sie aber auch schnell wieder bekommen kann. Außerdem istes, zumindest in Essen, so das man Termine beim Amtsarzt erst nach mindestens 4 Wochen bekommt.
Das man zu diesem Zeitpunkt gesund ist, beweist dann nicht, das man vorher gesund war.
Im falle echter Krankheit besorgt man sich ein Attest von einem oder mehreren Ärzten und bringt diese Beweismittel dann mit Anwalt vor dem Sozialgericht vor. Der Anwalt läd dann diese Ärzte zusätzlich als Zeugen und lässt sie unter EID die Krankheit bestätigen.
Der Amtsarzt darf dann überlegen, ob er bei echter Krankheit einen Meineid auf Gesundheit schwören möchte und damit 2 Jahre Knast riskiert. So würde ich da jetzt jedenfalls vorgehen.
Weitere Möglichkeit: Strafanzeige gegen den Amtsarzt wegen Falschbeurkundung und Beihilfe zur Körperverletzung (die gesundheitsschädliche Maßnahme). Atteste von mehreren Hausärzten als Beweismittel, notfalls Klage-erhebung mit Anwalt erzwingen!
Auf grobe Klötze gehören grobe Keile!

Am besten: beide Vorgehensweisen nacheinander. Zuerst das sozialgericht und wenn der Amtsarzt da Meineid riskiert, dann die Strafanzeige wegen Meineid, Falschbeurkundung und Beihilfe zur Körperverletzung. 3 auf einmal, dann gibts wahrscheinlich auch keine Bewährung mehr, sondern wirklich einfahren.
Im Knast hat er dann richtig Vergnügen, wenn die Jungs erfahren (und sie kriegens immer irgendwie raus) das da so ein Amtsarsch eingeliefert wurde. Das wird nett beim Hofgang und beim Duschen. compi_aua
Solche Figuren sind in der Knasthierarchie etwa auf einem Niveau mit Kinderficker. großes Grinsen Dann wird der mal echten Schmerz erfahren, TÄGLICH.

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Leberkrebs am 08.08.2008 19:15.

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