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Alles nicht wahr / Realitätsflash unbarmherzig mit großem Schwung voll in die Fresse
28.07.2013 02:52 |
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Du stehst total versifft auf. Mutter ist zum Glück arbeiten. Juhu, ein paar Stunden Ruhe. Musik hören, eine Zigarette nach der anderen, vollfressen. Nach ein paar Stunden die Energie finden, sich frisch zu machen und den täglichen Supermarktgang anzutreten. Nach Hause gehen, Mutter kommt nach Hause. Onkel (väterlicherseits) hätte nun die Diagnose. Lungenkrebs. Dieser Onkel wurde von meinem Vater immer schlecht gemacht. Dabei war er, soweit ich mich erinnern kann und ihn kenne, noch einer der wenigen guten Menschen in dieser Familie.
Du heuchelst vor dir selber nicht herum. Ich hatte stets wenig Kontakt zu ihm, keine wirklich starke emotionale Bindung. Dennoch findest du es sehr traurig. Du denkst darüber nach, wie elendig es ihm nun gehen muss. Seiner Frau und seinen Kindern.
Mutter erzählt dir, dass neue Ehefrau von Vater sich heute über dich beschwert hat. Du solltest heute das Skript vorbeibringen. Kosten- und Leistungsrechnung.
Es ist dir im ersten Moment egal, aber nach einer Weile kommt dir in den Sinn, ob die beiden nicht genau _an diesem_ Tag andere Sorgen haben. Scheinbar nicht.
Warum wohne ich bei Mama? Eigentlich wohne ich da nicht. Hab eigentlich noch ein WG-Zimmer im Vorort. Bis Ende Juni war ich die meiste Zeit bei meiner mittlerweile Ex-Freundin. Dannach war ich eine Weile krank und bin hier gestrandet. Habe dann in der Stadt wieder angefangen Fußball zu spielen, die Saison begann vor einer Woche.
Du freust dich hart, am 1. des kommenden Monats eine Monatskarte zu kaufen, wieder in dein Zimmer zu ziehen im Vorort, aber 3x die Woche in die Stadt zu fahren um zu spielen.
Die Ablenkung tut dir gut.
Du magst Dians Videos und die Anarchonauten. Du hörst den Track 'Einsamkeit', er gefällt dir. Du erinnerst dich an einen Beitrag von Dian hier im Forum, in dem er schreibt, dass vielen der Umgang mit sich selbst schwer fällt. Sich mit sich selbst beschäftigen können sie nur schwer.
Dir wird klar, wie auch die du in der Vergangenheit so vieles nur aus Angst vor Einsamkeit gemacht hast. Dir wurde das nicht zum ersten mal klar.
Maßlos verlogene zwischenmenschliche Beziehungen.
Du bist ohnehin ein unglücklicher Mensch.
Man warf dir stets irgendwelche Diagnosen hinterher.
Es ist egal, welche Wortakrobatik die an den Tag legen, es ist wie es ist.
Du fühlst dich zwar sehr schlecht, bemitleidest dich aber nicht.
Versuchst es zumindest, nicht zu tun.
Du könntest ja jeden Tag gehen, tust es aber nicht.
Willst es auch nicht.
Überlebenstrieb, ja. Viel zu großes Weichei um dem ganzen Scheiß ein Ende zu setzen, ja. Aber irgendwo ist es auch die Neugier. Du kannst sich noch für Dinge begeistern, nachdem du abends nach langer Suche noch irgendetwas interessantes im www findest. Oder wenn du deine Lieblingsmusik hörst, oder einfach zum Training gehst und mal 2 Std. alles vergisst.
Du bist ein allgemein ein Müßiggänger - scheinbar auch in deiner Birne.
Dir werden Dinge mit 22 klar, die anderen in der Schulzeit klar wurden.
Aber für eine Erkenntnis ist es nie zu spät.
SIch lösen, selbstständiger sein, sich nicht von alles und jedem verarschen zu lassen, von Menschen, die dir sagen, sie würden dich lieben,
und dich dennoch irgendwann behandeln als würden sie dich maßlos verachten.
Oft habe ich mir das bereits vorgenommen.
Was hindert mich?
Angst vor der Einsamkeit... Urinstinkte... Faulheit...?
Faulheit kann es eigentlich nicht sein, wenn man drüber nachdenkt. Loslassen bedeutet, deutlich weniger handeln zu müssen und mehr
Ressourcen frei zu bekommen für wichtigere Dinge - doch was sind diese?
Ich denke viel über äußere Einflüsse nach, dabei liegen die Ursachen nur bei mir selber.
Gerade wird mir klar, dass es mir hilft, den ganzen Kram mal aufzuschreiben.
Warum rotz ich ihn aber ins Forum? Angst vor Einsamkeit, Wunsch nicht alleine mit solchen Gedanken da zu stehen?
Sich nachts mal gediegen auskotzen tut jedenfalls gut.
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Denken ist schwer, darum urteilen die Meisten.
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RE: Alles nicht wahr / Realitätsflash unbarmherzig mit großem Schwung voll in die Fresse
29.07.2013 00:06 |
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| Zitat von nick_cave: |
SIch lösen, selbstständiger sein, sich nicht von alles und jedem verarschen zu lassen, von Menschen, die dir sagen, sie würden dich lieben,
und dich dennoch irgendwann behandeln als würden sie dich maßlos verachten.
Oft habe ich mir das bereits vorgenommen.
Was hindert mich?
Angst vor der Einsamkeit... Urinstinkte... Faulheit...? |
Diese Gedanken kann ich sehr gut nachvollziehen.
Ich wiege selbst immer die Vor- und Nachteile ab, aus reiner Gewohnheit. Aber am Ende siegt doch immer mein Herz..Wenn ich mir vornehme Selbstständiger zu sein klammere ich mich doch an die die mir am nächsten stehen, und mit denen die mich 'verarschen' habe ich meist mitleid, denke sie brauchen mich oder will vielleicht auch einfach nicht los lassen.
Urinstinkte könnten vielleicht eine größere Rolle spielen als man denkt, ich meine der Mensch kann schlecht alleine überleben, in irgendwelche Situationen braucht er immer jemanden. Und wenn es nur solche sind in denen man in Gefahr schwebt, wie damals zb wenn man angegriffen wurde. Man umgibt sich also mit Leuten, selbst wenn man weiß das diese nicht die sind die sie sein sollten. Einfach nur für das Gefühl der Sicherheit.
Angst vor der Einsamkeit sagst du.. vielleicht braucht man auch einfach die Möglichkeit jemanden bei sich zu haben. Ich meine damit das Einsamkeit vielleicht weniger mit Angst in verbindungs steht, sondern eher damit das eine angst existiert das man aus dieser Einsamkeit nicht heraus kommt obwohl man es will, also gezwungen zu einsam zu sein, allein zu sein.
ich hoffe das ist jetzt nicht wieder zu wirr beschrieben
| Zitat von nick_cave: |
| Ich denke viel über äußere Einflüsse nach, dabei liegen die Ursachen nur bei mir selber. |
Eine gute reflektion seines Selbst ist wichtig, wenn die Ursachen wirklich bei dir selber liegen dann ist genau das was du gerade tust sehr gut, die darüber aus zu tauschen.
Mir persöhnlich fällt nämlich auf das ich mich in meinen Gedanken verrenne und meine eigenen Fehler zwar erkenne, aber nicht verändern kann weil mir der Abstand zu mir selber dann auf einmal fehlt.
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Bin lieber sterbender Künstler als amusischer Lemming
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RE: Alles nicht wahr / Realitätsflash unbarmherzig mit großem Schwung voll in die Fresse
31.07.2013 05:19 |
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| Zitat von Kate_Tale: |
Diese Gedanken kann ich sehr gut nachvollziehen.
Ich wiege selbst immer die Vor- und Nachteile ab, aus reiner Gewohnheit. Aber am Ende siegt doch immer mein Herz..
Urinstinkte könnten vielleicht eine größere Rolle spielen als man denkt, ich meine der Mensch kann schlecht alleine überleben, in irgendwelche Situationen braucht er immer jemanden. Und wenn es nur solche sind in denen man in Gefahr schwebt, wie damals zb wenn man angegriffen wurde. Man umgibt sich also mit Leuten, selbst wenn man weiß das diese nicht die sind die sie sein sollten. Einfach nur für das Gefühl der Sicherheit. |
Ersteres kenne ich teilweise von mir selber. Manchmal frage ich mich: Geht es völlig ohne Abhängigkeitsbeziehungen?
| Zitat: |
Mir persöhnlich fällt nämlich auf das ich mich in meinen Gedanken verrenne und meine eigenen Fehler zwar erkenne, aber nicht verändern kann weil mir der Abstand zu mir selber dann auf einmal fehlt. |
Dito. Oft denke ich, es ist bei mir schlicht der fehlende Mut zur Veränderung. Kennst du das?
| Zitat von Nautilu$: |
| Schöner Beitrag. |
Danke. Hatte zunächst bereut, ihn geposted zu haben.
| Zitat: |
Davon kommt mir vieles bekannt vor.
Mich fuckt auch vieles ab (u.a. Arbeit: lästig wie Zähne putzen, aber Kohle muss her), oft sage Ich mir: Wenn Du die Million auf dem Konto hättest, würdest Du schnell aus dem Moloch RGB wegziehen, am besten ins Ausland - bei 0 anfangen. Aber dann frage Ich mich wiederum: Ganz alleine? U.a. eine Sache, die mich auch überfordert. Lebt man oder hat man nur ein Leben? |
Auch ein wichtiges Thema, wundert mich, dass es hier nicht öfters angeschnitten wird - gut, wird wohl auch daran liegen, dass die Meisten es scheinbar besser im Griff haben als ich: Die finanzielle (Un-)Abhängigkeit.
Wenn du nicht gerade das Glück hattest, dich reichgeerbt zu haben, musst du wohl oder über irgendwo den Arsch hinhalten. Arbeitgeber, Eltern, reicher Partner, Freier, Jobcenter, was auch immer. Im Vorteil bist du, wenn du z.B. einen netten Arbeitgeber hast und deine Arbeit gerne verrichtest. Ja ja ich weiß, es gibt noch zahlreiche andere Wege. Öff Öff und so. Wie gesagt, wundert mich etwas, dass das hier eher selten angeschnitten wird.
In welcher Branche arbeitest du? Bist du extrem unzufrieden oder hält es im Rahmen?
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von nick_cave am 31.07.2013 05:20.
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Denken ist schwer, darum urteilen die Meisten.
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RE: Alles nicht wahr / Realitätsflash unbarmherzig mit großem Schwung voll in die Fresse
01.08.2013 19:41 |
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| Zitat von nick_cave: |
Ersteres kenne ich teilweise von mir selber. Manchmal frage ich mich: Geht es völlig ohne Abhängigkeitsbeziehungen? |
Genau diese Frage quält mich in letzter zeit auch sehr oft, ich glaube das es wichtig ist das man sich bewusst macht was wahre Freundschaft wirklich ist und versucht sich daran zu halten/ zu binden.
| Zitat: |
Dito. Oft denke , es ist bei mir schlicht der fehlende Mut zur Veränderung. Kennst du das? |
Veränderung erfordert immer Mut, wir sind ja auch einfach Gewohnheits Tiere. Aber Veränderung ist wichtig und tut gut, den Mut dazu muss man sich denke ich erarbeiten. Ich kann das sehr gut nachvollziehen, vielleicht muss man einfach versuchen sich das richtig vor zu stellen und den schritt zu wagen. Wenn sich nichts verändert dann bleibt man stecken oder fällt schlimmsten falls zurück.
@ dian
| Zitat: |
Man arrangiert sich eben irgendwie mit den Umständen, geht Kompromisse ein, die man immer weiter ausdehnt, um seinen Lebenswandel vor sich selbst zu rechtfertigen... und damit hat man in der Regel schon genug zu tun, da will man nicht auch noch in die Situation kommen, sich vor anderen rechtfertigen zu müssen. |
Man muss sich ja wirklich selbst betrügen um in dieser Welt irgendeinen kleinen Fetzen von 'Freiheit' zu erlangen.
Freiheit zb im Sinne von einer eigenen Wohnung, ich selbst musste einen auf 'brave tochter' machen und 'normal' wirken. Hab es damit geschafft die Unterstützung meiner Eltern zu bekommen, musste aber wochenlang meine Persöhnlichkeit komplett verstellen.
| Zitat: |
Am perversesten und un-menschlichsten finde ich jegliche Art von Tätigkeiten, die einen zwingen, eine Maske zu tragen und mehrere Stunden am Tag die eigene Persönlichkeit komplett zu verleugnen, weil man in dieser Zeit nicht mehr man selbst ist, sondern Repräsentant eines Unternehmens oder einer Institution... |
Da gebe ich dir recht, aber ich kann mich auch überhaupt nicht damit anfreunden 8 stunden in der Berufsschule zu verbringen, unter immer gleichen Menschen die sich nur Gedanken um ihre Noten, ihr Ansehen in der Klasse und das neue Iphone machen, nach Hause zu kommen und es dann schaffen ICH zu sein. Zumindest nicht ohne einbüßungen meines Lebenswillens. Es ist einfach schrecklich, egal wie man es dreht und wendet.
Da bleibt einem nur noch die Flucht in seine eigene Welt, die Kunst und Liebe/Freundschaft...
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Bin lieber sterbender Künstler als amusischer Lemming
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Schöner Beitrag. Davon kommt mir vieles bekannt vor. Mich fuckt auch vieles ab (u.a. Arbeit: lästig wie Zähne putzen, aber Kohle muss her), oft sage Ich mir: Wenn Du die Million auf dem Konto hättest, würdest Du schnell aus dem Moloch RGB wegziehen, am besten ins Ausland - bei 0 anfangen. Aber dann frage Ich mich wiederum: Ganz alleine? U.a. eine Sache, die mich auch überfordert. Lebt man oder hat man nur ein Leben?
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dian unregistriert
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@ Nick Cave:
| Zitat: |
| Auch ein wichtiges Thema, wundert mich, dass es hier nicht öfters angeschnitten wird - gut, wird wohl auch daran liegen, dass die Meisten es scheinbar besser im Griff haben als ich: Die finanzielle (Un-)Abhängigkeit. |
Ich glaube, der Grund, warum darüber nicht häufiger geschrieben wird, ist schlicht und ergreifend der, dass es den allermeisten Usern peinlich ist, zuzugeben, womit sie ihr Geld verdienen.
Denn sind wir mal ehrlich: Egal ob man jetzt Hartz4 bezieht, Ewig-Student ist, reich geerbt hat oder einen stinknormalen 8Stunden-Spießerjob ausübt... das ist alles nichts, worauf man in irgendeiner Weise stolz sein könnte.
Man arrangiert sich eben irgendwie mit den Umständen, geht Kompromisse ein, die man immer weiter ausdehnt, um seinen Lebenswandel vor sich selbst zu rechtfertigen... und damit hat man in der Regel schon genug zu tun, da will man nicht auch noch in die Situation kommen, sich vor anderen rechtfertigen zu müssen.
Wer bekommt in diesem System schon die Möglichkeit, das zu machen, was seiner Begabung und seinem Talent entspricht? Interessiert doch keine Sau, für was du dich berufen fühlst... wichtig ist allein die Frage: Womit lässt sich Kohle verdienen? Und welche Ärsche muss man lecken, um sich den Job zu sichern (und ihn anderen damit wegzunehmen...)?
Ich fühle mich beispielsweise dazu berufen, die Dummheit der Menschen anzuprangern und jene zu unterstützen, die sich ebenfalls von der Primitivität ihrer Artgenossen angewidert fühlen ... davon leben könnte ich aber nicht, und ich könnte auch kaum so viel Zeit in dieses "Hobby" stecken, wenn ich nicht die nötigen finanziellen Rücklagen hätte.
Öff Öff ist auch nicht gerade ein Heiliger sondern, nach allem was man so hört, ein übler Schmarotzer. Und es würde mich schon sehr wundern, wenn er in der Aussteiger-Szene der einzige wäre, der einen auf Messias macht, aber in Wirklichkeit auch nur anderen Leuten auf der Tasche liegt.
Davon abgesehen, ganz aussteigen wäre zumindest für mich auch keine Alternative. Wieso sollte ich auf die durchaus vorhandenen Vorteile, die mir das heutige System liefert (wie Strom, fließend Wasser, ärztliche Versorgung) freiwillig verzichten, wo ich den Nachteilen (Zwang, Polizei, Umweltverschmutzung, etc.) ja doch nicht entkommen kann, egal wo ich auch hingehe?
Die in der heutigen Situation vernünftigste Möglichkeit sehe ich immer noch darin, sich am Rand des Systems zu bewegen, und zu schauen dass man damit irgendwie über die Runden kommt. Sei es als Künstler, durch Hartz4, indem man Sachen auf dem Flohmarkt vertickt, durch irgendwas halblegales oder illegales, oder durch irgendwelche sonstigen Jobs, die einen nicht so sehr einspannen wie ein normaler FullTimeJob.
Am perversesten und un-menschlichsten finde ich jegliche Art von Tätigkeiten, die einen zwingen, eine Maske zu tragen und mehrere Stunden am Tag die eigene Persönlichkeit komplett zu verleugnen, weil man in dieser Zeit nicht mehr man selbst ist, sondern Repräsentant eines Unternehmens oder einer Institution...
Vorgaukeln, jemand anderes zu sein, um damit Geld zu verdienen, das konnte ich noch nie... im Zweifelsfall würde ich mich dann doch lieber ans Fließband stellen und wenigstens ich selbst bleiben können.
Also das finde ich das wichtigste Kriterium bei der Auswahl eines "Jobs":
Schau, dass du dabei du selbst bleiben kannst.
Entartete Jobs, die von dir verlangen, anders zu reden und anders zu urteilen als du es eigentlich tun würdest, und damit letztlich entgegen deiner eigentlichen Überzeugung zu handeln, sei es als Polizist, als Banker, als Kontrolleur, als Versicherungsvertreter oder sonst was... diese Jobs werden dich zerstören, wenn du sie zu lange ausübst. So wie sie viele Menschen da draußen bereits zerstört haben.
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| Zitat von dian: |
Ich glaube, der Grund, warum darüber nicht häufiger geschrieben wird, ist schlicht und ergreifend der, dass es den allermeisten Usern peinlich ist, zuzugeben, womit sie ihr Geld verdienen.
Denn sind wir mal ehrlich: Egal ob man jetzt Hartz4 bezieht, Ewig-Student ist, reich geerbt hat oder einen stinknormalen 8Stunden-Spießerjob ausübt... das ist alles nichts, worauf man in irgendeiner Weise stolz sein könnte. |
Wobei Ewig-Student und "Einfach hartzen" schwerer ist, als viele meinen. Seit den Hartz-Reformen wirst du ratzefatz in die nächste Zeitarbeitsfirma geschickt oder man sanktioniert dich - bishin zu 100%. Nach der Regelstudienzeit eines Bachelor-Studienganges erlischt der Anspruch auf Bafög - und und und...
Irgendwie schlägt man sich aber schon durch.
Aber du hast durchaus Recht wie ich finde, es ist für sie ein unangenehmes Thema.
Es heißt hier 'Gedanken für eine _bessere_ Welt', vielen ist also nicht zu sehr nach Threads mit 'Gedanken, wie ich in einer scheiß Welt meinen Arsch halbwegs über Wasser halte' - und das zurecht.
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Denken ist schwer, darum urteilen die Meisten.
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| Zitat von nick_cave: |
Es heißt hier 'Gedanken für eine _bessere_ Welt', vielen ist also nicht zu sehr nach Threads mit 'Gedanken, wie ich in einer scheiß Welt meinen Arsch halbwegs über Wasser halte' - und das zurecht. |
Warum zu Recht?
Wofür sollte man sich schämen, oder wie ist das gemeint?
Alles eine Frage des eigenen Anspruchs an sich selbst und die anderen.
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Guter Text. Geht mir auch oft so. Was für ein Lied ist gemeint mit Einsamkeit bzw. von wem ist das (vielversprechender Titel
) ? Danke!
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"Wenn ein Mensch in seiner Dachkammer ein Verlangen hegt, das stark genug ist, setzt er von seiner Dachkammer aus die Welt in Brand." Antoine de Saint-Exupéry
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Wunderbar, danke dir.
Klingt gut
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"Wenn ein Mensch in seiner Dachkammer ein Verlangen hegt, das stark genug ist, setzt er von seiner Dachkammer aus die Welt in Brand." Antoine de Saint-Exupéry
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