dian unregistriert
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Wettverbot im dritten schwäbischen Reich
24.11.2007 12:43 |
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Auch, wenn ich Herrn Kroger in seinem rassistischen Weltbild, wonach norddeutsche Menschen edler und wertvoller sind als das süddeutsche inzuchtgeschädigte Geschmeiß, nur ungern Recht gebe...
aber jetzt habe ich heut in der Zeitung doch tatsächlich gelesen, dass die in Bahdenwirrtenberg Sportwetten komplett verbieten wollen!
Und zwar nicht irgendwann, sondern gleich ab übermogen.
BWin will zwar anscheinen nicht sofort nachgeben... aber früher oder später werde ich mir wohl was einfallen lassen müssen, um auch als Bürger des bahdenwirrtenbergischen Reiches weiterhin meinem Hobby nachgehen zu können.
Gut, wenn Schalke heute verliert, ist mein restliches Geld eh im Arsch...
aber wenn sie gewinnen sollten, würde ich doch sehr ungern auf den allsamstäglichen Nervenkitzel verzichten wollen.
(man soll nicht glauben, wie spannend Fußball oder generell Sport sein kann, wenn vom Ausgang des Matches auch für einen selber etwas abhängt.)
Jedenfalls, diese ganze Spannung, Spiel und Spaß, mit dem man zwar nicht reich werden kann, aber sich zumindest etwas die Langeweile vertreibt, will man uns bahdenwirrtenbergischen Reichsbürgern nun nehmen.
Die offizielle Begründung? Vermutlich, weil privates Glücksspiel ja so schlimm ist und abhängig macht.
Wahrscheinlicher ist aber wohl, dass die Vorstellung, dass jemand theoretisch ohne Arbeit, nur durch Glücksspiel, seinen Lebensunterhalt finanzieren könnte, im Land der Schaffer und Häuslesbauer völlig inakzeptabel ist.
Und ja, @ Xoc, mir ist schon klar, dass die Wettanbieter den meisten Gewinn machen und die meisten Spieler letztlich nur draufzahlen...
aber das ist bei Lotto auch nicht anders.
Ich will nicht wissen, wie viele Menschen schon wegen regelmäßigem Lottospielen in die Schuldenfalle geraten sind.
Doch daran verdient der Staat ja recht gut, daher ist Lotto natürlich vieeeel humaner und gerechter als Bwin.
(ich persönlich finde ja eher, dass Lotto die weitaus größere Abzocke ist, weil dabei die Aussichten auf den in Aussicht gestellten Gewinn gleich null sind.)
P.S. Gibt es das Tortenattentat auf Herrn Oettinger schon irgendwo im Netz zu sehen? Hab gelesen, dass das gefilmt worden ist...
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RE: Wettverbot im dritten schwäbischen Reich
24.11.2007 12:49 |
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| Zitat: |
Original von dian
P.S. Gibt es das Tortenattentat auf Herrn Oettinger schon irgendwo im Netz zu sehen? Hab gelesen, dass das gefilmt worden ist... |
http://www.stern.de/politik/panorama/:Mi...fs-/603429.html
The Loathsome mask has fallen the man remains
Sceptreless, free, uncircumscribed, but man
Equal, unclassed, tribless and nationless,
Exempt from awe, worship, degree, the king,
Over himself, just, gentle, wise.
Percy Bysshe Shelley
Indessen ist das gerade wieder der Vorzug der neuen Richtung, dass wir nicht dogmatisch die Welt antizipieren, sondern erst aus der Kritik der alten Welt die neue finden wollen. Karl Marx
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M.F unregistriert
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RE: Wettverbot im dritten schwäbischen Reich
24.11.2007 15:30 |
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| Zitat: |
Original von dian
Die offizielle Begründung? Vermutlich, weil privates Glücksspiel ja so schlimm ist und abhängig macht.
Wahrscheinlicher ist aber wohl, dass die Vorstellung, dass jemand theoretisch ohne Arbeit, nur durch Glücksspiel, seinen Lebensunterhalt finanzieren könnte, im Land der Schaffer und Häuslesbauer völlig inakzeptabel ist.
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Jetzt verharmlost du die Sache aber etwas arg!
Und nein man kann mit Glücksspiel höchstens seinen Lebensunterhalt verlieren!
Ich finde das Verbot eigentlich weder gut noch schlecht.
Auf der einen Seite mag ich Verbote generell nicht und außerdem fördert es das illegale Glücksspiel, aber andererseits werden vielleicht gerade Neueinsteiger von dem Verbot hoffentlich abgeschreckt.
Was Lotto angeht stimme ich aber voll zu.
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RE: Wettverbot im dritten schwäbischen Reich
24.11.2007 16:10 |
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| Zitat: |
Original von dian
Und ja, @ Xoc, mir ist schon klar, dass die Wettanbieter den meisten Gewinn machen und die meisten Spieler letztlich nur draufzahlen...
aber das ist bei Lotto auch nicht anders.
Ich will nicht wissen, wie viele Menschen schon wegen regelmäßigem Lottospielen in die Schuldenfalle geraten sind.
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Deswegen würde ich beim Verbieten auch wenn schon mit Lotto anfangen
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"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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RE: Wettverbot im dritten schwäbischen Reich
27.11.2007 22:40 |
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| Zitat: |
Original von dian
Wahrscheinlicher ist aber wohl, dass die Vorstellung, dass jemand theoretisch ohne Arbeit, nur durch Glücksspiel, seinen Lebensunterhalt finanzieren könnte, im Land der Schaffer und Häuslesbauer völlig inakzeptabel ist. |
Ich glaube davor muss sich niemand fürchten. Richtige Gewinne bei Wetten kann man doch sowieso nur machen, wenn man bereits über Kapital verfügt und dieses auch einsetzt um Wettangebote zu analysieren bzw. Systeme zu erstellen. Der kleine Gegenweltler mit kleinem Geldbeutel wird sich durchs Glückspiel sicher nicht sein freiheitliches Leben finanzieren können. Wenn überhaupt wird das 1 von 1000 können, falls er Glück hat. Glaube also kaum (selbst wenn konservative Menschen zu sehr abstrusen Vorstellungen fähig sind), dass sich diejenigen, die das verbieten wollen Sorgen machen, weil ja einer von den "Niederen" durchs bloße Spielen zu ihnen aufschliessen könnte.
Ich finde Xocs Vorschläge eigentlich sehr gut und sie sind entgegen Hansis Einwänden, die an den Vorschlägen vollkommen vorbeigehen auch einfach durchsetzbar. Denn es ist davon auszugehen, dass jeder Wettanbieter berechnet wieviel Verlust die Kunden pro eingesetztem Euro machen.
Desweiteren ist jedes Wettverbot mMn zu begrüßen, da solche Wettangebote sowieso reine Umverteilungssysteme sind. Und wie wir alle wissen wird hierzulande ja meistens von unten nach oben umverteilt, so auch bei Sportwetten. Wer arm ist wird sich sicher nicht mit Sportwetten zum Reichtum spielen können und ich denke auch, dass Wetten im heutigen Umfeld eher nachteilig sind, wenn man sich mündige Bürger wünscht. Ich behaupte einfach mal, dass wenn die meisten Menschen Kenntnisse über Wahrscheinlichkeitsrechnung hätten, in der Schule ein Wettsystem durchrechnen würden und jegliche Werbemanipulation (große Versprechen) bei Wettangeboten wegfallen würde, niemand auf die Idee käme sein Geld für so etwas auszugeben.
Und dian, wenn du einen Kick beim Sport brauchst, dann programmier dir doch eine Vorrichtung, die dir Stromstöße verpasst, falls du auf die falsche Mannschaft gesetzt hast
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dian unregistriert
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Lustig. Danke.
Aber was meint die mit "Arbeit für alle!"?
Ist das etwa die Parole, mit der bahdenwirrtenbergische Studenten neuerdings auf die Barrikaden gehen?
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Sie meinte wohl "richtige" Arbeit (d.h. 'gerecht' bezahlt) anstatt 1-Euro-Jobs. Für die beschränkte Forderung, das Verpassen des Überraschungsmoments, sowie für die Tatsache dass es nur eine blöde Torte und nicht mal ein altes STEINHARTES Stück Brot war, gibt's von meiner Seite aus leider drei Sympathiepunkte Abzug.
1-Euro-Jobs - nur für Cops!
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Indessen ist das gerade wieder der Vorzug der neuen Richtung, dass wir nicht dogmatisch die Welt antizipieren, sondern erst aus der Kritik der alten Welt die neue finden wollen. Karl Marx
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Seneca unregistriert
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Wer Sportwetten mag der kann zu Lotto gehen. Finde es gut, dass private Lotterien verboten werden. Denn staatliches Lotto hat zumindest eine gewisse Kontrolle, dass es einigermaßen fair abläuft.
Die Privaten sind NUR auf den Gewinn aus und das ohne funktionierende Kontrollmöglichkeit.
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Original von Seneca
Wer Sportwetten mag der kann zu Lotto gehen. Finde es gut, dass private Lotterien verboten werden. Denn staatliches Lotto hat zumindest eine gewisse Kontrolle, dass es einigermaßen fair abläuft.
Die Privaten sind NUR auf den Gewinn aus und das ohne funktionierende Kontrollmöglichkeit. |
Ach? Also ich kann Mathe und mir einfach ausrechnen, wie fair ein Glücksspiel ist. Und bei Sportwetten ist es ja nicht so, dass die schummeln könnten, beim Ausgang das Spiels.
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"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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Arne Kroger unregistriert
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Hannover-Schalke 2:3
Glück gehabt, @Dian.
Ich weiß erst mal wieder morgen, wie das bei Ajax ausgeht, so 'n Jodenverein spielt ja seltenst am Sabbat, also am Samstag, sondern immer erst am Sonntag.
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Seneca unregistriert
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| Zitat: |
| Ach? Also ich kann Mathe und mir einfach ausrechnen, wie fair ein Glücksspiel ist. Und bei Sportwetten ist es ja nicht so, dass die schummeln könnten, beim Ausgang das Spiels. |
Nein, das nicht. Aber ein staatliches Unternehmen unterliegt staatlicher Aufsicht. Wenn ein privater Betreiber mit Kleingedrucktem, windigen Verträgen etc seine Kundschaft über den Tisch zieht, dann überblickt das kein Mensch. Erst Recht bei so vielen Anbietern.
Bei einem Staatsriesen wie Lotto kann das in dem Maße nicht passieren.
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Arne Kroger unregistriert
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Dem Ministerium für öffentliche Moral und gegen das Laster.
Btw:
Betreffend dieses Videos hier (http://www.stern.de/politik/panorama/:Mi...fs-/603429.html):
Scheint ja wohl sehr einfach zu sein, an die heranzukommen. Habt Ihr das auch bemerkt?
Da könnte man auch mal was anderes dabei als eine Torte, oder?
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Wenn mich was überhaupt nicht interessiert, dann die Sorgen grenzdebiler Sportwettender vor staatlicher Unterdrückung von Sportwetten bzw. ihrer Empörung über die stattfindene Manipulation von Spielen. [Hey, da fällt mir ein, sogar mein Vater hat schon 'mal Spiele verkauft. Geld [oder in dem Fall eher Bier] regiert immerhin die Welt.]
Aber gut, ich nehme an, dass sich zahlenmäßig viel weniger Leute über die Existenz eines LotR-Filmhörspiels oder die ausbleibende adäquate Eindeutschung der 'Lays of Beleriand' aufregen als über alle möglichen Ungerechtigkeiten im Zusammenhang mit Sportwetten. Insofern halte ich meine Klappe.
'Indem das parlamentarische Prinzip der Majoritätsbestimmung die Autorität der Person ablehnt und an deren Stelle die Zahl des jeweiligen Haufens setzt, sündigt es wider den aristokratischen Grundgedanken der Natur, wobei allerdings deren Anschauung vom Adel in keinerlei Weise etwa in der heutigen Dekadenz unserer oberen Zehntausend verkörpert zu sein braucht.'
Keine Ahnung was zur Hölle das bedeuten sollte oder worauf ich mich da bezogen habe... Na ja, egal.
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dian unregistriert
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@ Seneca:
| Zitat: |
| Aber ein staatliches Unternehmen unterliegt staatlicher Aufsicht. Wenn ein privater Betreiber mit Kleingedrucktem, windigen Verträgen etc seine Kundschaft über den Tisch zieht, dann überblickt das kein Mensch. Erst Recht bei so vielen Anbietern. Bei einem Staatsriesen wie Lotto kann das in dem Maße nicht passieren. |
Dein Vertrauen in den Staat möchte ich mal haben...
Ich meine, kennst du irgendjemanden, der da als Notar arbeitet oder mit der Herstellung der Lottokugeln beauftragt ist?
Wenn ein Dönerstand die Qualität seines Gammelfleischs selbst kontrolliert, schreien alle empört auf, weil sie sich dann sicher sein können, von dem Dönerbudenbesitzer nur verarscht zu werden.
Aber wenn der Staat die Rechtmäßigkeit seines Glücksspiel selbst kontrolliert, heißt es: "Ach, das kontrolliert ja der Staat. Da muss es ja seriös zugehen."
Also ganz ehrlich: Ob alle Kugeln in der Lottotrommel gleich schwer sind, kann ich mit bloßem Auge nicht erkennen. Und Notaren, die nichts arbeiten und den ganzen Tag nur damit verbringen, Kaffee zu trinken und irgendwas beglaubigen, traue ich sowieso nicht über den Weg.
Da habe ich wirklich noch mehr Vertrauen in den deutschen Profifußball... trotz Hoyzer.
Naja, es geht mir ja aber jetzt eigentlich auch mehr ums Prinzip.
Wieder mal wird nur, weil es einige Menschen gibt, die mit ihrem Geld nicht haushalten können und gleich ihre gesamte Existenz verspielen, auch jenen, die damit keine Probleme haben, das Wetten verboten.
Das ist das selbe wie mit den Drogen. Die vernünftigen Menschen werden mit den Unvernünftigen über einen Kamm geschert, nur, weil der Staat sich nicht die Mühe machen möchte, von Fall zu Fall zu entscheiden, wer nun mit Drogen bzw. Sportwetten richtig umgehen kann und wer nicht.
Mir würde es im Traum nicht einfallen, so einem Scheißverein wie bwin weiterhin Geld in den Arsch zu schieben, wenn ich merke, dass das nicht mein Spiel ist und ich dabei ständig nur draufzahle. Dann würde ich eben damit aufhören und mich einer anderen Sache zuwenden.
Manche können das nicht und versuchen es trotz besseren Wissens immer wieder. Das ist das Problem... und nicht die Tatsache, dass es private Wettanbieter gibt.
Mir geht's dabei auch in erster Linie um den Spaß.
Schau ich mir Hannover gegen Schalke ohne Wetteinsatz an, geht mir das total am Arsch vorbei. Aber wenn man was auf Schalke setzt und dann auch noch Hannover mit 1:0 in Führung geht, ist man richtig drin im Geschehen und fiebert mit wie der Trainer am Spielfeldrand.
Klar ist das mindestens genauso kindisch wie Onkel Calgmoths Vorliebe für elbische Schüttelreime.. aber wenn man mir ein Vergnügen, und sei es auch das kindischste und sinnloseste, verbieten will, und dann auch noch so tut, als ob man mich vor einer schlimmen Bedrohung schützt, dann werd ich eben verdammt aggressiv.
Ich könnte jetzt eigentlich auch gleich wieder anfangen,mich über die christlichen Moral-Wahnvorstellungen aufzuregen, die im Grunde auch hinter diesem Wettverbot stecken.
Aber ihr nehmt mich ja eh nicht mehr ernst, wenn ich ständig die religiösen Wurzeln unserer Gesellschaft da mit reinziehe, daher lass ich es jetzt lieber mal. Auch wenn es definitiv so ist.
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Mir fehlte eine ordentliche Information bei Glücksspielen.
z.B.:
-Wenn sie bei uns mitspielen verlieren sie im Durchschnitt 30% ihres Einsatzes.
-94% aller Kunden, die ein Jahr lang mitspielen machen Verluste.
-85% aller Kunden, die 10 Jahre lang mitspielen machen Verluste.
Dann wüsste jeder, auf was er sich einlässt, wie die Charakteristik von dem Spiel ist und könnte die Glücksspiele objektiv miteinander vergleichen.
Solche Angaben sollten rechtlich verpflichtend sein.
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"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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Hansi unregistriert
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Jo @Xoc, aber Sportwetten sind nicht wie andere Glücksspiele (nagut, wenn der Schiri sich nicht bestechen lässt
). Und klar, Glück ist auch ein Faktor der mit einfließt, ist aber eben nicht der Hauptbestandteil. Ja, im Prinzip sind Sportwetten wie Fussball selbst, ein bisschen Glück, aber vorallem Taktik.
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M.F unregistriert
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Boah Hansi ....
ich habe schon oft gehört, dass Leute einem sogar beim Lotto von irgendwelchen Taktiken erzählen wollen, von wegen bestimmte Kombinationen wären wahrscheinlicher und son Müll.
Und für andere Glücksspiele gilt das genauso.
Gut vielleicht ist Taktik bei Sportwetten etwas wichtiger, aber der Hauptfaktor bleibt Glück!
Und damit kann man auf lange Sicht auch kein Geld gewinnen.
Das ist alles Bullshit!
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