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Demokratie
22.12.2009 04:42 |
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(quote)Demokratie (16.12.2009)
Eine der schönsten Beschreibungen für Demokratie stammt von Abraham Lincoln: Die Regierung aus dem Volk für das Volk. Ein anderes, gerne benütztes Zitat ist das von Winston Churchill, wonach die Demokratie die schlechteste Staatsform überhaupt sei, abgesehen von allen anderen, die man bisher ausprobiert habe. Eines ist die Demokratie aber ganz sicher: Sie ist nicht geeignet, der Welt Figuren wie Abraham Lincoln oder Winston Churchill zu ersparen, die beide große Kriege begonnen haben, um anderen Menschen ihr Recht auf Freiheit und Selbstbestimmung zu nehmen. Der industrialisierte, der totale Krieg auf allen Ebenen, gehört zu den großartigen Errungenschaften der modernen Demokratien.
Angefangen soll alles mit dem Faustrecht haben. Der Boß der Steinzeithorde gab den anderen solange auf die Nase, bis die aufs Grunzen gehorcht haben. Dummerweise verspüren Menschen, die nicht unablässig von "Qualitätsmedien" traktiert werden, einen nicht zu kontrollierenden Drang zu intelligentem Verhalten. Der Steinzeittyrann stellte eines Tages fest, daß der Rest seines Stammes gerade zu einer dringenden Betriebsversammlung abberufen worden war und er jetzt ganz allein vor dem leicht gereizten und hungrigen Höhlenbär stand. Der Jagderfolg der Horde hing von der Zusammenarbeit ab, was dem Einzelnen ein Mitbestimmungsrecht eintrug.
Jeder kleine Abteilungsleiter hat heute mehr Macht über seine Mitarbeiter, als ein Häuptling einer Steinzeithorde. Der Häuptling mußte tagtäglich zeigen, daß er die Führung verdiente. Der Häuptling mußte ständig durch Leistung überzeugen, und zwar seine Mitarbeiter, nicht irgendeinen Vorgesetzten. In der Steinzeit waren die Hierarchien überaus flach und ein Rücktritt trug keine üppige Pension ein. Es gab keinen Oberhäuptling, der einen unfähigen Günstling in eine Machtposition beförderte, für die ihm jegliche Fähigkeiten fehlten. Die Horde konnte es sich nicht leisten, einem beliebten, demagogisch begabten Mitsteinzeitler die Führung zu überlassen, denn das eigene Überleben hing davon ab, daß der Chef sein Handwerk verstand.
Klassisch wird die Demokratie immer mit Griechenland und Rom verbunden. Beide Völker haben angeblich ihre Könige bzw. Tyrannen verjagt und dann eine Volksherrschaft eingeführt. Wobei Griechen und Römer nach heutigen Maßstäben fremdenfeindliche Rassisten und unterdrückerische Chauvinisten gewesen sind: In der Volksversammlung saßen nur freie einheimische Männer. Frauen und Zuwanderer hatten nichts zu sagen, Sklaven und Unfreie (die für Freie arbeiten mußten) ebenfalls nicht. In der BRD gäbe es mit diesem Wahlrecht satte absolute FDP-Mehrheiten, weil nur noch Ärzte, Anwälte, Steuerberater und Unternehmer wählen dürften. Lehrer und die meisten anderen Beamten sind nach griechischem Modell wahlrechtslose Staatssklaven, was das Wählerpotential der Grünen stark verringert.
In einem Punkt war Griechenland bzw. Athen eine überaus fortschrittliche Demokratie: Es gab funktionierende Mechanismen, um sich jener Demokraten zu entledigen, denen die Macht zu Kopf gestiegen war. In der Volksversammlung fand ein Scherbengericht statt, bei dem jeder wahlberechtigte Bürger auf einer Tonscherbe den Namen dessen einritzte, der seiner Meinung nach entfernt werden sollte. Mit dem nötigen Quorum wurde der Betreffende auf zehn Jahre in die Verbannung geschickt, ganz egal, welche Verdienste er sich vorher auch erworben hatte. Helmut Kohls berühmtes Ehrenwort in der CDU-Spendenaffäre, Oskar Lafontaines Flucht aus Berlin, Edmund Stoibers Kneifen vor der Verantwortung oder auch Josef Ackermanns Victory-Zeichen hätten nach diesem Vorbild eine geradezu befreiende Wirkung gehabt.
Die römische Republik hatte hauptsächlich Mechanismen zur Machtbegrenzung in ihrer Verfassung. Nur in allerhöchster Not wurde alle Macht in der Hand eines Einzigen, des Diktators gebündelt, für höchstens ein halbes Jahr. In allen anderen Zeiten waren die Staatsämter mehrfach ausgelegt. Die beiden Consuln konnten sich gegenseitig das Leben schwer machen. Während in der BRD der Vizekanzler ein Titel ohne jede Wirkung und Verantwortung ist, wäre er nach römischem Vorbild gleichberechtigter Mitkanzler. Da müßten sich die großen Parteien dreimal überlegen, wen sie ins Koalitionsboot holen. Außerdem hatten die Römer einen Cursus Honorum, der vorschrieb, daß man erst ein paar andere Staatsämter auszuüben und Erfahrung zu sammeln hatte, bevor man an das Consulat denken durfte. Versager wurden dabei frühzeitig aussortiert.
In einem Punkt ähnelte Rom dem heutigen Amerika: In Groß-USAnien gibt man inzwischen eine Milliarde aus, um einen Job mit 400.000 Dollar Jahresgehalt zu ergattern. Da der US-Präsident allerdings Billionen verteilen darf, wird das für die Geldgeber eine lohnende Investition. Zu römischen Zeiten war das Amt die Voraussetzung, um zu Geld zu kommen. Wie in der BRD kam das richtige Abkassieren erst nach dem Ausscheiden aus dem Staatsamt. In Rom wurde man danach Gouverneur einer Provinz. Der römische Adlige gab viel Geld aus, um ein Jahr lang ein völlig verarmter Consul zu werden. Als Proconsul preßte er anschließend für fünf Jahre eine Provinz aus und kehrte schwerreich nach Rom zurück. Dort wurde er vor Gericht gezerrt, um ihm einen Teil dieses Reichtums wieder abzunehmen. Das Spiel lief wunderbar über ca. zwei Jahrhunderte, bis Julius Caesar ein wenig zu mächtig aus seiner Provinz Gallien nach Hause kam.
Neben diesen antiken Leuchttürmen der Demokratie gab es ein Volk, das dem demokratischen Ideal noch viel näher gekommen war: Die Germanen wurden aus dem Volk und für das Volk regiert. Der freie Germane entschied auf der Ratsversammlung, dem Thing, was für ihn und die Seinen am besten war. Der Anführer, der Herzog, wurde auf diesem Thing gewählt. Er führte von vorne, indem er vor den Anderen herzog. Nicht der Herzog, sondern der Thing entschied, ob Krieg geführt wurde. Und der einzelne Germane entschied, ob er diesem Herzog in die Schlacht folgen wollte. Erst in der Heeresfolge galt der Gehorsam gegen den Oberkommandierenden.
Betrachten wir die heutige Demokratie, so stellen wir fest, daß diese Demokratie zumeist aus der Aufweichung der Königsherrschaft entstanden ist. In Frankreich gab es zunächst einen absoluten Monarchen, den König. Der wurde durch eine radikale, revolutionäre und blutrünstige Demokratie ersetzt, aus der mit Napoleon ein Diktator entstand. Stören wir uns nicht daran, daß er den Titel "Kaiser" gewählt hatte, er hätte sich auch Präsident, Generalsekretär oder Staatsratsvorsitzender nennen können, sein Amt war das Produkt einer radikalen Demokratie. Er wurde durch einen echten Monarchen ersetzt, der jedoch nicht mehr absolut, sondern konstitutionell regierte. Diese Monarchie erodierte zur zweiten Republik, die wieder zu einem Kaiser führte, dann kam mit der Pariser Kommune eine kurze Phase der radikalen Demokratie, bis schließlich mit der dritten Republik endgültig die moderne Demokratie Einzug hielt.
Das Königreich Bayern folgte dem sanfteren Weg: Der König gab dem Land eine Konstitution und damit Mitbestimmungsrechte. Nach englischem Vorbild schützte sich das Parlament und seine Abgeordnete mit einigen Privilegien. Die Immunität sollte den Abgeordneten vor der Verfolgung durch den König schützen, damals, im 19. Jahrhundert, war das noch nötig. Die Parlamentarier taten in der Folgezeit das, was Menschen in dieser Lage immer tun: Sie sichern sich weitere Kompetenzen und Privilegien. Durch Ludwig II., der die Regierungsgeschäfte angewidert vernachlässigte, bekam die Demokratie einen wichtigen Schub; sein Nachfolger, Prinzregent Luitpold, war zwar kein Herrscher aus dem Volk, aber er war ein Herrscher für das Volk - ein volkstümlicher Monarch, der in Bayern für "die gute, alte Zeit" steht. Alle Monarchen des deutschen Kaiserreiches durchliefen eine mehr oder weniger ähnliche Entwicklung, bei der es zu einer mustergültigen Demokratie kam, mit einer expliziten und garantierten Gewaltenteilung.
Als das Kaiserreich von einem Tag auf dem anderen beendet wurde, kam die Stunde der Demokraten. Diese Demokraten verteilten untereinander die Macht, mehr nicht. Unter dem Einfluß der Sieger, die fest an die Demokratie glaubten, wurde die Demokratie eingeführt, ohne die nötigen Sicherungsmaßnahmen zu ergreifen. Die Regelungen griffen in der ersten Stunde, in einem Augenblick, als alle das Beste für ihr Land erreichen wollten. In der Weimarer Republik verhinderten die noch intakten Strukturen des Kaiserreichs die schlimmsten Auswüchse des demokratischen Machtmißbrauchs. In der BRD hatte die Demokratie lange genug Zeit, um alle derartigen Strukturen zu zersetzen. Das ist wie bei einer Diät - in den ersten drei Tagen hat man die allerbesten Absichten und nimmt jede Qual auf sich, später läßt diese Willenskraft nach und es wird wieder anständig gefuttert.
Nach dieser ersten Euphorie stellen die Demokraten schnell fest, daß die Demokratie nicht so einfach ist, wie sie sein könnte. Die ach so berühmte Novemberrevolution in Rußland hat nicht den Zaren gestürzt, der war längst entmachtet und durch eine demokratische Regierung ersetzt worden. Die Autokratie war Geschichte, die absolutistische Macht gebrochen. Aber, um es mit Orwell auszudrücken, es gab Schweine, die noch viel gleicher sein wollten, als die ohnehin schon gleicheren Schweine. Lenin hat eine Demokratie beseitigt, keine Monarchie. Eine gemäßigte Demokratie wurde durch eine radikale, revolutionäre und blutrünstige Demokratie ersetzt, aus der mit Stalin ein Diktator erstand, der sich diesmal nicht zum Kaiser krönen ließ.
Unregulierte Macht verleitet zum Mißbrauch, ob es nun die Macht eines Tyrannen oder eines Demokraten ist. Hier wird eine kleine Vergünstigung eingeführt, dort die eigene Wählergruppe bevorzugt, dann mal ein Parteifreund auf einen Posten gehievt oder die Wahrheit ein bißchen gedehnt. Es geht ja, es wird toleriert, es gibt keine richtigen Konsequenzen, also macht man weiter. Die Regierung aus dem Volk erhebt sich über das Volk, die Regierung für das Volk wird zu einer Regierung zum Selbstzweck.
Gerade jene Demokraten, die aus kleinbürgerlichen Verhältnissen aufgestiegen sind, legen sich im Vollgefühl der Macht fürstengleichen Lebensstil zu. Der Hilfsdachdecker Honecker frönte als großer Genosse Staatsratsvorsitzender dem einstigen Vorrecht des Adels, der Jagd. Der gelernte Buchhändler Johannes Rau benötigte am Ende seines Lebens ein standesgemäßes Schloß als Wohnsitz. Die ehemalige Bordell-Buchhalterin Ulla Schmidt benötigte selbst im Urlaub den großen, repräsentativen Dienstwagen, um ihre Bedeutung zu unterstreichen.
Eine Rückkehr ins Volk ist den Damen und Herren Abgeordneten und Ministern nicht zuzumuten, das wird als Höllenstrafe empfunden. Natürlich haben die Demokraten ihre Versorgung auf Kosten des Volkes derart geregelt, daß eine Bedürftigkeit nur in Ausnahmefällen eintritt. Das hält die Herrschaften aber nicht davon ab, sich um neue, einträgliche Posten zu bemühen, bei denen es nicht darauf ankommt, was man kann, sondern darauf, wen man kennt. Das Herz schlägt weder rechts noch links, sondern dort, wo die Geldbörse steckt.
Und weil später einmal kassiert werden soll, handelt die Politik im Sinne der späteren Arbeitgeber, gerne auch gegen die Interessen des Volkes. Wir haben nicht umsonst in der BRD die höchsten Medikamentenpreise der Welt. Bei einem Besatzerkonstrukt ohne eigene Souveränität, wie es die BRD darstellt, können die Politiker nicht im Interesse des Volkes handeln, selbst wenn sie dies wollten. Die BRD dient den Interessen der Hauptsiegermacht USA und muß das Gold der Bundesbank dort lagern. Die BRD dient den anderen Siegermächten im Rahmen der EU, wo 26 andere Staaten mit deutschem Steuergeld unterstützt werden und sich dafür bedanken, indem sie der BRD unsinnige Gesetze aufzwingen. Die BRD dient Israel, offen mit Waffengeschenken und versteckt, indem z.B. alle Erdöl- und Erdgaslieferungen aus Rußland über einen völlig überflüssigen Zwischenhändler angewickelt werden, der einem israelischen Staatsbürger gehört und fürs Nichtstun seine Prozente draufschlägt.
Wir haben in der angeblichen Demokratie der BRD keine Regierung für das Volk, wir haben noch nicht einmal eine Regierung aus dem Volk. Politiker mit einem richtigen Beruf, die vor ihrem Mandat tatsächlich und erfolgreich gearbeitet haben, sind mittlerweile selten geworden. Dafür werden jene Damen und Herren immer zahlreicher, deren Lebenslauf aus dem Kreißsaal über den Hörsaal direkt in den Plenarsaal geführt hat. Das sind Leute, die sich sehr früh ihrer Partei angedient haben und später völlig von ihrer Partei abhängig sind. Leute, die das Leben des Volkes nie kennengelernt haben. Beliebt sind auch dynastische Lösungen: Wenn Vater oder Mutter in der Politik waren, müssen auch Sohn oder Tochter in die Politik gehen. Sie verfügen über die Verbindungen ihrer Eltern, die ihnen den Weg ebnen und frühzeitig Ämter verschaffen, als Folge der richtigen Geburt. Das Gottesgnadentum kehrt damit zurück.
Die Demokraten haben sich nicht nur die herrscherliche Attribute in ihren Auftritten zugelegt, mit Prunkkarossen und Leibwächtern, sondern sich gleich den früheren Herrschern jeglicher Rechenschaft entzogen. Die wenigen Möglichkeiten der Machtbegrenzung sind zahnlose Tiger. Die Abwahl wird immer angeführt, um die Macht des Volkes zu demonstrieren. Wir haben 1998 das einzige Mal in der Geschichte der BRD einen kompletten Austausch der Regierung erlebt, als der Niedergang und der Reformstau unter Helmut Kohl unerträglich geworden war. Die Folgeregierung hat ihre neuen Dienstwagen ausgiebig gefeiert und danach wenig anders und gar nichts besser gemacht. Die alte Regierung hat ihre Versorgungspöstchen übernommen und die Pensionen aufgebessert. Für das Volk hat sich wenig bis gar nichts geändert, der ungeliebte Euro wurde trotz Regierungswechsel eingeführt.
2005 erfolgte ein halbherziger Wechsel, ein Teil der alten Regierung blieb im Amt, ob nun dafür geeignet oder nicht. Wer ausscheiden mußte, bekam sein Versorgungspöstchen, Schröder und Fischer als Oberkassierer vorneweg. 2009 wurde wieder ein Teil der Regierung ausgewechselt, ohne daß sich etwas geändert hat. Wenn Wahlen etwas ändern würden, hätten die Demokraten sie längst abgeschafft.
Die persönliche Verantwortung gipfelt im Rücktritt eines Politikers. Wir haben dafür zwei interessante Beispiele: Das eine ist Wolfgang Tiefensee, der ehemalige Verkehrsminister. Der Mann war eine völlige Fehlbesetzung, er hat es aber geschafft, einen Staatssekretär nach dem anderen zu opfern, um von seiner eigenen Unfähigkeit abzulenken. Das Volk, der angebliche Souverän der Demokratie, hatte und hat keinen Einfluß auf die Besetzung von Ämtern, die Kanzlerin, die dafür bezahlt wird, daß sie diese Interessen wahrnimmt und für das Volk tätig wird, hat sich blind und taub gestellt, aus Rücksicht auf ihresgleichen, auf die Demokraten der anderen Partei. Das andere Beispiel ist Franz Josef Jung. Der Fehler, der ihm das Amt kostete, lag Monate zurück. Er hat getrickst und gedruckst, bis er nicht mehr zu halten war. Und wieder hat nicht die Kanzlerin ihn entlassen, sondern sein Nachfolger, indem er die wichtigsten Stützen des Ministers weggeschossen hatte. Herr Jung bekommt seine Pension, er wird nicht vor Gericht gestellt - und irgendwann bekommt er den einen oder anderen Preis für sein Lebenswerk. Und einen einträglichen Posten.
Die Demokratien der Frühzeit haben die Macht ihrer gewählten Oberen weise begrenzt. Der Häuptling mußte das Urteil seines Stammes fürchten, wenn er Fehler begangen hatte. Die Staatsführung der Athener mußte das Scherbengericht fürchten, wenn sie zu überheblich geworden war. Der Consul Roms wurde von seinem Mitconsul überwacht und sich später vor Gericht verantworten, wenn er nach fünf Jahren als Proconsul nach Hause zurückkehrte, wo sich seine früheren Parteigänger womöglich neuen Leuten zugewandt hatten. Der germanische Herzog mußte allein in den Krieg ziehen, wenn er die freien Männer nicht überzeugen konnte.
Das wichtigste Element der Demokratie, die jederzeitige persönliche Verantwortung der gewählten Machthaber, ist in dem, was wir heute Demokratie nennen, vollständig ausgeschaltet. Natürlich erschien dies Churchill als die beste aller Staatsformen, wo er für eine Menge Geld sein Land in einen sinnlosen Krieg treiben durfte, der dem Britischen Weltreich den Todesstoß versetzte und Europa untergehen ließ. Dafür wurde der Mann nicht etwa in die Verbannung gejagt, sondern von den zur hündischen Ergebenheit unterworfenen Besiegten mit dem Karlspreis der Stadt Aachen als großer Europäer geehrt.
Die Regierungen der heutigen Demokratien haben einen Beamtenstatus. Alle Kompetenzen sind bürokratisch geregelt, Gehälter und Dienstwagen, Versorgung und Privilegien sind beamtenrechtlich festgelegt. Verfehlungen haben, wie bei Staatsbeamten, keinerlei Folgen, bis auf Suspendierung und den goldenen Handschlag der Frühpensionierung. Die Damen und Herren Demokraten haben sich alle Macht angeeignet und dabei von jeglicher Verantwortung freigestellt. Wer sollte sie auch zur Verantwortung ziehen? Die Politik nicht, denn deren Nachfolger sind schließlich Kollegen, die sich hüten werden, ein Recht zu schaffen, das sich gegen sie selbst richten könnte. Die Staatsanwälte nicht, denn die sind weisungsgebunden - diese Weisungen erhalten sie von ihren Vorgesetzten, die wiederum den Weisungen der Politiker unterliegen. Die Richter nicht, denn wenn ein Richter tatsächlich gegen Politiker vorgehen würde, wäre dies das Ende seiner Karriere.
Die Demokraten sind zu einer geschlossenen Gesellschaft geworden, die nichts und niemand zur Rechenschaft ziehen kann, schon gar nicht das Volk. Warum diese Staatsform des entrechteten Volkes sich "Volksherrschaft" nennt, ist anhand des Ist-Zustandes nicht nachvollziehbar. Es gibt ein paar historische Gründe dafür, in Form eines Versprechens, das dem Volk im Austausch für die Macht gegeben worden war, aber nie auch nur im Ansatz eingelöst wurde. Die Demokraten sind den Verlockungen der Macht erlegen, sind austauschbare Partei-Oligarchen geworden, rückgratlose Strohmänner der Plutokraten im Hintergrund.
Was sich Demokratie nennt, ist nichts weiter, als ein äußerer, rissiger Lack, der mehr und mehr abblättert. Demokratie setzt Wahlmöglichkeiten voraus, die nicht gegeben sind, da bestenfalls ein paar Gesichter ausgetauscht werden, aber nicht die Politik. Demokratie setzt Gewaltenteilung voraus, keinen alles durchsetzenden Filz, der Exekutive, Legislative und Judikative zur Beute von Parteifunktionären werden ließ. Demokratie setzt Informationen voraus, den Zugang zur Wahrheit, keine Propaganda-Medien und Meinungskontrollparagraphen.
Mag es auch noch so oft behauptet werden: Dieser sogenannte Staat, diese Bundesrepublik des vereinten Deutschlands, ist alles Mögliche, nur eben keine Demokratie!
© Michael Winkler (/quote)
Quelle: www.michaelwinkler.de
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dian unregistriert
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Was irritiert mich nur immer an solchen Texten?
Ach ja... vielleicht die Tatsache, dass von den alten Römern über das Königreich Bayern und die Weimarer Republik bis zur DDR so ziemlich jedes System Erwähnung findet... nur was zwischen Weimarer Republik und der Verleihung des Karlspreis an Winston Churchill geschah, darüber schweigt sich der Autor beharrlich aus.
War wohl auch nichts Wichtiges.
Ich weiß ja, man muss in Deutschland sehr vorsichtig sein, was man sagt, wenn man nicht wegen Volksverhetzung verurteilt werden möchte...
andererseits erscheinen mir viele Personen aus der rechten Ecke dadurch wie eine Gruppe Okkultisten, die einen Gott anbeten, dessen Namen sie öffentlich nicht nennen dürfen, den sie auch bei genauerem Nachfragen erstmal verleugnen, und der dann doch im Hinterzimmer eines jeden Gläubigen mit einem eigenen Altar geehrt wird.
Im Prinzip ist die rechte Szene in Deutschland doch genauso eine Geheimgesellschaft, deren wahre Absicht nur Eingeweihten zugänglich gemacht wird, wie die von ihnen immer so kritisierte "zionistische Weltverschwörung".
Öffentlich zeigt man sich demokratisch und besorgt um den Zustand der Gesellschaft, und hintenrum werden wahrscheinlich schon die Hakenkreuzflaggen gehisst und die ersten Gaskammern geplant... also eigentlich das selbe Prinzip, wie wenn uns die Amis was von "friedensschaffenden Maßnahmen" erzählen, aber eigentlich die Vernichtung Andersdenkender meinen.
Sieht man mal von diesem "leichten Gschmäckle" ab, finde ich den Text aber sehr zutreffend als Kritik an unserem heutigen pseudo-demokratischen System.
Ich habe ja auch schon in der Unity-Philosophie darauf hingewiesen, dass in jeder Steinzeitclique noch mehr soziale Gerechtigkeit herrschte als heutzutage, weil sich der Anführer damals mit seinen Untertanen die selbe Höhle teilte, und daher sehr aufpassen musste, dass er nicht irgendwann im Schlaf erschlagen wurde, wenn er zu oft gegen den Willen seines Stammes entschied.
Vielleicht sollte man das wieder einführen...
dass ein gewählter Politiker für die Dauer seiner Amtsausübung keine eigene Wohnung besitzen darf, sondern jede Nacht bei einem Menschen aus seinem Volk übernachten muss, der ihm per Los zugeteilt wird.
Ich denke, da wäre die Motivation, es sich mit keinem Bevölkerungsteil zu verscherzen, gleich viel größer.
Aber nein... das heutige System ist ja längst so dermaßen festgefahren, dass es wohl wirklich erst eine riesige Katastrophe oder einen dritten Weltkrieg geben muss, bis sich die Leute mal Gedanken darüber machen, dass man das alles auch ganz anders gestalten könnte.
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Wir haben exakt die Gesellschaft und Regierung, die wir verdienen.
Die Politiker und Konzerne sind einfach nicht besser als wir, das ist alles.
Wir haben alle Möglichkeiten die Gesellschaft zu gestalten. Und wir nutzen sie die ganze Zeit.
Das Resultat ist nur ein Spiegel.
Es sind nicht die bösen anderen, die betrügen, versagen und sich ihren persönlichen Vorteil sicher, das sind wir selbst.
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"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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Wir haben exakt die Gesellschaft und Regierung, die wir verdienen.
Die Politiker und Konzerne sind einfach nicht besser als wir, das ist alles.
Wir haben alle Möglichkeiten die Gesellschaft zu gestalten. Und wir nutzen sie die ganze Zeit.
Das Resultat ist nur ein Spiegel.
Es sind nicht die bösen anderen, die betrügen, versagen und sich ihren persönlichen Vorteil sicher, das sind wir selbst. |
Ich bin exakt der selben Meinung, das alles betrachte ich im übrigen auch nur wie ein Spiel oder einen Film. Es gibt weder die Guten noch die Bösen es gibt nur ne menge Leute die alle ihre eigenen Ziele verwirklichen wollen, wenn sie erfolgreich sind und du selbst scheiterst warst du nun mal nicht gut genug und hast dir das selbst zuzuschreiben, jedoch kann man nicht verlieren solange man in diesem Spiel sein bestes gibt, den darum geht es schließlich in diesem Spiel.
Über Gesellschaften zu reden ist mir ohnehin etwas zu oberflächlich viel mehr interessiert mich was dahinter steckt und solche Gesellschaftssysteme entstehen läst. Das ist schon ein ziemlich komplexer Prozess und hat nichts mit dem eigentlichen System zu tun, sondern mit der menschlichen Psyche und gewissen sich häufenden umständen, die dann dazu führen das sich eine Mehrheit dazu entschließt sich einem solchen kranken System anzuschließen.
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Shinobi am 22.12.2009 18:10.
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Ich lehne die Grundübereinkunft des Gemeinwesens ab, insbesondere die Überbewertung von Besitz.
“All authority of any kind, especially in the field of thought and understanding, is the most destructive, evil thing. Leaders destroy the followers and followers destroy the leaders. You have to be your own teacher and your own disciple. You have to question everything that man has accepted as valuable, as necessary.”
„Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?“
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Eastwood unregistriert
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Es ist schon ziehmlich seltsam heutzutage, dass so vieles im Namen der Demokratie getan wird. Und man schreckt sich von den Angriffskriegen, von Foltern, von der Überwachung, von der Lüge nicht zurück.
Doch die grundsetztliche Debatte was eine Demokratie ist, oder sein sollte wird verweigert. Sogar bei Studien der Politkwissenschaften können die meisten es nicht definieren, und die wenigen die es könnten trauen sicht nicht, weil die Definition der Demokratie eben das Gegenteil zum heutigem System darstellen würde.
Und dann fragt der Dozent war das erste Reich eine Domokratie, alle schüteln den Kopf und trauen sich wieder nichts zu sagen. da sagt der dozent theoretisch gesehen schon, aber aus heutiger wäre es keine Demokratie. Also Mainstream Bildung sagt dazu die definition der Demokratie ändert sich mit der Zeit.
Ich bin vielleicht auch nicht mit jeder Pasaage des Textes 100% einverstanden, doch finde es wichtig das Thema permanent anzusprechen.
Was mich sehr sehr wichtig ist die Frage zu stellen, ob eine Regierung in einer Demokratie legitim ist, wo die Wahlbeteiligung unter 50% lag? Ob legitim in eine Demokratie ist die freie Presse, die Parteien aus ideologischen Gründen zu verbieten? u. s. w.
Lüstig wirds aber eien westliche Demokratie den anderen Ländern demokratiedefiziete vorwerfen tut. Z. B. in China werden freie Presse oder Meinungfreiheit eingeschränkt, wie schauts aber aber in Deutschland aus? Das man in der hinsicht noch viel schlimmer da steht, will man gar nicht wahr haben.
Noch lüstiger wurde mit dem Wahlergebnissen in Iran, wo die amerikanische marionette die Wahlen offensichtlich verloren hat. Erstmal wird verschwiegen, dass die Wahlbeteiligung von 80% traumhaftes, nahezu unglaubliches Ergebnis für eine Demokratie ist. Zweitens wird verschwiegen, dass in deutschland, der präsident gar nicht vom Volk gewählt werden darf. Man wirft angebliche wahlmanipulationen vor, die es nicht gegeben hat, und doch vergisst man , dass in anderen Demokratien die an der Tagesordbung sind.
Sehr interessant, dass man in einer demokratie die sinkende Wahlbeteilung mit der Wahlpflicht wieder hochtreiben kann..
Zu den Waheln selbst, wieso darf man nicht gegen einen Kanditaten entscheiden nur für? Wieso gibts keine Möglichkeit die schlimme Politiker abzuwählen?
Und ganz anderes Thema politisch Verantwortung, das wird zum Teil im Text von Michael Winkler angeschnitten. Rücktritt für einen Politiker ist die höchste Konsequens, dann kriegt er schnell wieder einen anderen Posten und kann weiterhin machen was er will.
http://dejure.org/gesetze/StGB/129.html
("1) Wer eine Vereinigung gründet, deren Zwecke oder deren Tätigkeit darauf gerichtet sind, Straftaten zu begehen, oder wer sich an einer solchen Vereinigung als Mitglied beteiligt, für sie um Mitglieder oder Unterstützer wirbt oder sie unterstützt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Absatz 1 ist nicht anzuwenden,
1. wenn die Vereinigung eine politische Partei ist, die das Bundesverfassungsgericht nicht für verfassungswidrig erklärt hat,..."
In Deutschland ist es sogar gesätzlich legitim innerhabt einer politischen Partei Banden zu bilden und Straftaten zu begehen.
Aber auch in keinem lang wird ein politiker wegen Steuerhinterzeihung oder Koruption gestraft.
@dian
Sehr guter Vorschlag. Zu mindest ein mal in zwei monaten könnte ein politiker wo anders übernachten, Ich erkläre mich schon bereit dazu die politiker zu übernehmen. Letztendlich müssen si nahe zu dem Volk stehen. es sollte auch Sicherheitspersonal für politiker vorboten werden..
Es ist natürlich nicht unwichtig was in Weimarer Republik passiert oder nicht passier ist, es geht aber haupsächtlicht um die Demokratie, deswegen kommen eher diesbezügliche Aspekte in Vordergrung. mich es sowohl bei "rechten" die einem Führer hängen, als die "Linken", die dagleiche tun. So kammt dass nicht die Idee die leitende Rolle spielt, sondern die Verbrechen, die im Namen des Nationalsozialismus oder Komunismus begangen worden sind. Und genau so werden die Verbrechen im Namen der Demokratie begangen. Es zeigt wie die Massen des eigenständiges überhaupt nicht fähig sind, und immer Irgendwelche Führer oder Ideologien brauchen.
@Xoc
dass du ziehmlich an das theama vorbeireden kann hast schon nicht einmal bewiesen. das ganze hast bestimmt auf einem Talkshow aufgeschnappt. Ihr könnt ruhig bei der Wahrheitsministerium der Bundesregierung, oder wie es auch immer heissen mag, bewerben.
Natürlich sind die politiker nicht schuld, die arbeiten ja so gut. "wir alle" sind schuld ,weil wir alle zu faul sind und wenig arbeiten.
In einem Punkt bin ich mit dir einverstanden, du hast nichts anderes verdient.
@Shinobi180
dass ihr Lemminge alle einer Meinung seid, ist ja nicht neu.
@Zelder
Ich will es bezweifeln, dass du es kannst, und dann gibst solche Argumente: "Der text ist bullshit, ich habe was anderes gehört, ich kann die erklärungen der Bundesregierung aus wikipedia hier reinposten, auch wenn ich die nicht ganz verstehe... u. s. w..
Es nicht schlimm, dass ihr überhaupt nicht versteht, viel schlimmer ist es, dass ihr überhaupt nichts verstehen wolllt
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Eine gute, illusionslose Kritik des bürgerlich-demokratischen Staates gibt es hier:
http://www.gegenstandpunkt.com/vlg/staat/staat_i.htm
Ansonsten kann man nur immer wieder einen der Klassiker empfehlen:
http://www.amazon.de/Die-Transformation-...i/dp/3924627207
These und Ausblick:
"Nicht der Machtwille der Politiker und deren Korrumpierbarkeit, noch die Entpolitisierung der Massen sind die Ursachen der Transformation. Diese ist vielmehr notwendig für einen Kapitalismus, der sich zum Versuch eigener Rettung staatlich organisiert. Die Rückkehr zur Reinheit des Grundgesetzes wäre Rückkehr zu den Anfangsbedingungen der Transformation selbst. Es mag sein, daß die Wiederherstellung oder die Verteidigung der Grundrechte eine wesentliche Voraussetzung für den Kampf gegen Herrschaft und Ausbeutung bildet. Grundrechte emanzipieren aber die Massen nicht, solange wir eine bürgerliche Gesellschaft und eine kapitalistische Produktionsweise haben, deren Staat genau für den nicht emanzipatorischen Gebrauch der Grundrechte sorgt.
In den staatlich befriedeten und integrierten Zustand des organisierten Kapitalismus ist vielmehr die politische Wiederherstellung des Antagonismus, und das ist die Aktualisierung des Klassenkampfes und die Desintegration der Gesellschaft, der erste Schritt für die Verwirklichung von Demokratie. "
The Loathsome mask has fallen the man remains
Sceptreless, free, uncircumscribed, but man
Equal, unclassed, tribless and nationless,
Exempt from awe, worship, degree, the king,
Over himself, just, gentle, wise.
Percy Bysshe Shelley
Indessen ist das gerade wieder der Vorzug der neuen Richtung, dass wir nicht dogmatisch die Welt antizipieren, sondern erst aus der Kritik der alten Welt die neue finden wollen. Karl Marx
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Original von Eastwood
Lüstig wirds aber eien westliche Demokratie den anderen Ländern demokratiedefiziete vorwerfen tut. Z. B. in China werden freie Presse oder Meinungfreiheit eingeschränkt, wie schauts aber aber in Deutschland aus? Das man in der hinsicht noch viel schlimmer da steht, will man gar nicht wahr haben. |
So? Na dann zähl sie doch mal auf, die Journalisten, die mit fadenscheinigen Vorwürfen in deutschen Folterkellern gehalten werden. Und wann wurde der letzte Regimekritiker in Deutschland hingerichtet? Ich habs gerade vergessen, aber du als Experte in diesem Gebiet kannst mir sicher schnell auf die Sprünge helfen.
| Zitat: |
Original von Eastwood
Zweitens wird verschwiegen, dass in deutschland, der präsident gar nicht vom Volk gewählt werden darf. |
Ui, der Präsident von Deutschland .... Dir ist schon klar das Merkel nicht Bundespräsidentin ist.... Und dass man den Bundeskanzler in Deutschland nicht direkt wählen kann, ist auf jedem Wahlzettel ersichtlich.
| Zitat: |
Original von Eastwood
Man wirft (dem Iran) angebliche wahlmanipulationen vor, die es nicht gegeben hat, und doch vergisst man , dass in anderen Demokratien die an der Tagesordbung sind. |
Der Iran ist also das demokratische Musterland, während bei uns Korruption und Wahlfälschungen an der Tagesordnung sind, richtig?
| Zitat: |
Original von Eastwood
Wieso gibts keine Möglichkeit die schlimme Politiker abzuwählen? |
Tja, ist halt so in Demokratien, politische Ämter werden auf Lebenszeit verliehen, da kann man nix machen.
| Zitat: |
http://dejure.org/gesetze/StGB/129.html
("1) Wer eine Vereinigung gründet, deren Zwecke oder deren Tätigkeit darauf gerichtet sind, Straftaten zu begehen, oder wer sich an einer solchen Vereinigung als Mitglied beteiligt, für sie um Mitglieder oder Unterstützer wirbt oder sie unterstützt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Absatz 1 ist nicht anzuwenden,
1. wenn die Vereinigung eine politische Partei ist, die das Bundesverfassungsgericht nicht für verfassungswidrig erklärt hat,..."
In Deutschland ist es sogar gesätzlich legitim innerhabt einer politischen Partei Banden zu bilden und Straftaten zu begehen.
Aber auch in keinem lang wird ein politiker wegen Steuerhinterzeihung oder Koruption gestraft. |
Das bedeutet nur, dass im Falle einer nicht verfassungswidrigen Partei dieses Gesetz bzw. diese Strafe keine Anwendung findet und legitimiert keine Straftat. Verfolgungswahn kann man heutzutage übrigens recht erfolgreich therapieren ...
| Zitat: |
Original von Eastwood
Es ist natürlich nicht unwichtig was in Weimarer Republik passiert oder nicht passier ist, es geht aber haupsächtlicht um die Demokratie, deswegen kommen eher diesbezügliche Aspekte in Vordergrung. |
Und wieso fällt die Weimarer Republik raus, wenn es um deutsche Geschichte im Bezug auf Demokratie geht? Das hätte ich doch gerne mal genauer erklärt.
| Zitat: |
Original von Eastwood
mich es sowohl bei "rechten" die einem Führer hängen, als die "Linken", die dagleiche tun. So kammt dass nicht die Idee die leitende Rolle spielt, sondern die Verbrechen, die im Namen des Nationalsozialismus oder Komunismus begangen worden sind. Und genau so werden die Verbrechen im Namen der Demokratie begangen. Es zeigt wie die Massen des eigenständiges überhaupt nicht fähig sind, und immer Irgendwelche Führer oder Ideologien brauchen. |
Aha! Ja ne, is klar!
| Zitat: |
Original von Eastwood
dass ihr Lemminge alle einer Meinung seid, ist ja nicht neu.
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Es nicht schlimm, dass ihr überhaupt nicht versteht, viel schlimmer ist es, dass ihr überhaupt nichts verstehen wolllt |
Die Unity, das Forum der Lemminge. Zum Glück gibt es in all dieser Dunkelheit noch einzelne Wetterleuchten wie dich.
Dian, was macht eigentlich dein Augenkrebs?
"All the people who created traditions, who created countries, who created rules - them fuckers are dead.
Why don't you start your own world while you got the chance?"
Bill Hicks
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Also erst einmal, Demokratie als schlimmer als ein Absolutistisches System darzustellen ist purer Nonsense. Zu Zeiten des Biedermeier in Österreich wärest du nur wegen einer einzigen solchen Aussage schnell mal verschwunden. Jeder 20te war damals ein Spitzel der Regierung.
Der Absolutismus in Frankreich hatte auch seine schlimmen Zeiten: Herrscher, die sich von Gott berufen (oder selbst als Gott darstellen) dazu verpflichten, in absolutem Wohlstand zu leben, während Menschen dafür krepieren Prunkbauten wie Versailles zu bauen.
Auch der Kommunismus hat seine Ideale schnell aus den Augen verloren, während der Zeit des zweiten Weltkriegs gingen die lieben Russen nicht viel freundlicher mit ihren Kriegsgefangenen um als die Nazis, und zum Hilterreich brauch ich kaum was sagen. Da kann man sich noch so coooool vorkommen, gegen den Mainstream zu sein, Rassismus und Zensurwesen einfach zu ignorieren und zu behaupten es wäre besser, als unsere Demokratie, ist einfach verblödet.
Mir kommt dieses Herumgejammere gegen die Demokratie wie jämmerliches Teenager-revoltieren vor. Alleine die Tatsache, das wir hier über solche Themen diskutieren können, ohne uns politisch verfolgt fühlen zu müssen sollte einem schon Beweis genug dafür sein. Jeder von uns hat genug zu Essen, ein Dach über dem Kopf zum Schlafen, jegliche Lebensstandards sind uns gesichert, sogar wenn wir arbeitslos sind. Hauptsache man jammert weiter, wie schlecht denn nicht alles ist.
Was noch viel besser ist, das keiner der die Demokratie hier kritisiert, dann auch noch gut genug ist, ein besseres System vorzuschlagen.
"Demokratie ist ein schlechtes System, aber das beste, das wir haben"
Ich erinnere mich nicht mehr genau, wer das gesagt hat, jedenfalls trifft es schön zu.
Mir persönlich wäre es ja lieber, die lieben Politiker würden weniger Zeit damit verschwenden auf die anderen Parteien loszugehen, und eher damit nutzen tatsächlich an Problemen zu arbeiten.
Grundproblem unserer Gesellschaft ist nämlich nach wie vor Egoismus (und dementsprechend Gier), Ignoranz, Neid und fehlende Voraussicht. Das Problem liegt am Denken der Menschen selbst. Würden sich alle Menschen an anarchistischen Idealen richten: "Lebe deine Freiheit, sofern du damit nicht der Freiheit anderer schadest", wir hätten ein Paradies.
Vielleicht findet sich sogar der eine oder andere Unity-User ja selbst bei diesen Schwächen. Jeder hat sie.
Aber Hauptsache die Demokratie ist an allem schuld
Aja, noch ein kleines Post-Scriptum:
@Eastwood: Sogar Wikipedia kann dir eine genaue Definition des Begriffs der Demokratie geben:
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| Heute wird Demokratie zumeist als allgemeiner Sammelbegriff für Herrschaftsformen gebraucht, deren Herrschaftsgrundlage aus einem weitgefassten und pluralistischen Volksbegriff abgeleitet wird, mit umfassenden Partizipationsrechten für alle Bürger ab Vollendung des 16. oder 18. Lebensjahres: diese betreffen z. B. die direkte Demokratie, repräsentative Demokratie, Demarchie, Radikaldemokratie, Basisdemokratie. |
http://de.wikipedia.org/wiki/Demokratie
Welche Form der Demokratie du in Deutschland hast, solltest du ja bereits aus deiner Schulzeit wissen.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von porcupine am 23.12.2009 13:14.
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Original von Zelder
Dian, was macht eigentlich dein Augenkrebs? |
Dian denkt sich vermutlich gerade das hier
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"Demokratie ist ein schlechtes System, aber das beste, das wir haben"
Ich erinnere mich nicht mehr genau, wer das gesagt hat, jedenfalls trifft es schön zu. |
"Niemand behauptet, dass Demokratie [die] perfekt[e Regierungsform] ist oder der Weisheit letzter Schluss. In der Tat wurde gesagt, dass Demokratie die schlechteste Regierungsform ist, mit Ausnahme all der anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert wurden."
Winston Churchill (http://de.wikiquote.org/wiki/Diskussion:Winston_Churchill)
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"Einige Menschen in diesem Land sind sehr reich, aber die meisten von euch sind sehr, sehr arm. Und wisst ihr wieso? Weil ihr alle faule Säcke seid! Euer Land braucht Geld. Aber ihr könnt leider nicht genug Geld beschaffen. Also sag ich euch, was wir tun müssen: Wir werden die Krankenhäuser zumachen und den Leuten Arbeit geben und mehr Raketen herstellen!!"
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Original von Eastwood
"wir alle" sind schuld ,weil wir alle zu faul sind und wenig arbeiten. |
Genau, du hast es verstanden. Damit ist allerdings nicht körperliche Arbeit gemeint, sondern fundamentale geistige Arbeit.
Das Erarbeiten von dem Wissen und den Fähigkeiten, die nötig sind, damit sich Menschen auf etwas einigen können und damit richtig liegen.
Offensichtlich fehlen diese Fähigkeiten in der Gesellschaft genauso wie in der Unity.
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"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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wenn du das so sagst, xoc, stellt sich mir die frage, was die gesellschaft in deinen augen von der unity noch trennt.
welche einigung könntest du dir vorstellen? eine, in der niemand mehr kritik anbringen könnte?
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Original von quaid
wenn du das so sagst, xoc, stellt sich mir die frage, was die gesellschaft in deinen augen von der unity noch trennt. |
Gute Frage. Vielleicht die höhere Quote an Aussenseitern, Männern und das jüngere Durchschnittsalter?
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| welche einigung könntest du dir vorstellen? eine, in der niemand mehr kritik anbringen könnte? |
Wissen ist in aller Regel unvöllständig und somit auch die bestmöglichen Schlussfolgerungen daraus. Kritik ist wohl eher notwendiger Bestandteil des Prozesses.
Einen Oberguru ernennen, der sagt, was richtig ist, ohne Erlaubnis für Kritik, ist sicher eine Möglichkeit sich zu einigen (Modell katholische Kirche), aber keine Möglichkeit sicherzustellen, dass man nicht komplett falsch liegt.
Der Hase läuft eher andersrum. Wenn man Methoden hat, wie man zu richtigen Ergebnissen kommt, dann wird man sich "automatisch" einig, weil alle die gleichen richtigen Ergebnisse finden (Modell Mathematik).
Das bezieht sich natürlich nur auf Dinge, die unabhängig von Interessen sind. Also, Fragen, wie die Welt ist und "wenn .. dann" Szenarien.
Aber das würde zumindest eine solide Grundlage liefern, damit Leute überhaupt ihre Interessen vertreten können.
In der gesellschaftlichen Praxis sieht das aber ganz anders aus:
-Bei gleichem Wissen kommen Leute zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen
-Antworten zu eigentlich interessenunabhängigen Fragen werden abhängig von den Interessen beantwortet. Und zwar nicht nur gegenüber anderen (andere betrügen), sondern inbesondere auch gegenüber sich selbst (Selbstbetrug).
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"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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da du dich hier öfter aufhälst, kann man dich wohl als teil der unity beschreiben.
wenn ich mir einen benutzerbeitrag in einem forum wie jappy oder postpla.net ansehe, stelle ich da durchaus signifikante unterschiede fest.
über das durchschnittsalter (was mMn noch am wenigsten aussagekräftig ist) über geschlechterverteilung bis hin zur aussenseiterquote würde ich also hinzufügen, dass ein hang, sinn oder zumindest eine motivation besteht, hinter die fassaden zu blicken und dinge zu hinterfragen. das spricht für die unity als unterschied, und das ist unabhängig davon gemeint, wie sehr das verständnis für gewisse dinge ausgeprägt ist oder welche kommunikativen skills angewendet werden (die sich zugegebener maßen nicht so oft zu unterscheiden scheinen von denen in o.g. foren, wie es vielleicht wünschenswert wäre).
verstehe ich dich richtig, dass eine einigung so aussehen würde, dass man ein fundament schafft, und dann möglicherweise das nächste (oder das selbe) problem hat aufgrund von interessensfragen? oder ist dieses nächste (selbe) problem nur aufgrund deiner gesellschaftlichen kritik existent?
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In einem Interessenskonflikt sollte zuerst einmal sichergestellt werden, das beide Seiten sich im Bezug auf objektive Wahrheiten klar sind. Dinge, die durch Wissenschaft beispielsweise, klargestellt sind, oder zumindest soweit, dass sich beide Parteien darüber einig sind. (Ich vermeide hier den Begriff "bewiesen")
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Ich frage mich gerade, ob man, wenn man sich wirklich darauf einlässt, über Demokratie als Möglichkeit für ein Staatswesen zu diskutieren, man nicht automatisch erstmal akzeptiert, dass es ein Staatswesen geben muss.
Irgendwie wird das in den meisten Beiträgen schon so vorausgesetzt.
Insofern ist die ganze Debatte der zweite Schritt vorm ersten.
(P.S. Ich habe Lonewolfs Links noch nicht vollständig gelesen.)
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Original von quaid
wenn ich mir einen benutzerbeitrag in einem forum wie jappy oder postpla.net ansehe, stelle ich da durchaus signifikante unterschiede fest. über das durchschnittsalter (was mMn noch am wenigsten aussagekräftig ist) über geschlechterverteilung bis hin zur aussenseiterquote würde ich also hinzufügen, dass ein hang, sinn oder zumindest eine motivation besteht, hinter die fassaden zu blicken und dinge zu hinterfragen. |
Das ist mehr oder weniger Thema des Forums (Dies ist eine Seite für alle ...). Du stellst damit also lediglich fest, dass nicht nur offtopic geschrieben wird.
Das ist allerdings in Philosophie oder Weltverschwörungsforen genauso.
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| verstehe ich dich richtig, dass eine einigung so aussehen würde, dass man ein fundament schafft, und dann möglicherweise das nächste (oder das selbe) problem hat aufgrund von interessensfragen? oder ist dieses nächste (selbe) problem nur aufgrund deiner gesellschaftlichen kritik existent? |
Das Problem, dass Menschen unterschiedliche Interessen habe ist wohl immer vorhanden, aber dafür haben wir bereits Lösungen wie Demokratie und freier Markt.
Es ist nicht mal zwangsläufig ein Problem, da sich unterschiedliche Interessen oft auch parallel verwirklichen lassen.
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"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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Das ist mehr oder weniger Thema des Forums (Dies ist eine Seite für alle ...). Du stellst damit also lediglich fest, dass nicht nur offtopic geschrieben wird.
Das ist allerdings in Philosophie oder Weltverschwörungsforen genauso. |
du hälst dich hier auf, und hier geht es um besagtes thema. hälst du dich auch in jappy(-ähnlichen) foren auf, und falls nein, möglicherweise weil es dir dort zu oberflächlich zu geht?
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| Das Problem, dass Menschen unterschiedliche Interessen habe ist wohl immer vorhanden, aber dafür haben wir bereits Lösungen wie Demokratie und freier Markt. |
die demokratie haben wir schon, und sie stellt prinzipiell immer nur einen teil der teilnehmer zufrieden (wobei keine aussage über die größe dieses anteils gemacht wird). du hast oben davon gesprochen, was der gesellschaft fehlt. ich denke, die unity mit der gesellschaft abgesehen von geschlechtlicher verteilung, durchschnittsalter oder aussenseitertum gleichsetzend zu vergleichen, lässt den punkt aus, dass wir uns hier auch mit themen beschäftigen (können/wollen), die über typisches schulhofgelaber hinaus geht, wobei ich nicht behaupte, dass dies ausschließlich so ist.
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| Es ist nicht mal zwangsläufig ein Problem, da sich unterschiedliche Interessen oft auch parallel verwirklichen lassen. |
natürlich, da stimme ich zu. wenn du von einer einigung sprichst, denke ich zuerst an gegensätzliche interessen. da stimmt wohl jeder zu, dass nicht alle sich stets einig werden können.
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