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Beiträge zu diesem Thema Autor Datum
 der fluch "industrienation" quaid 06.05.2009 17:13
 RE: der fluch "industrienation" wave 06.05.2009 20:39
 RE: der fluch "industrienation" Inuty 07.05.2009 19:39

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quaid

their law


der fluch "industrienation" 06.05.2009 17:13 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

auf dem weg von der schulung nach hause kaufte ich in der bahn eine ausgabe vom aktuellen strassenfeger und möchte euch hier einen beitrag darin von jana illhardt vorstellen: (mühsam abgetippt)


Der Fluch "Industrienation"
Karitatives Engagement sieht anders aus

Altkleiderspenden zerstören Industrie der Entwicklungsländer
Erfüllt es uns nicht immer wieder mit einem angenehmen Gefühl des gemeinnützigen Engagements, wenn man den Beutel mit seinen alten Klamotten in die Altkleidercontainer schmeißt? Doch wissen die Wenigsten, in welche Gefahr der ständigen Abhängigkeit sie damit die Entwicklungsländer bringen.

Was Ihre Altkleider mit den Entwicklungsländern zu tun haben? Nur etwa 10 bis 15 Prozent der milden Gaben gehen wirklich an bedürftige Deutsche oder werden in Katastrophengebiete gegeben, obwohl der Bedarf in beiden Fällen größer ist.
Aus den restlichen Klamotten machen die Industrieländer Profit. Eine Tonne wird für knapp 500 Euro verkauft, vor allem nach Afrika, aber auch nach Osteuropa, den Nahen Osten und Südamerika. Dort wird unser Müll aufgebügelt und so billig verkauft, dass die einheimische Textilindustrie niciht überleben kann. Übrigens sind Altkleider aus Deutschland eher unbeliebt, da sie meist weder gebügelt noch gereinigt sind. Einige Schneidereien spezialisierten sich auf einheimische Trachten für festliche Anlässe, um sich über Wasser zu halten. Doch die billige westliche Mode schaffte es sogar hier, die Kultur zu unterdrücken.

Gleichzeitig schlagen wir derart hohe Zölle auf deren Produkte, dass ein Import und damit Profit für die Entwicklungsländer fast unmöglich wird. Unsere Billigprodukte verursachen eine stetig zunehmende Arbeitslosigkeit und eine immer kleiner werdende Textilbranche. Ein Teufelskreis ohne Entrinnen. Zahlreiche nationale Initiativen fordern seit langem die Einstellung des Exportes. Doch wo Märkte bedient werden können, riechen wir Profit. Gleichzeitig investiert die Bundesregierung Millionen in die Entwicklungshilfe. Geld, das durch die Abschaffung des lukrativen Absatzmarktes 'Altkleidung' viel effektiver wäre. - Nun zu resignieren und seine Altkleider zu verbrennen, scheint auch nicht der richtige Weg. Lieber sollte man sich informieren, wohin die Schenkung geht.

Das Geschäft mit dem Tod
ähnlich sieht der Fluch "Industrienation" im Waffenhandel aus, denn dieses verstrickte kriminielle Gewirr führt nicht selten in die höchsten politischen Kreise. Dass es heutzutage für den Privatmann einfach ist, an Waffen zu kommen, weiß jeder. Gerade in den USA ist es ein Kinderspiel. An dunklen Straßenecken oder Bars an abgelegenen Roads kann man hier Waffen absolut selbstverständlich und billig kaufen. Für nicht-staatliche Banden ist es ein Leichtes, hier lukrative Geschäfte zu machen. Mitlerweile sind so viele Waffen in Umlauf, dass man eine gebrauchte Kalaschnikow in Afrika für 30 Dollar kaufen kann. Kein Wunder, dass die Zahl der Kindersoldaten stetig wächst. Wer soll sonst die ganzen Waffen bedienen?

Folglich "bemühen" sich die großenj Industrieländer ununterbrochen, den Handel mit illegalen Waffen schwerer zu machen. Sehr effektiv sogar, denn sie kaufen sie einfach selbst! 2007 stammten etwa 45 Prozent der verkauften Waffen aus den USA. Das macht jährlich einen Gewinn im dreistelligen Milliardenbereich. Großbritannien belegte Platz zwei, gefolgt von China, Frankreich und Japan. Deutschland schafft es immerhin auf Platz sechs. Im Rüstungsexport belegen wir nun sogar Platz drei - nach den USA und Russland.

Größte Abnehmer für Waffen und Rüstungsgüter sind selbstverständlich die Entwicklungsländer. Wieder ein bestehender Markt, den wir natürlich bedienen müssen. Schließlich leben wir in der Marktwirtschaft. Davon ist der Staat natürlich nicht ausgeschlossen. Daher macht er auch kein Geheimnis daraus, dass regelmäßig Waffen und Ausrüstung in Krisen- und Kriegsgebiete geliefert werden. Der Gedanke, dass wir Waffen in Länder exportieren, wo sie sofort für Kriegszwecke und Menschenrechtsverletzung eingesetzt werden, wir im gleichen Zug aber Friedensbringer spielen und enorme Gelder bereitstellen, um den Ländern, die sich durch unsere Waffen zerstört haben, beim Wiederaufbau und ähnlichewm zu "helfen", ist schlicht pervers.
Wobei man natürlich bedenken muss, dass die Bundesregierung das ganze selbstverständlich "Ausbildungsbeihilfe" statt Rüstungsexport nennt. - Offiziell halten wir uns aus fast allen Kriegen heraus, unsere Waffen sind aber immer und überall mit dabei: Ein sehr zu empfehlender Film zu diesem Thema ist im Übrigen "Lord of War".

Wer glaubt, die großen Industriemächte würden helfen, nur weil sie sagen, dass sie helfen, irrt gewaltig. Sogar die NATO, deren Hauptanliegen es sei, den allgemeinen Frieden und die Freiheit aller Staaten zu sichern, Konflikten vorzubeugen und Krisen zu bewältigen, stand niciht nur einmal unter starker Kritik.

jeder muss am Ende selbst entscheiden, wie weit er die Dinge hinterfragt. Wir alle können unseren beitrag für ein besseres Miteinander leisten, indem wir uns Gleichgesinnte und Verbündete suchen und das Unheil an der Wurzel packen. Es beginnt vor unserer Haustür.

- Jana Illhardt
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wave
unregistriert
06.05.2009 20:39 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ja gut. Nix neues. Unsere Ethik-Lehrerin sagte schon immer, dass wir die alten Kleider verbrennen sollen oder in den Schredder, damit keiner auf die Idee kommt, sie nochmal zu tragen.

Inuty

aka Levitas

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07.05.2009 19:39 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Das gleiche gilt auch für Lebensmittel. Allem voran Hühnchen und Milch.
Neulich wollten die hier meine Restmülltonne nicht mitnehmen, weil Altkleider drin waren, sprich kaputte Jeans, aber die müssten laut denen in die Altkleider. Die Sachen zu verbrennen wäre m.E.n. immer noch eine bessere Alternative zu den Verfrachtungen nach Afrika. Wir schädigen diesen Kontinent auf jede nur erdenkliche Weise, ob es Waffenhandel ist, Lebensmittel, Anziehsachen, Spendengelder, die ganz woanders hinfließen, als wofür sie gedacht waren. Palmölplantagen, Sojabohnen, alles ohne Rücksicht auf Verluste. Die Kinderarbeit, der Hunger und die Kondersoldaten interessieren uns hingegen einen Dreck.

"If you are truely wild at heart, you'll fight for your dreams . . . Don't turn away from love, Sailor . . . Don't turn away from love . . . Don't turn away from love."
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