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Kritik an 'Heiligen Schriften' und den Unzulänglichkeiten der menschlichen Erkenntnisfähigkeit
26.10.2009 23:18 |
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Ich maße mich mal an hier einfach einen Gedankenwandel von mir reinzuposten.
Ich denke, dass heilige Schriften etc. völliger Schwachsinn sind, die sich meist explizit auf den Schöpfer beziehen, was impliziert das die Schriften ebenso göttlich sind, weil jeder (?) Mensch in der Lage wäre, etwas rein Göttliches zu erkennen wenn er es sieht
(weil er darin Antworten auf die grundsätzlichen Fragen wären, die letzten Endes zu jeder metaphysischen Frage führen die sich jener Mensch je gestellt hätte, und er es auch nicht missverstehen könnte, da der Eindeutigkeit dieses Gegenstands / diesem Ding die Perfektion, da göttlich, innewohnt).
Allein der Umstand, dass mehrere 'Heilige Schriften' in Umlauf sind, erklärt für mich damit nicht nur dass man an der Richtigkeit einer dieser zweifeln sollte, sondern getrost die Richtigkeit aller in die Tonne treten kann (völlig unabhängig von ihren inhaltlichen Unzulänglichkeiten).
An der Stelle habe ich mich gefragt, ob alle Menschen in der Lage sind das Göttliche zu erkennen, sollten sie es sehen (ob es dieses Göttliche überhaupt gibt sei dahingestellt), oder sollte es bloß eine Mehrheit sein, oder doch eher ein kleiner Kreis von 'Fähigen', oder könnte es am Ende kein einziger...?
Dem stände die Behauptung gegenüber, dass jeder Gott für sich selbst erfahren muss, und jeder seine eigene, für ihn 'richtige' erklären von / über Gott hat (und mit Gott meine ich nicht unbedingt den Gott der religiös-gläubigen, sondern eher einen der in Richtung erste Ursache oder Erklärung für alles geht).
...welche ich für mich verneint habe, da ich davon ausgehe, dass es nur einen Gott geben kann (sofern es denn einen gibt), der unabhängig von vorurteilen oder innewohnenenden beurteilungsmustern der Individuen, die sich auf die Suche nach ihm begeben, immer das selbe, ich nenne es mal 'Wesen' aufzeigt. Sollten also mehrere Menschen mit unterschiedlichen Ansichten sagen, dass sie Gott gefunden haben, könnten sie maximal verschiedene Aspekte ein und derselbe Sache erfahren haben, damit Gott auch nicht kennen, da Göttlichkeit ebenso die Vollkommenheit innewohnt.
So wirklich sicher kann ich mir dann nur bei der Aussage sein, dass Gott entweder noch nicht (in seiner Vollkommenheit) entdeckt wurde, oder es der Fall ist dass man tatsächlich dem Göttlichen gegenübersteht werden kann, und es aber doch nicht erkennt.
Eure Meinungen dazu würden mich sehr interessieren
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Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.
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Also, "heilig" heißt ja nix anderes als das, dass es was gibt, was irgendwelche Menschen eben mal als "Heilig" bezeichnet haben, das ist ja nix substanzielles, was es wirklich geben muss außerhalb der Phantasie von Menschen.
Und nix anderes gilt für "helige Schriften". Die heißen ja auch nur so, weil sie irgendwelche Menschen mal so bezeichnet haben.
Ansonsten brauche ich zur Zeit keinen Gott, sondern komme gerade auch ganz gut ohne einen aus. Bin zwar immer noch gespannt, ob die sehr geringe Wahrscheinlichkeit, dass nach dem Tod noch was kommen könnte, evtl. irgendwie einen doch überrascht, aber letztlich bin ich da zur Zeit eher agnostisch. Das lasse ich mal alles auf mich zukommen.
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Ich habe mich in letzter Zeit gedanklich und moralisch sehr mit diesem Thema auseinandergesetzt,ich beziehe mich in meiner nachfolgenden Ansichten/Meinungen zu den Religionen und deren Schriften erstmal nur auf die hier und in meinem Umfeld am häufigsten vorkommenden Glaubensrichtungen...
Ich persönlich kann jedem der in der Kirche ist oder gedenkt sich dieser anzuschließen,nur ausdrücklich empfehlen sich einmal deren Regelwerk oder sagen wir,deren Quelle der Inspiration vorzuknöpfen und es wirklich zu lesen,dies mag aufgrund der altertümlichen und manchmal nicht ganz einleuchtenden Formulierungen nicht unbedingt ein vergnügen sein,doch ich finde bevor man sich damit identifiziert,sollte man das ganze auch zumindest gelesen haben,im besten Falle hinterfragt man das geschriebene auch,aber ich denke,mindestens lesen sollte man es...
In der Bibel stehen jede Menge tolle und moralisch vertretbare Geschichten und Sprüche,wegen dennen es für manchen wohl nachvollziehbar sein mag,sich dafür einzusetzten oder sich dieser zu bekennen...
Wenn man sich all diese Ideale einmal bewusst macht,scheint Kirche gar nicht mal so schlecht,wie sie oft oder eben nicht oft genug gemacht wird...
Doch wenn man sich dieses Buch einmal von vorn bis hinten durchgelesen hat,wird einem zudem auch bewusst was für ein Schwachsinn dort geschrieben steht und wenn es nicht grade inhaltlich in die Brüche geht,dann aus der heutigen Gesicht,sowohl textlich,als auch sprachlich,die Übersetztung stammt noch von Luther...Gott verdammt,der gute Herr lebte aber auch nicht unbedingt zu unserem Jahrhundert,weswegen es mir persönlich sehr schwer fällt,die Bibel auf das heutige Leben anzuwenden,aber das nur nebenbei erwähnt...
Nun haben wir also ein Buch,mit lauter kluger und weniger klugen,vertretbaren und absurden aussagen und ansichten,dies gibt es nun also als Religion,es ist sozusagen ein Club in dem man mitmachen kann,man muss auch nicht unbeding gläubig sein um mal orbeischauen zu dürfen und man kann auch Mitglied sein,obwohl man nicht regelmäßig zu den Clubversammlungen erscheint,aber ich wage zu behaupten das von 100 Anhängern dieser Religion grade mal 75 oder weniger überhaupt schonmal einen ernsthaft interressierten Blick in ihre Clublektüre geschaut haben,ja das weniger als 25 es überhaupt einmal ganz gelesen haben...
Jeder Katholik und Protestant wird bei Taufe,Konfirmation oder Kommunion mit dem Glaubensbekenntnis vertraut gemacht und sagt dieses auf...
In diesem Bekenntnis gelobt man feierlich,ja gar rühmlich nicht nur an den heiligen Geist zu glauen,nein man geht noch weiter,mit der Aussage,ja dem Wort,man glaube an die heilige Kirche (bei den katholiken noch an den Papst)...
Nun hat man also einmal dieses schlaue Buch,woran man denn glauben mag oder nicht und wo dann allerlei schöne und ja auch zum Teil gute Geschichten/Ansichten und Ideale vertreten werden.
Und nun nehme man sich ein oder am besten mehrere Geschichtsbücher und schlage dort mal nach,wie denn so die Kirche gegründet oder entstanden ist und wie der Glauben verbreitet wurde,wofür die Kirche in der Vergangenheit stand und was daraus erwachsen ist und auch wofür sie heute steht und was der Papst in Rom so denkt und meint für das rechte zu halten...
Und dann sage man mir den Satz
ich glaube an die heilige Kirche.
und an den Papst.
Man muss nicht in der Kirche sein um an Gott zu glauben und man muss nicht in der Bibel lesen um Gott zu definieren,jeder kann meiner Auffassung nach sein eigenes unvoreigenommes,eigenes individuelles Bild von Gott oder welchem Wesen auch immer haben oder von mir auch an mehrere Gottheiten glauben oder eben nicht,aber man sollte sich gefälligst zurückhalten anderen ihren Gott vorzuschreiben,denn das ist etwas was nachhinten losgehen kann und unter anderem mir extrem gegen den Keks geht (leider wird dieser Vorgang tagtäglich von Gläubigen,Pastoren,dem Papst oder Eltern durchgeführt)...
Für mich hat die Geschichte der Kirche,ihre Ideologie 1:1 oder auch 2:1 wiederlegt.Ich kann mich aufgrund der Tatsache das in der Kirche zu sein oder an diese zu glauben für mich bedeutet,mich für das was die Kirche sagt,behauptet und wofür sie sich einsetzt zu verantworten,ja es gut zu heißen,genauso wenig mit der Kirche identifizieren,wie ich es mit einem Hakenkreuz und den dahinter stehenden faschistischen Ideologie tun könnte.
Wenn ich an einen heiligen Geist oder etwas vergleichbares glauben würde,kann ich nur sagen,das dessen Ideal nicht mit dem übereinstimmt was in der Bibel oder hinter den Taten der Kirche steht,genauso wenig wie mit dem was in irgendeiner Kirche gepredigt wird oder was der Papst grade mal von sich gibt.
lg Jonas
Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von Tentative am 27.10.2009 16:52.
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"Wenn ein Mensch in seiner Dachkammer ein Verlangen hegt, das stark genug ist, setzt er von seiner Dachkammer aus die Welt in Brand." Antoine de Saint-Exupéry
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M.F unregistriert
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| Zitat: |
Original von Tentative
Jeder Katholik und Protestant wird bei Taufe,Konfirmation oder Kommunion mit dem Glaubensbekenntnis vertraut gemacht und sagt dieses auf...
In diesem Bekenntnis gelobt man feierlich,ja gar rühmlich nicht nur an den heiligen Geist zu glauen,nein man geht noch weiter,mit der Aussage,ja dem Wort,man glaube an die heilige Kirche (bei den katholiken noch an den Papst)...
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Stimmt so nicht. In der reformierten Kirche gibt es keine Glaubensbekenntnisse, die man abgeben sollte. Das wäre was äußerliches, was man nach außen tragen kann und somit eben nichts, was man machen sollte nach deren Auffassung.
Und ansonsten gibt es schon hunderte von Bibelübersetzungen seit Luther, die werden sehr oft akutalisiert. Am genausesten sind die Züricher Ausgabe und evt. noch die Jerusalemer Ausgabe.
Nur, das ändert auch nix daran, dass zum einen die Bücher in einer Sprache geschrieben wurden, die zum Teil grammatische Konstruktionen enthält, die überhaupt nicht mehr so zu übersetzen sind, so dass wir uns was drunter vorstellen könnten.
Und es ändert auch nix daran, dass,das, was da drin steht eben 2000 bis 5000 Jahre alt ist und entsprechend auch inhaltlich nicht mehr auf dem angemessensten Stand. "Seid fruchtbar und mehret euch" war evtl. bei der Bevölkerungsdicht vor 5000 Jahren noch sinnvoll, zumindest unbedenklich. Das hat sich aber geändert.
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dian unregistriert
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Tentative hat das, was ich auch sagen wollte, ja eigentlich schon ganz gut ausgeführt.
Vielleicht sollte man aber noch darauf hinweisen, dass es natürlich kein Zufall ist, dass sich manche Religionen seit so vielen Jahrhunderten halten können.
Es gibt nunmal bei denkfähigen Wesen wie dem Menschen ein starkes Bedürfnis nach Erklärungen, warum man eigentlich existiert, und weshalb man sich dieses Leben voller Ungerechtigkeiten und Grausamkeit überhaupt antun sollte.
Dazu kommt noch die Ungewissheit, was nach dem Tod mit uns passiert... und ganz generell der Wunsch, ein Leben zu führen, das einen Sinn ergibt, und für das man irgendwann am Ende aller Tage eine Belohnung erhält.
Letzten Endes geht es vor allem um SICHERHEIT... um eine Garantie, wenn man sich auf eine gewisse Weise verhält, dann eben auch garantiert für die ganze Mühe, die man sich gemacht hat, entlohnt zu werden.
Die heute vorherrschenden Religionen, Christentum und Islam, haben es perfekt hinbekommen, den Menschen diese Sicherheit zu versprechen... und zwar in einer Art und Weise, die nicht nur für gebildete Philosophen verständlich ist, sondern auch für den letzten Alm-Bauern oder anatolischen Ziegenhirten.
Auch wenn ich die alten Religionen der Griechen oder der Römer ja eigentlich viel sympathischer finde... aber die waren einfach nicht gleichmacherisch genug. Da konnte sich jeder raussuchen, ob er lieber zu Zeus, zu Ares oder zu Kratos betet.
Jeden Monat wurden wahrscheinlich ein paar neue Götter und Halbgötter geboren... und irgendwann endete es damit, dass sich jeder seine eigene Religion zusammenbastelte und nur noch die Götter ernstnahm, die er auch wirklich ernstnehmen wollte.
War wohl ein ziemliches Chaos damals... vor allem, wenn es darum ging, in den Krieg zu ziehen, und jeder Tempel den Willen der Götter mal wieder anders interpretierte.
In dieser Situation fiel das Christentum und dessen "Ein Gott für alle"-Ideologie eben auf fruchtbaren Boden.
Die monotheistischen Religionen vereinten die Menschen... schalteten sie in gewisser Weise gleich...
Wo früher die unterschiedlichsten Traditionen und Rituale praktiziert wurden, bestimmte bald nur noch ein einziges Buch, was richtig und was falsch war.
Auf diese Weise ließen sich große Nationen besser kontrollieren... und das Volk war natürlich auch viel opferbereiter, wenn es nicht von jedem Priester was anderes erzählt bekam, sondern von Germanien bis nach Afrika in jeder Kirche immer mit der selben Scheiße zugesülzt wurde.
Eine weitere Sache, die Religionen so erfolgreich werden ließ, ist natürlich auch die große Anzahl an Dingen, die sich die Menschen in früheren Zeiten nicht logisch erklären konnten.
Egal ob Krankheiten, Wetterphänomene oder marodierende Söldnerhorden... der normale Durchschnittsbauer hatte im Mittelalter weder Fernsehen noch Zeitung, und entsprechend hatte er auch keine Ahnung über die Zusammenhänge, warum nun bestimmte Plagen gerade ihn und sein Dorf trafen.
Also brauchte man eben einen Gott, den man für das ganze verantwortlich machen konnte.
Was ist davon heute noch übriggeblieben?
Krankheiten sind wissenschaftlich erforscht, und egal, wie das Wetter wird, hierzulande verhungert niemand mehr wegen einer missratenen Ernte...
(in den Dritte Welt-Ländern ist die Abhängigkeit von der Natur noch größer, und deshalb sind die Leute dort auch noch viel gläubiger)
Die Religion hat eigentlich kaum noch eine sinnvolle Funktion... sie verwaltet sich nur noch selbst, ohne dass die meisten Leute überhaupt noch wissen, wozu das alles eigentlich gut sein soll. Man lässt sein Kind halt Taufen oder Konfirmieren, weil es schon immer so war, und weil's dann ein bisschen Geld von der Verwandtschaft gibt.
Selbst, um sich die Angst vor dem Tod zu nehmen, braucht man heute keine Bibel mehr lesen. Stattdessen geht man ins Internet, und findet auf irgendwelchen Esoterikseiten Berichte über Nahtoderlebnisse, die weitaus glaubwürdiger sind als alles, was in der Bibel zu dem Thema geschrieben steht.
Also ich denke, das Thema wird sich wirklich bald erledigt haben, wenn die Alten erstmal tot sind und die junge Generation, die heute mit dem Internet aufwächst, das gesellschaftliche Leben bestimmt. Dann werden wirklich nur noch ein paar fanatische Spinner in die Kirche gehen... und irgendwann wird man dann auch anfangen, die ersten Kirchen abzureißen, weil keiner mehr etwas damit anzufangen weiß.
Oder sehe ich das jetzt etwas zu optimistisch?
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Ich glaube, dieser Optimismus ist genau so eine unerfüllbare Prophezeihung wie die Religion selber.
Und das wahrscheinlich auch schon seit 2000 Jahren.
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Schön wärs dian, aber auch Religionen unterliegen der guten, alten darwinschen Evolution. Sie mutieren und die, die am erfolgreichsten sind zu überleben und sich zu vermehren, setzen sich durch.
Die Mächtigkeit dieses Mechanismus ist kaum zu unterschätzen.
Solange der Grossteil der Leute noch denkt, dass es eine gute oder zumindest harmlose Sache ist, zu glauben, wird auch weiterhin genügend Nährboden für Religionen da sein.
Die Statistiken sprechen auch nicht unbedingt für einen schnellen Untergang der Religionen:

Und von den 16% glaubt die Hälfte auch noch.
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"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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Original von Arne Reload
Stimmt so nicht. In der reformierten Kirche gibt es keine Glaubensbekenntnisse, die man abgeben sollte. Das wäre was äußerliches, was man nach außen tragen kann und somit eben nichts, was man machen sollte nach deren Auffassung. |
Hmm,aber es steht eins in der Bibel,wo auch besagter Wortlaut drinsteht und unter anderem auch das man an die heilige Bibel glaubt und wenn man daran glaubt,tut man das ja auch mit dem Glaubensbekenntnis,jetzt einmal übertrieben gesehen...
Ich hatte vor 3 Jahren Konfirmandenunterricht (Koller) und da sollten wir das Auswendig lernen und ich hatte es auch schon öfters,dass ich (bzw. die Gemeinde) im protestantischen Gottesdienst von der Pastorin/dem Pastor aufgefordert wurden doch mit ihr zum Glaubensekenntnis zu bekennen,denke nicht das es pflicht ist,aber wenn es eine Religion ist,in der man glaubt,interpretiere ich aus dem Glaubensbekenntnis auch,das ich mich mittels dessen zu meinem Glauben bekenne...
| Zitat: |
Original von Arne Reload
Und ansonsten gibt es schon hunderte von Bibelübersetzungen seit Luther, die werden sehr oft akutalisiert. Am genausesten sind die Züricher Ausgabe und evt. noch die Jerusalemer Ausgabe.
Nur, das ändert auch nix daran, dass zum einen die Bücher in einer Sprache geschrieben wurden, die zum Teil grammatische Konstruktionen enthält, die überhaupt nicht mehr so zu übersetzen sind, so dass wir uns was drunter vorstellen könnten.
Und es ändert auch nix daran, dass,das, was da drin steht eben 2000 bis 5000 Jahre alt ist und entsprechend auch inhaltlich nicht mehr auf dem angemessensten Stand. "Seid fruchtbar und mehret euch" war evtl. bei der Bevölkerungsdicht vor 5000 Jahren noch sinnvoll, zumindest unbedenklich. Das hat sich aber geändert. |
Ja,stimmt da hast du recht,da hatte ich mich blöd bis falsch ausgedrückt,das Problem auf das ich abzielen wollte,war nicht die Übersetztung,sondern eben das es immer noch,wie du im zweiten Asatz schreibst seid zwei- bis fünftausend jahren derselbe Text ist der übersetzt ist und man sollte meinen das sich innerhalb einer für den Planeten zwar recht geringen,für den Menschen aber sehr große Zeitspanne doch einges davon geändert,die Bibel redet z. B. von Nächstenliebe,andere Zeitgenossen nennen es zivilcourage oder wie auch immer,in der Bibel ist eben nicht die Rede on Ipods oder Pc-systemen oder von autos und umweltverschmutzung,das mag den Inhalt des Buches zwar entfremden,wenn auch nicht wiederklegen,dennoch ist es deswegen meiner Meinung nach schwerer es auf heute anzuwenden,woraus so etwas unschönes entsteht,wie ein Papst der dann erzählt er sei gegen Abtreiung und naja...
Achja,noch eine Frage an Xoc,wie aktuell ist dieses Diagramm ?
lg Jonas
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Tentative am 04.11.2009 17:41.
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"Wenn ein Mensch in seiner Dachkammer ein Verlangen hegt, das stark genug ist, setzt er von seiner Dachkammer aus die Welt in Brand." Antoine de Saint-Exupéry
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Original von Tentative
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Original von Arne Reload
Stimmt so nicht. In der reformierten Kirche gibt es keine Glaubensbekenntnisse, die man abgeben sollte. Das wäre was äußerliches, was man nach außen tragen kann und somit eben nichts, was man machen sollte nach deren Auffassung. |
Hmm,aber es steht eins in der Bibel,wo auch besagter Wortlaut drinsteht und unter anderem auch das man an die heilige Bibel glaubt und wenn man daran glaubt,tut man das ja auch mit dem Glaubensbekenntnis,jetzt einmal übertrieben gesehen...
Ich hatte vor 3 Jahren Konfirmandenunterricht (Koller) und da sollten wir das Auswendig lernen und ich hatte es auch schon öfters,dass ich (bzw. die Gemeinde) im protestantischen Gottesdienst von der Pastorin/dem Pastor aufgefordert wurden doch mit ihr zum Glaubensekenntnis zu bekennen,denke nicht das es pflicht ist,aber wenn es eine Religion ist,in der man glaubt,interpretiere ich aus dem Glaubensbekenntnis auch,das ich mich mittels dessen zu meinem Glauben bekenne... |
Fehler!
Den machen aber fast alle.
Ich vermute mal, wenn Du aus Schleswig-Holstein kommst, dass Du eben nicht evangelisch-reformiert bist, sondern evangelisch-lutherianisch.
Das nennt sich beides evangelisch, die sind auch alle in der EKD, aber sind eben verschiedene Kirchen. Das ist erst seitdem die Preußen alles überrannt haben, dass die beiden evangelischen Kirchen meistens als eine gelten. I.d.R. gibt es pro Landeskirche auch nur eine Möglichkeit, eben da oben in Hamburg und Schleswig-Holstein ist die evangelische Landeskirche lutherianisch, in ganz Ostdeutschland auch, in Württemberg auch, die Badische Landeskirche ist wieder reformiert. Das kommt eben noch aus den Zeiten, als die Reformation stattfand. Da gab es verschiedene neben Luther, es gab auch noch Zwingli und Calvin.
Heute ist das eigentlich alles scheißegal, Du merkst es eben nur noch, wenn man unterschiedliche evangelische Staaten vergleicht, wie die sich entwickelt haben. Deutschland war, wie oben gesagt, zum grö0ten Teil, da wo es evangelisch und nicht katholisch war, lutherianisch, Schweiz war evangelisch-reformiert nach Zwingli und Niederlande eben evangelisch-reformiert nach Calvin.
Und Niederlande und Schweiz haben sich eben etwas anders entwickelt als Deutschland.
Wie gesagt, meistens scheißegal heute, aber man kann da Unterschiede feststellen, wenn Du bei den einzelnen Menschen mal untersuchst, woher die ihre Grundpositionen manchmal her haben. Da kann man das noch erkennen. Ist manchmal ganz interessant für den einzelnen. Ich persönlich würde das nicht vernachlässigen und eigentlich empfehlen. dass man zumindest vorm Kopfsprung vom Balkon oder Brücke sich auch mal damit zu beschäftigen, warum man manche Sachen so sieht, wie sie sind und was das mit den Grundsätzen der religiösen Herkunft und eben vor allem deren Ethik zu beschäftigen. Denn die bekommt man irgendwie unbewusst immer vermittelt in der Erziehung. (Könnte das sein, was man auch als "Meme" bezeichnen kann.)
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Arne Reload am 05.11.2009 05:39.
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Original von Tentative
Achja,noch eine Frage an Xoc,wie aktuell ist dieses Diagramm ?
lg Jonas |
2005. Die Zahlen werden sich auch nicht so schnell wesentlich ändern.
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"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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