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Lohnkontrolle
22.03.2012 22:00 |
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hi,
ich bin neu hier und will erstmal meinen ersteindruck loswerden.
das mit der gesinnung ist ziemlich gut, das hat man sonst nicht. es macht schon irgendwie spaß, so intensiv darüber nachzudenken, was zu einem passt und wie man zu bestimmten themen steht.
ich möchte hier mal eine idee ansprechen, die mich in letzter zeit beschäftigt.
die verteilung von geld ist insbesondere hinsichtlich der löhne ziemlich ungerecht. irgendso ein manager, hab seinen namen vergessen, verdient 1000 euro pro stunde. oder sagen wir..er bekommt sie, denn von verdienen kann bei den relationen ja keine rede sein. ein rohrleitungsbauer z.b. kann von glück reden, wenn er ohne größere gesundheitliche beschwerden bis 67 arbeiten kann, verdient aber nur seine 2000 pro monat, wenn überhaupt.
also was wäre, wenn man die löhne auf irgendeine weise kontrollieren würde?
die erste frage, die sich stellen würde wäre die nach der verteilung. da müsste man sich also fragen, was genau die gesellschaft braucht.
so ein kabarettist namens volker pispers sagte dazu mal in etwa folgendes:
"stellen sie sich vor, morgen fallen alle hedgefondsmanager, aktienanalysten und fusionsbanker tot um. oder morgen fallen alle ärzte, feuerwehrmänner und polizisten tot um. und überlegen sie kurz, was sie persönlich mehr vermissen würden."
ich denke, das trifft es ziemlich genau. besonders weil die fusionsbanker etc. besonders gut verdienen.
man könnte sich also fragen:
- welche arbeit ist für eine gesellschaft unabdingbar? z.b. die von ärzten.
- wie wichtig ist diese arbeit genau?
- wie oft wird diese arbeit pro woche, tag, stunde gebraucht?
danach würde sich dann die entlohnung richten, und zwar in vorgaben. es gäbe einen mindestlohn, also ein fusionsbanker würde bei solchen fragen wohl eher schlecht abschneiden, aber deswegen nicht unter einem existenzminimum landen, denn von seiner vollzeitarbeit sollte man schon leben können.
ich hab das jetz nicht ausgearbeitet. es ist eher ein fixer gedanke, zu dem ich ein paar meinungen einholen wollte.
ein ganz anderer ansatz zum selben problem wäre die einführung des bedingungslosen grundeinkommens. dies würde dafür sorgen, dass jeder nur noch die arbeit macht, die er wirklich machen will. die krankenstände würden vermutlich etwas sinken. schwachsinnige arbeiten könnten wegfallen, aber wir produzieren ja eh weit über dem eigenbedarf. die ausbeutung würde stark bekämpft werden. der wirtschaft könnte das ganz gut tun, da die löhne angepasst werden können (2000 euro heute wären bei 1000 euro grundeinkommen dann nur noch 1000 euro lohn).
man würde auch wegkommen vom erfüllen schwachsinniger statistiken.
na dann freue ich mich auf ein paar meinungen dazu. vielleicht geht das hier ja auch in eine völlig falsche richtung. wir werden sehen.
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into the darkened sky once more, and ever onwards
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erstmal willkommen im Forum
Aber ich denke doch, Geld im allgemeinen kann man kaum komplett fair handhaben. und ich denke auch, Menschen würden problemlos ohne Geld auskommen, wenn man ihnen nur früh genug beibringen würde, so jesuanisch sich das jetzt auch anhört, seinen Nächsten zu respektieren und sein hab und gut zu teilen.
Trotzdem, ein bedingungsloses grundeinkommen wäre kein schlechter ansatz
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mh, die menschen sind ja von grund auf anders gepolt, oder? das überleben des stärkeren, begrenzte ressourcen etc.
wir haben allerdings die macht, das ganze zu kontrollieren, also genau das, was tiere wohl eher nicht können. wir könnten gegen unsere instinkte handeln. immerhin können wir uns selbst umbringen, also gegen den stärksten aller triebe/instinkte überhaupt - den selbsterhaltungstrieb - handeln. also sollte es auch möglich sein, dass wir ohne ausbeutung miteinander leben.
leider gibt es immer wieder menschen, denen die anderen egal sind, und die hauptsächlich auf sich selbst achten - menschen sind eben verschieden. ich glaube, egoisten wird es immer geben, egal was passiert.
insofern ist das ganze wohl nicht so einfach..
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into the darkened sky once more, and ever onwards
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Habe letztens erst von nem Kumpel dessen Eltern in Schwedern wohnen gehört, dass jeder dort lebende Einblick erhalten kann darüber wieviel andere verdienen und wie dessen Zahlungsmoral ist.
Seine Mutter verkauft selbstgemachte Textilien oder sowas und kann so überprüfen, wer eher im voraus bezahlen soll (schlechte Zahlungsmoral), oder wem sie aufgrund seiner guten Zahlungsmoral vertrauen kann und vor Eintreffen des Geldes die Ware bereits zuschicken kann.
Halte die Idee für gar nicht so schlecht, auch wenn viele Angst vor Neidern haben. Reichtum sollte m.E. nicht nur vorteilhaft sein, sondern auch zu "Wohltätigkeit" verpflichten.
„Ich will ja gar nichts anderes, als daß die Welt so eingerichtet wird, daß die Menschen nicht ihre überflüssigen Anhängsel sind, sondern daß in Gottes Namen die Dinge um der Menschen Willen da sind und nicht die Menschen um der Dinge Willen, die sie noch dazu selbst gemacht haben.“
- Theodor W. Adorno
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Allgemein sollte sich Deutschland eher an Skandinavischen Ländern orientieren. 2 Bekannte arbeiten und leben seit 4 jahren in Dänemark und eine in Norwegen und keiner beschwert sich über hier sehr geläufige Dinge wie zb zu wenig Gehalt.
Ein vernünftiger Mindestlohn würde in Deutschland schon einiges bewirken. Alllerdings appelliert das wieder an die Menschlichkeit der Konzerne, weil die Dreckssäcke sonst wieder nur den Mindestlohn zahlen....
Aber ich denke ein Großteil der Menschen hätte kein Interesse am Gehalt des anderen wenn er selber anständig bezahlt werden würde.
Die Nummer von Volker Pispers ist wirklich gut. Frag mich sowieso warum solche Menschen wie er, Georg Schram oder auch Hagen Rethers nicht in der Politik sind. Da gäbs wenigstens was zu lachen.^^ Kurt Krömer wäre auch nicht zu vergessen.
Allerdings halte ich es für schwierig rauszufinden welcher Job für die Gesellschaft wichtig ist oder eben nicht. Ok, Ärtze sind schon wichtig. Die Feuerwehr sicherlich auch. Aber was ist mit der Polizei? Was ist mit Lehrern, Pädagogen, Müllmännern oder Busfahrern. Es gibt bestimmt noch einige Jobs die sehr wichtg sind und mir grad nicht einfallen.
Und am Ende haben Bankfuzzis und Manager auch ihre Funktion in der Gesellschaft. Ich schätze mal, dass liegt am Ende immer im Auge des Betrachters.
Ich denke, jeder Job ist wichtig. Sonst würde es ihn garnich geben. Oder?
Ich würde vorschlagen, dass die Leute, die Aufgrund ihrer Verantwortung, sehr gut bezahlt werden, auch dementsprechend zur Verantwortung gezogen werden können. Auf die Wohltätigkeit zu hoffen die vom Herzen kommt, können wir lange warten. Geld macht ja bekanntlich nicht glücklich sondern gierig.
Also sollen sie bluten für ihre Fehler. Vielleicht überlegt es sich der nächste Vorstand 2mal ob er fusioniert und sich n fetten Bonus einsteckt wenn dafür Leute entlassen werden und man die fehlende Arbeitskraft mit Outsourcing wieder wett macht.
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Dunkel, die andere Seite ist....... Schnauze Yoda! Iss deinen Toast!
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