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 RE: Kobin's Blog Kobin 14.11.2011 22:55
 RE: Kobin's Blog Kobin 24.11.2011 18:24
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 RE: Kobin's Blog Kobin 28.01.2012 09:49
 RE: Kobin's Blog Yog-Sothoth 28.01.2012 18:13
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 RE: Kobin's Blog Veritas 04.02.2012 21:27
 RE: Kobin's Blog Kobin 11.02.2012 01:23
 Nachtrag: Zeitlosigkeit Kobin 11.02.2012 01:55
 RE: Kobin's Blog Veritas 11.02.2012 17:43
 RE: Kobin's Blog Kobin 21.02.2012 13:47
 RE: Kobin's Blog (s)AINT 21.02.2012 21:23
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 RE: Kobin's Blog Yog-Sothoth 21.02.2012 18:33
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Kobin



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14.11.2011 22:55 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Roger that. ^^
Kann ich kaum noch was zu sagen außer: "Packen wirs an." Danke für deine Ratschläge und Einschätzungen dian. Ich glaube, die haben mich in den letzten Jahren wirklich vorangebracht.
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Kobin



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24.11.2011 18:24 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich habe hier mal einen alten Schüleraufsatz von mir aus dem ersten Versuch, die elfte Klasse zu bestehen, hervorgekramt. Ich bin erstaunt, wie mutig ich damals gewesen bin und wie verzweifelt, einen solchen Text zu schreiben. Dennoch würde ich bis heute, viele meiner erwähnten Punkte nachwievor nur in einen neuen Mantel kleiden. Ich musste damals eine Erörterung zu Schillers Kunstauffassung schreiben:

„In erster Linie handelt es sich bei dem vorliegendem Zitat, wie man auch aus der Aufgabenstellung entnehmen kann, um eine Kunstauffassung, eine freie Meinungsäußerung, die Friedrich Schiller meiner Meinung nach als gegeben vorraussetzt. Als eine Tatsache, die von jedem Dichter zu erkennen ist, und nach der er sich zu richten hat. Ob dies dennoch eintreten kann oder soll, ob nicht ebenso gute, wie andere Kunstauffassungen zu vertreten sind, soll meine nachfolgende Erörterung zeigen.

Wenn man das Zitat noch einmal überfliegt, so trifft man auf die Wörter „Vorrecht und Pflcht“, die laut Schiller, das Wesen oder besser gesagt, das schöpferische Schaffe eines Dichters ausmachen sollten. Daraus stellt sich die Frage, was eigentlich das Vorrecht bzw. die Pflicht eines Dichters beinhaltet, durch was sie sich zu erkennen gibt. Oft sind Bücher, Werke von Autoren, durch ihre Ansichten, Ideen und Vorstellungen gekennzeichnet, sei es durch das Drama, das Gedicht, oder durch Epen. Sie beinhalten alle, mehr oder weniger deutlich Weltanschauungen, Ansichten der Autoren.

Daraus können wir entnehmen, dass es tatsächlich das Vorrecht eines Dichtes ist, über Dinge zu schreiben, die ihn bewusst oder auch nur unterschwellig bewegen. Wenn man einmal, die Gattung sei jetzt dahingestellt, selbst einen Text verfassen würde, dann nach einiger Zeit, würde dem Autor auffallen, dass er, obwohl er es vielleicht gar nicht wollte, seine Ansichten, wie Vorstellungen eingearbeitet hat. Seinen Gedanken völlig freien Lauf zu lassen, das ist das Vorrecht des Dichtes. Aus dem Vorrecht resultiert aber als logische Konsequenz die Pflicht, welche dem Autor vorgibt, von dem Vorrecht gebrauch zu machen. Dass die Plicht der Natur eines Schriftsteller zwangsläufig entgegen kommt, wenn nicht entspricht, ist ebensoleicht zu erkennen. Das Verlangen eines Schöpfers war seither, seinen Gedanken, Gefühlen, Ausdruck, ja eine Figur zu verleihen. Die Pflicht bzw. das Vorrecht besteht darin, Werke, Gedanken, Einfälle auf das Papier zu übertragen. Ebenso aber auch, auf Missstände, eventuelle Fehlentwicklungen in der Politik, Gesellschaft aufmerksam zu machen, in der er allerdings lebt und meistens sogar aus ihr, individuellen Nutzen zieht. Doch diese Vorrechte, Plichten können nur geltend gemacht werden, sofern es in dem Können, wie im Willen des Autors liegt. Für gewöhnlich, werden die gewünschten Elemente meistens gleich mit verarbeitet, so hat der Dichter sein Vorrecht ausgeübt und erfolgreich seine Pflicht erfüllt. Leider hat die Geschichte nicht nur einmal bewiesen, dass solche ehrenwerten Freigeister bzw. ihre Schriften oftmals mehr als nur unerwünscht sind. So konnte, um nur ein Beispiel zu nennen, Hitler ungestört seine Kreativität ausüben, wohingegen in der nachfolgenden Zeit, es zu Bücherverbrennungen kam oder Autoren mussten ihr Heimatland verlassen, weil sie verfolgt wurden. Daraus wiederum kann man eine logische Folge ableiten.

Es ist oftmals besser, gewagte Gedankenkonstrukte, bizarre Ideen oder Anschauungen nicht zu veröffentlichen, wenn man nicht den Spott anderer Leute, die sich sprichwörtlich „das Maul zerreißen“, nach sich ziehen möchte. Sind diese Bücher dennoch in der Schullektüre inbegriffen, so könnte man dies weniger auf den Inhalt, als auf die Form zurückführen. Solche Bücher wie „Momo“ oder „Der kleine Prinz“, werden, wenn sie noch in der Schullektüre zu finden sind, beinahe analytisch behandelt, wobei bei der Interpretation dann schlechte Resultate aufzufinden sind und die Interpretationsansätze weniger vom Lehrstoff herrühren, als von, aus dem Netz gezogenen oder von „Königserläuterungen“ aufgeführten Materialien und Schülerhilfen stammen. So erkennen weniger intelligente Kinder selten den Inhalt, den das Buch ausdrücken wollte.

Da ist es nicht verwunderlich, wenn ein Pädagoge nun genau das Gegenteil von dir verlangt, nämlich, dass du mehr interpretierst und im Sinne der Aussagekraft des Buches überlegst, als dich über analytischen Phrasen wie Begrifflichkeiten auseinandersetzt, dass dann womöglicherweise überfordert sein könnte. Dennoch ist man bereit alle Widrigkeiten auf sich zu nehmen, solange auch nur ein Funke der Verwirklichung des materiellen Erfolgs zu vermute ist. Alles für ein gutes, angenehmes Leben, in einer Zeit, die der Biedermeier, meine Meinung nach, nur allzu ähnlich aussieht.

Also wir heutzutage verlangt, deinen Geist, dem Leibe unterzustellen und sich dieser nur entfalten darf, kann, muss, soll, wenn das leibliche Wohl seinen Nutzen daraus ziehen kann. Man verkennt den Menschen, was er sein könnte, was die meisten Autoren, Dichter, Schriftsteller sind; Freigeister, die sich, wie der Name eindeutig verlauten lässt, frei entfalten wollen, die aber trotzdem bereit sein sollten, Bürger unserer Zeit zu sein aber nicht dem Bauche bzw. dem Leibe nach Entfaltung suchen sollten und wollen. Ob man nach dieser Betrachtungsweise, große Schriftsteller wie Schiller noch antreffen kann, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Damit, meiner Meinung nach, hätte ich bewiesen, dass ein ganz anderes Kunstverständnis geehrt, verfolgt wird, als das von Schiller beschriebene. Nein, so kann ich für mich einwandfrei vereinbaren, dass diese Kunstauffassung, ihre Gültigkeit wenigstens in unserer Zeit, der Postmoderne, verloren hat.“


Ergebnis der Klausur: 01 Punkt
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deldenker

Freund der Nacht

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24.11.2011 19:45 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat von Kobin:
So erkennen weniger intelligente Kinder selten den Inhalt, den das Buch ausdrücken wollte.


großes Grinsen

"Einige Menschen in diesem Land sind sehr reich, aber die meisten von euch sind sehr, sehr arm. Und wisst ihr wieso? Weil ihr alle faule Säcke seid! Euer Land braucht Geld. Aber ihr könnt leider nicht genug Geld beschaffen. Also sag ich euch, was wir tun müssen: Wir werden die Krankenhäuser zumachen und den Leuten Arbeit geben und mehr Raketen herstellen!!"
E-Mail an deldenker senden
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Kobin



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Die liebe Rhetorik 29.11.2011 07:45 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Man kann mit seinen Eltern auf vielen Wegen kommunizieren. Wichtig für mich war sich immer wieder neu anzupassen, immer neue Punkte zu finden, in denen ich mich in der Argumentation behaupten kann. Irgendwann passiert es dann, irgendwann haut man dadurch auch mal seine eigenen Eltern argumentatorisch in die Pfanne. Bei manchen Eltern geht das leichter, bei manchen schwieriger. Ich glaube, bei mir war letzteres der Fall.

Mein Vater muss heute auf Dienstreise und beklagt sich seit zwei Tagen über die laute Atmosphäre im ICE, besser gesagt in der ersten Klasse der Verbindung von Leipzig nach Frankfurt. Über Typen, die ins Handy reinmurmeln, raschelnden Zeitungen, der immer aufgehenden Schiebetüren und wie wenig man sich dabei konzentrieren kann. (lol) Wenn sich mir so eine Überlegenheit bietet, zögere ich nicht lange. Süffisant wies ich auf meine drei Stunden hin, die ich pendeln würde, in einer S-Bahn, zweiter Klasse, wo ich nur zu oft von noch größeren Idioten umgeben bin. Konzentrieren? Fehlanzeige. Diese offensichtliche Schlappe für ihn, konnte er nicht mehr argumentatorisch abwenden und verbiss sich in die Schublade darunter, in dem er arrogant wurde, und mir anbot, die Hand zu halten!? (wtf). Als ich ihn fragte, was dieser Mist jetzt soll, wusste er wieder keine Antwort und meine Mutter fragte mich rhetorisch, warum ich bloß so empfindlich wäre. (x.X - Die weitere Argumentation wäre dann von ihr, dass "draußen" noch ganz andere Kaliber warten würden und ich mich nicht so anstellen soll, wie soll das denn erst in einem Beruf werden etc.) Ah wie bitte? Fail Number 1000-irgendwas? Das ist meine Familie Herrgott. Aber wenn das so ist, dass ich nächstes Mal bzw. sogar hier, in der Familie, mit einem Panzer kommen muss, dann passt irgendetwas nicht.

Irgendwie traurig aber lachhaft. Ich versteh mich mit meinem Vater recht gut. Kann ihn nachvollziehen, teile auch einige seiner Ansichten aber uns trennen Welten, nach wie vor. Nur eins musste ich lernen. Sich schwach zeigen, ist fast immer ein Fehler. Von daher werde ich mich hüten, ihm mein Weltbild darzulegen. Mit einem Bein in der Matrix, mit einem im Nichts, das ist mein Leben.

Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von Kobin am 29.11.2011 07:49.

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Kobin



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Back to life? 27.01.2012 00:00 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Irgendwie möchte ich mich nicht mehr zum Zentrum erklären, nicht mehr irgendwelche Beiträge schreiben, in denen ich versuche, meine Seelenwelt darzustellen und auf Antworten hoffen, die mir etwas Aufmerksamkeit und Verständnis zukommen lassen. Dennoch bin ich wieder an einem Punkt gelang, wo ich mich beinahe dazu gezwungen fühle. Manche Situationen, die einen selbst als unlösbar erscheinen, vermögen andere gar spielerisch zu bewältigen.

Ich hätte glücklich auf mich sein sollen, stolz und glücklich. Nachdem ich in der elften Klasse einen Zusammenbruch erlitt und nach einem halben Jahr ambulanter Therapie, einen neuen Versuch startete und im letzten Sommer schließlich mein Abitur mit nach Hause nehmen konnte, hätte ich es sein müssen. Für ein paar wenige Augenblicke war ich das auch vielleicht. Dann kam das Studium.

Mir war mehr oder weniger klar gewesen, dass zwischen Schule und Studium kein großer Unterschied bestehen würde. Sicher hat man einige Freiheiten aber der Stress würde weiter gehen. Als ich mich schließlich für die Wirtschaftswissenschaften in meiner Heimatstadt einschrieb, war ich zu euphorisch um mich an diese Erkenntnis erinnern und auch die Therapie hatte ihren Teil dazu beigetragen, mich wieder optimistischer zu stimmen. Durch die Abschaffung der Wehrpflicht und den Doppeljahrgängen gerieten die Zulassungsbeschränken so hoch, dass ich gezwungen wurde, jeden Tag zu pendeln. Die Möglichkeit einer Wohnung bestand zuerst nicht. Mit meinen Eltern war abgemacht worden, dass ich frühestens im dritten Semester weg-, bzw. ausziehen würde. Nachdem ich allerdings drei Wochen lang, drei Stunden am Tag damit verbrachte, von A nach B zu kommen, versuchte ich mich durchzusetzen und hätte es auch wohl geschafft. Was hatte sich geändert? Um das einigermaßen erklären zu können, muss ich etwas weiter ausholen.

Wenn man über ein halbes Jahrzehnt gezwungen ist, mit etwas zu leben, dass zwar ein Namen hat, aber nach außen hin und schon gar nicht erst recht für eine breite Masse des Volkes als eine Krankheit ersichtlich ist, kommt man vielleicht, so wie ich zu der Erkenntnis, dass die Depression längst ein Teil von einem selbst geworden ist. Etwas, womit man leben kann und weniger etwas, was man langfristig verdrängen oder gar komplett beheben könnte, wenn man nicht zu einem gewissen Teil sich selbst damit zerstören möchte. Wenn ich an all die Filme zurück denke, die ich im Lauf der Zeit gesehen habe, sage ich mir, dass die nachfolgende Formulierung es ziemlich gut beschreibt.

„Ich habe gute und schlechte Tage. Heute ist ein guter [schlechter].“

Ich habe mir oft das Leben nehmen wollen und es ist nicht lang her, da kam ich an einen kritischen Punkt, wo ich es vielleicht getan hätte. Und wenn ich auch an den Gleisen stand und die Züge vorbeirauschen ließ und immer kurz vor dem nächsten aufspringen und mich vor einen werfen wollte, auch wenn ich mit einem Skalpell in der Badewanne lag oder mit einem Band um den Hals auf ein rasches Ende hoffte, so hielt mich immer irgendetwas davon ab, es tatsächlich zu tun.

Braucht man einen Grund, um sich das Leben nehmen zu wollen? Ich habe viel Zeit in Foren mit suizidaler Färbung verbracht und bin mir dessen nach wie vor nicht sicher, obgleich in den meisten Fällen, ein Grund erkennbar zu sein scheint. Letztendlich ist ein Grund so gut oder schlecht wie jeder andere. Wissend, dass es keinen ehrenvollen Tod gibt, dass jeder Tod letztendlich gleich ist, so unverständlich er uns auch manchmal erscheinen mag. Auch ich habe einigen Leuten, Trost zu spenden versucht, wenngleich ich nicht einmal mein eigenes Leben organisieren konnte und in vielen Beiträgen erkenne ich meine Denkweise bis heute wieder.

Um der Wahrheit die Ehre zu geben, bin ich solche Diskussionen, ob ein Mensch das Recht hat, sich selbst das Leben zu nehmen oder ob andere sich dabei einmischen dürfen oder nicht, ziemlich überdrüssig geworden. Es macht letztendlich auch hier keinen Unterschied. Entweder man macht es oder lässt es bleiben. Ob sich bei dieser Entscheidung, Dritte einmischen (können), ist mehr oder weniger eine Frage der Planung und statistischer Wahrscheinlichkeit. Es ist und bleibt dennoch eine der intimsten Entscheidungen eines Menschen, unabhängig von Status und Ansehen.

Mit diesem sicherlich streitbaren Gedankengut (ver-)lebe ich schon einige Zeit, so dass es mich nicht überraschend traf, als ich wieder depressivere Schübe wahrnahm. Das Studium lief vollkommen anders als erwartet und wenn ihr meine Meinung hören wollt, so gehören einige Teile der Wirtschaftswissenschaft nicht in die Hörsäle sondern in die Unterrichtsräume der Berufsschulen. Die Kritik eines durch und durch verschulten Bachelors trifft meines Erachtens jedenfalls mehr als zu und wäre Betriebswirtschaftslehre mein Studienfach gewesen, hätte ich wohl nach ein paar Wochen schon alles hingeschmissen. Dagegen aber fielen mir Statistik, Buchführung und vor allem Mathematik alles andere als leicht. Volkswirtschaftslehre, dem Fach, das mich eigentlich von allen noch am meisten interessierte, war auf eine kümmerliches Dasein von anderthalb Stunden beschränkt, während ich mir in den Übungen, Tutorien jeweils das Gleiche anhören musste, und pflichtschuldig in BWL, zu Inhalten von Emails an den Professor oder seine Einstellung zur Frauenquote und ökologischem Wirtschaften zuhörte anstatt uns in gewohnt wissenschaftlicher Neutralität und damit Qualität die Grundlagen zu vermitteln.

Nachdem ich merkte, dass das Skript von unserem Mathematikprofessor deckungsgleich zu seiner Vortragsweise war, beschloss ich, die Zeit sinnvoller als mit unnützem Pendeln zu verbringen und blieb schon einige Wochen nach Studienbeginn an zwei Tagen zu Hause. Wenn man sich jedoch nicht mit seinem Studium identifizieren kann, ist man auch nicht wirklich produktiv, möchte ich meinen und ich gehörte noch nie zu dem Schlag von Menschen, die sich selbst soweit zurücknehmen können, dass sie auch Dinge vollbringen, die sie im Innersten ablehnen. Es machte auch nicht wirklich Spaß, Thesen über CC und CSR anzuhören, Fallbeispiele dazu im Internet durchzulesen, die letztendlich nur einer Selbstbeweihräucherung gleichkommen.

Lange Rede, kurzer Sinn. Meine Aktivität für das Studium nahm im Laufe der Zeit immer mehr ab. Während ich bereits nach Alternativen suchte, packte mich noch einmal ein zweifelhafter Ehrgeiz, den ganzen verpassten Stoff binnen eines Monats nachzuholen. Ich wusste, dass ich mir damit wahrscheinlich mehr schaden als helfen würde und die Existenz dieser Zeilen hier beweist dies nur zur deutlich. Einige Tage lang schaffte ich mein hoch angesetztes Pensum, doch nur kurze Zeit später fiel ich erneut in ein tiefes Loch.

Nun stehe ich kurz vor den Prüfungen und bin wieder auf mich selbst zurückgeworfen. Wissend, dass ich die Prüfungen im günstigsten Fall nur mit viel Glück bestehe, wissend, dass ich letztendlich nicht weitere drei bzw. fünf Jahre in farblosen Lernzentren verbringen möchte. So sehr ich eigentlich weiß, was ich nicht möchte, sehe ich letztendlich keine Alternativen. Das hat im Grunde auch nur bedingt etwas mit meinen Depressionen zu tun, als vielmehr mit meiner eigenen Weltsicht. Es ist eine neue Southpark-Folge rausgekommen, die ziemlich gut beschreibt, wie ich mich seit Jahren fühle. „You’re getting old.“

Für diejenigen, die mich nicht so gut kennen, möchte ich das in wenigen Worten, so gut, ich kann, darlegen. Ich denke nicht, dass die moderne Gesellschaft eine besonders lebenswerte Kultur bietet. Die Geschehnisse überall auf der Welt und in unserer eigenen Vergangenheit haben mich ein Weltbild annehmen lassen, das zunehmend pessimistischer geworden ist. Dies bewirkte eine Art Loslösung aus der Masse und letztendlich zu einem gegenwartsorientiertem Leben. Institutionen wie die Kirche oder auch die Schule haben Spuren hinterlassen, Narben, die ich nie vergessen werde. Viele Ungerechtigkeiten, die noch immer an mir nagen. Wer denkt, dass ich damit übertreibe, irrt. „You are not the only one with your problems“, mag zwar durchaus richtig sein aber „I am the only one with my problems“. Welche Gewichtung ein Individuum seinen Erlebnissen gibt, ist eine höchst individuelle Entscheidung, die in meinen Augen einiges an Respekt und Akzeptanz verlangt.

Ich schreibe momentan anders, als ich selbst gewohnt bin und ich sitze schon viel länger an diesem Text, als mir eigentlich recht ist. Normalerweise würde ich davon erzählen, wie schlecht es mir geht, was meine aktuellen Gedanken dazu sind, ein paar Antworten abwarten und weitermachen. Doch so funktioniert das nicht mehr. Zum einen bin ich es Leid zu diskutieren, mich darüber zu streiten, was in diesem Land, nein, in dieser Welt alles schief läuft. Ebenso bin ich es leid, mir von anderen vorschreiben zu lassen, wie ich mein Leben zu gestalten habe, auch wenn ich das nach wie vor immer noch selbst nicht weiß.

Ich möchte es mal so sagen. Wenn ich dem Ganzen, wann auch immer ein Ende setzen möchte, dann soll es so sein. Wenn ich weitermache, und alle Schwüre breche, dann auch dies. Mehr und mehr habe ich mich nicht mehr so unter Kontrolle, dass ich sagen könnte, was ich im nächsten Moment mache und deswegen ist dies hier sicher nicht als Ankündigung zu sehen, sondern als weiteren Versuch, mich auszudrücken, mich mir selbst zu erklären.

So sehr ich das auch hiermit versuche, irgendwie habe ich das komische Gefühl, im wahrsten Sinne des Wortes, dass es letztendlich sinnlos ist. Es bringt mir nichts, diese Dinge aufzuschreiben, euch nichts und ein herzliches: „Fuck you all“ würde es wahrscheinlich am besten beschreiben. Eine gegen Niemand bestimmtes gerichtete Beschimpfung, die nur ein Ausdruck einer unendlich tief empfundenen Fassungslosigkeit gegen einen selber darstellt.

Irgendwie denke ich, dass ich allen und vor allem mir selbst ein Gefallen tun würde, wenn ich wirklich gehen würde. Scheinbar ist von mir ohnehin nicht mehr viel übrig. Die Person, die gern und viel mit anderen Menschen diskutierte, die es verstand, anderen Mut zu machen und zu bewegen, die Gedichte und Geschichten schreiben konnte, ist so gut wie tot. Vielleicht bin ich der einzige, der dem wirklich nachtrauert. Vielleicht, ein Gedanke, den man besser in guten Tagen weiterverfolgen sollte, muss ich das Gefäß, das meine Existenz darstellt, komplett neu füllen, mir eine andere Richtung vorgeben, wohl wissend, dass ich genau dies nicht kann. Jeder Versuch bisher scheiterte, so hoch motiviert und zuversichtlich er auch gemeint war.

Und so stehe ich wieder am Anfang, wieder und wieder. Die Tage ziehen achtlos vorbei, ohne Sinn und Inhalt; letztendlich darauf wartend, dass irgendetwas oder ich selbst, mein Leben beendet. Man kann mit Depressionen leben aber nach fünf Jahren festzustellen, dass man all die Zeit mehr wie ein Toter durch das Leben gewandelt ist, macht es nicht leichter. Nicht im Geringsten.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Kobin am 27.01.2012 00:03.

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Kobin



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Reverse the table 27.01.2012 09:24 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
#include <stdio.h>

main()
{
int fahr;

for (fahr = 0; fahr <= 300; fahr = fahr + 20)
printf("%3d %6.1f\n", fahr, (5.0/9.0)*(fahr-32));
}

Reverse:

Zitat:
#include <stdio.h>

main()
{
int fahr;

for (fahr = 300; 0 <= fahr; fahr = fahr - 20)
printf("%3f %6.1f\n", fahr, (5.0/9.0)*(fahr-32));
}


Anything wrong? "Build and run" gives me a light show. verwirrt

Beitragsänderung:
f has to be changed in d.


Correct source code for the reverse:

Zitat:
#include <stdio.h>

main()
{
int fahr;

for (fahr = 300; 0 <= fahr; fahr = fahr - 20)
printf("%3d %6.1f\n", fahr, (5.0/9.0)*(fahr-32));
}

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Kobin am 27.01.2012 13:57.

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Yog-Sothoth




27.01.2012 17:18 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Hattest du schon mal darüber nachgedacht, Germanistik zu studieren? Ich könnte mir vorstellen, dass dir das eher liegt, und da würdest du sicher auch einige nette Leute kennenlernen, die ein bisschen besser zu dir passen. Ansonsten ist es sicher auch ein wichtiger Schritt, dass du irgendwann mal bei deinen Eltern ausziehst, bevor du wenigstens das nicht gemacht hast würde ich über Suizid gar nicht erst nachdenken! Schau aber am Besten, dass du Mitbewohner findest die sehr sozial sind, und die auch bereit sind dich zu unterstützen, wenn du Depressionen hast.

Wenn du Hilfe bei Mathe brauchst, kannst du dich an mich wenden, Xoc hat da auch Ahnung von (ja, das Wort Mathe-Vorlesung ist oft wörtlich zu nehmen, wichtig sind vor allem die Übungsaufgaben / Tutorien).

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich dir sonst helfen kann, da ich etwas weiter weg wohne, außerdem habe ich selbst auch ein paar von dir genannte Probleme, aber wenn dir was einfällt versuche ich gerne, dich zu unterstützen.

Ansonsten denke ich auch, dass man kein schlechtes Gewissen haben muss, wenn man sich mit Problemen, die man alleine nicht bewältigt kriegt, an seine Freunde wendet. Echte Freunde sind oft froh, wenn sie einem helfen können, und es belastet sie, wenn sie merken dass ein Freund Probleme hat, sich aber nicht helfen lässt.
E-Mail an Yog-Sothoth senden
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Kobin



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28.01.2012 09:49 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@ Yog: Ich muss sagen, dass deine Antwort wie aus dem nichts kam und ich mich sehr darüber gefreut habe. Mit so etwas hatte ich nun nich gerechnet und sollte ich deine Hilfe wirklich einmal brauchen, werde ich sie mit Freuden annehmen. Du hast Recht mit dem was du sagst und du und Thymia, ihr habt mich beide wieder ein Stück aufgebaut. Dafür danke ich dir sehr.

Was ein neuerliches Studium angeht, bin ich mir nicht sicher. Sehr sicher ist es jedoch, dass ich die Prüfungen im Februar nicht schreiben werde. Mein Vater hat mir gestern die Leviten gelesen und mich vor die Wahl gestellt; reinklotzen oder ausziehen. Die dritte Option wäre eine neuerliche Therapie gewesen aber ich habe erst mal genug von Psychologen, ihr Gerede über Stabilität und einem gesunden Tagesablauf. Außerdem wollte ich nicht schon wieder zugeben müssen, psychisch fast am Ende zu sein. Ich entschied mich fürs ausziehen.

Die Wohnung wird von ihm bezahlt, sogar in der Stadt, wo ich eigentlich studieren sollte. Es ist eine Ironie des Schicksals, dass ich genau das bekomme, was ich eigentlich schon seit Studienbeginn haben wollte. Es gibt mir zudem die Möglichkeit, mich erst einmal in der Uni eingeschrieben zu lassen, bis ich etwas anderes gefunden habe. Allerdings ist mein Vater so in Fahrt darüber, dass ich die ganze, dreiwöchige Vorbereitung mit ihm über den Haufen werfe, dass er mir vor wenigen Minuten, eine WG rausgesucht hat (zur Zwischenmiete) und ich da gleich um 10:00 Uhr anrufen soll. Ich kann ihn teilweise verstehen. Es ist unfair ihm gegenüber, weil er sich den Arsch aufgerissen hat. Ich hätte seine Hilfe nicht in Anspruch nehmen sollen, nein, ich hätte von Anfang an sagen sollen, dass ich kein Studium möchte. Aber ich war wie blind, süchtig nach Anerkennung, Geld und Titel. Das funktioniert aber nicht, wenn ich persönlich mich innerlich so dagegen sträube.

Vielleicht würde ich die Kurve noch bekommen können, wenn ich meine psychische Lage offenbaren würde aber das habe ich einmal gemacht und werde es kein zweites Mal machen. Meine Psyche ist etwas, was meine Eltern, nein kaum jemand verstehen wird. Ich zum Teil nämlich auch nicht. Der Auszug bietet mir nicht nur eine Chance zur Selbstfindung, sondern auch etwas anderes zu machen, was mir Spaß macht. Ich hätte gerne Informatik studiert, hatte ich vielleicht schon an einigen Stellen erwähnt, doch die mathematischen Anforderungen sind in der Uni ziemlich hoch und ich brauch meine Zeit, um solche Dinge zu verstehen. Ich hätte mich damals besser informieren sollen, dann wäre mir dieser Umweg erspart geblieben und hätte mich gleich auf eine informatische Lehrstelle bewerben können. Nun gut, es nützt nichts, über vergossene Milch zu jammern.

Wenn ich eine Lehrstelle als Fachinformatiker zur Systemintegration bekäme, wäre das schon mal eine Perspektive für mich. Ich habe immer gewusst, dass es irgendwann dazu kommen würde, aber gehofft, dass ich die enge Bindung zu meinen Eltern aufrecht erhalten könnte. Mir ist klar, dass das eben zum Erwachsenenwerden dazu gehört und letztendlich kann ich meinen Eltern nur dankbar sein, dass ich jetzt ins kalte Wasser geworfen werde und versuchen muss, selbstständig zu werden.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Kobin am 28.01.2012 09:51.

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Yog-Sothoth




28.01.2012 18:13 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Hui, da ändert sich ja jetzt plötzlich einiges in deinem Leben! Freut mich auf jeden Fall, dass du dich über meine Antwort gefreut hast! smile

Zuerst einmal Glückwunsch zum baldigen Auszug, das war zumindest für mich damals ein wichtiger Schritt zur Selbstständigkeit, auch wenn ich mich mit meinen Eltern immer gut verstanden habe. Ich bin allerdings gespannt was das für eine WG ist, das klang für mich so als ob dir dein Vater die nächstbeste WG rausgesucht hätte, prinzipiell sollte man sich da schon ein bisschen umschaun, bevor man sich für eine entscheidet, da nicht jeder mit jedem kompatibel ist.

Ich denke wenn du was mit Informatik machen willst wäre Fachinformatiker sicher eine gute Wahl, ein Informatikstudium würde ich dir nicht empfehlen wenn du mit dem Matheanteil im BWL-Studium überfordert warst (ich stand auf dem Gymnasium im Leistungskurs Mathe immer 1, das hat sich dann im Informatikstudium aber sehr rapide geändert, auch wenn's mir immer noch viel Spaß macht).

Stabilität und ein geregelter Tagesablauf ist so eine Sache - ich denke man kann's damit wirklich übertreiben, aber in manchen Bereichen ist ein bisschen Selbstdisziplin schon nicht verkehrt. Ich habe mir z.B. jetzt mal vorgenommen, nach dem Aufstehen nicht den Rechner anzuschalten, bevor ich nicht draußen ein paar Schritte gemacht habe, sonst bleibe ich ständig an irgendwas hängen, ein Großteil des Tages ist rum, und mein Kreislauf ist im Eimer. Ich denke das muss man aber für sich rausfinden, was wichtig ist, und was nicht. Was nützt es einem z.B., jeden Tag früh aufzustehen, wenn man kein Frühaufsteher ist, und dann den ganzen Tag matt ist, und nichts auf die Reihe kriegt?

Zitat von Kobin:
Vielleicht würde ich die Kurve noch bekommen können, wenn ich meine psychische Lage offenbaren würde aber das habe ich einmal gemacht und werde es kein zweites Mal machen.

Ich finde es auch immer etwas problematisch, anderen von seinen psychischen Problemen oder Macken zu erzählen. Einerseits ist es ehrlich und befreiend, andererseit oft schwer zu erklären, man wird teilweise missverstanden und entmündigt, und wenn man sich einredet, bestimmte Probleme zu haben, und dies anderen mitteilt, dann kann das zur selbsterfüllenden Prophezeihung werden, und man glaubt stärker daran, und benutzt die vermeintlichen oder tatsächlichen Probleme schon mal als Ausrede, was man sonst nicht gemacht hätte.
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Kobin



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Tag 1 04.02.2012 11:24 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Gestern gut angekommen und wenig später auch wieder im Netz. Der Tag gestern verlief wirklich gut und der Abschied von meinem Vater, der mich hingebracht hat, war auch nicht schwer. Ich glaube schwerer für ihn als für mich, denn er wollte mich noch mal umarmen. Nach ein wenig Smalltalk, einem sehr spät gewordenen Abend, war ich froh, dass mein Bett schon bezogen war und ich nur noch schnell hineinhüpfen brauchte. Die Leute in der WG sind sehr nett aber auch sehr zurückhaltend, was vielleicht daran liegt, dass die eine noch ein paar Klausuren schreibt und der andere auch eher für sich ist. Außerdem bin ich neu, kein langer Gast und man muss sich eben erst einmal beschnuppern oder wie das heißt.

Was das Bett anging, hatte ich Bedenken. Irgendwie ist man ja so an sein eigenes Bett gewöhnt aber als mich um 7:30 der Wecker aus dem Schlaf riss, fühlte ich mich sehr zufrieden. Es verspricht eine schöne Zeit zu werden. Das einzige Problem ist die Einteilung des Geldes. Eben war ich einkaufen und habe 12 Euro für kaum etwas ausgegeben. Morgen kann ich dann zum Glück endlich wieder mein Porridge essen. Auf die Banane darin verzichte lieber, da mir die Chiquitas einfach zu teuer sind.

Allerdings stellt sich für mich eine Frage... Würde ich hier dauerhaft wohnen bleiben können? Ich denke nicht. Nicht, weil ich die Leute nicht mag aber wenn, dann würde ich gerne meine Wohnung ganz für mich allein haben. Die Räumlichkeiten an sich hier sind alt und im entsprechenden Zustand. Dennoch ist alles sauber und versprüht für mich latent französischen Charme. Dieses Wohlfühlklima mit einem Mix aus zusammengewürfelten Möbeln, die gar nicht zusammen passen zu scheinen und doch eine Symbiose eingehen.


@ Yog: Den geregelten Tagesablauf werde ich hier sicher nicht haben, dafür bin ich einfach in meiner Schlafgestaltung zu frei. Ich kann hier normal im TS während der Nacht reden und es ist so schön ruhig hier, dass man auch getrost am Tag, Schlaf nachholen kann. Was das Frühaufstehen anbelangt; ist mein Schlafrhytmus so chaotisch, dass ich gerne mal am Nachmittag noch mal nen Nickerchen mache und dafür morgens früh aufstehe. Habe immer das Gefühl, dass der Tag vorbei ist, wenn man erst um 11 aufsteht.

Was meine Psyche momentan angeht, ist auch noch alles im grünen Bereich und wenn ich mich motivieren kann, am Montag mal wegen Praktikas rumzutelefonieren, sollte das auch so bleiben. ^^
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Veritas



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04.02.2012 21:27 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Beim lesen deines Blogs musste ich das eine oder andere mal wirklich nachdenken... Zuerst möcht ich dir alles gute wünschen für die neue WG!!!
Ich kann mich noch gut an meinen ersten Abend erinnern. Alles ganz ungewohnt und doch irgendwie aufregend. Ist schon n komisches Gefühl wenn man mit 18 so auf die Menschheit losgelassen wird. Der Wunsch nach einer eigenen Wohnung kommt mir sehr bekannt vor. Nach 2 Jahren WG hatte ich auch genug von der Gemeinschaft. Was nicht negativ gemeint ist, eher das verlangen nach endgültiger Selbsständigkeit. Trotzdem muss ich sagen, das leben in einer WG war ne astreine Vorbereitung auf das Leben allein. Im nachhinein würde ich es sogar als die beste Schulzeit meines Lebens betrachten. Vom, von dir erwähnten, einteillen des Geldes bis zum "Schlachtplan" eines (halbwegs) geregelten Haushalts, hab ich alles dort gelernt. Du solltest die Zeit vielleicht als Generallprobe ansehen. Wer weiß, vielleicht gefällts dir ja auch so gut das die eigene Wohnung bald keinen hohen Stellenwert mehr hat. Ich kenne jemanden der wohnt mit 40 noch in ner WG, und scheint ziemlich zufrieden damit.

Was mich aber zum grübbeln brachte, war nicht dein Einzug in die WG, sondern eher dein Bezug auf die Tatsache, das du dich zwar um Probleme anderer kümmerst und es bei dir nicht so rosig aussíeht. Das kommt mir auch ziemlich bekannt vor. Ich denke das manche sich damit identifizieren können. Bei mir persönlich liegts daran, das ich meine eigenen Probleme gut vergessen kann während ich versuche andere zulösen. Zum einen habe ich dann einen gewissen Abstand, der mir hilft diese Probleme aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und zum anderen benötige ich manchmal einfach auch die Energie, die bei mir entsteht wenn ich anderen helfen kann, um meinen eigenen Kram zu bearbeiten. Also es gibt mir ein gutes Gefühl wenn meine Tips zu Erfolg führen und es dadurch anderen wieder ein Stück besser geht. Dieses Gefühl versuche ich zunutzen um mein eigenen Scheiß wieder hinzubiegen. Das klappt mal mehr und mal weniger gut.

Was ich eigentlich sagen wollte ist eigentlich ziemlich kurz erklärt...
Auch wenn ich dich nicht kenne hat das lesen deines Blogs mich an einige Sachen erinnert die mir aus meinem eigenen Leben bekannt vorkammen. Ich wünsche dir wirklich alles gute dafür, das der neue Schritt in deinem Leben dir viel Kraft und Mut für neues gibt. Und ich glaube, so allein wie du dich vielleicht manchmal fühlst, bist du nicht. In diesem Sinne. Viel Glück

Dunkel, die andere Seite ist....... Schnauze Yoda! Iss deinen Toast!
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Kobin



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11.02.2012 01:23 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@ Veritas: Danke für deine lieben, netten Worte. Dass ich so lange nicht geantwortet habe und auch im Chat so wenig aktiv war, liegt einfach daran, dass ich momentan große Freiheit genieße und die einfach in einer multimedialen Welt.

Und es stimmt, mein Gefühl hat mich nach wie vor nicht betrogen, denn noch immer wünsche ich mir meine eigene Wohnung, sei sie auch noch so klein. So viele Dinge würde ich verändern, wenn das Zimmer, das ich zur Zwischenmiete habe, wirklich mir gehören würde. Jalousien, Bücherregale an den Wänden, einen schönen langen Schreibtisch, eine Reckstange für Klimmzüge und, und, und. Doch bis es so weit ist, muss ich erst einmal überhaupt ein Praktikum bekommen. So groß die Freiheit ist, so sehr verführt sie auch. Stundenlang "World of Warcraft" zocken zu können, ist ein Luxus, den ich mir mit gemischten Gefühlen gönne aber so wie ich mich fühle, mit meinem Wesen, das praktisch nur noch die Zeit durchschreitet, weil "leben", wirklich "atmen" in dieser Welt mir so unmöglich erscheint.

Da das hier gewissermaßen ein Blog ist, sollte es die wenigsten stören, wenn ich davon erzähle, wie ich abends ein paar Gläse eisigen Ouzo genieße oder, während einer der vielen Serverdowns von rising-gods, mir etwas zu essen mache. Ja, ich könnte mir vorstellen, auf diese Weise, Jahre zu (ver-)leben. Das "leben" scheint nicht mehr so wichtig zu sein, wie das Verstreichen der Zeit zu beobachten. Anzusehen, wie jedes einzelne Sandkorn für immer fällt. Wenn ich wirklich auf diese Weise mein Leben verbringe und später zurückschaue, so wird sich mir sicher die Frage stellen, wo all die Zeit hingeflossen ist. Doch ich, der dem Tod so einige Male ins Auge zu sehen wünschte, denke einfach, dass das Leben auch nur ein Weg in den Tod ist.

Ich bedauere nicht, dass ich meine, mir zu Verfügung stehende Zeit, nicht sinnvoller nutze. Ich denke dabei immer gerne an Lindsay zurück, der einst schrieb:

Zitat:
The Leaden-Eyed

Let not young souls be smothered out before
They do quaint deeds and fully flaunt their pride.
It is the world's one crime its babes grow dull,
Its poor are ox-like, limp and leaden-eyed.
Not that they starve; but starve so dreamlessly,
Not that they sow, but that they seldom reap,
Not that they serve, but have no gods to serve,
Not that they die, but that they die like sheep.


Warum sich der Gesellschaft hingeben, wie es alle anderen tun? Warum sich nicht frei fühlen können? Warum nicht das sein können, was man in seinem Innern fühlt? Kein Verlust, kein Preis kann dafür zu hoch sein, durch das eigene Herz zu sehen und das zu verwirklichen, wonach es einem wirklich verlangt, auch wenn es in das eigene Verderben führen könnte?

Eine Woche ist jetzt vergangen und ich fühle mich wie ein freier Mensch. In ein paar Stunden werde ich meine Eltern wiedersehen, eine Nacht dort verbringen und am Sonntag zurückfahren. Während der Zeit werde ich kaum Internet und schon gar nicht Gelegenheit haben, zu spielen. Aber ich nehme Bücher mit und mein, im werden begriffenes Ich, dass sich groteskerweise an ein Leben zurückerinnern muss, dass nie wirklich ihm gehört hatte.
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Kobin



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Nachtrag: Zeitlosigkeit 11.02.2012 01:55 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat von Novalis:
Zueignung

Du hast in mir den edeln Trieb erregt
Tief ins Gemüt der weiten Welt zu schauen;
Mit deiner Hand ergriff mich ein Vertrauen,
Das sicher mich durch alle Stürme trägt.
Mit Ahndungen hast du das Kind gepflegt,
Und zogst mit ihm durch fabelhafte Auen;
Hast, als das Urbild zartgesinnter Frauen,
Des Jünglings Herz zum höchsten Schwung bewegt.
Was fesselt mich an irdische Beschwerden?
Ist nicht mein Herz und Leben ewig Dein?
Und schirmt mich Deine Liebe nicht auf Erden?
Ich darf für Dich der edlen Kunst mich weihn;
Denn Du, Geliebte, willst die Muse werden,
Und stiller Schutzgeist meiner Dichtung sein.

In ewigen Verwandlungen begrüßt
Uns des Gesangs geheime Macht hienieden,
Dort segnet sie das Land als ew'ger Frieden,
Indes sie hier als Jugend uns umfließt.
Sie ist's, die Licht in unsre Augen gießt,
Die uns den Sinn für jede Kunst beschieden,
Und die das Herz der Frohen und der Müden
In trunkner Andacht wunderbar genießt.
An ihrem vollen Busen trank ich Leben;
Ich ward durch sie zu allem, was ich bin,
Und durfte froh mein Angesicht erheben.
Noch schlummerte mein allerhöchster Sinn;
Da sah ich sie als Engel zu mir schweben
Und flog, erwacht, in ihrem Arm dahin.
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Veritas



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11.02.2012 17:43 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ganz entspannt bleiben!!! Wenn du deinen Praktikumsplatz hast kannst du dich noch genug "reinhängen". Und solange du noch auf der Suche bist spricht, aus meiner Sicht, überhaupt nix dagegen wenn man die neue Freiheit so geniest wies einem persönlich am liebsten ist. Hauptsache man verplant vor lauter geniesen nicht die Sachen, die man sich vorgenommen hatte.

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Kobin



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21.02.2012 13:47 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich weiß nicht so recht, was ich sagen soll... Irgendwie bin ich zu tief erschüttert...
Schaut euch einfach das Video an und entscheidet selbst. Die Musik im Hintergrund ließ mich so traurig werden, die Realität so klar, dass ich meine Tränen nicht mehr zurückhalten konnte... Eine traurige Wahrheit, eine verbitterte Wahrheit, etwas, dass man wohl kaum mit vielen Worten beschreiben kann.





Keine Hoffnung für dieses Land, für diese Welt, nur noch das Leben, die Tage so gut zu verbringen, wie man selbst vermag.

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Kobin am 21.02.2012 14:07.

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(s)AINT



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21.02.2012 21:23 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat von Kobin:

Ich weiß nicht so recht, was ich sagen soll... Irgendwie bin ich zu tief erschüttert...
Schaut euch einfach das Video an und entscheidet selbst.


MORPHEUS
The Matrix is everywhere, it's all
around us, here even in this room.
You can see it out your window, or
on your television. You feel it
when you go to work, or go to
church or pay your taxes. It is
the world that has been pulled
over your eyes to blind you from
the truth.

NEO
What truth?

MORPHEUS
That you are a slave, Neo. That
you, like everyone else, was born
into bondage...
... kept inside a prison that you
cannot smell, taste, or touch. A
prison for your mind.

Don't be a lemming - JOIN US!
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Remus

the Gutmensch

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21.02.2012 23:37 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Verzeiht mir bitte meinen etwas gereizten Tonfall und ich hoffe, Kobin stört das nicht, wenn wir seinen Blog zuspamen.)

0:20 - "Wenn sie an die Demokratie glauben, dann wohl auch an unsere Politiker."

Das ist einer der dämlichsten Sätze die ich je gehört habe. Das Problem ist doch, dass die Mehrheit dumm genug ist, mehrheitlich dumm zu wählen. Wären die Menschen vernünftig, würden sie auch vernünftig wählen.

0:24
Merkelzitat 1:
Ohne jetzt Angela Merkel verteidigen zu wollen: Dieses vollkommen aus dem Zusammenhang gerissene Zitat taucht in sehr vielen Videos auf Youtube auf. Hat jemand einen längeren Ausschnitt?
Merkelzitat 2:
Ja, Demokratie und soziale Marktwirtschaft AUF ALLE EWIGKEIT kann es nicht geben. (Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei.) (Ich diskutiere an dieser Stelle jetzt nicht ausführlich die Frage, wie "sozial" die Marktwirtschaft in diesem Land wirklich ist.)

1:00 - "Glauben Sie an Meinungsfreiheit?"
Interessant, dass das Video davon ausgeht, es sei hier keine Meinungsfreiheit vorhanden und dafür kein einziges Beispiel liefern kann.

1:03
Die (freudschen?) Versprecher Versprecher von Schäuble sind wirklich witzig.

2:14 - "Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt und diejenigen, die gewählt sind, haben nichts zu entscheiden."
1. Ach, die gewählten Politiker haben nichts zu entscheiden? Schön wärs! Sag das mal nem Hartz4-Empfänger. Die Menschen leiden doch eher darunter, dass Politiker entscheiden... und zwar FALSCH!
2. Diejenigen, die wirklich die Politik bestimmen sind die einzelnen Menschen: Dadurch, dass sie wählen gehen, dadurch, dass sie nicht wählen gehen und durch politische Aktivität. In dem Sinne stimmt das Zitat also: Nicht die gewählten sondern die Wähler entscheiden über Politik. Das ist doch gerade das traurige, dass die mehrheitlich dumm wählen.
3. Wer ist den für den Kerl da in dem Video wirklich Entscheidungsträger? Illuminaten, Freimaurer, Juden? Dass Verschwörungstheorien, die davon ausgehen, eine kleine Gruppe würde die große Mehrheit versklaven wollen (so als würden sich die meisten Menschen nicht viel eher selber versklaven) oft latent oder offen antisemitisch und tendenziell eher rechts als links sind, setze ich mal hier im Forum als bekannt voraus. Ich verweise da auf dians besten Freund: http://www.youtube.com/user/TheTrueAssociation04

2:25 - "Gänsehaut. Pures Entsetzen."
Yay, und dazu dramatische Musik! Fehlen noch ein paar Explosionen und Titten (was die Zuschauer halt so sehen wollen) und das Video bekommt fast Unterhaltungswert... Aber im Ernst: Ab der Stelle ist der letzte Rest von Ernsthaftigkeit wohl draußen und man möchte nur noch fragen: "Was ist hier los?" (2:29)

ab 2:40
Ja, es geht "dabei" (womit wohl die EU gemeint ist) vor allem um Deutschland. Schließlich profitiert die deutsche Wirtschaft am meisten.

...und ab da kommt dann das vermutlich auch aus der rechten Ecke kommende Verschwörungsgeschwafel, von wegen, Deutschland sei kein Staat usw. Interessant, dass dieser nicht existierende Staat trotzdem Mitglied von EU, NATO, UN, Weltbank und IWF ist (und in beiden letzteren einen verhältnismäßig hohen Stimmenanteil hat) und alles andere, was ein Staat hat, auch hat. Der Typ mit der linken Fahne im Hintergrund bringt auch kein einziges Argument, warum Deutschland "nicht wie Frankreich" sein soll.

Der Sigmar Gabriel ist witzig. Schließlich hat er selber auch schon für das Amt des "Geschäftsführers" kandidiert. Ist das aus einer Büttenrede?

Über das "Fazit" und den Nationalismus ("Waren wir nicht mal ein Land* der Dichter und Denker?", würg) am Ende muss ich wohl nichts mehr sagen...

4:40 - "...werden wir untergehen."
Yay, lasst schon mal die Sektkorken knallen... oder wenigstens das Bier kaltstellen, falls es doch noch ein paar Jährchen dauert.

Um mal Grammatik-Nazi zu sein: An dieser Stelle ist im Video ein falsches Komma gesetzt. In dem Kontext hat das eine gewisse Ironie. ^^

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Remus am 22.02.2012 16:25.





Unterm Strich ist das Leben gar nicht so schlecht.
___________________________________________________________________________

Stimmt, hier unten ist es ok.

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Yog-Sothoth




21.02.2012 18:33 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ehrlich gesagt könnte ich kotzen bei politisch motivierten Videos mit so emotionalisierender Musik - braucht der heutige medienverseuchte Durchschnittsmensch wirklich erst mal die passende Hintergrundmusik, damit er weiß was er empfinden soll?
(ist nicht auf dich bezogen, Kobin)

Mag auch sein dass ich in der Hinsicht einfach etwas empfindlicher bin, insbesondere wenn irgendwo Hip Hop läuft bin ich auch nicht mehr wirklich in der Lage klar zu denken, oder mich normal zu verhalten.
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Veritas



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21.02.2012 19:52 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Das Video hab ich letzte Woche beim stöbern auf YT gefunden, ich fand jetzt nicht so verstörend aber es war trotzdem ne nette Zusammenfassung. Bezüglich der Musik stimme ich mit Yog überein, sowas empfinde ich ebenfalls als unnötig. Es gibt ne gute Doku auf YT die heißt " Der zweite 30 jährige Krieg " . Sind 3 Teile und dauert mehrere Stunden, ist aber ziemlich interessant bezüglich der Aussagen einzelner Personen in diesem Video. Ist aber auch mit Vorsicht zu geniessen!!! Nach dem 2ten Part beschlich mich das Gefühl auf einen Propaganda Film gestoßen zu sein. Ich hab dann mal n bisl geforscht und die Tatsachen stellten sich auch als solche herraus. Trotzdem hat man als Links orientierter Mensch das Gefühl auf die braune "Seite der Macht" gezogen zu werden. Es wird eine Sicht geschildert, die ich so nicht im Geschichtsuntericht gelernt hatte......

Dunkel, die andere Seite ist....... Schnauze Yoda! Iss deinen Toast!
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Lonewolf



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21.02.2012 20:47 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat von Veritas:
Das Video hab ich letzte Woche beim stöbern auf YT gefunden, ich fand jetzt nicht so verstörend aber es war trotzdem ne nette Zusammenfassung. Bezüglich der Musik stimme ich mit Yog überein, sowas empfinde ich ebenfalls als unnötig. Es gibt ne gute Doku auf YT die heißt " Der zweite 30 jährige Krieg " . Sind 3 Teile und dauert mehrere Stunden, ist aber ziemlich interessant bezüglich der Aussagen einzelner Personen in diesem Video. Ist aber auch mit Vorsicht zu geniessen!!! Nach dem 2ten Part beschlich mich das Gefühl auf einen Propaganda Film gestoßen zu sein. Ich hab dann mal n bisl geforscht und die Tatsachen stellten sich auch als solche herraus. Trotzdem hat man als Links orientierter Mensch das Gefühl auf die braune "Seite der Macht" gezogen zu werden. Es wird eine Sicht geschildert, die ich so nicht im Geschichtsuntericht gelernt hatte......


Und wenn man einen Blick auf das verlinkte Forum wirft, in dem sich u.a. "Reichsbürger" austauschen und wohl einen wahrhaft souveränen Staat in ihrem Sinne fordern, verfestigt sich dieser Eindruck.

Klar, wer noch an den "freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat" glaubt, für den mag es fürchterlich deprimierend sein zu erkennen, dass Staaten (nicht nur die BRD) nunmal Zwangsverbände zum Zwecke der Kontrolle und Zurichtung der Bevölkerung sind, und keine Vereine freier Menschen.
Was mich deprimiert ist allerdings nicht diese Erkenntnis, sondern der autoritäre Ruf nach der "guten Herrschaft", der hier durchdringt.

The Loathsome mask has fallen the man remains
Sceptreless, free, uncircumscribed, but man
Equal, unclassed, tribless and nationless,
Exempt from awe, worship, degree, the king,
Over himself, just, gentle, wise.

Percy Bysshe Shelley


Indessen ist das gerade wieder der Vorzug der neuen Richtung, dass wir nicht dogmatisch die Welt antizipieren, sondern erst aus der Kritik der alten Welt die neue finden wollen. Karl Marx
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