dian unregistriert
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Scientology
10.04.2008 23:23 |
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Es scheint ja Diskussionsbedarf hierüber zu bestehen...
also machen wir das am Besten in einem eigenen Thread.
(Threads zu den Zeugen Jehovas, den Mormonen und zur "Kirche Jesus Christi der Heiligen der letzten Tage" folgen bei Bedarf später)
Ich habe nemesus gegenüber schon mal erwähnt, dass mich das Auftreten der Scientology einfach instinktiv abschreckt. Aber andererseits musste ich auch eingestehen, dass ich vom Inhalt ihrer Lehre recht wenig Ahnung habe...
Das Bild, das ich bislang von Scientology hatte, ist vor allem dieses hier:

Oder vielleicht auch das:

Sonderlich sympathisch wirkt das jedenfalls beides nicht auf mich.
Sowieso bin ich sehr skeptisch, wenn es Organisationen oder Einzelleute gibt, die behaupten, erleuchtet zu sein, und gegen Bezahlung andere an dieser Erleuchtung teilhaben lassen zu wollen.
Ich denke, wer wirklich erleuchtet wurde, hat diese ganze kapitalistische Scheiße einfach nicht mehr nötig. Wer wirklich erleuchtet ist, ist voller Mitgefühl und Liebe oder irgendsowas, und würde den Menschen das alles umsonst geben.
Andererseits kann ich der ganzen Ideologie eine gewisse Faszination nicht absprechen, weil Science-Fiction-Autoren, die Sekten gründen, ja schon irgendwie eine Steigerungen sind zu den sonst üblichen Fischern und Zimmermännern.
Am besten wäre wohl, nemesus würde uns einfach mal aufklären, was genau er denn nun an den Lehren der Scientology sympathisch findet.
Daraus bin ich nämlich noch nicht so ganz schlau geworden.
Ist es mehr allgemein das Science-Fiction-mäßige und technophile, was dich anzieht, oder gibt es konkrete Gedankengänge, von denen du sagen würdest: "Darauf wäre ich ohne die Scientology nicht gekommen"?
Ich meine, ich finde es ja lobenswert, dass die sehr skeptisch gegenüber der Psychiatrie sind... aber ich finde es auch lobenswert an der katholischen Kirche, dass sie gegen Klitorisbeschneidung von afrikanischen Frauen ist. Trotzdem wäre das für mich noch lange kein Grund, deshalb die Existenz dieser Kirche zu verteidigen...
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nemesus unregistriert
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re: Dian
11.04.2008 00:17 |
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Ich habe bisher noch keine Religion völlig symphatisch gefunden, mit Ausnahme von der hier:

Das Bild zeigt, wie das fliegende Spaghetti-Monster die Welt erschuf.
Hier nochmal der ganze Wiki-Artikel:
http://de.wikipedia.org/wiki/Fliegendes_Spaghettimonster
Aber genau deshalb sind mir Leute unsymphatisch, die dogmatisch daran glauben, wie unkonventionell sie seien, nur um dann ihren Mainstream zu bekunden. Sie geben vor, nicht vom Staat und von den Medien beeinflusst zu sein, und wenn man dann fragt, woher sie ihre Weisheiten denn haben, kommt nichts als Schall und Rauch.
Da ist mir doch >>Frater<< Aleister Crowley sehr viel symphatischer, als er sagte:
| Zitat: |
| ...Der Mensch hat das Recht, nach seinem eigenen Gesetz zu leben: zu arbeiten wie er will, zu spielen wie er will, zu ruhen wie er will, zu sterben wann und wie er will. Der Mensch hat das Recht zu essen was er will, zu trinken was er will, zu wohnen wo er will, zu reisen auf dem Antlitz der Erde wie er will. Der Mensch hat das Recht zu denken was er will, zu sagen was er will, zu schreiben was er will, zu zeichnen, malen, schnitzen, ätzen, gestalten und bauen wie er will, sich zu bekleiden wie er will. Der Mensch hat das Recht zu lieben wie er will; auch erfüllet euch nach Willen in Liebe, wie ihr wollt, wann, wo und mit wem ihr wollt!... |
Über den Rest dieses Zitates läßt sich streiten, aber darauf habe ich gar keine Lust.
Soweit ersteinmal,
N.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von nemesus am 11.04.2008 00:21.
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Arne Kroger unregistriert
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Das ist eine völlig nichtssagende Antwort, @nemesus.
Ich komme gerade aus einem Thread, wo Du von @MAUS Klarheit in einem Satz verlangst. Insofern wäre mir auch hier mal ein Satz ausreichend, was das überhaupt für eine Scheiße ist.
Für mich ist Scientology kurz beschrieben eine Form des Neo-Calvinismus, also eine religiöse Wahnidee, die in den USA Verbreitung gefunden hat, ohne, wie so oft in den USA die positiven Seiten der christlichen Religion wie Nächstenliebe oder Solidarität irgendwo eingebunden wären. Während die alten Calvinisten das aber ab und an mal machen müssen, haben eben Scientologen mit ähnlichen Argumenten wie Faschos versucht, diese letzten paar Relikte, die den Kapitalismus noch erträglicher machen könnten, auszuhebeln.
Die Beziehung von Scientologen zu den Nazis sieht man btw auch, dass dieser Cruise einen Nazi spielt in einem Film, der in Deutschland sogar noch bis heute beliebt ist, nämlich diesen Stauffenberg.
Und da auch noch reaktionäre Superkapitalisten wie FAZ u.ä. den Film hochjubeln, zeigt sich hier, dass die BRD allmählich auch auf den Kurs gebracht werden soll, was deren superkapitalistische Weltanschauungen anbelangt. Dass es da nur um eine Art innerparteilichen Machtkampf zwischen ein paar Nazigruppen geht, scheint ja nicht unbedingt so deutlich in dem Film rauszukommen.
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Arne Kroger unregistriert
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Jetzt noch einige Anmerkungen aus dem Thread, in dem die Diskussion losging.
@Bronstein und @M.F.:
Meines Erachtens beobachtet der Verfassungsschutz Scientologen nur, weil sie Schiß haben, dass gute deutsche Kapitalisten da Nachteile von haben könnten, wenn denen was in die Hände fällt. Dass Scientologen schlimmere Kapitalisten sind wie andere, glaube ich nicht, aber auf keinen Fall bessere.
Selbe Prozedur wie bei Chinesen vs. Tibeter. Ist mir egal, wer da gewinnt, sind beides Ausbeuter und gehören daher bekämpft.
Und warum dann 0,7% evtl. doch relevant sind für diesen Staat, @nemesus, hat nunmal was mit der Vermögensverteilung zu tun, wo schon 10% der Bevölkerung in Deutschland 50% des Kapitals besitzen. In solchen Staaten, die eine derartig ungerechte Vermögensverteilung haben, können auch dann 0,7% gefährlich werden, wenn sie genügend Kapital besitzen.
Die zweite Debatte in dem Thread, in der es darum geht, ob Scientology jetzt eine Religion oder ein sonstiger Blödsinn ist, ist eigentlich zu vernachlässigen, je nachdem wie man den Rest sieht. @Nemesus hält es für eine Religion, ich würde ihm dabei fast zustimmen, genau wie der Kapitalismus oder der Glaube an Schwachsinn von Reich oder von Polyamorie eine Religion ist, die mit nichts irgendwie nachweisbar ist, sondern nur auf Glaubenssätze zurückgeht.
Ansonsten sehe ich das schon ähnlich wie @monster, dass andere Religionen sich von denen nicht großartig unterscheiden, allerdings sollte dann schon klar gesagt werden, was Hokuspokus ist und was Wissenschaft ist. Polyamorie und Herrenrassen sind es genausowenig wie Jüngste Gerichte und soundsoviel Jungfrauen im Paradies.
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nemesus unregistriert
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re: Arne
11.04.2008 10:06 |
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| Zitat: |
| Das ist eine völlig nichtssagende Antwort, @nemesus. |
Falsch. Die Antwort hat eine klare Aussage, nur dass Du sie nicht hören willst, weil sie nicht in Dein Weltbild passt.
(Annahme, basierend auf Deiner Aussage, dass Du eine MathematikLehrerin scheusslich fandest, weil sie nicht in Dein Weltbild passte (Chat).
| Zitat: |
| Insofern wäre mir auch hier mal ein Satz ausreichend, was das überhaupt für eine Scheiße ist. |
Wäre Dir das am liebsten? Wir einigen uns alle darauf, wie scheisse Scientology und alle anderen Religionen sind, die Du nicht zu kennen scheinst (Ausbeutung von Seite der Buddhisten??), erklären, was für Vorteile das Christentum hat (weil Du davon schon länger umgeben bist) und Deine kleine Welt ist wieder in Ordnung, ja?
Den Gefallen werde ich Dir nicht tun.
| Zitat: |
| Für mich ist Scientology kurz beschrieben eine Form des Neo-Calvinismus, also eine religiöse Wahnidee, die in den USA Verbreitung gefunden hat, ohne, wie so oft in den USA die positiven Seiten der christlichen Religion wie Nächstenliebe oder Solidarität irgendwo eingebunden wären. |
Scientology gibt vor, dass sie vom ZEN-Buddhismus inspiriert wurde. Und siehe, es gibt Ähnlichkeiten. Während man im Christentum nur zum Gott kriechen und um Verzeihung bitten muss, streben sowohl ZEN als auch Scientology Erleuchtung an, was Dir in Anbetracht Deines Alters auch wirklich langsam gut täte. - Vermutlich werden die beiden Religionen deshalb von Dir als schlecht empfunden, weil man zur spirituellen Entwicklung auch noch etwas tun muss. - Wo kämen wir denn da hin?
Dass in Scientology Zen-Buddhismus Solidarität und Nächstenliebe nicht enthalten wären, ist blanker Unfug. - Aber von einem Menschen, der mir stolz erzählt, er sei oberflächlich und das sei gut so, ierwarte ich auch nicht viel mehr.
| Zitat: |
| Und warum dann 0,7% evtl. doch relevant sind für diesen Staat, @nemesus, hat nunmal was mit der Vermögensverteilung zu tun, wo schon 10% der Bevölkerung in Deutschland 50% des Kapitals besitzen. |
*g* Wenn ich postuliere, dass die 0,7% REICH sind (was VÖLLIG AN DEN HAAREN HERBEIGEZOGEN IST, dann gibt es immer noch 9,3% die dagegen halten können.
Ich schlage Dir mal etwas anderes vor: Der Staat will Kleingeister bei Laune halten und beschäftigt sich dann mit völlig unwichtigen Themen, wie zum Beispiel Deutschland gegen Scientology, Deutschland gegen Terror, ach ja und Deutschland schaltet das Licht aus, darf nicht fehlen.
Wenn Du auf soetwas reinfällst, dann ist das eher ein Zeichen für Deine geistige Verwahrlosiung, als für die Intelligenz des Staates.
Apropos Wissenschaft und Polyamory. Da habe ich etwas hübsches für Dich.
| Zitat: |
Heimliche Liebe
Das Zitat einer amerikanischen Ärztin:" Monogamie (Einehe) ist ein so unnatürlicher und der menschlichen Natur so fremder Zustand, dass es beinahe unmöglich ist, in der gesamten Geschichte der Menschheit eine Zivilisation zu finden, die sie in einem so engen Sinne praktiziert, wie wir sie predigen - obwohl auch wir keineswegs praktizieren, was wir predigen." Der einzige Versuch, der je unternommen wurde, die sexuellen Gewohnheiten einer gesamten Geschichtsperiode zu erforschen, das "Human Relations Area Project" der Yale-Universität, kam zu dem überraschenden Ergebnis, dass in nur fünf Prozent aller bekannten Kulturen Monogamie herrschte und den Männern alle außerehelichen sexuellen Betätigungen verboten waren.
Von 185 untersuchten Gesellschaften konnten nur neun als monogam definiert werden. In 176 Gesellschaften herrschten Polygamie (Vielehe) oder nicht-monogame Formen. Es ist unmöglich, sich mit diesen Zahlen zu beschäftigen, ohne zu dem Schluss zu kommen, dass sexuelle Monogamie biologisch ungesund ist. "Das bedeutet nicht, dass du aufhören sollst, deinem Mann treu zu sein, oder er dir, sondern dass du nicht überrascht sein darfst, wenn sich in eurer Ehe gelegentlich Schwierigkeiten dieser Art ergeben." führt die Amerikanerin, Dr. med. Barbara Bross aus.
Die Zeitschrift "Psychology Today" (Psychologie heute) forderte ihre Leser auf, Fragen über Lügen, Betrügereien und die Beugung der Wahrheit zu beantworten. Das Echo auf die Fragebogenaktion war groß. Es beteiligten sich 24.100 Leser. Das Ergebnis: An der Spitze der Betrügereien steht Ehebruch, 45 von 100 Einsenderinnen und Einsendern gaben zu, den Ehepartner oder die Partnerin zu betrügen. Damit steht fest, dass in der Ehe mehr gelogen und betrogen wird als bei Steuererklärungen (38 Prozent) oder Spesenabrechnungen (2
Prozent.
Anna Maria Gutmann-Heger, Die Lust der Frauen, Seehamer Verlag
*Dieser Text kam ursprünglich aus dem SNAFU-Newsticker, des Internetproviders SNAFU, zu finden unter der Domain http://www.snafu.de
(Die Erklärung für den Begriff SNAFU findet sich z.B. unter der Domain http://www.snafu.com (englisch). Ein deutschsprachiger Artikel liegt in der Wikipedia unter http://de.wikipedia.org/wiki/Snafu )
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Soviel dann dazu.
Und weiter?
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Die Beziehung von Scientologen zu den Nazis sieht man btw auch, dass dieser Cruise einen Nazi spielt in einem Film, der in Deutschland sogar noch bis heute beliebt ist, nämlich diesen Stauffenberg.
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Ich schliesse lieber auf eine enge Beziehung zwischen Schauspielern zu Nazis. *g*
Dafür hättest Du eine weitere Medaille verdient.
Aber abgeshen davon: War Staufenberg nicht der Typ, der einen Anschlag auf Hitler ausübte? Sehr fragwürdiger Nazi, wenn Du mich fragst,
Gute Besserung,
N.
Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von nemesus am 11.04.2008 10:11.
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dian unregistriert
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@ nemesus:
Was die Sache mit den Beziehungen angeht, stimme ich dir völlig zu.
Da ist Arne offensichtlich doch etwas zu stark von seiner christlichen Prägung beeinflusst. (was aber wiederum auch nur zum Teil stimmt, weil Arne in der Realität weitaus polyamouröser leben dürfte als mancher, der sich in Internetforen für Polyamouröse Liebe einsetzt.
)
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| Während man im Christentum nur zum Gott kriechen und um Verzeihung bitten muss, streben sowohl ZEN als auch Scientology Erleuchtung an, was Dir in Anbetracht Deines Alters auch wirklich langsam gut täte. - Vermutlich werden die beiden Religionen deshalb von Dir als schlecht empfunden, weil man zur spirituellen Entwicklung auch noch etwas tun muss. - Wo kämen wir denn da hin? |
Ja, deshalb konnte sich das Christentum hierzulande eben auch besser durchsetzen als der Buddhismus. Weil es so schön bequem ist...
einfach nur regelmäßig den Gottesdienst besuchen und ab und zu ein bisschen beichten, und schon bekommt man den schönsten Platz im Himmel. Das ist idiotensicher... jeder zurückgebliebene Bauer kann das ausüben.
Da tut sich der Buddhismus eben etwas schwerer, weil da wirklicher Verzicht und geistige Arbeit verlangt wird.
Die Frage ist nur eben, wie man nun in diesem Zusammenhang die Scientology bewerten soll.
Da ich das nicht einschätzen kann, hätte ich diesbezüglich (also vor allem auch bezüglich der positiven Auswirkungen der Scientology-Lehre) schon gern eine etwas ausführlichere Antwort von dir bekommen...
Du hast ja selbst gesagt, dass auch Leute, die angeblich "clear" sein sollen, auf dich nicht unbedingt "clear" gewirkt haben.
Also mal andersrum gefragt:
Kennst du überhaupt jemanden, der durch die Scientology zu einem "besseren", klügeren Menschen geworden ist?
Oder besteht der positive Effekt, den die Scientology auf ihre Anhänger hat, letztlich doch nur darin, diese zu beschäftigen und ihrer Existenz einen (vermeintlichen) Sinn zu geben?
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| Aber abgeshen davon: War Staufenberg nicht der Typ, der einen Anschlag auf Hitler ausübte? Sehr fragwürdiger Nazi, wenn Du mich fragst |
Ich denke schon, dass es auch Nazis gab, die zwar bis zuletzt von ihrer Ideologie überzeugt waren, aber gegen Ende des Krieges trotzdem den Adolf loswerden wollten, weil sie gecheckt haben, dass sich mit so einem Führer kein Krieg mehr gewinnen lässt...
Staufenberg war aber wohl weniger überzeugter Nazi als vielmehr überzeugter Patriot.
Was Arne meinte, war, dass Staufenberg heute eben etwas verklärt als heldenhafter Widerstandskämpfer und "Vorzeige-Demokrat" dargestellt wird, obwohl er mit Demokratie in Wahrheit nicht all zu viel im Sinn gehabt haben dürfte. Ich weiß jetzt nicht genau, wie seine Pläne ausgesehen haben, für den Fall, dass der Putsch gelingen sollte... aber da war wohl entweder eine Militärdiktatur oder eine Rückkehr zur alten Herrschaft des Adels vorgesehen, und keine echte Demokratie.
Vielleicht hätten wir dann heut wieder nen verkrüppelten, inzestgeschädigten Kaiser oder sowas. (wobei das irgendwie auch kein großer Unterschied mehr wäre zu unseren heutigen Politikern. Nur, dass man die zur Not wenigstens abwählen kann...)
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| Ich denke, wer wirklich erleuchtet wurde, hat diese ganze kapitalistische Scheiße einfach nicht mehr nötig. |
bingo. genau das denke ich auch.
wir können den faden natürlich weiter spinnen und es darauf aufbauen, dass es eine organisation ist, die ausnutzt das die menschen an etwas glauben wollen, um ihren alltag leichter zu bestehen.
ich sah mal einen bericht, wo die frage kam: ist es nun gut, oder eher ein holocaust, dass man tom cruise so stark in verbindung mit scientology gesehen hat? die antwort eines scientolog-spezialisten war: ein holocaust. ich erinnere mich nicht mehr an den genauen wortlaut, aber sinngemäß ging es darum, dass die leute darauf schließen könnten, wie leicht selbst große größen von scientology "eingenommen" werden.
ich kann dem ja nicht so ganz folgen. diese werbung sollte doch die ganzen cruise-fans eher näher an scientology bringen, oder nicht?
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nemesus unregistriert
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re: Dian
11.04.2008 13:11 |
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| Zitat: |
Kennst du überhaupt jemanden, der durch die Scientology zu einem "besseren", klügeren Menschen geworden ist?
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Dann beantworte ich mal diese Frage:
Ja, derartige Leute sind mir bekannt. Gleichzeitig sage ich aber auch, dass ich Menschen in den verschiedensten Religionen kennenlernte, die daduch "besser" + "klüger" wurden. - Selbst bei den Christen.
Das Christentum ist nämlich seit zig Jahrhunderten gespalten, nicht in Katholiken und Protestenaten, wie man annehmen könnte, vielmehr gibt es nach innen und nach außen gerichtete Christen. Bedauerliche Weise arbeitet die "exogene" Seite oft mit dem Staat zusammen und verfolgt teilweise mit Hilfe des Staates die esoterische Seite, die von der GNOSIS inspiriert ist. Um das kurz anzudeuten: Die einen meinen, man müsse nach draussen sehen, um Gott zu finden. Diese Leute gehen regelmässig in die Kirche, um Predigten zu hören. Die anderen aber glauben, man müsse nach innen horchen und würden dort irgendwann Gott finden.
Ich gehe davon aus, dass jede spirituelle Route, die nach innen führt, das Bewusstsein positiv verändert.
Scientology baut auf dem Gedankengut der Dianetik auf, eine Art Parallelpsychologie mit einigen Unterschieden. - Ebenfalls von Hubbard begründet.
Im Gegensatz zur Psychologie mit ihren Dynamischen Triebkräften, gibt es bei der Dianetik die Dynamiken. Ist das annähernd das Gleiche, klingt aber anders.
Im Gegensatz zur Aufteilung von Wach- und Unterbewusstsein gibt es in der Dianetik die Aufteilung in anlalytischer, somatischer und reaktiver Mind, wobei der somatische Mind als jender Teil des [Unterbewusstseins] verstanden wird, der die körperlichen Funktionen steuert, z.B. das endokrine System.
Die Psychologie geht von Komplexen aus, die entstehen, wenn z.B. uangenehme Erinnerungen/Erfahrungen verdrängt werden.
Scientologen würden sagen, dass jede Art von Schmerz (körperlich oder emotional) dafür sorgt, dass die Engramme (negativen Gefühlsbilder) in den reaktiven Mind[Unterbewusstsein] verschoben werden. Dies ist eine Art Schutzfunktion, die jedoch ihre Tücken hat. So, wie die Psychologie davon ausgeht, dass uns unsere Komplexe manchmal unreflektiert und unlogisch machen können (Kein Wochenende ohne das gute alte Familiendrama bei dem die Frau oder die Kinder dran glauben müssen) gehen Scientologen davon aus, dass die im reaktiven Mind abgelegten Engramme die anderen Teile des Minds [unbewusst] beeinflussen.
In der Psychotherapie haben wir dafür unseren Seelenklempner, der Dinge ans Licht holt. Die Dianetik und damit Scientology hat sogenante Zuhörer oder Auditoren, bewaffnet mit einem Lügendetektor, den sie E-Meter nennen.
Beim Auditing (der Psychotherapie) stellt der Auditor(Psychologe) dem PreClear(Patienten) Fragen, um ihn mit seiner Vergangenheit zu konfrontieren. Dadurch erinnert er sich von Sitzung zu Sitzung besser. - Die Komplexe (Engramme) wandern dahin, wo sie gehören, in den analytischen Mind (ins Wachbewusstsein) wo voller Zugriff besteht. Deshalb kann der (reaktive Mind) nicht mehr dazwischen funken. Die Scientologen würden sagen, die Person geht clear, der reaktive Mind wird gelöscht.
Die Nummer mit dem E-Meter funktioniert übrigens wirklich, habe ich mal getestet - Ich werde mir so ein Ding mal aus Spass nachbauen, irgendwann.
Probleme hatte ich mit Scienotologen, die zu der Idee kamen, sie müssten nichts ausser Hubbard-Literatur lesen. Das führte zu extrem lanweiligen Gesprächen. Aber selbst Hubbard waren diese Leute ein Dorn im Auge. Aus seinen Tagebucheinträgen geht eindeutig hervor, dass er sich mit seinem Werk weit weniger ernst nahm, als es viele seiner Jünger tun.
Das ist in anderen Religionen jedoch auch nicht anders. - Leider.
Beantwortet das Deine Frage ausreichend?
Beste Grüße,
N.
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von nemesus am 11.04.2008 13:19.
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Ich erinnere mich, dass ich vor längerer Zeit mal aus Spass auf der Scientology Seite so ein Phsychotest mit vielen Fragen gemacht zu haben. Die Auswertung sah auch ähnlich differenziert aus, mit vielen verschiedenen Balken, wo angeblich meine Stärken und Schwächen liegen. Dumm nur, dass ich dann in den Quellcode geguckt habe und gesehen habe, dass lediglich 4 verschiedene Ergebnisse möglich waren, die Komplexität der Auswertung war komplett gefakt. Ich denke, dass sagt einiges über die Intensionen der Leute aus.
Genauso, dass sie, wie ich persönlich von einem Scientologen gehört habe, zwar unbedingt wollen, dass alle die Bücher von Hubbert lesen, aber sie nicht frei zum Download anbieten. So recht beantworten konnte er den Widerspruch nicht, er hat sich wohl trotzdem toll clear und unmanipuliert gefühlt.
Die Leute ansich sind ganz nett, aber das sind auch die meisten Christen.
Der eine, mit dem ich länger geredet habe, hat schon zigtausend Euros für Scientologie ausgegeben, sonderlich viel scheint es ihm nicht gebracht zu haben, seine Kommunikationsfähigkeiten, die Scientology angeblich besonders verbessert, waren auch nicht besser als die eines durchschnittlichen trainierten Verkäufers.
Zum Inhalt:
Da gibts wohl nichts, was es nicht woanders auch besser und billiger gibt. Ausserdem ist ein guter Teil einfach Unsinn.
Deswegen am besten mit allen anderen Religionen in den Müll damit.
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"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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M.F unregistriert
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| Zitat: |
Original von nemesus
Warum ist das plötzlich egal? Im Beitzrag zuvor schien es Dir noch wichtig zu sein.
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Weil es keinen Unterschied macht wie man etwas nennen will, ist ja trotzdem da gleiche.
| Zitat: |
Original von nemesus
Ich sage Dir mal etwas, was ich fair finden würde: Entweder Steuerfreiheit für alle Religionen oder für keine. Nebenbei bemerkt, ist Dir eigentlich bewusst, dass das Christentum einst als Sekte bezeichnet wurde? Und wenn ich schon dabei bin, ich habe noch nie eine Religion gesehen, dessen Organisation nicht aufs Geld achtete. Oder glaubst Du, dass Vatikanstadt von Luft und Liebe lebt?
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Ich will Steuerfreiheit für KEINE Religion.
Ich halte jede Religion mit Alleingültigskeitsanspruch für zumindest potenziell gefährlich
Auch die christlichen Spinner können gefährlich werden, habe auch nie gesagt, dass da eine andere unbedingt besser ist.
Deshalb wird Scientology aber nicht besser.
Natürlich kannst du sagen, dass die eine verschwindet geringen Zahl ausmachen, aber von den viele Christen glauben nur wenige ernsthaft dran, die meisten sind einfach Christen, weil ihre Eltern da auch waren und sie so schön in der Kirche singen können
Man kann durchaus vermuten, dass von den 0,7% ne Menge wesentlich radikaler sind, als bei den christlichen Sektenspinnern.
Wenn man bedenkt, dass die Mehrzahl der Bevölkerung eh nur willenlosen Mitläufer sind, sind 0,7% die alle zusammenarbeiten ne durchaus ansehnliche Macht.
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Leberkrebs unregistriert
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Das ganze ist doch Betrug und Verarschung ³.
Ein wesentlicher Bestandteil bei Erstbefragungen und Fragebögen von Scientologen ist der ausgeübte Beruf und die daraus zu vermutenden Vermögensverhältnisse des Opfers. Je mehr Geld sich holen lässt, desto toller die Einschätzung und Versprechungen von Scientology. Umso höher steigt das Opfer auch in der Hierarchie der Sekte auf, weil dadurch die Anbindung und die Lust weiterzumachen größer werden.
Wenn man sich dagegen als Hilfsarbeiter bei Scientology anmeldet, dann darf man mit deren Flugblättern hausieren gehen und nach 10 Jahren hausieren, darf man VIELLEICHT 5 weitere Dummbatzen befehligen die ebenfalls hausieren.
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nemesus unregistriert
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Da gibts wohl nichts, was es nicht woanders auch besser und billiger gibt. Ausserdem ist ein guter Teil einfach Unsinn.
Deswegen am besten mit allen anderen Religionen in den Müll damit |
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Sag mal Xoc, wie wäre es mit na Liste, von Produkten, die Du magst? Wenn Du die erst erstellt hast, können wir uns daran machen, alles andere auf den Müll zu stellen, und zwar deshalb, weil es Dir nicht gefällt.
Keiner zwingt Dich dazu, nen Computer mit nem Apfel in Dein Zimmer zu stellen, Bücher von Scientology zu kaufen oder in Posts YouTube-Videos einzubinden. Aber lasse doch bitte den Leuten die Wahl, die das möchten, auch wenn es nicht Dein Geschmack ist.
Vielen Dank,
N.
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Das ist keine Geschmacksfrage, das ist schädlicher Unsinn.
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"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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dian unregistriert
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nemesus unregistriert
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| Das ist keine Geschmacksfrage, das ist schädlicher Unsinn. |
Das möchte ich für mich selbst entscheiden können. - Da brauche ich keinen Xoc für.
N.
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Hab ich's dir etwa verboten?
Viel Spass.
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"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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nemesus unregistriert
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@ Xoc:
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| Hab ich's dir etwa verboten? |
Nein. Aber Deinen Worten nach, würdest Du diese Religion (oder vielleicht sogar alle Religionen) verbieten, auf den Müll stellen, wie Du es nennst, wenn Du es könntest.
@all:
Ich weise darauf hin, dass es ein edles Anliegen ist, Menschen vor Schaden zu bewahren. - Aber wie hiess es schon bei Startrek?
| Zitat: |
| Die Straße zur Hölle ist mit guten Absichten gepflastert. |
Ich kann ein Lied davon trillern. Vor Schaden bewahren ist eine Fähigkeit, gekoppelt mit einer Ambition. Wenn eines davon unzureichend vorhanden ist, wird es nicht klappen.
Manche Menschen, die es (zu) gut mit mir meinten, hätten mich mit ihren Versuchen, mir zu helfen, fast umgebracht.
Alles im Leben kostet. Und Freiheit ist ein Gut, was einen hohen Preis hat. - Zum Beispiel Gefahr. Sowohl aus Dians Texten als auch aus meinen läßt siich der Wunsch herauslesen, von Unterschiedlichkeit zu lernen. Das geht aber nicht, wenn alles sofort abgelehnt wird. Es sollte einleuchten, dass ALLES seine Vor- und Nachteile hat. Das heisst nicht, dass nicht kritisch hinterfragt werden sollte. Nur sollte eben auch kritisch mit dem Selbst umgegangen werden, nach dem Motto:"Führen meine Ansätze wirklich noch in Richtung Freiheit? Bin ich noch unvoreingenommen?"
Wenn jemand von Euch bemerkt, dass ein anderer im Begriff ist, falsche Entscheidungen zu treffen, dann macht ihn darauf aufmerksam. Aber laßt ihm doch bitte die Freiheit, seine eigenen Entscheidungen zu treffen, sofern nicht eine massive geistige Umnachtung medizinisch diagnostizierbar wäre, oder der Betreffende zu jung ist.
Ich bitte, darüber nachzudenken.
nemesus
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von nemesus am 13.04.2008 00:02.
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Original von nemesus
Nein. Aber Deinen Worten nach, würdest Du diese Religion (oder vielleicht sogar alle Religionen) verbieten, auf den Müll stellen, wie Du es nennst, wenn Du es könntest.
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Dir sollte bekannt sein, dass die allermeisten Abfälle, die auf den Müll gehören, nicht verboten werden müssen oder sollten.
Falls du ein Problem mit der Interpretation von Metaphern hast, solltest du vielleicht erstmal nachfragen.
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"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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nemesus unregistriert
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Ja, ja und Dir sollte bekannt sein, dass die meisten Mülldeponien nicht für jeden immer frei zugänglich sind. - Aber das führt alles am Thema vorbei. Ich fordere alle zu Reflexion auf, die Scientology oder andere Religionen am liebsten verbieten wollten, in der irregen Annahme, sie würden damit die Freiheit vergrössern.
N.
Ohne Risiken keine Freiheit.
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