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Zum Ende der Seite springen die Kontrolle übernehmen  
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quaid

their law


die Kontrolle übernehmen 15.11.2008 18:46 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

"Zum ersten Mal in deinem Leben hast du die Kontrolle übernommen!"
(zitat aus dem film "wanted")

geht es nur mir so, oder sollte einem der satz wirklich zu denken geben?
heutzutage wird man doch von allen seiten gesteuert. die werbung sagt einem, was man will. die arbeitgeber sagen einem, was man tun soll. die mietpreise sagen einem, wo man wohnen soll.

okay, dass ist nunmal das gesellschaftliche system, in dem wir leben. würde man sich davon abschotten, müsste man sich sorgen machen um nahrung und unterkunft. wer lebt schon gerne draussen in der wildnis. und wer kann das schon?
umso beängstigender die erkenntnis: du kannst in deinem leben nicht die kontrolle übernehmen. solange die gesellschaft dich hat, wirst du ein sklave sein.


"keiner
hat das recht mir zu befehlen was ich zu tun hab.
wirklich niemand.
einfach keiner.
das ist ganz allein meine freie entscheidung"
(die ärzte - rebell)
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sandu mehta
unregistriert
15.11.2008 19:33 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

um noch weiter zu gehen: ich glaube nicht, dass irgendwer jemals die kontrolle hatte oder haben könnte. es ist nicht nur so, dass die anderen dich unter kontrolle haben, sondern dass du seit je etwas fremdes bist, (und unterdrückter deiner eigenen selbst-kontrolle), solange du überhaupt jemand bist.

es gilt daher auch der illusion abzusagen, selbst die kontrolle haben zu können. vielmehr wäre es spannend, auszuprobieren, jeglichen anspruch an kontrolle, ob von aussen oder innen, aufzugeben und die natur des abgrunds alles zersetzen und verzaubern zu lassen.

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von sandu mehta am 15.11.2008 19:41.

nemesus
unregistriert
re: 15.11.2008 20:30 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich glaube, Ihr seid völlig auf dem Holzweg. Wenn ich es bewiesen haben werde, lasse ich es Euch wissen.

Gruß,
nemi

quaid

their law


15.11.2008 22:36 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

solange die bewustseinserweiternden drogen dich dann noch dazu imstande lassen, nemesus.
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nemesus
unregistriert
re: 16.11.2008 09:12 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
solange die bewustseinserweiternden drogen dich dann noch dazu imstande lassen, nemesus.


Wirklich originell, quaid.
Offen gestanden glaube ich nicht daran, dass es notwendig ist, bewusstseinsverschiebene Drogen zu konsumieren, um klar zu sehen.

Stattdessen glaube ich, dass jemand, der erzählt, dass früher alles besser war und heutzutage nichts mehr möglich sei, einfach nur keine Ahnung von Geschichte hat.
Und jemand, der glauben möchte, keine Chance zu haben, mag in Unity und Mind-Riot ja den Tiefgründigkeitsbonus abstauben können aber mehr ist auch nicht drinnen. - Sicher: Wo kein Blumentopf zu erarbeiten ist, kann man auch nicht versagen: Die Gesellschaft ist einfach immer Schuld und diese Sichtweise hilft bestimmt über jeden Selbstzweifel hinweg. Mir ist das jedoch zu wenig, denn der Preis für diese Sichtweise, so scheint mir, ist die Jugend. Menschen ohne Mut und Elan haben (und hatten) wir schon mehr als genug. - Das ist nicht mehr aussergewöhnlich und war es auch nie.

N.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von nemesus am 16.11.2008 09:13.


quaid

their law


16.11.2008 14:37 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

wer austeilt, muss auch einstecken können.
wer hat eigentlich gesagt, dass er glauben möchte, keine chance zu haben? oder das früher alles besser war?
ich z.b. sagte lediglich "umso beängstigender die erkenntnis:" und brachte die kontrolle in zusammenhang mit den abhängigkeiten der gesellschaft.
die gesellschaft steht hier stellvertretend für das system, in dem wir leben.

willst du dagegen was sagen? ist dir die argumentation nicht schlüssig genug? klingt es dir zu sehr nach resignation?
hat dein post überhaupt irgendetwas zu sagen, ausser dass du erfolgreich den eindruck vermittelst, das hier alles falsch aufgefasst zu haben?
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nemesus
unregistriert
re: 16.11.2008 15:23 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
wer austeilt, muss auch einstecken können.

Kein Problem.

Zitat:
wer hat eigentlich gesagt, dass er glauben möchte, keine chance zu haben?

Sandu habe ich so verstanden:
Er schreibt:
Zitat:
ich glaube nicht, dass irgendwer jemals die kontrolle hatte oder haben könnte.

Kling für mich nach "keine Chance, Kontrolle zu erlangen", und für Dich?

Zitat:
oder das früher alles besser war?

Dass früher alles besser war deutest Du zumindest an, und zwar mit dem Wörtchen >>heutzutage<<. Wenn gestern und heute gleich mies sind, ist "heutzutage" eine irrelevante Information.


Zitat:
die gesellschaft steht hier stellvertretend für das system, in dem wir leben.
willst du dagegen was sagen? ist dir die argumentation nicht schlüssig genug? klingt es dir zu sehr nach resignation?
hat dein post überhaupt irgendetwas zu sagen, ausser dass du erfolgreich den eindruck vermittelst, das hier alles falsch aufgefasst zu haben?


Mir klingt besonders sandus Beitrag zu sehr nach Resignation. Aber abgesehen davon finde ich auch die Idee von der Gesellschaft als System in die Irre führend. Manche Menschen haben den Verstand, sich über die Gesellschaft hinwegzusetzen, manche nicht. Die Personen, die den Verstand nutzten, werden dafür gearbeitet haben, dass sie ihn nutzen konnten. Zu welcher der beiden Parteien ich gehöre, weiss ich noch nicht.

Das war es, was ich sagen wollte.
N.
sandu mehta
unregistriert
16.11.2008 15:43 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Mir klingt besonders sandus Beitrag zu sehr nach Resignation.

dann hast du mich eben komplett missverstanden;

ich habe den begriff der kontrolle als ganzen hinterfragt. nicht ich, oder irgendwer, und auch kein system, hat jemals irgend eine kontrolle. jeder weg ist ein holzweg, wenn man denn überhaupt einen gehen will. ich resigniere nicht, ich propagiere den höchsten mut und elan, den man jemals aufbringen kann: den natürlichen fluss freizulassen.

vielleicht klingts aber ja auch einfach nur zu esoterisch, um verständlich zu sein.

quaid

their law


16.11.2008 16:08 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

du kannst ja deine einstellung haben wie du willst.
aber man ist nunmal abhängig von der gesellschaft, wenn man sich nicht gerade sehr gut mit dem überleben in freier wildbahn auskennt.
edit: oder in der lotterie gewonnen hat, oder leute bescheisst, oder sehr gut an der börse spekulieren kann..
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Hansi
unregistriert
16.11.2008 16:19 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Beim Leute bescheißen an der Börse oder sonst wo mit ganz viel Geld ist man auch nur ein Rädchen im System.
nemesus
unregistriert
re: 16.11.2008 16:37 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@sandu:
Zu esoterisch?
Die Okkultisten, die ich kennen gelernt habe, haben sich immer sehr präzise ausgedrückt.
Ich verstehe zum Beispiel folgenden Abschnitt nicht:
Zitat:
...ich glaube nicht, dass irgendwer jemals die kontrolle hatte oder haben könnte. es ist nicht nur so, dass die anderen dich unter kontrolle haben,...

Wenn keiner Kontrolle hat, wie können dann die anderen Kontrolle haben?

In dem okkulten ZIrkel, in dem ich eine Zeit lang war, gelten Magie und Kampfkunst als eng miteinander verwandt. In beiden Bereichen geht es zunächst darum, Kontrolle zu erlangen. Erst danach (also nachdem man die Wahl hat) kann der Mensch sich FREI entscheiden, ob er die erlernten Fähigkeiten einsetzt oder nicht.

Zitat:
ich resigniere nicht, ich propagiere den höchsten mut und elan, den man jemals aufbringen kann: den natürlichen fluss freizulassen.


Was bedeutet >>natürlichen fluss freizulassen<<?

@ quaid:
>>Sich gut mit dem überleben in freier wildbahn auskennen<<, >>leute bescheissen<< und >>sehr gut an der Börse spekulieren<< sind Fähigkeiten, und Fähigkeiten kann man erlernen. Ich schlussfolgere, dass weit vor den Ketten der Gesellschaft die Ketten des eigenen Verstandes kommen. Genau deshalb halte ich es ja für themaverfehlt, die Ketten der Gesellschaft sprengen zu wollen, BEVOR man die Ketten des Selbst überwunden hat.

In Anbetracht der letzten Beiträge möchte ich gerade in Bezug auf den letzten Abschnitt nocheinmal klarstellen, dass dies eine meiner Thesen ist. Es war auch eine meiner ersten Thesen, die ich hier postete, unmittelbar NACHDEM ich zum ersten Mal dieses Forum sah. Ich verstehe nach wie vor nicht, warum einigen hier diese These als so provokant aufzustossen scheint. Liegt es daran, dass man, sollte die These wahr sein, selbst etwas tun müsste, um voranzukommen, was über das Kritisieren hinaus geht?

N.

quaid

their law


16.11.2008 16:59 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

ketten des eigenen verstandes?
es gibt nichts, was mich davon abhält, zu lernen, wie ich in der freien wildbahn auskomme. ich hab nur absolut kein bock auf die natur.
ansonst hat hansi natürlich schon völlig richtig bemerkt, dass alles, was ich hinzugefügt habe, auch zum system gehört. es wären nur eben möglichkeiten, ungestört und unbeschwert zu leben.
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nemesus
unregistriert
re: 16.11.2008 17:32 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
ketten des eigenen verstandes?
es gibt nichts, was mich davon abhält, zu lernen, wie ich in der freien wildbahn auskomme. ich hab nur absolut kein bock auf die natur.


Als ich zum ersten Mal am Kampfsport-Training teinahm und als "WeissGürtel" den "Schwarzgürteln" zusah, bemerkte ich meine körperliche Begrenztheit. Ich war weniger gelenkig, verfügte über weniger Ausdauer und hatte kaum Geschicklichkeit, geschweige denn Kraft im Schlag. Offensichtlich ist es für Menschen mit einer solchen Ausbildung leichter, sich in freier Weilbahn zu behaupten. Laut Spektrum der Wissenschaft entwicklen die Menschen "geniale" Fertigkeiten in speziellen Bereichen, die, in diesen Bereichen, über Jahre üben, am besten von KLEIN auf. Menschen, die bilingual aufwuchsen, haben einem Menschen mit nur einer Muttersprache nun ein Mal einen Vorteil. Es ist für die "Einsprachler" wesentlich schwieriger, eine zweite Sprache zu lernen.
Das sind die Ketten des Geistes, von denen ich rede. Anzunehmen, man selbst hätte keine, empfände ich als überheblicher, als ich es ertragen könnte.

Zitat:
ansonst hat hansi natürlich schon völlig richtig bemerkt, dass alles, was ich hinzugefügt habe, auch zum system gehört. es wären nur eben möglichkeiten, ungestört und unbeschwert zu leben.


Das verstehe ich wieder nicht. Es gab genug Menschen in der Vergangenheit, die Aussteiger sind, und oder waren, sich meinetwegen auf eine Insel zurückzogen, wie in >>The Beach<< oder, wenn sie wesentlich geschickter waren, sich vorher die Insel kauften. Auf diesem Grund gebe es wohl genug Möglichkeiten, eine neue (kleine aber feine) Gesellschaft zu gründen, findest Du nicht?

N.
sandu mehta
unregistriert
16.11.2008 18:53 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Wenn keiner Kontrolle hat, wie können dann die anderen Kontrolle haben?

haben sie nicht wirklich.

Zitat:
Was bedeutet >>natürlichen fluss freizulassen<<?

eigentlich sowas, was man auch in manchen kampfkünsten lernt: vertrauen auf intuition, gesamtüberblick..

vermutlich meine ich weitgehend das gleiche wie du: "die ketten des selbst überwinden". allerdings nicht durch selbstunterdrückung oder unterdrückung der umwelt, nicht durch seperation und gegendruck.
Seneca
unregistriert
16.11.2008 22:22 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Das verstehe ich wieder nicht. Es gab genug Menschen in der Vergangenheit, die Aussteiger sind, und oder waren, sich meinetwegen auf eine Insel zurückzogen, wie in >>The Beach<< oder, wenn sie wesentlich geschickter waren, sich vorher die Insel kauften. Auf diesem Grund gebe es wohl genug Möglichkeiten, eine neue (kleine aber feine) Gesellschaft zu gründen, findest Du nicht?


Du scheinst ja ein Fan elitärer Aussteigergrüppchen zu sein @nemesus, soweit ich deine Äußerungen bezüglich einsamer Insel, Hochbegabtencafe etc richtig interpretiere.
Ich sehe da jedoch ein großes Problem bei der Sache: Man kann die Probleme, die es in einer Gesellschaft bzw zwischen den Menschen gibt nicht auf einzelne Personen oder gewisse Personengruppen reduzieren. Gewisse menschliche Schwächen und Problemfragestellungen haften jedem von uns an und diese Probleme wird man in jede noch so kleine, feine und neue Gesellschaft mit hineintragen, wenn man sich ihnen nicht stellt. Dies scheinst du leider zu ignorieren. Hast du Dycamart gelesen? Falls nein, kann ich es dir nur empfehlen: http://www.renegadenation.de/dycamart/Index.html
nemesus
unregistriert
re: 17.11.2008 01:19 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Du scheinst ja ein Fan elitärer Aussteigergrüppchen zu sein


In einem anderen Thread schrieb ich an Dich kurz zuvor:
Zitat:
Ich will keine Menschen zusammenführen, die elitär denken, sondern Menschen, die denken können.


Ich will einfach nur von Leuten umgeben sein, die nicht alles vergessen, was ich ihnen noch einen Tag vorher erzählte. Für Dich mag das elitär wirken. Für mich ist das die Mindestanforderung, die ich an Freunde stelle.

N.
Seneca
unregistriert
17.11.2008 17:22 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:

Ich will einfach nur von Leuten umgeben sein, die nicht alles vergessen, was ich ihnen noch einen Tag vorher erzählte. Für Dich mag das elitär wirken. Für mich ist das die Mindestanforderung, die ich an Freunde stelle.


Da habe ich kein Problem damit. Du kannst dir als potentielle Freunde aussuchen, wenn du willst. Allerdings wäre es nett, wenn du auf meinen Einwand eingehen würdest.
nemesus
unregistriert
re: Seneca 18.11.2008 15:05 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Allerdings wäre es nett, wenn du auf meinen Einwand eingehen würdest.

Aus meiner Perspektive existieren die meisten Einwände, die man mir hier entgegenhält, nur zum Schein. Das andauernde Herumpöbeln der meisten Menschen hier, ist nur der Versuch, vom Wesentlichen abzulenken. Die Absurdität, zu der dieses Verhalten führt, wird dabei ignoriert.

Aber wenn Du schon einmal fragst:
Ich möchte eine Gesellschaft, in der Menschen sich aufeinander verlassen können.
Es wäre gut möglich, dass ein bestimmter Mensch ins Ungleichgewicht fällt. In diesem Moment würde er vielleicht nicht mehr wissen, was er eigentlich will. Vielleicht würde er etwas tun, was er später bereut, wenn er wieder zu Verstand kommt.
In genau diesem Moment bräuchte er Freunde, die seinen schlechten Zustand MERKEN (wozu EMPHATHIE möglich ist). Sie müssten WISSEN, was dieser Mensch vorher wollte (wozu die FÄHIGKEIT, SICH ZU ERINNERN unerlässlich ist). Dann müssten sie, in seiner Phase der Verwirrtheit, so AUF IHN EINGEHEN, dass er versteht, was sie meinen (dazu gehört die FÄHIGKEIT, sich VERSTÄNDLICH ZU MACHEN). Und schließlich müsste er seine Entscheidung fällen können, die von anderen ZU AKZEPTIEREN wäre Dazu müssten sie ein tiefes VERSTÄNDNIS VOM RECHTEN MOMENT HABEN.

Menschen, mit diesen Eigenschaften findet man nicht in einer bestimmten Berufsgruppe, findet man nicht in einer bestimmten Disziplin unter Studenten, findet man nicht mehr in einer Religion als in irgendeiner anderen.
Die Unterstellung, nur weil ich auf diese Gemeinsamkeiten achte, würde ich Vielfalt beschneiden, ist nichts anderes als ausgelebte Stumpfsinnigkeit.
Ob ich eine Elite will? Ich will zumindest eine Gesellschaft, die nicht den Bock zum Gärtner, den Arne zum Erzieher und den Hansi zum Eheretter macht.

Der Film >>The Beach<< handelte nicht von einer Elite, sondern von Aussteigern, die fast alle gleich gepolt waren. Ihre Ambitionen: Viel Spass, wenig Arbeit, viel Kiffen und wenig Verantwortung. Als einer von ihnen von einem Hai angegriffen wurde, waren sie NICHT FÄHIG, "ihrem Freund" medizinische Versorgung zukommen zu lassen. Bevor der Hai angreifen konnte, waren sie NICHT FÄHIG, ein AntiHaiNetz vor die Bucht zu spannen, dass den Unfall gar nicht erst entstehen lassen hätte. Als drogenanbauende Bauern sie mit Maschinengewehren bedrohte, war KEINER von ihnen FÄHIG, die anderen zu verteidigen. Es gab auch niemanden, der die Bauern zuvor vertrieben hätte.
Als der Kerl vom Hai angeknabbert wurde, schuf man ihn ins Abseits. Die Idee war: Aus den Augen, aus dem Sinn.

Als die Meldung von ina und benway hier her kam, versuchten die meisten, die Augen vor der Verantwortung abzulegen, die sie gehabt hätten,
und Du kommst mir jetzt so dämlich und willst mir erzählen, dass ich bestimmte Dinge ignorierte und das ich mich nicht stellen würde?

Kommst Du Dir nicht selbst lächerlich vor? (Und wenn nicht, warum nicht??)
Du schreibst:
Zitat:
Gewisse menschliche Schwächen und Problemfragestellungen haften jedem von uns an und diese Probleme wird man in jede noch so kleine, feine und neue Gesellschaft mit hineintragen, wenn man sich ihnen nicht stellt.


Und ich sage Dir, wie ich es schon oft getan hätte, man schleppt sie nicht in die neue Gesellschaft, wenn man sich DIE MÜHE MACHT, sich zu REINIGEN, bevor man den neuen ORT betritt.
Weil das sehr viel schwerer ist, als nach der bösen Gesellschaft zu schreien, und ich stets darauf hinweisen, dass Euer Interesse, an Euch zu abeiten gleich 0 ist, werde ich hier seit meiner Ankunft dämlich angemacht.


Schönen Gruß,
der nette Nemi

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von nemesus am 18.11.2008 15:05.

Hansi
unregistriert
18.11.2008 15:27 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

totlachen totlachen totlachen Ja ich habe gut gelacht gerade, danke für diesen Beitrag!!! totlachen totlachen totlachen
Seneca
unregistriert
18.11.2008 15:44 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Aus meiner Perspektive existieren die meisten Einwände, die man mir hier entgegenhält, nur zum Schein.


Das stimmt so nicht. Du gehst lediglich auf die berechtigten Einwände nicht ein.

Zitat:
Ich möchte eine Gesellschaft, in der Menschen sich aufeinander verlassen können.
Es wäre gut möglich, dass ein bestimmter Mensch ins Ungleichgewicht fällt. In diesem Moment würde er vielleicht nicht mehr wissen, was er eigentlich will. Vielleicht würde er etwas tun, was er später bereut, wenn er wieder zu Verstand kommt.
In genau diesem Moment bräuchte er Freunde, die seinen schlechten Zustand MERKEN (wozu EMPHATHIE möglich ist). Sie müssten WISSEN, was dieser Mensch vorher wollte (wozu die FÄHIGKEIT, SICH ZU ERINNERN unerlässlich ist). Dann müssten sie, in seiner Phase der Verwirrtheit, so AUF IHN EINGEHEN, dass er versteht, was sie meinen (dazu gehört die FÄHIGKEIT, sich VERSTÄNDLICH ZU MACHEN). Und schließlich müsste er seine Entscheidung fällen können, die von anderen ZU AKZEPTIEREN wäre Dazu müssten sie ein tiefes VERSTÄNDNIS VOM RECHTEN MOMENT HABEN.


In soweit stimme ich in dieser Idealvorstellung mal grundsätzlich mit dir überein. Man muss nur bedenken: Es ist eine IDEALvorstellung. Damit ist noch nicht klar, dass sie überhaupt voll umsetzbar ist.

Zitat:
Menschen, mit diesen Eigenschaften findet man nicht in einer bestimmten Berufsgruppe, findet man nicht in einer bestimmten Disziplin unter Studenten, findet man nicht mehr in einer Religion als in irgendeiner anderen.
Die Unterstellung, nur weil ich auf diese Gemeinsamkeiten achte, würde ich Vielfalt beschneiden, ist nichts anderes als ausgelebte Stumpfsinnigkeit.


Es geht mir um das "wie". Dass du dir deine Freunde nach den entsprechenden Kriterien aussuchst ist deine Sache, das ist okay. Ich störe mich nur an der Art, wie du diejenigen behandelst, die nach dieser Definition nicht deine Freunde sind. Das sind nämlich auch Menschen und jedem Menschen gebührt ein gewisser Grundrespekt, jeder Mensch hat gewisse Rechte und Pflichten und es gibt verschiedene Moralvorstellungen, die jedem Menschen zu Teil werden. Der Weg "Nemesus" ist dein Weg und hat keine universelle Gültigkeit. Deswegen macht auch die Unterscheidung "Freund" oder alternativ "lebensunwert" wie du sie fällst keinen Sinn.

Zitat:
Der Film >>The Beach<< handelte nicht von einer Elite, sondern von Aussteigern, die fast alle gleich gepolt waren. Ihre Ambitionen: Viel Spass, wenig Arbeit, viel Kiffen und wenig Verantwortung. Als einer von ihnen von einem Hai angegriffen wurde, waren sie NICHT FÄHIG, "ihrem Freund" medizinische Versorgung zukommen zu lassen. Bevor der Hai angreifen konnte, waren sie NICHT FÄHIG, ein AntiHaiNetz vor die Bucht zu spannen, dass den Unfall gar nicht erst entstehen lassen hätte. Als drogenanbauende Bauern sie mit Maschinengewehren bedrohte, war KEINER von ihnen FÄHIG, die anderen zu verteidigen. Es gab auch niemanden, der die Bauern zuvor vertrieben hätte.
Als der Kerl vom Hai angeknabbert wurde, schuf man ihn ins Abseits. Die Idee war: Aus den Augen, aus dem Sinn.


Ich glaube, dass es dir und deinen Freunden nicht anders gehen würde. Es gibt gewisse menschliche Schwächen, die anhaften. Die überwindet man nicht. Und gerade dann, wenn man meint sie überwunden zu haben, dann schlagen sie zu.

Zitat:
Als die Meldung von ina und benway hier her kam, versuchten die meisten, die Augen vor der Verantwortung abzulegen, die sie gehabt hätten,
und Du kommst mir jetzt so dämlich und willst mir erzählen, dass ich bestimmte Dinge ignorierte und das ich mich nicht stellen würde?


Ich kannte Ina und Benway in etwa so gut wie die ganzen Kinder, die in diesem Augenblick irgendwo auf der Welt in Kriegen und Nöten umkommen, nämlich gar nicht. Obwohl doch, ich gebe zu, ich habe ihren Namen schonmal gelesen und evt 1-2 Posts von ihnen, das wars aber auch.

Zitat:
Und ich sage Dir, wie ich es schon oft getan hätte, man schleppt sie nicht in die neue Gesellschaft, wenn man sich DIE MÜHE MACHT, sich zu REINIGEN, bevor man den neuen ORT betritt.
Weil das sehr viel schwerer ist, als nach der bösen Gesellschaft zu schreien, und ich stets darauf hinweisen, dass Euer Interesse, an Euch zu abeiten gleich 0 ist, werde ich hier seit meiner Ankunft dämlich angemacht.


Selbstverständlich kann man versuchen an sich zu arbeiten. Sollte man sogar. Aber es wird niemandem gelingen sämtliche menschlichen Schwächen hinter sich zu lassen, du liest zuviel Sekten-Propaganda. Der Mensch ist aufgrund seiner Schwächen ein Mensch. Hätte er keine Schwächen, würde er noch auf den Bäumen leben.
Achja: Blöd angemacht wurdest du wegen deiner überheblichen, arroganten und schleimigen Art und NICHT wegen der Ansichten, die du vertrittst.
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