dian unregistriert
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Christentum vs. intelligentes Leben
24.11.2007 12:13 |
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Da ich anscheinend die Macht habe, allein durch das Aussprechen meiner Meinung zur Christenheit gewisse User vom Posten im Oberforum abzuhalten, mache ich jetzt einfach mal munter weiter damit.
Thema heute: Das krankhaft optimistische christliche Weltbild.
Laut christlichem Weltbild ist die Schöpfung erst mal grundsätzlich GUT.
Gott schuf die wilden Tiere, die sich gegenseitig auffressen... und es war GUT!
Gott verfügte darüber, dass alle Lebewesen irgendwann sterben müssen, und dass sie von Krankheiten befallen werden können, was schonmal dazu führen kann, dass ein schwaches, niedliches Elefantenbaby von einer Horde hungriger Hyänen bei lebendigem Leib aufgefressen und erst nach stundenlangem Todeskampf zurück in den Himmel beordert wird. (War erst neulich in einer Doku zu sehen, allerdings leider stark zensiert...)
Aber nein, das ist nicht etwa sadistisch, wenn man der Bibel glauben schenkt, sondern GUT und natürlich.
Alles, was Gott getan hat, bevor er die Menschen in die Welt setzte, ist laut Bibel GUT. Auch die Vulkane, die ihre Lava über nicht schnell genug flüchtende Tiere ergießen.. auch die Sümpfe, die unvorsichtige Pferde qualvoll untergehen lassen.
Alles ist GUT. Gott ist zufrieden mit der ganzen sadistischen Scheiße, die er da zusammengeschustert hat. Und als guter Christenmensch soll man für alles, was Gott geschaffen hat, dankbar sein... auch für das Leid, die Krankheiten und dafür, dass alle Wesen, die wir lieben, irgendwann von uns gerissen werden.
Ganz anders der Buddhismus.
Der Buddhismus sagt gleich von vornherein: Leute, die Welt ist ein schäbiges Drecksloch! Die ganze Schöpfung ist Leid und Schmerz. Es ist keine Gnade, in dieser Scheiß Welt zu leben... die einzige Gnade ist, dass wir ALS MENSCH in dieser Welt leben dürfen... dass wir im Gegensatz zu den Tieren die Möglichkeit haben, dank unseres Verstandes zu erkennen, was für ein sinnloser Wahnsinn dieses ganze ständige Fressen und Gefressen werden eigentlich ist.
Nur, wenn wir das erkannt haben und uns völlig von den Geistesgiften befreien, die uns dazu bringen, anderen Schaden zuzufügen, können wir ins Nirvana gelangen.
Dass ich, auch wenn ich kein Buddhist bin, letzteres Weltbild für wesentlich sympathischer (und vor allem auch glaubwürdiger) halte als das christliche, brauche ich wohl nicht extra zu erwähnen.
Überhaupt geht mir dieses ganze christliche Gehabe auf den Sack, wonach man Gott für alles Gute dankt und ihn direkt dafür verantwortlich macht, wenn einem irgendwas Positives geschieht...
aber an Aids, Krieg, verhungernden Kindern und so weiter darf man als redlicher Christ Gott natürlich keine Schuld geben. Man sagt dann höchstens: "Gottes Wege sind unergründlich".
Aber ihn mit dem gleichen Selbstverständnis für die schlechten Dinge auf der Welt hassen, mit dem man ihn für die Guten lobpreist? Nein, das darf man natürlich nicht... man muss ja immer schön unterwürfig bleiben.
Man darf sich überhaupt nicht eingestehen, dass die Schöpfung vielleicht wirklich nur ein schlecht durchdachter Schnellschuss ist, der mit mehr Mängeln behaftet ist als ein in China hergestelltes Spielzeugauto von Fisher Price.
Eins weiß ich jedenfalls: Wenn ich irgendwann sterben sollte und dann plötzlich der christliche Gott vor mir steht, mit irgend so einem Buch in der Hand, und mir dann was über meine Sünden erzählen will... dann ramm ich dem das Buch eigenhändig in den Arsch und vergewaltige den heiligen Geist! Auch wenn ich dann dafür in die Hölle kommen sollte.
Die Hölle darf man wenigstens ungestraft Scheiße finden.
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Wie wärs damit, dass es sowohl gute als auch schlechte Dinge gibt und das Ganze auch noch vollständig davon abhängt, aus welcher Perspektive man es betrachtet?
Ach nee, sorry, das ist wohl zu kompliziert für den simplen christen/buddhisten Geist.
http://420.thrashbarg.net/adultswithimaginaryfriends.jpg
edit by quaid
sorry, hab aus dem bild mal nen link gemacht - dieses hat nämlich den rahmen gesprengt
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"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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M.F unregistriert
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Oh noch ein Buddha-Fan
Im Grunde die "beste" größere Religion.
Hier der Grund warum Buddha in Ordnung war:
| Zitat: |
| Er stirbt mit 80 Jahren und empfielt kurz vor dem Tod seinen Anhängern, seiner Lehre nicht blind zu folgen, sondern alles anhand der eigenen Erfahrung zu überprüfen. |
Außerdem kann man den Buddhismus einfach als Philosophie sehen, statt als Religion.
Aber gut selbst in der Bibel sind ein par nette Geschichte drin, nur wurde da nach meinen Geschmack zu oft dran rumgefuscht.
Ist halt dann interpretationssache.
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Man kann sich auch einfach für gar keine Religion entscheiden und Atheisten werden, die beste aller grossen "Religionen"
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"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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Arne Kroger unregistriert
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| Zitat: |
Original von M.F
Oh noch ein Buddha-Fan
Im Grunde die "beste" größere Religion.
Hier der Grund warum Buddha in Ordnung war:
| Zitat: |
| Er stirbt mit 80 Jahren und empfielt kurz vor dem Tod seinen Anhängern, seiner Lehre nicht blind zu folgen, sondern alles anhand der eigenen Erfahrung zu überprüfen. |
Außerdem kann man den Buddhismus einfach als Philosophie sehen, statt als Religion.
Aber gut selbst in der Bibel sind ein par nette Geschichte drin, nur wurde da nach meinen Geschmack zu oft dran rumgefuscht.
Ist halt dann interpretationssache. |
Tja, was willst Du denn jetzt, MF?
Dass Lehren, wie Buddha sagte, "weiterentwickelt" werden oder das nicht daran rumgepfuscht wird?
Ich persönlich lebe lieber in christlich geprägten Gegenden als wie in buddhistisch geprägten.
Persönlich würde ich es nur sehr gering empfehlen, z.B. Schwulsein in buddhistischen Staaten auszuleben. Und die große Tierliebe aus buddhistischen Staaten kann mich irgendwie auch nicht besonders überzeugen, ich kenne keine Gegenden in der Welt, wo grausamer mit Tieren umgegangen wird als wie die buddhistisch geprägten Ecken.
Und wo steht in der Bibel, @Dian, dass das gut sein soll, was Gott erschaffen hat. Da steht in der Schöpfungsgeschichte, dass Menschen und alle Tiere friedlich zusammenlebten bis zum Sündenfall.
Okay, idiotisch ist das natürlich, einige Grausamkeiten mit Äpfeln zu erklären, aber so intelligent waren die Leute eben damals noch nicht, dass sie naturwissenschaftliche Erklärungen abgeben konnten.
Ich hab' neulich schon zu @Xoc gesagt, dass ich sehr froh bin, in einer reformierten Gemeinde groß geworden zu sein, wo unser Religionsunterricht beim Pastor schon in der zweiten Klasse daraus bestand, dass er erklärte, dass die Bibel nix anderes als Werbung war für die ein oder andere Idee, die ein Jesus hatte.
Hinzu kommt das dämliche Rumgepfusche, dass @MF schon ansprach. Im Kohelet steht das, was Du da sagst, @Dian, dass man manchmal auf das Leben scheißen sollte, in der Bibel. Und wer noch Hebräisch kann, kann sich auch ganz gut an einer Satire erfreuen, wie das Buch Hiob mal gedacht war.
Ihr solltet mal davon runterkommen, dass Ihr alles kennt, was in der Bibel steht oder aufgrund irgendwelcher Erlebnisse, die ihr mal irgendwo in der tiefsten mittelalterlichen Provinz gemacht habt, auf die gesamte Auslegung einer Religion zu schließen. Ich habe ja schon öfters erwähnt, dass ich, als ich nach BW kam und dort die Protestanten, die ja ziemlich evangelikal sind, erlebt habe, mir fast die Luft wegblieb, dass die zur gleichen Kirche offiziell gehörten, der auch ich angehörte.
Sind alles nur geschichtliche Stories und Quellen, nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Gefährlich sind in allen Religionen diejenigen, die meinen, daraus mehr machen zu wollen als eben das.
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Arne Kroger unregistriert
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Fantastischer Artikel, besonders das Ende über die Sehnsüchte der Westler, sich unbedingt einer Religion unterordnen zu wollen, weshalb sie sich in den Buddhismus flüchten.
Also, wie jede Religion nur was für Menschen, die sich gerne anpassen wollen, aber mal an was anderes.
Die Bezeichnung von Frauen als "Saugfresse" sollte aber zumindest einen User hier evtl. überzeugen, dem Buddhismus doch näher zu treten.
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M.F unregistriert
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| Zitat: |
Original von Arne Kroger
Tja, was willst Du denn jetzt, MF?
Dass Lehren, wie Buddha sagte, "weiterentwickelt" werden oder das nicht daran rumgepfuscht wird?
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Ne man sollte die schon original überliefern, aber jeder soll für sich entscheiden, ob er das gut findet oder das nicht so gut und seinen Buddhismus so ausleben, wie er es für richtig hält.
Das buddhistische Länder nicht unbedingt Paradiese sein müssen, ist schon klar, aber das macht ihn ja nicht gleich schlechter.
Genauso wie man nicht anhand der DDR zeigen kann, dass Kommunismus nicht funktioniert
Ich sehe das sowieso eher als Philosophie.
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Netter Link: Fight Club meets Buddhism: http://www.youtube.com/watch?v=eeM2073zmfk&feature=related
The Loathsome mask has fallen the man remains
Sceptreless, free, uncircumscribed, but man
Equal, unclassed, tribless and nationless,
Exempt from awe, worship, degree, the king,
Over himself, just, gentle, wise.
Percy Bysshe Shelley
Indessen ist das gerade wieder der Vorzug der neuen Richtung, dass wir nicht dogmatisch die Welt antizipieren, sondern erst aus der Kritik der alten Welt die neue finden wollen. Karl Marx
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dian unregistriert
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Zu dem Artikel:
Dem Buddhismus die Schuld daran zu geben, dass in China (oder Tibet) Hunde gegessen werden, ist in etwa genauso albern, wie wenn man dem christlichen Glauben jeden Krieg und jedes einzelne Unrecht in die Schuhe schieben würde, das sich in den letzten zweitausend Jahren im christlichen Kulturraum ereignet hat.
Fakt ist jedoch sicherlich, dass Religion einen großen Einfluss auf die Mentalität der Menschen besitzt... was vor allem dann gefährlich wird, wenn dumme Bauern meinen, unbedingt eine komplizierte Religion verehren zu müssen, die sie eigentlich gar nicht richtig verstehen können, weil sie einfach zu blöd dafür sind.
Der Buddhismus macht da natürlich keine Ausnahme... und so ist es wenig verwunderlich, dass im asiatischen Raum der Buddhismus in ähnlicher Weise dazu benutzt wird, um die Interessen der Machthaber durchzusetzen und das Volk ruhig zu stellen, wie der Islam oder das Christentum im Westen.
Daraus lässt sich aber noch lange nicht schließen, dass der dahinter steckende Grundgedanke falsch ist. Ich halte es für durchaus plausibel, dass die Welt und alles was wir wahrnehmen nur eine Illusion ist, und dass das Loslassen von dieser Illusion einem Zustand der Erleuchtung gleichkommt.
Jedenfalls ist das doch weitaus plausibler und auch wissenschaftlicher, als davon auszugehen, dass da irgendwo im Himmel ein Vater mit seinem Sohn auf einem Thron sitzt und sich aus Langeweile ein paar Millliarden Schäfchen heranzüchtet.
Ok, auch in der Geschichte von Buddha gibt es merkwürdige Kreaturen, Dämonen und sonstige Märchenelemente.. aber wenn man allein die Grundaussage betrachtet, dann ist das Christentum eine hierarchische Religion, mit einem über den Menschen stehenden, unerreichbaren Führer und sein Sklaven, die ihm zu dienen haben... während der Buddhismus zwar auch Hierarchien besitzt, aber eben Hierarchien in der Form, dass es einem jeden Menschen möglich ist, zum Buddha zu werden, und dass es nicht irgendwo außerhalb der Menschen noch ein Wesen gibt, das viel wertvoller ist, als ein Mensch es jemals sein könnte.
Das Christentum (und natürlich auch der Islam) sind daher von Grund auf Religionen, die dem Menschen Minderwertigkeitskomplexe und sklavischen Gehorsam einimpfen. Religionen für Lemminge eben.
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Dian, falls sich das
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| Da ich anscheinend die Macht habe, allein durch das Aussprechen meiner Meinung zur Christenheit gewisse User vom Posten im Oberforum abzuhalten, mache ich jetzt einfach mal munter weiter damit. |
irgendwie auf mein Geschwalle im Öko-Thread bezieht, so liegt das eher an meiner Lethargie und dem Desinteresse an den Fragestellungen, dass ich da nicht antworte.
Aber wenn ich schon 'mal dabei bin, ist es extrem verkürzt/verquer, das christliche Weltverständnis aufs gutmenschliche zu reduzieren. Stattdessen gilt spätestens seit Augustinus: Gott ist zwar gut, aber der Mensch hat gesündigt bzw. ist schlecht. Weshalb der gute Gott den schlechten Menschen züchtigen darf.
Ich hab hier aber auch keine Lust, dass Christentum zu verteidigen; ich hatte/habe zwar ein morbides Interesse an Theologie, aber ich bin hier im Forum wohl trotzdem derjenige mit der lebendigsten emotionalen Atheismus. Mir erscheint aber manchmal eine pauschale Kritik am Christentum als 'Schäferreligion' ziemlich verkürzt, weshalb ich dich da wohl danach gefragt habe.
So ist deine Kritik oben schon allein deswegen schief, weil du Viecher und Menschen in denselben Topf schmeißt. Biblisch gesprochen ist das tierische Kroppzeug, genauso die Pflanzen und die Welt als solche, für den Menschen da, weshalb es erstmal scheißegal ist, wenn die sich gegenseitig fressen. Die Leiden von irgendwelchen Gnus, die von Nilkrokodilen zerrissen werden [hab da gestern 'n paar schöne Bildchen zu gesehen], sind somit mit der formvollendeten Güte der Schöpfung durchaus vereinbar.
Schädlinge, das heißt, Viecher, die den Menschen oder sein Eigentum gefährden, sind als 'Strafen Gottes' durchaus nur insoweit schlecht, als sie den Menschen schädigen. Der Wolf, der Opferlämmer reißt, die niemandem gehören, interessiert niemanden. Der Wolf, der Schäfchen mit Besitzer reißt, wird gejagt.
Natürlich nervt den aufgeklärten/modernen Menschen die Erbsündentheorie ziemlich. Und mit dem Aufkommen eines naturwissenschaftlichen Weltbildes kriegen wir dann im 18. Jahrhundert auch die nette rationale Theologie, die die Wohlgeordnetheit der Welt durch die Existenz eines netten Gottes zu begründen sucht, und sich dabei vom Offenbarungsprinzip mehr und mehr verabschiedet. In derlei Konzeptionen werden dann aber vor allem den Menschen schädigende Naturkatastrophen zum Problem, das ist richtig. Deshalb interessiert sich heute auch niemand mehr für die rationale Theologie ;-).
Reste findet man allerdings in den grenzdebilen Alltagsansichten à la 'Ich glaube zwar nicht an den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist, aber irgendwas [nettes, intelligentes, übermenschlich-göttliches] muss es doch geben...' Muss es nicht.
Vom Buddhismus habe ich, obwohl ich mir, als einziger mir bekannter Forennutzer, mehrere Tage an Buddhas Sterbeort ins Bett geschissen habe, relativ wenig Ahnung. Allerdings stoßen mich anstrengende Weltverneinungsmodelle eher ab [wenngleich die nicht so viel Ekel erzeugen, wie die Zurechtschusterei meiner Restsubstanz in christlichen Jenseitskonzeptionen]. Wenn alles schon sinnlos ist, dann reicht's doch, einfach zu sterben und es damit geschafft zu haben. Angesichts des Todes ist ein irgendwie zu Lebzeiten errungener geistiger Zustand schlichtweg irrelevant.
Aber gut, offenbar findet der Durchschnittsheini derartige Konzepte nur toll, wenn sie mit Wiedergeburtskreislaufen, die scheiße gedacht werden, gekoppelt sind. Kann ich so nicht unterschreiben.
Oh, und viel Spaß bei der Vergewaltigung des Heiligen Geistes. Wußte gar nicht, dass du auf Tauben stehst.
'Indem das parlamentarische Prinzip der Majoritätsbestimmung die Autorität der Person ablehnt und an deren Stelle die Zahl des jeweiligen Haufens setzt, sündigt es wider den aristokratischen Grundgedanken der Natur, wobei allerdings deren Anschauung vom Adel in keinerlei Weise etwa in der heutigen Dekadenz unserer oberen Zehntausend verkörpert zu sein braucht.'
Keine Ahnung was zur Hölle das bedeuten sollte oder worauf ich mich da bezogen habe... Na ja, egal.
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Hansi unregistriert
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Ach ihr seid süß
. Früher fand ich Religionen schon nicht beachtenswert, heute wo ich in politischen Projekten aktiv bin, sorgen die des öfteren mal für einen guten Schmunzler, ansonsten soll wohl jeder mit dem glücklich werden, mit dem er will. Ich brauch den Kappes nicht und wenn man mich damit in Ruhe lässt, sollen die alle mal schön glauben was sie wollen.
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Arne Kroger unregistriert
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| Zitat: |
Original von Onkel Calgmoth
Vom Buddhismus habe ich, obwohl ich mir, als einziger mir bekannter Forennutzer, mehrere Tage an Buddhas Sterbeort ins Bett geschissen habe, relativ wenig Ahnung. Allerdings stoßen mich anstrengende Weltverneinungsmodelle eher ab [wenngleich die nicht so viel Ekel erzeugen, wie die Zurechtschusterei meiner Restsubstanz in christlichen Jenseitskonzeptionen]. Wenn alles schon sinnlos ist, dann reicht's doch, einfach zu sterben und es damit geschafft zu haben. Angesichts des Todes ist ein irgendwie zu Lebzeiten errungener geistiger Zustand schlichtweg irrelevant.
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Das ist jetzt aber sehr existenzialistisch, @Onkel.
Aber insofern habe ich natürlich keine Probleme mit der Haltung, sondern teile sie. Religionen sind ganz schön, aber bitte immer in Maßen genießen, wie alles.
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Na ja, das einzige was ich am Existenzialismus nicht verstehe, ist, wieso ich aus Unsinn selbst Sinn kreieren wollen oder können sollte. Je nachdem wie ich Sinn verstehe bzw. verstanden habe, als ich mich gedanklich mit der Größe noch beschäftigt habe - soll heißen, als ich Spaß an Philosophie hatte - hatte ich aufs selbst-Sinn-kreieren eigentlich nie Lust.
Aber gut, kann auch sein, dass ich weder Camus noch Sartre je verstanden habe. Hab die ja auch nie wirklich gelesen.
'Indem das parlamentarische Prinzip der Majoritätsbestimmung die Autorität der Person ablehnt und an deren Stelle die Zahl des jeweiligen Haufens setzt, sündigt es wider den aristokratischen Grundgedanken der Natur, wobei allerdings deren Anschauung vom Adel in keinerlei Weise etwa in der heutigen Dekadenz unserer oberen Zehntausend verkörpert zu sein braucht.'
Keine Ahnung was zur Hölle das bedeuten sollte oder worauf ich mich da bezogen habe... Na ja, egal.
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dian unregistriert
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@ Calgmoth:
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Dian, falls sich das
irgendwie auf mein Geschwalle im Öko-Thread bezieht, so liegt das eher an meiner Lethargie und dem Desinteresse an den Fragestellungen, dass ich da nicht antworte. |
Nein, ich bezog mich eigentlich auf das Waldmännchen, das ja anscheinend irgendeinen spirituellen Bezug zu dem Zeug hat, aber es wohl als Befleckung seiner intimen Beziehung zur heiligen Jungfrau Maria ansehen würde, auf Unity-Niveau über diese Beziehung zu diskutieren.
Er schmollt lieber und schreibt garnix dazu...
dabei wäre er vermutlich der Einzige hier, der mir einigermaßen nachvollziehbar erklären könnte, wieso man selbst als intelligenter, aufgeklärter Mensch an diesem hierarchischen Christenkram Gefallen finden kann.
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edit by quaid
sorry, hab aus dem bild mal nen link gemacht - dieses hat nämlich den rahmen gesprengt
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Unsinn, eure Monitore sind einfach zu klein!
Ach ja, Dinge sind nicht sinnvoll, sondern Dinge findet man sinnvoll. Oder auch nicht.
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"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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Hansi unregistriert
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*Pfff*, nur weil du nen riesigen Monitor hast, heißt das nicht, dass sich jeder gleich einen leisten kann oder zumindest anschafft
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Original von Hansi
*Pfff*, nur weil du nen riesigen Monitor hast, heißt das nicht, dass sich jeder gleich einen leisten kann oder zumindest anschafft
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1280x1024 ist doch nun wirklich nicht sooo viel, das konnte schon mein alter Monitor.
Sicherlich verkleinert nur euer XP-runde-Ecken-Theme und die Penis-Enlargement-Toolbar eure Nutzfläche
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"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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Hansi unregistriert
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Nein, den ich hab den Klassik-Stil eingestellt und eine ganz kleine schmale Toolbar
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