 |
Hansi unregistriert
 |
|
Volker Pispers ist toll, was mich an ihm aber auch son bisschen verwirrt ist der Punkt, dass er die ganze Zeit eigentlich gar keine Witze erzählt, sondern lediglich Vorgänge schildert. Ich finde das äußerst bewundernswert und doch irgendwie auch erschreckend.
|
|
|
|
|
|  |
|
|
joa, erinnert mich an hagen rether oder george carlin. gefällt mir gut, auf unterhaltsame weise gesellschaftskritische probleme aufzuzeigen.
von volker pispers finde ich das hier noch mit am besten ^^ wie er kurt beck prophezeit hat..
|
|
|
|
|
|
Kebap
porno jüngling aus der hölle
 |
|
|
|
|
|
|
|
ja das ist großartig - "the planet is fine, the people are fucked!"
|
|
|
|
|
|  |
|
|
Zu Georg Schramm fällt mir auf, dass er mit einer recht trockeneN, fast schon ernsthafteN Art an die Thematiken ran geht.
George Carlin zeigt beispielsweise die aberwitzigsten Dinge (z.b. Widersprüche in der Religion) auf eine Art auf, über die man fast schon schmunzeln - wenn nicht sogar lachen - muss.
Hagen Rether begleitet seine Vorträge gerne von Klavierspielerischer Untermalung.
Und Volker Pispers wirkt wie der nette Nachbar, von dem man noch viel lernen kann.
Ich weiß nicht so recht, wie ich es am besten sage. Also Georg Schramm scheint sehr überzeugt von seinen Aussagen, dass steht ja wohl fest. man könnte wohl problemlos behaupten, ihm gehen die Themen sehr nahe, regen ihn fast schon auf
Das soll natürlich nicht bedeuten, dass er deswegen ein schlechterer Kabarettist ist. Allgemein finde ich es gut, wenn man über das Kabarett Comedy und Politik unter einen Hut bringt und passive Volksaufklärung betreibt.
| Beitragsänderung: |
Dieses muss man Georg Schramm allerdings lassen: Der Applaus ist ihm egal, wenn nicht sogar störend. Manchmal hat man das Gefühl, er hält einen Vortrag, von dem es zu lernen gilt, und bei dem Unterhaltung keine nennenswerte Rolle spielt.
Das hat natürlich auch etwas für sich.. |
|
|
|
|
|
|  |
|
|
Es ist ein Grund, warum ich Kabarett nicht besonders mag.
Pispers ist genial, aber er sollte besser Politiker sein als Kabarettist. Das gleiche gilt für Schramm. Solange die in einer Nische arbeiten, die eben ähnlich wie Karneval so funzt, dass die Leute da ihre grundsätzlichen Bedenken gegenüber dem System loswerden können, bleibt es eine Belanglosigkeit.
Das sind superfute Sachen, die die erzählen, aber ich kann nicht drüber lachen, sondern kann es nur nachvollziehbar und vernünftig finden.
Evtl sind Kabaretisten noch am besten, wenn sie sich über ihr eigenes Publikum lustig machen.
|
|
|
|
|  |
Hansi unregistriert
 |
|
Ja ich glaube da hast du recht @Skeptiker, wie oft hatte ich schon bei Pispers z. B. den Gedanken:"Boah, der muss sich seine Witze nicht mal selber ausdenken, der macht einfach nur die Ohren und Augen auf". Gerade wenn er Politiker ZITIERT bricht das Publikum in helles lachen aus, wo man sich dann fragt: Finden die das jetzt auch lustig wenn es in den 8 Uhr Nachrichten läuft oder hören sie da noch ernsthaft zu?
|
|
|
|
|
|
|
|
Ich glaube, einem Künstler, egal, ob Schriftsteller, Musiker, Maler oder eben in diesem Fall Kabarettist, muss die behandelte Thematik nahe gehen, er/sie, muss emotional auf das Thema reagiert haben, bevor er/ sie es behandelt. Alles andere ist unehrliche Kunst und nicht selten merkt man das. Dann allerdings ist es auch keine Kunst mehr, sondern das Getane wird zum beruflichen Mittel.
Klar, Schramm, in seiner Rolle des "nörgelnden Rentner Dombrovski" kommt oft hart und die Stellen, an denen man lachen kann sind rar, aber er schafft es wie kaum ein Zweiter, die Gürtellinie zwar oft genug zu tangieren, nicht aber zu überschreiten. Die anderen Rollen sind da nicht ganz so derb.
Ich muss aber auch zugeben, dass Schramm es in seinem Programm "Thomas Bernhardt hätte geschossen" geschafft hat, mir Wuttränen ob der Thematik und der Art, wie er sie rüberbringt, in die Augen zu treiben.
Pispers und Rether sind, jeder auf seine Art, ebenfalls grandios, Dieter Hildebrabdt nicht zu vergessen, aber Schramm schließt den Kreis zu den "Meistern des politischen Kabaretts" wie etwa Werner Fink oder Karl Valentin.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von derSkeptiker am 28.04.2009 20:32.
"Wenn die Sonne der Kultur tief steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten"
von Götz Alzmann abgewandeltes Zitat eines Tucholski- Spruches
|
|
|
|
|
|
dian unregistriert
 |
|
Gerade im Moment läuft Schramm wieder im ZDF.
Ich könnte jetzt nicht sagen, welcher Kabarettist der beste ist...
jedenfalls finde ich es faszinierend, dass die teilweise schon derbe Sachen sagen, die für's Mainstream-Fernsehen eigentlich viel zu hart sind. Dann applaudieren die Zuschauer... man hat den Eindruck, alle Besucher und Zuschauer sind sich darin einig, dass Politiker und Regierende völlig unfähig und verlogen sind.
Aber bei der nächsten Bundestagswahl wählen sie dann doch wieder alle SPD oder CDU.
Kann mir das mal jemand erklären??
|
|
|
|
|
|
|
|
...oder sie wählen nicht, oder "die Linke", oder gehen (bestenfalls) ins Wahllokal, lassen ihren Namen abhaken und machen ein großes Kreuz, quer über den Stimmzettel, so dass die Stimme zwar nicht abgegeben, aber auch nicht aufgewertet wird.
Ich denke schon, dass ein Teil des Publikums sich ebenso zu
(v)erwehren versucht, wie wir das alle tun... (oder ist das nur mein abendlich übersteigerter Optimismus
)
"Wenn die Sonne der Kultur tief steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten"
von Götz Alzmann abgewandeltes Zitat eines Tucholski- Spruches
|
|
|
|
|
|
|
|
Der Ursinn des Kabaretts ist es doch, Missstände aufzuzeigen und stellenweise so zu überziehen, dass sie lächerlich wirken. In diesen Zeiten allerdings ist es schwer, eine Lächerlichkeit durch Übertreibung darzustellen, da das Große und Ganze schon schier lächerlich ist.
Daher vielleicht auch die Tatsache, dass man selten lachen kann. Das ist auch der Unterschied zwischen Comedie und Kabarett.
"Wenn die Sonne der Kultur tief steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten"
von Götz Alzmann abgewandeltes Zitat eines Tucholski- Spruches
|
|
|
|
|
|
|
|
Und da schließt sich der Kreis... denn der Kabarettist führt nicht nur die Gegebenheit und die Person dahinter vor, sondern auch den Zuhörer... und wer lacht, stellt sich stellenweise selbst bloß... weswegen sich Kabarettisten oft und zu recht, auch über ihr "eigenes" Publikum lustig machen
"Wenn die Sonne der Kultur tief steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten"
von Götz Alzmann abgewandeltes Zitat eines Tucholski- Spruches
|
|
|
|
|
|  |
|
|
..wobei man fairer Weise dazu sagen muss, dass die Art des Vortrages und die Gelegenheit geradezu dazu anregen, zu lachen, was bei Politikern üblicher Weise absolut nicht der Fall ist.
|
|
|
|
|
|
|
|
auch wieder wahr... das ist eben der Rest der Möglichkeit des Hervorhebens...
"Wenn die Sonne der Kultur tief steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten"
von Götz Alzmann abgewandeltes Zitat eines Tucholski- Spruches
|
|
|
|
|
|  |
|
|
Wollt nur auch nochmal meine Bewunderung für Volker Pispers aussprechen;-)
|
Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche!
|
|
|
|
|
|
|
|
 |
|
 |