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Naja, Japan liegt sowieso am Arsch der Welt und es gibt wahrscheinlich tausende Orte in unmittelbarer Umgebung, die zu ergründen es sich auch lohnt, nur muss man dafür mehr Phantasie und viel mehr Sensibilität besitzen, um die als aufregend zu betrachten als sowas in fernen Ländern zu suchen.
Gibt es eigentlich bei diesen Animes irgendwas expertimentelles, also z.B. Animes in Dogma-Filmart oder derartig undurchschaubares a la Lynch oder so? Ich weiß von japanischen Filmen, dass die manchmal wirklich hervorragende Bilder besitzen, die ziemlich eindrucksvoll auf einen wirken, selbst, wenn der Rest der Handlungen eher mau ist.
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Es gibt -hunderte- krasse, experimentielle, dadaistische, oder auch extrem "lyncheske" Anime. Letztendlich ist Anime ja kein Genre, sondern schlichtweg ein Medium, so wie der normale Spielfilm. D.h. da gibt es genauso solche für Kinder, Erwachsene, Mädchen, Jungs... usw. Nur, dass halt alles gezeichnet ist, und insofern oftmals auch mehr Freiheiten hinsichtlich der Kreativität gegeben sind.
Und so wie bei den normalen Spielfilmen sind die besseren Sachen, also vA Sachen auf die du und ich stehen natürlich eher unbekannt, vA im Westen.
Der japanische Avantgarde-/Experimentalfilm hat btw auch einiges zu bieten. Besonders wenn du auf den expressionistischeren Stil aus früheren Zeiten stehst, gibts da mittlerweile mehr als was aus dem Westen kommt.
Hab aber grad keinen Bock zum vorstellen... kann dir ja mal Abends im Chat n paar Sachen zeigen. ^^
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"And manifest the daydream
Like those who fell before
And glorify our small attempts
And hate ourselves no more
Blow words between these sucker's teeth
And bind these panicked hands
Lose your heart like a clumsy bell
Please be well"
-Horses in the Sky
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| Zitat: |
| Alles, was ich von Japan kenne, sind Informationen, die mich darauf schließen lassen, dass ich da fast genauso gerne leben möchte wie in Deutschland. |
Alles was ich von Japan kenne, sind:
- wild durch die Firma rennende hohe Tiere, die bei jeder Reklamation aus Japan nen Zwergenaufstand machen und alle in Unruhe versetzen.
(Und /me mag Unruhe nicht!)
- Desweiteren kenne ich noch einige Japanische Fetischfilme... nicht alle sind schlecht.
- Dann kenne ich noch zumeist recht billigst produzierte wirre Nerd Animes, die das deutsche Fernsehen bevölkern.
- Die Japanische Bevölkerung altert rasant. Junge Japaner ernähren sich nicht mehr so löblich wie die ältere Generation.
- Japan hat ne sehr hohe Selbstmordrate.
- Hoher Leistungsdruck in den Schulen.
- Sehr merkwürdiges Rollenverständnis, an dem Ehen zerbrechen.
- Bevölkern im Urlaub Schloss Neu Schwanstein und das Münchner Hofbräuhaus (wo sie aber aufgrund angetrunkener US Amerikaner kaum auffallen).
- Japaner sind durchgeknallt.
Alles in allem würde ich da am ehesten noch zum fotografieren hinreisen. Ein wenig die wuselnden Städte abklappern und dann aber hauptsächlich Hokkaido. Dort gibts nen netten Naturpark.
Andererseits: Naturparks gibts auch anderswo.
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Nur durch Individuen, die aus der Reihe schlagen, findet EVOLUTION statt!
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Evtl. ist die andere Ernährung der älteren Japaner auch gar nicht dem Wunsch eines gesünderen Lebensstils gewidmet, sondern evtl. gab es auch früher einfach weniger zu essen in einem doch sehr feudalistisch geprägten System, das eben den eigenern Herrscher noch als Gott verklären lässt.
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Kurz zur Geschichte Japans:
Japan hatte sich jahrhundertelang isoliert und etwa im selben Zeitraum hatten nicht die Kaiser die Macht (obwohl sie vom Volk wie ein Gott verehrt wurden), sondern die Shogun. Die Kaiser bekam man als Normalsterblicher niemals zu Gesicht. Er wurde von den Shogun (bzw. den Beamten) in der kaiserlichen Festung festgehalten. Das komplette Leben der Kaiser wurde von den Shogun bestimmt; so auch die Heirat.
Noch im 20. Jahrhundert wurde den Kindern erzählt, dass man erblindet, wenn man den Kaiser direkt ansieht.
Weiterhin war in Japan alles streng hierarchisch geregelt. An erster Stelle stand der Kaiser (bzw. da dieser eigentlich keine Macht hatte, der Shogun), dann kamen die Samurai (etwa das gleiche wie im Mittelalter der Ritter (in Japan benutzte man, wie in Europa, das Lehensystem)), dann die Bürger, die Handwerker, die Bauern und als letztes die umherziehenden Kaufleute (sie standen in der Gesellschaft ganz weit unten, weil sie von den Erzeugnissen anderer lebten; das war in Japan verpönt). Ich weiß nicht, wie es das mittelalterliche Japan mit Sklaven hatte, aber da die Bauern im Lehensystem ganz unten standen, kann man sie als de-facto-Sklaven bezeichnen; sie wurden zum Beispiel gerne mal geköpft, wenn sie sich nicht vor höher stehenden verbeugten.
Erst Anfang des 20. Jahrhunderts holte sich ein Kaiser die reale Macht über sein Reich zurück. Japan expandierte auf das Festland und auf süd/südöstlich gelegene Inseln und in den Pazifik. Mit der Öffnung Japans kam auch das Christentum nach Japan, welches einige Jahrzehnte später allerdings verfolgt wurde, da im Christentum Gott an oberster Stelle stand und nicht der Kaiser.
Von seinem Expansions-(Eroberungs-)Willen getrieben, schloss die japanische Regierung ein Bündniss mit Hitler, allerdings griffen die Japaner nicht Russland an, sondern die U.S.A. (Pearl Harbour).
Die U.S.A. waren die Konkurrenten der Japaner im Pazifik.
Nach dem Atombombenabwurf auf Hiroshima und Nagasaki kapitulierte der Kaiser (die Oberbefehlshaber wollten noch 20 Millionen Japaner in Kamikaze-Angriffen opfern; also ein Drittel der japanischen Bevölkerung) und die U.S.A. diktierten Japan die Kapitulationsbedingungen. So wurde aus Japan ein demokratisches und kapitalistisches, also de-facto ein "westliches" Land.
Hetzutage ist der Kaiser nur noch eine Art Promi. Er erscheint regelmäßig in den Nachrichten, wenn z.B. ein Sohn geboren wird oder ähnliches.
Das war jetzt natürlich nur ein Bruchteil der japanischen Geschichte; wichtig war es mir lediglich, darauf hinzuweisen, das die japanische Gesellschaft streng hierarchisch geordnet war (ist?) und das eben der verlorene Krieg gegen die U.S.A. dazu geführt hat, dass aus Japan kein Anhängsel der Kommunistischen Diktatoren wurde; sondern des westlichen Gottes: $.
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"Einige Menschen in diesem Land sind sehr reich, aber die meisten von euch sind sehr, sehr arm. Und wisst ihr wieso? Weil ihr alle faule Säcke seid! Euer Land braucht Geld. Aber ihr könnt leider nicht genug Geld beschaffen. Also sag ich euch, was wir tun müssen: Wir werden die Krankenhäuser zumachen und den Leuten Arbeit geben und mehr Raketen herstellen!!"
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An welchen Kriegseinsätzen war Japan denn beteilligt in letzter Zeit?
Mir fällt jetzt spontan nix ein.
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Also, als Militärbündnis würde ich die UNO nun gerade nicht sehen.
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@Zelder
| Zitat: |
| Eben gesehen. Erweitert das Japanbild um einen bedeutenden Faktor. |
Sehr interessant nur ist Hong Kong nicht in Japan sondern in China und genaugenommen eine Sonderverwaltungszone von China. In Japan schlafen die Geschäftsmänner sogar freiwillig in Hotels wo es auch nicht viel mehr platz gibt, weil sie manchmal bis 12 Uhr durchackern, auch wenn es wesentlich komfortabeler ist und für Tokyo-Verhältnisse recht billig.
http://de.academic.ru/pictures/dewiki/67...otelCapsule.jpg
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Ich lehne die Grundübereinkunft des Gemeinwesens ab, insbesondere die Überbewertung von Besitz.
“All authority of any kind, especially in the field of thought and understanding, is the most destructive, evil thing. Leaders destroy the followers and followers destroy the leaders. You have to be your own teacher and your own disciple. You have to question everything that man has accepted as valuable, as necessary.”
„Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?“
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