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Zum Ende der Seite springen Massenschulschwänzen  
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Ron



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Massenschulschwänzen 12.09.2010 14:54 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Wer kennt das nicht: Früh aufstehen um sich auf den Weg zur ersten Ausbeutungsinstanz seines Lebens zu machen - der Schule. Rumsitzen auf dem Sessel und dem Gelaber des Lehrers zuhören damit man einen Test besteht den man sowieso wieder vergisst nach ein paar Jahren. Was für eine Zeitverschwendung die die ganze Jugend kaputtmacht...Und obwohl jeden schonmal die Schule angekotzt hat bzw immer noch ankotzt machen die Schüler nichts dagegen. Aber es wäre so einfach. Stellt euch mal vor eine ganze Masse von Schülern geht nicht mehr zur Schule. Stellt euch mal vor es gäbe Massenschulschwänzen. Was wollen die dann machen? Die Polizei kann da nichts mehr tun. Die könnten vielleicht ein paar wenige wieder in die Schule bringen aber was solls am nächsten Tag gehen sie dann wieder nicht hin. Und was sollen die Lehrer dann machen die in leeren Klassenzimmern sitzen? Rein garnichts. Dann müssen wohl oder übel Lehrer, Politiker, Eltern und Polizisten akzeptieren dass auch wir was zu sagen haben und das nicht zu wenig.
Das scheiß System würde zusammenbrechen. Um dies zu verhindern müssten sie dann auf die Bedürfnisse der Schüler eingehen was zur Folge hat, dass die Schüler dann unter humaneren Bedingungen arbeiten können. Ich meine damit, dass sie ein Gehalt kriegen für ihre Schulzeit, eine Fachauswahl wie in Finnland und überhaupt die Wahl ob man da hingeht oder nicht. Die Schule baut auf Zwang auf und diesem Zwang kann man nur mit einer demonstrativen Aktion wie dem Massenschulschwänzen entgegenkommen. Denn dann müssen die Erwachsenen einsehen, dass man Kinder und Jugendliche nicht unterdrücken darf.
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quaid

their law


12.09.2010 15:11 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

ich halte es für arg leichtgläubig, dass es jemals zur finanziellen entlohnung für schüler kommen würde. mal abgesehen davon, dass es immer schüler geben wird, die weiterhin zur schule gehen würden.

zwar stimme ich zu, dass der zwang ein unglücklicher teil der schulpflicht ist. allerdings gibt es durchaus das ein oder andere an wissen, was nützlich ist.
ich könnte mir z.b. vorstellen, dass man die schulpflicht auf 2 jahre verkürzt und der schulbeginn nicht so früh statt findet. in diesen 2 jahren werden elementare dinge beigebracht, also wie das derzeitige system funktioniert, und was man wissen muss, um damit zu recht zu kommen.
danach wäre der besuch der schule freiwillig, um eben noch mehr zu erfahren. wer vor hat, zu studieren, könnte sich z.b. für studienvorbereitende kurse freiwillig eintragen.
dann bleibt allerdings immernoch das problem, dass manche schulklassen zu voll sind und das soziale gefüge die persönlichkeitsentfaltung stören kann, indem sich die schüler gegenseitig daran hindern, sich frei zu entwickeln und zu entfalten, weil sie cool wirken wollen oder so. vielleicht könnte man ein netz von lern-einrichtungen aufbauen, wo jeder selbst entscheiden kann, welche einrichtung er besucht..
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Arne Reload



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13.09.2010 00:31 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich weiß ja nicht, wie das heute bewertet wird, aber mal folgendes, Wave:
Ich hatte in 11,1 noch eine Lehrerin, die das ganz konsequent zusammenrechnete.
Ich hatte in den Klausuren einmal 13 (1-) und einmal 12 (2+) Punkte.
Natürlich habe ich es nicht für nötig befunden, mich auch nur einmal im Unterricht zu beteiligen, Hausaufgaben oder so einen Scheiß zu machen. Da die auch niemanden unaufgefordert dran nahm, bekam ich zweimal eine 6 in der Somino (also 0 Punkte). 13+12 hat die dann zu 12 gemacht, das ist okay und (12 + 0) : 2 = 6. Das ist 4 +. Mehr nicht.
In Deutsch war das damals ähnlich bei mir.

Keine Ahnung, wie das heute ist, aber damals galt eben, dass 50 % der Note aus der Somino (Sonstige Mitarbeits-Note) zusammengesetzt sein mussten. Das halte ich in Mathe und naturwissenschaftlichen Fächern wie ausgesprochenen Humbug.

Das einzige, was man dann wieder sagen kann, ist, dass man evtl. wirklich nix mit Mathe studieren sollte, wenn es einen so ankotzt, sich am Unterricht zu beteiligen, aber über die Fähigkeiten in Mathe sagte das eigentlich nxi aus, meine Note. Nur, dass ich nicht im geringsten bereit war, mich irgendwo anzupassen.

Und über Noten in Fächern, die wir früher "Laberfächer" nannten, die völlig willkürlich zusatnde kommen wie Religion, Geschichte, Erdkunde, Soziolige und all so 'n Zoich braucht man gar nicht erst reden, da sind selsbt noch die schriftlichen Ergebnisse der Klausuren nix anderes als Hinweise auf die Anpassungsfähigkeit und sonst gar nix.


Ich würde erst einmal an Schulen durchgängig Pädagogen einstellen, dass dürfte schon ausreichend sein, wenn zukünftig Lehrer mindestens zu 50 % auch ein Pädagogikstudium abgeschlossen haben. Noch besser wäre allerdings, dass man erst dann Lehrer werden kann, wenn man mal in seinem Leben auch gearbeitet hat irgendwo.
Das heutige System, wo man direkt nach dem Abi an eine Uni gehen kann und Lehramt studieren kann, ist völlig schräg, das führt dazu, dass wirklich nur noch diejenigen, die für ein Fachstudium zu unfähig sind, auf Lehramt ausweichen und dann hat man irgendwelche Halbtrottel, die weder ihre Fächer noch Pädagogik gut können.

Man kann auch weitesgehend die fachübergreifend unterrichten und dem Künstler das beibringen, was er am Mathe benötigt, wenn nicht diese blöden Regeln für Stundenolänen mit Fächern wären.
Wer das mag, soll so lernen, Fur den ganzen Primar- und Sekundarbereich I halte ich das für unnötig. Und ab Sek II sollte man soviel wissen, dass man sich ab da auch wirklich spezialisieren kann.

Wichtigste Tendezen, gegen die man heutzutage angehen sollte, ist das Abi nach 12 Jahren und die Einschulung mit 5 Jahren. Die Kindheit und Jugend muss einem nicht noch mehr kaputt gemacht werden.
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Ron



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12.09.2010 15:21 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich find auch nicht alles schlecht was die Schule zu bieten hat. Aber sie läuft nicht so wie es gedacht war. In der Schule gibt es nur idiotisches Cliquenverhalten anstatt irgendwas zu lernen. Dann doch lieber einem die Wahl lassen denn so degeneriert wie es andere sind will ich nicht sein. Aber hat man eine Wahl? Wohl kaum. Mobbing und Checkerverhalten. Das sind die Gründe wieso die Schule nie funktionieren wird. Aber man darf das nicht als Vorwand für noch mehr Überwachung oder Regelungen benutzen. Denn gerade der Zwang schürt den Stress wieso die Leute sich dann gegenseitig frussten weil sie selber frustriert sind.
Ich hab nichts gegen Bildung. Ich finde es gut Lesen und Schreiben gelernt zu haben. Aber ab einem gewissen Grad sollte es dann freiwillig laufen so wie du es gesagt hattest. Alles andere wäre Zwang und der ist schlecht in jeglicher Hinsicht.
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Shinobi

Erneuerung

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12.09.2010 17:53 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich hab jahrelanges Einzelschulschwänzen praktiziert und heute gehe ich sogar freiwillig zur Abendschule und das kostet nebenbei erwähnt sogar Geld! Ich finde ab einem gewissen Grundbildungsgrad sollte jeder selbst darüber entscheiden dürfen, ob und ab welchem alter er die Schule besucht und es sollte dann auch kein Geld kosten wie etwa bei der Abendschule, sondern mit staatlichen Geldzahlungen unterstützt werden.
Man sollte sich auch aus einer Vielzahl an Fächern anhand seiner Begabungen und Interessen seinen eigenen individuellen Stundenplan zusammen stellen können. Schulen sollten weniger Wirtschaftsorientiert und darauf bedacht sein neue gleichgeschaltete Arbeiter zu Produzieren, sondern unabhängig davon Bildung vermitteln und einem ermöglichen kompetenter zu werden und seinen Horizont zu erweitern. Darunter auch mehr Praxisorientierte Bildung, die nicht nur aus Automatismus und Wiederholung durch Auswendiglernen und Reproduktion des gelernten besteht. Sondern Bildung die man auch im alltäglichen Leben gebrauchen kann und wenn Interesse auf Seiten der Schüler besteht natürlich auch noch darüber hinaus.

Das Verhältnis zwischen Schüler und Lehrer sollte außerdem einvernehmlich und klar definiert sein vielleicht sollte sogar ein Vertrag zwischen Schüler und Lehrer geschlossen werden indem ersichtlich wird worum es eigentlich geht. Außerdem sollten Lehrer in der Gesellschaft mehr geachtet werden. Das jetzige Schulsystem so wie es ist sollte jedenfalls boykotiert werden! Oder man versucht zumindest noch für sich selbst das beste dabei rauszuziehen und nutzt diese Institution als Werkzeug und Mittel zum Zweck um im System voran zu kommen, für viel mehr ist sie dann nämlich in meinen Augen auch nicht gut.

Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von Shinobi am 12.09.2010 17:58.



Ich lehne die Grundübereinkunft des Gemeinwesens ab, insbesondere die Überbewertung von Besitz.


“All authority of any kind, especially in the field of thought and understanding, is the most destructive, evil thing. Leaders destroy the followers and followers destroy the leaders. You have to be your own teacher and your own disciple. You have to question everything that man has accepted as valuable, as necessary.”


„Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?“
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quaid

their law


12.09.2010 18:10 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Man sollte sich auch aus einer Vielzahl an Fächern anhand seiner Begabungen und Interessen seinen eigenen individuellen Stundenplan zusammen stellen können. Schulen sollten weniger Wirtschaftsorientiert und darauf bedacht sein neue gleichgeschaltete Arbeiter zu Produzieren, sondern unabhängig davon Bildung vermitteln und einem ermöglichen kompetenter zu werden und seinen Horizont zu erweitern.

word up!
im zuge dessen könnte man direkt das benotungssystem überarbeiten und den ermessensspielraum der (teilweise doch recht launischen) lehrer entweder einschränken oder kontrollieren.
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wave
unregistriert
12.09.2010 21:12 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Dass ein Kurssystem, wo man viel Wahlfreiheit hat, Sinn macht, habe ich mit Mf schonmal irgendwo besprochen, da gebe ich auch Recht.

Zum Bewertungssystem: Die wenigstens Schüler haben deshalb Probleme, weil sie sitzen bleiben oder so, bei den meisten ist schlicht das Zeugnis am Ende zu schlecht. Da nützt es aber leider auch nix, das Bewertungssystem zu ändern, denn wenn man das "schwammiger" macht ohne Noten oder weniger streng bewertet, dann fangen die Firmen eben vermehrt an, eigene Tests zu machen vor der Einstellung und dann kommt da eben ne 5 raus und man wird nicht eingestellt. Dann kann man die auch gleich ins Zeugnis reinschreiben.

quaid

their law


12.09.2010 21:35 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

ich halte zeugnisnoten nicht für repräsentativ. da spielen doch immerhin so viele faktoren mit. man hatte am klausurtag einfach n schlechten tag, oder generell soviel um die ohren auch im privaten bereich, dass man nicht soviel zeit zum lernen hatte oder nicht so gut lernfähig/aufnahmefähig war. oder man kommt mit dem lehrer / der lehrerin nicht so gut zurecht bzw. dessen methode, wissen zu vermitteln und zu benoten.
oder man hat prüfungsangst und kriegt blackouts, wenn es zum entscheidenden test kommt.

darüber hinaus kritisiere ich die art, wie ein zeugnis bewertet wird. wenn man in mathe ne 4 hat, ist das schon grund genug, dass man darüber redet oder jemanden direkt ausselektiert. dabei hat doch wohl jeder seine schwächen. und wozu muss jemand, der ein begnadeter künstler ist, in mathe gut sein?
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Hansi
unregistriert
13.09.2010 04:47 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Zum Bewertungssystem: Die wenigstens Schüler haben deshalb Probleme, weil sie sitzen bleiben oder so, bei den meisten ist schlicht das Zeugnis am Ende zu schlecht. Da nützt es aber leider auch nix, das Bewertungssystem zu ändern, denn wenn man das "schwammiger" macht ohne Noten oder weniger streng bewertet, dann fangen die Firmen eben vermehrt an, eigene Tests zu machen vor der Einstellung und dann kommt da eben ne 5 raus und man wird nicht eingestellt. Dann kann man die auch gleich ins Zeugnis reinschreiben.


Wenn n Unternehmen gut bezahltes Personal haben will, dann muss es auch für dessen Qualifizierung bezahlen finde ich und nich nur Tests machen und rumheulen, dass alle so schlecht sind.

Edit (einen ganzen Tag zu spät): *LOL* was hab ich denn da gemacht, es muss natürlich gut QUALIFIZIERTES Personal heißen und nicht gutbezahltes großes Grinsen .

quaid

their law


13.09.2010 12:25 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Sowas nennt sich dann "Generalstreik", und kommt meines Wissens in anderen europäischen Ländern hin und wieder mal vor, wenn die Unzufriedenheit in der Bevölkerung zu groß ist. In Deutschland würde es das wohl nicht mal dann geben, wenn die irgendwann die Rente mit 85 einführen...

das glaube ich auch. allerdings aus dem grund, weil die verantwortlichen mitlerweile recht gut wissen, wie weit sie gehen dürfen, ohne dass "der kragen platzt".
typisches beispiel: die zeitungen machen großen aufstand wegen einer ungeheuerlichkeit.. steuerhinterziehung von superreichen oder korruption auf höchster ebene. ein oder zwei tage wird laut debattiert und aufgeregt, bis die diskussionen versiechen und das thema in vergessenheit gerät.
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wave
unregistriert
12.09.2010 23:16 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
darüber hinaus kritisiere ich die art, wie ein zeugnis bewertet wird. wenn man in mathe ne 4 hat, ist das schon grund genug, dass man darüber redet oder jemanden direkt ausselektiert. dabei hat doch wohl jeder seine schwächen. und wozu muss jemand, der ein begnadeter künstler ist, in mathe gut sein?


Der muss ja in Mathe nicht gut sein. Punkt ist einfach der, dass man zu frühe Spezialisierung verhindern will. Stellt euch mal vor, der 20 Jährige Künstler merkt plötzlich, dass Kunst doch nix für ihn ist, will eine Ausbildung machen und hat nie Mathe gehabt, weil er meinte, er brauchts nicht. Von jedem ein bisschen was ist daher eig. schon richtig in der Schule.

Und nochmal zur Mathenote: Wer in Mathe eine 4 hat im Zeugnis wird in einer Ausbildung oder einem Studiengang, wo es auf Mathe auch nur ein bisschen ankommt, keine Chance haben. Und er wird auch dann keine Chance haben, wenn man die 4 im Zeugnis weglässt.

quaid

their law


13.09.2010 00:53 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

wave:
okay, das stimmt natürlich. allerdings verschlechtern sich manche noten, weil man mit dem lehrer bzw. seiner art, wissen zu vermitteln, nicht so gut klar kommt. da sollte man auf alternative wege, sich wissen anzueignen, zugreifen können und diesen weg auch freiwillig und sanktionsfrei wählen können. z.b. indem man sich in einer art bibliothek einen lehrplan besorgt, der wie eine art anleitung oder richtlinie fungiert, und sich anschließend das wissen selbst vermittelt. wer wirklich an einem fach interessiert ist, sollte damit keine probleme haben, denke ich mir.
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wave
unregistriert
13.09.2010 00:54 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Ich würde erst einmal an Schulen durchgängig Pädagogen einstellen, dass dürfte schon ausreichend sein, wenn zukünftig Lehrer mindestens zu 50 % auch ein Pädagogikstudium abgeschlossen haben. Noch besser wäre allerdings, dass man erst dann Lehrer werden kann, wenn man mal in seinem Leben auch gearbeitet hat irgendwo.


Pädagogik wird zumindest bei Naturwissenschaften und Mathe absolut überbewertet. Wenn der Lehrer es fachlich WIRKLICH drauf hat und einigermaßen mit Menschen umgehen kann, dann klappt das. Dann erklärt der was, wenn Schüler ungläubig gucken und dumme Fragen stellen, weiß er sofort, woran es liegt, weil er sich in der Schwierigkeit der Materie auskennt, außerdem kennt er den problematischen Stoff besonders gut usw....
Das Problem ist, dass es viele Lehrer nicht ausreichend drauf haben und man dann meint, das mit mehr Pädagogik füllen zu können. So etwas klappt aber nicht, denn gute Schüler merken sofort, wenn jemand da vorne Bullshit verzapft und da helfen auch beste Methoden nix mehr. Was natürlich nicht heißt, dass es nicht auch Lehrer gibt, deren Problem es ist, dass sie schlicht nicht mit Menschen umgehen können...


Zitat:
Wichtigste Tendezen, gegen die man heutzutage angehen sollte, ist das Abi nach 12 Jahren und die Einschulung mit 5 Jahren. Die Kindheit und Jugend muss einem nicht noch mehr kaputt gemacht werden.


Ich denke, man sollte die Kinder anfüttern. Und wenn sie zubeißen und lernen wollen, wieso denn nicht..Grundsätzlich gebe ich dir aber Recht.

Arne Reload



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14.09.2010 03:53 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von wave


Pädagogik wird zumindest bei Naturwissenschaften und Mathe absolut überbewertet. Wenn der Lehrer es fachlich WIRKLICH drauf hat und einigermaßen mit Menschen umgehen kann, dann klappt das. Dann erklärt der was, wenn Schüler ungläubig gucken und dumme Fragen stellen, weiß er sofort, woran es liegt, weil er sich in der Schwierigkeit der Materie auskennt, außerdem kennt er den problematischen Stoff besonders gut usw....
Das Problem ist, dass es viele Lehrer nicht ausreichend drauf haben und man dann meint, das mit mehr Pädagogik füllen zu können. So etwas klappt aber nicht, denn gute Schüler merken sofort, wenn jemand da vorne Bullshit verzapft und da helfen auch beste Methoden nix mehr. Was natürlich nicht heißt, dass es nicht auch Lehrer gibt, deren Problem es ist, dass sie schlicht nicht mit Menschen umgehen können...


Du machst da schon wieder den Lehrer-Fehler und verwechselst Didaktik mit Pädagogik.
Also, zum ersten, dass mit dem fachlichen Wissen gebe ich Dir Recht, dass ist aber eigentlich erst ein Problem ab der Sek II bzw. evtl. etwas früher, sobald wirklich Wissen vermittelt werden muss, was nicht mehr jeder automatisch im Kopf hat. (Ich denke z.B., jeder, der sein Abi gemacht hat, müsste auch Mathe noch in der 6.Klasse unterrichten können oder Englisch vom fachlichen her.)
Ab dem Zeitpunkt, wo die Leute eben spezifischeres Wissen haben müssen, habe ich ja auch gesagt, dass es da sinnvoll wäre, evtl. berufserfahrene Menschen da einfach als Lehrkräfte einzusetzen. Das war schon zu meiner Zeit so. Spätestens ab der 11.Klasse hat man gemerkt, wenn man bei einem in seinem Fach promovierten Lehrer Unterricht hatte oder eben bei einem Lehramtsstudenten. Ich weiß gar nicht, ob das nach allen Universitätsreformen noch möglich ist, auch als Lehrer zu promovieren, aber ab einem bestimmten Zeitpunkt kommt es tatsächlich eher auf Wissensvermittlung an als wie auf was anderes.
Und diese didaktischen Spielchen im Unterricht (Ich denke, ich weiß, was Du meinst.) kann man oftmals knicken. Nur: Um Schüler z.B. in der Primarstufe oder in der Sek I zu unterrichten ohne vorher eine Differenzierung per Schulform vorzunehmen, das erfordert schon auch die pädagogischen Fähigkeiten den Schüler mal in der Gesamtheit beurteilen zu können, um eben überhaupt abschätzen zu konnen, ob der evtl. gar nix vermittelt haben will, ob der das schon beurteilen kann, ob er das Wissen überhaupt braucht usw. Das kann man in der jetzigen Schulen sowieso nicht anwenden.


Ansonsten sehe ich das auch so:
Es fange jeden Tag tausende von Schülern an, im Unterricht zu fehlen. Ich habe auch zeitweillig in der Oberstufe nur noch auszugsweise den Unterricht besucht. Mehr als dass man eben einen Jahrgang wiederholen muss, kann einem nicht passieren. Ab 18 darf jeder machen, was er will, was Schule anbelangt.
Also fangt doch an damit.
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dian
unregistriert
13.09.2010 12:06 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Eben, @ Hansi.
Dieses Rumgejammere und Wehklagen von Seiten der Industrie, von wegen "mangelnder Qualifikation", ist einfach nur unverschämt.
Erinnert mich ein bisschen an ägyptische Sklavenhändler, die ein Dorf überfallen, dort die ganzen Kinder versklaven und sich dann hinterher darüber aufregen, dass die nicht genügend Muskeln haben, um die schweren Steine die Pyramide hochtragen zu können.

Zum Thema Massenschulschwänzen:
Das wäre in der Tat eine sinnvolle Methode, wie man die Verantwortlichen zum Umdenken bewegen könnte... denn sie könnten ja schlecht alle Kinder mit Gewalt zur Teilnahme am Unterricht zwingen.
Genausowenig, wie sie alle Arbeiter und Beamten bestrafen könnten, wenn plötzlich alle zu hause bleiben würden. Sowas nennt sich dann "Generalstreik", und kommt meines Wissens in anderen europäischen Ländern hin und wieder mal vor, wenn die Unzufriedenheit in der Bevölkerung zu groß ist. In Deutschland würde es das wohl nicht mal dann geben, wenn die irgendwann die Rente mit 85 einführen...
Die Menschen haben schon so sehr verinnerlicht, sich mit ihrer beruflichen Tätigkeit zu identifizieren, dass es ihnen wie Selbstverleugnung erschiene, nicht mehr arbeiten zu gehen.
Und ähnlich fürchte ich, haben auch die meisten Schüler längst verinnerlicht, dass es letztlich ihre Aufgabe, ihr Lebenssinn und der wahre Grund ihrer Existenz ist, auf einem unbequemen Stuhl zu sitzen und sich den ganzen Tag lang prüfen und unterrichten zu lassen.
Die Stimmen, die ihnen etwas anderes raten, sind auch nun wirklich zu leise und zu selten zu hören in der Öffentlichkeit.
Der große Chor singt immer nur: "Ihr lernt doch für euch selbst, für eure Zukunft!"... auch wenn es eben in Wahrheit überhaupt nicht so ist, weil ja die Arbeitgeber ganz offensichtlich diejenigen sind, die heutzutage darüber bestimmen dürfen, welchem Zweck Bildung dienen sollte und welchem nicht.
Nur... über solche Zusammenhänge macht man sich als Durchschnittskind bzw. Durchschnittsjugendlicher keine Gedanken.... nicht zuletzt, weil einem die Abstraktionsfähigkeit fehlt, sowie die Fähigkeit, sich selbst und die Gruppe, in der man lebt, mit dem nötigen Abstand zu betrachten. Das wird einem auch in der Schule eher unzureichend vermittelt, weil das ja in den Augen der Lehrplangestalter keine so wichtigen Tugenden sind wie etwa "Fleiß" oder "Pünktlichkeit".

Fazit: Massenschulschwänzen wäre eine coole Sache, aber so lange nicht mal die erwachsenen Arbeiter in der Lage sind, sich zusammenzutun und mal RICHTIG zu streiken, sehe ich da wenig Chancen... Es sei denn, es spricht irgendwie das Herdentierverhalten der Menschen an, weil Jamba oder sonstwer die Kids per Gratis-Abo und Schnuffel-Klingelton dazu auffordern, nicht mehr zur Schule zu gehen... Augen rollen

Lonewolf



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13.09.2010 15:41 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von dian


Fazit: Massenschulschwänzen wäre eine coole Sache, aber so lange nicht mal die erwachsenen Arbeiter in der Lage sind, sich zusammenzutun und mal RICHTIG zu streiken, sehe ich da wenig Chancen... Es sei denn, es spricht irgendwie das Herdentierverhalten der Menschen an, weil Jamba oder sonstwer die Kids per Gratis-Abo und Schnuffel-Klingelton dazu auffordern, nicht mehr zur Schule zu gehen... Augen rollen



Schon die Schulstreiks vergessen? Ich denke da ging wohl mehr als bei mancher handzahmer Gewerkschaftsdemo. Ansonsten ist das Problem wie üblich die fehlende Kontinuität, die über das reine Dabeigewesensein hinaus reichen würde. Die kann sich aber nur einstellen, wenn ein Großteil begreift dass es nicht um Protest gehen sollte, sondern um Widerstand. Wie leicht wäre es gewesen, die Einführung der Studiengebühren zu verhindern, bspw. durch kollektive Zahlunsgverweigerung? Aber das ist das grundlegende Problem aller sozialen Eintagsfliegen - sie integrieren das Widerstandspotential eher ins System, anstatt es freizusetzen.

The Loathsome mask has fallen the man remains
Sceptreless, free, uncircumscribed, but man
Equal, unclassed, tribless and nationless,
Exempt from awe, worship, degree, the king,
Over himself, just, gentle, wise.

Percy Bysshe Shelley


Indessen ist das gerade wieder der Vorzug der neuen Richtung, dass wir nicht dogmatisch die Welt antizipieren, sondern erst aus der Kritik der alten Welt die neue finden wollen. Karl Marx
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Remus

the Gutmensch

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13.09.2010 16:18 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von quaid
typisches beispiel: die zeitungen machen großen aufstand wegen einer ungeheuerlichkeit.. steuerhinterziehung von superreichen oder korruption auf höchster ebene. ein oder zwei tage wird laut debattiert und aufgeregt, bis die diskussionen versiechen und das thema in vergessenheit gerät.

..aber eher, weil das Interesse daran sehr kurzlebig ist. Die Medien wollen sich eben auch nur verkaufen und werden schon wissen, was die „Kundschaft“ hören und sehen will. Ein Thema gerät schlichtweg deshalb in Vergessenheit, weil fast niemand Bock hat, sich länger als ein paar Tage damit zu befassen.

Zitat:
Original von dian
Zum Thema Massenschulschwänzen:
Das wäre in der Tat eine sinnvolle Methode, wie man die Verantwortlichen zum Umdenken bewegen könnte... denn sie könnten ja schlecht alle Kinder mit Gewalt zur Teilnahme am Unterricht zwingen.
Genausowenig, wie sie alle Arbeiter und Beamten bestrafen könnten, wenn plötzlich alle zu hause bleiben würden.

..wenn es wirklich viele machen würden. Aber irgendjemand muss ja damit anfangen. Und die Person, die damit anfängt, hat ja erstmal nur Nachteile. Auch ich wäre zugegeben wahrscheinlich zu bequem, um zu den ersten zu gehören.

Zitat:

Der große Chor singt immer nur: "Ihr lernt doch für euch selbst, für eure Zukunft!"... auch wenn es eben in Wahrheit überhaupt nicht so ist, weil ja die Arbeitgeber ganz offensichtlich diejenigen sind, die heutzutage darüber bestimmen dürfen, welchem Zweck Bildung dienen sollte und welchem nicht.

Das traurige ist ja, dass es doch die Wahrheit ist. Vorausgesetzt man möchte später einen halbwegs akzeptablen Job und von dem Geld auch gut leben (auch wenn da natürlich auch jeder eine andere Definition hat).

Zitat:
Nur... über solche Zusammenhänge macht man sich als Durchschnittskind bzw. Durchschnittsjugendlicher keine Gedanken.... nicht zuletzt, weil einem die Abstraktionsfähigkeit fehlt, sowie die Fähigkeit, sich selbst und die Gruppe, in der man lebt, mit dem nötigen Abstand zu betrachten. Das wird einem auch in der Schule eher unzureichend vermittelt, weil das ja in den Augen der Lehrplangestalter keine so wichtigen Tugenden sind wie etwa "Fleiß" oder "Pünktlichkeit".

Ich frage mich aber, ob das im Gegensatz zu Fleiß oder Pünktlichkeit wirklich eine Fähigkeit ist, die einem wirklich von anderen beigebracht, also „gelehrt“, werden kann, oder ob man Abstraktionsfähigkeit nicht doch eher selbst lernen muss. Wenn dann kann man es vorgelebt und nicht beigebracht bekommen. Ein Lehrer kann aber nicht vorleben, was er selbst nicht kann. Eintrichtern leider schon!

Zitat:
Es sei denn, es spricht irgendwie das Herdentierverhalten der Menschen an, weil Jamba oder sonstwer die Kids per Gratis-Abo und Schnuffel-Klingelton dazu auffordern, nicht mehr zur Schule zu gehen... Augen rollen

Du kannst es nicht lassen, oder? großes Grinsen



Unterm Strich ist das Leben gar nicht so schlecht.
___________________________________________________________________________

Stimmt, hier unten ist es ok.

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Xoc

lol

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15.09.2010 14:08 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich finde das nicht so grossartig wie Hansi und Dian, wenn man Bildung privatisiert und in die Hände der Wirtschaft gibt.
Bildung ist eh schon mehr Berufsvorbereitung, als es sein sollte, das würde das Problem nur verschärfen.

Zitat:
Dieses Rumgejammere und Wehklagen von Seiten der Industrie, von wegen "mangelnder Qualifikation", ist einfach nur unverschämt.


Mangelnde Bildung tut der Bevölkerung selbst doch viel mehr weh, als der Industrie. Die gehen zur Not eben irgendwo hin, wo die Leute besser gebildet sind. Insofern solle man froh sein, wenn es sie kümmert, wie die Leute hier gebildet sind.

Im Prinzip haben wir die Wahl zwischen Bildung oder Billiglohnland, darf sich jeder selbst überlegen, was die bessere Alternative ist.

"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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quaid

their law


15.09.2010 14:46 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

es gehen genug qualifizierte leute unterbezahlt arbeiten.
neulich habe ich erst wieder eine ellenlange liste an dingen gesehen, die man für den job können muss (u.a. ein betriebswirtschaftliches studium und min. 3 jahre berufserfahrung) - und was war es? befristete überlassung von arbeitnehmern.. also zeitarbeit, und die zahlt ja bekanntlich nicht so gut, wie es sein müsste. von den schlechteren bedingungen (sicherheit des jobs z.b.) mal abgesehen.
und wer hat den weg geebnet? die schröder-regierung. die wollten es so.. lieber schlecht bezahlte jobs, die notfalls auch über ergänzendes alg2 aufgestockt werden, damit die arbeitslosenzahlen besser aussehen.

in dem beruf, den ich erlernt habe, würde ich übrigens genauso (schlecht) bezahlt werden wie anderswo als quereinsteiger. da kann doch auch was nicht so ganz richtig laufen, finde ich.

insofern haben wir nicht hundertprozentig die wahl zwischen bildung und billiglohnland.
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Arne Reload



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16.09.2010 03:47 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Xoc
Mangelnde Bildung tut der Bevölkerung selbst doch viel mehr weh, als der Industrie. Die gehen zur Not eben irgendwo hin, wo die Leute besser gebildet sind. Insofern solle man froh sein, wenn es sie kümmert, wie die Leute hier gebildet sind.


Das ist der Grund, warum der Realsozialismus nicht gefunzt hat. Die Staaten machen sich gegenseitig Konkurenz, wer die optimalsten Bedingungen für die Industrie bietet.

Zitat:

Im Prinzip haben wir die Wahl zwischen Bildung oder Billiglohnland, darf sich jeder selbst überlegen, was die bessere Alternative ist.


Naja, wir müssen das ja nicht kollektiv machen.
Soweit ich das beurteilen kann, hat sich hier bislang die überwiegende Mehrheit für Billiglohnland entschieden, mal von Zarathustra abgesehen,
Bei Crow weiß ich es nicht, wie er das beurteilen würde, was Österreich sein soll.
Atreju ist ja sogar in das Billiglohnland hier gekommen, also muss an Billiglohnland schon irgendwas attraktives dran sein. Ich selber kann damit auch noch so eben leben, weil bei mir der Arbeitsplatz mit Wohnort identisch sein muss, sonst würde ich zumindest die Wohnung lieber in ein Land verlegen, wo Bildung existiert.
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