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| Zitat von Schuschinus: |
| Mein Vater hat einen Aldi-Pc mit eingebautem Wlan. |
| Zitat von Schuschinus: |
| Aber offenbar war mein Vertrauen in den Fortschritt zu groß. |
Fortschrittlich wäre es, wenn sich Aldi auf qualitativ hochwertige Lebensmittel und Drogerieartikel beschränken würde. Oder mal damit anfangen würde.
| Zitat von Ya2k: |
| jährliches windows einstampfen |
Das kommt ganz darauf an, was man am Computer alles macht. Ich konnte meinen PC dieses Jahr dreimal neu aufsetzen. Aber er läuft dafür angenehm schnell und virenfrei, so viel Arbeit ist das auch nicht, @Shinobi. Es gibt ein paar brauchbare kostenlose Viren-Schutz-Programme und weitere hilfreiche Tools, die du nur aktiv benutzen musst und dir so auch nicht passiv irgendwelche Computerkapazitäten vollmüllen.
| Zitat von Weinhaus: |
| Und ein Virus kann man entfernen, notfall durch Neuinstallation, man muss nicht den Rechner wegschmeißen. |
Eben, oder schmeißt man an Grippe erkrankte Menschen auch einfach weg?
"Hilfe, mein Freund ist an einem Grippe-Virus erkrankt, jetzt aber ab in die Mülltonne mit ihm, der taugt nichts mehr!"
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von sarius am 27.12.2015 11:41.
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Jetzt war mal wieder so ein arbeitswütiger Maler da und ließ die ganze Zeit sein beschissenes Baustellenradio laufen. Ich wurde zur Mithilfe verpflichtet und irgendwann kam dann ein Rap-Lied... Erst hatte ich mich gewundert, dass zum typischen Unterschichten-Pop-Programm mal eine Prise Rap hinzugemischt wird, aber dann war es nur so ein dämliches Refugees-Welcome-Gebrabbel mit 100% politischer Korrektheit und ohne ein winziges bisschen Kritik oder Schimpfwörter. -_-
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Wie sähe denn eine nicht gutmenschliche Position dazwischen aus? Refugees so ein bisschen welcome? Oder Refugees etwas mehr welcome?
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| Zitat: |
| aber dann war es nur so ein dämliches Refugees-Welcome-Gebrabbel mit 100% politischer Korrektheit und ohne ein winziges bisschen Kritik oder Schimpfwörter. -_- |
Dafür konntest du doch sicher im Anschluss mit dem Handwerker über die blöden Ausländer herziehen, oder sind die Mitllerweile auch schon so politisch korrekt?
Ich glaube ja eher nicht, ein Wort von dir hätte vermutlich genüght und er hätte dir seine Ängste gebeichtet. Davor dass die ihm demnächst die Arbeit klauen oder seine Tochter vergewaltigen werden. Das Gutmenschen geschwätz ist zwar unerträglich, doch es kommt bei unteren Mittelschicht und der Unterschicht nicht an und was die von sich geben ist noch viel unerträglicher. Ach eigentlich sind doch fast alle deutschen die keine Künstler, Politiker, Prominente oder sontwie gutsituierte profiteure des Wirtschaftssystems sind, hinter vorgehaltener Hand irgendewie gegen die Fremden, sogar die Integrierten Ausländer, da die ja mitlerweile auch was zu verlieren haben. Um so verlogener ist das Geschwätz einer Willkommenskultur.
Aufgrund der Feiertage habe ich momentan frei, daher kotzt mich momentan relativ wenig an, das was mich ankotzen würde, davor lässt sich gerade ganz gut die Augen verschließen. Schande über mein Haupt.
Dieser Beitrag wurde 4 mal editiert, zum letzten Mal von Shinobi am 29.12.2015 16:29.
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Ich lehne die Grundübereinkunft des Gemeinwesens ab, insbesondere die Überbewertung von Besitz.
“All authority of any kind, especially in the field of thought and understanding, is the most destructive, evil thing. Leaders destroy the followers and followers destroy the leaders. You have to be your own teacher and your own disciple. You have to question everything that man has accepted as valuable, as necessary.”
„Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?“
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Nun, dieser Handwerker ist gleichzeitig Spießer, Ossi (seit dem 23. bin ich selbst wieder unfreiwillig "Wessi"), unhöflicher Rentner, typischer Mittelständler (er hat Angst um seine Aktien), Gutmensch und ist gleichzeitig offenbar Teil der Refugees-Welcome-Fraktion, ich hatte ihn allerdings nicht auf das Lied angesprochen. Mich selbst stört an der ganzen Flüchtlingsdebatte weniger das Thema selbst sondern eher, dass man sich zwangsweise einem der beiden sich brutal und respektlos zerfleischenden Lagern zuordnen muss..
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Konventionell betrachtet stört mich an einem Großteil der Flüchtlinge lediglich der Islam. Nein, ich bin nun wahrlich der Letzte, der die "deutschen/europäischen Werte und Traditionen" verteidigen würde, aber eine rein religiöse Kultur ist aus meiner Sicht nochmal eine Spur rückständiger und schwachsinniger.
Aber etwas anders betrachtet: Schafft einfach die Grenzen, Kulturen und Religionen in den Köpfen ab und es gäbe keine Kriege und damit Kriegsflüchtlinge mehr. Umweltflüchtlinge vielleicht, aber sonst? Mich nervt es jedenfalls extrem, wenn man hier einfach nur regelrecht zwangshaft zu Flüchtlings-Hilfe (auch gegen deren Willen) aufruft und andererseits jene Einheimischen, die ebenfalls in Not sind schlicht zu ignorieren. Insofern dürfte die "Flüchtlinge-raus!"-Fraktion sogar die "Refugees-Welcome!"-Kreischer bejubeln, denn dadurch wird die westliche Tradition der Doppelmoral sehr gründlich gepflegt.
Mir tun eigentlich eher die Flüchtlinge leid. Manche mögen vielleicht wirklich irgendwelche religiösen Faschisten sein, aber die große Masse von denen wird schlicht als Arbeitssklaven und Establishment-Stimmvieh enden.
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| Zitat von Abfallverwertung: |
| Konventionell betrachtet stört mich an einem Großteil der Flüchtlinge lediglich der Islam. Nein, ich bin nun wahrlich der Letzte, der die "deutschen/europäischen Werte und Traditionen" verteidigen würde, aber eine rein religiöse Kultur ist aus meiner Sicht nochmal eine Spur rückständiger und schwachsinniger. |
Zuerst würde ich sagen, dass die Themen Flucht und Islam zwei separat zu behandelnde sind. Ich bin für die Aufnahme von Flüchtlingen, um deren Leben vor dem Chaos, welches in den verschiedenen Krisenherden und Armutsregionen wütet, zu schützen, trotzdem würde ich sagen, dass eine Kritik an Religion, Kultur und Tradition wichtig ist und das schließt den Islam selbstverständlich mit ein (wobei ich es für schwachsinnig halte, von "dem Islam" zu sprechen, genauso wie es schwachsinnig ist, von "dem Christentum" zu sprechen). Das Elend mit dieser Debatte ist, dass viele Leute diese beiden Themen zusammenmischen, egal ob sie jetzt pro Asyl oder dagegen sind und somit die Debatte um das Thema komplett entgleist.
| Zitat von Abfallverwertung: |
| Aber etwas anders betrachtet: Schafft einfach die Grenzen, Kulturen und Religionen in den Köpfen ab und es gäbe keine Kriege und damit Kriegsflüchtlinge mehr. Umweltflüchtlinge vielleicht, aber sonst? |
Das bezweifel ich. Ich würde es eher so formulieren: man müsste dafür sorgen, dass Religion und Politik getrennt werden. Nicht "der Islam" an sich ist das Problem, sondern eben der politische Islam, also der Versuch, Religion und Politik in eins zu fassen und die Leute per Gesetz dazu zu zwingen, die eigenen Glaubensdoktrinen anderen menschlichen Individuen aufzuzwingen, so sehr gut zu beobachten in Staaten wie Iran oder Saudi Arabien oder eben beim IS bzw. Daesh. Dann könnte es eventuell sein, dass einige (aber definitiv nicht alle) Konflikte und Kriege ein Ende finden. Denn die meisten syrischen Flüchtlinge geben an, vor dem Assad-Regime geflohen zu sein. http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...-a-1056567.html Assad ist zwar ein ziemlich übler Despot, der mit seinem Regime tausende toter Menschen zu verantworten hat, aber kein Islamist.
| Zitat von Abfallverwertung: |
| Mich nervt es jedenfalls extrem, wenn man hier einfach nur regelrecht zwangshaft zu Flüchtlings-Hilfe (auch gegen deren Willen) aufruft und andererseits jene Einheimischen, die ebenfalls in Not sind schlicht zu ignorieren. |
Das ist quatsch. Die neue politische Linke hat sich schon immer um beides gekümmert, man beachte nur die Proteste und Aktionen gegen Hartz4 etc., die Politiker nie wirklich um beides, auch wenn Horst "Wir wollen keine Einwanderung in die Sozialsysteme"-Seehofer nun so tut als ob. Und andere Poltiker wissen, wie stark tote Flüchtlinge am Image Europas kratzen. Merkel und Co gelten in den Augen des wutbürgerischen Mobs als pro-Flüchtlingsmenschen. Trotzdem haben CDU und SPD vor einigen Monaten mit den meisten Stimmen das "Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz" (kurz und uneuphemistisch gesagt: ein Gesetz für's schnellere Abschieben) durchgedrückt und selbst die Grünen, die den meisten Leuten als die gutmenschlichste Partei gelten, haben sich dabei größtenteils nur enthalten:
http://www.kraftfuttermischwerk.de/blogg...unigungsgesetz/
| Zitat von Abfallverwertung: |
| Insofern dürfte die "Flüchtlinge-raus!"-Fraktion sogar die "Refugees-Welcome!"-Kreischer bejubeln, denn dadurch wird die westliche Tradition der Doppelmoral sehr gründlich gepflegt. |
Ich verstehe nicht, was du damit meinst.
| Zitat von Abfallverwertung: |
| Mir tun eigentlich eher die Flüchtlinge leid. Manche mögen vielleicht wirklich irgendwelche religiösen Faschisten sein, aber die große Masse von denen wird schlicht als Arbeitssklaven und Establishment-Stimmvieh enden. |
Das ist tragisch, jedoch ist die negative, bürgerliche Freiheit des Arbeitskraftverkaufens und verwertet Werdens immer noch weniger schlimm als die komplette Unfreiheit in einer Region, in der man große Armut erlebt oder sogar politisch verfolgt wird.
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von dreambot am 29.12.2015 19:29.
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| Zitat: |
| Zuerst würde ich sagen, dass die Themen Flucht und Islam zwei separat zu behandelnde sind. Ich bin für die Aufnahme von Flüchtlingen, um deren Leben vor dem Chaos, welches in den verschiedenen Krisenherden und Armutsregionen wütet, zu schützen, trotzdem würde ich sagen, dass eine Kritik an Religion, Kultur und Tradition wichtig ist und das schließt den Islam selbstverständlich mit ein (wobei ich es für schwachsinnig halte, von "dem Islam" zu sprechen, genauso wie es schwachsinnig ist, von "dem Christentum" zu sprechen). Das Elend mit dieser Debatte ist, dass viele Leute diese beiden Themen zusammenmischen, egal ob sie jetzt pro Asyl oder dagegen sind und somit die Debatte um das Thema komplett entgleist. |
Sicherlich sind nicht alle Flüchtlinge Muslime und noch deutlich weniger Salafisten/Islamisten. Trotzdem muss man die Flüchtlinge selbst und den Hintergrund von deren Großteil gleichzeitig berücksichtigen.
| Zitat: |
| Das bezweifel ich. Ich würde es eher so formulieren: man müsste dafür sorgen, dass Religion und Politik getrennt werden. Nicht "der Islam" an sich ist das Problem, sondern eben der politische Islam, also der Versuch, Religion und Politik in eins zu fassen und die Leute per Gesetz dazu zu zwingen, die eigenen Glaubensdoktrinen anderen menschlichen Individuen aufzuzwingen, so sehr gut zu beobachten in Staaten wie Iran oder Saudi Arabien oder eben beim IS bzw. Daesh. |
Ich bin nicht nur Atheist, sondern Anti-Theist. Religion wird in fast allen Fällen, von Konversionen mal abgesehen, ungefragt und unfreiwillig im Kindesalter aufkonditioniert. Nur wenige Menschen sind unbeeinflusst "gläubig". Doch sobald man eine Religion in einem hierarchischen System grasieren lässt, werden sich ihre Werte und Normen zwangsweise in der jeweiligen Gesellschaft durchsetzen. Ich sehe es als unmöglich an, Staat und Religion zu trennen, darum muss mindestens eines der beiden Systeme,am besten beide, beseitigt werden. Ich meine nicht, dass Religion grundsätzlich eliminiert werden sollte, aber auf jeden Fall sollten Kinder nicht gegen ihren Willen (in dem Alter kann man das eh nicht einschätzen) zu deren Übernahme gezwungen werden. Ideal wäre es meiner Ansicht nach, wenn man sich beiläufig und ohne äußeren Druck in die Religion einfindet und sich dann selbst eine unabhängige Meinung darüber bilden kann.
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| Denn die meisten syrischen Flüchtlinge geben an, vor dem Assad-Regime geflohen zu sein. Assad ist zwar ein ziemlich übler Despot, der mit seinem Regime tausende toter Menschen zu verantworten hat, aber kein Islamist. |
Ich sehe ihn ähnlich wie Gaddafi oder Hussein (obschon diese wiederum islamistisch waren) an, beide waren nötig, um die verschiedenen Religionen und Kulturen in ihren jeweiligen Ländern vor einem Bürgerkrieg zu bewahren. Wenn Assad jetzt auch noch beseitigt werden würde, wird auch Syrien zum Dauerkrisenherd mutieren. Doch die Außenpolitik sieht ihn nur als einen nützlichen Idioten (Russland, Iran, China) bzw. lästigen Verweigerer (Westen) an, der die syrische Wirtschaft nicht zur kapitalistischen Ausbeutung zur Verfügung stellt.
Aber wenn man jene betrachtet, die tatsächlich relevant sind - die Syrer selbst - wäre es vielleicht noch am besten, das Land in einen kurdischen, sunnitischen und einen schiitischen Staat aufzuteilen. Es ist schon schwachsinnig genug, auf dem Sykes-Pikot-Abkommen zu beharren.
| Zitat: |
| Das ist quatsch. Die neue politische Linke hat sich schon immer um beides gekümmert, man beachte nur die Proteste und Aktionen gegen Hartz4 etc. |
Die Linke, ja. Aber meine Kritik richtete sich auch eher an die restliche Politik (vor allem die CDU/CSU, Grüne und SPD) und besonders die Masse der Gutmenschen und Spießer, die das alles gefühlt eher aus Gruppenzwang und Konformitätsstreben gutheißen.
| Zitat: |
| Trotzdem haben CDU und SPD vor einigen Monaten mit den meisten Stimmen das "Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz" (kurz und uneuphemistisch gesagt: ein Gesetz für's schnellere Abschieben) durchgedrückt... |
Das geschah vielleicht wirklich aus öffentlichem Druck. Ironischerweise muss ich ausgerechnet an dieser Stelle dem System doch mal ein winziges bisschen Demokratie zugestehen. Wird aber schon gleich wieder relativiert, wenn man bedenkt, dass die Meinung der Massen massiv von der Regierung beeinflusst wird.
| Zitat von dreambot: |
| Zitat von Abfallverwertung: |
| Insofern dürfte die "Flüchtlinge-raus!"-Fraktion sogar die "Refugees-Welcome!"-Kreischer bejubeln, denn dadurch wird die westliche Tradition der Doppelmoral sehr gründlich gepflegt |
. Ich verstehe nicht, was du damit meinst. |
Gerade hier im Westen ist Doppelmoral nun mal weit verbreitet und in diesem Fall beziehe ich diese darauf, dass man zwar öffentlichkeitswirksam Flüchtlingen, aber nicht den anderen Bedürftigen hilft. Und da durch eben diese Widersprüchlichkeit eine europäische Tradition gepflegt wird (was die "Asylgegner" ja fordern), müssten sie strenggenommen ihren Gegnern gratulieren.
| Zitat: |
| Das ist tragisch, jedoch ist die negative, bürgerliche Freiheit des Arbeitskraftverkaufens und verwertet Werdens immer noch weniger schlimm als die komplette Unfreiheit in einer Region, in der man große Armut erlebt oder sogar politisch verfolgt wird. |
Trotzdem haben die Flüchtlinge auch eine andere Möglichkeit: Sie könnten sich zusammenschließen und nicht in ein bestehendes System flüchten sondern sich ein neues aufbauen. Aber das kann man von einer Durchschnittsmasse natürlich nicht erwarten.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Abfallverwertung am 29.12.2015 20:32.
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| Aber etwas anders betrachtet: Schafft einfach die Grenzen, Kulturen und Religionen in den Köpfen ab und es gäbe keine Kriege und damit Kriegsflüchtlinge mehr. Umweltflüchtlinge vielleicht, aber sonst? |
Ich würde dir da gerne zustimmen, aber ich glaube so funktioniert das nicht. Sich einfach hier im Westen, in einem sicheren wohlhabenden land, in dem des sowohl Grenzen, Kultur und Religion gibt, hinzustellen und zu sagen schafft das ab, dann werden sich die Araber (natürlich nicht nur die) nicht mehr bekriegen. Merkst du die Denkfehler? Es sind gar nicht mal so sehr die Grenzen, Kulturen und Religionen die für die Kriege verantwortlich sind, im übrigen betrachte ich das auch mehr als Symptome unterschiedlich stark ausgeprägter Geisteskrankheit und Wahnhaftigkeit. Aber das ist ein anderes Thema. Was viel entscheidender ist, sind die Umstände und Strukturen und wie diese entstehen konnten und wodurch sie begünstigt werden. Warum gibt es in Europa keine Kriege mehr, wo doch auch bei uns noch Grenzen, Kulturen und Religionen fest in Köpfen verankert sind. (Wobei lezteres eher weniger, dafür Nationalismus um so stärker und religion wurde eher durch Konsum ersetzt.) Konsumieren jedoch genauso wie sich über Konsum aufregen, kann man nur dort wo man keine wichtigeren Probleme hat. Um unseren first world problems zu entfliehen genügt vielleicht Kosum aus, woanders braucht man womöglich etwas härteres. (Neben Drogen vorallem Religion und Fanatismus.)
Religiöser Fanatismus geht meistens kriegerischen auseinandersetzungen vorraus und entsteht in der Regel aus Elend, Armut und schlechten und unmenschlichen Lebensbedingungen, sowie durch empfundene Ungerechtigkeit. Wir Europäer haben nur deshalb keine Kriege mehr bei uns, weil diese Umstände überwiegend beseitigt und wir mit der neuen Religion des Konsums ruhig gestellt werden. Aber ich behaupte (auch wenn mir da Weinhaus und konsorten widersprechen mögen) das unser Wohlstand und die Strukturen die dafür sorgen dass wir in raltivem Wohlstand leben und es bei uns sicher ist, die selben sind, die dafür sorgen dass andere Menschen im Elend leben müssen und sich daher fanatischen Ideen zuwenden. Es sind Strukturen die ein großes Machtgefälle erzeugen sowie ein hohes Ungleichgewicht in der weltweiten Vermögensverteilung. Die selbe ungleiche Verteilung von Besitz und Wohlstand existiert zudem innerhalb einer jeden Nation, auch in hier Deutschland und ist damit ein Hauptgrund auch für Fanatismus bei uns, der sich unter anderem bemerkbar macht an rechtsradikalen Strömungen.
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Ich lehne die Grundübereinkunft des Gemeinwesens ab, insbesondere die Überbewertung von Besitz.
“All authority of any kind, especially in the field of thought and understanding, is the most destructive, evil thing. Leaders destroy the followers and followers destroy the leaders. You have to be your own teacher and your own disciple. You have to question everything that man has accepted as valuable, as necessary.”
„Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?“
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@Shinobi: Du hast absolut recht. Mir fällt tatsächlich erst jetzt auf, dass es sich eher um Symptome als Ursachen handelt, ohne Ironie.
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| Ich bin nicht nur Atheist, sondern Anti-Theist. Religion wird in fast allen Fällen, von Konversionen mal abgesehen, ungefragt und unfreiwillig im Kindesalter aufkonditioniert. Nur wenige Menschen sind unbeeinflusst "gläubig". Doch sobald man eine Religion in einem hierarchischen System grasieren lässt, werden sich ihre Werte und Normen zwangsweise in der jeweiligen Gesellschaft durchsetzen. Ich sehe es als unmöglich an, Staat und Religion zu trennen, darum muss mindestens eines der beiden Systeme,am besten beide, beseitigt werden. Ich meine nicht, dass Religion grundsätzlich eliminiert werden sollte, aber auf jeden Fall sollten Kinder nicht gegen ihren Willen (in dem Alter kann man das eh nicht einschätzen) zu deren Übernahme gezwungen werden. Ideal wäre es meiner Ansicht nach, wenn man sich beiläufig und ohne äußeren Druck in die Religion einfindet und sich dann selbst eine unabhängige Meinung darüber bilden kann. |
Absolute Zustimmung. Nur nochmal: ich frage mich, was das mit der Flüchtlingsdebatte zu tun haben soll. x) Das sind doch zwei verschiedene Themen.
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| Ich sehe ihn ähnlich wie Gaddafi oder Hussein (obschon diese wiederum islamistisch waren) an, beide waren nötig, um die verschiedenen Religionen und Kulturen in ihren jeweiligen Ländern vor einem Bürgerkrieg zu bewahren. Wenn Assad jetzt auch noch beseitigt werden würde, wird auch Syrien zum Dauerkrisenherd mutieren. Doch die Außenpolitik sieht ihn nur als einen nützlichen Idioten (Russland, Iran, China) bzw. lästigen Verweigerer (Westen) an, der die syrische Wirtschaft nicht zur kapitalistischen Ausbeutung zur Verfügung stellt. Aber wenn man jene betrachtet, die tatsächlich relevant sind - die Syrer selbst - wäre es vielleicht noch am besten, das Land in einen kurdischen, sunnitischen und einen schiitischen Staat aufzuteilen. Es ist schon schwachsinnig genug, auf dem Sykes-Pikot-Abkommen zu beharren. |
Nur falls du es noch nicht bemerkt haben solltest: in Syrien gibt es bereits einen Bürgerkrieg.
Und das eben ganz genau wegen Assad und gegen Assad. Ja, einige der Oppositionellen sind radikale Islamisten, denen Einhalt geboten werden muss und solange der IS in dieser Gegend herumwütet, wäre es unklug, sich auch noch groß mit der syrischen Regierung anzufeinden. Aber ernsthaft zu glauben, es kann dort so weiter gehen, sobald der IS verschwunden ist... ich weiß ja nicht, es gibt in Syrien eine säkulare Opposition, die mit jedem Recht gegen dieses Regime kämpft und Assad zurecht aus tiefstem Herzen hasst. Zudem ist die syrische Wirtschaft doch schon längst kapitalistisch, was denn sonst? Was danach mit Syrien geschehen soll, ist wiederum eine viel interessantere Frage, die aber den eigentlichen Rahmen dieser Diskussion sprengen würde. Auch der Mythos, Gaddafi und Hussein hätten in ihrer Region für "Stabilität" gesorgt, ist ein weit verbreiteter, aber falscher Mythos.
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| Die Linke, ja. Aber meine Kritik richtete sich auch eher an die restliche Politik (vor allem die CDU/CSU, Grüne und SPD) und besonders die Masse der Gutmenschen und Spießer, die das alles gefühlt eher aus Gruppenzwang und Konformitätsstreben gutheißen. |
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| Gerade hier im Westen ist Doppelmoral nun mal weit verbreitet und in diesem Fall beziehe ich diese darauf, dass man zwar öffentlichkeitswirksam Flüchtlingen, aber nicht den anderen Bedürftigen hilft. Und da durch eben diese Widersprüchlichkeit eine europäische Tradition gepflegt wird (was die "Asylgegner" ja fordern), müssten sie strenggenommen ihren Gegnern gratulieren. |
Ich wollte damit sagen, dass die meisten Politiker und "Wir sind die gute Mitte"-Leute eben nur vorgeben, sich ach so sehr für die Flüchtlinge einzusetzen. Gegen einen Höcke mit seinen völkisch-nationalen Stammtischparolen, der in einer TV-Show eine Deutschlandfahne auf seinen Sessel legt, während es eigentlich um Hass und Gewalt gegen Flüchtlinge geht, kann jeder gute Sprüche raushauen, das ist so einfach wie einem 3 Jährigen Kind den Lolli wegzunehmen. Aber wirklich für die Geflüchteten selbst interessieren sich doch die wenigsten Leute. Wenn man die teilweise partypatriotische Aufmachung der "Willkommenskultur" gesehen hat, weiß man doch, worum es eigentlich ging.
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| Trotzdem haben die Flüchtlinge auch eine andere Möglichkeit: Sie könnten sich zusammenschließen und nicht in ein bestehendes System flüchten sondern sich ein neues aufbauen. Aber das kann man von einer Durchschnittsmasse natürlich nicht erwarten. |
Dafür hat aber der Großteil keine Mittel. Die Produktionsanlagen für die Waren, die die Menschen zum Leben brauchen, existieren nunmal fast ausschließlich in den Händen von Unternehmen und Unternehmen gibt es eben nur im Kapitalismus. Sicher gibt es gewisse Ausnahmeregionen, in denen sich die Menschen teilweise von den kapitalistischen Zwängen lösen konnten wie beispielsweise in Teilen Kurdistans. Das ist aber leider nur ziemlich marginal, aus den von mir oben genannten Gründen.
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| Nur nochmal: ich frage mich, was das mit der Flüchtlingsdebatte zu tun haben soll. x) Das sind doch zwei verschiedene Themen. |
Wen interessiert es in der Unity denn bitte, ob man beim Thema bleibt?
Nun ja, wir hatten eben gerade über den Islam debattiert. Und irgendwo weicht man bei der Flüchtlingsdebatte zwangsläufig darauf ab.
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| ur falls du es noch nicht bemerkt haben solltest: in Syrien gibt es bereits einen Bürgerkrieg. Augenzwinkern Und das eben ganz genau wegen Assad und gegen Assad. Ja, einige der Oppositionellen sind radikale Islamisten, denen Einhalt geboten werden muss und solange der IS in dieser Gegend herumwütet, wäre es unklug, sich auch noch groß mit der syrischen Regierung anzufeinden. Aber ernsthaft zu glauben, es kann dort so weiter gehen, sobald der IS verschwunden ist... ich weiß ja nicht, es gibt in Syrien eine säkulare Opposition, die mit jedem Recht gegen dieses Regime kämpft und Assad zurecht aus tiefstem Herzen hasst. Zudem ist die syrische Wirtschaft doch schon längst kapitalistisch, was denn sonst? Was danach mit Syrien geschehen soll, ist wiederum eine viel interessantere Frage, die aber den eigentlichen Rahmen dieser Diskussion sprengen würde. Auch der Mythos, Gaddafi und Hussein hätten in ihrer Region für "Stabilität" gesorgt, ist ein weit verbreiteter, aber falscher Mythos. |
Das einzig logische, was die "internationale Staatengemeinschaft" tun kann, ohne ihr eigenes System zu verändern, ist, zunächst Assad mit den sogenannten "moderaten Rebellen", wobei ich ehrlich gesagt bezweifle, dass es davon eine kritische Menge gibt, zu versöhnen und dann gemeinsam mit einer Assad+Russland+Iran+NATO (auch und besonders die Türkei, die den IS ja gegenüber Assad bevorzugt) den Daesh zu besiegen. Das geht selbstverständlich nur militärisch. Die Ideologie kann man nur beseitigen, wenn es im Islam mal wenigstens so jemanden wie Luther geben würde. Danach sollte jedenfalls in der Türkei, Irak, Syrien und auch im Libanon eine große Volksabstimmung über die Grenzen und die Regierung durchgeführt werden. Das hat die ach so tolle "internationale Staatengemeinschaft" dann zu akzeptieren, der Willen der Masse zählt doch angeblich in der "Demokratie" auch vor irgendwelchen dummen Abkommen vor 100 Jahren, oder?
Laut Wikipedia ist die Mehrzahl der Anti-Assad-Rebellen übrigens islamistisch eingestellt und die FSA war bis vor etwa 2 Jahren zudem auch mit dem IS alliiert, es handelt sich um ein Bündnis von Islamisten und... Sekulären? Das kann irgendwo nicht passen. Wer wahrhaft sekulär ist würde sich in Syrien eher mit den Kurden oder Assad verbünden, aber nicht mit Islamisten.
Der Bürgerkrieg begann jedenfalls nicht einfach so. Am Beginn des ganzen stand der "arabische Frühling", der zweifellos vom Westen unterstützt wird - nur kooperiert Assad eben nicht mit dem Westen, um die Beziehungen nach Moskau zu bewahren und muss deshalb entfernt werden. Auch Libyen und Irak wurden erst durch amerikanische Aggression "befriedet" bzw. bis heute in Bürgerkriege geschleudert.
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| Ich wollte damit sagen, dass die meisten Politiker und "Wir sind die gute Mitte"-Leute eben nur vorgeben, sich ach so sehr für die Flüchtlinge einzusetzen. Gegen einen Höcke mit seinen völkisch-nationalen Stammtischparolen, der in einer TV-Show eine Deutschlandfahne auf seinen Sessel legt, während es eigentlich um Hass und Gewalt gegen Flüchtlinge geht, kann jeder gute Sprüche raushauen, das ist so einfach wie einem 3 Jährigen Kind den Lolli wegzunehmen. Aber wirklich für die Geflüchteten selbst interessieren sich doch die wenigsten Leute. Wenn man die teilweise partypatriotische Aufmachung der "Willkommenskultur" gesehen hat, weiß man doch, worum es eigentlich ging. |
Es wirkt so, dass die meisten Menschen, die Flüchtlinge tatsächlich aktiv unterstützen dies auch nur tun, um gesellschaftliche Anerkennung zu erhalten und nicht aus Überzeugung.
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| Dafür hat aber der Großteil keine Mittel. Die Produktionsanlagen für die Waren, die die Menschen zum Leben brauchen, existieren nunmal fast ausschließlich in den Händen von Unternehmen und Unternehmen gibt es eben nur im Kapitalismus. Sicher gibt es gewisse Ausnahmeregionen, in denen sich die Menschen teilweise von den kapitalistischen Zwängen lösen konnten wie beispielsweise in Teilen Kurdistans. Das ist aber leider nur ziemlich marginal, aus den von mir oben genannten Gründen. Augenzwinkern |
Die ganze Geschichte mit Kurdistan finde ich ein bisschen komisch. Einerseits bezeichnet sich ein Großteil von denen als kommunistisch und für Feministinnen dürfte das wohl ein Wunderland sein, aber warum die dann ausgerechnet von Amerika unterstützt werden, kann ich mir nicht erklären.
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| @Shinobi: Du hast absolut recht. Mir fällt tatsächlich erst jetzt auf, dass es sich eher um Symptome als Ursachen handelt, ohne Ironie. |
Hat bei mir auch so seine Zeit gebraucht, bis ich das verstanden habe.
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| Die ganze Geschichte mit Kurdistan finde ich ein bisschen komisch. Einerseits bezeichnet sich ein Großteil von denen als kommunistisch und für Feministinnen dürfte das wohl ein Wunderland sein, aber warum die dann ausgerechnet von Amerika unterstützt werden, kann ich mir nicht erklären. |
Temporär wurden schon so einige Gruppen und Regime von den USA unterstützt, meist aber auch genauso schnell wieder fallen gelassen oder bekämpft, sobald sie nicht mehr den Interessen der USA dienlich waren, oder sich die Interessen der USA änderten. Die Nato lässt aber auch zu dass die Kurden, die ja eigentlich eine art Bündnispartner im Kampf gegen die Daesh sind, von einem anderen Bündnispartner nämlich der Türkei bekämpft werden, was ziemlich zwiespältig ist.
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Ich lehne die Grundübereinkunft des Gemeinwesens ab, insbesondere die Überbewertung von Besitz.
“All authority of any kind, especially in the field of thought and understanding, is the most destructive, evil thing. Leaders destroy the followers and followers destroy the leaders. You have to be your own teacher and your own disciple. You have to question everything that man has accepted as valuable, as necessary.”
„Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?“
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Logisch wäre höchstens, das die NATO einen kurdischen Staat für wahrscheinlich hält und deswegen von Anfang an versucht, ihn auf Westkurs zu bringen. Aber falls es dazu kommt, wird es wirklich "Isch mach dich Messer" seitens der Türkei geben...
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Soeben durfte ich erfahren, dass meine Mutter, ohne mich zu fragen oder es mir mitzuteilen, meine alte Wii an die Tochter von diesem Maler verschenkt hat. Ich habe das Ding zwar seit 2 Jahren nicht mehr benutzt, aber der Kerl hat doch selbst genug Geld (obere Mittelschicht) und ich hätte wenigstens bei Ebay oder so ein bisschen was dafür bekommen können.
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Skandal!
Erobere sie zurück.
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Streng genommen könnte man das nun als gemeinen Diebstahl betrachten, andererseits gehe ich mal stark davon aus, dass deine Mutter dir die Konsole ursprünglich mal gekauft und sie dir dann geschenkt hat? Darauf zu bestehen einen Gegenstand weiter ungenutzt zustauben zu lassen, wärend andere diesen nutzen könnten, nur weil es dein Eigentum ist, ist doch sehr Kapitalistisch... Ich stimme dir jedoch zu dass dieser Maler seiner Tochter sicher selbst eine solche Konsole hätte kaufen können. Offensichtlich versucht sich deine Mutter beliebt zu machen. Im schlimmsten Fall will sie den Maler heiraten und ihr lebt zukünftig in einer Patchwork familie, mit dem Maler und seiner Tochter zusammen. Aber sieh es Positiv, dadurch wandert die Konsole gewissermaßen wieder in deinen Besitz und ihr müsst dann auch nicht mehr in die Platte ziehen.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Shinobi am 30.12.2015 12:58.
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Ich lehne die Grundübereinkunft des Gemeinwesens ab, insbesondere die Überbewertung von Besitz.
“All authority of any kind, especially in the field of thought and understanding, is the most destructive, evil thing. Leaders destroy the followers and followers destroy the leaders. You have to be your own teacher and your own disciple. You have to question everything that man has accepted as valuable, as necessary.”
„Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?“
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Oh, dieser Maler ist Tanzpartner meiner Mutter. Die Tochter ist allerdings 18 und dementsprechend bezweifle ich, dass sie wiederum die Wii - auf der noch meine gesamten Daten gespeichert sind, was meine Mutter natürlich nicht wahrnimmt - benutzen würde. Auf mich wirkt es aber tatsächlich so, dass der Maler was von meiner Mutter will, obwohl sie einen Freund hat.
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Jetzt hat der Maler es endgütlig verkackt. Er hat "versehentlich" die Haustür offengelassen, so dass eine von "meinen" beiden Katzen (ausgerechnet die, die mir wichtiger ist) nach draußen entkam und jetzt seit 2 Stunden nicht mehr auffindbar ist. Doch anstatt bei der Suche zu helfen, fährt er 5 Minuten später nach hause. Fick dich...
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Ach bei dem wetter kommen die muschis schnell zurück.
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