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Arne, meinst du den Blogartikel "Zähmung der fickenden Unterschicht" - ich fand' den ja super!
...und was so Typen wie "Arno Dübel" angeht - man, hasse ich so 'ne abartige Stimmungsmache!
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Ja, den Artikel meine ich. Nun ja, Geschmäcker sind eben verschieden. Da ist nix irgendwie stilmäßig drin, was mich anspricht, außerdem kann ich den lesen, wie ich will, ich lese nix an Fakten außer den Gedankenspielen, die der Autor sich macht.
Das ist dann als Literatur interessant, wenn man die verarbeitet, aber als sachliche Artikel mag ich sowas einfach nicht. Und als Satire ist der einfach nicht witzig.
Interessanter fände ich mal eine Betrachtung eben, dass die Evolution nunmal durch Fortpflanzung durchsetzt, was sie durchgesetzt haben will und das ist eben nicht Guido Westerwelle. Und auch Frau Merkel ist eben kinderlos geblieben. Zu den Betrachtungen, dass btw jede Geburtenkontrolle wünschenswert wäre aus ökologischer Sicht, habe ich auch nix entdeckt.
Und ganz davon abgesehen, kann es eh nix schaden, wenn die Deutschen aussterben.
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Also, ein paar Sachen muss ich jetzt auch erstmal hinterfragen, weil die hier wirklich nur psotuliert sind und ich zumindest nicht weiß, ob das stimmt.
Erstmal bei Xoc:
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In Afrika haben sie eher Probleme mit der Versorgung der Grundbedürfnisse ziemlich viele Revolutionen. Ist mir bislang entgangen, dass ihnen das geholfen hat. |
Ich bin jetzt auch kein Experte in afrikanischer Geschichte. Nur wüsste ich jetzt in der Zeit, in der ich lebe nur so ca. 4 Revolutionen, die man auch so nennen kann, die in Afrika stattfanden.
Und davon haben zwei imo tatsächlich dauerhaft die Lebensbedingungen der Mehrheit der Bevölkerung erheblich verbessert. Nachdem in Südafrika die Apartheid verschwunden ist, ist der Lebensstandard der Schwarzafrikaner da erheblich gestiegen. Materiell nicht unbedingt all zu stark (obwohl auch bemerkbar), aber vor allen Dingen in allen Bereichen, was die Teilhabe an allen Punkten des öffentlichen Lebens anbelangt. Das ist ein Unterschied für die wie zwischen Tag und Nacht. Da muss Dir wirklich was entgangen sein, wenn Du meinst, dass das der schwarzafrikanischen Bevölkerung in Südafrika nix gebracht hätte.
Gleiches galt noch, wenn auch nicht dauerhaft noch für Bevökerung in Zimbabwe, nur war das hier nicht so dauerhaft wie in Zuidafrika, da sich dort jetzt eben einfach Erscheinungen einer typischen korrupten Regierungsstruktur bemerkbar machen. Da hatten wir anfänglich erhebliche Verbesserungen auch materieller Art für die schwarzafrikanische Bevölkerung, die waren aber eben nicht so angelegt, dass es dauerhafte Verbesserungen gegeben hätte. Im demokratischen Bereich ist es sicherlich immer aber noch besser für die große Mehrheit der Bevölkerung wie unter der Apartheidsregierung, allerdings sind auch auf dem Wege erreichte Fortschritte wieder abgebaut worden.
Gleiches gitl für Äthiopien. Da waren anfangs auch nach der Beseittigung vom Kaiser Haile Selassie durchaus positive wirtschaftliche Veränderungen durch die sozialistische regierung bemerkbar, die sind aber durch eine Dürrekatastrophe und die dann folgende westliche Unterstützung von eritreischen Terroristen letztendlich alles wieder zunichte gemacht worden. Die Situation dort ist tatsächlich fast wieder so wie zu Zeiten Haile Selassie. Die Regieurng brach dann zwar auch Anfang der 90er völlig zusammen, aber die Situation hat sich seitdem nicht besonders geändert. Positiv ist in Äthiopien aber seit der Revolution wohl geblieben, dass es eines der Länder ist, in der wenig Kriminalität oder Terrorismus oder sowas gab, was in anderen afrikanischen Ländern der Region wohl üblicher ist.
Das vierte Land, in dem so etwas wie eine Revolution stattfand, zumindest wird sie so im Land selber bezeichnet und die wirklich extrem was verändert hat, ist Lybien.
Da ist wirklich ein ziemlich angenehmer Staat wohl entstanden, in dem zwar von demokratischen Rechten nicht all zu viel da ist, zumindest gibt es da Tabuthemen, die den "Revolutionsführer" und seine Familie anbelangen, aber die haben es wirklich geschafft, die Alphabetisierung durchzusetzen, wirklich eine Schulpflicht einzuführen, die auch durchsetzbar war und ein Sozialsystem zu schaffen, das ähnlich westlicher Staaten aufgebaut ist, zum Teil sogar noch fortschrittlicher ist. Das ist auch der einzige Staat, in dem der Islam die Mehrheit hat und dennoch die Frauenrechte relativ unproblematisch sind, fast eine Gleichberechtigung besteht (zumindest von gesetzlicher Sicht aus, von der Bevölkerung natürlich noch nicht vollständig angenommen).
Allerdings muss man dann auch dazu sagen, dass man eben nicht das recht auf freie Meinungsäu0erung von fanatischen Islamisten unbedingt zu den Kriterien machen sollte, um fetszustellen, dass es "etwas gebracht hat". Ich denke, dass die da auch in erster Linie in Gefangenschaft ihre Tage verbringen dürfen und Herr Gaddafi nicht allzu diskussionsbereit sein dürfte.
Alle anderen sachen sind nunmal Unabhängkeitskriege oder entsprechende Bürgerkirege aufgrund der Unabhängigkeit, maximal noch Stammeskriege oder sonstige Bürgerkriege gewesen oder aber meistens Militärputsche, aber mit etwas, was man "Revolution" nennen konnte, hatte das meistens nie geendet.
Sonst müsstest Du mal erläuetrn, was Du darunter verstehst.
Und auch
| Zitat: |
Ok, wenn du gerne hierzulande bleiben willst, dann sind die Erfahrungen, dass wenn die Leute Not haben und man versucht kommunistische Revolution zu machen, ein Hitler an die Macht kommt. |
Naja, Ebert muss man nun nicht unbedingt Hitler nennen. Eine kommunistische oder marxistische Revolution von unten fand nur 1918 mal versuchsweise statt und die endete eben damit, dass Ebert durch Scheidemann die Republik ausrufen ließ. In Bayern endete das ganze dann auch wieder mit Militärputschen und ähnlichem und es folgte eine bürgerliche Regierung mit Hoffmann und von Kahr.
Okay, man kann natürlich sagen, dass SPD-Regierungen unweigerlich zu Hitler führen, aber das halte ich dann doch für etwas eindimensional.
Jetzt noch zur Bildung an sich:
Bildung gab es in Deutschland aber schon zumindest hier viel bessere als heutzutage.
Auf jeden Fall gab es preiswertere. Studiengebühren gibt es afaik erst seit 2 Jahren, bis dahin war in der BRD und in der DDR sowieso das Studium frei zugänglich, war maximal in der BRD in einigen Fächern durch Leistungsanforderungen begrenzt.
Und vom Schulsystem war wohl auch zumindest in der DDR früher wesentlich mehr möglich. Die DDR hatte das Schulsystem, das später von Finnland übernommen wurde und lt. dieser PISA-Test heute das beste der Welt ist. Man muss zumindest sagen, dass da Bildung für alle freier und auch materiell abegsicherter zugänglich war als heute.
Und ob die Leute noch blöder geworden sind als früher:
Das ist eben eine Frage, wie man das definiert.
Richtig ist, dass beim Fernsehprogramm in erster Linie auch quantitativ eben viel zugenommen hat. Es gab, als man drei Programme hatte, eben manchmal keine Möglichkeit auf irgendeinen Schwachsinn auszuweichen. da gab es Zeiten, da machten alle Sender nur Politsendungen und dann musste man sich das anschauen oder was anderes an dem Abend machen.
Dadurch kam schon etwas mehr Niveau zusammen als früher. Heinz Schenk war eben nur am Samstagnachmittag da für diejenigen, die sich nicht für die Bundesliga interessierten. Aber Rudi Carell oder Hans Rosenthal waren auch nicht geistreicher als DSDS, soweit ich das beurteilen kann, maximal anders.
Was eben anders war, war die soziale Situation.
Und die wirkt sich eben auch auf den Intellekt der Bürger aus. Mit knurrenden Bauch oder mit Angst vor der Zukunft lernt es sich eben nicht so gut und noch seltener hat man Zeit, sich über Alternativen für die Zukunft Gedanken zu machen, wenn man gar keine richtige vor Augen hat. Dadurch dass die Mehrheit der Gesellschaft nicht mehr materiell proportional so gut ausgestattet ist wie das früher war, insbesondere in den Jahren der sozialliberalen Koalition in den siebzigern, sind die materiellen Vorgaben oftmals nicht vorhanden für jeden, überhaupt ein kritisches Bewusstsein zu entwickeln, wie er seine eigene Situation einschätzt und wie er evtl. nötige Veränderungen für sich und ggf. auch die Gesellschaft erreichen kann.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Arne Reload am 24.03.2010 01:26.
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Yeah, das sieht nach einer gute Idee aus ein paar hundert Atombomben über Städten zu zünden, insbesondere, wenn das Bomben sind, die in 100 km Entfernung noch alles durch einen EMP lahm legen, das nur mal so vorweg ...
Und Arne, wenn mich nicht alles täuscht sind da immer noch Rebellionen im Gange, nennt man auch Bürgerkrieg, wenn nicht alle dafür sind. Die würde ich auch dazu zählen, es sind ja nicht nur erfolgreiche Rebellionen Rebellionen.
Ingesammt kann man sagen, dass Afrika zwar recht viele Rebellionen hat und hatte, aber die Lebenbedingungen da eher zu den schlechtesten der Welt gehören. Asien hat sich ganz anderes entwickelt.
Der Kapp-Putsch vom März 1920, Roter Frontkämpferbund, Oktoberrevolution in Russland, Zunahme der Stimmen der KPD, damals war Kommunismus etwas, was tatsächlich vorstellbar war, dass es kommt. Natürlich stärkt das rechte Parteien, ist ja sogar heute noch so, dass vor allem in den USA gerne versucht wird die kommunistische Gefahr an die Wand zu malen um zu punkten. Sogar hier macht man das teilweise.
@Kjarthan: Da ich mich regelmässigem Fernsehkonsum verweigere bin ich da nicht mehr auf dem Laufenden. Es wird auf jeden Fall nicht besser, das durchschnittliche Niveau, die Menge an einfach verfügbaren qualitativ hochwertigen Sachen hat aber extrem zugenommen, gerade im Internet.
Scheint aber eher dazu zu führen, dass sich vor allem Spinnerein ausbreiten, man findet eben für jeden Mist auch genügend, die es einem bestätigt, das ging früher nicht so einfach.
Ich sehe einfach keinen Grund anzunehmen, dass es eine Verschwörung ist, wenn man es auch ohne Probleme ohne erklären kann. Gerade Fernsehen zeigt das sehr gut, die haben recht harte Konkurenz, da kann man sicher sein, dass sie sich anstregen Sachen zu zeigen, die die Leute sehen wollen. Bildungssendungen sind in aller Regel sehr billig zu produzieren, das wäre sicher nicht das Problem, die will nur kaum jemand sehen.
Oder einfach mal die Youtube Hits von Videos vergleichen ...
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"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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dian unregistriert
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Hast ja gleich ganz ordentlich mit den Effekten vom Movie Maker rumgespielt...
Was Aufmachung und Musikauswahl angeht, habe ich nichts zu meckern. Wobei die Musik sicher nicht jedermanns Geschmack sein wird.. aber ich mag sie, und es sollen ja auch verschiedene Geschmäcker angesprochen werden durch solche Videos, und nicht nur allein die Punkrock-Fraktion.
Bildauswahl ist gut... aber das große "Fotosearch", das auf manchen Bildern steht, stört mich dann schon etwas. Wenn du die Googlebildersuche nimmst, findest du eigentlich auch immer schnell gute Ergebnisse ohne Wasserzeichen. Im Idealfall nimmst du Bilder von ausländischen Seiten (also englische Suchbegriffe eingeben), dann minimiert das auch die Wahrscheinlichkeit, Ärger wegen dem Copyright zu bekommen.
und was den Text angeht, noch schnell drei Fehler, die mir aufgefallen sind:
- Es muss natürlich "Hofnarr" heißen, nicht Hoffnarr.
- "Denn" statt "den" bei "Denn das ist euer Lohn"
- "Ihr SEID im Arsch" mit D, nicht mit T.
Ansonten aber wirklich ok für den ersten Versuch.
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O.k. Ich und die Deutsche Gramatik werden wohl nie Freunde
Danke für die tips, werde da in Zukunft drauf achten,
Wie gesagt war der erste Versuch.
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Es heißt: "Die deutsche Grammatik und ICH!!!"
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Hansi unregistriert
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Vor vielen Jahren wollte mich das Arbeitsamt auch mal auf so einen total schwachsinnigen Kurs schicken.
Man stelle sich vor: Die haben die Dreistigkeit einen Mitte 20jährigen auf einen zweiwöchigen Kurs "Microsoft Word" zu schicken!
Anstelle zu fragen, ob ich das überhaupt brauche, wird man da mit der klassichen Rechtsbelehrung hingeschickt. Nach dem ersten Tag, an dem ich mir vorkam wie in der Sonderschule, ließ ich mich für den Rest der Zeit krankschreiben. Der Arzt, dem ich die Wahrheit sagte, hat auch nur mit dem Kopf geschüttelt.
Da wird man als Computerfreak, der seit vielen Jahren auch mit Word arbeitet, in ein Klassenzimmer voller 40jähriger Bauarbeiter und Hausfrauen gesteckt, die es toll finden, endlich mal an einem
Computer sitzen zu dürfen.
Wieviele Millionen kostet es wohl dem Staat, unzählige Arbeitslose in vollkommen sinnlose Maßnahmen zu schicken?
Besser nich drüber nachdenken, was man sinnvolles mit der Kohle machen könnte...
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Hansi unregistriert
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Also ich weiß nicht, aber wer da nicht an Verschwörungstheorien glauben mag, ist selber Schuld.
Das geht doch schon seit langer Zeit nicht mehr mit rechten Dingen zu, was in unserem Land (und in der ganzen westlichen Welt) stattfindet.
Millionen Bürger werden in die Armut gekickt und die Politbonzen interessiert das einen Scheiß.
Mit Neusprech und sonstigen Frechheiten wird eine größere Versklavung und Verblödung denn je vorangetrieben - ich glaube es einfach nicht, dass ein einzelner Mann hinter dem Allem steckt - das ist viel zu perfide und zu genial auf eine perverse Weise.
Was ist aber die größere Krankheit? "Arbeitslos" sein oder von "Neun bis Fünf" schuften bis man in die Kiste fällt?
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Also, einmal zu den Kursen:
Da kann man sich schon gegen wehren. Ich kenne genug, die einfach auf den Argen so auftreten, dass sie die nie zu solchen Kursen schicken würden, weil die wissen, die würden da den ganzen Kurs versauen.
Evtl. sollten Arbeitsloseninitiativen solche Kurse mal anbeiten, wie man sich den ganzen Scheiß vom Hals hält. Bekommt man wahrscheinlich nicht von der Arge finanziert, sondern muss das über Bildungswerke des DPWVs machen.
Ich würde mal bei der örtlichen Rosa-Luxemburg-Stiftung nachfragen.
| Zitat: |
Original von Kjarthan
Was ist aber die größere Krankheit? "Arbeitslos" sein oder von "Neun bis Fünf" schuften bis man in die Kiste fällt? |
Wohl eher die, das man einen Widerspruch zwischen den beiden sieht und nicht glaubt, dass man auch arbeitslos sein kann und von neun bis fünf schuften kann, bis man in die Kiste fällt bzw. man auch offiziell einer Arbeit nachgehen kann und dennoch nicht schuften muss. Manche Jobs erfordern auch nur Belastbarkeit, mehr nicht.
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Sehe ich genauso, Arne. Ich für meinen Teil habe einen angenehmen Teilzeitjob und dann noch mein Nebengewerbe. Beides Dinge, die Spaß machen.
Und warum? Weil ich mich konsequent weigere, mich an einen Lebensenergie-raubenden Job zu versklaven. Das macht nämlich überhaupt keinen Sinn. Und den Scheiß (welchen man nicht braucht) den man sich dann davon kaufen kann... nein danke...
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Naja, ich würde Lebensenergie nun auch nicht als etwas so unbedingt notwendiges betrachten, was ich zur Lebensverlängerung brauche.
So alt will ich gar nicht werden, ich will mich nur nicht langweilen und danach suche ich mir die Jobs aus, auch, wenn sie manchmal an die Grenzen meiner Belastbarkeit gehen.
Ich habe mal Bankkaufmann gelernt, glücklicherweise war das die verkürzte Ausbildung für Abiturienten, das ging damals noch in 1 1/2 Jahren. Schon die Vorstellung, dass das drei Jahre gehen würde (wie bei den Realschülern), war der Horror für mich. Ich kann sowas z.B. überhaupt nicht nachvollziehen, dass man bei so einer Bürokacke oder Verkaufskacke irgendwie Spaß haben kann. Ich hatte aber auch Kollegen, mit denen das dennoch Spaß machte, zusammenzuarbeiten, weil die eben so drauf waren, das denen das gefiel.
Vorschreiben würde ich das auch niemanden, was er toll finden soll und was nicht.
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