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Engel des Süden

Engelskind im Exil

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5- Stunden Woche 24.11.2008 23:03 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich quote hier einmal den Text zur 5 Stunden Woche als Diskussionsgrundlage.

Quelle

Berechnung der 5-Stunden-Woche

Die Ursache von Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit ist die Überproduktionskrise! Wir haben zuviel hergestellt. Der Markt ist hoffnungslos übersättigt. Und der Witz ist, daß wir in den Bereichen Produktion, Verteilung und Soziales für den heute allgemein üblichen Lebensstandard in der BRD durchschnittlich 5 Stunden Arbeit pro Woche aufwenden müssen.

Das heißt, wir erhalten für unsere Lohnarbeit einen Gegenwert, der unter Gesichtspunkten der Güterwirtschaft in 5 Stunden pro Woche erzeugt werden kann. Der "Rest" der geleisteten Lohnarbeit sind die Gewinne der Kapitaleigner und die Kosten der Institutionen, die für sie den Mehrwertabzug vornehmen und militärisch sichern.

Wie können wir den güterwirtschaftlichen Gegenwert der Lohnarbeit rechnerisch bestimmen?

Ausgehend von den Zahlen im Statistischen Jahresbuch 1988 berechnen wir die Menge der notwendigen Arbeit, die wir für den heutigen Luxus und Lebensstandard aufbringen müssen. Zur notwendigen Arbeit zählen wir die Sozialleistungen, Produktion- und Verteilungsarbeiten.


Zum Sozialwesen gehören u.a. die Bereiche:
Gesundheits- und Veterinärwesen, Reinigung usw.

Zur Produktion gehören:
Land- und Forstwirtschaft, Tierhaltung und Fischerei;
Energie- und Wasserversorgung sowie Bergbau (Arbeiter);
Verarbeitendes Gewerbe (Arbeiter); Baugewerbe;
Angestellte aus Energie- und Wasserversorgung sowie dem Verarbeitenden Gewerbe. Das sind Meister, Techniker, Ingenieure sowie die Angestellten, die zur Arbeitsorganisation notwendig sind.


Zur Verteilung gehören:
Verkehr und Nachrichtenübermittlung

Mit den Erwerbstätigenzahlen aus dem Statistischen Jahresbuch zu den aufgezählten Wirtschaftsbereichen kommen wir auf eine 18,6-Stunden-Arbeitswoche.


------

Diese 18,6 Stunden klingen zwar schon recht gut, aber mehr als ein Anfang sind sie nicht, denn auch die Lebensdauer unserer Gebrauchsgüter ließe sich mit Leichtigkeit um ein Vielfaches erhöhen. Es liegt nahe, daß dies gerade die Menschen einer Herrschaftsfreien Gesellschaft tun werden, weil sie ihre Güter für ihren eigenen Bedarf herstellen. Denn kein Mensch besitzt ein Interesse, für den Schrottplatz zu produzieren. ---

In der heutigen Konsumgesellschaft hingegen werden zur Aufrechterhaltung des Waren-Geld-Kreislaufes selbst die Gebrauchsgüter auf die Ebene der Verbrauchsgüter abgestuft. Ihre Lebensdauer wird erheblich verringert, indem entweder bewußt Sollbruchstellen eingebaut oder Fertigungstechniken nicht verwandt werden, die ihre Lebensdauer erheblich verlängern würden.

Beispiele sind folgende:

1. Glühbirnen. Ihre Lebensdauer kann auf ein Menschenalter ausgedehnt werden.
2. Glas. Es wird schlagfest durch langsames Abkühlen.
3. Autos. Eine Fahrzeugkarosserie aus rostfreiem Blech hält mindestens 200 Jahre!

Aus der Langlebigkeit der Gebrauchsgüter folgt, weniger Güter müssen hergestellt werden!

Das bedeutet:

==> Weniger Fabriken
==> Weniger Rohstoffverbrauch
==> Weniger Arbeit

Weiter könnte durch die gezielte Verwendung von Mischtechniken z.B. die Lebensdauer von Explosionsmotoren auf etwa 150 Jahre ausgedehnt werden. Verwenden wir nun Wasserstoff als Energieträger, so können wir auch die umweltfreundlichen Wasserstoffmotoren in unseren Autos oder in unseren Kraftwerken zur Gewinnung der Elektrischen Energie einsetzten. Wasserstoff kann in den Wüsten der Erde in Wind-, Aufwind- und Sonnenkraftwerken gewonnen werden. Wasserstoff als Energieträger steht uns also in unbegrenzten Mengen zur Verfügung, womit wir auch das heutige Energieproblem gelöst haben.

Das heißt, daß wir nicht nur weniger arbeiten, sondern auch auf dem besten Wege sind, unsere Umweltprobleme zu lösen! Und zwar mit einer 12,4 Stunden Arbeitswoche mit erheblich besseren Arbeitsbedingungen für jeden von uns, wenn wir die Produktion auf die Langlebigkeit unserer Gebrauchsgüter ausrichten.

------

Nun zum nächsten Berechnungsschritt. Gehen wir davon aus, daß sich die Mitglieder einer Herrschaftsfreien Gesellschaft von den von ihnen gemeinsam hergestellten Gütern nach ihren materiellen Bedürfnissen befriedigen - und davon, daß die durchschnittliche Arbeitsmenge um 3/4 sinken wird, dann entfällt praktisch die Rush-Hour. Denn jeder wird da arbeiten, wo er wohnt und nicht mehr längere Fahrwege für eine besser bezahlte Arbeit in Kauf nehmen. Das heißt, die langen Fahrwege zur Arbeit werden entfallen.---


Aber nicht nur die langen Arbeitswege, sondern auch die heutige Urlaubsindustrie wird entfallen. Denn wenn die Arbeitsmenge auf 1/4 des heutigen Wertes sinkt, werden die Menschen in Ruhe das Land bereisen und dort verweilen und mitarbeiten, wo es ihnen gefällt! Das heißt, wenn sie das wollen.

Insgesamt bedeutet der Wegfall der Rush-Hour und der Urlaubsindustrie:

==> Weniger Transportmittel,
==> weniger Fabriken,
==> weniger Straßen und somit
==> weniger Arbeit,


wobei unter diesen Gesellschaftsbedingungen nach unseren Berechnungen nur noch 10 Stunden pro Woche gearbeitet wird!

Auf die ungeheueren Rohstoffeinsparungen, den Umweltschutz und die Steigerung der Lebensqualität brauchen wir an dieser Stelle wohl nicht in besonderem Maße hinweisen!

------

Die Folgen unserer bisherigen Überlegungen für die Energiewirtschaft liegen klar auf der Hand.

Langlebige Güter, Einsparungen bei den Transportmitteln, weniger Straßen, weniger Fabriken sowie Energieeinsparungen in den Haushalten und bei anderen Kleinverbrauchern bedeuten weniger Energieverbrauch und somit weniger Arbeit in der Energiewirtschaft!

Insgesamt bedeutet dies mit den Zahlen aus dem Statistischen Jahresbuch, daß nur noch 9,78 Stunden pro Woche gearbeitet wird!


------


Berücksichtigen wir nun, daß in der alten BRD von 61,5 Mio. Menschen nur 30 Mio. zum Erwerbstätigenpotential gehören. Die meisten Nichterwerbstätigen (Behinderte und Rentner) würden liebend gern wieder 10 Stunden pro Woche arbeiten, um ihrem Leben wieder einen Inhalt und ein Ziel zu geben. Mit ihnen werden 41,8 Mio. Menschen erwerbstätig sein. Das sind 2/3 der Bevölkerung der alten BRD, wobei nun jeder der 41,8 Mio. Erwerbstätigen nur noch 6,9 Stunden pro Woche arbeiten darf!

------

Beziehen wir nun die Möglichkeit der Vollautomatisierungstechnologien, das heißt vollautomatische Fließbandstraßen, Schiffe und Fahrzeuge mit einem über Satellit gesteuerten Verkehrsleitsystem etc., mit ein, so stehen jedem von uns nur noch 4,91 Stunden Arbeit pro Woche zu.

------

Eine derartig niedrige Wochenarbeitszeit wird eine tiefgreifende Gesellschaftsumwälzung hervorrufen, in der unser Verhältnis zur Arbeit und zum Menschen einer grundlegenden Veränderung unterworfen ist.

Spätestens mit 4,91 Stunden Arbeit pro Woche verliert die Arbeit ihre Zwanghaftigkeit. Unsere angeborene Ruhe- und Rastlosigkeit wird uns antreiben, sich mit den Dingen zu beschäftigen, die Spaß machen.

An diesem Punkt angelangt, ist zu erwarten, daß die Arbeit in einer Herrschaftsfreien Gesellschaft allein aus dem Bedürfnis des Menschen nach einer sinnvollen Tätigkeit erledigt und sie deshalb nicht mehr als Arbeit empfunden wird. Hiermit haben wir die Null-Stunden-Woche erreicht.


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Ich teile diesen Text gleich noch einmal in Teile ein, damit eine Diskussion zielgerichtet erfolgen kann, der ganze Text dient, um den Zusammenhang einmal komplett zu lesen und zu begreifen großes Grinsen

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Engel des Süden

Engelskind im Exil

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RE: 5- Stunden Woche 24.11.2008 23:10 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

So erster Teil zur Diskussion:

- Was haltet Ihr davon, was klingt unstimmig - das Zahlenmaterial ist aus den statistischen Jahrbüchern und etwas älter, aber ich denke es geht um das Prinzip, weil daran hat sich ja wenig geändert großes Grinsen
- Umsetzbar, wenn ja wie - wenn Nein, was fehlt dazu
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Zitat:

Berechnung der 5-Stunden-Woche

Die Ursache von Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit ist die Überproduktionskrise! Wir haben zuviel hergestellt. Der Markt ist hoffnungslos übersättigt. Und der Witz ist, daß wir in den Bereichen Produktion, Verteilung und Soziales für den heute allgemein üblichen Lebensstandard in der BRD durchschnittlich 5 Stunden Arbeit pro Woche aufwenden müssen.

Das heißt, wir erhalten für unsere Lohnarbeit einen Gegenwert, der unter Gesichtspunkten der Güterwirtschaft in 5 Stunden pro Woche erzeugt werden kann. Der "Rest" der geleisteten Lohnarbeit sind die Gewinne der Kapitaleigner und die Kosten der Institutionen, die für sie den Mehrwertabzug vornehmen und militärisch sichern.

Wie können wir den güterwirtschaftlichen Gegenwert der Lohnarbeit rechnerisch bestimmen?

Ausgehend von den Zahlen im Statistischen Jahresbuch 1988 berechnen wir die Menge der notwendigen Arbeit, die wir für den heutigen Luxus und Lebensstandard aufbringen müssen. Zur notwendigen Arbeit zählen wir die Sozialleistungen, Produktion- und Verteilungsarbeiten.


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Land- und Forstwirtschaft, Tierhaltung und Fischerei;
Energie- und Wasserversorgung sowie Bergbau (Arbeiter);
Verarbeitendes Gewerbe (Arbeiter); Baugewerbe;
Angestellte aus Energie- und Wasserversorgung sowie dem Verarbeitenden Gewerbe. Das sind Meister, Techniker, Ingenieure sowie die Angestellten, die zur Arbeitsorganisation notwendig sind.


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dian
unregistriert
25.11.2008 12:34 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich bin überzeugt davon, dass eine radikale Veränderung der Wochenarbeitszeit theoretisch durchführbar wäre...
Ob's jetzt genau eine 5-Stunden-Woche sein muss, sei mal dahingestellt. Man darf ja auch nicht unter den Teppich kehren, dass es Menschen gibt, die es als Quals empfinden würden, nur 5 Stunden in der Woche einen Sinn in ihrem Leben zu haben. Augenzwinkern
Also wer mehr arbeiten will, soll das natürlich tun dürfen.
Diese fleißigen Arbeitstiere müssten dann nur noch von ihrem "Ich arbeite mehr, also will ich auch viel mehr verdienen als die anderen"-Trip runterkommen. Es zwingt sie ja schließlich dann auch keiner mehr dazu, so viel zu arbeiten.

Allerdings sehe ich große Probleme bei der praktischen Umsetzung dieser Idee.
Es ist in unserer heutigen Gesellschaft ein regelrechtes Tabuthema.
Diejenigen, die sich darüber Gedanken machen, sind immer nur einzelne Freaks, die keiner ernst nimmt.
Schaut man in die "seiösen" Medien, wird kein Wort über solche Ideen verloren.
Kapitalismuskritik in der Öffentlichkeit besteht heutzutage größtenteils darin, Menschen zu zeigen, die mit heulenden Gesichtern vor den Werkstoren stehen und darum betteln, ihren Job behalten zu dürfen...
es geht um böse Heuschrecken, die Firmen übernehmen und ausbluten lassen, und es geht vielleicht auch noch ein bisschen um Mitspracherecht in den Betrieben.
Aber radikal die Arbeitszeiten verändern?
Wenn heute in einer Gewerkschaft jemand auch nur eine 30 Stunden-Woche fordert, wie vielleicht vor zehn oder zwanzig Jahren mal, dann steckt man den heutzutage doch gleich in die Gummizelle!

Da kann man noch so viele logische Argumente auf den Tisch legen...
kann noch so darauf hinweisen, wie viel unnützes Zeug heutzutage produziert wird... wie viele Menschen den ganzen Tag lang nix anderes machen als Produkte zu bewerben, die keiner haben will, oder wie viel Arbeitskraft für sinnlose Verwaltungs- und Büroaufgaben vergeudet wird.
Es interessiert die Menschen einfach nicht.
Sie wollen sich nicht einmal auf den theoretischen Gedanken einlassen... vielleicht auch, weil viele insgeheim Angst davor haben, dass ihr Leben seine klaren Strukturen verliert, wenn sie mal plötzlich für den größten Teil ihres Tages selbst verantwortlich wären.

Wir versuchen, Sklaven zu befreien, die eigentlich gar nicht frei sein wollen... die eigentlich schon völlig zufrieden wären, wenn sie von ihren Aufpassern zukünftig ein bisschen weniger ausgepeitscht werden würden.
Nur als Kinder... da wollten vermutlich nur die wenigsten solche Sklaven sein.
Irgendwann zwischen der Kindheit und ihrem Dasein als pflichtbewusster Erwachsener ist etwas mit ihnen passiert.
Das ist der Punkt, wo man meines Erachtens ansetzen müsste... Verhindern, dass mit den zukünftigen Kindern das selbe passiert wie mit den meisten Kindern der vergangenen Jahrzehnte...
verhindern, dass sie im negativen Sinne "erwachsen" werden. Denn wenn sie erstmal erwachsen sind, empfinden sie Gedanken über eine 5-Stunden-Wochen ohnehin nur noch als "unvernünftig" und "verrückt".
Seneca
unregistriert
25.11.2008 13:21 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich denke, dass hier wichtige Punkte völlig außer Acht gelassen werden:

1. Die Berechnung dieser 5 Stundenwoche basiert auf dem Denkfehler, dass man durch den Wegfall der Überproduktion anteilig Zeit einsparen könnte. Dem ist nicht so. Wenn ich statt 200 nur 100 Autos produziere, spare ich NICHT die Hälfte der Zeit, da gewisser "Zeitverlust" stückzahlunabhängig eintritt.

2. Der "Mitnahmeeffekt" wird außer Acht gelassen. Kurze Erklärung zu diesem Effekt: Wenn ich eine Straße baue, um LKW darauf fahren zu lassen, dann steht mir diese ohne Aufpreis auch für PKW zur Verfügung. Wenn ich mir einen Staubsauger kaufe für meine Wohnung, dann kann ich ohne Anschaffungsmehraufwand auch mein Auto damit aussaugen etc etc....
Ihr geht jedoch davon aus, dass ich auf alles, was ich im einen Bereich nicht mehr benötige, verzichten könnte.
Lebensmittel, alltägliche Verbrauchsgüter und andere nützliche Dinge werden jedoch oftmals im selben LKW transportiert wie Werbe CDs, Gartenzwerge, hässliche Weihnachtsdeko und andere Dinge, auf die man verzichten könnte. Es wäre also arg kurzsichtig, zu behaupten wir könnten uns diesen LKW einsparen.

quaid

their law


25.11.2008 15:51 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

zu1) das verstehe ich nicht so recht. die anzahl der herzustellenden dinge müsste doch proportional zur benötigten zeit sinken.
das ganze mal abgesehen davon das man den punkt der überproduktion wahrscheinlich nicht genau feststellen könnte.

zu2) die herstellerfabriken für autos werden ja zur zeit gedrosselt, stellen nicht mehr so viel her. die leute sparen ihr geld lieber in finanzschwachen zeiten, als es für autos auszugeben. wo ist der mitnahmeeffekt bei einem auto?
was den transport von z.b. lebensmitteln angeht, so denke ich, dass dies zur einberechnung in den wahrscheinlichsten feststellpunkt der überproduktion gehört; entsprechend der frage "wann produzieren wir zuviel, wann wird es sowohl direkt als auch indirekt (mitnahmeeffekt) nicht mehr gebraucht?"
es ist ja nicht so, dass überflüssige, existierende transport-lkw's aus dem verkehr gezogen werden. die werden eher in betrieb bleiben, bis sie ihren dienst geleistet haben und ersetzt werden.
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Seneca
unregistriert
25.11.2008 18:06 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von quaid
zu1) das verstehe ich nicht so recht. die anzahl der herzustellenden dinge müsste doch proportional zur benötigten zeit sinken.
das ganze mal abgesehen davon das man den punkt der überproduktion wahrscheinlich nicht genau feststellen könnte.


Die Zeit sinkt nicht proportional zur Produktionsrate. Back mal 4 Bleche Pizza. Dafür brauchst du inkl einkaufen und allem vllt 2 Stunden.
Und dann back mal nur eins, nach deiner Theorie müsstest du in einer halben Stunde fertig sein. Viel Erfolg. großes Grinsen


Zitat:

zu2) die herstellerfabriken für autos werden ja zur zeit gedrosselt, stellen nicht mehr so viel her. die leute sparen ihr geld lieber in finanzschwachen zeiten, als es für autos auszugeben. wo ist der mitnahmeeffekt bei einem auto?


Der Effekt liegt hier nicht im Fahrzeug selbst, sondern in der Produktion. Zulieferfirmen der Automobilindustrie können zum Beispiel mit ihren Maschinen (die sie über die Autoindustrie finanziert haben) auch andere Teile kostengünstig herstellen, die in anderen Bereichen benötigt werden. Fährt man die Autoproduktion herunter, werden auch diese Teile teurer und aufwändiger herzustellen.

Engel des Süden

Engelskind im Exil

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25.11.2008 18:35 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Seneca

Die Zeit sinkt nicht proportional zur Produktionsrate. Back mal 4 Bleche Pizza. Dafür brauchst du inkl einkaufen und allem vllt 2 Stunden.
Und dann back mal nur eins, nach deiner Theorie müsstest du in einer halben Stunde fertig sein. Viel Erfolg. großes Grinsen



Nicht in jedem Fall sinkt die Zeit proportional, das ist korrekt.
In vielen Bereichen der linearen Produktion - jedoch ja
Um da genau zu differenzieren müsste man sich die einzelnen Bereiche genauer anschauen, da hast Du absolut recht.


Zitat:
Original von Seneca

Der Effekt liegt hier nicht im Fahrzeug selbst, sondern in der Produktion. Zulieferfirmen der Automobilindustrie können zum Beispiel mit ihren Maschinen (die sie über die Autoindustrie finanziert haben) auch andere Teile kostengünstig herstellen, die in anderen Bereichen benötigt werden. Fährt man die Autoproduktion herunter, werden auch diese Teile teurer und aufwändiger herzustellen.


Warum die Herstellung aufwendiger wird, kann ich nicht ganz nachvollziehen - meiner Meinung nach könnte sie sogar einfacher werden, wenn Maschinen nicht zur Nutzung anderer Dinge - mehrfach umgerüstet werden müssten.

Die Aussage das etwas "teurer" wird spielt Volkswirtschaftlich (darum geht es in dieser (nennen wir es mal) Utopie keine Rolle. Geld ist in einer geschlossenen Volkswirtschaft (Bezug der Utopie) nicht zu berücksichten, weil es den Kreislauf nicht verlässt.
Die abgekoppelte Betrachtung der Güterwirtschaft (effektiver Wohlstand) von der Geldwirtschaft (virtueller Wohlstand) kann ja erst zu Maßnahmen führen, die die Notwendigkeit - von Überproduktionen entbehrlich macht, genauso wie die später behandelte sinnlose Umwandlung von Gebrauchsgüter in Verbrauchsgüter.

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Seneca
unregistriert
25.11.2008 19:13 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Dass Geld im Prinzip keine Rolle spielt ist richtig. Dennoch lohnt sich der Aufwand, gewisse "Dinge" anzuschaffen nur dann, wenn sie effektiv, d.h. möglichst viel genutzt werden. Tut man das nicht, bekommt man ein Problem.
Der Aufwand, die Dinge zu produzieren, die man nicht einspart wird dann nämlich ungleich höher.

Wenn du zB sagst man spart Autos ein und setzt einerseits vllt auf öffentlichen Nahverkehr, andererseits darauf, dass man weniger Autos produzieren muss, dann darf man eben nicht übersehen, dass es unrentabler wird Produktionsmaschinen bei geringeren Stückzahlen zu betreiben und der Aufwand unangemessen hoch.
Wenn an einer Produktionsstraße 10 Leute arbeiten und du produzierst nur noch die Hälfte, dann kannst du vllt 2-3 Leute heimschicken, aber keine 5. Du wirst die gleiche Anzahl an Maschinen brauchen, die in ihrem Unterhalt nicht dadurch günstiger werden, dass sie weniger produzieren, eine Maschine herzustellen bleibt der gleiche Aufwand nur ihr Einsatz wird unrentabler.

Engel des Süden

Engelskind im Exil

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25.11.2008 19:48 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Seneca


Wenn du zB sagst man spart Autos ein und setzt einerseits vllt auf öffentlichen Nahverkehr, andererseits darauf, dass man weniger Autos produzieren muss, dann darf man eben nicht übersehen, dass es unrentabler wird Produktionsmaschinen bei geringeren Stückzahlen zu betreiben und der Aufwand unangemessen hoch.
Wenn an einer Produktionsstraße 10 Leute arbeiten und du produzierst nur noch die Hälfte, dann kannst du vllt 2-3 Leute heimschicken, aber keine 5. Du wirst die gleiche Anzahl an Maschinen brauchen, die in ihrem Unterhalt nicht dadurch günstiger werden, dass sie weniger produzieren, eine Maschine herzustellen bleibt der gleiche Aufwand nur ihr Einsatz wird unrentabler.


Auch da gebe ich Dir recht - im Idealfall -kann man aber ganze Produktionslinien schliessen und an anderen Standorten dafür die Kapazitäten ausnutzen, aber immer wird das nicht gehen und eine Fabrik wird wahrscheinlich immer unter Limit arbeiten.

Offtopic: Irgendwie bekomme ich gerade das Grinsen nicht aus dem Gesicht - da planen wir das was das Neoliberale Kapitalistenpack macht - nur mit einem viel viel besseren Ansatz großes Grinsen über die Verteilung der Vorteile des ganzen - da können sich in der Utopie sogar noch die ganzen Rationalisatoren verwirklichen großes Grinsen , wenn sie nichts anderes tun wollen ^^

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