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Anarchist

anarchistische Gemeinschaft

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15.06.2012 14:26 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

In der Idee des Kommunismus gibt es keine Führer. Aber Stalin und Konsorten waren Führer und die errichteten Ordnungen waren diktatorisch.
Zur Provokation(ohne Bezug): Wenn Dir einer in ein Glas kackt, es verschraubt und mit Nuss-nougat-creme bezeichnend etiketiert.
Du Dir ein Brot damit schmierst, es probierst und behauptest, Nuss-nougat-creme schmecke scheußlich.
Dann kann ich nur sagen, das Du das schlicht nicht beurteilen kannst!

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Xoc

lol

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15.06.2012 23:49 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat von einAnarchist:
Ähnlich der irreführenden Frage, ob nun das Huhn oder das Ei zuerst da war.


Ich verstehe völlig deinen Punkt und mir ist auch klar, dass das symbolisch gemeint ist, aber wollte mal anmerken, dass diese Frage entgegen der landläufigen Meinung sehr einfach zu beantworten ist:
Es war ganz klar das Ei zuerst da. Hühner stammen (indirekt) von den Dinosauriern ab und die haben bereits Eier gelegt. Was auch immer wir genau als erstes Huhn bezeichnen wollen: Es schlüpfte aus einem Ei.

Zitat von reset :
evolution ist eher zufall. zufällige mutationen in der genetischen datenbank. das ergebnis wird dann von "uns" bewertet. manche als fortschritt und die anderen zufälligen mutationen als krankheit oder behinderung oder sonst irgendetwas als in dieser leistungsgesellschaft als schlecht angesehenes.


Evolution ist eher das Gegenteil von zufällig. Es produziert mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bessere Replikatoren. Der Zufall der Mutationen ist zwar in der biologischen Evolution gegeben, aber keineswegs notwendig. Systematische statt zufällige Variationen wären genauso hinreichend. Der entscheidende Punkt ist, dass es genügen Variationen gibt, nicht, dass sie zufällig sind.

Zitat von Daniel Roth :

1) entweder man gibt dem leben einen hohen stellenwert. dann sind humane menschen mit empathie und hilfsbereitschaft viel wert. sie können ein faires miteinander schaffen und den gleichgerechtigkeitssinn bedienen.

2) oder man orientiert sich an der natur, der offenbar nur das überleben (des stärkeren) wichtig ist. dann sind egoisten, die nur auf ihren eigenen vorteil bedacht und dabei sehr erfolgreich sind, viel wert. menschen mit gesunden genen, geringer anfälligkeit für krankheiten und sonstige gebrechen, mit kombinationsfähigkeit, intelligenz, kraft.


Ähm, ohne dich jetzt angreifen zu wollen, das ist eine recht verschrobene Sichtweise der Evolution, die ich eher im 3. Reich anzutreffen vermuten würde.

Gerechtigkeitssinn, Empathie und Hilfsbereitschaft sind Produkte der Evolution, nicht irgendwie ihr Gegenteil.

In der Evolution geht es nicht um den Egoismus der Menschen (oder Tiere). Es sind die Gene, die egoistisch sind, weil Gene es sind, die kopiert werden, nicht Menschen. Und weil Menschen fast alle Gene teilen, ist "selbstlose" Kooperation im egoistischen Eigeninteresse der Gene.

"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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reset



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15.06.2012 14:22 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat von einAnarchist:
Verzeiht meine sarkastische Bemerkung von oben, welche bedauerlicher Weise nahelegt, wie im Kapitalismus andere Lebensformen behandelt und gewertet werden, wie auch die Mensch auf ihren wirtschaftlichen Nutzen reduziert werden!
Einem Faschist ist es möglich, Menschen verschieden zu bewerten und auch nur ein Faschist kann Beleidigung empfinden, weil er es für möglich hält, herabgesetzt zu werden und andere herabsetzen zu können!
Ein Mensch kann nicht herabgesetzt werden, da sein eigentliches Wesen, sein Kern ein liebevolles ist. Da spielt es keine Rolle, ob dieser vielleicht lesen kann oder nicht! Da spielt es keine Rolle, ob er durch Herrschaft, durch schwere Formen der Misshandlungen verroht oder allgemein pervertiert wurde. Da spielt es keine Rolle, ob er dabei vielleicht in der Lage ist, die durch Missbrauch entstandene Angst mit Bewusstheit zu lösen oder nicht.


aus dem grund können leute mich auch nicht mehr beleidigen. es is mir so scheiß egal was andere über mich denken oder sagen.

hast du schön auf den punkt gebracht.
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deldenker

Freund der Nacht

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15.06.2012 14:38 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich weiß, was die ursprüngliche Idee des Kommunismus ist.

"Einige Menschen in diesem Land sind sehr reich, aber die meisten von euch sind sehr, sehr arm. Und wisst ihr wieso? Weil ihr alle faule Säcke seid! Euer Land braucht Geld. Aber ihr könnt leider nicht genug Geld beschaffen. Also sag ich euch, was wir tun müssen: Wir werden die Krankenhäuser zumachen und den Leuten Arbeit geben und mehr Raketen herstellen!!"
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Anarchist

anarchistische Gemeinschaft

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15.06.2012 14:51 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat von deldenker:
Ich weiß, was die ursprüngliche Idee des Kommunismus ist.


Deshalb auch (ohne Bezug). Wir kacken uns regelmäßig gegenseitig ins Glas. Wie mit Begriffen wie "Freiheit und Demokratie". Das klingt wie Birne und Stechapfel, wie Luft und Käfig... smile

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deldenker

Freund der Nacht

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15.06.2012 15:00 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich denke auch, dass man erstmal eine grundsätzliche Diskussion darüber führen sollte, wer was wie bezeichnet, bevor man über so etwas spricht wie "Stalin = Kommunimus" oder "Demokratie = Freiheit" etc. Allerdings schien mir weder der Thread besonders geeignet, noch wollte ich den Post unnötig in die Länge ziehen.

Ich für meinen Teil meine, bisher jede Scheiße gerochen zu haben, bevor ich sie schlucken konnte und unterstelle das den Meisten anderen hier auch. Außerdem habe ich genug davon, sich gegenseitig ans Bein zu pissen, beziehungsweise in Glas zu kacken, solange man noch genug anderen Mist hat, den man runterwürgen muss.

If the kids...

"Einige Menschen in diesem Land sind sehr reich, aber die meisten von euch sind sehr, sehr arm. Und wisst ihr wieso? Weil ihr alle faule Säcke seid! Euer Land braucht Geld. Aber ihr könnt leider nicht genug Geld beschaffen. Also sag ich euch, was wir tun müssen: Wir werden die Krankenhäuser zumachen und den Leuten Arbeit geben und mehr Raketen herstellen!!"
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Anarchist

anarchistische Gemeinschaft

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15.06.2012 15:37 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Den Anarchismus betreffend, kann gesagt sein, das noch nie in der Geschichte der Menschheit ein Anarchist einen Stein gegen einen anderen Menschen schleuderte.
Das Anarchisten noch nie Waffen gegen andere richteten.
Warum? Nun, weil es unvereinbar mit der selbigen Idee ist. Weil Anarchie der Zustand der Abwesenheit von Herrschaft ist! Das, wenn ich einen Stein gegen einen anderen schleudere, ich die Gesundheit und das Wohlbefinden anderer beherrsche, mich ihnen aufzwinge. Bei der Waffe zwinge ich mich ihnen auf, beherrsche ihren Willen, bedrohe ihr Leben, ihre Integrität.
Die Lösung heißt Leben!
Leben, weil wir veränderbare, im ständigen Wandel befindliche Wesen sind. Weil wir empört sein können. Weil wir zum Widerstand genötigt werden!
Dann bin ich kein Anarchist. Dann bin ich mitfühlender Mensch! Dann kann ich es nicht ertragen, wie meine Mitmenschen unterdrückt, misshandelt und ausgebeutet werden.
Dann leiste ich Widerstand, der nichts mit Anarchie zu tun hat. Denn Anarchie ist Aufmerksamkeit. Anarchie ist das lebendige und liebevolle Wesen in uns!

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deldenker

Freund der Nacht

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15.06.2012 15:49 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Anarchist zu sein, heißt aber auch, sich nichts alles gefallen zu lassen.
Wenn die Anarchisten in Spanien sich nicht gegen Franco gewehrt hätten, hätte der schon 3 Jahre früher seinen Faschismus auf der iberischen Halbinsel durchsetzen können. Ich finde es in Ordnung, als Anarchist Waffen zu gebrauchen, solange der Zweck gut ist. Lieber Faschisten erschießen und in einem anarchosyndikalistischem Paradies leben, als selbst erschossen zu werden, nur weil man Anarchist ist.

Was natürlich nicht heißen soll, dass ich Gewalt generell gut finde (so nach Fight Club-Art ist aber schon okay). Die Anarchos in Spanien waren nur ein Beispiel, gibt sicher weitere, wo Faust aufs Maul besser wirkt als labern und gewaltloser Widerstand.


Weitergehend sollte aber zu dem Thema lieber ein neuer Topic eröffnet oder ein alter genutzt werden, sonst wird das zu OT:

"Einige Menschen in diesem Land sind sehr reich, aber die meisten von euch sind sehr, sehr arm. Und wisst ihr wieso? Weil ihr alle faule Säcke seid! Euer Land braucht Geld. Aber ihr könnt leider nicht genug Geld beschaffen. Also sag ich euch, was wir tun müssen: Wir werden die Krankenhäuser zumachen und den Leuten Arbeit geben und mehr Raketen herstellen!!"
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Anarchist

anarchistische Gemeinschaft

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15.06.2012 16:19 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Wenn sich bewaffnete Truppen einer anarchistischen Gemeinschaft aufzwingen, dann hebt dies den Zustand der Abwesenheit von Herrschaft auf.
Dann ist Herrschaft, die Widerstand bei bewussten Menschen hervorruft.
Anarchie wäre ein Zustand, indem Menschen ihre Waffen haben können, ohne genötigt zu sein, sie gegen andere zu verwenden.
Wo vielleicht jeder Mensch seine Waffe hat, mit der er trainiert, mit der er gar eins wird. Harmonischer Umgang mit konzentrierter Kraft, sozusagen.
Warum ich dies eigentlich schrieb, war die Einsicht über konterrevolutionäre Momente, der Verquickung von Ausgangslage und eigentlicher Möglichkeiten.

Im Grunde: Anarchie + (-Herrschaft) = Widerstand
Bei auftretender Herrschaft fehlt der Anarchie die Freiheit. Die Sehnsucht nach ihr wird so, über Liebe, zum Widerstand.

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Anarchist am 15.06.2012 16:40.



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frEIdenker

southpark sagt mehr aus,als die nachrichten


15.06.2012 22:46 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

ich als anarchist lehne gewalt ab,es sei denn,ich schütze mich und/oder andere vor gewalt!
wenn wer mit einer waffe vor mir steht,mich erschießen will,ich aber einen stein habe,würde ich ihn werfen!!!
Anarchie bedeutet auch sich gegen wem zu wehren,der mir seine ideologie,religion... aufdrängen will.

"'Es gibt keine Atheisten in Schützenlöchern' ist kein Argument gegen den Atheismus, es ist ein Argument gegen Schützenlöcher."james marrow
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deldenker

Freund der Nacht

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16.06.2012 00:08 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Indeed, reset.
Wenn ich in einer funktionierenden, anarchistischen Gesellschaft leben würde, würde ich den Teufel tun und einem arroganten Arschloch von Militärdiktator wieder einfach das Feld überlassen.
Wenn Francos Armeen auf händchen haltende Hippies gestoßen wäre, hätten die gelacht, ihre KZs noch früher hochgezogen und losgelegt.
Was die drei Jahre Bürgerkrieg gebracht haben, ist der Beweis, dass eine anarcho-syndikalistische Gesellschaft nicht nur in reinen Agrar-Staaten funktioniert:
In den drei Jahren wurde das Land mit aufklärerischen Zeitungen überschwemmt, Hunger und Arbeitslosigkeit abgeschafft, die Macht der Kirche zumindest für einen längeren Zeitraumen zerschlagen, viele Schulen wurden gegründet, Analphabetismus wurde erfolgreich bekämpft, allein in der Rüstungsindustrie wurde die Produktion um 40% erhöht. Und das so gewaltfrei, wie man es sich nur vorstellen kann. Den ehemaligen Kapitalisten und Großgrundbesitzern, also den offensichtlichen Gründen für die Armut der Gesellschaft, wurde ein Platz in der Mitte der Anarchisten angeboten - als freier Arbeiter. Oder sie wurden ausgewiesen. etc, etc.
Erst als die Kapitalisten wiederkamen und die modernen Fabriken und erfolgreichen Landwirtschaftskommunen zerstörten, herrschte wieder Hunger und die Produktion erlebte einen unglaublichen Rückfall, von dem sich Spanien erst in den 60er Jahren wieder erholte.

Ich denke nicht, dass eine anarchistische Gesellschaft erfolgreich sein kann, wenn sie jedem dahergelaufenen Spinner politische Macht zugesteht. Anarchismus bedeutet für mich, eine anarchistische Gesellschaft zu erschaffen, die sich selbst erhält. Und es ist die brutale Realität, dass immer wieder Arschlöcher auftauchen können, die man nur mit Gewalt hindern kann, ihre menschenverachtenden Ideen in die Tat umzusetzen.
Es müsste doch auch in eurem Sinne sein, dass man mit wenig Gewalt von Anarchisten, viel Gewalt von Diktatoren verhindert.

Zitat von reset:
general franco (welcher zu beginn des bürgerkrieges noch in afrika stationiert war glaube ich)


Damit glaubst du richtig smile

"Einige Menschen in diesem Land sind sehr reich, aber die meisten von euch sind sehr, sehr arm. Und wisst ihr wieso? Weil ihr alle faule Säcke seid! Euer Land braucht Geld. Aber ihr könnt leider nicht genug Geld beschaffen. Also sag ich euch, was wir tun müssen: Wir werden die Krankenhäuser zumachen und den Leuten Arbeit geben und mehr Raketen herstellen!!"
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MMVVII

Virus


14.06.2012 20:28 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Finde die Frage ist bereits die Antwort. Denn genau betrachtet, was bedeutet "Wert". Das etwas für jemand anderen einen bestimmten Wert hat (einen hohen, niederigen,...)

Aber da für den einen etwas sehr wertvoll ist, was für einen anderen widerum quasi wertlos sein kann, ist es somit immer von dem "Berwertenden" abhängig. Wie schon in der Schule sind so manche (eher soagr die meisten / alle?) Bewertungen subjektiv.

Da muss man nurmal ein und die selbe Sache (Mensch, Kunstwerk, whatever) von unterschiedlichen Menschen bewerten lassen. Da wird immer etwas anderes bei heraus kommen.

Welchen Wert hat somit "objektiv" die Bewertung? Genau, keinen größeren als einfach eine Münze zu werfen, wobei der Münzwurf wohl noch genauer sein dürfte.

Schon im Job, diese widerlichen "Bewertungskriterien" von Mitarbeitern. Bäh, was für ein von oben herab dreister Scheiß. Sowas wird meistens doch nur vorgeschoben, um mit sowas wie einer logischen Methode anderen zu erklären wie doof sie sind. Bis die das dann am besten noch selber so sehen.

Stumpfsinn überall.

Da kann man nur noch Knarre Augenzwinkern
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Daniel Roth




14.06.2012 23:16 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

ich finde, es gibt nur 2 wesentliche kriterien, nach denen der wert eines menschen beurteilt werden kann:

1) entweder man gibt dem leben einen hohen stellenwert. dann sind humane menschen mit empathie und hilfsbereitschaft viel wert. sie können ein faires miteinander schaffen und den gleichgerechtigkeitssinn bedienen.

2) oder man orientiert sich an der natur, der offenbar nur das überleben (des stärkeren) wichtig ist. dann sind egoisten, die nur auf ihren eigenen vorteil bedacht und dabei sehr erfolgreich sind, viel wert. menschen mit gesunden genen, geringer anfälligkeit für krankheiten und sonstige gebrechen, mit kombinationsfähigkeit, intelligenz, kraft.

into the darkened sky once more, and ever onwards
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reset



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15.06.2012 00:56 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat von Daniel Roth:


2) oder man orientiert sich an der natur, der offenbar nur das überleben (des stärkeren) wichtig ist. dann sind egoisten, die nur auf ihren eigenen vorteil bedacht und dabei sehr erfolgreich sind, viel wert. menschen mit gesunden genen, geringer anfälligkeit für krankheiten und sonstige gebrechen, mit kombinationsfähigkeit, intelligenz, kraft.


evolution besagt mehr als nur "survival of the fittest".
es gibt zahlreiche beispiele bei denen lebewesen auf diesem planeten zusammenarbeiten. ich glaube kropotkin (oder bakunin) hat darüber ein ganzes buch geschrieben.

evolution ist eher zufall. zufällige mutationen in der genetischen datenbank. das ergebnis wird dann von "uns" bewertet. manche als fortschritt und die anderen zufälligen mutationen als krankheit oder behinderung oder sonst irgendetwas als in dieser leistungsgesellschaft als schlecht angesehenes.

Zitat von frEidenker:
Ob ein linker mehr wert ist als ein rechter?Ich denke schon,denn rechte schließen viel mehr menschen aus und ERMORDEN sie als linke.


also der kommunismus hat mehr opfer gefordert als der nationalsozialismus.
gut, dass ich nicht links oder rechts bin, sondern anarchist.


ZUM THEMA:

wert muss erstmal defniert werden. ich würde die frage nach dem wert gerne erweitern.
wie viel ist ein schwein wert? wie viel ist ein löwenzahn wert? wie viel ist ein tropfen wasser wert?
wenn man das in betracht zieht wird die frage erst richtig interessant. aber auch komplizierter. finde ich zumindest.

ich kann diese fragen nicht beantworten. wenn ich wirklich ehrlich bin (nicht nur zu anderen sondern auch zu mir selbst) und alles in betracht ziehe dann gibt es für mich einfach kein maß nach dem ich diese fragen beantworten kann.
in der praxis sieht das dann aber leider anders aus. das bemerke ich ständig. ein nazi kriegt von mir sofort auf die fresse. da gibt es eigentlich nie diskussionen. bei einem kommunist mit hammer und sichel button an der kappe ist das anders.
ich esse keine tiere und will es auch mal irgendwann schaffen vegan zu leben, gleichzeitig wird jedes insekt was mir zu nahe kommt gnadenlos zertreten oder sonst wie getötet.

theorie und praxis zu vereinen fällt mir oft noch sehr schwer, aber meine entwicklung ist ja noch nicht zu ende.

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von reset am 15.06.2012 01:01.

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Daniel Roth




15.06.2012 09:37 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
evolution besagt mehr als nur "survival of the fittest".
es gibt zahlreiche beispiele bei denen lebewesen auf diesem planeten zusammenarbeiten. ich glaube kropotkin (oder bakunin) hat darüber ein ganzes buch geschrieben.

evolution ist eher zufall. zufällige mutationen in der genetischen datenbank. das ergebnis wird dann von "uns" bewertet. manche als fortschritt und die anderen zufälligen mutationen als krankheit oder behinderung oder sonst irgendetwas als in dieser leistungsgesellschaft als schlecht angesehenes.

dann überlebt eben nicht absichtlich sondern zufällig die stärkste, intelligenteste und resistenteste art, oder?
es sind in der entstehungsgeschichte menschenarten ausgestorben, weil es bereits fortschrittlichere arten gab, die effektiver jagen konnten (also im endeffekt intelligenter waren und dessen gehirne wohl leistungsfähiger waren).
womöglich ist es ja beides, also eine kombination. aber wenigstens ein bißchen ist es schon das überleben des stärkeren, denke ich. das geht ja schon aus der tatsache hervor, das ein wesen, das anfällig für krankheiten ist und nicht der schlaueste / stärkste noch dazu, in der natur wesentlich geringere überlebenschancen hat als andere.

Zitat:
also der kommunismus hat mehr opfer gefordert als der nationalsozialismus.

das hätte ich nicht gedacht. wenn ich da so an die systematischen deportationen denke.
hast du dazu eine quelle, wo ich mich mal reinlesen kann?

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deldenker

Freund der Nacht

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15.06.2012 14:08 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat von Daniel Roth:
Zitat:
also der kommunismus hat mehr opfer gefordert als der nationalsozialismus.

das hätte ich nicht gedacht. wenn ich da so an die systematischen deportationen denke.
hast du dazu eine quelle, wo ich mich mal reinlesen kann?



Die kann man sich eigentlich aus Wikipedia zusammensuchen, wenn man keine entsprechende Fachliteratur zur Hand hat.
Der zweite Weltkrieg hat zwischen 50 und 70 Millionen Menschen das Leben gekostet (die meisten Quellen, die ich sonst kenne, sprechen auch von 55 - 60). Dazu kam der Holocaust mit cirka 7 Millionen Juden und anderen Staatsfeinden. Weitere Opfer des WK II lassen sich halt nur schwer schätzen und zusammenzählen; z.B. vergewaltigte Frauen, verkrüppelte Soldaten, etc - aber das ist beim Kommunismus, Sozialismus und Kapitalismus auch nicht anders.

Beim Kommunismus (solange du die UdSSR kommunistisch nennst), glänzte Stalin von 1936 - '38 mit der Großen Säuberung (Großer Terror) mit 1,5 Millionen Landsleuten und in der Geschichte der Ukraine lesen wir von 4 Millionen verhungerten Ukrainern (oder auch 6-7 Millionen). Dazu kommen nochmal 2 Millionen, die in anderen stalinistischen Staaten verhungert sind.
Mao Zedong schaffte es mit seinem "großen Sprung nach vorn" zwischen 16 und 46 Millionen Menschen sterben zu lassen (die Zahlen schwanken, weil man die Opferzahlen unterschiedlich berechnet und es zu der Zeit auch Dürre und Überschwemmungen gab; allerdings wird als entscheidender Grund die fehlerhafte Wirtschaftspolitik genannt).

Der Unterschied ist halt, dass die Opferzahlen der Nazis gut recherchiert werden können und auch oft wurden und dass die Nazis "nur" elf Jahre an der Macht waren. Während die Kommunisten/Sozialisten über Jahrzehnte an der Macht blieben und Nachforschungen manchmal gar nicht gern gesehen sind.
Massenhafte Deportationen brauchst du jedenfalls nicht nur bei den Nazis (und Kommunisten) suchen.

Edit: Ok, Shinobi war schneller Augenzwinkern

"Einige Menschen in diesem Land sind sehr reich, aber die meisten von euch sind sehr, sehr arm. Und wisst ihr wieso? Weil ihr alle faule Säcke seid! Euer Land braucht Geld. Aber ihr könnt leider nicht genug Geld beschaffen. Also sag ich euch, was wir tun müssen: Wir werden die Krankenhäuser zumachen und den Leuten Arbeit geben und mehr Raketen herstellen!!"
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Shinobi

Erneuerung

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15.06.2012 13:18 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@Daniel Roth

[URL]http://de.wikipedia.org/wiki/ Das_Schwarzbuch_des_Kommunismus#Liste_von_Opferzahlen_und_Massenverbrechen[
/URL]

Ich lehne die Grundübereinkunft des Gemeinwesens ab, insbesondere die Überbewertung von Besitz.


“All authority of any kind, especially in the field of thought and understanding, is the most destructive, evil thing. Leaders destroy the followers and followers destroy the leaders. You have to be your own teacher and your own disciple. You have to question everything that man has accepted as valuable, as necessary.”


„Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?“
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frEIdenker

southpark sagt mehr aus,als die nachrichten


15.06.2012 14:40 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
also der kommunismus hat mehr opfer gefordert als der nationalsozialismus.

das überrascht mich auch!

"'Es gibt keine Atheisten in Schützenlöchern' ist kein Argument gegen den Atheismus, es ist ein Argument gegen Schützenlöcher."james marrow
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Shinobi

Erneuerung

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15.06.2012 15:04 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
das überrascht mich auch!


Warum eigentlich, überall wo Gewalt angewandt wird, um Überzeugungen und Ideale anderen aufzuzwingen gibt es Opfer, auf diese Weise wird sich die Menschheit jedenfalls nie aus der Spirale der Gewalt befreien können. Ganz gleich wie gut die Ideologie auch sein mag, für die gemordet wird, ein Mord bleibt ein Mord, das ist eine Tatsache, dabei spielt es auch keine Rolle, ob man ihn für Gerechtfertigt hält, um beispielsweise ein vermeintlich höheres Ideal zu erreichen und eine bessere Welt zu errichten, oder nicht.

Ich lehne die Grundübereinkunft des Gemeinwesens ab, insbesondere die Überbewertung von Besitz.


“All authority of any kind, especially in the field of thought and understanding, is the most destructive, evil thing. Leaders destroy the followers and followers destroy the leaders. You have to be your own teacher and your own disciple. You have to question everything that man has accepted as valuable, as necessary.”


„Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?“
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Shinobi

Erneuerung

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15.06.2012 23:14 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Wenn die Anarchisten in Spanien sich nicht gegen Franco gewehrt hätten, hätte der schon 3 Jahre früher seinen Faschismus auf der iberischen Halbinsel durchsetzen können. Ich finde es in Ordnung, als Anarchist Waffen zu gebrauchen, solange der Zweck gut ist.


3 mit Blut anderer Menschen erkaufter Jahre der Ruhe vor dem Faschismus, rechtfertigen also die Gewalt? Ich denke nicht, dass es so etwas wie gute oder schlechte Gewalt gibt. Der Faschismus ist sicherlich nicht gutzuheißen, aber letztlich sind auch die Faschisten nur Menschen wie du und ich und zudem Opfer ihrer eigenen Ideologie...

Ich weiß nicht ob man sie lieber abknallen soll, anstatt selbst abgeknallt zu werden, da ich selbst noch nie in so einer solchen Situation war, wo ich mein eigenes Leben von einem anderen bedroht sah und zugleich das Leben des anderen Menschen auch in meinen Händen lag. Sicher keine leichte Situation und es wäre gut möglich, dass ich zuerst abdrücke, einfach weil ich nicht sterben möchte, wer will das schon. Aber ich würde nie in einem Bewaffneten Konflikt mitmachen, wo es heißt, andere Menschen die mir fremd sind, die ich gar nicht kenne und die mir eigentlich nichts getan haben, zum Wohle von irgendwas oder irgendwem zu töten. Gewaltlosigkeit ist nicht mit Passivität und Schwäche gleichzusetzen, es ist das Mutigste was man tun kann, sich dem Sinnlosen Morden und der Gewalt zu wiedersetzten und sich dem Kreislauf der Gewalt zu verweigern, den sinnlos ist Gewalt immer, ohne Ausnahme. Und man kann Gewalt auch nicht Rechtfertigen indem man sagt es sei gute Gewalt, wenn es danach ginge, könnte jeder Morden wenn er nur genug gute Gründe dafür findet, oder einen Psychiater, der ihm eine Psychose bescheinigt, durch die er alle Menschen als potenzielle Konkurrenten und Feinde wahrnimmt, die ihm nach seinem Leben trachten, denn ich glaube unter einer ähnlichen Krankheit, leiden die meisten Menschen…

Jedoch wenn ich Zeuge bin, wie ein Mensch einem anderen das Leben nehmen will, oder einem Wehrlosen Wesen etwas zuleide tut, dann würde ich natürlich einschreiten, auch wenn Gewalt schlecht ist und ich sie mir nicht gut reden kann, indem ich mir einrede, sie sei gerechtfertigt, Gewalt bleibt Gewalt, eine einfache Tatsache, egal wie wir diese Bewerten.

Ich lehne die Grundübereinkunft des Gemeinwesens ab, insbesondere die Überbewertung von Besitz.


“All authority of any kind, especially in the field of thought and understanding, is the most destructive, evil thing. Leaders destroy the followers and followers destroy the leaders. You have to be your own teacher and your own disciple. You have to question everything that man has accepted as valuable, as necessary.”


„Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?“
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Unity-Forum » :: Diskussionen :: » Politik & Gesellschaft » Sind manche Menschen mehr Wert als andere?

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