Religionen - Sie haben Regeln, Gebote, Gesetze, Richtlinien, Prinzipien etc. Die Religiösen Wegweiser und die Kritik daran. ( WerBinIch hatte mich gebeten mal ein Thema darüber zu erstellen )
Als kleiner Einstieg mal meine Ansicht:
Religionen erwarten ein bestimmtes Verhalten und beurteilen es.
In dem Christentum gibt es die 10 Gebote, ein ganz interessantes Gebot finde ich
''Du sollst Vater und Mutter ehren ''
Seine Eltern zu ehren wäre dann nach Christentum das moralisch richtige Verhalten, so wie ich das verstehen würde.
Aber was wenn die Eltern ihr Kind schlagen, vergewaltigen oder sonst was mit ihm anstellen?
Je nachdem wie gut man diese Gebote einhält, nach dieser Moral lebt, wird einem dann gesagt man darf in den Himmel oder kommt in die Hölle (vereinfacht ausgedrückt).
Wenn meine Mutter mich also schlägt und es mir irgendwann reicht und ich ihr vor die Füße spucke und sage 'F*ck dich' dann habe ich meine Mutter nicht geehrt, mich moralisch nicht richtig verhalten, oder? Weil wenn diese Gebote so platt niedergeschrieben wurden und weitergeben werden, wird man dann nicht quasi gezwungen es auch so umzusetzen? Oder kann man dann alles Aufdröseln und sagen aber ja es gibt Ausnahmen?
Jeder Priester/Pfarrer was auch immer predigt doch anders, dadurch werden die Worte immer anders rübergebracht, und dann soll so etwas einen in die richtige Richtung weisen?
Was denkt ihr darüber?
Bin lieber sterbender Künstler als amusischer Lemming
so ein kleiner randbeitrag für das ganze spektrum, nicht speziell für deine frage, also etwas offtopic, trotzdem sehenswert.
zu deiner frage: für moralempfinden brauchst du keine religion. Menschen sind (meist) empathiefähig. Du wirst niemanden schlagen (zumindest nicht völlig grundlos) weil du die fähigkeit besitzt, dich in die person hineinzuversetzen und dir den schmerz vorzustellen. Wie stark das ausgeprägt ist, hängt von deiner erziehung ab, aber vorhanden ist es. und das ganz ohne die magischen 10 dinger die vom himmel geschissen kamen ^^
Die bibel ist ein schreckliches buch, und niemand sollte daraus irgendwelche werte oder moralvorstellungen ziehen. Selektiv bestimmt, ja, aber ich gehe eigentlich auch nicht hin und nehm mir nur die guten seiten von hitlers mein kampf, lasse den rest aus und verehre trotzdem die person hitler als ganzes. also bitte. ^^
Ein wenig richten wir uns alle nach ihnen, recht unfreiwillig.
Sonntag bleibt der Supermarkt zu, Weihnachtsfest, Hochzeiten etc.
Den ganzen Krempel bräuchte ich persönlich nicht, respektiere aber Menschen, die das gerne praktizieren.
Heikel wirds bei Menschen, die im Jahr 2013 noch an Himmel / Hölle glauben.
Oder an die von dir angesprochenen Dogmen,
z.B. Ehre deine Eltern (egal ob sie liebevoll oder grausam waren).
In den USA wird häufig in den Schulen erklärt, dass Charles Darwin grundsätzlich die Unwahrheit sagt, und die Welt erst 10.000 Jahre alt ist.
Es werden in weiten Teilen Schwule gehasst.
Man könnte das nahezu endlos fortsetzen, die interessante Frage ist weshalb die Wissenschaft scheinbar noch so weit fortschreiten kann und Menschen immernoch so sehr auf primitive Gedankenstrukturen abfahren.
Übrigens beschreibt folgendes Lied mMn recht simpel aber treffend, eine von vielen religionskritischen Sichtweisen: Tagtäglich passiert Schreckliches in Leben von Menschen, die nun wirklich mehr als unschuldig sind.
Wenn ein Mörder vom Bus umgefahren wird war das Zufall, und/oder Unachtsamkeit oder meinetwegen Vorsatz von irgendwem.
Aber gut, wenn da jemand unbedingt an Schicksal glauben will, soll er das tun.
Aber verdammt nochmal, spätestens wenn man sieht wie kleine Kinder qualvoll an Hunger oder Krankheit sterben, muss einem doch klar werden, dass an "Jesus saves" etc. etwas faul ist.
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von nick_cave am 12.06.2013 21:20.
also ich finde man muss da schon etwas mehr differenzieren. Im alten Testament / Judentum war es wichtig, seine Familie zu ehren. Dann kam Jesus, hat seine Eltern einfach zu Hause gelassen und ist jahrelang losgezogen, um jeden gleichermaßen zu lieben, unabhängig von Herkunft und ob "Freund" oder "Feind".
Die Kirche hatte dann aber doch irgendwie wieder ein Interesse daran, die Familie höher zu bewerten.
Mich würde mal interessieren, was seine jüdischen Eltern von dieser respektlosen Einstellung gehalten haben.
@ Yog finde ich interessant. Gibt es noch weitere Differenzierungen, die du zwischen altem und neuem Testament ziehen würdest, wenn es in die Richtung Moral geht? Gerade wenn z.B. "Auge um Auge" durch "Feindesliebe" ersetzt wird.
Mir geht es hier wenig um Religionen im Allgemeinen, sonst würde resets Beitrag wirklich schon alles sagen ^^
Ich wollte eher wissen, was ihr von den Moralischen "Wegweisern" verschiedener Religionen haltet. Zum Beispiel ist die von Jesus gepredigte "Feindesliebe" nicht jedermans Sache und trotzdem finden manche es gut. Andere stehen eher auf "Auge um Auge". Oder wenden sich zum buddhistischen "Karma". Ich weiss, das sicht hier wohl kaum jemand von Religionen vorschreiben lässt, wie er zu leben hat, es geht mir hier also um die Regeln im Allgemeinen.
PS: Entschuldigung an alle, dass ich Kate_Tale stellvertretend für mich das Thema habe starten lassen, ich weiss gerade kaum wo mir der Kopf steht und schaffe es selten hier reinzuschauen. Nächste Woche sollte es wieder besser werden.
Wie soll man sich selbst finden, wenn dir die Gesellschaft vorschreibt, wer du zu sein hast?
Ich wollte eher wissen, was ihr von den Moralischen "Wegweisern" verschiedener Religionen haltet. Zum Beispiel ist die von Jesus gepredigte "Feindesliebe" nicht jedermans Sache und trotzdem finden manche es gut.
die er stellenweise predigt. an anderen stellen klingt der "gute" mann ganz anders. und was macht den denn eigentlich so besoderns. es gibt heute noch tolle friedensredner oder wie man das nennen soll.
@yog das ist doch wie überall, wenn einer den nächsten unterdrücken will: die regeln gelten nur für dich, nicht für den, der sie aufstellt. Gott kommt mir in der bibel so vor wie irgendein dahergelaufener psychopath mit der geistlichen "reife" (wie auch immer) eines 3 jährigen.
Ich bin da nicht so der Experte, ich weiß auch nicht wann ich das letzte Mal in eine Bibel geschaut habe, seit ich Atheist bin.
Was mir so allgemein einfällt ist, dass man im alten Testament einen strafenden Gott hat, während laut Religion durch den Tod von Jesus eine Vergebung der Sünden möglich wurde. Die Kirche im Mittelalter hat aus dieser Option natürlich Kapital geschlagen, und Ablassbriefe verkauft.
Das wäre dann aber auf die Sanktionierung bezogen, nicht auf die Regeln selbst.
Wie ist das eigentlich mit Lügen? Es heißt ja nicht "du sollst nicht lügen", sondern (je nach Übersetzung) "Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten". Ist das einfach eine umständliche Übersetzung, oder heißt das z.B. lediglich, dass man einer wahren Behauptung nicht wissentlich widersprechen soll? Ist Lügen also laut AT ggf. ok, solange es sonst niemand besser weiß?
Das wäre mal ganz interessant im Zusammenhang mit der Geschichte vom Baum der Erkenntnis; da meinte doch Xoc mal, dass Gott es da auch nicht so mit der Wahrheit gehabt hatte, oder so etwas in der Art.
Zitat von WerBinIch:
PS: Entschuldigung an alle, dass ich Kate_Tale stellvertretend für mich das Thema habe starten lassen, ich weiss gerade kaum wo mir der Kopf steht und schaffe es selten hier reinzuschauen. Nächste Woche sollte es wieder besser werden.
Kein Problem, mach dir nur keinen Stress.
Ich will mich momentan auch nicht wieder so stark in irgendwelche ausufernden Diskussionen stürzen, wo es bei meinem Musikprojekt so viel zu tun gibt.
Dann gebot Gott, der Herr, dem Menschen: Von allen Bäumen des Gartens darfst du essen, doch vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse darfst du nicht essen; denn sobald du davon isst, wirst du sterben.
Zitat von Luther:
Und Gott der HERR gebot dem Menschen und sprach: Du sollst essen von allerlei Bäumen im Garten; aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen sollst du nicht essen; denn welches Tages du davon ißt, wirst du des Todes sterben.
Dann klärte die Schlage Eve auf, dass sie nicht sterben werden und Eva und Adam assen die Früchte ohne dran zu sterben, stattdessen wurden sie von Gott wegen ihrem Ungehorsam aus dem Paradies vertrieben.
Und die Moral von der Geschichte?
Wahrscheinlich, dass Gott (bzw die Bibel als Gottes Wort) absolute Autorität über Gut und Böse für sich beansprucht und man ihm (bzw der Bibel als angebliches Wort Gottes) auch dann gehorchen soll, wenn er klar lügt und man es rausbekommt.
Ist nicht die einzige Stelle der Bibel mit höchst zweifelhaften moralischen Richtlinien, wie z.B. der Umgang mit Sklaven:
Zitat von 2. Mose 21,20-21:
Wer seinen Sklaven oder seine Sklavin schlägt mit einem Stock, dass sie unter seinen Händen sterben, der soll dafür bestraft werden. Bleiben sie aber einen oder zwei Tage am Leben, so soll er nicht dafür bestraft werden; denn es ist sein Geld.
Offensichtlich ist das Leid der Sklaven irrelevant, es geht wohl eher darum, dass der Sklave als Resource nicht verschwendet wird, anders ist dieses Gebot nicht zu erklären.
"Do you believe in free will?" "I have no choice."
dian unregistriert
15.06.2013 20:39
Die meisten Menschen denken eben gern einfach. Daher erscheinen ihnen Regeln und moralische Gebote sinnvoll, weil sie dadurch in ihrem Weltbild bestärkt werden, dass es nur entweder "falsch" oder "richtig" gibt, "gut" oder "böse".
Wenn man aber mal begriffen hat, dass das Universum einen feuchten Scheiß darauf gibt, ob wir uns moralisch korrekt verhalten, oder dass das Universum sogar selbst manchmal auch ziemlich böse, durchgeknallt und sadistisch sein kann... dann erscheint einem der Versuch von uns unbedeutenden Staubkörnern, in dem ganzen Chaos durch Gebote Ordnung zu schaffen, eher wie ein zwanghafter Wahn oder Putzfimmel.
Ach ja, wer meint, dass Jesus gekommen sei um mit dem alttestamentarischen Quatsch aufzuräumen, der wird in der Bergpredigt eines Besseren belehrt:
Zitat:
Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen.
Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz, bis es alles geschieht.
Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute so, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich; wer es aber tut und lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich.
Tatsächlich verschärft Jesus die Gesetze sogar noch, zum Beispiel:
Zitat:
Ihr habt gehört, dass gesagt ist (2.Mose 20,14): »Du sollst nicht ehebrechen.«
Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, sie zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen.
Zitat:
Es ist auch gesagt (5.Mose 24,1): »Wer sich von seiner Frau scheidet, der soll ihr einen Scheidebrief geben.« Ich aber sage euch: Wer sich von seiner Frau scheidet, es sei denn wegen Ehebruchs, der macht, dass sie die Ehe bricht; und wer eine Geschiedene heiratet, der bricht die Ehe.
Zitat:
Ihr habt gehört, dass gesagt ist: »Du sollst deinen Nächsten lieben« (3.Mose 19,18 ) und deinen Feind hassen.
Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen, damit ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel. Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.
Letzteres hat wohl zu dem Mythos geführt, Jesus hätte die Gesetze entschäft, tatsächlich ist die Feindesliebe aber eine Verschärfung. Man wird den Eindruck nicht los, dass ihm dabei mehr zufällig als absichtlich ein grosser Wurf gelungen ist.
"Do you believe in free will?" "I have no choice."
Dann klärte die Schlage Eve auf, dass sie nicht sterben werden und Eva und Adam assen die Früchte ohne dran zu sterben, stattdessen wurden sie von Gott wegen ihrem Ungehorsam aus dem Paradies vertrieben.
Und die Moral von der Geschichte?
Wahrscheinlich, dass Gott (bzw die Bibel als Gottes Wort) absolute Autorität über Gut und Böse für sich beansprucht und man ihm (bzw der Bibel als angebliches Wort Gottes) auch dann gehorchen soll, wenn er klar lügt und man es rausbekommt.
Woher sollten Adam und Eva denn gewusst haben, dass die Schlange die Wahrheit erzählt? Es stand Aussage gegen Aussage, und die beiden haben sich einfach unaufgeklärt für die praktischere Wahrheit entschieden, auch wenn es zufällig die tatsächliche war. Oder gab es von vornherein irgendeinen Anhaltspunkt, dass die Schlange Recht hatte?
Ich kann es prinzipiell auch nachvollziehen wenn sich ein allmächtiger / allwissender Gott erlaubt zu lügen, aber dem Menschen nicht, da letzterer die Auswirkungen oft nicht abschätzen kann. Wobei mir Gottes Lügen in der Bibel oft nicht sonderlich produktiv erscheinen.
Naja, ich denke man kann es schon so sehen dass sich Adam und Eva nicht ganz korrekt verhalten haben, aber die Moral für den Leser, dass man Gott auch dann gehorchen soll wenn er lügt ist in der Tat etwas zweifelhaft (zumindest solange es selbsternannte Autoritäten gibt, die "das Wort Gottes verkünden").
Ich denke ein besseres Beispiel, wo von Anfang an klar ist dass Gott lügt (oder nicht sonderlich sympathisch ist), ist die Geschichte von der Opferung Isaaks, wo Abraham dazu aufgefordert wird gegen eins der zehn Gebote zu verstoßen ("du sollst nicht töten"), und für seinen Gehorsam noch belohnt wird.
Zitat von Xoc:
Zitat von 2. Mose 21,20-21:
Wer seinen Sklaven oder seine Sklavin schlägt mit einem Stock, dass sie unter seinen Händen sterben, der soll dafür bestraft werden. Bleiben sie aber einen oder zwei Tage am Leben, so soll er nicht dafür bestraft werden; denn es ist sein Geld.
Offensichtlich ist das Leid der Sklaven irrelevant, es geht wohl eher darum, dass der Sklave als Resource nicht verschwendet wird, anders ist dieses Gebot nicht zu erklären.
Das Zitat ergibt für mich vom kausalen Aspekt her so oder so wenig Sinn. Aber "denn es ist sein Geld" deutet für mich eher darauf hin, dass Ressourcen verschwenden prinzipiell kein Problem ist, und wenn der Sklave direkt stirbt ist das auch keine sonderlich größere Ressourcenverschwendung als wenn er nur noch einen Tag lebt, von daher kann ich deine Interpretation nicht so wirklich nachvollziehen.
Was ich allerdings sehe ist, dass der Sklave als Ressource betrachtet wird, solange man ihn nicht direkt totschlägt, was es auch nicht viel besser macht...
Zitat von Xoc:
Ach ja, wer meint, dass Jesus gekommen sei um mit dem alttestamentarischen Quatsch aufzuräumen, der wird in der Bergpredigt eines Besseren belehrt:
[...]
Danke, das ist interessant. Was allerdings trotzdem viele selbsternannte Christen nicht davon abhält, das AT kritisch zu betrachten, oder sich davon zu distanzieren.
Zitat von Xoc:
Zitat:
Ihr habt gehört, dass gesagt ist: »Du sollst deinen Nächsten lieben« (3.Mose 19,18 ) und deinen Feind hassen.
Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen, damit ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel. Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.
Letzteres hat wohl zu dem Mythos geführt, Jesus hätte die Gesetze entschäft, tatsächlich ist die Feindesliebe aber eine Verschärfung. Man wird den Eindruck nicht los, dass ihm dabei mehr zufällig als absichtlich ein grosser Wurf gelungen ist.
Verstehe ich nicht - worauf möchtest du hinaus?
Mir war übrigens unbekannt, dass es Nächstenliebe schon im AT gab, ich dachte immer Jesus hätte die eingeführt.
Adam und Eva wussten in der Tat nicht, wer die Wahrheit sagte.
Aber Eva war wohl wissbegierig und wollte klug werden und selbst erkennen können, was gut und was böse ist:
Zitat:
Da sah die Frau, dass es köstlich wäre, von dem Baum zu essen, dass der Baum eine Augenweide war und dazu verlockte, klug zu werden.
Das war wohl nicht die Rolle, die Gott für die Menschen im Sinn hatte. Wenn man Christen Glauben schenken kann, dann hat die eher was mit Schafen zu tun ("Der Herr ist mein Hirte...").
Zu den Slaven: Ich denke, es geht darum, dass man seine Sklaven nicht absichtlich tot schlägt. Das Gebot behandelt den Fall, dass man den Sklaven schwer verletzt, aber er nicht unmittelbar stirbt. In dem Fall ist der Sklavenhalter entschuldigt, egal was mit dem Sklaven später passiert. Wenn jemand Verletzungen ein oder zwei Tage überlegt ist es recht wahrscheinlich, dass er sich wieder erholt, das wird wohl als akzeptable Strafe für Sklaven angesehen.
Ich finde es auch gut, dass sehr viele Christen exzessives Rosinenpicken betreiben, was ihre Religion angeht. Das erhöht die Chance, dass sie sich ihres eigenen Verstandes bedienen.
Ich wollte darauf hinaus, dass Jesus in seiner Verschärfungsorgie tatsächlich auch etwas halbwegs sinnvolles erwischt hat, nämlich die Verschärfung der Nächstensliebe zur Feindesliebe. Zumindest, wenn man es dann zu Vergebung und Deeskalation uminterpretiert.
Und weil es so schön passt:
"Do you believe in free will?" "I have no choice."
Eine Sache muss ich noch hinzufügen. Ein Beispiel aus jüngster geschichtlicher Vergangenheit, wie Religion als moralischer Wegweiser tatsächlich praktiziert wird.
Es ist ein wenig bekannter Fakt, dass eine einzige Nazigrösse für ihr unmoralisches, unchristliches Verhalten tatsächlich exkommuniziert wurde:
Joseph Goebbels.
Er hat sich zu Schulden kommen lassen eine geschiedene protestantische Frau zu heiraten.
Ich denke, das spricht Bände.
"Do you believe in free will?" "I have no choice."
Ich wollte darauf hinaus, dass Jesus in seiner Verschärfungsorgie tatsächlich auch etwas halbwegs sinnvolles erwischt hat, nämlich die Verschärfung der Nächstensliebe zur Feindesliebe. Zumindest, wenn man es dann zu Vergebung und Deeskalation uminterpretiert.
Nunja, da gibt es auch Ähnliches schon im AT:
Zitat von 2. Mose 23, 4-5:
Wenn du dem Rind oder Esel deines Feindes begegnest, die sich verirrt haben, so sollst du sie ihm wieder zuführen. Wenn du den Esel deines Widersachers unter seiner Last liegen siehst, so laß ihn ja nichtim Stich, sondern hilf mit ihm zusammen dem Tiere auf.
Zitat von Xoc:
Ich finde es auch gut, dass sehr viele Christen exzessives Rosinenpicken betreiben, was ihre Religion angeht. Das erhöht die Chance, dass sie sich ihres eigenen Verstandes bedienen.
Ich sehe das eher gespalten. Anstatt den konsequenten Schluss zu ziehen, dass man dieses bescheuerte Buch nicht brauch um zu wissen was "gut" und "schlecht" ist und es in den Kamin zu werfen, halten sie weiterhin daran fest. Würden einige kein Rosinenpicken betreiben und ihre Kinder und Frauen steinigen, sich Sklaven halten, etc. Dann würde evtl. auffallen, dass dieser alte Schinken nur noch gut dazu ist, sich den Arsch abzuwischen.
Genauso, wie ja nicht alles am 3. Reich schlecht war. Die "Vorteile" davon zu kennen ist natürlich wichtig, allein zum Verständnis. Aber dann zu sagen "Ich bin ein Nazi, weil es war ja nicht alles schlecht was der gute Adolf gesagt hat" und Rosinenpicken zu betreiben ist ziemlich das gleiche wie die Geschichte mit den Religionen.
Wie soll man sich selbst finden, wenn dir die Gesellschaft vorschreibt, wer du zu sein hast?
"Einige Menschen in diesem Land sind sehr reich, aber die meisten von euch sind sehr, sehr arm. Und wisst ihr wieso? Weil ihr alle faule Säcke seid! Euer Land braucht Geld. Aber ihr könnt leider nicht genug Geld beschaffen. Also sag ich euch, was wir tun müssen: Wir werden die Krankenhäuser zumachen und den Leuten Arbeit geben und mehr Raketen herstellen!!"
Das mit den Marsflügen und den Muslims habe ich auch schon des öfteren gelesen.
Aber das bezieht sich eher auf diese Möchtegern-Marsmission wo man irgendwelche Leute ohne Rückfahrkarte auf den Mars schicken möchte.
Da kann ich den Islamgelehrten aber nur recht geben das dieses Konzept irgendwie lebensmüde ist und die Leute die sich dafür bewerben eigentlich nicht wirklich eine Ahnung haben auf was die sich da einlassen.
Würdet ihr das aushalten wenn ihr für 8 Monate Flugzeit mit 3 anderen Menschen auf gerade mal 5 Quadratmeter Wohnfläche leben müsst?
Von so Sachen wie Muskeldegeneration, Raumkrankheit und psychischen Problemen mal ganz zu schweigen.
Wenn ihr die 8 Monate in der Raumkapsel überstanden habt steht ihr am Mars.
Einer lebensfeindlichen und öden Welt wo es außer Eis, Sand, Staub und Steine nichts gibt.
Da seid ihr wenn ihr nicht draußen auf der Marsoberfläche irgend welche wissenschaftlichen Arbeiten erledigen müsst wieder mit den 3 anderen Menschen in einem kleinen Habitat eingepfercht das gerade mal 20 bis 30 Quadratmeter groß ist und das für den Rest eures Lebens.
Da dauert es dann sicher nicht lange bis irgendeiner dieser Astronauten mal ohne Raumanzug durch die Luftschleuse geht um dieser Existenz zu entkommen.
Da sollte man lieber noch 100 Jahre warten bis die Raumfahrttechnologie besser ist als sich für solche Missionen zu melden. (Egal ob Muslim, Christ oder sonstwas)
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Sevenskaja am 26.02.2014 22:17.
Die ersten Menschen auf dem Mars werden für immer in die Geschichte eingehen, das finde ich immernoch erstrebenswerter als 100 Jahre alt zu werden und immer nur so gelebt zu haben wie es die Religionsfuzzis und moralwächter wollten.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Ya2k am 28.02.2014 20:31.
Die ersten Menschen auf dem Mars werden für immer in die Geschichte eingehen, das finde ich immernoch erstrebenswerter als 100 Jahre alt zu werden und immer nur so gelebt zu haben wie es die Religionsfuzzis und moralwächter wollten.
außerdem ist das auch mal das beste gefühl, als erster einen fremden himmelskörper zu betreten. ich würde so gerne wissen, wie armstrong sich damals gefühlt haben muss, oder juri gagarin. Der erste bei sowas extremen zu sein.... Muss ein unglaubliches Gefühl sein.