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Zum Ende der Seite springen Die Linken nun auch unwählbar  
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 Die Linken nun auch unwählbar Xoc 06.12.2007 17:50
 RE: Die Linken nun auch unwählbar Lovecraft 06.12.2007 17:57
 RE: Die Linken nun auch unwählbar Xoc 06.12.2007 18:16
 RE: Die Linken nun auch unwählbar Arne Kroger 07.12.2007 03:05
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 RE: Die Linken nun auch unwählbar Hansi 11.12.2007 14:58
 RE: Die Linken nun auch unwählbar Leberkrebs 12.12.2007 00:58
 RE: Die Linken nun auch unwählbar Lonewolf 10.12.2007 13:53
 RE: Die Linken nun auch unwählbar Leberkrebs 10.12.2007 23:17
 RE: Die Linken nun auch unwählbar Arne Kroger 11.12.2007 04:29
 RE: Die Linken nun auch unwählbar Lonewolf 11.12.2007 16:18
 RE: Die Linken nun auch unwählbar Arne Kroger 11.12.2007 23:59
 RE: Die Linken nun auch unwählbar Hansi 12.12.2007 18:21
 RE: Die Linken nun auch unwählbar komakino 12.12.2007 01:00
 RE: Die Linken nun auch unwählbar Leberkrebs 12.12.2007 01:12
 RE: Die Linken nun auch unwählbar Leberkrebs 13.12.2007 00:07
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Xoc

lol

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Die Linken nun auch unwählbar 06.12.2007 17:50 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

http://www.heise.de/newsticker/meldung/100170

Zitat:
von Katina Schubert, stellvertretende Bundevorsitzende der Partei Die Linke

Es kann und darf nicht sein, dass Einträge aus NS-Quellen zitieren und weit über das, rechtlich geschützte, Maß an Aufklärung hinaus Materialien und Kennzeichen verfassungsfeindlicher und verbotener Organisationen Verwendung finden", erklärt die Politikerin. Die Anzeige "soll die Betreiber zwingen, bei Beibehaltung der offenen Struktur, politische und ethische Standards einzuführen, die es Nazis unmöglich machen, ihren braunen Müll als lexikalisch wertvolles Wissen auszugeben und im Netz zu verbreiten.


Oh mein Gott, in den Artikeln über die NSDAP ist tatsächlich auch das Logo der NSDAP zu sehen. Wir werden bestimmt alle Nazis beim Betrachten!
Tja, zu dem Zitieren von NS-Quellen kann ich nichts sagen, da Die Linken nicht im Stande waren zu verkünden, wo das der Fall ist (auch nicht in ihrer eigenen Presseerklärung). Abgesehe davon frage ich mich, wo da das Problem sein soll, wenn z.B. über ein Werk berichtet wird, dieses auch zu zitieren. Soweit ich weiss ist ausschnittweises Zitieren auch keine Copyrightverletzung.

Und das Fordern von "politischen Standards" bei einer Enzykolpädie, die sich zu einem neutralen Standpunkt verpflichtet und eh schon den Ruf hat tendenziell links bzw liberaral zu sein, ist ja wohl das Allerletzte. Da sehnt sich jemand nach DDR Zeiten.

Ach ja, unfähig sind sie offensichtlich auch:
"Auf Anfrage von heise online gab Schubert an, dass ihre Mitarbeiter keine Adresse der Wikipedia gefunden hätten."
Auf jeder Wikipediaseite ist unten ein Verweis zum Impressum.

Und für Videoüberwachung und Handy-Ortung stimmen sie:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/98528

"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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Lovecraft

Großer Alter


06.12.2007 17:57 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich stimme Dir zu, daß sowas eher obskur bis unsinnig ist.
Ich stimme Dir nicht zu, daß deswegen die ganze Partei diskreditiert ist, weil es eine übereifrige, noch nicht disziplinierte Bundestagsabgeordnete gibt, die offenbar keine andere Arbeit hat.
Aber trotzdem fand ich manche Einträge auf der Wikipedia unabhängig davon schon merkwürdig. Beispielsweise gibt es einen Eintrag über die verschiedenen Uniformen der SS, der schon eher Buch- als Lexikonseintrags-Länge hat.

Sollen sie mich doch hassen, wenn sie mich bloß fürchten. (Unveröffentlichtes Abizeitungs-Lebensmotto)
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Xoc

lol

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06.12.2007 18:16 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Da sich Die Linken nicht von der Aktion ihrer stellvertretende Bundevorsitzenden distanziert haben sondern durch ihre Presseerklärung allen Eindruck erwecken dahinter zu stehen kann ich das nicht getrennt betrachten.

Zu den Uniformen:
Du kannst ja helfen die Artikel zu Uniformen der Budeswehr, Polizeiuniformen, Uniformen der Kaiserlichen Marine oder andere Uniformen deines Interesses auszubauen, wenn du findest, dass diese im Gegensatz zu den SS-Uniformen unterrepräsentiert sind.

"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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Arne Kroger
unregistriert
07.12.2007 03:05 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Xoc
Da sich Die Linken nicht von der Aktion ihrer stellvertretende Bundevorsitzenden distanziert haben sondern durch ihre Presseerklärung allen Eindruck erwecken dahinter zu stehen kann ich das nicht getrennt betrachten.


Hat sich schon erledigt, wenn man Deinen Link anklickt, @Xoc.
Da steht schon alles als Update:
Zitat:

[Update] Inzwischen bekommt Schubert Gegenwind aus den eigenen Reihen. Der Medienexperte der Linken im Sächsischen Landtag, Heiko Hilker, widerspricht der stellvertretenden Bundesvorsitzenden. In einem Statement erklärt Hilker: "Die Position von Katina Schubert wird weder von mir noch von den medienpolitischen Experten der Bundestagsfraktion geteilt. Ihr Vorgehen, eine Strafanzeige gegen Wikipedia zu stellen, ist falsch und wird das von ihr dargelegte Problem nicht lösen." Schubert habe mit ihrer Strafanzeige der Debatte im Umgang mit rechtsextremistischer Propaganda im Netz einen "Bärendienst" erwiesen. Die unbedachte Strafanzeige könne dazu führen, dass gerichtlicherseits ausgesprochene Auflagen "de facto zu Selbstbeschränkung und Zensur führen und somit die lebendige Enzyklopädie totgemacht wird". (Torsten Kleinz) / (jk/c't)


Die ist also schon zurückgepfiffen worden. Und Parteivorstand wird das bestimmt auch noch machen.

Anderes viel ernsteres Problem bei der LINKEN ist tatsächlich der Berliner Landesverband. Das ist ein dermaßen reformsozialistischer Haufen, dass der dem Wowereit, wahrscheinlich sehr zu dessen Freude, tief im Arsch steckt und dort kriecht, was das Zeug hält.
Und genau so wird das auch diesmal laufen. Die Reformsozialisten werden jetzt ganz langsam hochgejubelt wie damals die sog. Realos bei den Grünen, um denen innerparteilich möglichst viel Macht zu geben. Das hat bei den Grünen funktioniert und genau so wird die gleichgeschaltete Mainstream-Presse das auch wieder bei der LINKEN machen. Kommunistische Plattform, Antikapitalistische Linke und Trotzkisten werden mies gemacht und die Reformsozialisten als einzig gute Kraft dargestellt, bis diese auch auf Bundesebene jeden Krieg, jede Umverteilung von unten nach oben und auch ansonsten jede kapitalistische Schweinerei mitmachen.

Da ist leider die Unity, zumindest der reaktionäre Teil, der sich im Keller ja wieder findet, keine Ausnahme, sich an die Maßnahmen der Mainstreampresse ranzuschleimen, um den Kapitalismus möglichst lange lebensfähig zu halten:

http://www.theunity.de/XMB/viewthread.ph...&page=1#pid5221

Kann aber auch wieder sein, dass die, die da posten, nicht mal raffen, wie sie sich zum Sprachrohr von BILDSPIEGELSTERNCAPITAL machen.

Xoc

lol

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07.12.2007 04:56 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Arne Kroger
Hat sich schon erledigt, wenn man Deinen Link anklickt, @Xoc.
Da steht schon alles als Update:


Was natürlich noch nicht da war, als ich es verfasst habe...

Zitat:
Original von Arne Kroger
Die ist also schon zurückgepfiffen worden. Und Parteivorstand wird das bestimmt auch noch machen.


Na, hoffen wir mal, dass sie etwas mehr Gegenwind bekommt als nur vom "Medienexperte der Linken im Sächsischen Landtag". Eine Presseerklärung die sich davon irgendwie distanziert gibt es nämlich immer noch nicht.

Zitat:
Original von Arne Kroger
Anderes viel ernsteres Problem bei der LINKEN ist tatsächlich der Berliner Landesverband. Das ist ein dermaßen reformsozialistischer Haufen, dass der dem Wowereit, wahrscheinlich sehr zu dessen Freude, tief im Arsch steckt und dort kriecht, was das Zeug hält.


Tja, ich sach ja, unwählbar smile

"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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Lovecraft

Großer Alter


07.12.2007 20:18 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich wollte schon schreiben, wegen solcher Positionen:
Ich spiele mit dem Gedanken, in Die Linke einzutreten, um mitzuhelfen, sie auf den rechten Kurs zu bringen. Auch müssen diese ganzen trotzkistischen Splittergrüppchen, die Die Linke infiltriert haben, aus der Partei vertrieben werden. Mit denen ist kein Staat zu machen.
Was wäre denn die Alternative zu einem "Reformsozialismus"? Revolution oder was? Es geht nur im Zuge einer prozeßhaften Transformation, wenn überhaupt.
Ich denke, die Berliner gelten deswegen als "Realos", weil sie Regierungsverantwortung tragen. Daß sie da Sachzwängen unterlegen sind, das ist doch klar, auf Landesebene sowieso.
Eine Wiederholung dessen, was bei den Grünen geschah, will ich natürlich nicht, wohl aber eine gescheite sozialdemokratische Partei! Es ist die einmalige Chance, jetzt diese freigewordene Position mit linken Inhalten (wieder) zu besetzen.

Sollen sie mich doch hassen, wenn sie mich bloß fürchten. (Unveröffentlichtes Abizeitungs-Lebensmotto)
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Arne Kroger
unregistriert
08.12.2007 04:31 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@Xoc:
Das hat sich anders erledigt. In der Politik läuft das so ab, dass sich da der Bundesvorstand nicht von distanziert, sondern wie in diesem Falle, dass der Dame da Gelegenheit gegeben worden ist, Selbstkritik zu üben. (Da man ihr ja heute schlecht mit einem Gulag in Sibirien noch drohen kann, hat man sie wohl vor die Alternative gestellt, ansonsten eine schlagkräftige Linksparteiorganisation in Altötting oder sonstwo im tiefsten Bayern aufbauen zu müssen. großes Grinsen )

Ich zitiere mal aus ihrer Erklärung heute auf der LINKEN-Homepage:
Zitat:

Es geht mir nicht um Zensur, schon gar nicht um die Zensur einer freien Online-Enzyklopädie – das habe ich auch immer deutlich gemacht. Die offene Struktur bietet ein hohes Maß an demokratischer Selbstorganisation und Mitwirkung. Die Gegenseite ist aber auch immer, dass Rechtsextreme sich diese – wie auch andere zivilgesellschaftliche Strukturen – versuchen zu nutze zu machen.

Deshalb bedarf es aus meiner Sicht im Bereich der online-Kommunikation genauso wie im Pressewesen einer Art Ehrenkodex, der antisemitische, rassistische, sexistische und rechtsextremistische Positionen ausschließt.

Da eine Strafanzeige offenbar der falsche Weg für diese Auseinandersetzung ist, ziehe ich diese – nachdem mich bereits gestern Vertreter von Wikimedia angesprochen haben und wir intensiv diskutiert haben – heute zurück. Ich stelle mich gern dem Gespräch, um andere, sinnvollere Wege der gesellschaftlichen Auseinandersetzung zu finden.


Anzeige ist also zurückgezogen, und um ihr Gesicht zu wahren, schwafelt sie davon, dass es ihr darum ging, eine Diskussion anzuwerfen... Augen rollen


Zu der Sache mit "unwählbar" ist zu sagen, dass, wenn auch ansonsten das bundesdeutsche Wahlsystem Scheiße ist, es einen Vorteil hat:
Du als Hamburger oder ich als Nordrhein-Westfale bzw. zukünftig als Niedersachse, wählen glücklicherweise nur Personen, die auch hier in dem Bundesland, in dem man wählt, auf der Landesliste stehen. Insofern kann man sicher sein, dass man keine Berliner wählt, wenn man nicht in Berlin lebt. Allerdings sollte man sich auch die Liste des jeweiligen Landes sehr genau anschauen. Der Hamburger Landesverband der PDS war eigentlich immer sehr sympathisch. Der hat nach dem 11.09.01 mal eine Erklärung herausgegeben mit dem Titel "Sowas kommt von sowas" und den US-Imperialismus ziemlich kritisiert. Muss mal gucken, ob ich die Erklärung noch finde.


Ja, @Lovecraft.
Wenn Du eine vernünftige Sozialdemokratie willst, wieso trittst Du dann nicht in die SPD ein? Läge doch irgendwie näher, würde ich sagen. Wobei das eher eine Zeitreise erfordert, denn ich wüsste nicht, dass es jemals eine vernünftige Sozialdemokratie gegeben hat.

Und Realpolitik??? Augen rollen
Was hat denn das, was in Berlin abläuft mit Realpolitik zu tun?
Realpolitik wird auch in Dänemark, in Schweden, in den Niederlande, in Norwegen gemacht. Und überall dort gibt es ein höheres Wirtschaftswachstum als wie in der BRD , ein höheres BSP und ein wesentlich besseres Sozialsystem.
Und ich kann Dir garantieren, dass es die Niederlande tatsächlich gibt, die sind ganz real vorhanden, wenn ich mich nicht alle 2 - 3 Wochen in einer Art "Truman-Show" befinde.

Und was soll das überhaupt sein: Realpolitik????
Auf einen Schwachsinn wie Wiedervereinigung zu setzen? War Kohl ein Realpolitiker??? Ein unerträglicher nationalistischer Fundi war das.
Nationalstaaten, ist das noch realpolitisch in einer globalisierten Zeit?
Wer auf so einen Quatsch setzt, ist ein fundamentalistischer, gefährlicher Spinner.

Lovecraft

Großer Alter


09.12.2007 13:34 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich bitte ein wenig um Nachsicht, komme ich doch aus einer der, ähm, konservativsten Regionen Deutschlands; wenn man vielleicht von einigen noch ländlicheren Ecken in der ostbayrischen Provinz absieht. Mit, wenn's hochkommt, 20% SPD und 2% Die Linke (zuletzt 15% SPD), und der Rest dann Oswald Metzger und Co.

Hier wäre man in der SPD fast schon ein Revoluzzer. Da würde ich mich aber logischerweise nicht wohl fühlen, habituell und überhaupt. Zumal Lafontaine und Gysi ja schon laut darüber nachgedacht haben, daß es auf lange Sicht nicht notwendigerweise zweier sozialdemokratischer Parteien bedarf, sprich daß irgendwann in den nächsten 100 Jahren auch eine Fusion mit der SPD denkbar wäre.

Daß in anderen Ländern anderes möglich ist, spräche doch gerade für die Realpolitik (bezogen auf den Ökofaschismussräd, wo ich nicht nochmal nachlegen will), oder?

Sollen sie mich doch hassen, wenn sie mich bloß fürchten. (Unveröffentlichtes Abizeitungs-Lebensmotto)
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Arne Kroger
unregistriert
10.12.2007 03:34 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Bezogen auf Deine Frage, was es eben an Alternativen zu dem Reformsozialismus gibt, ist eben die Antwort, z.B. eine schwedische Form von Sozialdemokratie.

Die Reformsozialisten in Berlin haben ja sogar Hartz IV und Auslandseinsätzen zugestimmt. Ich weiß nicht, was Du Dir genau darunter vorstellst, aber da ist keinerlei Unterschied zu rechten SPD-Positionen mehr feststellbar. Dafür braucht niemand eine LINKE als eigenständige Partei. Da bin ich froh, dass sich da die Trotzkisten abgespalten haben und nun immerhin in einigen Bezirksparlamenten in Berlin vertreten sind.

Das wäre mein Traum:
Verschiedene linke Parteien von APPD über Trotzkisten bis hin zu Spätstalinisten, wo sich jeder was aussuchen kann und die auch mal alle in den Parlamenten wären.
Hansi
unregistriert
11.12.2007 14:58 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Mh, also wenn ich das hier so alles lese und überhaupt, bin ich mir nicht mehr sicher was ich bei der nächsten Wahl ankreuzen werde. Bisher wars ja immer PDS/Linke aus Prinzip und Gewohnheit, aber mh, ich weiß auch nich. Hab bisher leider noch nicht rausgefunden ob man die APPD auch hier in Köln wählen kann, kann mir das jemand beantworten? Die nehmen sich wenigstens überhaupt nicht ernst und es wäre besser als seine Stimme ungültig zu machen.
Leberkrebs
unregistriert
12.12.2007 00:58 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Hansi
Mh, also wenn ich das hier so alles lese und überhaupt, bin ich mir nicht mehr sicher was ich bei der nächsten Wahl ankreuzen werde. Bisher wars ja immer PDS/Linke aus Prinzip und Gewohnheit, aber mh, ich weiß auch nich. Hab bisher leider noch nicht rausgefunden ob man die APPD auch hier in Köln wählen kann, kann mir das jemand beantworten? Die nehmen sich wenigstens überhaupt nicht ernst und es wäre besser als seine Stimme ungültig zu machen.


Wenn Du bei der Bundestagswahl APPD wählst, machst Du Deine Stimme fast ungültig, weil APPD die 5% nicht schafft. Außerdem ist 99% der Bundesbürger diese Partei quasi unbekannt! Leider

Lonewolf



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10.12.2007 13:53 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Wesentlich bessere Gründe gegen die Linkspartei finden sich hier: phase2.nadir.org/index.php?artikel=321&print=

Wobei ich persönlich auch noch in der Frage gespalten bin, ob sich die 'Infiltration' einer parlamentarischen Linken lohnen würde, um zumindet das öffentliche Bewusstsein jenseits von Umverteilungsphantasien in Richtung radikaler Kritik zu sensibilisieren. Und natürlich, um den ganzen Elementen in der Linkspartei, mit denen leider tatsächlich ein deutscher Staat zu machen ist, das Wasser abzugraben.
Wo die Hoffnungen in eine Linkspartei jenseits eines Einflusses auf die Art und Weise, wie Debatten in der Öffentlichkeit geführt, liegen sollen, erschließt sich mir bis jetzt noch nicht so ganz.

The Loathsome mask has fallen the man remains
Sceptreless, free, uncircumscribed, but man
Equal, unclassed, tribless and nationless,
Exempt from awe, worship, degree, the king,
Over himself, just, gentle, wise.

Percy Bysshe Shelley


Indessen ist das gerade wieder der Vorzug der neuen Richtung, dass wir nicht dogmatisch die Welt antizipieren, sondern erst aus der Kritik der alten Welt die neue finden wollen. Karl Marx
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Leberkrebs
unregistriert
10.12.2007 23:17 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

CDU ist SCHEISSE und bleibt es!
SPD badet in dieser SCHEISSE!
Wer mitbaden will, der soll es tun!

Jüngstes Beispiel von Merkel: Ich bin gegen eine Obergrenze für Managergehälter, die armen armen Manager kriegen nicht genug. Aber ich bin gleichzeitig gegen Mindestlohn, denn diese dekadenten faulen Arbeiterschmarotzer sollen gefälligst mal zu Gunsten der armen armen Manager verzichten!

Solange diese Tendenz in Deutschland vorherrscht, werde ich JEDE Arbeit möglichst ablehnen. Basta!

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Leberkrebs am 10.12.2007 23:23.

Arne Kroger
unregistriert
11.12.2007 04:29 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@Lonewolf:
Die Debatten dieser Art sind altbekannt in der Linkspartei und werden in den westlichen Kreisverbänden auch ausreichend diskutiert. Zugegebenermaßen wohl kaum in Westpolen, wo die LINKE immer noch das Hauptreservat hat.
Ich persönlich hatte gerade wegen dieser Debatten sehr lange große Bedenken beim Zusammenschluss PDS und WASG, weil ich vermutete, dass dort in der WASG eher nationalistisches oder zumindest rein sozialdemokratisches Potential sitzen würde, ist aber nur teilweise der Fall, zumindest in unserer Ecke gehört fast alles zur Antikapitalistischen Linken, die durchaus diskussionsfähig ist in diesem Zusammenhang.
Dort kann man sogar vernünftig über die Israelpolitik des Bundesvorstandes diskutieren, wobei meistens eher von dieser Ebene immer wieder das Thema "Kuba" aufgeworfen wird, von dem sich nun einige distanzieren wollen.
Und natürlich ist es Aufgabe der LINKSPARTEI, auf die öffentliche Diskussion einzuwirken. Posten sollen sich mal die anderen unter die Nägel reißen, Macht korrumpiert nur unnötig. Das war auch mal das Ziel der grünen Fundamentalisten, dass die Parteigründung nur dazu beitragen sollte, öffentliches Bewusstsein zu schaffen und evtl. andere Parteien zu Änderungen der Positionen zu bewegen. (Wobei ich auch nix gegen eine dadurch entstehende Revolution hätte, was ich aber angesichts der Mehrheit der deutschen Bevölkerung für aussichtslos halte, weil ich sie nach wie vor für mehrheitlich rassistisch und gewaltbereit einschätze.)
Und auch der Druck, den man noch auf die SPD ausüben kann, @Bronstein, sehe ich als relativ gering an, wenn in manchen Ländern die SPD schon hinter der NPD in Umfragen steht und noch immer so gut wie nichts sich dort bewegt. (Evtl. steht die SPD ja demnächst geschlossen wenigstens hinter der NPD! Augen rollen )


Ich persönlich werde allerdings jetzt aus beruflichen Gründen in einen der seltenen Kreise der BRD ziehen, in denen die DKP noch eine Hochburg hat (der DKP-Vorsitzende von Nordhorn war auch der LINKSPARTEI-Bundestagskandidat) und bin mal gespannt, was mich da erwartet, was die nationalen Bestrebungen anbelangen. Da ich fast vermute, dass die da wohl schon immer starke DKP was mit der auch räumlichen Nähe zu der PS der NL zu tun hat, gehe ich zumindest nicht davon aus, dass dort der Islam anders gesehen wird als wie in der antideutschen Diskussion.

Lonewolf



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11.12.2007 16:18 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

"Und natürlich ist es Aufgabe der LINKSPARTEI, auf die öffentliche Diskussion einzuwirken. Posten sollen sich mal die anderen unter die Nägel reißen, Macht korrumpiert nur unnötig"

Okay, @Arne, unter dem Gesichtspunkt sehe ich durchaus Potential für gesellschaftliche Veränderungen. Es ist natürlich auch gut, linke Abgeordnete zu haben, um einfach besser auf bestimmte Probleme (z.B. Umgang mit Demonstranten, Verharmlosung des Faschismus durch links-rechts-Gleichsetzungen etc.) ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. In dem Zusammenhang sehe ich im Opponieren-statt-Regieren-Konzept, das seitens der übrigen Parteien der Linken vorgeworfen wird, auch kein Problem.
Inwieweit innerhalb der Linkspartei fragwürdige bzw. verkürzte Positionen vertreten werden kann ich jetzt nicht einschätzen, da mir hier der Überblick fehlt, ich kann nur sagen dass ich seitens Partei-Vertreter bei Reden oder Diskussionsrunden leider auch schon viel Mist gehört habe.
Nun gut, vllt. lohnt es sich ja tatsächlich noch, wie auch im Falle der Gewerkschaften, "reinzutreten" im doppelten Sinn des Wortes. Augenzwinkern

@Bronstein: Die Obergrenze für Managereinkommen halte ich tatsächlich für eine ziemlich unsinnige Forderung, da hier manche zu glauben scheinen mit ihrer Religionslehrer-Moral die inneren Widersprüche des Kapitalismus auflösen zu können - das hat im Endeffekt keine andere Funktion als den 'sozialen Frieden', sprich die Verdummung der Massen zu befördern. Erst mal soll mir jemand erklären, was man sich unter einem 'gerechten Lohn' bitteschön vorzustellen hat.

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Indessen ist das gerade wieder der Vorzug der neuen Richtung, dass wir nicht dogmatisch die Welt antizipieren, sondern erst aus der Kritik der alten Welt die neue finden wollen. Karl Marx
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Arne Kroger
unregistriert
11.12.2007 23:59 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Also, erstmal, @Hansi:
Das ist genau die falsche Reaktion. Denn Du wählst niemals Parteiprogramme. Niemand, den Du wählst, ist verpflichtend, sich an irgendein Programm oder an irgendetwas zu halten, was er vor der Wahl gesagt hat.
(Sollte Dir eigentlich in 17 Jahren BRD schon mal aufgefallen sein! Zunge raus )
Und da ist eben das Problem, dass Du bei der APPD genau so darauf achten musst, was da für Leute kandidieren, denn die haben auch Leute in ihren Reihen, die ansonsten der NPD näherstehen als sonstwas. Ich kenne die in NRW nicht so genau, bei der letzten Bundestagswahl hatten die keine eigenständige Liste zusammenbekommen.

Du musst jedesmal nach den Menschen schauen, die auf der Liste stehen. Und da habe ich ja schon gesagt, dass man zur Zeit noch mit der LINKSPARTEI in NRW leben kann. Die Person, die so ungefähr auch in das Profil passt, was Du, @Lonewolf, da beschreibst, ist auf NRW-Linksparteiebene immer noch Ulla Jelpke. Die arbeitet in erster Linie im Interesse der Antifagruppen und stellt diesbezüglich die häufigsten Anfragen im Bundestag, wie da auch beim Anklicken auf ihrer Homepage sichtbar wird.

Ob ich allerdings die Taktik ganz korrekt finde, eine Partei nur aus den Nützlichkeitsaspekten weiter zu infiltrieren, weiß ich nicht. Denn genau das haben wir Anfang der 80er Jahre mit den Grünen aus autonomer Sicht in einigen Kreisen gemacht. Dadurch, dass ich eben immer gut mit Buchführung und Zahlen umgehen konnte, war ich da sehr schnell als Kreisschatzmeister drin und später dann eben als hauptamtlicher Geschäftsführer. Und kam somit an das eigentlich Ziel heran, autonome Projekte mit Staatsknete über die Grünen versorgen zu können.
Wir haben damals viel zu spät reagiert und eigentlich sind die autonomen Mitglieder bei den Grünen nur alle Jubeljahre mal zusammengerufen worden, wenn es um personelle Kampfabstimmungen ging, von denen wir uns dann eine Verbesserung unserer Position versprachen.
Im gleichen Rahmen haben wir uns aber immer einen Scheißdreck darum gekümmert, was für neue reaktionäre Idioten immer mehr zu den Grünen kamen, wie angebliche Ökofachleute die Kommunalpolitik majorisierten oder was auf Bundesebene ablief. Da meine Abneigung gegen Reisen durch die BRD, insbesondere südlich oder östlich, schon vor über zwanzig Jahren vorhanden war, habe ich mich auch viel zu spät, mal bereit erklärt, auf Bundesparteitage als Delegierter zu fahren und dort die Richtung um Jutta Ditfurth zu unterstützen.
Letztendlich führte die Haltung, die Grünen nur als Mittel zum Zweck zu gebrauchen, damals auch dazu, dass die eben so geendet sind wie sie endeten.
Hansi
unregistriert
12.12.2007 18:21 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Meine Güte, ihr nehmt die APPD aber ernst, wahrscheinlich viel ernster als sie sich selbst nimmt. @Arne: In APPD Reihen sollen NPD-Sympathisanten sein? Kannst du das irgendwie belegen? Kann ich mir nämlich überhaupt nicht vorstellen. Und klar @Bronstein, werden die keine 5 % schaffen, aber darum gehts mir ja auch nicht. Ich will ja auch nicht wirklich, dass hier die APPD regiert. Das is einfach nur n bunter Haufen sympathischer Chaoten, die den ganzen Mist hier nicht mehr ernst nehmen. Aber bevor ich gar nicht wählen gehe, wähl ich lieber Kappes und klau den großen Partein ein Prozentchen ihrer Stimmen.

komakino



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12.12.2007 01:00 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Quatsch, die waren sogar mal in der Zeitung wegen deren Wahlwerbespots, also unbekannt sind die nicht mehr.

"And manifest the daydream
Like those who fell before
And glorify our small attempts
And hate ourselves no more

Blow words between these sucker's teeth
And bind these panicked hands
Lose your heart like a clumsy bell
Please be well"

-Horses in the Sky
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Leberkrebs
unregistriert
12.12.2007 01:12 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Leider doch. Befrag mal Leute auf der Straße, was sie mit APPD verbinden. Bestenfalls kommt die Gegenfrage "Ist das ne Partei?"

Wenn Du dann nach den Zielen dieser Partei weiterfragst, kommt keine Antwort mehr. Oder sogar: "Sind das so Nazis?"
Probier es aus, aber bitte wirklich mit jedermann auf der Straße, nicht Leute wie ich zb *g*

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Leberkrebs am 12.12.2007 01:12.

Leberkrebs
unregistriert
13.12.2007 00:07 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@ Hansi
Dann ist das eben OK so, aus Deiner Sicht.
Meine Sicht ist halt, möglichst viel Widerstand zu leisten und möglichst wirksam.

@ Lonewolf
Der soziale Frieden , den Du noch für "Kappes" hälst, wird bald schon das Thema Nummer 1, noch vor der Arbeitslosenquote. Wie lange soll denn die Umverteilung von unten nach oben noch funktionieren?
Die Lebensmittel verteuern auch schon extrem. Hunger soll selbst Idioten auf die Straße bringen. 4 Monate arbeitet ein Manager und bekommt ZUSÄTZLICH zum Gehalt noch 2 Millionen € Abfindung.
Ja ne, is klar. Aber Sozialstaat ist nicht bezahlbar...
So eine Verachtung der Unterschicht, kombiniert mit Protzerei und Superluxus der Oberen 10.000, das gabs zuletzt 1918 in Russland, 1789 in Frankreich...
Das Experiment hat ZWEIMAL mit Gewalt geendet. Und da niemand was gelernt hat, kommt auch das dritte Mal!

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Leberkrebs am 13.12.2007 00:08.

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