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Zum Ende der Seite springen Entwicklung Überwachung und Co im Ausland  
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MAUS

Too old to die young

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Entwicklung Überwachung und Co im Ausland 07.01.2008 11:38 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

18.12.2007 11:12
Britischen Behörden gehen erneut Millionen Daten verloren


Kurz nachdem der britische Schatzkanzler Alistair Darling bekannt gegeben hat, dass die Behörden die Suche nach den kürzlich verlorengegangenen 25 Millionen Datensätzen von Kindergeldempfängern aufgegeben haben, wurde in Großbritannien ein weiteres Datenleck bekannt. Dem Unternehmen Pearson Driving Assessments im US-Bundesstaat Iowa, das Daten im Auftrag der britischen Behörde Driver and Vehicle Licensing Agency verwaltet und bearbeitet, ist in seiner "secure facility" eine Festplatte mit Datensätzen von 3 Millionen Fahrschülern abhanden gekommen. Pearson habe den Vorfall bereits im Mai dieses Jahres den britischen Behörden gemeldet, berichtete Verkehrsministerin Ruth Kelly im Unterhaus.

Die Datensätze enthielten die Namen, Postadressen, E-Mail-Adressen und Telefonnumern der Fahrschüler, aber keine Bankverbindungsdaten, beteuerte Kelly. Zudem sei die vermisste Festplatte für Dritte nicht lesbar. Betroffen seien Personen, die zwischen September 2004 und April 2007 ihre theoretische Fahrprüfung abgelegt haben. Um das Risiko des Datenverlustes auf diesem Wege zu beseitigen, würden nun die Daten nicht mehr auf Festplatten verschickt, sondern auf "elektronischem Weg" transportiert. Weiterhin hat Kelly eingeräumt, dass 7500 Daten von Fahrzeughaltern auf dem Postweg von Nordirland nach Wales verlorengegangen seien.

Derweil hat Darling betont, dass es keine Beweise für einen Missbrauch der Daten der Kindergeldempfänger gebe, der Polizei lägen keine Informationen darüber vor, dass die Daten in falsche Hände geraten seien. Theresa Villiers, Schattenverkehrsministerin der oppositionellen Konservativen, sieht hinter diesem sowie in dem jüngsten Vorfall systematische Verfehlungen. Die Worte "Labour" und "Inkompetenz" könnten nun synonym gebraucht werden. (anw/c't)

Originalseite siehe:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/100742



18.12.2007 13:02
Reporter ohne Grenzen kritisiert Razzien in iranischen Internetcafés


Die Teheraner Polizei hat nach Angaben von Reporter ohne Grenzen am Sonntag 24 Internet-Cafés geschlossen und 23 Internetnutzer, darunter elf Frauen, wegen "unmoralischen Verhaltens" verhaftet. Die Polizei hatte am 15. Dezember 170 Teheraner Internetcafés vor ihrer möglichen Schließung gewarnt, heißt es weiter. Die Razzien fielen zusammen mit der Ausweitung einer im April begonnenen Kampagne gegen Frauen, die die islamischen Bekleidungsvorschriften verletzen. Frauen würden angewiesen, keine "westlichen" Kleidungsstücke wie etwa enge Hosen oder hohe Stiefel zu tragen, die als "unangemessen" betrachtet werden.

Unterdessen werden die Internet-Dissidentinnen Maryam Hosseinkhah und Jelveh Javaheri weiterhin in einem Gefängnis festgehalten. Hosseinkhah, eine 32-jährige Journalistin, die für die Webseiten "Zanestan" und "WeChange" schreibt, ist seit 18. November in Haft. Die 20-jährige Javaheri wurde am 1. Dezember festgenommen. Beide hatten sich online für Frauenrechte im Iran eingesetzt. Sie sind angeklagt, falsche Informationen veröffentlicht zu haben, die öffentliche Meinung gestört und "Werbung gegen die islamische Republik" betrieben zu haben.

Im Iran müssen sich seit etwa einem Jahr alle Webseiten mit Informationen über den Iran beim Kulturministerium registrieren lassen. Gründe für die Schließung einer Webseite sind unter anderem die Beleidigung des Islam oder anderer monotheistischer Religionen, die Verbreitung separatistischer Ideologien, die Veröffentlichung falscher Informationen sowie von Nachrichten, die in das Privatleben einer Person eingreifen. (anw/c't)

Originalseite siehe:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/100759



18.12.2007 13:55
Demokraten verzögern neues US-Lauschgesetz


Der US-Senat hat nach einer ganztätigen Plenardebatte am gestrigen Montag die Abstimmung über die heftig umkämpfte Novelle des Gesetzes zum Abhören internationaler Telekommunikation auf Mitte Januar verschoben. ...
Hauptstreitpunkt bei der FISA-Neufassung ist, ob und wie weit privaten Überwachungshelfern von Sicherheitsbehörden wie der National Security Agency (NSA) im Nachhinein und künftig Straffreiheit zugesichert werden soll. Derzeit vertreten Bürgerrechtsvereinigungen in etwa 40 anhängigen Gerichtsverfahren Kläger gegen große Telekommunikationsanbieter wegen Beteiligung am NSA-Lauschprogramm. Die betroffenen Telcos, der oberste US-Geheimdienstchef Mike McConnell sowie das Weiße Haus bestürmen den US-Kongress seit längerem, die "rückhaltlose Zusammenarbeit" zwischen den Hilfssheriffs und den Nachrichtendiensten nicht zu gefährden und den Lauschgehilfen Immunität zu gewähren. Trotzdem hat sich das US-Repräsentantenhaus im November gegen eine entsprechende Klausel ausgesprochen. US-Präsident George W. Bush hat aber wiederholt angekündigt, die Novelle ohne Absicherung der Schnüffeltätigkeiten privater Firmen mit seinem Veto blockieren zu wollen.

Als größter Gegner einer "Amnestieregelung" präsentierte sich im US-Senat gestern der Präsidentschaftskandidatenkandidat Christopher Dodd von den Demokraten. "Heute haben wir einen Sieg für die amerikanischen Freiheitsrechte erzielt und eine Botschaft an Präsident Bush geschickt, dass wir seinen Machtmissbrauch und seine Geheimniskrämerei nicht tolerieren werden", teilte er nach Bekanntgabe der Verschiebung der Schlussabstimmung im Senat mit. Weder Bush noch die Telcos, die seine Bestrebungen zur Beschnüffelung der US-Bürger mitgetragen haben, dürften jenseits des Rechts stehen.

Ein Sprecher des Weißen Hauses zeigte sich dagegen schwer enttäuscht. Es werde nun wenig Zeit bleiben, um die Novelle termingerecht zu verabschieden. Jeder Tag Verzögerung "bringt uns näher an ein gefährliches Loch bei der geheimdienstlichen Aufklärung, das wir im Sommer geschlossen haben". Der US-Kongress hatte Anfang August vor der parlamentarischen Unterbrechung noch rasch als Übergangslösung den sogenannten Protect America Act abgesegnet, der bis zum Februar gültig ist. Er erfordert keinen Richterbeschluss für Abhöraktionen außerhalb der USA, enthält aber auch keine Bestimmung zur Straffreiheit der Überwachungsgehilfen. ...

Erst am Sonntag war herausgekommen, dass die Verstrickungen zwischen der NSA und US-Telcos deutlich weiter gehen als zunächst bekannt. Demnach verlangt der technische Geheimdienst teils eine komplette Duplizierung des Telekommunikationsverkehrs an lokalen Netzwerkleitstellen. Für Kommentatoren aus dem linken Spektrum beleuchtet dies erneut, dass sich die USA in genau einen solchen rechtslosen Überwachungsstaat verwandelt haben, vor denen die US-Bürger immer als Kennzeichen "tyrannischer Gesellschaften" und Diktaturen gewarnt worden seien. (Stefan Krempl) / (jk/c't)

gesamter Text + weiterführende Links siehe Originalseite:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/100776



19.12.2007 21:12
Österreichs Bundesrat winkt Sicherheitspolizeigesetz durch


... Das neu gefasste SPG verpflichtet Mobilfunker, auf Polizeibefehl Standortdaten und die internationale Mobilfunkteilnehmerkennung (IMSI) eines Handys preiszugeben. Gleichermaßen müssen Provider Name und Anschrift von Nutzern bestimmter IP-Adressen herausgeben. Eine richterliche Kontrolle der Wünsche der Polizei gibt es nicht mehr, auch eine Information der Betroffenen ist nicht vorgesehen. ...
Zu Beginn der Debatte meldete sich der Wiener Grüne Bundesrat Stefan Schennach zu Wort. ... Der beabsichtigte Einsatz der IMSI-Catcher diene vor allem dem Abhören von Gesprächen. Denn zum angeführten Einsatzzweck der Ortung von Vermissten oder Entführungsopfern seien IMSI-Catcher untauglich, da man erst einmal 50 Meter an das entsprechende Handy herankommen müsse. Zur Ortung selbst reichten auch sogenannte "stille SMS". ... Schließlich verwies Schennach auf die am Montag gestartete Petition der "Initiative für den Schutz vor dem Überwachungsstaat", die bislang rund 8.800 Unterzeichner aufweist. Damit würden tausende Bürger fordern: "Schützt unsere Grund- und Freiheitsrechte. Schützt diese vor allen Begehrlichkeiten sie einzuschränken, sie zu amputieren."

Der Wiener SP-Bundesrat Josef Kalina kritisierte daraufhin Schennachs Partei. "Die Grünen sind eine Anti-Sicherheitspartei. Die Unterschriften kommen nur zustande, wenn die Grünen [die Leute] wahrheitswidrig informieren." Es würden wahrheitswidrig Horrormeldungen verbreitet. "Abhören bleibt weiterhin ohne richterliche Genehmigung nicht möglich. Es wird durch das SPG kein Grundrecht eingeschränkt", insistierte Kalina. Die Novelle diene dem Kampf gegen Hooligans, Verbesserungen beim Auffinden und Bergen von Vermissten und dem Ausforschen von Verursachern gefährlicher Drohungen. ...
Als Letztem wurde Innenminister Günther Platter (ÖVP) das Wort erteilt. Er sagte, dass es nicht um Gesprächsinhalte sondern um Handyortung gehe: "Was wir brauchen, sind die Standortdaten." Damit könnten verunglückte Bergsteiger oder Entführungsopfer gerettet werden. "Wenn wir ein Leben allein retten können, durch so eine Maßnahme, ist es richtig und gut", meinte der Innenminister. Die Auskünfte über die Nutzer von IP-Adressen habe die Polizei schon bisher bekommen, im SPG handle es sich also bloß um eine "Klarstellung der schon bestehenden Angelegenheit." (Daniel AJ Sokolov) / (pmz/c't)

gesamter Text + weiterführende Links siehe Originalseite:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/100870



20.12.2007 13:47
Mehr Transparenz beim Austausch von DNA- und Fingerabdruckdaten in der EU gefordert


... Hustinx äußerte sich nicht nur zu den Detailempfehlungen, sondern zum gesamten Verfahren überaus kritisch. Eine endgültige Version des Textes mit den Umsetzungsregeln sei so noch immer nicht verfügbar, bemängelte er. Das Gesetzgebungsverfahren insgesamt kranke daran, dass die deutsche Präsidentschaft darauf gedrängt habe, ein praktisch fertiges Regelwerk ohne große Änderungen in EU-Recht zu überführen. "Laut der aktuellen Initiative müssen die 27 Mitgliedsstaaten den Weg beschreiten, der bereits durch die sieben Unterzeichnerstaaten festgeschrieben wurde", kritisiert Hustinx das Vorgehen. "Dieser Ansatz verhindert die Entwicklung eines transparenten und demokratischen Gesetzgebungsverfahrens", urteilt Hustinx. Er verringere die Chancen für eine breite Debatte erheblich und berücksichtige weder das Parlament, noch die Datenschutzbehörden. Entgegen einer früheren Empfehlung zur Prüm-Initiative wurde das Büro von Hustinx etwa nicht aufgefordert, eine Stellungnahme aus Sicht des Datenschutzes abzugeben: Seine aktuelle Wortmeldung erfolgt auf eigene Initiative. ... (Monika Ermert) / (jk/c't)

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http://www.heise.de/newsticker/meldung/100907



22.12.2007 12:17
FBI plant weltweit größte biometrische Datenbank


... "Next Generation Identification" heißt das geplante System. Es soll das FBI befähigen, Personen innerhalb und außerhalb der USA anhand von charakteristischen Körpererkennungsmerkmalen zu identifizieren. Im Jahre 2013 soll die "Next Generation"-Datenbank laut der FBI-Abteilungsleiterin für Biometrie, Kimberly Del Greco, dazu imstande sein, Anfragen anhand eines Datenmixes aus Finger- und Handballenabdrücken, Iris-und Gesichtserkennungsmerkmalen abzugleichen. Ein Sicherheitsbeamter am Flughafen soll in Sekundenschnelle erfahren können, ob die Person, deren Hände überprüft wurden, in der Liste der meistgesuchten Kriminellen und Terroristen auftaucht. An anderer Stelle des Berichts wird geäußert, man denke daran, künftig auch die Art und Weise, wie Menschen gehen und reden, als mögliches Identifizierungsmerkmal zu verwenden.
Das neue System soll sich aber nicht nur durch zusätzliche biometrische Daten in einer neuen Qualität und Quantität auszeichnen, sondern auch durch eine verbesserte Kommunikation zwischen verschiedenen Datenbanken. Besonders heikel ist ein geplanter Service des FBI, der als "Rap-Back" bezeichnet wird: Dabei würden auf Anfrage von Arbeitgebern Fingerabdrücke von Angestellten, die auf kriminelle Hintergründe überprüft wurden, in der Datenbank bleiben. Diese Unternehmen könnten dann benachrichtigt werden, falls der betreffende Mitarbeiter in Konflikt mit dem Gesetz gerate. ...
Bereits jetzt soll die FBI-Datenbank 55 Millionen Sets von elektronischen Fingerabdrücken speichern. Täglich werden 100.000 Anfragen mit diesen Daten abgeglichen. 900.000 Strafverfolger dürfen in den USA auf die Fingerabdrucksdatenbank zurückgreifen. Auch wenn das FBI verspricht, den Zugang zur Datenbank genau zu überwachen, ist für Kritiker offensichtlich, dass die Risiken für die Bürger wachsen. Das System sei nicht verlässlich; einige Fälle hätten schon gezeigt, dass Informationen, die in der Datenbank abgelegt seien, fehlerhaft und ungenau sein könnten. Während das FBI behauptet, dass es im Vorhinein sehr schwierig sei zu bestimmen, welche Information Fehler aufweise, ist es für die Betroffenen sehr schwierig, einmal gespeicherte Fehler korrigieren zu lassen. (Thomas Pany) / (psz/c't)

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http://www.heise.de/newsticker/meldung/101009



22.12.2007 16:46
Datenschützer: EU-Beschluss zum Austausch von Fluggastdaten inakzeptabel


... Vorreiter bei den Forderungen nach dem Austausch der sogenannten Passenger Name Records (PNR) waren die USA, die nach 2001 europäische Fluggesellschaften dazu verpflichtet hatten, den Zugriff auf die in die USA reisenden Passagiere zu erlauben. Nachdem der Europäische Gerichtshof ein erstes Abkommen zwischen den EU-Mitgliedsstaaten und dem US-Heimatschutzministerium aus dem Jahr 2004 im vergangenen Jahr für nichtig erklärte, einigten sich EU und US-Behörden 2007 auf ein geändertes Abkommen. Mit der Übereinkunft, die die EU Mitte des Jahres absegnete, werden die Daten von europäischen Flugpassagieren in die USA übermittelt und dort standardmäßig 15 Jahre vorgehalten. Die PNR enthalten dabei nicht nur Namen, Geburts- und Flugdaten, sondern auch Kreditkarteninformationen und beispielsweise besondere Essenswünsche, Buchungen für Hotels oder Mietwagen sowie E-Mail-Adressen und Telefonnummern; insgesamt werden 19 Datenfelder weitergeleitet. Seit 2005 gibt es auch ein Abkommen mit Kanada, neuerdings laufen Verhandlungen zwischen EU und Australien, und auch Südkorea hat angekündigt, dass man künftig Daten von Flugpassagieren anfordern wolle. ...

Einige kritische Punkte hebt Hustinx in seiner Stellungnahme besonders hervor. Neben dem nicht erbrachten Nachweis für die Notwendigkeit des aus seiner Sicht erheblichen Eingriffs in die Grundrechte sind dies Bedenken bezüglich der Vermischung von privaten und öffentlichen Datensammlungen, für die unterschiedliche rechtliche Regeln gelten. Außerdem fehle eine Klarstellung, welche Behörden genau Zugriff auf Daten erhalten können. Schließlich macht dem Europäischen Datenschutzbeauftragten Sorge, dass die Datensätze möglicherweise auch in Länder weitergereicht werden könnten, in denen es keine Datenschutzbestimmungen gibt, die den EU-Standards entsprechen. ... (jk/c't)

gesamter Text + weiterführende Links siehe Originalseite:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/101018

HOFFNUNG IST DER IRRSINNIGE GLAUBE AN DAS UNMÖGLICHE
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Leberkrebs
unregistriert
07.01.2008 22:12 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich vermute fast, da sind nicht Daten "verschwunden" sondern wurden exklusiv für teures Geld an interessierte Konzerne verkauft, die dann auf Löschung bestanden haben damit nicht die Konkurrenz auch die Daten bekommt! Ist aber nur son Gedanke der mir durch den Kopf ging...
Was den Iran angeht, da hab ich wieder so ein total schlechtes Gefühl bei. Einerseits die Behandlung von Frauen dort ist absolute Scheisse. Andrerseits ist es nochmehr Scheisse wenn solche Nachrichten dem George einen Kriegsgrund liefern und iranische Frauen dann vor fliegerbomben flüchten müssen, Angst um ihre Kinder haben, um ihre Söhne oder Ehemänner an der Front, usw... Da wird ein Übel durch ein noch größeres ersetzt? Siehe Irak? Siehe Afghanistan? verwirrt
Arne Kroger
unregistriert
08.01.2008 04:14 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Um den Iran könnten sich auch einfach mal die Nachbarstaaten kümmern, wenn die dafür wenigstens Zeit hätten.
Der Irak ist ja erstmal mit sich selbst beschäftigt. Ebenso Afghanistan dank der deutschen Bundeswehr, die da den Mohnanbau protegieren muss.
Aber der Iran hat -zig andere Nachbarstaaten, die sich mal darum kümmern könnten.
Und mit der Menschenrechtsfrage, was Frauenrechte anbelangt, wird ein Bush keinen Krieg führen können, das werden ihm seine evangelikalen Wähler ("Das Weib schweige in der Gemeinde") übel nehmen, und auch den Saudis dürfte dann allmählich mulmig werden.
Hansi
unregistriert
08.01.2008 17:00 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Warum sollen sich da irgendwelche Nachbarstaaten darum kümmern? Das soll das jeweilige Land mal schön alleine machen. Aber die Diskussion hatten wir hier glaub ich schonmal. Ich finds nicht gut, wenn sich wilfremde Staaten in die Angelegenheiten eines Staates einmischen, ohne das man sie fragt. Ein sehr gutes Bsp. ist der Irak, wo ja jetzt dank der amerikanischen Hilfe Wohlstand, Frieden und Glückseeligkeit herrscht.
Arne Kroger
unregistriert
09.01.2008 02:49 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Mich interessiert das eigentlich einen Scheißdreck, ob die sich Staaten nennen oder wie auch immer.
Ist zwar reinster Calvinismus bis hin zur Apartheid, zu denken, dass einen der Nachbar nix angeht, aber auch dauerhaft eben nachteilig.

A. Weiß ich nicht, ob man nun wirklich, wenn man Nachbarn hat, die Ihr Kind jeden Tag schlagen, man das einfach auf sich beruhen lassen sollte. (Wäre zwar irgendwie konsequent, aber ich weiß eben nicht, ob das so ganz meinen Gewissen entspräche.)
B. Haben die Niederländer das ja auch jahrelang probiert, bis sich dann die Gruppen, um die sie sich nie gekümmert haben, sich in deren Leben eingemischt haben und diese dann anfingen, Islamkritiker umzubringen.

Also, wie gesagt, ob sich da jemand Staat oder so nennt, wäre mir relativ egal, aber auf jeden Fall würde ich es nicht kategorisch ausschließen, ob ich helfen kann, wenn in meiner nächsten Umgebung was passiert, was mir nicht passt.
Hansi
unregistriert
09.01.2008 17:54 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Das is aber ein ganz schön zweischneidiges Schwert @Arne. Es soll auch Fälle geben wo Nachbarn z. B. aus reiner Gehässigkeit oder anderen Lebensansichten wegen den Nachbarskindern zum Jugendamt gerannt sind oder die Bullen anriefen oder was auch immer und wenn du dann noch n richtig bekloppten Beamten erwischt hast, dann hattest du ein Problem. Ausserdem kannst du ja Kindesmisshandlungen nicht mit Krieg vergleichen. Max. in soweit, dass Krieg auch Kindesmisshandelung ist. Und ausserdem wissen wir ja wohl mittlerweile alle, das Amerika den Irak aus purer Solidarität angegriffen hat und nicht etwa wegen dem Erdöl. Augen rollen
Arne Kroger
unregistriert
10.01.2008 05:14 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Hansi
Das is aber ein ganz schön zweischneidiges Schwert @Arne. Es soll auch Fälle geben wo Nachbarn z. B. aus reiner Gehässigkeit oder anderen Lebensansichten wegen den Nachbarskindern zum Jugendamt gerannt sind oder die Bullen anriefen oder was auch immer und wenn du dann noch n richtig bekloppten Beamten erwischt hast, dann hattest du ein Problem. Ausserdem kannst du ja Kindesmisshandlungen nicht mit Krieg vergleichen. Max. in soweit, dass Krieg auch Kindesmisshandelung ist.

Krieg ist Gewalt, die die körperliche Unversehrtheit von Menschen beeinträchtigt, würde er nur Sachschäden anrichten, würde er mich weniger stören und das ist das gleiche, wie eben, wenn ich eine Schlägerei mitbekomme und mir dann überlege, ob ich eingreife oder denke, dass mich das nix angeht. Mich geht das nur dann was an, wenn ich nachvollziehen kann, um was es da geht und das halte ich persönlich bei Staaten, die eine völlig andere Entwicklung wie die in Mitteleuropa genommen haben, für sehr schwer einschätzbar. Aber ich könnte mir durchaus vorstellen, dass es sinnvoll sein kann, einzugreifen, wenn ich mitbekomme, dass in Bayern wieder KZs errichtet werden oder in Österreich. Wobei, das liegt mir auch schon wieder alles zu fern.


Zitat:

Und ausserdem wissen wir ja wohl mittlerweile alle, das Amerika den Irak aus purer Solidarität angegriffen hat und nicht etwa wegen dem Erdöl. Augen rollen


Da muss ich Dich aber enttäuschen, keine kapitalistische Kraft führt Krieg, wenn sie sich nicht auch Profit davon versprechen würde. Die Argumentation, dass man das angeblich wegen Menschenrechte macht, hat Bush erst nachträglich gebracht, als er merkte, dass es Bevölkerungen gibt, die so dumm sind wie die Deutschen und das auch geglaubt haben, als Schröder/Fischer einen Angriffskrieg gegen Serbien führten.
Hansi
unregistriert
10.01.2008 16:11 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Krieg ist Gewalt, die die körperliche Unversehrtheit von Menschen beeinträchtigt, würde er nur Sachschäden anrichten, würde er mich weniger stören und das ist das gleiche, wie eben, wenn ich eine Schlägerei mitbekomme und mir dann überlege, ob ich eingreife oder denke, dass mich das nix angeht. Mich geht das nur dann was an, wenn ich nachvollziehen kann, um was es da geht und das halte ich persönlich bei Staaten, die eine völlig andere Entwicklung wie die in Mitteleuropa genommen haben, für sehr schwer einschätzbar. Aber ich könnte mir durchaus vorstellen, dass es sinnvoll sein kann, einzugreifen, wenn ich mitbekomme, dass in Bayern wieder KZs errichtet werden oder in Österreich. Wobei, das liegt mir auch schon wieder alles zu fern.


Mh, also ich würds auch schon schlimm finden wenn Millionen von Menschen plötzlich obdachlos werden, nur weil irgendeine machtgeile Nation ihre Häuser wegsprengt. Und selbst wenn ich bei einer Schlägerei eingreife, dann ja wohl hoffentlich nicht so, dass ich einfach nur mitprügele. Dann lass ich mich ja auf das selbe Niveau wie die zwei streitenden Parteien runter. Aber im Fall z. B. des Irakkrieges wars ja so, dass ein solcher "Aufpasser" oder "Beobachter" einen Konflikt gesehen hat und dann als aussenstehender die "Schlägerei" begonnen hat.

Zitat:
Da muss ich Dich aber enttäuschen, keine kapitalistische Kraft führt Krieg, wenn sie sich nicht auch Profit davon versprechen würde. Die Argumentation, dass man das angeblich wegen Menschenrechte macht, hat Bush erst nachträglich gebracht, als er merkte, dass es Bevölkerungen gibt, die so dumm sind wie die Deutschen und das auch geglaubt haben, als Schröder/Fischer einen Angriffskrieg gegen Serbien führten.


Und wieso sind deswegen jetzt amerikanische Kriege besser als deutsche?
Arne Kroger
unregistriert
11.01.2008 04:22 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Hansi
Mh, also ich würds auch schon schlimm finden wenn Millionen von Menschen plötzlich obdachlos werden, nur weil irgendeine machtgeile Nation ihre Häuser wegsprengt. Und selbst wenn ich bei einer Schlägerei eingreife, dann ja wohl hoffentlich nicht so, dass ich einfach nur mitprügele. Dann lass ich mich ja auf das selbe Niveau wie die zwei streitenden Parteien runter. Aber im Fall z. B. des Irakkrieges wars ja so, dass ein solcher "Aufpasser" oder "Beobachter" einen Konflikt gesehen hat und dann als aussenstehender die "Schlägerei" begonnen hat.


Fast, @Hansi. Ich weiß zwar nicht, was in der BILD-Zeitung steht, aber in Wiki steht was von 1,3 Mio getöteter Irakis während der Zeit Saddam Husseins und 60000 Toten seit dem Einmarsch der US-Truppen. Das sind ungefähr 4% von den Toten, die derjenige, der die Schlägerei ja angeblich nicht provoziert hat, verursacht hat.


Zitat:

Und wieso sind deswegen jetzt amerikanische Kriege besser als deutsche?


Die US-Amerikaner haben bislang im Gegensatz zu den deutschen keine Weltkriege anfangen können, bislang waren die Opferzahlen bei Kriegen, die die USA alleine führten etwas geringer als die, die Deutschland angezettelt hat.
Und irgendwie mittlerweile auch unerheblich, da ich keinen Krieg kenne, an denen die USA seit Vietnam alleine beteiligt waren und seitdem es wieder Großdeutschland gibt, gab es auch keinen Krieg der USA, an denen die BRD nicht mitbeteiligt war.
Hansi
unregistriert
11.01.2008 13:17 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Fast, @Hansi. Ich weiß zwar nicht, was in der BILD-Zeitung steht, aber in Wiki steht was von 1,3 Mio getöteter Irakis während der Zeit Saddam Husseins und 60000 Toten seit dem Einmarsch der US-Truppen. Das sind ungefähr 4% von den Toten, die derjenige, der die Schlägerei ja angeblich nicht provoziert hat, verursacht hat.


Was in der Bild-Zeitung steht weiß ich auch nicht, wie ich hier bestimmt auch schon 100 mal gesagt habe, aber nu gut, offensichtlich willst du mir das weiterhin unterstellen. Und jeder unbeteiligte Tote ist erstmal ein Toter zuviel. Das Diktatoren scheiße sind weiß ich auch, nur hätte man das anders lösen müssen. Dieser Krieg wird ja noch viele weitere Opfer fordern und ich denke die Saddam-Quote wird noch geknackt, is ja nich so das da jetzt im Irak Friede, Freude, Eierkuchen herrscht. Saddam war ja auch um einiges länger im Amt, als wie der Krieg dort tobt. Und nur weil ein kleiner gernegroß Diktator ne dicke Lippe riskiert muss unsere "Weltpolizei" natürlich gleich derb drauf hauen, ausserdem stehen da ja wie schon gesagt auch wirtschaftliche Interessen im Hintergrund. Gäbe es im Irak nix zu holen, wärs Amerika wohl scheißegal gewesen ob da ein irrer Diktator das Zepter schwingt.

Zitat:
Die US-Amerikaner haben bislang im Gegensatz zu den deutschen keine Weltkriege anfangen können, bislang waren die Opferzahlen bei Kriegen, die die USA alleine führten etwas geringer als die, die Deutschland angezettelt hat.
Und irgendwie mittlerweile auch unerheblich, da ich keinen Krieg kenne, an denen die USA seit Vietnam alleine beteiligt waren und seitdem es wieder Großdeutschland gibt, gab es auch keinen Krieg der USA, an denen die BRD nicht mitbeteiligt war.


Warum sollten die auch Weltkriege anfangen sollen, wo sie eh die mächtigste Nation sind und wo die Gefahr besteht, dass man diesen ja auch verlieren könnte und seine Machtposition gefährdet. Nee, die Schikanieren lieber kleine Natiönchen und holen sich ähnliche auch als Verbündete wo man weiß, dass man eh gewinnt. Und Krieg im Allgemeinen ist sowieso scheiße und auch mir völlig egal wer da nun "angefangen" hat. Das is schließlich keine Kindergarten (sollte man meinen).
Arne Kroger
unregistriert
12.01.2008 03:27 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Hansi
Dieser Krieg wird ja noch viele weitere Opfer fordern und ich denke die Saddam-Quote wird noch geknackt, is ja nich so das da jetzt im Irak Friede, Freude, Eierkuchen herrscht.


Yep, um genau zu sein, wenn wir von den bisherigen Opferzahlen ausgehen, wird schon im 84 Jahren das erreicht sein, was Saddam hinbekommen hat. Also im Jahre 2091 können wir uns dann nochmal unterhalten, wenn die Bomberei da weiter geht, ob der US-Einmarsch genau so viele Opfer forderte wie Hussein in seiner Regierungszeit, wobei Du dann aber auch bitte berücksichtigen musst, dass Hussein, wäre er noch bis 2091 an der Macht nochmal 4,5 Mio Menschen hätte ermorden lassen. Ich persönlich finde 60000 Tote noch etwas besser als 1,3 Mio.


Zitat:

Und nur weil ein kleiner gernegroß Diktator ne dicke Lippe riskiert muss unsere "Weltpolizei" natürlich gleich derb drauf hauen, ausserdem stehen da ja wie schon gesagt auch wirtschaftliche Interessen im Hintergrund.


1,3 Mio Tote sind also in Deinem Sprachgebrauch "'ne dicke Lippe". Und was waren dann Hitlers 6 Mio. vergaster Juden? Hatte der nur "'ne große Fresse"???
Möchtest Du mal PR-Manager von Bayer oder anderen Firmen werden, die das Giftgas an Hussein geliefert, mit denen er die Kurden versuchte, auszurotten? Mach' mal weiter so, wenn Du über 1,3 Mio Tote so lapidar hinweggehen kannst, kann ich Dir eine große Karriere in der deutschen Industrie versprechen.


Zitat:

Warum sollten die auch Weltkriege anfangen sollen, wo sie eh die mächtigste Nation sind und wo die Gefahr besteht, dass man diesen ja auch verlieren könnte und seine Machtposition gefährdet


Wie definierst Du eigentlich Macht???
Also, die größte Wirtschaftsmacht sind sie nicht, da ist die EU mächtiger, menschenmäßig sind China und Indien wesentlich größer und flächenmäßig ist Rußland größer. Maximal haben sie noch immer den größte Militäretat der Welt. Dass das denen auch nicht mehr viel hilft, sieht man ja gerade wirklich recht schön an den Kriegen, die sie führen.

MAUS

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15.01.2008 08:06 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

03.01.2008 20:07
EU-Kommission pocht auf Umsetzung der Vorratsdatenspeicherung


Die EU-Kommission hat 19 Mitgliedstaaten offiziell gerügt, weil sie die heftig umstrittenen EU-Vorgaben zur Vorratsspeicherung von Telefon- und Internetdaten noch nicht ins nationale Recht umgesetzt haben. Erst acht von 27 EU-Staaten hätten entsprechende Gesetze beschlossen und nach Brüssel gemeldet, wie die Kommission am heutigen Donnerstag laut dpa mitteilte. Alle säumigen Länder hätten deshalb schon Ende November Mahnbriefe erhalten. Deutschland gehört inzwischen zu den mustergültigen Vorreitern: Hier traten die heiß umkämpften Verpflichtungen zur sechsmonatigen Aufzeichnung von Nutzerspuren im Rahmen des Gesetzes zur Neuregelung der Telekommunikationsüberwachung an Neujahr trotz heftiger Proteste von vielen Seiten in Kraft. Allerdings haben Gegner – ausgerüstet mit rund 30.000 Vollmachten besorgter Bürger – Verfassungsbeschwerde gegen die Novelle eingelegt.

Der EU-Rat mit den Vertretern der nationalen Regierungen hatte die Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung Ende Februar 2006 abgesegnet. Zuvor hatte das EU-Parlament die Direktive mit den Stimmen der großen Volksparteien bereits im Dezember 2005 beschlossen. Sie lässt den Mitgliedsstaaten gewissen Spielraum bei der Implementierung. So legt sie die Minimaldauer für die verdachtsunabhängige Vorhaltung von Verbindungs- und Standortdaten auf sechs Monate, die Höchstfrist auf zwei Jahre fest. Irland und die Slowakei stimmten im Ministerrat gegen die Richtlinie, da ihnen die Vorgaben in jede Richtung zu eng erschienen. Die irische Regierung legte in Folge Klage gegen die Regelungen beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) ein. Sie beruft sich darauf, dass die Strafvorschriften auf Basis einer falschen EU-Rechtsgrundlage beschlossen wurden.

Branchenverbände, Datenschützer, zivilgesellschaftliche Organisationen sowie linksliberale Politiker kritisierten im Vorfeld auf EU-Ebene den mit der Vorratsdatenspeicherung einhergehenden Paradigmenwechsel im Strafrecht scharf. Ihrer Ansicht nach begründet die Maßnahme einen Generalverdacht auch gegenüber Unschuldigen. Vollzug gemeldet haben nach Kommissionsangaben bisher nur Frankreich, Großbritannien, Spanien, Belgien, Lettland, Dänemark, Tschechien und Estland. Ende vergangenen Jahres lag eine Umsetzungsmeldung aus Berlin nicht vor, so dass auch die Erinnerungsnote auch an die Bundesregierung ging. Das Schreiben konnte inzwischen aber zu den Akten gelegt werden.

Das Vereinigte Königreich hat die Vorgaben derweil bislang nur zum Teil umgesetzt. So hat die dortige Labour-Regierung den gesamten Internetbereich von der beschlossenen einjährigen Vorratsdatenspeicherung ausgenommen. Das britische Innenministerium begründete diese Entscheidung damit, dass eine Einbeziehung der Internetdaten nicht angemessen gewesen wäre. Als Gründe nannte es "spezielle technische Probleme" und Ressourcenengpässe bei Zugangsanbietern. Hierzulande gilt eine einjährige "Schonfrist" für Internetprovider. Generell greifen Bußgelder bei einem Verstoß gegen die Bestimmungen erst 2009. (Stefan Krempl) / (pmz/c't)

Originalseite:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/101268/


Apropos China...:

11.01.2008 21:17
Chinas erster "Bürgerjournalist" wurde von Polizisten zu Tode geprügelt


In China wurde der erste "Bürgerjournalist", wie Reporter ohne Grenzen sagen, von Angehörigen einer schon lange wegen ihrer Willkür und Brutalität unbeliebten Stadtpolizei (Chengguan) zu Tode geprügelt. Wei Wenhua wollte mit seiner Handykamera am Montag in einem Dorf in der Nähe der Stadt Tianmen filmen, wie Polizisten versuchten, Menschen mit Gewalt zu vertreiben. Sie blockierten Müllfahrzeuge, um so zu verhindern, dass weiter Abfall, der die Luft verpestet und das Grundwasser kontaminiert, entladen wird. Der 41-jährige Wei hatte die Szene aus dem Auto gesehen, in dem er mit einem Kollegen gefahren war, und war dann mit seinem Handy ausgestiegen, um Aufnahmen zu machen. Als die Polizisten dies sahen, schlugen Dutzende auf den Mann ein. Auf dem Weg ins Krankenhaus ist Wei gestorben. Das Handy wurde zwar gefunden, die aufgenommenen Bilder waren aber gelöscht worden. Was Wei mit den Bildern hätte machen wollen, ist nicht bekannt.

Auch die staatlichen Medien berichteten über den Vorfall. Tausende von Menschen sollen am Dienstag in Tianmen gegen die Polizeibrutalität demonstriert haben, die Behörden haben laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua inzwischen vier der beteiligten Polizisten festgenommen und ermitteln insgesamt gegen 100.

Chengguan, eine Abkürzung für Chinese City Management Administration and Implementation of Law, gibt es in jeder chinesischen Stadt. Die Polizei wurde etabliert, um kleine Straftaten zu verfolgen, Wanderarbeiter zu kontrollieren und für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Chengguan haben bereits mehrere Menschen getötet, und es gab immer wieder Proteste gegen sie.

Unmut über den Vorfall in Tianmen und die Chengguan wurde vor allem im Internet laut. Auf Global Voices wurden Kommentare chinesischer Blogger übersetzt und zusammengestellt. Die Kritik zeigt, dass das Internet in China trotz der Verfolgung von Oppositionellen und der Überwachung noch immer Möglichkeiten einer freieren Meinungsäußerung bietet.

Reporter ohne Grenzen machen jedoch darauf aufmerksam, dass Wei Wenhua wahrscheinlich nur der erste Bürgerjournalist gewesen sein könnte, der getötet wurde, weil er etwas beobachten und dokumentieren wollte. Das werde immer mehr gemacht und sei eine Möglichkeit, den Machtmissbrauch von Sicherheitskräften in der Öffentlichkeit anzuprangern. Hingewiesen wird auf eine kürzlich erlassene Verordnung, nach der nur noch staatlich zugelassene Medien im Internet Video- oder Audio-Aufnahmen veröffentlichen dürfen. (fr/Telepolis)

Originalseite:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/101685


13.01.2008 10:41
Österreichs Autobahnen sollen videoüberwacht werden


Das österreichische Verkehrsministerium wälzt Pläne, die auf eine Videoüberwachung der österreichischen Autobahnen hinauslaufen. Er habe eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die sich mit diesem Thema befasse, sagte Verkehrsminister Werner Faymann (SPÖ) der von der Republik Österreich herausgegebenen Wiener Zeitung. "Ich will umgekehrt zu Deutschland vorher eine Diskussion und genaue gesetzliche Richtlinien. Wenn ein Weg gefunden wird, wo Missbrauch ausgeschlossen ist, dann bin ich dafür." Laut dem Bericht will der Minister "in Übereinstimmung mit Datenschützern" vorgehen.

Die im Bundeskanzleramt angesiedelte Datenschutzkommission hat bereits die Videoüberwachung durch die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und die Wiener Linien (öffentlicher Personennahverkehr) genehmigt. Deren Aufnahmen dürfen zunächst nur 48 Stunden gespeichert werden. Zusätzlich zu den gesetzlich geregelten Fällen sollen sie der Polizei zur Verfügung gestellt werden, "wenn zu erwarten ist, dass dadurch die Aufklärung einer vorsätzlich begangenen, mit mehr als einjähriger Freiheitsstrafe bedrohten strafbaren Handlung gefördert werden kann". Die Wiener Linien haben 2005 für die Einführung von Videoüberwachung in U- und Straßenbahnwaggons trotz rückläufiger Kriminalitätsrate einen Big Brother Award erhalten.

Mit seinem aktuellen Vorhaben kommt der Verkehrsminister Forderungen von Polizeiseite nach. Ranghohe Polizeibeamte wünschen sich etwa eine Verknüpfung der rund 2.000 Kameras der Autobahnen-Betreibergesellschaft ASFINAG mit dem Fahndungscomputer des Innenministeriums. Fahrzeugtypen und Nummerntafeln sollen erkannt und verfolgt werden. Auch im Programm der österreichischen Bundesregierung (eine Koalition aus SPÖ und ÖVP) findet sich der Plan, "taugliche Rechtsgrundlagen für Videoüberwachung durch Private im öffentlichen Raum" zu schaffen. (Daniel AJ Sokolov) (tig/c't)

Originalseite:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/101704


13.01.2008 18:14
Österreichs Grüne drehen den Überwachungs-Spieß um


"Wir überwachen die Überwacher!" Unter diesem Motto steht ein neues, von den österreichischen Grünen initiiertes Projekt namens Platterwatch. Mithilfe der Online-Community soll der Innenminister der Republik, Günther Platter (ÖVP) bei seinen öffentlichen Auftritten überwacht werden. Fotos, Videos und Berichte werden gesammelt und online gestellt, wobei die Initiatoren auch auf die Hosting-Dienste von YouTube und Flickr zurückgeifen wollen. "Nur ein gut kontrollierter Innenminister ist ein guter Innenminister", heißt es auf der Website. Die privaten Erledigungen des ÖVP-Politikers sind für die Überwachungs-Überwacher allerdings tabu.

Der Innenminister hat schon reagiert", schreibt Peter Pilz, Sicherheitssprecher der österreichischen Grünen im zugehörigen Blog. "Bis vor kurzem sind seine öffentlichen Auftritte Wochen vorher angekündigt worden. Plötzlich ist das anders. Erst am Tag vorher wird bekannt gegeben, wo der Minister ist und was er dort tut." Die erste Dokumentation ist aus Österreichs zweitgrößter Stadt Graz vom 9. Januar aus der Endphase des dortigen Gemeinderats-Wahlkampfes. Fotos und ein Video zeigen, wie Innenminister Platter gemeinsam mit dem Grazer Bürgermeister und ÖVP-Spitzenkandidaten Siegfried Nagl eine Tafel enthüllt, die auf neu installierte Überwachungskameras hinweist.

Anlass für die neue Initiative sind vor allem die von Platter beabsichtigte Einführung von Trojanern zur Spionage auf privaten Computern sowie das novellierte Sicherheitspolizeigesetz (SPG), das Mobilfunker verpflichtet, auf Polizeibefehl Standortdaten und die internationale Mobilfunkteilnehmerkennung (IMSI) eines Handys preiszugeben. Gleichermaßen müssen Provider Name und Anschrift von Nutzern bestimmter IP-Adressen herausgeben. Eine richterliche Kontrolle der Wünsche der Polizei gibt es nicht mehr, auch eine Information der Betroffenen ist nicht vorgesehen. Als Reaktion haben drei Informatik-Professoren und eine Richterin gemeinsam mit den Grünen eine "Initiative für den Schutz vor dem Überwachungsstaat" gestartet. Sie sammeln online Unterschriften gegen den Überwachungsstaat und möchten mittels einer parlamentarischen Petition eine Beratung des SPG im Parlament erreichen. Rund 19.000 Bürger haben bereits unterzeichnet.

Unterdessen wurde auf der Platterwatch-Site jenes Formular (PDF) veröffentlicht, das die Bundespolizeidirektion Wien entworfen hat, um Polizisten die Anforderung der Daten von Netzbetreibern zu erleichtern. Informationen von bis zu 30 Personen können auf einmal erfragt werden. Dabei können auf dem Formular auch Datenanforderungen gestellt werden, die rechtswidrig sind. So kann etwa die Beauskunftung von Vermittlungsdaten mit der "Abwehr gefährlicher Angriffe" begründet werden – dafür ist aber eine richterliche Genehmigung erforderlich. Mit der gleichen Begründung ist es möglich, die Preisgabe von IMSI-Nummern (International Mobile Subscriber Identity) zu verlangen – dies ist jedoch nur im Falle der Ortung eines gefährdeten Menschen gesetzeskonform. Da keine richterliche Kontrolle mehr erfolgt, liegt es allein an den Mitarbeitern der Mobilfunker und Internetprovider zu kontrollieren, ob der Auskunftswunsch der Polizei gesetzlich gedeckt ist. "Das Formular lädt zum Missbrauch ein. Bei Tausenden Anforderungen ist der Missbrauch garantiert", heißt es dazu auf Platterwatch.at. (Daniel AJ Sokolov) (hob/c't)

Originalseite:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/101715

HOFFNUNG IST DER IRRSINNIGE GLAUBE AN DAS UNMÖGLICHE
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Hansi
unregistriert
15.01.2008 15:27 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Yep, um genau zu sein, wenn wir von den bisherigen Opferzahlen ausgehen, wird schon im 84 Jahren das erreicht sein, was Saddam hinbekommen hat. Also im Jahre 2091 können wir uns dann nochmal unterhalten, wenn die Bomberei da weiter geht, ob der US-Einmarsch genau so viele Opfer forderte wie Hussein in seiner Regierungszeit, wobei Du dann aber auch bitte berücksichtigen musst, dass Hussein, wäre er noch bis 2091 an der Macht nochmal 4,5 Mio Menschen hätte ermorden lassen. Ich persönlich finde 60000 Tote noch etwas besser als 1,3 Mio.


Tot ist tot. Und jeder Tote ist zuviel. Ich hab ja nix dagegen, dass man Saddam stoppen wollte (wobei, nochmal, dass war ja nur sekundäres Ziel dieses Krieges). Gewalt mit Gegengewalt zu bekämpfen war nun aber leider schon immer das einzige Mittel das alle kennen.

Zitat:
1,3 Mio Tote sind also in Deinem Sprachgebrauch "'ne dicke Lippe". Und was waren dann Hitlers 6 Mio. vergaster Juden? Hatte der nur "'ne große Fresse"???
Möchtest Du mal PR-Manager von Bayer oder anderen Firmen werden, die das Giftgas an Hussein geliefert, mit denen er die Kurden versuchte, auszurotten? Mach' mal weiter so, wenn Du über 1,3 Mio Tote so lapidar hinweggehen kannst, kann ich Dir eine große Karriere in der deutschen Industrie versprechen.


Die dicke Lippe bezog sich nicht auf die Toten, sondern auf die Hetzerei gegen die westliche Welt, genauso, wie es jetzt auch der Iran gemacht hat.

Zitat:
Wie definierst Du eigentlich Macht???
Also, die größte Wirtschaftsmacht sind sie nicht, da ist die EU mächtiger, menschenmäßig sind China und Indien wesentlich größer und flächenmäßig ist Rußland größer. Maximal haben sie noch immer den größte Militäretat der Welt. Dass das denen auch nicht mehr viel hilft, sieht man ja gerade wirklich recht schön an den Kriegen, die sie führen.


Macht ist für mich alles, wo eine Partei Druck oder Forderungen an eine andere Partei stellt und sobald diese nicht eingehalten werden, harte Strafen drohen.
Arne Kroger
unregistriert
16.01.2008 01:20 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Hansi
Gewalt mit Gegengewalt zu bekämpfen war nun aber leider schon immer das einzige Mittel das alle kennen.


Und wie machst Du das, wenn Dich einer umbringen will?
Hansi
unregistriert
16.01.2008 18:24 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich versuch mit ihm irgendwie zu reden?!? Klar kommt jetzt von dir bestimmt gleich der Vogelzeig und die ganz große Lachnummer, aber bevor ich mich auf ein solches Steinzeitmenschen Niveau runter lasse, lass ich mich lieber umbringen. Selbst wenn ein Diktator wie Saddam immer weiter macht (bzw. gemacht hätte), dann hat er irgendwann kein Volk mehr, dass er schikanieren kann. Und ich meine, solche Diktatoren sind auch nur Menschen. Max. Gewalt anwenden würde ich, wenn jemand einem oder mehreren Menschen die mir sehr wichtig sind etwas antut, dann könnt ich glaub ich auch nicht mehr ruhig bleiben.

lachs0r




16.01.2008 19:32 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Big Brother bei Microsoft

Umstrittener Patentantrag: Der weltgrößte Software-Konzern plant ein Überwachungssystem für Angestellte, das seinesgleichen sucht: Puls, Hirnwellen, Atemfrequenz — sogar der Gesichtsausdruck soll erfasst werden.
Die lückenlose Überwachung und Kontrolle über Angestellte ist wohl der Traum vieler Unternehmen. Microsoft will ihn für sich wahr machen und hat ein System zum Patent angemeldet, mit dem die Leistung von Mitarbeitern anhand physiologischer Daten erfasst werden soll. Schon Mitte 2006 wurde beim US Patent & Trademark Office ein entsprechender Antrag gestellt; erst Anfang 2008 wurde dieser bekannt und von Times Online entdeckt.
Die Überwachung, so wie sie sich Microsoft vorstellt, ist nahezu lückenlos: Mit Drahtlos-Sensoren sollen neben Herzschlag, Blutdruck, Körpertemperatur, Hautwiderstand, Hirnwellen und Atemfrequenz selbst der Gesichtsausdruck erfasst werden. Frustriert vom Chef? Achtung, das bekommt er immer mit. Man hat sich die Nacht um die Ohren geschlagen? Das System erkennt bereits am Morgen überdurchschnittliche Müdigkeit und könnte geringere Leistungsfähigkeit signalisieren. Laut Times Online wäre Microsoft das erste Unternehmen, das eine Technik zur permanenten Überwachung normaler Arbeitsplätze einsetzen könnte. So beobachtet fühlen sich bislang nicht mal Berufsstände wie Piloten oder Astronauten, bei denen eine Überwachung üblich ist.



Ziel der Technik ist die Leistungsbeurteilung Einzelner oder Arbeitsgruppen durch das Erstellen von Profilen über einen längeren Zeitraum. Freilich denkt Microsoft auch im Sinne seiner Mitarbeiter: Erkennt »Big Brother« beispielsweise, dass mehrere Angestellte das gleiche TV-Programm sehen oder das gleiche machen, könne man laut Patentantrag etwa passende Diskussiongruppen eröffnen — um die sozialen Beziehungen untereinander zu fördern.

http://www.tomshardware.com/de/Microsoft...ews-240368.html
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Hansi
unregistriert
16.01.2008 19:48 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Und der weltweit größte Softwarekonzern kommt... ...na.... RICHTIG!!! Aus den USA Zunge raus .
Arne Kroger
unregistriert
17.01.2008 01:44 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:

Und ich meine, solche Diktatoren sind auch nur Menschen.


Genau, jeder hat mal einen schlechten Tag, da kann man schon mal 1, 3 Mio Menschen vergasen, kann immer mal passieren.
Hansi
unregistriert
17.01.2008 02:55 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Nein, dass mein ich nicht. Ich wollte sagen das auch Diiktatoren nur Menschen sind, die ihre Ansichten und ihre Leben verändern können, wenn sie nur einmal den Schlüssel dazu finden und einsehen, dass das was sie da tun totaler Wahnsinn ist. Diese Machtgeilheit bricht jedem der ihr nacheifert irgendwann das Genick, auch wenns leider fast immer erst kurz vor dem Tod ist, dass man einsieht, dass man irgendwas verkehrt gemacht hat, anstatt mal viel früher das Gehirn einzuschalten.

MAUS

Too old to die young

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08.02.2008 11:17 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

29.01.2008 11:13
In Großbritannien werden täglich 1000 Abhöraktionen gestartet


Großbritannien ist eines der Pionierländer für die Überwachung. Ganz vorne ist das Land etwa bei der Zahl der installierten Überwachungskameras oder beim Ausbau der Gendatenbank. Kritisiert wurde vielfach, dass Großbritannien zu einem der ersten "Überwachungsstaaten" werden könnte. Dass es bis dahin nicht mehr weit ist, bestätigen neue Daten, wie der Telegraph berichtet. Britische Behörden beginnen täglich durchschnittlich 960 Lauschaktionen, wie Sir Paul Kennedy, der Beauftragte der Regierung zur Kontrolle der Kommunikationsüberwachungen, in einem Bericht für das Jahr 2007 mitteilt. Das ist doppelt so viel wie im Jahr 2006.

In Großbritannien wurden der Überwachung der Tele- und Internetkommunikation Tür und Tor geöffnet mit einem Zusatz zum Abhörgesetz RIPA (Regulation of Investigatory Powers Act 2000). Danach dürfen insgesamt 653 Minsterien, Behörden und Institutionen bis hinunter zu kommunalen Behörden oder der Feuerwehr ohne vorherige richterliche Genehmigung abhören.

Von April bis Dezember 2007 wurden 253.557 Anträge zum Abhören der privaten Kommunikation gestellt und die meisten vermutlich genehmigt. Darunter befanden sich 122 lokale Behörden, die in 1.600 Fällen abhören wollten. In über 1000 Fällen wurden beim Abhören Fehler gemacht, beispielsweise aufgrund falscher Angaben Telefone von völlig unverdächtigen Menschen abgehört. Die Genehmigung erteilen höhere Beamte in den Stadt- und Gemeindeverwaltungen. Die Geheimdienste benötigen die Erlaubnis von Ministern, die Polizei von hohen Polizeichefs. Abgehört wird nicht nur die Kommunikation von Terroristen oder Kriminellen, sondern auch von verdächtigen Steuerhinterziehern oder Umweltsündern.

Die durch Abhören gewonnenen Informationen dürfen allerdings nicht vor Gericht verwendet werden. Paul Kennedy erklärt, das Abhören habe trotzdem viele wichtige Informationen für die Strafverfolgung geliefert und wendet sich gegen eine Gesetzesänderung, die von manchen Politiker gefordert wird. (fr/Telepolis)

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