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Ich, The-Unity und ein neuer Weg?
18.11.2009 14:29 |
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Hallo an alle,
ich bin vor einem halben Jahr zufällig auf den Film Zeitgeist gestoßen. Nach Teil 1 habe ich mir dann auch Zeitgeist Addendum angeschaut. Um ehrlich zu sein, ich war beeindruckt und schockiert von der Welt. Doch dann fing es an…
Ich habe in meiner unersättlichen Neugier weiter recherchiert. So stieß auf Nachrichtenartikel zur Löschung von Zeitgeist Gruppen auf SchuelerVZ oder Themen zu Zeitgeist in Wikipedia. Tja, aber eines wurde nicht gelöscht. Die Wikipedia Diskussion zu einem Zeitgeistartikel. Ich war am Boden zerstört, als ich Sachen wie „Zeitgeist ist eine Lüge – nicht einmal 10 % sind wahre Fakten!“ las. Diese Behauptung stellte sich auch als wahr heraus. Dennoch kann ich heute sagen, Zeitgeist ist zwar gelogen, aber im Grunde genommen hat es doch einen wahren, ehrlichen Kern! Aber wie kam ich zu dieser Aussage?
Nun, ich will es euch erklären. Nach der Diskussion in Wikipedia war ich so enttäuscht, dass ich das Interesse an so etwas verlor. Nur ab und zu flammte es kurz auf. Eines Tages passierte es dann, dass mehrere Ereignisse, die ich jetzt nicht weiter erklären will, sonst schreibe ich noch einen Roman
, eintraten… Ich war wieder voll interessiert, nahm meine Arbeiten wieder auf und fand täglich neues Material, neue Erkenntnisse.
"Schuld" daran ist wie immer das Internet gewesen.
Irgendwann kam ich dann zu dem Schluss, dass ich entweder Verstärkung suchen oder die Dinge selbst in die Hand nehmen müsse. Auf einmal stieß ich auf „An alle Außerirdischen“. Ich sah das Video zweimal. Dann erst schaute ich mir die Hintergrundinfos an. Das Video gibt es seit dem 18. Dezember 2008 – 11 Monate schon. Doch es ist bis jetzt erst 2980 mal gesehen worden. Da ist etwas schief gelaufen – gewaltig schief…
(Anmerkung: Ich möchte mich keinesfalls nur an diesem Video festlegen, nutze es aber als Beispiel!)
Doch was war es, dass dieses Video so unbekannt war? Niemand hatte sich je darum gekümmert, vermute ich. Und an diesem Punkt des Textes kommen wir nun zu einem Problem. Einem Problem, das auch ihr – die Unity-Gruppe – habt. Ihr habt euch professionell ausspielen lassen. Ja, wirklich! Nach den Informationen, die ich habe, gibt es euch jetzt schon annähernd 10 Jahre. (Dies habe ich aus einem Interview zwischen sagmal.de und DianTheSaint geschätzt.) In diesen zehn Jahren habt ihr zwar nach und nach erkannt, dass unser gesamtes System nicht funktionstüchtig ist, aber ihr habt dieses Wissen ungenügend weiter gegeben. Was nutzen Videos, wenn sie fast nicht beachtet werden? Was nützt eine Website, wenn sie versteckt ist? Ihr habt euch einfach vom System ausspielen lassen. Nun ist zum Beispiel euer Forum nicht mehr auf das Eigentliche konzentriert, sondern vollgespammt von kirchlichen Fragen, Vermutungen, Fragen über alltägliche Dinge wie Zufriedenheit und Depression. Natürlich kann man jedes Thema durchkauen und zu lösen versuchen, aber bedenkt den Nutzen-Zeit-Faktor. Dies ist euer Problem. Trotz aller Warnungen seid ihr leider nicht bereit, zu verstehen, dass ihr nicht ewig Zeit habt. Wenn ihr also auf alle Fragen der Erde und des Universums eingeht, könnt ihr 100 Jahre schreiben und lesen, aber ihr hättet noch nicht einmal ein zehntel gelöst!
Kurzum, ihr habt realistische Visionen, denn nur wer an Wunder glaubt, ist ein Realist, aber ihr habt euch nicht auf das Wesentliche konzentriert. In den Jahren seit der Gründung seid ihr eine kleine Gemeinde geblieben und die Welt um euch rum ist noch viel schlimmer geworden. Noch aber – wie auch Dian in einigen Videos schreibt – ist es nicht zu spät. Ihr müsst das System mit seinen eigenen Waffen schlagen. So und nur so kann man Änderungen erzwingen. Änderungen, die schon lange überfällig sind. WACHT AUF! Auch ihr, jedenfalls die Meisten von euch, wurdet eingelullt. Nun ist es Zeit für einen neuen Anfang. Schlagt sie mit ihren eigenen Mitteln. Wie aber?
Es gibt viele Möglichkeiten auf den unterschiedlichsten Ebenen. Nur öffentlich muss es sein, nur öffentlich kann es gehen. Aktionsbündnisse, Flyer, sogar eine Partei wären Lösungen. Es muss etwas getan werden, denn möglicherweise habt ihr viel weniger Zeit, als ihr euch vorstellen könnt. Aber beginnt bei euch selbst! Denkt noch gründlichst nach und überlegt dann, ob ihr den Mut habt. Den Mut für eine Sache zu kämpfen, die in aller Augen unmöglich erscheint.
Ich danke euch, dass ihr dies gelesen habt und kann nur hoffen, dass auch euch meine innersten Gefühle und Regungen erreichen. Hoffen, dass ihr die noch ungenutzten Möglichkeiten erkennt. Hoffen, dass ihr euch für jedermann verständlich macht. Hoffen, dass es endlich losgeht. Es ist nämlich fünf vor zwölf…
So perfide es auch klingt, aber ihr müsst das tun, was ihr eigentlich nie tun würdet. Ihr müsst werben für euch und eure Sache. Ihr müsst euch gegen Angriffe verteidigen, aber gleichzeitig auch einen Gegenangriff starten. Tut es, und ihr werdet sehen, dass man es schaffen kann. Es schaffen kann, knapp sieben Milliarden Menschen zu verändern.
Dian the Saint, du bist nicht vollkommen, und du weißt das. Du bist kreativ, was man schon allein daran bemerkt, dass du Bücher schreibst. Du bist schlau und gewandt, denn du hast das System als einer der Ersten erkannt. Jetzt bist du am Zug, und zwar richtig!
Ich möchte aber keinesfalls behaupten, ich sei vollkommen. Im Gegenteil, ich bin sehr unvollkommen. Aber ich strebe nach Vollkommenheit, obwohl ich sie nie erreichen werde. Dies ist wohl das höchste und ehrenhafteste menschliche Ziel. Wir streben nach Vollkommenheit, was auch die Antwort auf viele Fragen hier ist…
Mit freundlichen Grüßen
rabbit007
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von rabbit007 am 18.11.2009 14:30.
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Hi rabbit007, willkommen im Unity-Forum!
ich weiß nicht genau, wen du mit "ihr" meinst, aber ich scheine da bzgl. meiner Interessenslage nicht dazu zu gehören. Und dass sich die Unity "vom System ausspielen lassen" hat denke ich auch nicht - wir haben nicht wirklich was getan, wogegen "das System" (wer oder was auch immer?) vorgegangen wäre.
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M.F unregistriert
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@rabbit007
Hi und willkommen im Forum und so.
Wenn du meinst Dian hätte als erster "das System" erkannt, dann wirst du noch nicht menge zu entdecken haben.
Aber du hast ja schon bemerkt, dass Zeitgeist einige Fehler hatte, also lass dich nicht entmutigen, wenn du merkst, dass die Unity einfach nur ein kleines Forum voller Freaks ist, von denen die meisten wohl nie den Arsch hochbekommen wollen.
Wie auch immer: Bleib kritisch, lass dich niemals entmutigen, arbeite immer weiter an dir!
Denk immer daran, dass Rückschläge auch Siege sein können, wenn du es ihnen lernst.
Viel Spaß noch, gibt noch sehr viel zu entdecken!
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Hansi unregistriert
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| Zitat: |
Original von rabbit007
Ihr:
| Zitat: |
| ihr – die Unity-Gruppe – habt |
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Jaja, das ist schon klar. Du verknüpfst allerdings dieses "ihr" mit "Problemen" / "realistischen Visionen" etc., die ich nicht habe, weswegen ich mich nicht dazu zähle.
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Also, ich blicke jetzt überhaupt nicht, was Du jetzt konkret von uns erwartest, rabbit007.
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| Zitat: |
| Also, ich blicke jetzt überhaupt nicht, was Du jetzt konkret von uns erwartest, rabbit007. |
Ich eigentlich auch nicht
@ rabbit007
An die Öffentlichkeit gehen und von den Medien zerfetzt zu werden ist wohl das Letzte was wir tun sollten, wenn wir hier noch halbwegs unsere Ruhe haben wollen.
Versteh mich nicht falsch ich freue mich immer über neue User, aber ich denke wenn wir noch mehr Werbung machen als bisher und sogar noch an die Medien gehen, würden uns hier alle möglichen Spinner, Eso Freaks und Streithammel die Bude einrennen. Ich verstehe die Unity eher als Diskusionsforum und Austauschmöglichkeit für gleichgesinnte und andersdenkende, eine Alternative auf virtueller Basis.
Außerdem kannst du die Unity trotz ihres namens schlecht als einheitliches Kollektiv betrachten das sich in allen dingen einig ist, hier sind die Meinungen zu verschieden Themen doch ziemlich unterschiedlich. Die Leute hier (mich eingeschlossen) verstehen sich zum Großteil mehr als eigenständige Individualisten. Deshalb haben wir auch nichts falsch gemacht weil wir nie wirklich etwas in diese Richtung unternehmen wollten, was die Unity ist dazu gehen die Meinungen wohl auch wieder auseinander, letztlich hat doch jeder andere Vorstellungen davon was sie ist und wozu sie da ist.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Shinobi am 19.11.2009 09:55.
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Ich lehne die Grundübereinkunft des Gemeinwesens ab, insbesondere die Überbewertung von Besitz.
“All authority of any kind, especially in the field of thought and understanding, is the most destructive, evil thing. Leaders destroy the followers and followers destroy the leaders. You have to be your own teacher and your own disciple. You have to question everything that man has accepted as valuable, as necessary.”
„Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?“
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@rabbit007
Deinen Anstrengungen und Überlegungen zum Thema in allen Ehren. Aber du hast was wichtiges außer Acht gelassen. Nämlich dass der gemeine Mainstream dazu trainiert ist andere Meinungen und Ansichten grundsätzlich abzulehnen ohne aber es wenigstens zu untersuchen und anhand objektiver Kriterien für sich selbst den größtmöglichen Nutzen rauszuholen.
Der Mainstream ist vielleicht gewillt das zu tun wenn irgendein schmalziger Promi sein neues Buch oder seine Agenda gegen Armut in den Kameras präsentiert. Aber sicher nicht bei Menschen die sie nicht kennen, die in der kapitalistischen Nahrungskette nicht mal höher wenn sogar weiter unten als sie stehen.
Du würdest dich unnützerweise einer Hetzjagd in den Medien gegen dich ausliefern.
Ob das so klug wäre? Ich denke nicht.
"Most people are so ungrateful to be alive, but not you, not any more... "
„Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.“
"Man verdirbt einen Jüngling am sichersten, wenn man ihn anleitet, den Gleichdenkenden höher zu achten, als den Andersdenkenden. "
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dian unregistriert
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@ rabbit007:
| Zitat: |
| In diesen zehn Jahren habt ihr zwar nach und nach erkannt, dass unser gesamtes System nicht funktionstüchtig ist, aber ihr habt dieses Wissen ungenügend weiter gegeben. Was nutzen Videos, wenn sie fast nicht beachtet werden? Was nützt eine Website, wenn sie versteckt ist? |
Glaub mir, das Problem liegt nicht darin, dass die Website so schwer zu finden ist.
Willst du wissen, wie "normale" Menschen auf unser Projekt reagieren? Dann poste einfach in einem x-beliebigen Durchschnittsforum mal irgendeinen Unity-Text über Aufklärung, Anarchie und was schief läuft in unserer Gesellschaft.
Der Großteil wird es überhaupt nicht beachten... ein Teil der Leute wird dich beschimpfen oder auslachen... mit ganz viel Glück findest du gerade mal einen oder zwei, die dir zustimmen. (und die haben vermutlich bereits ihre eigenen Projekte, in denen sie aktiv sind).
Ader anders formuliert:
Das Angebot ist weitaus höher als die Nachfrage. Es gibt bereits genügend kluge Bücher, die den Menschen die Augen öffnen. Es gibt genügend Musiker und Kabarettisten, die die Wahrheit aussprechen. Es gibt genügend Projekte, in denen man sich engagieren könnte, wenn man denn wollte.
Die große Masse der Menschen ist viel zu sehr in ihrem Alltag gefangen. Ihr Alltag, bestehend aus Geld verdienen, Karriere, Sex, Urlaubsplanung, Sport, Hobbys etc., erfüllt sie voll und ganz.
Wenn überhaupt, so wünschen sie sich in erster Linie mehr Geld, um aus ihrem Alltag ein paar unerfreuliche Tätigkeiten zu streichen, und sie durch erfreulichere Dinge zu ersetzen.
Auch wenn die allermeisten von ihnen nicht wirklich frei und glücklich sind... sie sind wohl frei und glücklich genug, um sich davor zu scheuen, ALLES, was ihnen selbstverständlich erscheint, in Frage zu stellen.
Dementsprechend mache ich mir auch wenig Hoffnung, dass das Unity-Forum in absehbarer Zukunft mehr sein wird als eine Ansammlung von Freaks und gesellschaftlichen Außenseitern.
Es ist einfach noch nicht die Zeit für einen echten Bewusstseinswandel in der Bevölkerung. Selbst unter alternativ eingestellten jungen Menschen sehe ich viel Oberflächlichkeit, viel Statusdenken und Herdenmentalität.
Zum jetzigen Zeitpunkt würde ich ganz klar sagen:
Die Wahrscheinlichkeit, dass Deutschland in naher Zukunft stalinistische Volksrepublik wird, ist definitiv höher, als dass sich mal eine breite Masse für die Unity-Ideen interessieren würde... einfach deshalb, weil ein stalinistisches System noch eher ihrem Wesen entspricht.
Kleines Beispiel zur Veranschaulichung:
Stell dir einen Menschen vor, für den es nichts schöneres gibt, als im Sommer nach Malle oder Ibiza zu fliegen und sich dort die Birne wegzusaufen.
Und nun versuche, so einen Menschen durch Worte oder Demos oder was auch immer dazu zu bewegen, dass er in Zukunft Strandpartys hasst und sich stattdessen nach der Ruhe eines nebeligen Novembertages sehnt.
Es dürfte dir nicht gelingen... da es einfach eine Frage der unterschiedlichen Mentalitäten ist.
Ich fürchte, dass ein Großteil der heute lebenden Menschen von ihrer Mentalität her gar nicht bereit dazu ist, radikal neue Wege einzuschlagen.
Sie brauchen diese Gesellschaft mit all ihren Reizen, Zwängen und Gruppendynamiken.
Sie empfinden keine Freude daran, allein zu sein und sich Gedanken zu machen... sie wollen im Grunde betrogen werden... da auch sie selbst gerne mal andere betrügen... Sie wollen beklaut werden, da auch sie selbst andere beklauen. Sie wollen manipuliert werden, da auch sie selbst andere manipulieren.
Die Wahrheit zu erkennen über die Gesellschaft, bedeutet immer auch, sich einzugestehen, dass man selbst Opfer dieser Welt wurde... und dass man selbst auch oft genug andere Menschen zum Opfer gemacht hat.
Diese Selbsterkenntnis ist verdammt schmerzhaft. Das tut sich keiner freiwillig an.
Wir, die wir diesen Prozess der Selbsterkenntnis durchlaufen und überlebt haben, haben dies in der Regel auch nicht freiwillig gemacht, sondern weil wir aus irgendwelchen Gründen gar keine andere Wahl hatten, als uns den Dämonen in uns und den Dämonen außerhalb in der Gesellschaft zu stellen.
Aber jemanden dazu zu bringen, sich dem zu stellen, der gar nicht das innere Bedürfnis danach verpürt?
Das erscheint mir relativ aussichtslos.
Die Menschen müssen ihre Erfahrungen selbst machen. Und wenn dies bedeutet, dass sie noch hundertmal reinkarnieren und immer wieder die selben Fehler begehen, bis sie es irgendwann kapieren, dann muss es wohl eben so sein.
Was wir hier in einem Internetforum tun können, ist denen, die "es" bereits erkannt haben, eine Plattform zu bieten, Gleichgesinnte zu finden und sich miteinander auszutauschen.
Wenn wir ein paar "Normalos" erreichen und sie ein bisschen dazu inspirieren, sich selbst und die Welt zu erkennen, dann freut mich das natürlich auch. Aber wichtigste Unity-Zielgruppe sind und bleiben die Freaks, Träumer und Außenseiter (von denen ich mir sicher bin, dass es noch eine Menge da draußen gibt, die niemanden haben, mit dem sie sich austauschen können, und die glauben, dass sie mit ihrer Sicht der Dinge völlig allein dastehen.)
Und um diese Leute zu erreichen, bedarf es keiner überdimensionalen Medienpräsenz oder ähnlichem... sowas schreckt diejenigen, die die Mechanismen von Manipulation und Herdentrieb bereits erkannt haben, erfahrungsgemäß eher ab.
Wir würden höchstens einen Haufen Trolle, pubertierender Knallköpfe und Wannabes anziehen. Da ist mir im Zweifelsfall Qualität dann doch wichtiger als Quantität.
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M.F unregistriert
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Man könntenach 10 Jahren auch mal überlegen, ob die eigene Ideologie überhaupt was taugt.
Aber klar sind die Menschen dran Schuld, die Praxis hat sich ja gefälligst nach der Theorie zu richten, die Menschen haben sich nach dem zu richten was man meint wie die Menschen sein sollten, schon klar.
Aber ich will da nicht drauf rumhacken.
Um mal kurz und klarer zu sagen, was Dian selbst erkannt hat:
Die Unity Ideologie (damit meine ich Dians Ideologie) taugt nichts für den Durchschnittsmenschen.
Welcher gesunde Mensch hat schon Bock sich die depressive Scheiße anzuhören von wegen die Welt wäre ach so schlecht?
Was bringt einen die Unity Ideologie?
Richtig, nichts, schlechte Laune, Scheiße.
Die Unity Ideologie wurde aber auch nicht dafür gemacht, um gesellschaftlich was zu verändern, sondern ist einfach was für soziophobe Freaks die sich auch mal elitär fühlen wollen bzw ursprünglich einfach nur aus dians Einsamkeit entstanden.
Siehst du Dian, sowas lässt sich deutlich klarer und kürzer ausdrücken.
Spar die die Mühe lieber für dein Buch.
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Der Anspruch der Unity-Philosophie, wie ich sie verstehe, ist rein idealistisch, d.h. auf Reflexion ausgerichtet. Handlungsanleitungen oder wenigstens Perspektiven findet man eigentlich nicht, die Grundforderung ist immer "Aufklärung", und insofern Lebensentwürfe dargestellt werden die mit dieser Gesellschaft radikal brechen sind es die der Aussteiger, die dem System quasi den Rücken kehren, so gut es geht.
Natürlich dringt in den Texten und Videos auch immer die Vorstellung des großen gesellschaftlichen Umbruchs durch, der tatsächlichen Bewegung, die das Bestehende über den Haufen wirft. Allerdings haben diese Bilder eher visionären, fast heilsbringerischen Charakter - nicht umsonst ist es die Metapher der Apokalypse, die immer wieder heraufbeschworen wird. Dementsprechend wäre die Rolle des Unityaners in diesem Kontext wohl auch die des einsamen Beobachters, der allein oder mit ein paar Gleichgesinnten von einem hohen Berge aus dem Ende der bestehenden Gesellschaft zusieht.
Letztlich ist das hier alles wohl eher Bewältigungstrategie, eine Art gegenseitige Hilfe, sei es nun elitär ausgelegt oder einfach wertfrei in Form der angestrebten Gemeinschaft derjenigen, die sich irgendwie schon immer fremd auf dieser Welt gefühlt haben. Man sollte sich das einfach vor Augen halten, wenn man den Anspruch nach tatsächlicher Veränderung anstrebt. Wer in gesellschaftliche Kämpfe intervenieren will, findet dafür sicher einiges an Möglichkeiten. Je frustrierender diese Auseinandersetzung mit dem Bestehenden allerdings wird, desto mehr rückt wieder diese Sphäre der Entrücktheit um ihrer selbst willen in den Vordergrund - und vielleicht braucht man langfristig einen Rückzugsort, um die Kraft für kommende Schlachten zu sammeln. Ich denke die Unity (ich meine damit jetzt nicht dieses Form, sondern eher die beschriebene Grundhaltung) ist vielleicht genau das - der Beobachtungsposten, den man bei Bedarf verlassen kann um am Getümmel teilzunehmen, und auf den man zurückkehren kann, um seine Wunden zu lecken.
The Loathsome mask has fallen the man remains
Sceptreless, free, uncircumscribed, but man
Equal, unclassed, tribless and nationless,
Exempt from awe, worship, degree, the king,
Over himself, just, gentle, wise.
Percy Bysshe Shelley
Indessen ist das gerade wieder der Vorzug der neuen Richtung, dass wir nicht dogmatisch die Welt antizipieren, sondern erst aus der Kritik der alten Welt die neue finden wollen. Karl Marx
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@Lonewolf
So wirds wohl sein. Gut erkannt!
Persönliche Frage:
Bist du damit zufrieden? Oder würdest du dir mehr Aktionismus wünschen?
"Most people are so ungrateful to be alive, but not you, not any more... "
„Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.“
"Man verdirbt einen Jüngling am sichersten, wenn man ihn anleitet, den Gleichdenkenden höher zu achten, als den Andersdenkenden. "
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| Zitat: |
Original von Illumatrix
@Lonewolf
So wirds wohl sein. Gut erkannt!
Persönliche Frage:
Bist du damit zufrieden? Oder würdest du dir mehr Aktionismus wünschen? |
Ich denke dass der Konsens für tatsächliches Handeln nicht wirklich groß genug wäre, um hier eine Art gemeinschaftlichen Aktivismus zu fördern. Schon die sich als links verstehenden Poster stehen wohl weltanschaulich oft noch zu weit auseinander, und Eigensinnigkeit ist ohnehin die prägenste Eigenschaft aller hier Anwesender...
Natürlich würde der Vorteil an Aktionismus schon allein darin liegen, dass man sich öfters über den Weg laufen würde - schon allein deshalb sage ich immer noch: Warum nicht?
Aber nun gut, es muss jeder selbst wissen, ob er Reisen und Menschenansammlungen grundsätzlich lieber meidet, oder ob er sich ins Getümmel stürzen will. Solange Anspruch und Wirklichkeit nicht zu weit auseinanderklaffen, ist wohl jede Option vertretbar...
The Loathsome mask has fallen the man remains
Sceptreless, free, uncircumscribed, but man
Equal, unclassed, tribless and nationless,
Exempt from awe, worship, degree, the king,
Over himself, just, gentle, wise.
Percy Bysshe Shelley
Indessen ist das gerade wieder der Vorzug der neuen Richtung, dass wir nicht dogmatisch die Welt antizipieren, sondern erst aus der Kritik der alten Welt die neue finden wollen. Karl Marx
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