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Wieviel € / Std. seid ihr euch wert
14.10.2009 23:21 |
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Aus Neugier, und um mal einen Schnitt in Erfahrung zu bringen:
Wieviel Euro muss euch ein Arbeitgeber pro Stunde anbieten, damit ihr den Job überhaupt in Erwägung zieht?
Was war euer höchster und niedrigster Stundenlohn?
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ich arbeite zur zeit für gut 6 euro netto..knapp 1000 kommen bei rum monatlich, die ich raus hab.
mir wird regelrecht schlecht, wenn ich von den auswirkungen der ausweitung der sozialen schere lese, die das wegbrechen des mittelstandes darstellt.. von friseurinnen und putzkräften (wichtige und auch anstrengende jobs), die mit 5-6euro brutto nach hause geschickt werden, während die großen bosse sich das geld gegenseitig zuschieben, weil sie nicht zu wissen scheinen, wohin damit.
gut, ich weiß.. in der kapitalistischen marktwirtschaft ist das nunmal so. aber ein faires unternehmen zahlt sämtlichen angestellten einen mindestlohn, von dem man leben kann, und kann dann von mir aus vom restlichen geld die eigenen zahnbürsten mit edelsteinen veredeln.
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M.F unregistriert
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| Zitat: |
Original von M.F
Unbezahlbar. |
willst du damit zum ausdruck bringen, dass der betrag, den du haben wollen würdest, nicht realistischer weise zu heutigen umständen gezahlt werden würde, oder dass du das system der entlohnenden arbeit von grundauf ablehnst.. oder wolltest du einfach nur irgendwas sagen unabhängig von der qualität des kommentars?
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wave unregistriert
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Um mal einen kleinen Punkt vorweg zu nehmen (eurer Bequemlichkeit wegen):
Mein Haarschnitt kostet 20€ und dauert mit Waschen, Wartezeit etc ca 30min. Macht 40€/h, den ein Friseur für den Laden erwirtschaftet. Davon geht erstmal 19% Umsatzsteuer weg, dann die Pacht für den Laden, die Gerätschaften, die ja möglichst auch neu und nicht versifft sein sollen, das Wasser, Strom, Shampoo, Scheren, Werbung für das Geschäft, Gewerbesteuer, etc. Und dann vom Lohn nochmal Steuer, Sozialversicherung etc.
Wieviel meinst du denn @quaid, dass da hängen bleiben könnte an einem einzelnen Friseur? 5-6€ sind vollkommen üblich in der Branche.
Aber anders gefragt: Bist du bereit, für einen Haarschnitt 30€ zu bezahlen?
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der mittel heiligt nicht den zweck.
mir ist klar, dass 5-6eur pro stunde üblich ist in der friseurbranche..wenn nicht sogar weniger. deswegen habe ich das beispiel gebracht.
deine rechnung halte ich im übrigen für nicht aussagekräftig. du lässt diverse faktoren außer acht wie gewinnspanne, profite durch werbekooperationen, mehreinnahmen durch besagte werbekosten, aktionen u.a.
ich befürworte nicht, wenn in einer straße zwei friseure konkurrieren und somit die löhne gedrückt werden müssen, damit die läden noch bestehen können.
also, wave: weißt du, wieviel der friseurladen an gewinn macht in dem szenario des 20euro-haarschnittes, welches du gebracht hast? dieses wissen ist nämlich notwendig, um sinnvoller weise über den hervorgebrachten punkt in diesem thema zu diskutieren, denn genau dieser punkt - die kalkulierung der gewinnspanne und die zahlung eines mindestlohnes - ist ein sehr wichtiger punkt, um den es mir bei der frage, wieviel ihr euch in euro pro stunde wert seid, ging.
ich habe mich an 11 euro pro haarschnitt gewöhnt. allerdings habe ich kurze haare..da muss nicht viel gemacht werden. ich weiß noch, wie ich ca 20 euro bezahlt hatte, und es war okay. so oft gehe ich auch nicht zum friseur, und ich gebe immer gutes trinkgeld, weil ich weiß, wie es um die "lohnpolitik" der friseurbranche steht. ja, ich würde auch 30 euro bezahlen für einen haarschnitt, wenn dies der übliche preis wäre und damit gesichert wäre, dass jeder einzelne angestellte von seinem gehalt gut leben kann.
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wave unregistriert
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Hab gerade mal rumgesuchtt, wie das aussieht, wenn das Studium fertig ist: 3088,77 € brutto zahlt das Land Baden-Württemberg zum Einstieg pro Monat, keine Ahnung, was das in Stunden ausmacht, Beamte werden eh nicht nach Stunden bezahlt.
Machen wir doch die Beispielrechnung: Friseur hat von 9 bis 12 Uhr und wochentags auch von 15-18 Uhr geöffnet, das sind 6 Stunden. 3 Angestellte, die jeweils voll ausgelastet sind auf 40 Stunden/Woche. Nach Ladenschluss muss schließlich auch gereinigt, vor Öffnung vorbereitet werden.
Macht 720€ am vollen Tag Einnahmen durch Kunden.
Sind 15840€ im Monat.
-19% Umsatzsteuer bleiben 13310€
3 Angestellte 40h/Woche, Kosten 10€/Stunde (inkl Sozialvers, bezahlter Urlaub, Krankheit etc): 5220€, bleiben 8090€
Miete warm, Innenstadt 1500€, bleiben 6590€
In der Beispielrechnung bleiben also 6590€, die der Ladenbesitzer übrig hat, nachdem er den Laden gemietet und Personal angestellt hat, aber auch nur dann, wenn wirklich jeder Angestellter permanent ausgelastet ist! Hinzu kommen Kosten für Strom, Gerätschaften, Neuanschaffungen etc.
Da bleibt nicht mehr soviel hängen, dafür dass der Chef idR selbst mitarbeitet (Papierkram, Kasse etc)
Eine Bekannte von mir hat einen Friseurladen, sie sagt selbst, dass sie ca. 50% mehr verdient als ihre Angestellten.
Also @quaid: Dass es Leute gibt, die wenig verdienen stimmt zweifelsohne. Dies bei den Friseuren an den ausbeuterischen Chefs festzumachen liegt definitiv daneben.
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ich halte deine rechnung nach wie vor für nicht aussagekräftig. zu deinem letzten satz füge ich hinzu, dass es nicht zwangsläufig ausbeuterische chefs sein müssen. vermutlich gibt es menschen, die unbedingt selbstständig sein wollen.. weil sie nicht gern 'untergeben' sind; aus geldgier o.ä.
solche leute müssen wohl dafür verantwortlich sein, dass in so einem kaff wie dem hier, wo ich wohne, auf ein paar straßen verteilt vier friseure vorzufinden sind, die nicht mehr als 10minuten fußweg voneinander entfernt liegen (der kürzeste fußweg zwischen zwei friseuren beträgt etwa 2minuten). in so einem fall liegt es auf der hand: um bestehen zu können und entsprechenden gewinn zu erwirtschaften, können keine mindestlöhne gezahlt werden.
zu deiner rechnung:
du hast kostenfaktoren erwähnt, die aus allen sparten kommen und daher nicht unbedingt geeignet sind für eine gegenüberstellung mit monatlichen fixkosten. manche kosten fallen monatlich an, manche halbjährlich. eine friseurschere z.b. ist in der anschaffung recht teuer, hält dann aber auch wesentlich länger als eine gewöhnliche haushaltsschere. magst du nun noch etwas zu der abrechnungsart von (friseur-)unternehmungen in bezug auf die umsatzsteuer (abrechnungsintervall, zeitraum, fälligkeiten etc.) sagen? ich recherchiere das garnicht erst, da hier erstens zuviele unbekannte und schwer nachvollziehbare faktoren mit spielen und ich zweitens keine unbedingte notwendigkeit sehe, näher auf dieses beispiel einzugehen, sondern nur eine bedingte.
wo wir gerade bei faktoren im allgemeinen sind: wieviele friseure pro km²; bevölkerungsdichte; øeinkommen; rücklagen des inhabers; möglichkeiten bzw. "connections" des inhabers; persönlichkeit des inhabers [durchsetzungsfähigkeit, ehrgeiz, überzeugung, empathie, humanitätsbezogenes mietgefühl u.a.] um nur einige zu nennen.
ein unbedingter mindestlohn auch für die friseurbranche ist aus gründen, auf die du durch deine rechnung bereits hinaus wolltest, wohl nicht der richtige weg. in einem anderen thema wurde mal darüber diskutiert, dass die produktion unnötiger dinge unter dem banner der geldgier (öffentlich: arbeitsplatzschaffung) so umgelagert werden könnte, dass nur noch (lebens-)wichtige dinge produziert werden würden und die arbeitszeit pro mensch entsprechend sinken würde.
ich will jetzt weniger auf die kritik hinaus, die man an diesem gedanken anbringen könnte und mehr darauf, dass der weg aus dem derzeitigen system nötig werden könnte.
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Hansi unregistriert
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Mh in erster Linie möchte ich nen ehrlichen Arbeitgeber der mich nicht übers Ohr hauen möchte und mich nur als Produkt sieht das er ausweiden darf und ansonsten muss man halt gucken wie der Laden läuft. Wenn die Vertrauensbasis und die Ehrlichkeit dabei stimmt und mich die Tätigkeit ansich noch ausfüllt und mir Spaß macht, dann bin ich auch bereit n bisschen weniger zu verdienen, wenns mal nicht gut läuft. Sieht mich der Gierhals aber nur als Kadaver zum ausschlachten sollte man vielleicht mal darüber nachdenken die Rollen von Metzger und Schlachttier zu tauschen.
Ansonsten war ich in den letzten zwei Jahren genau zwei mal beim Friseur und das nur um den Splis wegschneiden zu lassen
. Mit dem Thema kann man mich nun nicht aus der Reserve locken, der Beruf des Friseurs ist imo völlig überflüssig
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M.F unregistriert
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Original von Hansi
Mh in erster Linie möchte ich nen ehrlichen Arbeitgeber der mich nicht übers Ohr hauen möchte und mich nur als Produkt sieht das er ausweiden darf und ansonsten muss man halt gucken wie der Laden läuft. Wenn die Vertrauensbasis und die Ehrlichkeit dabei stimmt und mich die Tätigkeit ansich noch ausfüllt und mir Spaß macht, dann bin ich auch bereit n bisschen weniger zu verdienen, wenns mal nicht gut läuft. Sieht mich der Gierhals aber nur als Kadaver zum ausschlachten sollte man vielleicht mal darüber nachdenken die Rollen von Metzger und Schlachttier zu tauschen. |
Wenn dein Arbeitgeber idealistisch verblendet ist, magst du zwar ein besseres Gefühl bei haben, aber es ändert nichts an den bestehenden Abhängigkeits bzw Ausbeutungsverhältnis.
Er muss er dich ausbeuten um Profit zu machen, also um zu überleben als Ausbeuter.
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Irgendwie habe ich niemals die Stundenlohnrechnung verstanden.
Das ist doch nur ein Wert, der bei bestimmten Jobs funzt.
Seneca hat schon das Beispiel Beamte erwähnt. Die haben einen Stundenlohn von 0 €, so gesehen, weil sie keinerlei Lohn erhalten, sondern nur eine sog. "angemessene Aufwandsentschädigung" oder so, die sie brauchen um eben ihren Lebensunterhalt "angemessen" zu bestreiten.
Ich schwanke da auch zwischen ungefähr 2500 € für 0 Stunden, als ich freigestellt war oder krankgeschrieben oder jetzt evtl. 5 € die Stunde (und zwar brutto), wenn ich es so rechnen würde, dass ich ja eigentlich jede Stunde im Monat, selbst wenn ich schlafe, theoretisch meine Arbeit mache, weil ich mit jemanden einfach nur zusammenlebe.
Arbeit alleine aus finanziellen Erwägungen zu machen, kann ich mir nun überhaupt nicht vorstellen.
Und das mit der Ausbeutung ist in Hansis Fall, genau wie bei mir ein bisschen noch komplexer, Mf.
Denn Hansi war ja letztendlich, genau wie ich es bin, Mitglied in dem Kollektiv, für das wir arbeiten. Wir hatten Mitspracherechte, wofür der Profit verwendet wird. Da haben wir das Problem, dass es eben so gesehen auch schwer ist, jemanden in einem VEB auszubeuten.
Oder wir müssen den Begriff der "Ausbeutung" eben auch auf "Selbstausbeutung" erweitern. Das ist aber mit marxschen Vokabular schwerlicher auszudrücken, aber hat er bestimmt auch was zu gesagt. Muss ich mal nachgucken. Das Problem der kleinen Selbstständigen kannte Marx ja auch schon. Der Unterschied liegt in den Fällen zuerst mal darin, dass wir dennock kein Kapital dadurch haben, dass es uns ermöglicht, dieses anstelle eigener Arbeit zu nutzen, um zu überleben.
(Interessanter ist da aber noch die Frage, wieso das Kapital, die Bourgeoisie es uns gestattet hat, dass wir uns nur selbst ausbeuten müssen. Das ist ja auch ein Privilleg, dass das Kapiatl ungerne abgibt.)
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Hansi unregistriert
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Wenn dein Arbeitgeber idealistisch verblendet ist, magst du zwar ein besseres Gefühl bei haben, aber es ändert nichts an den bestehenden Abhängigkeits bzw Ausbeutungsverhältnis.
Er muss er dich ausbeuten um Profit zu machen, also um zu überleben als Ausbeuter. |
Das ist mir durchaus bewusst und erst recht das Arbeitgeber wie ich sie beschrieben habe und mir wünschen würde so gut wie nicht vorhanden sind. Viel mehr malte ich hier aber ein Wunschbild wie es sein sollte. Eben ohne Ausbeutung und die pure und einzige Geilheit auf Profit. Arbeit ist ja nunmal ein notwendiges Übel das nunmal anfällt. Wenn ich nun Arbeit vor mir habe die ich bewältigen muss und mir dafür Hilfe suche die ich gerecht dafür entlohne, dann seh ich überhaupt kein Problem, dass Problem ist die Ungerechtigkeit und die Heuchelei die am Arbeitsmarkt herrscht.
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wave unregistriert
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| du hast kostenfaktoren erwähnt, die aus allen sparten kommen und daher nicht unbedingt geeignet sind für eine gegenüberstellung mit monatlichen fixkosten. manche kosten fallen monatlich an, manche halbjährlich. eine friseurschere z.b. ist in der anschaffung recht teuer, hält dann aber auch wesentlich länger als eine gewöhnliche haushaltsschere. magst du nun noch etwas zu der abrechnungsart von (friseur-)unternehmungen in bezug auf die umsatzsteuer (abrechnungsintervall, zeitraum, fälligkeiten etc.) sagen? ich recherchiere das garnicht erst, da hier erstens zuviele unbekannte und schwer nachvollziehbare faktoren mit spielen und ich zweitens keine unbedingte notwendigkeit sehe, näher auf dieses beispiel einzugehen, sondern nur eine bedingte. |
Wann die Umsatzsteuer fällig wird ist egal, sie wird fällig und zwar wie man sich denken kann auf den gesamten Umsatz, d.h. man kann sie für nichts anderes ausgeben.
Alles anderen Kosten legt man üblicherweise auf Monate oder Jahre um, d.h. es ist völlig egal, ob die 6 Friseurscheren jetzt einmal im Jahr mit 600€ zu Buche schlagen oder monatlich mit ~50€, bezahlt werden muss es trotzdem.
Wenn du meine Rechnung sorgfältig nachvollzogen hättest, dann hättest du gesehen @quaid, dass es auf die von dir aufgeführten Faktoren gar nicht mehr ankommt, da ich bereits davon ausgegangen bin, dass ALLE ANGESTELLTEN VOLL ausgelastet sind. D.h. es ist völlig egal, ob es im Umkreis nochmal 10 Friseure gibt, da ohnehin keine Kapazität für mehr Kunden frei wäre. D.h. bei anderen Faktoren wäre die Gewinnspanne nur noch kleiner.
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Wann die Umsatzsteuer fällig wird ist egal, sie wird fällig und zwar wie man sich denken kann auf den gesamten Umsatz, d.h. man kann sie für nichts anderes ausgeben.
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es ist nicht unbedingt egal. die fälligkeit z.b. ist hier genauso bedeutend wie der zahlungszyklus im beispiel der friseurschere, die einmalige anschaffungskosten hat, dann jedoch eine weile hält - solche unterschiedlich anfallenden kostenfaktoren sollte man nicht mit dem tagesgeschäft in eine rechnung unter bringen, denn da kommt nichts aussagekräftiges bei rum.
die erwähnten faktoren spielen auf jeden fall eine rolle. dein szenario ist eben kein realistisches, wenn du beispielsweise glauben machen willst, dass in einem nachvollziehbaren szenario die angestellten für sagen wir 1 vollen monat voll ausgelastet sind. auslastung ist im übrigen wieder ein sehr weitreichender begriff. sprechen wir hier von einer körperlich grenzwertigen auslastung mit erhöhtem krankheitspotential, oder einer "ich komme gut klar" auslastung? je nachdem ändern sich die zahlen der rechnung im tagesgeschäft, und mit ihnen möglicher weise die ganze rechnung.
du nimmst faktoren, die du als behauptung hinstellst ohne sie (unter berücksichtigung der entspr. faktoren) realistisch nachzuweisen. aus so einem szenario interessieren die resultierenden werte garnicht. wenn du nun behauptest, du gingest bereits vom optimalfall aus, dann müsstest du erstmal belegen, dass deine zahlen irgendwie nachvollziehbar sind. und dann sind wir wieder bei den abrechnungszeiträumen, die durchaus eine rolle spielen. bei der anschaffung von material spielen wieder connections, skonti, lieferwege, festgelegte zahlungsziele u.a. eine rolle. wenn man in einem monat fixkosten bezahlt, jedoch bestimmte positionen nur halbjährlich bezahlt, hat man die gelegenheit, eine rücklage zu schaffen, die z.b. zinsbringend veranlagt werden kann.
vielleicht kommst du auch mal darauf zu sprechen, dass ich ausgeschlossen habe, ich wolle lediglich darauf hinaus, dass es um ausbeuterische friseurchefs geht; oder darauf, was ich im letzten absatz meines beitrages vor diesem hier geschrieben hatte. ich schreibe dies nämlich nicht, weil mir langweilig ist.
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wave unregistriert
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| solche unterschiedlich anfallenden kostenfaktoren sollte man nicht mit dem tagesgeschäft in eine rechnung unter bringen, denn da kommt nichts aussagekräftiges bei rum. |
Die Umsatzsteuer wird direkt auf die Tageseinnahme fällig. 19/119 der Tageseinnahmen müssen an Steuer abgeführt werden. Deswegen ja Umsatzsteuer. Es ist daher sogar höchst sinnvoll, diese in der Kalkulation gleich abzuziehen, da man sie ohnehin bezahlen muss. Wäre Blödsinn erst ein Quartal abzuwarten und dann zu schauen, was die Kasse ausspuckt, das macht die Sache unkalkulierbar.
| Zitat: |
| sprechen wir hier von einer körperlich grenzwertigen auslastung mit erhöhtem krankheitspotential, oder einer "ich komme gut klar" auslastung? |
Sagmal willst du mich eigentlich verarschen?
Wir reden hier von einem Friseur. Wie soll man denn einen Friseur bitte körperlich grenzwertig auslasten? Den kann man nur soweit auslasten wie die Kunden das mitmachen würden, weil bei höherer Belastung nämlich nicht sein Gesundheitszustand leidet, sondern der Haarschnitt. Körperlich wären 10 komplette Haarschnitte pro Stunde locker drin, Schere ansetzen und fertig.
Nochmal langsam zum Mitdenken @quaid (schone meine Nerven und versuch es wenigstens):
Ich habe eine Kalkulation aufgestellt für einen optimal laufenden Friseurladen und dir damit aufgezeigt, dass so arg viel Geld nicht hängen bleibt. Es waren 6590€ nach Abzug von Miete, Steuer und Personal. Selbst WENN der Chef diese 6590€ komplett einsacken würde, wäre das für einen Unternehmer wohl eher ein unterdurchschnittliches Einkommen.
Da er aber davon die Gerätschaften finanzieren muss und es auch mal schlechter laufen kann, wenn eben die Auslastung nicht optimal ist, dann wird das eher weniger, was übrig bleibt!
Es nützt also gar NICHTS, wenn du mit Auslastung, Einkommen der Bevölkerung oder sonst einem Scheiß argumentierst, denn ich habe den Optimalfall angenommen und dir gezeigt, dass die Gewinnspanne nicht hoch ist. Du musst also nicht das ganze noch komplizierter machen, denn dadurch wird die Gewinnspanne höchstens noch kleiner und damit hätte ich noch mehr Recht, als ich es eh schon habe, also spar dir deine Energie.
Kurzum: Du fragtest nach einer Gewinnspanne und ich habe die maximale Gewinnspanne nach oben grob abgeschätzt, klar, kleiner geht immer.
Nun hast du deine Gewinnspanne und kannst mir sicher sagen, was sich daraus für komplizierte Schlüsse ziehen lassen bei einem maximalen Gewinn von sagenhaften 6950€
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ehe du dich darauf versteifst: mit "unterschiedlich anfallenden kostenfaktoren" war nicht ausschließlich die umsatzsteuer gemeint.
ein friseur kann körperlich grenzwertig ausgelastet werden, indem er zu lange und/oder zu oft arbeitet, sich oft bückt oder die wirbelsäule auch nur in bestimmtem maße beugt (fegen, wischen) oder sich einfach zu lange vom empfohlenen optimum entfernt. wenn ich mich recht entsinne, waren es zu je ein drittel stehen, sitzen, liegen pro tag.
mit "schere ansetzen und fertig" machst du es dir aber recht einfach. kennst du hairtattoos, komplizierte frisuren und andere hindernisse, die den alltag eines friseurs von dem entfernen, was ein einfacher kurzhaarschnitt ist?
| Zitat: |
| Ich habe eine Kalkulation aufgestellt für einen optimal laufenden Friseurladen und dir damit aufgezeigt, dass so arg viel Geld nicht hängen bleibt. |
du hast ein paar zahlen in den raum geworfen und behauptet, sie hätten gültigkeit, ohne dass es dafür einen beweis gibt. und du hast verschiedene faktoren dabei außer acht gelassen, die meiner meinung nach durchaus berücksichtigt werden müssen. und deshalb ist deine ganze rechnung sowie das resultat nicht aussagekräftig für mich! wenn du mich ernsthaft überzeugen willst, oder sonst irgendwen hier, dann mach das ordentlich und nicht mit einer milchmädchenrechnung, der du ultimative gültigkeit verleihst
aus meiner sicht hast du bisher weder deine rechnung mit beweisen gestützt noch zu beachtende faktoren entkräftet. geht es nach mir, solltest du es besser sein lassen, damit wir mit der diskussion fortfahren können, denn seit mehreren beiträgen kannst oder willst du nicht nachweisen, belegen, stützen.
falls du doch weiter machen willst, hast du hier eine kleine denkstütze:
| Zitat: |
Original von wave
Es nützt also gar NICHTS, wenn du mit Auslastung, Einkommen der Bevölkerung oder sonst einem Scheiß argumentierst, denn ich habe den Optimalfall angenommen und dir gezeigt, dass die Gewinnspanne nicht hoch ist. Du musst also nicht das ganze noch komplizierter machen, denn dadurch wird die Gewinnspanne höchstens noch kleiner und damit hätte ich noch mehr Recht, als ich es eh schon habe, also spar dir deine Energie. |
dazu sagte ich in meinem beitrag davor bereits:
| Zitat: |
Original von quaid
du nimmst faktoren, die du als behauptung hinstellst ohne sie (unter berücksichtigung der entspr. faktoren) realistisch nachzuweisen. aus so einem szenario interessieren die resultierenden werte garnicht. wenn du nun behauptest, du gingest bereits vom optimalfall aus, dann müsstest du erstmal belegen, dass deine zahlen irgendwie nachvollziehbar sind. und dann sind wir wieder bei den abrechnungszeiträumen, die durchaus eine rolle spielen[..] |
das besonders wichtige ist unterstrichen
| Zitat: |
| Kurzum: Du fragtest nach einer Gewinnspanne und ich habe die maximale Gewinnspanne nach oben grob abgeschätzt, klar, kleiner geht immer. |
ich habe nicht nach einer gewinnspanne gefragt. und du hast, wie du schon cleverer weise bemerkt hast, geschätzt. deine schätzung reicht mir aber absolut nicht aus, um irgendetwas zu beweisen.
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wave unregistriert
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Ich habe klar und realistisch nach oben abgeschätzt (im übrigen hat "abschätzen" rein gar nichts mit Ungenauigkeit oder ähnlichem zu tun). Du kannst mir nun gerne Faktoren nennen, die ich nicht berücksichtigt habe und welche die Gewinnspanne ERHÖHEN könnten. Wie gesagt, nach unten geht immer, schon alleine dadurch, dass ja kein Kunde vorbeikommen muss, wenn er nicht will.
So zeige mir doch die Fehler auf, die ich gemacht habe.
Und nein, bitte keine Faktoren, welche die Gewinnspanne weiter verringern könnten, die kann ich mir selbst denken. Mich interessiert die andere Richtung...
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ich habe dir gesagt, dass deine abschätzung mir bei weitem nicht genügt, da du nichts bewiesen hast.
ich habe die faktoren genannt, die du nicht berücksichtigt hast, und die einfluss auf die rechnung nehmen. in welchem maße sei dahin gestellt. dass du etwas abschätzt und dann sagst, dass ist das höchste, und von hieran geht es nur noch bergab, ist nicht aussagekräftig für mich.
du hast so gesehen keinen fehler per se gemacht, sondern bist einfach nur ungenau. ich meine.. du hast deinen einstieg in den thread damit begonnen, zu verkünden, dass chefs von friseurläden keine ausbeuter sein müssen. auf diesen punkt bin ich bereits eingegangen. dies scheinbar ignorierend versuchst du seither, mir deine rechnung zu verkaufen, die für mich jedoch zumindest unpräzise und von den zahlen her nicht nachgewiesen ist.
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Quaid, deine Kritik an Waves Rechnung ist substanzlos.
z.B. dein "aber die sind doch gar nicht immer ausgelastet" Ja richtig und das spricht um so mehr für den Punkt, den Wave machen will. Es ist schliesslich eine Abschätzung nach *oben*.
Wenn du meinst, dass Zahlen von ihm falsch sind, dann sag doch wenigstens welche und in welche Richtung (nur eine ist relevant) oder stell ne eigene Rechnung auf.
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"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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Shai unregistriert
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Gibt Leute die haben nur 1-6 Euro am Tag oder weniger
und ihr diskutiert, ab welchen Stundenlohn ihr überhaupt arbeiten würdet?
Wießt ihr eigentlich was es bedeutet, jeden Cent umzudrehen,
eher ihr den ausgibt? Denke ich nicht, ihr solltest echt froh sein, über das was ihr habt..
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Bevor jemand was sagt, natürlich ist es hinsichtlich der Wirtschaftlichen Lage, nicht gerade toll, das der Lohn weniger wird, nur die Preise der Produkte immer mehr...
Aber meine Güte, dann kauft man sich eben weniger Luxus Artikel
und solange ihr nicht gerade Hunger leitet, oder draußen erfrieren müsst, wüsste ich nicht, warum
irgendwer hier sich über einen Stundenlohn von 4/6/7/8/...ect Euro,
oder wie auch immer beschweren sollte...
Konsum-Luxus-verblödet !
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