Glaubst du, mein/oder von anderen hier/da draußen, sei das Weltbild weniger aufrichtig, weil wir evtl. unsere Gedanken mit anderen ausgetauscht haben und dadurch neue Erkenntnisse gewonnen haben?
Wenn du der Ansicht wärst müsste ich wirklich sagen, das ist überheblich...
Ok, jeder holt sich irgendwoher Inspiration. Auch ich habe mich so gesehen von Filmen oder irgendwelchen zwischenmenschlichen Begegnungen inspirieren lassen.
Skeptisch werde ich nur, wenn der Wandel zu schnell kommt und Leute vorschnell sagen: "Danke, du hast mir die Augen geöffnet."
Die Erfahrung zeigt mir einfach, dass gerade während der Jugendzeit und Pubertät, die Menschen noch sehr wankelmütig sind, und dass sie sich auch schnell mal von anderen begeistern lassen. Wer weiß schon, was Monate später von dieser Begeisterung noch übrig ist...
Glaub mir, ich hab das schon oft genug erlebt. Ist wohl das Privileg des Alters, daher immer ein bisschen skeptisch zu sein diesbezüglich. Das ist von mir auch nicht überheblich gemeint.
Shai unregistriert
09.10.2009 15:18
Zitat:
Ok, jeder holt sich irgendwoher Inspiration. Auch ich habe mich so gesehen von Filmen oder irgendwelchen zwischenmenschlichen Begegnungen inspirieren lassen.
Zitat:
Das ist von mir auch nicht überheblich gemeint.
Na, denn
Zitat:
Skeptisch werde ich nur, wenn der Wandel zu schnell kommt und Leute vorschnell sagen: "Danke, du hast mir die Augen geöffnet."
Das kommt auch oft vor, da könnte man dir wohl auch kein Vorwurf draus machen, das du dann skeptisch bist...
Aber gibt genug Menschen,
die wirklich mal darüber Nachdenken und für sich selbst darin den Sinn sehen.. bzw. etwas wahres finden und selbst die Gedenken daran weiter führen und diese dann auch ausleben..
und vorallem beibehalten..
Wobei ich in der Hinsicht nicht aus direkter Erfahrung sprechen kann.. Ich habe eher weniger durch andere meine "Ansichten/ oder wie man es nennen möchte" erlangt, wohl eher aus schmerzhaften Erfahrungen in meiner doch so kurzen Lebenszeit.
Aber dennoch lernt man z.B auch hier neue Erkenntnisse, gerade weil hier so viele Ansichten aufeinander prallen, die man natürlich net alle annehmen soll...
wäre ja nicht sinn und zweck der Sache..
lg Shai of fate
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Shai am 09.10.2009 15:21.
Ich musste von allein auf mein Weltbild kommen... ich musste es ganz allein mit mir selbst ausmachen, ohne all zu viel Inspiration aus der Außenwelt.
Und ich glaube, nur deshalb, weil ich es mir alles selbst angeeignet habe, ist es auch wirklich aufrichtig. Und nur deshalb wird mein Weltbild auch alle Krisen und Trends überdauern.
Ging oder geht mir genauso. Ich war schon drauf und dran die verschiedensten Religionen, Lehren und Ideologien anzunehmen. Bin dann aber immer wieder zu dem zurückgekehrt was ich heute als anarchistisch bezeichne. Weil es mir nicht gepasst hatte die Überzeugungen anderer zu übernehmen, warum auch? Wir sollten auf die Überzeugungen aus unserem innersten hören. Und natürlich hat auch mich vieles inspiriert, vielleicht sogar zu vieles auf meiner suche. Und als ich dians Bücher z.b. gelesen habe, war es eher so da ist jemand der so denkt wie ich, und nicht so das ich daraufhin mein Weltbild umgeschmissen habe. Bei manchen Menschen bin ich jedoch der Überzeugung, das es für sie sinnvoll wäre ihr Weltbild hinzuschmeißen, weil es künstlich ist und sie es nicht durch wirkliches beobachten und daraus resultierende Schlussfolgerungen erlernt haben. Sondern in dem sie auf andere gehört haben und es so übernehmen. Ich finde das falsch ich könnte mich jedoch irren wer weis. Ich finde die ganzen Religionen und lehren jedoch verwerflich, sie haben nichts natürliches nichts, ursprüngliches für mich und zwar gerade weil sie nur aus Überlieferungen bestehen.
@Shai
Zitat:
Für dich ja, da du eh nichts mehr mitbekommst, doch für dein Freund wird es immer bedeutsam sein.
Der Freund wird genauso sterben, wie die Leute dehnen er deine Ideen weitervermittelt hat. Ich sage nicht das es nutzlos ist, aber objektiv betrachtet ist es dennoch sinnlos. Da nichts beständig und von Dauer ist. Ideen bleiben zwar bestehen, aber nicht die Menschen die sterben dennoch. Sie ziehen zwar einen nutzen daraus aber auch der ist vergänglich und sinnlos.
Ich lehne die Grundübereinkunft des Gemeinwesens ab, insbesondere die Überbewertung von Besitz.
“All authority of any kind, especially in the field of thought and understanding, is the most destructive, evil thing. Leaders destroy the followers and followers destroy the leaders. You have to be your own teacher and your own disciple. You have to question everything that man has accepted as valuable, as necessary.”
„Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?“
Shai unregistriert
09.10.2009 16:37
Shinobi180,
ich führe für dich, meinen Gedanken einfach mal fort, erweitern wir mein Beispiel mal...
Du hilfst deinen Freund, sagen wir, du rettest ihm sogar das Leben, du stribst nun, der sinn in dieser Tat bleibt bestehen, dein Freund lebt..
Dein Freund lebt nun viele Jahre noch, hat sagen wir ein Haus, hat nun ne Frau und und ein Kind bekommen. Nun stirbt auch er.. ist der Sinn nun weg?
Nein eben nicht, denn ohne die Hilfe von dir würde er nicht leben, hätte er nie geheiraten und ein Kind bekommen. Dem entprechend hat die Frau/das Kind daraus auch ein nutzen indirekt, und diese Verkettung von Beeinflussungen usnererseits in das Leben anderer geht immer weiter und so eine Beeinflussung ist niemals sinnlso für mich,
(auch wenn eine Beeinflussung net immer posetive sein muss)
Wenn es für euch dennoch sinnlos im Endeffect ist, dann sei es so...
Ich lehne die Grundübereinkunft des Gemeinwesens ab, insbesondere die Überbewertung von Besitz.
“All authority of any kind, especially in the field of thought and understanding, is the most destructive, evil thing. Leaders destroy the followers and followers destroy the leaders. You have to be your own teacher and your own disciple. You have to question everything that man has accepted as valuable, as necessary.”
„Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?“
Hansi unregistriert
09.10.2009 18:14
Zitat:
Jeder hat da wohl seine Ansichten...
Jupp, aber wir reden hier von der Objektiven Sicht auf die Dinge, wie die subjektiven Wahrnehmungen und das subjektive Verständnis von Sinn aussehen können ist nochmal n anderes Blatt Papier.
Shai unregistriert
09.10.2009 20:29
Naja wenn mans nun unbedingt noch so ausführlich sagen muss
Ich finde die Debatte über Beeinflussung durch Bücher, Videos u.a. Kunstwerke interessant.
Was mich nie überzeugen würde, wäre der Versuch, jemanden überzeugen zu wollen, ändern zu wollen, ohne dass das ein beidseitiger Prozess ist.
Mehr wie Kurzgeschichten würde ich nie produizieren können, weil mir das Feedback auf so lange Zeit fehlen würde. Also, ich könnte das überhaupt nicht. Bewundere es zwar, dass Menschen das hibekommen, aber stelle es mir auch grauenhaft langweillig vor, weil es ja nur eine dauerhafte Beschäftigung mit sich selbst ist. Und irgendwann kennt man sich ja, da muss bei mir auch immer Reflektion von außen dabei sein, damit ich auch was davon habe und auch mich ändern kann.
Das glaube ich nicht, dass man, zumindest ich nicht, das erreichen kann mit einem Werk, was man erstmal langfristig produzieren muss.
Shai unregistriert
10.10.2009 10:50
Es gibt nur eines was gegen: "nur eine dauerhafte Beschäftigung mit sich selbst ist" hilft, das wäre die Idee seine Werke nicht alleine zu schreiben/produzieren, ich denke dadurch wird es eh nie langweilig, da man auch von der anderen Person was kennen lernt, man sich ergenst, ect..
Gibt ja genug Autoren z.B die zu zweit ein Buch geschrieben haben... warum sollte dies nicht mit Geschichten, Gedichten, Büchern, ect.. klappen, die vielelicht net gerade Märchen/Fanatasy sind oder so, aber ich denke das wäre ein ganz interessantes Projekt mal...
Original von Shai
Es gibt nur eines was gegen: "nur eine dauerhafte Beschäftigung mit sich selbst ist" hilft, das wäre die Idee seine Werke nicht alleine zu schreiben/produzieren, ich denke dadurch wird es eh nie langweilig, da man auch von der anderen Person was kennen lernt, man sich ergenst, ect..
Darüber habe ich noch nie nachgedacht, aber stimmt, das wäre eine Möglichkeit.
Aber die würde mich wahrscheinlich auch nicht befriedigen, aber ich glaube sowieso, dass ich nur immer für eine entsprechend kleine Gruppe mal was machen kann, all zu viel Publikum ist eh nicht so mein Fall.