dian unregistriert
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Die Welle
20.03.2008 23:55 |
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Ich mache dafür mal einen Extra-Thread auf, auch wenn der Film im Großen und Ganzen genauso belanglos geworden ist, wie ich das erwartet hatte.
Typisch deutsch halt, also bieder und unspektakulär. Eben so, dass er keinem weh tut und problemlos im Gemeinschaftskunde-Unterricht in der Schule gezeigt werden kann.
Ok, der Schluss ist nicht völlig schlecht geworden... (zumindest dürfte er dazu geeignet sein, den einen oder anderen Zuschauer, der in den vorangegangenen 90 Minuten friedlich eingeschlummert ist, wieder ein wenig die Augen öffnen zu lassen.) Aber etwas mehr Spannung und Tiefgang hätte es dann schön sein dürfen. Vor allem weil der Trailer mal wieder irgendwie mehr verspricht, als der Film dann tatsächlich zu halten vermag.
http://de.youtube.com/watch?v=eMVMIHoyFXg
Vor allem die anklingende Gesellschaftskritik ist dann doch sehr belanglos und vor allem auch inkonsequent ausgefallen.
Im Grunde lässt sich die gesamte Aussage des Filmes in einem Satz zusammenfassen... nämlich, dass so etwas wie die Nazidiktatur auch heute, mit den heutigen "demokratisch" gebildeten Menschen, noch möglich wäre.
Toll.
Wahnsinn. Diese Erkenntnis hat mich echt total vom Hocker gehauen!
Nee, jetzt mal ernsthaft:
Wer bitteschön, der halbwegs intelligent ist und mit offenen Augen durchs Leben geht, hat denn daran je gezweifelt??
Und wenn dann noch in manchen Kritiken der Massenmedien davon gesprochen wird, dass der Film "beklemmend" oder gar "verstörend" sei, dann frage ich mich echt, wofür diese Leute ihr Gehirn verwenden, wenn sie gerade keine Filmkritiken verfassen.
Viel interessanter hätte ich es gefunden, wenn die Aussage des Films sich mehr darauf gerichtet hätte, wie das angesprochene Herdenverhalten der Jugendlichen auch in unserer heutigen, scheinbar demokratischen Gesellschaft missbraucht wird. (aber nein, dann wäre die Aussage ja nicht mehr "politisch korrekt" gewesen)
Außerdem finde ich die Erklärung "Wir-Gefühl erzeugt Faschismus" ja schon ein wenig arg einseitig. Sicher ist das menschliche Herdenverhalten einer der Hauptgründe, dass Diktaturen überhaupt entstehen können... aber ein anderer wichtiger Aspekt, nämlich die Erziehung, fällt in dem Film fast komplett unter den Tisch.
"Ihr seid alles potentielle Faschisten, weil ihr schon von klein auf dazu gedrillt wurdet, ungerechte Regeln zu ertragen und brav euren Mund zu halten" - DAS wäre mal eine Aussage gewesen, die ich in einem Film wie diesem gerne gehört hätte.
Aber nein... dann hätte der Film ja theoretisch wirklich irgendeinen Lemming zum Nachdenken bringen können.
So hingegen bleibt's eben ein netter, oberflächlicher Film über den menschlichen Herdentrieb, der in mir vor allem eine Frage aufgeworfen hat: Wo gibt es solche coolen Lehrer wie den, der von Jürgen Vogel dargestellt wird, in der Realität?
Wenn ich mir vorstelle, einer von meinen Lehrern damals hätte gesagt: "So, wir spielen jetzt mal ein bisschen Faschismus. Zieht euch ein weißes Hemd an. Wer nicht will, darf aber auch heimgehen."
Ich glaube, das Klassenzimmer wäre schneller geräumt gewesen als bei einem Feueralarm.
(off topic: Das erinnert mich gerade an eine Anekdote aus meiner Schulzeit, als die Klasse irgendwann im Nachmittagsunterricht ziemlich genervt und schwer zu unterrichten war.
Darauf meinte die Religionslehrerin zu ein paar lauten Mitschülern: "Also gut, wenn es sie überhaupt nicht interessiert, was ich zu sagen habe, dann können sie meinetwegen nach Hause gehen."
Kurze Zeit später stammelte sie dann nur noch hilflos:
"Aber doch nicht so viele...")
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Arne Kroger unregistriert
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Jemand, der halbwegs was in der Birne hat, hat bereits früher sehen können, wie Faschismus funktioniert, da gab es nämlich einen hochgejubelten Peter Weir-Film, in dem am Ende die Schüler mit erhobenen Armen schrien: "Captain, mein Captain", während sie vorher Turnübungen machten und dabei sonderbare Sprüche von Schriftstellern abgeben mussten.
Viele aus meiner Generation fanden den Film toll und haben nie gesehen, dass sich da horrender Faschismus drin abzeichnete.
Ich hoffe, hier kennen nicht mehr all zu viele diesen Schmarren. Hieß "Club der doofen Dichter" oder so.
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nemesus unregistriert
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re: Arne
21.03.2008 08:16 |
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Soetwas kann wieder nur von Dir kommen.
Und deshalb, als symbolischer Akt meiner Anerkennung Deiner weisen Statements:
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dian unregistriert
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@ Kebap:
Ok, für irgendwelche Kiddies mag der Film vielleicht wirklich eine neue Erkenntnis bieten, über die sie nachdenken können.
Trotzdem kommt es mir eben ein bisschen so vor, als ob die Message an die Kids nur lauten soll: "Ihr seid zwar lemminghafte Herdentiere... aber das ist schon ok, so lange ihr nicht irgendwelche radikalen Ideologien übernehmt."
Mag sein, dass ich mich täusche, weil ich den Film eben nicht mit den Augen eines unkritischen Jugendlichen sehen kann, sondern eben nur mit den Augen von jemand, der sich über das ganze Thema schon ein paar mehr Gedanken gemacht hat.
Vermutlich gehöre ich nicht wirklich zur Zielgruppe.
@ Atreju:
Was ich meinte ,war, dass der Trailer zumindest vermuten lässt, dass es im weiteren Verlauf des Films ordentlich zur Sache gehen könnte.
Aber da haben sie eben mal wieder sehr geschickt jede nur erdenkliche Pseudo-Actionszene, die in dem Film vorkam, aneinandergereiht, so dass der Eindruck entsteht, dass da noch viel mehr passiert. Das ist aber eben nicht der Fall... im Trailer sieht man schon nahezu jeden "Höhepunkt" des Films.
Und Jürgen Vogel... naja, den fand ich für die Rolle eigentlich ganz gut besetzt. Die Schüler wirkten natürlich etwas unprofessionell, aber immerhin glaubwürdiger als das, was man in einer durchschnittlichen Daily Soap so an "Jugendlichen" vorgesetzt bekommt.
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Seneca unregistriert
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Ich persönlich habe den Film noch nicht gesehen. Ich kann nur so aus eigener Filmguckererfahrung sagen, dass der Grat zwischen oberflächlich und unverständlich eben ziemlich schmal ist.
Ich habe schon viele tiefgründige Filme mit bitterer Aussage und Kritik erlebt, die wirklich gut waren, die aber von den durchschnittlichen Zuschauern kaum jemand als tiefgründig wahrnimm, weil er sie nicht versteht.
Man muss die ganze Sache ja auch filmerisch fassen können.
Und ja, es gibt coole Lehrer, die hinterfragen und ihren Schülern wirklich etwas fürs Leben mitgeben wollen. Nur gehen die in der Masse unter, weil an die Lehrer dann schon mit den lehrertypischen Vorurteilen rangegangen wird und dann meist schon jegliches Potential dahin ist.
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monster unregistriert
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Hm, ich fand das Buch schon Scheiße, den Trailer noch beschissener und deswegen guck ich mir den Mist gar nicht erst an.
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| Zitat: |
Original von Seneca
Ich persönlich habe den Film noch nicht gesehen. Ich kann nur so aus eigener Filmguckererfahrung sagen, dass der Grat zwischen oberflächlich und unverständlich eben ziemlich schmal ist. |
Also, wenn ich jetzt polemisch sein wollte, würde ich frage, ob du damit sagen möchtest, dass du zu doof bist, um viel mehr als oberflächliche Filme zu verstehen.
Da ich aber, inbesondere zu Ostern, eine fromme Seele bin, frage ich:
Was meinst du bitte damit? Ich finde, es gibt reichlich Spielraum zwischen Oberflächlich und unverständlich.
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"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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Seneca unregistriert
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Nein, damit wollte ich nicht sagen, dass ich zu doof bin tiefgründige Filme zu verstehen. Das ist nicht das Problem.
Was ich damit meine ist, dass es alleine durch Videomaterial und durch das Auftreten der Schauspieler gar nicht soo einfach ist, eine komplexe Botschaft rüberzubringen. In einem Kinofilm hat man ja keine Möglichkeit Diskussionsrunden oder Erklärungen reinzubringen oder den Zuschauer Fragen stellen zu lassen, sondern man muss sich bei seiner Botschaft alleine auf das beschränken, was eben so ein Kinofilm hergibt.
Und es gibt eben auch durchaus viele Leute, die im Normalfall entweder nicht in der Lage sind über einen Film länger als bis zum Verlassen des Kinos nachzudenken oder das vllt auch einfach nicht wollen.
Ergo: Macht man den Film zu komplex, kommt er nicht bei "der Masse" an. Gestaltet man das ganze einfach, wird es eben etwas oberflächlich.
Jetzt könnt ihr vllt sagen: Wenn die Masse sich nicht mit komplexen Filmen beschäftigen will, dann hat sie es nicht anders verdient, als dass sie eben tiefgründige Filme nicht versteht. Aber ich für meinen Teil habe kein Problem damit, wenn man erstmal etwas oberflächlich anfängt und damit die Menschen vllt etwas zum Nachdenken bringt. Gesellschaftskritik muss nicht sofort Tiefgang haben ohne Ende. Man kann auch erst die Leute oberflächlich ankratzen und dann weitermachen.
Zum Film selbst: Ich hab ihn mir gestern angeschaut und war eig. für das, was ihr hier erzählt habt, recht positiv überrrascht. Zuerst einmal habt ihr natürlich recht, arg viel Tiefgang war wirklich nicht dahinter und viele neue Erkenntnisse hinsichtlich Diktaturen hat er auch nicht gebracht. Wenn ich den Jürgen Vogel als Lehrer mit seinem Projekt bezüglich Autokratie und den Bezug des Films zur Entstehung von Diktaturen bewerten sollte, dann würde ich klar sagen: Thema verfehlt.
Denn das, was im Film als die Gruppe "Die Welle" gezeigt wurde, hat für mich mit einer Staatsdiktatur nicht arg viel gemeinsam. Wenn ich in der realen Situation gewesen wäre, dieser Welle nicht angehören zu wollen, dann hätte ich ja einfach sagen können "Leckt mich" und mich mit etwas anderem beschäftigen. Im Film wurde keiner der Schüler gezwungen der Welle beizutreten. Man hätte einfach wegbleiben können, was ja einige auch gemacht haben. Dies ist eben der entscheidende Unterschied zu einer Staatsdiktatur. Wenn der gesamte Staat kontrolliert wird und mir Vorschriften macht, kann ich mich dem nicht entziehen. Die Regeln der Welle galten jedoch nur für die Mitglieder, die anderen waren mehr oder außen vor. Von daher hinkt diese Simulation mal ganz gewaltig: Mit Diktatur hat das nichts zu tun.
Und jetzt zur positiven Seite: Wenn man den Film nicht der Diktatur und der Herrschaft, sondern der Gruppendynamik gewidmet hätte, dann würde das ganze schon anders aussehen: Ich war sehr positiv überascht davon, wie wirklichkeitsgetreu, einprägend und erschütternd der Film die Entwicklung innerhalb dieser Clique, Gang, Gruppe oder wie auch immer man das nennen mag darstellt. Rangfolgen, Gemeinsamkeiten, Streit, Lüge, Betrug, Pseudo-Freundschaften etc.
Habe bisher wenige Filme gesehen, die dies mal ganz nebenbei so deutlich von außen aufzeigen. Klar ist das im Prinzip nichts neues, aber es wird in diesem Film absolut klar und anschaulich dargestellt, so dass man die Situation durchaus auf sehr viele Gruppen Jugendlicher übrtragen kann. Von daher hab ich schon die Hoffnung, dass der eine doer andere den film mal aus diesem Blickwinkel betrachtet und vllt die eine oder andere Erkenntnis gewinnt.
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Ich habe den Film noch nicht gesehen, werde das aber noch (wenn auch wahrscheinlich nicht im Kino), und kenne auch ungefähr die Geschichte.
Prinzipiell ist es doch gut, wenn es solche Filme gibt - wenn sie zu verstörend wären, dann würde am Ende gar keine Botschaft mehr ankommen.
Aber mal was anderes:
In der Realität würde solche Lehrer doch ein Disziplinarverfahren erwarten. Oder glaubt ihr, daß alle einflußreichen Ärzte-, Bänker- und Lehrereltern es lustig finden würden, wenn ihre Kinder als potenzielle Faschisten entblößt würden?
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Ich kann mich diffus daran erinnern, eine ältere Verfilmung irgendwann mal in der Oberstufe im Religions-Unterricht gesehen zu haben. Wenn ich mich recht entsinne, war ich nicht sonderlich beeindruckt. Wobei ich es ziemlich einseitig und mittlerweile auch ausgelutscht finde, den Faschismus psychologisch zu deuten, anstatt ihn als Zuspitzung der gesellschaftlichen Zustände zu begreifen, die sich vermeintlich gegen ihn zur Wehr setzen. Faschismus ist eben mehr als Uniform-Fetisch, Motivationspsychologie und Kompensation irgendwelcher empfundener oder tatsächlicher Unzulänglichkeiten.
Mir scheint das Ganze eher eine Darstellung ordinären Rudelverhaltens zu sein, losgelöst von jeder gesellschaftlichen Rahmenbedingung. Ob die Darstellung solcher Laborversuche großartig subversives Potential entfalten kann, will ich mal ernsthaft bezweifeln. Im Endeffekt wird sich wohl der jugendliche Adressat ohnehin einreden, dass er selbst für derartige Szenarien völlig ungeeignet wäre.
The Loathsome mask has fallen the man remains
Sceptreless, free, uncircumscribed, but man
Equal, unclassed, tribless and nationless,
Exempt from awe, worship, degree, the king,
Over himself, just, gentle, wise.
Percy Bysshe Shelley
Indessen ist das gerade wieder der Vorzug der neuen Richtung, dass wir nicht dogmatisch die Welt antizipieren, sondern erst aus der Kritik der alten Welt die neue finden wollen. Karl Marx
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Ich habe in Deutsch das Buch gelesen und war davon eher weniger als mehr beeindruckt. Aber es könnte wesentlich schlimmer sein (das Buch), deswegen habe ich mich nicht beschwert.
Als die Klasse den Film geguckt hat, musste ich gerade die Arbeit nachschreiben, aber die letzten zehn Minuten habe ich noch mitgekriegt. Anhand der zehn Minuten und der Reaktion meiner Mitschüler wusste ich: Der Film war scheiße, langweilig und schlecht geschauspielert!
| Zitat: |
| Wo gibt es solche coolen Lehrer wie den, der von Jürgen Vogel dargestellt wird, in der Realität? |
Film und Buch basieren auf einer wahren Geschichte! Das ist in den ...äh siebzigern oder so in Amerika passiert. Im Buch zumindest wird es noch so dargestellt, das Lehrer, der Schulleiter und die Eltern den Lehrer unter Druck gesetzt haben wegen der Sache. Aber im Anhang stand dann noch, das sich NIEMAND gegen das "Experiment" gewehrt hat.
| Zitat: |
| Ich glaube, das Klassenzimmer wäre schneller geräumt gewesen als bei einem Feueralarm. |
Nö. Das ist schon ungefähr so abgegangen wie im Buch (ich glaube im aktuellen Film war die ganze Sache noch "dramatischer"). Und im Buch gab es nur dieses eine Mädchen und zwei Mitschüler, die den Lehrer am Ende überzeugt haben, das er nicht allmächtig ist.
Ob ich mir den Film ansehe, weiß ich noch nicht, aber ich werde wahrscheinlich eh erst zu kommen, wenn der Streifen schon lange nicht mehr läuft.
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"Einige Menschen in diesem Land sind sehr reich, aber die meisten von euch sind sehr, sehr arm. Und wisst ihr wieso? Weil ihr alle faule Säcke seid! Euer Land braucht Geld. Aber ihr könnt leider nicht genug Geld beschaffen. Also sag ich euch, was wir tun müssen: Wir werden die Krankenhäuser zumachen und den Leuten Arbeit geben und mehr Raketen herstellen!!"
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Leberkrebs unregistriert
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Das mit dem Faschismus bei "Club der toten Dichter" stimmt schon irgendwie. Von einem höheren Standpunkt hatte die Schulleitung in diesem Film voll Recht, das sie den "Captain" schnellstens von der Schule feuern wollten. Mit 16 blickt man das aber noch nicht.
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Arne Kroger unregistriert
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Das fand ich eben an dem Film das Schöne, dass der Faschismus da gar nicht offen dargestellt wurde, sondern eben der Zuschauer in die Falle gelockt wurde, wobei ich nicht weiß, ob das nicht auch Ergebnis war, dass Peter Weir eben nach Hollywood übersiedelte.
Aber als der Film rauskam, und man dieses Machwerk als Hollywood-Ami-Fascho-Scheiße kritisierte, war Antiamerikanismus noch nicht gesellschaftsfähig, da durfte man das noch nicht.
Deshalb habe ich das damals auch noch gerne gemacht!
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Hansi unregistriert
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Ich weiß gar nich was ihr hier alle habt. Ich fand den Film eigentlich ziemlich gut. Ok, über die eher schlechte Schauspielerei etc. kann man sich natürlich streiten, aber was hier doch zählt ist die Message. Und klar meinen hier einige ihnen sei das alles nix neues (was ja auch gut so ist), aber es ist eben leider noch viel zu wenigen Menschen klar und so ein Film kann aufrütteln, vorallem mit dem Hintergrund, dass er ja auf einer wahren Begebenheit basiert.
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@dian:
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| "Ihr seid alles potentielle Faschisten, weil ihr schon von klein auf dazu gedrillt wurdet, ungerechte Regeln zu ertragen und brav euren Mund zu halten" - DAS wäre mal eine Aussage gewesen, die ich in einem Film wie diesem gerne gehört hätt |
das würde ich auch gerne sehen. aber das können ja nicht alles unity-mentalisten sein, die da draussen filme drehen
den trailer finde ich persönlich vielversprechend. nicht so sehr, dafür ins kino zu gehen, aber zumindest interessant.
@atreju:
spätestens seit fight club weiß ich eine geschickt eingebaute message in einem film besonders zu würdigen.
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Eastwood unregistriert
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ich habe mich auch dazu gezwungen diese Abartigkeit der Verblödungsindustrie anzuschauen. Szenario geht wie immer weit an der Realität vorbei, die alberne "Liebesgeschichte" im Hintergrund und am Ende noch Küssen darf auch nicht fehlen, das einzig gute der Film könnte für schlechteste Schauspielerei (?) ausgezeichnet werden, obwohl hollywood in dem Bereich schwer zu überbieten ist. Es ist längst kein öffenliches Geheimnis, dass die Massenfilmen nur als Werbung dienen und dass die Herdenmenschen noch für Werbung und eigene Verblödung bezahlen, fehlt mir jedes Verstandnis.
Die Botschaften waren eindeutig:
PRO: Ellbogen und verlogene Geselschft, Egoismus, Missbildung.
CONTRA: Gesellschaftlichen Zusammhalt, Anstand, Wahrheit, Ehrlichkeit, Bildung.
Die Söldner der Verblödungindutrie müssen mal meine Gedanken irgendwo gelesen haben, ich habe immer behauptet und behaupte immernoch, nur die Gesellschaft wehrfähig ist,((egal ob es um Kapitalismus, Ausbeutung oder Vernichtung geht (meistens kommst alles zusammen) ) die Zusammenhält, die schwachen unterstützt, wo jedes Mitglied auf sich selbst im Sinne der Gemeinschaft verzichtet.
Das einzige was ich daran interessant fand, das der Film genau die Widerspüche Deiner Philosophie @dian zum Ausdruck bringt. Einerseits hast eingesehen, dass EINIGES in der Gesellschaft falsch läuft, was heutzutage auch nicht so schwierig ist, das sehen jetzt immer mehrere ein. Doch erkennst nicht die urspungliche Ursachen und lässt Dich stark von den Medien beeinflüssen. Schau den Film an, und fragt dich wo du stehst.
Es reicht völlig aus ein Feindbild zu schaffen und der Herdenmesch steht voll dahinter egal wie ungerecht das System ist. Auch wenn das kapitalistische System täglich 50 000 oder mehr Tote auf dem Gewissen haben. Aber wenn die Frage kommt, was ist die Alternative? Faschismus. Warum Faschismus? Es gibt keine andere Alternative. Aus. Dann schreit ihr alle: es lebe Kapitalismus! und viele von Euch wollen den Anspuch erheben gebildet zu sein. Wie erbärmlich! Und am lautesten sind diejenige (und sind die meisten) die nicht die geringste Ahnung von der Geschichte haben, von Faschismus schon sowieso nicht und die nicht wissen das Faschismus und Nationasozialismus ganz verschiede Ideologien sind, da faschismus eben die ariskratische Gesetzgebung bevorzugt und im Völligen Gegensatz zum Sozialismus (oder von mir aus Nationasozialismus) steht, aber wenn interessiert das schon. Gesellschaftliche Zusammenhalt und unterstützung der Schwachen ist faschistisch, d. h. Böse und Schlecht.
UNWISSENHEI IST STÄRKE
Wurde Orwell jeweils widerlegt?
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