dian unregistriert
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| Beitragsänderung: |
| Ich habe den Thread "Bedürfniserledigung" mal geteilt, da das Thema hier doch wert ist, in einem eigenen Thread diskutiert zu werden. |
@ Arne:
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| Persönlich neige ich dazu, die Leistungen für Kinder eher zu sozialisieren und in Form von Kinderkrippen und -gärten mit vernünftigen Essen und Einkleidung für die Kinder auszugeben, aber da werden wieder unsere Anarchisten einhellig diesmal mit der CDUCSU und der katholischen Kirche gegen sein, weil es die Freiheit der Eltern beschneidet, ihre eigenen Blagen so zu verdummen, wie es gerade genehm ist. |
Nicht, weil es die Freiheit der Eltern oder die Heiligkeit der Familie beschneidet... das ist in der Tat das Vokabular der Konservativen und der Kirche.
Eher deshalb, weil es die Freiheit (und vor allem die Privatsphäre) der Kinder beschneidet, und weil ich einfach denke, dass es nicht funktioniert, Kinder ohne Liebe aufzuziehen... und echte Mutterliebe gibt's nunmal nicht von der durchschnittlichen Kindergartentante, die feste Arbeitszeiten hat und nebenbei noch für 10 oder 15 weitere Racker verantwortlich ist.
Das ist einfach (und da müsstest du mir eigentlich schon von Berufswegen zustimmen) nicht das selbe wie eine 1 zu 1 Betreuung rund um die Uhr.
Erziehung ist einfach mehr als ab und zu mal zu schreien "Dominik, leg das Messer weg!" oder "Marvin und Dennis, vertragt euch wieder, sonst müsst ihr aus dem Sandkasten raus!"
Erziehung heißt auch inspirieren, Vorbild sein, sich aneinander kuscheln (natürlich nicht im pervertierten Sinn, also komm mir jetzt nicht mit irgendwelchen Jesuiten
), sich streiten, wieder versöhnen...
Solche intimen Bindungen entstehen aber selten, wenn die Bezugsperson für das Kind alle ein oder zwei Jahre wechseln.
Und ich denke, Kinder, die ohne solch intime Bindungen aufwachsen, haben es später ziemlich schwer, ihrerseits Liebe zu geben und wirklich intime Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen.
Warum werden so viele Heimkinder später kriminell, obwohl sie doch von ausgebildeten Pädagogen betreut werden?
Warum gibt's gerade drüben im Osten so viele Nazis, obwohl doch die meisten Ossi-Kinder schon im Kinderhort soziales Verhalten und Toleranz gelernt haben müssten?
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Original von dian
Nicht, weil es die Freiheit der Eltern oder die Heiligkeit der Familie beschneidet... das ist in der Tat das Vokabular der Konservativen und der Kirche.
Eher deshalb, weil es die Freiheit (und vor allem die Privatsphäre) der Kinder beschneidet, und weil ich einfach denke, dass es nicht funktioniert, Kinder ohne Liebe aufzuziehen... und echte Mutterliebe gibt's nunmal nicht von der durchschnittlichen Kindergartentante, die feste Arbeitszeiten hat und nebenbei noch für 10 oder 15 weitere Racker verantwortlich ist.
Das ist einfach (und da müsstest du mir eigentlich schon von Berufswegen zustimmen) nicht das selbe wie eine 1 zu 1 Betreuung rund um die Uhr.
Erziehung ist einfach mehr als ab und zu mal zu schreien "Dominik, leg das Messer weg!" oder "Marvin und Dennis, vertragt euch wieder, sonst müsst ihr aus dem Sandkasten raus!" |
Das bestreitet auch keiner, ebensowenig wie
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Erziehung heißt auch inspirieren, Vorbild sein, sich aneinander kuscheln (natürlich nicht im pervertierten Sinn, also komm mir jetzt nicht mit irgendwelchen Jesuiten
), sich streiten, wieder versöhnen...
Solche intimen Bindungen entstehen aber selten, wenn die Bezugsperson für das Kind alle ein oder zwei Jahre wechseln. |
Nur, hier ist das Problem, über das man sich dann eben mal Gedanken machen muss. Es ist genau so sinnvoll, da eine Mama zu haben, die in den ersten Monaten des Lebens Dich nicht anschaut, wenn sie dich füttert, sondern dabei lieber in die Glotze schaut. Dann bekommt das Kind auch keinen richtigen Kontakt zu überhaupt einer Person, denn Gesichter kann man schon mit 3, 4 Monaten auseinanderhalten, aber dafür müssen die einen auch mal angeschaut haben.
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Und ich denke, Kinder, die ohne solch intime Bindungen aufwachsen, haben es später ziemlich schwer, ihrerseits Liebe zu geben und wirklich intime Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen.
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Okay, dann sind wir uns ja einig, aber mir fehlt auch von Dir ein Konzept, wie Du verhindern willst, dass unfähige Menschen Kinder aufziehen. Wenn die ficken können, dann ist das Kinderbekommen da automatisch mit impliziert, wenn man sich nicht um Verhütung kümmert.
Das gleiche kann einem auch zu Hause wiederfahren und dafür suche ich nach Lösungen. Da hilft es nix, irgendwem die individuelle Freiheit zuzuschreiben, soviele Kinder eben unglücklich machen zu können, wie er in die Welt setzen kann.
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Warum werden so viele Heimkinder später kriminell, obwohl sie doch von ausgebildeten Pädagogen betreut werden? |
Heimkinder werden von Pädagogen betreut? Wo? Hier in Deutschland? Quelle!
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Warum gibt's gerade drüben im Osten so viele Nazis, obwohl doch die meisten Ossi-Kinder schon im Kinderhort soziales Verhalten und Toleranz gelernt haben müssten? |
Ist ein anderes Thema zwar, aber evtl. gerade deshalb. Wenn innerhalb einer "Kamardschaft" eben dieses soziale Verhalten existiert, dann reicht das. Und Toleranz ist eben immer ein Wischi-Waschi-Begriff hier im Deutschen, das kann man so nicht lernen und lehren.
Btw sind die meistens Jung-Nazis in Westpolen, also ehemaliges Gebiet der DDR, nicht mehr in Ostkindergärten gegangen. Die sind alle nach 1990 geboren oder kurz vorher. Die Anzahl der Alt-Nazis dürfte in Westpolen ungefähr gleich groß sein wie in Deutschland, nur kommen da noch einige politische Faktoren hinzu, die nationale Denken denen erleichtert haben, z.B., wenn man denen 1990 erzählt, sie seien im Gegensatz zu Polen oder Tschechen und anderen ehemaligen Einwohnern von Ostblockstaaten nur weil sie Deutsche sind, priviligiert, direkt in einen ehemaligen kapitalistischen Staat integreiert zu werden.
Aber das ist ein anderes Thema, wie gesagt.
Relevant ist, dass man eben darüber nachdenken muss, wer es ausgleichen soll, wenn die Eltern versagen. Dazu fehlen mir die Lösungsansätze in dem jetzigen System und eben auch in einigen Utopien.
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dian unregistriert
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@ Arne:
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| Okay, dann sind wir uns ja einig, aber mir fehlt auch von Dir ein Konzept, wie Du verhindern willst, dass unfähige Menschen Kinder aufziehen. Wenn die ficken können, dann ist das Kinderbekommen da automatisch mit impliziert, wenn man sich nicht um Verhütung kümmert. |
Naja, für das Problem gibt's im Anarchismus eigentlich nur die eine logische Lösung, dass man Strukturen schafft, die es überforderten Eltern ermöglichen, ihre Kinder leichter zu "entsorgen".
Und damit meine ich jetzt nicht breitere Toilettenrohre für Sachsen-Anhalt, sondern vor allem, dass man aufhört, Blutsverwandtschaft juristisch überzubewerten. Wer keinen Bock hat, sein Kind großzuziehen, sollte es leichter weggeben können an Vertreter der Gemeinschaft, die sich dann darum kümmern, dem Kind ein besseres Zuhause zu suchen.
Am besten mit landesweiter Medienkampagne und Werbespots im Fernsehen:
"Nervt dich dieser scheiß Balg nicht auch? Willst du nicht wieder wie früher ausschlafen können und am Wochenende in die Disco? Schlägst du dein Kind, weil es dich überfordert und stresst, und weil du im Grunde noch viel zu jung dafür bist? Dann tu dir selbst und dem Kind etwas Gutes, und lass uns für das Kind jemanden suchen, der dieser Aufgabe besser gewachsen ist als du."
Ich denke, das wäre die ehrlichere Lösung, auch wenn es zynisch klingt.
Und natürlich sollte, anders als bisher, das Kind so bald wie möglich die Entscheidung, bei wem es leben möchte, selber treffen (und auch jederzeit wieder revidieren) können.
Um die Kinder diesbezüglich so früh wie möglich mündig zu machen, könnte man beispielsweise in Kindersendungen wie Sesamstraße oder Sandmännchen das Thema öfters mal aufgreifen, damit die Kinder eine Vergleichsmöglichkeit haben, ob sie von ihren Eltern geliebt werden, oder ob man sie Zuhause scheiße behandelt.
Dafür müsste natürlich ein völliges Umdenken in der Gesellschaft einsetzen... aber in etwa so stelle ich mir jedenfalls den Idealzustand vor.
Wobei... der Idealzustand wäre ja eigentlich, dass alle Kinder dort, wo sie gezeugt werden, auch tatsächlich gewollt sind. Aber das würde wohl selbst in einer aufgeklärten anarchistischen Gesellschaft schwierig werden.
| Zitat: |
| Heimkinder werden von Pädagogen betreut? Wo? Hier in Deutschland? Quelle! |
Naja, keine Ahnung. Irgendwer wird die ja zumindest betreuen und so tun, als ob er wüsste, was er da macht. Ob die sich nun Pädagogen oder Erzieher nennen, ist ja mal wurst.
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Ja, erstmal zur Voilljährigkeit:
Der Begriff als solches ist schon sinnvoll. Nur kann man den nie altersmäßig festmachen. Ich sage ganz einfach mal, dass derjenige, der ein Kind in die Welt setzt, mit dem er überfordert ist, eben nicht volljährig ist, also nicht vollständig schon für sich selbst Verantwortung übernehmen kann, ziemlich egal, ob er 12, 18 oder 80 ist.
Das gleiche gilt für die ganzen Pädaphilendiskussionen, das sind alles Einzelentscheidungen, ab wann jemand in der Lage ist, seine Sexualität auszuleben, da kann man eigentlich so gut wie nix an Lebensjahren festmachen, maximal einen groben biologischen Rahmen, das war es dann aber auch schon.
Nur frage ich mich:
Wer soll das denn überprüfen, welche Kinder ab wann Verantwortung übernehmen können oder wenn Eltern sich ihre Kinder als Besitz halten?
Und wer soll sie mündig erziehen, wenn die Eltern nicht damit beginnen?
Und wer verschafft ihnen das Recht, woanders zu leben, wenn sie nicht mehr bei ihren Eltern leben wollen?
Das Ganze läuft wieder auf irgendeine staatliche oder sonstwie gesellschaftliche organisierte Kontrollinstanz hinaus. Und damit sind wir wieder am Anfang der Diskussion. Wer macht das jetzt? Wären finanzielle Zuwendungen entziehen und stattdessen auf irgendwie gesellschaftlich organisierte allgemeine Institutionen, die sich um die Kinder kümmern, eine Möglichkeit?
Was spräche da denn gegen?
Es ist auf jeden Fall zur Zeit ziemlich wenig konstruktiv, sofort auf alle bestehenden Institutionen zu verzichten, bevor man nicht eine andere Form gefunden hat, die effektiv an deren Stelle treten kann.
Selbst hier auf dem Dorf weiß ich evtl. noch, was die Blagen von gegenüber machen und ein, zwei Häuser weiter. Was die machen, die weiter vorne an der Straße wohnen, ist mir schon unbekannt. KA, ob der Vater die abends in den Keller einsperrt und vergewaltigt. Kann er ja alles machen, wenn die Kleinen das gut finden, aber was ist eben, wenn nicht?
Zuerst muss dann erstmal wieder eine Gesellschaft geschaffen werden, die sich der Anonymität entzieht und auch das muss sichergestellt sein, dass irgendjemand Verantwortung für einen anderen hat und auch ggf. mit restrinktiven Mitteln vorzugehen, die Möglichkeit besitzt.
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@dian
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Wer keinen Bock hat, sein Kind großzuziehen, sollte es leichter weggeben können an Vertreter der Gemeinschaft, die sich dann darum kümmern, dem Kind ein besseres Zuhause zu suchen.
Am besten mit landesweiter Medienkampagne und Werbespots im Fernsehen:
"Nervt dich dieser scheiß Balg nicht auch? Willst du nicht wieder wie früher ausschlafen können und am Wochenende in die Disco? Schlägst du dein Kind, weil es dich überfordert und stresst, und weil du im Grunde noch viel zu jung dafür bist? Dann tu dir selbst und dem Kind etwas Gutes, und lass uns für das Kind jemanden suchen, der dieser Aufgabe besser gewachsen ist als du." |
Ich bin zwar ein Freund von einfachen Lösungen, diese klingt mir jedoch zu undurchdacht um auch wirklich in der Realität funktionieren zu können. Das Problem ist das die meisten Eltern so unfähig sie auch sein mögen, davon überzeugt sind das sie mit der Situation ganz gut zurecht kommen und mit ihrem Erziehungsstiel wollen sie wohl auch nur das beste für ihr Kind erreichen, ohne jedoch zu wissen was das beste für ihr Kind ist. Der Rest bekommt einfach nicht mit das er seine Kinder vernachlässigt oder verprügelt, vielleicht kriegt es nur ein Elternteil mit, ist aber nicht dazu in der Lage sich in der Beziehung durchzusetzen und verdrängt was in der Familie geschieht. Wiederum andere schämen sich in der Öffentlichkeit oder vor Nachbarn als unfähige Eltern dazustehen, also wäre dieser Medienrummel ohnehin schadhaft, mal ganz davon abgesehen das gerade uns solche dämlichen Fernsehspots wohl noch am meisten nerven würden. Ergo bleibt am Ende alles beim alten.
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Und natürlich sollte, anders als bisher, das Kind so bald wie möglich die Entscheidung, bei wem es leben möchte, selber treffen (und auch jederzeit wieder revidieren) können.
Um die Kinder diesbezüglich so früh wie möglich mündig zu machen, könnte man beispielsweise in Kindersendungen wie Sesamstraße oder Sandmännchen das Thema öfters mal aufgreifen, damit die Kinder eine Vergleichsmöglichkeit haben, ob sie von ihren Eltern geliebt werden, oder ob man sie Zuhause scheiße behandelt. |
Das hört sich für mich schon besser an, nur sind Kinder halt ziemlich launisch und wechselhaft und sie könnten bei jeder Kleinigkeit den Eltern als druckmittel drohen zu einer anderen Familie zu gehen, bis sie wieder zurück wollen und das gleiche Spiel von vorne beginnt.
Und außerdem bin ich der Überzeugung das 90% Prozent aller Eltern den Kindern zu wenig Aufmerksamkeit, Liebe und Perspektiven etc. bieten können, also wohin mit den ganzen Kindern? Bleibt die Frage ob Kinder mit unfähigen Eltern besser dran sind als ohne?
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Ich lehne die Grundübereinkunft des Gemeinwesens ab, insbesondere die Überbewertung von Besitz.
“All authority of any kind, especially in the field of thought and understanding, is the most destructive, evil thing. Leaders destroy the followers and followers destroy the leaders. You have to be your own teacher and your own disciple. You have to question everything that man has accepted as valuable, as necessary.”
„Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?“
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Tetrarchos unregistriert
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Die Idee ist reichlich konfus. Erst wird davon ausgegangen, das die meisten Eltern keinen Bock auf ihre eigenen Kinder haben. Wenn das aber so ist, warum sollten dann Leute Bock auf fremde Gören haben? Soviele kinderlose Paare mit entsprechendem Wunsch wird man garnicht finden können.
Und dann müsste man streng kontrollieren, was für Leute da fremde Kinder übernehmen. Sonst wird daraus ein riesiger Tauschring für Pädophile.
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dian unregistriert
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@ Shinobi:
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| Das Problem ist das die meisten Eltern so unfähig sie auch sein mögen, davon überzeugt sind das sie mit der Situation ganz gut zurecht kommen und mit ihrem Erziehungsstiel wollen sie wohl auch nur das beste für ihr Kind erreichen, ohne jedoch zu wissen was das beste für ihr Kind ist. |
Generell muss man natürlich erstmal von diesem übertriebenen Besitzdenken wegkommen, dass Eltern ihr Kind als ihr Eigentum auffassen, mit dem sie tun und lassen können, was sie wollen.
Im Tierreich funktioniert das zwar prima... aber im Tierreich ist das eben üblicherweise auch so geregelt, dass das Jungtier, so bald es denkt, sich selbst versorgen zu können, einfach das Nest verlässt und sich alleine durchschlägt.
Da gibt es keine Polizei und keine Behörde, die nach dem jungen Tier eine Großfahndung einleitet, weil es noch minderjährig ist.
Dieser ganze Scheiß mit Volljährigkeit etc. ist allein menschgemacht, und widerspricht der natürlichen Ordnung.
Also das wäre nunmal das erste, was man ändern müsste... dass man dem Kind viel früher zugesteht, selbst eigenverantwortliche Entscheidungen zu treffen (und dann eben auch mit den Konsequenzen zu leben).
Und dazu gehört eben auch, dass die Eltern aufhören, zu klammern, und so irrationalen Schwachsinn wie "Mein Kind muss unseren Familienstammbaum weiterführen" oder "Mein Kind soll unbedingt studieren, weil ich selbst immer zu blöd dafür war" zu denken.
In Liebes-Beziehungen ist es mittlerweile auch ganz normal, dass es den Begriff des "Stalkings" gibt, und dass übertriebene Klammerei als krankhaft und therapiebedürftig angesehen wird.
Bei Eltern scheint mir, wäre es auch angebracht, wenn man ähnlich des "Stalkings" einen Begriff einführen würde, der für krankhafte, übertriebene elterliche Besitzansprüche steht. Ich glaube, dass mehr als die Hälfte der Eltern heutzutage definitiv krank sind und in Therapie gehören. In manch arabischen Ländern wären es wahrscheinlich sogar 80 oder 90 Prozent., die eigentlich in die Klapse gehören würden und denen man nie ein Kind überlassen dürfte.
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| Und außerdem bin ich der Überzeugung das 90% Prozent aller Eltern den Kindern zu wenig Aufmerksamkeit, Liebe und Perspektiven etc. bieten können, also wohin mit den ganzen Kindern? Bleibt die Frage ob Kinder mit unfähigen Eltern besser dran sind als ohne? |
Nemesus würde dir an dieser Stelle wahrscheinlich etwas über polyamouröse Netzwerke erzählen...
Die Idee, die dahinter steckt, ist dass es keine klassischen Zweierbeziehungen mehr gibt, sondern dass die Menschen etwa in Fünfer- oder Sechsergruppen zusammenleben und jeder jeden mehr oder weniger liebt.
Würde dann jemand in der Gruppe Kinder gebären, würden sich nicht nur zwei Personen für das Wohl dieser Kinder verantwortlich fühlen, sondern fünf oder sechs. Dementsprechend (so argumentieren zumindest die Polyamourösen) wäre auch die Gefahr von Vernachlässigung und Missbrauch wesentlich geringer als in klassischen Zweierbeziehungen, da alle aufeinander achtgeben und niemand so schnell überfordert wäre.
Ich persönlich halte es ja für reichlich utopisch, dass Menschen zu solchen Mehrfachbeziehungen in der Lage sind. Ich denke, wenn sie dazu in der Lage sind, ihren Partner mit vier anderen Personen zu teilen, ohne eifersüchtig zu werden, dann sind sie vermutlich ohnehin auch längst uneigennützig genug, um ihr Kind vernünftig erziehen zu können.
Generell finde ich aber schon, dass man sich bei dem Thema trauen sollte, radikal neue Wege zu versuchen, anstatt am christlichen "ein Vater, eine Mutter und zwei Kinder"-Schema bis in alle Ewigkeit festzuhalten. Und wenn Kinder es toll finden, ohne Eltern in wilden Horden a la "Mad Max 3" oder "Die wilden Kerle" zusammenzuleben, dann sollte man sie das ruhig auch mal ausprobieren lassen.
@ Tetrarchos:
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| Und dann müsste man streng kontrollieren, was für Leute da fremde Kinder übernehmen. Sonst wird daraus ein riesiger Tauschring für Pädophile. |
Da siehst du mal, wie gut die Propaganda der Medien funktioniert. Man kann nirgendwo über das Herabsetzen der Volljährigkeit auf zwölf Jahre, mehr Selbstbestimmung für Kinder oder ähnliche Themen diskutieren, ohne dass gleich aus allen Ecken Pädophilie-Ängste lautwerden.
Darf ich euch, die ihr immer gleich mit den schlimmsten Befürchtungen kommt, einmal fragen: Wie viele Pädophile kennt ihr persönlich, bzw. wie viele habt ihr in eurem Bekanntenkreis?
Zehn? Zwanzig?
Oder vielleicht nicht doch eher keinen einzigen? Weil das einfach größtenteils eine Mediendebatte ist, und der Anteil echter Pädophiler in der Bevölkerung dermaßen verschwindend gering ist, dass es im Grunde genauso schwachsinnig ist, sich darüber Gedanken zu machen, wie die ganze Angst vor Terroranschlägen oder der Schweinegrippe...
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Original von dian
Dieser ganze Scheiß mit Volljährigkeit etc. ist allein menschgemacht, und widerspricht der natürlichen Ordnung.
Also das wäre nunmal das erste, was man ändern müsste... dass man dem Kind viel früher zugesteht, selbst eigenverantwortliche Entscheidungen zu treffen (und dann eben auch mit den Konsequenzen zu leben). |
Einerseits denke ich auch, dass man Kinder früher zur Selbstständigkeit "erziehen" sollte. Auf der anderen Seite heißt früher selbstständig sein im Durchschnitt auch früher Kinder kriegen, und da hätten wir schnell ein Überbevölkerungsproblem, und die jüngeren Eltern wären mit den Kindern wahrscheinlich noch stärker überfordert.
Von dem Aspekt her denke ich manchmal, dass es auch seine Vorteile hat wenn Kinder / Jugendliche erst mal in die "Warteschleife" Schule geschickt werden, wodurch die allgemeine Selbstständigkeit nach hinten verschoben wird (und somit auch der Nachwuchs), so bescheuert es klingt.
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