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Zum Ende der Seite springen Fluchtpunkt Neonazi  
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 Fluchtpunkt Neonazi dian 27.01.2010 23:17
 RE: Fluchtpunkt Neonazi Hansi 28.01.2010 01:48
 RE: Fluchtpunkt Neonazi Arne Reload 29.01.2010 03:21
 RE: Fluchtpunkt Neonazi dian 29.01.2010 13:03
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 RE: Fluchtpunkt Neonazi dian 02.02.2010 13:04
 RE: Fluchtpunkt Neonazi Arne Reload 03.02.2010 15:28
 RE: Fluchtpunkt Neonazi Soulmirror 03.02.2010 16:07
 RE: Fluchtpunkt Neonazi Arne Reload 03.02.2010 16:35
 RE: Fluchtpunkt Neonazi Soulmirror 04.02.2010 19:21
 RE: Fluchtpunkt Neonazi Arne Reload 06.02.2010 20:48

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dian
unregistriert
Fluchtpunkt Neonazi 27.01.2010 23:17 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich habe gerade ein interessantes Buch gelesen, "Fluchtpunkt Neonazi" von Stefan Michael Bar, der wegen rechtsradikaler Straftaten mehrere Jahre im Knast saß und sich später dann von der Szene losgesagt hat.

http://www.jugendkulturen.de/aussteiger/index.html

Der Grund dafür, dass ich mir das Buch besorgt habe, war eigentlich rein persönlicher Natur (dazu später mehr).
Erstmal will ich mich aber an einer kurzen Inhaltsangabe versuchen:

Der ehemalige Neonazi Stefan Michael Bar erzählt aus seinem ereignisreichen Leben... angefangen bei der Kindheit, über erste Berührungen mit der Szene, wo er immer bekannter wird, bis schließlich sogar in den Medien über ihn berichtet wurde, weil er versuchte, eine Art "braune RAF" aufzubauen.
Witzigerweise ist er gar kein reinrassiger Arier, sondern halb Italiener.
Er wurde seinen echten Eltern aber recht früh weggenommen und kam in ein Heim. Von da wurde er dann als kleiner Junge von einem gutmenschlichen Ehepaar adoptiert... der Adoptivvater war Lehrer und Konrektor eines Gymnasiums, und beide waren wohl ziemlich in der christlichen Gemeinde aktiv.
Finanziell gaben sie ihm alles, was er wollte, aber wirkliche Liebe und Anerkennung fand er dort offensichtlich nicht.
Er schreibt in dem Buch, dass selbst in den Ferien kein Tag verging, an dem er nicht irgendwas für die Schule lernen musste und die Adoptiveltern streng darüber wachten. Sonntags ging es immer unter Zwang in die Kirche.
Da hat er anscheinend schon einen ziemlichen Hass aufgebaut... hat in der Schule ständig Scheiße angestellt, um seine Alten zu provozieren und zu zeigen, dass er nicht alles mit sich machen ließ. Ist dann wohl auch schon kriminell geworden, hat Sachen geklaut, Mitschüler und Lehrer bedroht etc.

Über Umwege kam er dann irgendwie in die rechte Szene.. er schreibt aber witzigerweise selbst, dass er ebenso gut hätte bei den Autonomen landen können... nur war es wohl einfach so, dass die meisten Kumpels, mit denen er damals rumhing, eben rechte Ansichten hatten, und so fing er irgendwann damit an, sich in das ganze immer mehr reinzusteigern.
Ist anscheinend nicht so schwierig, sich bei den Nazis einen Namen zu machen, wenn man überdurchschnittlich intelligent ist und schreiben kann. Jedenfalls hat er es doch innerhalb von wenigen Jahren geschafft, einige Größen der Szenen kennenzulernen und in die inneren Kreise vorzudringen.
Er bringt Propagandaschriften heraus, betätigt sich als Anti-Antifa, und irgendwann schändet er mit einem Gesinnungsgenossen auch einen jüdischen Friedhof.
Als ihm der Boden in Deutschland zu heiß wird, will er in die Fremdenlegion flüchten. Die hätten ihn auch genommen, bestehen aber darauf, dass er sich das Hakenkreuz entfernen lässt, das er sich einst stolz auf den Arm tätowieren ließ.
Daraufhin begeht er den Fehler, das nicht vor Ort in Frankreich machen zu lassen, sondern zurück nach Deutschland zu gehen, wird dort von den Bullen schon erwartet und wandert für ein paar Jahre in den Bau.

Im zweiten Teil des Buchs geht es dann vor allem um seine Knasterlebnisse.
Er liefert interessante Einblicke in den Gefängnis-Alltag, teilweise geht's da wohl genau so derbe zu, wie man es aus einschlägigen Filmen kennt.
Hackordnung, Schutzgelderpressung, etc. ... und Nazis sind wohl auch nicht unbedingt die beliebtesten Personen im Knast... zumindest, wenn es da einen hohen Ausländeranteil gibt.
Er macht einige schmerzhafte Erfahrungen (Das tätowierte Hakenkreuz wird ihm von ein paar freundlichen Ausländern mit dem Tauchsieder entfernt, autsch!), verbüßt aber seine Haftstrafe ansonsten standhaft und freundet sich auch mit ein paar Albanern und Griechen an.

Als er nach ein paar Jahren wieder aus dem Knast draußen ist, erscheint ihm die rechte Szene zunehmend lächerlich.
Sie reden von Opferbereitschaft und bedingungslosem Kampf, aber anscheinend ist Stefan Michael Bar einer der wenigen, die ihren Schwüren selbst im Knast treugeblieben sind... während seine Kameraden eingeknickt sind, mit der Staatsanwaltschaft Deals gemacht und munter jeden verpfiffen haben, um die eigene Haut zu retten.
Er realisiert, dass ihn seine Sehnsucht nach Loyalität und einer echten Familie, die immer für einen da war, blind gemacht hat für die Realität. Er beschreibt seine Zeit bei den Nazis ähnlich wie eine Sekte, in der man gefangen ist... der man sein ganzes Leben opfert, und für die man alle andersweitigen sozialen Kontakte, die echte Familie, etc. zunehmend vernachlässigt, bis die Ideologie regelrecht zur Sucht wird, weil man auch nichts anderes mehr hat im Leben, das einem noch etwas bedeuten würde.
Der lange Knastaufenthalt hat aber wohl dazu geführt, dass das alte Verbundenheitsgefühl mit den "Kameraden" nicht mehr da war... also erklärte er schließlich im Fernsehen seinen Ausstieg aus der Szene und schrieb dieses Buch.

Wenn das so stimmt, wie er die rechte Szene schildert, braucht sich Lonewolf jedenfalls keine großen Sorgen machen, dass die demnächst die Macht in Deutschland an sich reißen könnten.
Anscheinend sind die untereinander ziemlich zerstritten, jeder möchte gerne selbst der GröFaZ sein... NPD, DVU und Republikaner mögen einander nicht.... die Scheitel blicken arrogant auf die Glatzen herab, die sie nur als hirnloses Fußvolk betrachten, und die Glatzen wiederum können mit vielen aus der intellektuelleren Schicht nicht viel anfangen. Also eine gemeinsame Struktur scheint es da kaum zu geben, was sie vereint, sind eben die Konzerte, Saufen und die Ideologie.
Generell scheint bei denen viel gebechert zu werden, im Suff werden dann auch tolle Reden geschwungen... aber wenn es hart auf hart kommt, kannst du die Leute an einer Hand abzählen, die lieber in den Knast gehen als mit den Behörden zu kooperieren.

---

Soweit erstmal zum Inhalt, jetzt zu meinem persönlichen Interessen an der Story:
Besagter Stefan Michael Bar (ich kannte ihn damals nur als "Michael Bar") war eine zeitlang ein Mitschüler von mir.
Es wäre übertrieben, davon zu reden, dass wir Freunde waren.... aber wir fanden einander schon ganz sympathisch, haben ein paar mal nebeneinander gesessen, Lehrer verarscht und bei mir daheim auf dem C64 das gute alte "Hitler S" gespielt.
Ich denke, wir waren eben die zwei größten Freaks der Klasse... und wenn es neben mir einen in der Klasse gab, der schon damals andere Gedanken hatte als der Mainstream, dann war er es.
Ich meine jetzt nicht nur auf Nazis bezogen... sondern halt generell. Die wenigsten haben damals in der sechsten Klasse gewusst, wer "Freddy Krueger" war, oder haben sich für gewaltverherrlichende Computerspiele, Serienkiller und irgendwelche kranken Folterfantasien interessiert.
Das waren alles noch voll die Kinder. Er und ich zwar auch... aber eben Kinder mit einem etwas anderen Horizont. Hätte es das Columbine-Massaker damals schon gegeben, wären wir wahrscheinlich glühende Fans der beiden Amokläufer gewesen.

Ich erinnere mich noch, wie wir mal mit ein paar anderen den Hitlergruß gemacht haben... die arme Religionslehrerin war ja so mit den Nerven am Ende...
Einmal standen wir auch auf dem Pausenhof und haben Kleingeld in die versammelte Schülerschar geworfen. Einfach nur so, weil wir es witzig fanden, wie die einen angeglotzt haben, und wie sich dann ein paar wie ausgehungerte Tiere über die Münzen hergemacht haben.
Wie es halt so ist in dem Alter, hat man sich aber irgendwann auch mal gezofft, und dann ist er auch schon sitzengeblieben bzw. an eine andere Schule gewechselt.
Ich habe dann auch jahrelang nichts mehr von ihm gehört... nur irgendwann hieß es Gerüchten zu folge, dass er einen Lehrer mit einem Messer attackiert haben soll (was wohl auch stimmte) und dann in den Jugendknast kam.
Dass er Nazi geworden ist, habe ich aber erst neulich durch Zufall erfahren.
Ich habe einfach mal aus Langeweile alle Namen von ehemaligen Mitschülern bei Google eingegeben.
Glaubt man Google, ist er auch der einzige aus der Klasse (neben meiner Wenigkeit), der irgendwelche nennenswerten Spuren im Netz hinterlassen hat.

Klar, dass ich dann neugierig wurde, wie der Typ heute so drauf ist, wie er denkt, und ob es noch mehr Parallelen zwischen mir und ihm gibt.
In der Tat scheint er auch nicht so auf Oberflächlichkeit zu stehen, hat sich bei Saufveranstaltungen nie so ganz integriert gefühlt... er lief nicht rum wie ein typischer Neonazi, auf ein paar Bildern hat er sogar eine leichte optische Ähnlichkeit mit mir. geschockt
Freundschaft und Loyalität sind ihm anscheinend ziemlich wichtig, und er ist nach wie vor, auch wenn er sich vom Nazidenken losgesagt hat, nicht gerade gut auf den Staat zu sprechen. (was ich sehr cool finde an dem Buch, dass er da nicht rumschleimt, dass er jetzt ein überzeugter Demokrat sei oder sowas... er steht nach wie vor dazu, dass er das System scheiße findet. Nur dass er eben heute gecheckt hat, dass die Rechten auch nicht besser sind)

Tja.. da habe ich mir natürlich so meine Gedanken gemacht...
was wäre, wenn die Geschichte anders verlaufen wäre?
Wenn er und ich enger befreundet gewesen wären?
Hätte ich ihn von seinem Weg abbringen können, bzw. wäre er dann vielleicht erst gar nicht großartig mit der rechten Szene in Kontakt gekommen?
Vielleicht hätten wir gemeinsam die Unity schon viel früher gegründet... oder wir wären gemeinsam in den Knast gewandert, weil er mich dazu überredet hätte, auch mit bei den Nazis einzusteigen. (so ganz unsympathisch waren die mir damals in meiner trotzig-kindlichen Naivität ja nicht)
Ja, fuck, man weiß es nicht.
Realistisch muss man es aber so sehen, dass ich damals noch viel zu unreif war... ich wusste zu der Zeit nicht mal selber, wohin mein Weg später einmal gehen könnte... geschweige denn, dass ich noch jemanden hätte irgendwohin mitziehen können...
Das Hitlergruß-Machen und Hakenkreuz an die Tafel schmieren war für mich einfach nur eine nette Möglichkeit, die Lehrer zu ärgern. Weiter habe ich damals nicht gedacht.
Ich habe mich dann aber im Gegensatz zu ihm verstärkt in meine Traumwelten geflüchtet und meine selbstauferlegte Isolation... er hat sich mit vielen falschen Leuten abgegeben, die haben ihn beeinflusst... und so passiert es dann eben.
Das, was mich bei der ganzen Sache etwas traurig stimmt, ist einfach nur dieses Bild vor meinem geistigen Auge... dass da zwei kleine Knirpse zusammen an einer Schulbank saßen... beide anders als der Rest... beide irgendwie Freaks, tief in ihrem Inneren von dem Wunsch nach echter Freundschaft und einer "richtigen" Familie erfüllt...
aber beide noch zu jung, um diesen Wunsch formulieren zu können, geschweige denn, dass man es dann auch noch gewagt hätte, den anderen darauf anzusprechen. In dem Alter hat man es wohl generell nicht so damit, seine intimsten Gefühle nach außen zu tragen. Man will ja auch nicht irgendwie schwul wirken oder so.

So, das ist ein langer Text geworden... aber ich wollte euch diese kleine Anekdote aus meiner Jugendzeit einfach nicht vorenthalten.
Falls der Autor des Buchs durch irgendeinen komischen Zufall hier im Board landet und das hier liest, darf er mir im übrigen gerne eine Nachricht zukommen lassen. Ein philosophisches Gespräch zwischen dem anarchistischen, weltfremden Internetguru und der harten, knastgestählten Ex-Nazisau könnte sicher sehr interessant werden. großes Grinsen

Ach so, und das Buch ist meines Erachtens auch für Leute, die ihn nicht persönlich kannten, durchaus mal einen Blick wert... vor allem, wenn man ein paar Einblicke in die rechte Szene oder den bundesdeutschen Knastalltag haben möchte.
Die Sprache ist eher einfach gehalten, aber dadurch wirkt es auch sehr authentisch. Gerade an Schulen denke ich, könnte das Buch schon den einen oder anderen rechtsgesinnten Schüler zum Nachdenken bringen... aber wahrscheinlich werden das nur die wenigsten Lehrer in ihren Unterricht besprechen wollen, weil Kirche und Staatsdiener in dem Buch ebenfalls nicht all zu gut wegkommen.
Hansi
unregistriert
28.01.2010 01:48 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Wenn das so stimmt, wie er die rechte Szene schildert, braucht sich Lonewolf jedenfalls keine großen Sorgen machen, dass die demnächst die Macht in Deutschland an sich reißen könnten.
Anscheinend sind die untereinander ziemlich zerstritten, jeder möchte gerne selbst der GröFaZ sein... NPD, DVU und Republikaner mögen einander nicht.... die Scheitel blicken arrogant auf die Glatzen herab, die sie nur als hirnloses Fußvolk betrachten, und die Glatzen wiederum können mit vielen aus der intellektuelleren Schicht nicht viel anfangen. Also eine gemeinsame Struktur scheint es da kaum zu geben, was sie vereint, sind eben die Konzerte, Saufen und die Ideologie.
Generell scheint bei denen viel gebechert zu werden, im Suff werden dann auch tolle Reden geschwungen... aber wenn es hart auf hart kommt, kannst du die Leute an einer Hand abzählen, die lieber in den Knast gehen als mit den Behörden zu kooperieren.


Das ist mit der linken Szene aber so ziemlich das Selbe in Grün (ohne natürlich alles und jeden über einen Kamm scheren zu wollen), aber das ist ja auch durch diverse politische Mittel so eingerichtet worden, schließlich wären ein zusammengerottetes rechtes oder linkes Lager eine Gefahr für diesen Staat und seine Instrumente.

Arne Reload



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29.01.2010 03:21 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Das ist doch mal ein interessanter Thread, der genau darauf eingeht, was ich neulich im Thread von Skeptiker zu Zelder meinte.
Hier kann man mal überlegen, was man evtl. selbst an faschistoiden Hintergründen in sich hat, denn ganz zufällig werdet Ihr ja z.B. nicht befreundet gewesen sein.
So ein Geld in die Menge schmeißen und sich dann darüber amüsieren, dass andere es aufheben, ist ja schon eine klare Aussage, dass man glaubt, man selbst sei was besseres als die, die das Geld aufheben. (Ich selber bücke mich auch heute noch, wenn ich irgendwo ein 1 oder 2 cent-Stück rumliegen sehe. Und nerve Manuel damit, dass ich manchmal noch irgendwo rumliegende Pfandlflaschen einsammele. Fühle ich mich auch mit weit über 2500 netto im Monat nicht zu schade und auch nicht zu elitär für.)

Wieso bist Du Dir so sicher, dass es so gekommen wäre, dass der, wären ein paar Sachen anders gelaufen, bei der Unity mitmachen würde und nicht Du bei den Neonazis? Das ist auch ganz schön arrogant.

Dieser Wunsch nach "echter Kameradschaft" scheint auch noch so eine Sache zu sein, die einfach erheblich viele Nazis wohl suchen und dort finden, bzw. suchen sie nach echter MÄNNER-Kamaradschaft.
Dieses auch in anderen Zusammenhängen immer wieder auftauchenden Thema, nicht nur in Deinen Büchern, sondern bei allem, was da unten aus Deiner Ecke kommt, fällt mir auch auf (z.B. Schiller oder Hesse). Ist eine Sache, die mir irgendwie auch etwas fremd ist. Evtl. hatte ich das Glück schon relativ früh solche echten Jungenfreundschaften gehabt zu haben, die sich dann auch direkt schwul entwickelt haben und dadurch evtl. noch erfüllender wurden als irgendein romantisches Getue da herum. KA. Muss ich selber mal drüber nachdenken, aber auch diese Sehnsucht scheint da irgendwelche Grundlagen zu legen, dass man in faschistisches Millieu abrutschen kann.

Wieso schreibst Du den eigentlich nicht mal an. Der ist doch offen, wohl mit seinem Namen in die Öffentlichkeit gegangen, evtl. auch, weil er was von alten Freunden hören wollte (die eben nicht gerade aus der Nazi-Ecke kommen). Dich wird er schwerer finden, weil unter Deinem (Sorry, aber sagst Du ja selbst) bürgerlichen Allerweltsnamen er beim googlen eher meinen wird, Du seist jetzt ein Omnibusunternehmer oder sowas, wie ich gerade feststellte. Und Dian The Saint wirst Du ja in der Schule kaum schon gehießen haben. Also, wenn sollte die Initiative von Dir ausgehen.
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dian
unregistriert
29.01.2010 13:03 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@ Arne:
Zitat:
So ein Geld in die Menge schmeißen und sich dann darüber amüsieren, dass andere es aufheben, ist ja schon eine klare Aussage, dass man glaubt, man selbst sei was besseres als die, die das Geld aufheben.

So eine Aktion kann viele Aussagen haben. Kann auch einfach bedeuten: "Seht her, wir scheißen auf euren Gott! Wir verehren ihn nicht, sondern werfen ihn vor euch in den Staub, weil er für uns keine Bedeutung hat."
Aber klar, da zeigt sich natürlich auch die Dekadenz von Kindern, die mit dem goldenen Löffel im Arsch aufgewachsen sind. Kids, die von ihren Eltern kein oder nur ganz wenig Taschengeld erhalten, wären auf so eine Idee natürlich nicht gekommen, und würden so ein Verhalten auch (völlig zu recht) als großkotzig bezeichnen.
Wie gesagt... wir waren noch sehr jung und brauchten das Geld NICHT. großes Grinsen
Andererseits denke ich, die Motivation dahinter war wirklich eher so eine Art kindlicher Protest gegen den Kapitalismus und das materielle Denken, mit dem man überall konfrontiert wurde, als der Versuch, sich selbst über die anderen zu erheben.
Naja, vielleicht war es auch eine Mischung aus beidem.

Zitat:
Wieso bist Du Dir so sicher, dass es so gekommen wäre, dass der, wären ein paar Sachen anders gelaufen, bei der Unity mitmachen würde und nicht Du bei den Neonazis? Das ist auch ganz schön arrogant.

Lies einfach noch mal genau, was ich geschrieben habe...
Ich habe ganz ausdrücklich gesagt:
Zitat:
Vielleicht hätten wir gemeinsam die Unity schon viel früher gegründet... oder wir wären gemeinsam in den Knast gewandert, weil er mich dazu überredet hätte, auch mit bei den Nazis einzusteigen. (so ganz unsympathisch waren die mir damals in meiner trotzig-kindlichen Naivität ja nicht)

Keine Ahnung, was daran misszuverstehen ist.
Ich schließe keineswegs aus, dass er mich eher in seine Richtung gezogen hätte, als ich ihn in meine. Zumal ich ja noch extra darauf hingewiesen habe, dass ich damals eh keine eigenen politischen Vorstellungen oder irgendwas hatte, aber durchaus eine gewisse Sympathie für Adolf Hitler und den Nationalsozialismus empfand... weil es einfach genial war, wie man durch bloße Erwähnung eines Namens oder eines bestimmten Zeichens die Erwachsenen zur Weißglut bringen konnte. Das ist eben wirklich die härteste Waffe gegen Gutmenschen... kein "Fuck Kapitalismus" oder "Ich scheiß auf euer System" kann diese spießigen gutbürgerlichen Christen, zu denen wohl auch Bars Eltern gehörten, so sehr schocken, wie ein aufgemaltes Hakenkreuz oder ein Hitlergruß.
Oft haben die alle noch ihre eigenen Leichen im Keller, weil Opa Sturmführer bei der SS war oder irgendsowas, während sie selbst immer ganz korrekt im Dritten Welt-Laden einkaufen und Kuchenreste für Afrika verkaufen. Sie erteilen ihren Kindern Befehle, machen ihnen Vorschriften, spielen sich ihnen gegenüber als unantastbare moralische Autoritäten auf... und wollen ihren Nachwuchs gleichzeitig dazu erziehen, nicht mehr einem Führer und irgendwelchen selbsternannten Autoritäten hinterherzulaufen. Hä? Das sind einfach ein paar Widersprüche zu viel... durch solche Widersprüche muss man sich als Kind ja geradezu dazu animiert fühlen, das genaue Gegenteil von dem zu tun, was diese Menschen von einem erwarteten.
Aber ich würde das jetzt auch nicht überbewerten und da zu viel reininterpretieren (wie etwa "geistige Nähe zum Faschismus" oder so)... das ging mir damals echt nur um Protest, um Anecken, Auffallen und Provozieren um jeden Preis. Genauso hat's bei ihm auch angefangen... nur dass er eben dann noch einige Schritte weiter in diese Richtung gegangen ist, während mir doch irgendwann klar wurde, dass ich von meinem antiautoritären Wesen her als Nazi ja eigentlich ziemlich ungeeignet wäre.
Nur.. darauf muss man halt wirklich für sich selber kommen. Wenn die Erwachsenen die ganze Zeit nur mahnen "Nazis sind böse, das ist ganz schlimm und ihr müsst Mitleid mit den armen Juden haben", dann bewirken sie damit doch nur das Gegenteil.

Zitat:
Dieses auch in anderen Zusammenhängen immer wieder auftauchenden Thema, nicht nur in Deinen Büchern, sondern bei allem, was da unten aus Deiner Ecke kommt, fällt mir auch auf (z.B. Schiller oder Hesse).

Hmm... also meinst du, dass das eher ein süddeutsches Phänomen ist, und im Norden nicht so oft vorkommt? Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen... ich denke, dass Sehnsucht nach Freundschaft und Verbundenheit ein globales Phänomen ist, das nicht auf bestimmte Gegenden beschränkt ist.
Ich kann es auch schwer beurteilen, weil ich keine Vergleichsmöglichkeiten habe... ich weiß nur, wie es eben bei mir in meinem Umfeld war, als ich aufgewachsen bin. Und da muss man ganz klar sagen, war Freundschaft für die meisten Menschen doch eher etwas sehr nebensächliches. Meine Eltern hatten selber so gut wie keine Freunde, der ganze soziale Kontakt beschränkte sich eigentlich auf Arbeitskollegen und den Familienkreis.
Mit den meisten meiner Mitschülern war ich nicht wirklich auf einer Wellenlänge... ich denke, da ist es nachvollziehbar, dass man die Sehnsucht nach einer Freundschaft entwickelt, die stärker ist als das, was man so täglich in seinem Umfeld erlebt.

Zitat:
Evtl. hatte ich das Glück schon relativ früh solche echten Jungenfreundschaften gehabt zu haben, die sich dann auch direkt schwul entwickelt haben und dadurch evtl. noch erfüllender wurden als irgendein romantisches Getue da herum.

Wird das jetzt wieder eine Diskussion über schwäbische Klemmschwuchteln?
Ich denke, wenn du Hesse als Klemmschwuchtel bezeichnest, kannst du auch gleich viele anderen Bücher, Serien, und Filme, bis hin zu den von mir erwähnten alten John Woo-Filmen, als "klemmschwuchtelig" bezeichnen. Sherlock Holmes lebt mit Dr. Watson zusammen in der selben Wohnung... Batman und Robin stehen beide auf enge Latexklamotten... Winnetou und Old Shatterhand bzw. Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar haben's in der Fantasie von Karl May sicher auch miteinander getrieben... und das Verhältnis zwischen Tyler Durden und dem Erzähler aus Fight-Club ist ja wohl auch irgendwie ein bisschen schwul...
Könnte man wirklich mal als extra Thema diskutieren, wo denn nun "normale" Verbundenheit zwischen zwei Männern aufhört, und wo es anfängt, klemmschwuchtelig zu werden (also auf unterdrückte Homosexualität schließen lässt)
Ich denke, die Weltliteratur ist voll davon, und daher ist's auch ein bisschen unfair gegenüber Hesse, wenn du ihn immer als typische schwäbische Klemmschwuchtel darstellst, und so tust, als sei das nur auf die Mentalität der Leute dort zurückzuführen.

Zitat:
Wieso schreibst Du den eigentlich nicht mal an. Der ist doch offen, wohl mit seinem Namen in die Öffentlichkeit gegangen, evtl. auch, weil er was von alten Freunden hören wollte

Soweit ich weiß, lebt er mittlerweile unter neuem Namen... logischerweise. Ich denke mal, die alten "Kameraden" werden sicher nicht gerade glücklich darüber sein, dass einer aussteigt und dann noch ordentlich über sie ablästert. Die würden ihn sicher auch gern in die Finger kriegen.
Davon abgesehen ist's mir auch nicht so wichtig, dass ich ihn deshalb jetzt extra suchen würde... vor zehn Jahren wäre das vermutlich noch anders gewesen, wo ich noch ganz allein war und immer auf der Suche nach jemandem, der mich wenigstens ein bisschen versteht.
Heute hätte ich ja genügend Auswahl, wenn ich wollte. großes Grinsen Trotzdem würde es mich schon mal interessieren, was er so von meinen Texten hält, ob er sich da irgendwo drin wiederfindet, oder ob ich jetzt doch etwas zu viel Gemeinsamkeiten zwischen mir und ihm hineininterpretiert habe.

Arne Reload



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02.02.2010 05:58 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich weiß gar nicht, ob das zu meiner Zeit so sehr schockte. Damals malte man Hakenkreuze noch selten und wenn, um z.B., wenn man das an einer Schulwand malte, darauf hinzuweisen, dass man das Schulsystem faschistoid hielt.

Okay, evtl. ist das Schmeißen von Kleingeld weniger ein Zeichen von elitären Gedanken als manchmal das Gegenteil. Ich gebe auch zu, dass ich mir eher elitär vorkomme, wenn ich wirklich all meine Pfandflaschen schön sammele und empfinde eher, dass Menschen, die ihre Flaschen rumliegen lassen, als die letzten Proleten. Insofern ist das Bücken nach einem Cent für mich noch eher ein Zeichen der elitären Überlegenheit als wenn ich es liegen lassen würde.

Letztendlich dient dies sogar eher noch zur Abgrenzung durch ein bestimmtes Klassenverhalten als evtl. das Wegschmeißen des Geldes.

Aber irgendwie haben die meisten hier wohl doch keine Lust, mal zu hinterfragen, welche Handlungsweisen bei ihnen selbst auf faschistoides Verhalten noch hindeuten.
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Shinobi

Erneuerung

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29.01.2010 14:57 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich hab als Kind auch Kleingeld auf den Pausenhof geworfen um zu schauen wie die anderen Kinder reagieren, nicht das ich zu viel Geld hatte, aber das war es mir irgendwie wert. Teufel Und auch ich fand als kleiner Knirps Hakenkreuze ganz cool, hab sogar mal ein religions/ethik Heft damit und den wenigen Wörtern wie Fuck und Fotze etc. die ich damals kannte vollgekritzelt. Augen rollen Wohl auch um zu zeigen das ich nicht an Gott glaube und mir der ganze Gutmenschenscheiß, von wegen Moral und Tugendhaftigkeit seien die Leitkultur unserer Gesellschaft und der Christen am Arsch vorbeigeht. Das wusste ich schon mit meinen jungen Jahren besser, nur kam es so das meine Mutter dieses Buch ohne vorher hineinzuschauen zu einem secondhand Laden brachte und die sich anschließend dann bei meiner Mutter meldeten, nachdem sich ein Kunde beschwerte und sie es ihr zeigten. geschockt Keine Ahnung was sie damals dachte, ich selbst hatte mir dabei jedoch nicht viel gedacht und fand es im nachhinein auch sehr witzig. cool

Damals gehörte es zumindest bei mir auf der Hauptschule, auch für Ausländer zum guten ton alles mit Hakenkreuzen vollzuschmieren und so die deutschen Lehrer zu schocken. Augenzwinkern

Ich lehne die Grundübereinkunft des Gemeinwesens ab, insbesondere die Überbewertung von Besitz.


“All authority of any kind, especially in the field of thought and understanding, is the most destructive, evil thing. Leaders destroy the followers and followers destroy the leaders. You have to be your own teacher and your own disciple. You have to question everything that man has accepted as valuable, as necessary.”


„Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?“
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dian
unregistriert
02.02.2010 13:04 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@ Shinobi:
Zitat:
Ich hab als Kind auch Kleingeld auf den Pausenhof geworfen um zu schauen wie die anderen Kinder reagieren, nicht das ich zu viel Geld hatte, aber das war es mir irgendwie wert.

Du auch??? Die Ähnlichkeit zu mir wird ja immer unheimlicher...
Wirklich schade, dass wir nicht zusammen in einer Klasse waren. Ich denke, wir hätten da sicher ne Menge Spaß haben können. großes Grinsen

@ Arne:
Zitat:
Ich weiß gar nicht, ob das zu meiner Zeit so sehr schockte. Damals malte man Hakenkreuze noch selten und wenn, um z.B., wenn man das an einer Schulwand malte, darauf hinzuweisen, dass man das Schulsystem faschistoid hielt.

Nun, das mag sein... aber es ist nunmal tatsächlich so, dass die Lehrergeneration, die heute an der Macht ist, eben nicht mehr von der Nazizeit oder den Nachkriegsjahren geprägt wurde, sondern eher von der 68er-Revolte, und auch tendenzielle eher links-liberal eingestellt ist (und manchmal eben auch christlich, was sich insbesondere bei Religionslehrern nur schwer vermeiden lässt)
Das ist eine Lehrergeneration, die fast einstimmig gegen Faschismus ist...
aber das hindert sie dummerweise nicht daran, teilweise totale Arschlöcher zu sein.
Die übelsten Lehrer, die ich hatte, waren im Nachhinein betrachtet jene, die sich am meisten für hungernde Kinder in Afrika und tolerantes Verhalten an Schulen engagiert hatten.
Der eine ist später als Missionar nach Ghana gegangen, der andere hat Lichterketten gegen alle möglichen Ungerechtigkeiten organisiert.
Witzigerweise waren die menschlich aber beide die totalen Arschlöcher... haben beide meine Eltern an die Schule bestellt, weil ich mich bei irgendwelchen Mitschülern dafür entschuldigten sollte, dass ich sie beleidigt habe.
Also eben genau die Sorte Mensch, die Meinungsfreiheit predigt und dann, wenn jemand mal wirklich frei seine Meinung sagt, gleich mit Repressionen kommt, um ihn dazu zu zwingen, sich für diese Meinung öffentlich zu entschuldigen.
Ja... und dann findet man als Schüler irgendwann heraus, dass man im Grunde nur 6 Striche zeichnen muss, um diese Heuchler so aufzuregen, dass sie beinahe platzen vor Stress und Ärger.
Ich glaube, wenn ich mit meiner Einstellung und dem Wissen von heute nocheinmal die Schulbank drücken müsste, würde ich denen noch viel mehr Hakenkreuze hinterlassen. fuerer

Arne Reload



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03.02.2010 15:28 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Also, mir wäre das zu langweillig,
Ich denke, damit provoziert man heute weniger als wie mit dem gegenteiligen Verhalten.

Wenn die so sind, wie Du sie schilderst und insbeondere eine Sozialisation in der 68er Zeit hatten, dann dürfte pro-israelisches und antieuropäisches Verhalten, evtl. noch pro-chinesisches und pro-stalinistisches die wesentlich mehr erschrecken als dass da ein paar Nazis rumrennen an der Schule.

Klappt bei Euch ja auch immer! Zunge raus
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Soulmirror

Kinderschänder mit Lizenz


03.02.2010 16:07 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

haha wie krass, hab das buch seit jahren hier im schrank stehen - und auch gelesen. fands immer ein gutes buch, wie du ja schon sagst - einfach und eben authentisch und kein blablabla oder großes bereuen am ende.

das ihr mitschüler ward ist ja mal nur heftig großes Grinsen


@faschistoide gedanken bzw gleiche "gedankenschlösser"

das fällt mir immer mehr auf je mehr ich mich mit neofolk und dem ganzen drum und dran beschäftige. da spielt ja auch viel naziästhetik ne rolle die eben oft benutzt wird um unterschiedliche ziele zu verfolgen.

I'm gonna find my way to the sun
If I destroy myself, I can shine on
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Arne Reload



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03.02.2010 16:35 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Musst Du mal sagen, was Du mit "Naziästhetik" meinst.

Mir fällt da z.B. auf, dass ich gerne Richard Wagner höre (der aber seine Oper mindestens 65 Jahre vor den Nazis geschrieben hat), die Sprache Nietzsches (der auch ca 50 Jahre vor den Nazis sein letztes klares Wort von sich gegeben hat) und die wirllich auf mich immer extrem beeindruckende Architektur des Faschismus, sowohl die Bauten von Mussolini wie auch die Bauten in die Richtung Sperr wirken auf mich extrem ästhetisch.
Wenn man da vor steht, da kommt man sich so schön klein vor vor den Bauten, als wäre man noch ein kleines Kind, als alles noch so riesig war wie dann diese Gebäude wirken.
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Soulmirror

Kinderschänder mit Lizenz


04.02.2010 19:21 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

ok zugegeben da müsste man vielleicht bissl differenzieren was nun wirklich von nazis gemacht wurde (siehe architektur speers etc.) und was halt einfach "korrumpiert" wurde und eben im allgemeinen sprachgebrauch als "nazi-" zeuch gilt.

naja bei vielen neofolk gruppen werden eben in den texten z.B. rechte autoren und so zeuch zitiert, nicht abgefeiert oder so aber halt inhaltlich ohne eine "fuck den dreck" message dahinter zum besten gegeben. das schmeckt halt vielen "linken"(sprich antifas) nicht und da wird gleich verherrlichung gewittert.

I'm gonna find my way to the sun
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Arne Reload



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06.02.2010 20:48 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Hast Du mal für solche Texte irgendein Beispiel?

Ich meine, ich habe hier ja schon erlebt, dass sich damals Lonewolf und Waldgaenger über die Sprache Ernst Jüngers kaum noch einbekamen und sich am liebsten auf den einen runterholen wollten. Insofern würden mich auch weitere Beispiele mal interessieren.

Wenn ich an das denke, was so traditionelle Nazilieder waren, dann war das eher Marschmusik mit entsprechend blöden Texten.
Wenn man noch Wagner hinzuholt, wird das natürlich schon komplizierter, weil da zwar auch vieles ist, was mich sprachlich nur gering anspricht, aber eben neben der Musik auch eine Handlung impüliziert ist, aus denen manche etwas ableiten könnten, was man, wenn man es falsch verstehen will, schon in Richtung "Faschismus" geht.
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