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Was ist eigentlich Politik? Verschiedene politische Systeme veranschaulicht am Freundeskreis
02.12.2008 01:10 |
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Politik- was ist das eigentlich? Ein Wort mit "P", genauso wie Parteien, Propaganda, Pazifismus, Prekariat, Priester, Panzer, Preußentum und Prager Frühling. Aber auch wie Porzellan, Pudding, Pantoffeln, Polka und Pogo.
Und, wenn man genau hinsieht, irgendwo hat das sogar alles damit zu tun. Politik ist im Grunde genommen nämlich einfach die Organisation von Menschen. Nicht mehr und nicht weniger. Und was läuft denn generell in unserem alltäglichen Leben ohne Organisation ab? Nehmen wir unseren Freundeskreis.
Man vergegenwärtigt sich Situationen am besten, wenn man sich kleine Einheiten anschaut, das ist weniger abstrakt. Auch hier gibt es Absprachen und Beschlüsse. Wir können uns hier recht gut vergegenwärtigen, was beispielsweise verschiedene Arten der Organisierung sind. Stellen wir uns vor, einer unserer Freunde, oder ein Bündnis von zweien stellt den Anspruch, jegliche Beschlüsse zu fällen, die den Freundeskreis angehen.
Wer widerspricht wird kräftig verprügelt, sei es vom Gruppenführer oder einigen "Handlangern", die sich von ihm mitreißen lassen haben. Die Gruppenführer entscheiden wohin es geht. Schon haben wir den "Gruppen-Faschismus". Oder sagen wir es gibt einen in der Gruppe, der viel geerbt hat. Alle Möglichkeiten, etwas zu tun, sind kostspielig und alle anderen haben die Mittel nicht. So bestimmt derjenige mit dem Erbe, was die Gruppe tut. Er lädt die Freunde dann auch ein, aber nur, wenn sie seinem Beschluss folgen. Wer sich gegen seinen Beschluss wehrt steht entweder ausgegrenzt alleine da, oder wird von ihm "zurechtgewiesen". Das ist Kapitalismus.
Nun gehen wir vom "Kapitalismus" aus. Alle sehen im Prinzip ein, dass der mit dem Erbe sie vollkommen zu Unrecht diktiert. Nun tritt einer aus der Reihe und meint, man müsse den Herrschenden mit dem Erbe stürzen und er verspricht, dass, wenn er an die Macht kommt, das Geld fürs Kino gleich verteilt werde. Begeistert von der Idee jagen die anderen den "Erb-Kumpel" fort und der Neue ist an der Macht. Nun hat die Machtposition ihn aber auch verführt, denn nun kann er endlich allein seine Interessen durchsetzen. Die anderen bekommen zwar das Geld fürs Kino, jeder gleichviel, aber er nimmt sich mehr und gibt ihnen dieses Geld auch nur, wenn sie seinem Rat folgen. Nun haben wir den staatsautoritären elitären Sozialismus, wie er ihn in der Sowjetunion und der DDR existiert hat.
Doch nun einmal angenommen, der Freundeskreis denkt sich, jetzt wollen wir aber endlich einmal wirklich mitbestimmen. Sie wählen für 4 Jahre einen Vertreter, der in der Zeit bestimmt, wo man ausgeht. Doch in dieser Zeit geht, egal wen man wählt, jeder seinen Interessen nach. Anfangs hört jeder noch ein wenig auf die Freunde, später allerdings haben sie es satt und setzen lieber ihre eigenen Beschlüsse durch, denn sie haben die Mittel. Wenn die Menschen nach den 4 Jahren - sie haben in der Zeit oft geklagt über den 4-Jahres-Führer, auch direkt bei ihm, aber es kümmerte ihn nicht- die Schnauze voll haben und einen anderen wählen, beginnt wieder das gleiche Spiel...So kann es nicht weiter gehen, das merken schließlich alle. Sie beschließen direkt bei jeder Entscheidung zu wählen was sie machen wollen. Doch schnell bilden sich Interessengruppen, der kleine etwas gewichtigere Karl wird stets übergangen und immer wieder entscheidet sich die Mehrheit für eine Fahrradtour.
Die Abstimmung wird zur Routine, wer von der "Sport-Gruppe" gegen die Fahrradtour plädiert, wird geächtet. Darüber hinaus vergessen die "Sportler", dass es noch andere Möglichkeiten gibt, die sie vielleicht auch berreichern würden und der arme Karl muss sich täglich abhetzen bei der Fahrradtour. Als Karl ins Krankenhaus kommt und die Sportler seelisch langsam verarmen in ihrer reinen Sportfanatik machen sie sich doch noch einmal Gedanken.Warum soll denn immer jemand das Sagen haben und herrschen? Warum soll Karl, auch wenn er in die Minderheit ist, nicht auch mitentscheiden dürfen?
Nun kommen sie zu dem Entschluss, dass sie zusammen bereden, was sie tun wollen und erst, wenn alle hinter dem Entschluss stehen, steht die Entscheidung fest. Als Karl wieder gesund ist, merken alle, dass er wirklich interessante Ideen hat und eine Aktion viel mehr Freude bereitet, wenn alle wirklich dahinter stehen und keiner gezwungen wird. So entwickeln sie im Dialog immer neue Tätigkeiten.Manchmal fällt nur einem etwas auf, das anderen nicht so deutlich war und am Ende ist man an einigen Perspektiven reicher. Das ist das Prinzip des politischen Anarchismus, der Herrschaftslosigkeit. Nun kann man sich aussuchen, in welche Form der "Organisation der Menschen", also der Politik, man sein Engagement stecken will, also auf was man hinaus will......
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Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche!
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wenn wir uns mit der politik beschäftigen, können wir direkt nen abstecher machen und die demokratie mit der monarchie und der diktatur vergleichen, und wie die politik einfluss nimmt auf die entscheidungsgewalt der oberhäupter bzw des oberhauptes.
wobei das verdächtig nach einem referatsthema klingt ^^
mehr schreib ich zu dem thema morgen
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Hm, komische Freunde hast du. Meine sind nett zu mir, und die Entscheidung ob ich bei irgendwelchen Aktionen mit dabei bin liegt immer noch bei mir. ^^
Aber vielleicht haben wir ja unterschiedliche Vorstellungen von Freunden.
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Das ganze ist Modell von Politik, nicht meine Freunde;-) Es zeigt nur die Absurdität der versch. politischen Grundgedanken, wie wir sie im kleinen doch durchaus lächerlich finden und verabscheuungswürdig, im großen aber als normal empfinden.
Zur Frage mit Organisation/Versorgung: Prinzipiell einfach dezentral, vernetzt und auf Konsens basierend. Die dezentralen Stützpunkte können ihrerseits bei globalen Fragen z.B. Deligierte senden, die nur für diese Frage beauftragt sind und an die Entscheidung der Basis gebunden sind , was auch von dieser beobachtet wird.
Gelebt wird das heutzutage großteils z.B. bei den Zapatistas, in der Geschichte in Spanien bei Durruti & so, in der Ukraine bei Machno & so. Letztere beide sind zudem nicht an inneren Widersprüchen, sondern an äußeren EInflüssen (Franco, Hitler & andere diktatorische Kräfte; die rote Armee unter Lenin und die weiße Armee) zerbrochen und wurde blutig niedergemetzelt.
Trotz schwierigster Verhältnisse während häufiger Kämpfe gegen diese Mächte, konnten beide eine sehr gut funktionierende Infrastruktur aufbauen und hatten wirtschaftliches Wachstum zu verbuchen- welches allen zu Gute kam und aus dem WIllen aller resultierte, da die Motivation größer war für seine Freiheit zu arbeiten.
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Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche!
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