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Strike Bike Kampagne
26.09.2007 00:34 |
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Braucht hier zufällig jemand ein neues Fahrrad?
http://de.indymedia.org/2007/09/195243.shtml
The Loathsome mask has fallen the man remains
Sceptreless, free, uncircumscribed, but man
Equal, unclassed, tribless and nationless,
Exempt from awe, worship, degree, the king,
Over himself, just, gentle, wise.
Percy Bysshe Shelley
Indessen ist das gerade wieder der Vorzug der neuen Richtung, dass wir nicht dogmatisch die Welt antizipieren, sondern erst aus der Kritik der alten Welt die neue finden wollen. Karl Marx
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Arne Kroger unregistriert
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Das ist endlich mal 'ne geile Aktion.
Leider kann ich nicht radfahren. (Ist wohl das einzige, was mich in den NL immer auch sofort zu einem Außenseite machen wird.
)
Aber solche Aktionen sollten mal unterstützt werden, das kann man auch auf andere Betriebe erweitern.
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Hansi unregistriert
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Heute hab ich mit jemandem hier im SSK gesprochen, die die Aktion auch kannte und wir uns da auch irgendwie beteiligen wollen. Hab ihr einfach mal die Adresse vom Forum gegeben, mal gucken ob sie sich hier demnächst meldet.
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Klingt wirklich gut.
BTW, war Lone Star nicht der Typ aus Space Balls
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Ist das per se dermaßen begrüßenswert, wenn wirtschaftlich unrentable Betriebe aus Ideologiegründen künstlich am Leben gehalten werden? Kann mir jemand die großen Unterschiede zwischen der versuchten Holzmann-Rettung von anno Schröder und der versuchten Bike Systems Übernahme erklären (ernstgemeinte Frage)? Beide Betriebe konnten die Nachfrage offenbar nicht so gut befriedigen wie ihre Mitbewerber - für den Verbraucher also kein Verlust. Dass der freie Markt im Sinne optimaler Bedürfnisbefriedigung tatsächlich funktioniert, zumindest solange es um nicht überlebensnotwendige, realwirtschaftliche Güter und Dienstleistungen geht, sollte auch der libertärste Anarchist nicht bestreiten können.
Dem Betrieb würde ich als Radfahrer jedenfalls keine Träne nachweinen. Eine völlig andere Baustelle ist das unwürdige Schicksal der Arbeiter, deren Produktivität zZt nicht mehr benötigt wird. Aber schon allein weil Vollbeschäftigung auch in der perfekten anarcho-syndikalistischen Gesellschaftsordnung nicht erreichbar sein wird (außer man ist reaktionärer Pessimist und setzt voraus, dass die wirklich unglaublich miserabel funktionieren würde), muss man IMO an genau dieser Baustelle ansetzen.
Wenn jeder mal über den eigenen engen Tellerrand hinausschauen und die Ressourcen, die für den Arbeitskampf (und ja, IMO auch dessen Fortführung mit anderen Mitteln) an irgendwelchen Werken draufgehen für ein BGE, das Allen zugute kommen und die Abhängigkeit von Arbeitgeber und Produktionsmitteln obsolet machen würde, verwenden würde, dann könnten wir alle uns Solidaritätsfahradkäufe sparen und das gesparte Geld für Unity-Treffen ausgeben.
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...aber CARCASS haben nach der Heartwork auch nur noch Scheiße rausgebracht!!
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jau, so sollte das überall laufen.
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Arne Kroger unregistriert
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@Benway:
Hätten Sie nicht ausdrücklich erwähnt, dass die Frage ernst gemeint gewesen wäre, dann würde ich jetzt auch mit eristischen Buchhaltung des @Waldgaengers beginnen. Der Einwand klingt doch sehr nach Rabulistik.
Es geht hier doch nicht um eine Frage der Rationalität in einer Marktwirtschaft oder um ein Konkurrenzprinzip. Evtl. erschließt sich Ihnen der Sinn eher, wenn Sie @Tzakahras "Anarchismusthread" mal lesen.
Es geht hier konkret um die Frage, welche Schritte der einzelne machen kann. Und die Übernahme der Produktionsmittel, auch in einem unrentablen Betrieb ist somit schon der erste Schritt, eine Gegenwirtschaft aufzubauen.
Es geht erstmal um den Wechsel der Besitzverhältnisse, in einer logischen Wirtschaftsordnung können die Maschinen, wenn kein Bedarf mehr an Fahrrädern existiert, umgebaut werden
Wie sich dann Wirtschaftsformen entwickeln, die von eigenständigen und selbstbestimmten Arbeitnehmern gemacht werden, kann jetzt einfach nicht vorausgesagt werden.
Alle weiteren Ansätze müssen auch so lange scheitern, wie die Kapitalverhältnisse eben so sind, wie sie sind.(Das "sie" ist hier kleingeschrieben, bitte beachten!)
Zumindest wüsste ich keinen Grund, warum die bisherigen Kapitaleigner sich für ein Grundeinkommen einsetzen sollten, wenn nicht ansonsten z.B. der Verlust der Produktionsmitteln ihnen drohen würde.
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Toll, dann stell ich mich schon mal drauf ein, in der utopisch-anarchistischen Gesellschaft, die im Zuge der "Strike Bike"-Kampagne ja bald verwirklicht werden wird, an meinen eigenen Produktionsmitteln zu werkeln, notfalls auch unrentabel. Sehr großer Fortschritt und natürlich auch sehr zu begrüßen, weil "Übernahme der Produktionsmittel durch den Einzelnen" ja Selbstzweck ist.
Vielleicht muss man einfach selbst Fahradfahrer sein, um einzusehen, dass die Arbeit der entlassenen Beschäftigten an diesem Standort offenbar nicht mehr gebraucht wird - und dass sich der Mensch (zumindest nicht naturalistisch und nicht in erster und einziger Linie) nicht über seine Arbeit definiert.
Solange es keine reaktionäre Rückbesinnung auf die Gewerkschaften und den klassischen Arbeitskampf gibt, ist ein BGE übrigens definitiv auch möglich, sogar wahrscheinlicher, solange "die Kapitalverhältnisse so sind wie sie sind". Der Vorschlag ist gemacht und wenn wir erst mal einen Technisierungsgrad und eine Erwerbsarbeitslosenquote haben, wie wir sie jetzt schon haben könnten, wenn der Markt marktwirtschaftlich und nicht sozialmarktwirtschaftlich funktionieren würde, (so um die 30%) wird er immer verlockender werden...die "Zustimmung der Kapitaleigner" braucht man dazu nur in Klassenkampfphantasien aus dem vorletzten Jahrhundert. Das mehrwertsteuerfinanzierte Konzept eines BGE des milliardenschweren Unternehmers Götz Werners etwa findet laut Umfragen unter Produzenten und Unternehmern deutlich mehr Anklang als in der Durchschnittsbevölkerung, die halt ebensosehr auf Erwerbsarbeit konditioniert ist wie so manch syndikalistischer Anarchist.
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...aber CARCASS haben nach der Heartwork auch nur noch Scheiße rausgebracht!!
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Hm, 'n neues Rad bräuchte ich eigentlich dringend. Verdammt! Hätte ich die Woche eigentlich noch kaufen sollen/wollen... Aber gut, natürlich würde ich dafür nicht teures Geld rausschmeissen, ohne die Teile vorher 'mal gefahren zu haben, insofern ist mir der Scheiß hier egal...
'Indem das parlamentarische Prinzip der Majoritätsbestimmung die Autorität der Person ablehnt und an deren Stelle die Zahl des jeweiligen Haufens setzt, sündigt es wider den aristokratischen Grundgedanken der Natur, wobei allerdings deren Anschauung vom Adel in keinerlei Weise etwa in der heutigen Dekadenz unserer oberen Zehntausend verkörpert zu sein braucht.'
Keine Ahnung was zur Hölle das bedeuten sollte oder worauf ich mich da bezogen habe... Na ja, egal.
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Arne Kroger unregistriert
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Natürlich ist das nicht der Hauptzweck, @Benway, sondern es ist so, dass die Art der Produktion in einer normalen Marktwirtschaft das Kaufverhalten beeinflussen kann.
Ansonsten wäre es ja so, dass man z.B. gleich darauf scheißen könnte, ob irgendwelche Eier aus Freilandhaltung kommen oder aus Käfighaltung. Wäre so gesehen das gleiche wie bei den selbstverwalteten Betrieben. Oder wozu "Fair Trade", wenn der Ausbeuter doch leckeren Kaffee macht.
Das ist erstmal eine ethische Frage, die zu beantworten ist.
Zum BGE hatte früher mal @Waldgaenger sehr interessante Links, die verschiedene Positionen darstellten, eingebracht.
Sofern er seine Liebesnächte mit Mutter @Hansi ihm mal etwas Zeit lassen, kann er dies evtl. mal wiederholen.
Dass manche Kapitalisten dieses mit ziemlich blöden Maßnahen einführen wollen, zeigt auch eher imo, dass es zur Zeit eben systemstabilisierend wirken würde und nicht zu mehr Autonomie des einzelnen führen würde.
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Arne Kroger unregistriert
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