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Umk evtl. Dich, shinobi, jetzt vollständig zu verwirren, könnte ich jetzt darauf hinweisen, dass beide Interpretationen, also die von mir oder die von Dian letztendlich den Individualanarchismus beschreiben.
Der Unterschied sitzt nämlich einen Punkt später, nämlich dort, wo Wave ihn anspricht.
Dass, was Du beschreibst, Dian, nennt man, glaube ich Anarchokapiatalismus oder so. Da ist Privateigentum erlaubt, es ist aber auch erlaubt, jedem dieses Privateigentum sich anzueignen. Da kein Staat da ist, der das mehr schützt, ist insofern zwar Privateigentum erlaubt, aber es ist eben Aufgabe jedes einzelnen, sein Eigentum auch zu verteidigen.
Wenn Du jetzt eben noch den Staat als Schutzmacht für Eigentum ins Spiel bringst, dann bist Du bei libertären, u.U. auch neoliberalen Positionen angelangt.
Da liegt der Unterschied.
Aber ich finde auch, dass es eher blödsinnig ist, sich darüber zu unterhalten, was jetzt wie genau heißt (obwohl es natürlich schon hilft, dass man sich etwas verständlicher gegenseitig ausdrücken kann), als vielmerh darüber nachzudenken, was man eigentlich selber will.
Ich selber stimme da eher Wave zu, dass es mir lieber ist, dass irgendwo eine Ordnungsfunktion noch existiert und eben nicht jeder dem anderen sein Hab und Gut stehlen kann, denn bei dieser Art des Anarchismus würden wirklich sofort alle Schwachen, Kranken und Alten auf der Strecke bleiben, die nicht gewaltättig genug sein können, um sich zu wehren bzw. anderen das Essen zu klauen, um satt zu werden.
Dass es nichtsdestoweniger Privateigentum in vernünftigem Maße geben kann, schließt sich dabei nicht aus. Problematisch wird eben der Besitz an Grund und Boden und an Produktionsmitteln. Derjenige, der Kapiatl in dieser Form besitzt, hat nunmal damit automatisch Machtmöglichkeiten, die jedweder Struktur entgegenstehen würden, die selbstbestimmte Entscheidungen des einzelnen verhindern könnte.
Letztendlich ist es heute so, dass das Kapital das sehr geschickt gemacht hat und es so einegrichtet hat, dass es den Staat nur noch insofern braucht, als dass er dem Profit des Kapitals dient.
Überstaatliche Organsisationen werden vom Kapiatl solange gefordert wie es darum geht, Zölle z.B. abzubauen. Dafür hat es eben die EU geschaffen. Die dient dann auch dazu, sich ggf. aus allen Regionen die zur Ausbeutung am besten geeigneten Arbeitskräfte zu besorgen.
Der Nationalstaat wird dann gebraucht, wenn er in Konkurenz zu anderen Staaten stehen soll, z.B., damit das Kapital sich den Staat aussuchen kann, der die niedrigsten Steuersätze hat. Hier wird wieder auf den Nationalstaat gesetzt. Ebenso dann, wenn es darum geht, Solidarisierungen zwischen den Menschen international zu vermeiden. Das geschieht dann dadurch, dass es keine einheitlichen Amtssprachen z.B. innerhalb der EU gibt, was dafür sorgt, dass sich der französische Arbeitnehmer nicht mit dem deutschen solidarisieren kann.
Insofern ist dem Kapiatl diese Diskussion sowieso herzlich egal, denn es pickt sich in der jetzigen Zeit die Rosinen raus, die für es die besten Möglichkeiten bietet, Profit zu machen.
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Shai unregistriert
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Brot backen kann jeder, wenn man sich nur mal 10% mühe gibt den Teig ordentlich herzustellen....
Zumal selbstgemachtes Brot schmeckt viel viel Besser... man kann es so machen, wie es einem am besten Schmeckt.
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Ja, solange es Supermärkte, Backöfen / Brotbackmaschienen und Strom gibt ist Brot backen kein Problem...
Hat eigentlich mal jemand nachgedacht, wie es mit dem Kampf um Ressourcen (Wasser, Öl, Holz, Fische etc.) aussehen würde, wenn es keine Staaten gäbe? Ich meine die Staaten verhalten sich ja alles andere als vorbildhaft, aber wenn ich mir dann vorstelle was wäre wenn es da überhaupt keine Regelungen mehr zu gäbe - Ausschlachtung und Monopolbildung auf's Übelste, was dann wiederum nur zu Kriegen führt (und damit meine ich in einem Ausmaß, das das jetzige weit übertrifft).
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