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Kleine Rechercheaufgabe für Dich, Dian.
Es gab in der Zeit des Nationalsozialismus nach 33 bis 45 nur ZWEI Vereine, die ihre jüdischen Mitglieder noch geschützt haben und z.B. sich getraut haben, ihren ehemaligen jüdischen Vorsitzende z.B. im Exil in der Schweiz zuzuapplaudieren und sich zu solidarisieren.
Der eiue war Eintracht Frankfurt.
Rate mal, wer der zweite war.
Kleine Hilfe:
http://www.antifa-freiburg.de/spip.php?p...&id_article=492
Wie ist das mit der Irrantionalität?
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Hansi unregistriert
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Fussball sollte gar nix, aber auch wirklich rein gar nix mit Politik zu tun haben.
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Das ist das blödeste, was ich seit langem von Dir gehört habe, Hansi.
Erstmal versteckt sich hinter solchen Spießbürgeraussagen die reaktionäre Haltung, dass es Sachen gibt, die "unpolitisch" sein könnten.
Wie soll das aussehen?
Okay, nehmen wir das Beispiel Fußball:
Ertstmal Abschaffung aller Nationalmannschaften, okay, bin ich mit einverstanden, aber wäre es unpolitisch, wenn dann nur noch Vereine spielen und infolgedessen die reichsten Vereine, als Real, Barca., Chelski, Liverpool, ManU usw. die Weltmeisterturniere machen?
Ist das unpolitisch, wenn man dann es erlaubt, dass es überhaupt einen Lohn für Fußball geben soll? Ist der Kapitalismus jetzt bei Dir gottgewolt und keine politische Entscheidung mehr?
Also, ohne politische Entscheidungen geht zumindest Vereinsfußball in der jetzigen Form auch nicht mehr. Und wäre es dann wirklich unpolitisch, wenn man sagen würde, wir klammern diese Form der Unterhaltung aus, weil sie ohne politische Entscheidungen nicht geht? Oder heißt das, dass alles, was Unterhaltung kann, sofort nix mehr mit Politik zu tun haben darf. Kunst sollte nix mit Politik zu tun!? Musik sollte nix mit Politik zu tun haben? Bücher sollten nix mit Politik zu tun haben?
Ansonsten fällt mir keine "unpolitische" Begründung ein, weshalb man Fußball andersw beurteilen sollte als andere Unterhaltungssachen.
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Hansi unregistriert
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| Zitat: |
| Erstmal versteckt sich hinter solchen Spießbürgeraussagen die reaktionäre Haltung, dass es Sachen gibt, die "unpolitisch" sein könnten. |
Zum einen: Was hat das mit Spießigkeit zu tun wenn man findet das es Dinge gibt die unpolitisch sind? Man muss ja nich aus jeder Mücke nen Politelefanten machen. Und dazu kommt, wie @Dian ja auch schon sagte: Fussball ansich hat nix mit Politik zu tun, oder willst du mir wirklich allen Ernstes erklären, es sei politisch wenn 11 Leute nem Ball nach rennen und versuchen diesen ins Tor zu schießen? Das der Fußball vom Kapitalismus verseucht ist, ist ja nix neues, aber was hat heute denn bitte schön nix mit Geld zu tun und wenn du das hier schon so anprangerst, dann versteh ich nich wieso du aufeinmal auf Bayern abfährst, die ja das Kapitalismus-Vorzeigebild im deutschen Fussball sind. Max. würde ich mich auf ne politische Fußballdiskussion einlassen, wenn es um gleiches Recht für Frauen und Männer geht, aber der Frauenfußball is ja schon seit geraumer Zeit im Aufwind.
Und klar, Nationalmannschaftsspiele kann man noch politisch aufgreifen, muss man aber nich, wenn man wirklich an Fußball interessiert ist, bei solchen Turnieren bin ich dann meistens für sympathische Mannschaften, Mannschaften die guten Fußball spielen und wechsle meinen Favoriten auch öfter, je nachdem wer zuerst ausscheidet und wer weiter kommt.
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Du hast hier den Thread etwas zu spät abgetrennt, Dian.
Denn es ging ja auch um die Frage, wie sich manche Fans verhalten, nicht nur um diese Frage:
| Zitat: |
Aber kannst du mir verraten, wie zur Hölle ein Fußballer den Ball ins Tor schießen muss, damit daraus eine politische Aussage wird? |
Die Diskussion hatten wir neulich im Chat. Ich halte das schon für eine Frage der Ethik bzw. evtl. auch der Politik., wie eben der Ball ins Tor geht. Und da ist z.B. festzustellen, dass man in Deutschland schön beobachten kann, dass es keinen Fan stört, wenn sich die deutsche Mannschaft in geradezu unverschämter Weise durch ein Turnier mogelt, Spiele abliefert, die evtl. gewonnen werden, die man sich aber wirklich so wenig zur Unterhaltung anschauen sollte wie z.B. den Andy Warhol-Film [url=http://de.wikipedia.org/wiki/Sleep_(Film)}"Sleep"[/url].
Es gibt durchaus die Opotion, möglichst kurzweilig zu spielen, das Publikum, das bezahlt, auch zu unterhalten und nicht alleine auf einen Sieg zu schielen.
Insofern, Hansi, ist es auch eben eine politische Entscheidung von Dir, nämlich eine Konsumentscheidung, die durchaus politischen Charakter haben kann ("Deutsche, kauft nicht bei Juden!" ,letzteres kann auch ersetzt werden duirch Amis, Nazis uswusf. ) und evtl. auch nicht so wirkungslos bleiben muss, wenn Du sagst, dass Du ein Turnier schaust und Deine Favoriten wechseslt. Wenn Mannschaften ausgeschieden sind, die eben sehenswerten Fußball spielen, dann schaue ich mir das Turnier nicht mehr an. Ich muss doch unatraktiven Fußball nicht noch durch meinen Konsum fördern.
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dian unregistriert
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So, ich habe den Ursprungs-Thread ("kranke alltägliche Anekdoten einer kranken Gesellschaft") jetzt mal geteilt, weil das sonst etwas zu arg off topic wird.
Zunächst mal Danke für die Infos, @ Arne.
Zum Bayern- oder Frankfurt-Fan macht mich das aber noch lange nicht.
Das ist nunmal verdammt lang her... und außer Franz Beckenbauer dürfte auch keiner der damaligen Verantwortlichen heute noch aktiv sein.
Ich bin doch auch kein Nürnberg-Fan, nur weil die vor 60 Jahren mal attraktiven Fußball gespielt haben. (ja, ich weiß... scheiß Nazi-Club!)
Für mich zählt, wenn überhaupt, dann die aktuelle Situation.
Und die ist nunmal eher so, dass Eintracht Frankfurt heute wahrscheinlich mehr rechtsradikale Fans hat, als damals Juden von dem Verein gerettet wurden.
Und Bayern-Fans sind zu großen Teilen dumme Bauern, die allen ernstes glauben, dass ihr Scheißland außer den Bergen und dem Oktoberfest noch andere Dinge zu bieten hat.
Der Anteil von CSU-Wählern unter Bayern München-Fans ist vermutlich ziemlich hoch. Also ich verbinde den Verein jedenfalls nicht wirklich mit Weltoffenheit und Toleranz, eher mit Arroganz und ungezügeltem Kapitalismus... wie beispielsweise die Forderungen von Uli Hoeneß, dass Fußball in Zukunft nicht mehr frei empfangbar sein soll, sondern nur noch über Premiere.
Generell mag ich diese Bauernvereine nicht, deren Fans zu großen Teilen kein vernünftiges Deutsch sprechen und nur deshalb Fans von dem Verein sind, weil man sie mit ihrem üblen Dialekt nirgendwo anders aufnehmen würde. VfB Stuttgart und Kaiserslautern sind ähnliche Beispiele für Vereine, die mir allein schon aufgrund ihrer vielen inzuchtgeschädigten Fans unsympathisch sind.
Und natürlich fast alle Vereine im Osten... wo selbst bei einem Fünftliga-Spiel zwischen Lokomotive Leipzig und Kombinat Schwarze Pumpe noch 30.000 Reichskriegsflaggen im Stadion wehen.
Oder habe ich da jetzt irgendwelche bösen Vorurteile?
Zum Thema, dass Fußball unpolitisch sein sollte:
Ich sag mal so... wenn ich mir ein Spiel anschaue, dann weil mich das sportliche Geschehen auf dem Platz interessiert... und sicher auch, weil es Vereine gibt, die mir auf irgendeiner irrationalen Ebene sympathischer sind als andere.
Aber ich finde auch, man sollte das (genau wie andere Bereiche von Kunst und Kultur) nicht überbewerten.
Ich käme nie auf die Idee, einen anderen Menschen anzugreifen oder mit Gegenständen zu bewerfen, nur weil mein Lieblingsschauspieler bei der Oscar-Verleihung leer ausging, oder den Tourbus von Tokio Hotel aufzuhalten, weil sie bei ihrem Konzert schon zum wiederholten Mal schief gesungen haben.
Im Fußball sind solche übertriebenen Fanreaktionen hingegen völlig normal.
Also ich finde Fußball interessant... aber ich halte den Stellenwert, den ihm manche Menschen in ihrem Leben einräumen, doch auch für sehr bedenklich.
Politisch relevant ist das höchstens in so fern, dass man da herrlich bestimmte menschlichen Verhaltensmuster beobachten kann, die sich von der Steinzeit übers Dritte Reich bis in die Gegenwart gerettet haben.
@ Arne:
| Zitat: |
| Also, ohne politische Entscheidungen geht zumindest Vereinsfußball in der jetzigen Form auch nicht mehr. Und wäre es dann wirklich unpolitisch, wenn man sagen würde, wir klammern diese Form der Unterhaltung aus, weil sie ohne politische Entscheidungen nicht geht? Oder heißt das, dass alles, was Unterhaltung kann, sofort nix mehr mit Politik zu tun haben darf. Kunst sollte nix mit Politik zu tun!? Musik sollte nix mit Politik zu tun haben? Bücher sollten nix mit Politik zu tun haben? |
Ich denke, man kann ein politisches Buch schreiben... man kann ein gesellschaftskritisches Lied vortragen oder durch irgendeine Aktionskunst auf politische Fehlentscheidungen aufmerksam machen.
Aber kannst du mir verraten, wie zur Hölle ein Fußballer den Ball ins Tor schießen muss, damit daraus eine politische Aussage wird?
Etwa, wenn die Flanke von Rechtsaußen kommt??
Maximal kann ein Spieler beim Jubel das Trikot ausziehen und uns darauf aufmerksam machen, dass wir das alles Jesus zu verdanken haben. Oder (was ja wirklich mal wünschenswert wäre) er könnte sich als homosexuell outen.
Das hätte mal für eine Weile wirklich gesellschaftspolitische Relevanz.
Ansonsten finde ich die im Fußball aber doch eher selten.
Höchstens, wie du ja schon erwähnt hast, bei irgendwelchen Vereinsgremien oder dem DFB, die sich aufführen, als wären sie ein Staat im Staat, mit eigenen Gerichtsverhandlungen, Wahlen, etc.
Ich kann dazu eigentlich nur sagen, dass mich (insbesondere das deutsche) Vereinswesen schon immer angewidert hat, und dass es nicht gut ist, wenn irgendwelche alten Säcke wie MV oder Theo Zwanziger so viel Einfluss auf einen Sport haben, den sie von ihren körperlichen Voraussetzungen her schon längst nicht mehr ausüben können.
Das ist, wie wenn Leute im Altersheim noch CDU wählen, obwohl sie nicht mal wissen, ob sie die nächste Legislaturperiode überhaupt noch miterleben werden.
Auf diese Art von politischem Interesse kann ich wahrlich verzichten.
Besser, man würde die ganzen Vereinsvorstände entmachten und wieder zurück zu den Wurzeln gehen. Mehr Basisdemokratie statt verlogener Politik!
Denn was ist letztlich spießiger... Leute, die von jeder Form von Politik die Schnauze voll haben, oder Leute, die ernsthaft glauben, dass man ohne Vorstand, ohne Präsident und Teammanager keinen Fußball mehr spielen kann?
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