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Zum Ende der Seite springen Technik, die begeistert  
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Fopetu
unregistriert
Technik, die begeistert 09.11.2009 09:47 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Als ich heute morgen das ADAC-Magazin aufgeschlagen habe, ist mir ein interessanter Artikel aufgefallen.
Bremshilfen, die von alleine reagieren, sollen in den neuen Volvo S60 integriert werden. Wenn dies wirklich so gut funktioiert wie angegeben, wäre das ein großer Schritt in Richtung Verkehrssicherheit.

Jeder kennt es, jeder weiß es. Die Technik, die tagtäglich unser Leben bestimmt, wird allmählich immer fortgeschrittener. Handys, die vor ein paar Jahren mit einer Infrarotschnittstelle auskamen, kommen jetzt mit Bluetooth auf dem Markt. Mobiles Internet etc...

Doch bei all dem Fortschritt, kann ich mich einer gewissen Skepsis nicht erwehren. Zu sehr muten die Vorstellungen der Technikindustrien an Filme an, die wir bereits als Science-Fiction kennen gelernt haben.
Ich erinnere gern an I'll Robot oder Blade Runner um nur einiger Vertreter zu nennen.

Dass das Synthetische immer mehr das natürliche verdrängen wird, ist kein umstrittener Prozess sondern gängige Praxis. Dies wird sich auch nicht aufhalten lassen. Ebenso die Folgen der Klimaerwärmung nicht aufzuhalten sind. Es fehlt am Weltbürgertum, was sich aber bereits am entwickeln ist.

Denn ich bin nicht bloß Deutscher - Ich bin Europäer. Die Welt wird durch die Globalisierung immer smarter um es einmal so auszudrücken, wie es die Medien uns vermitteln. Doch all bei den Fortschritten, unser menschlicher Anteil wird immer weniger. Ersetzt durch Maschinen. Auch dieser Prozess liegt lange zurück und wurzelt im Zeitalter der Industrialisierung, welche bis heute andauert.

Was denkt ihr, was die Zukunft bringt - unter diesen ganzen Vorraussetzungen?

Dieser Beitrag wurde 4 mal editiert, zum letzten Mal von Fopetu am 09.11.2009 10:16.


Shinobi

Erneuerung

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09.11.2009 13:29 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Bremshilfen, die von alleine reagieren, sollen in den neuen Volvo S60 integriert werden. Wenn dies wirklich so gut funktioiert wie angegeben, wäre das ein großer Schritt in Richtung Verkehrssicherheit.


Also ich persönlich bin ja kein sonderlich großer Freund von Sicherheit, ich kann mich damit einfach nicht anfreunden, jedoch irgendwie liegt uns dieser drang nach mehr Sicherheit wohl in den Genen, oder ist es reiner Instinkt? Schon die Steinzeitmenschen haben sich zusammen geschlossen und Gemeinschaften gebildet, um leichter an Nahrung zu kommen etc. später dann der Handel und der Anbau von essen. Der Bau von Städten und heute Leben wir unser behütetes, zivilisiertes Leben, eingesperrt in betonierten, klimatisierten Käfigen, unter Dauerberieselung durch Werbung, Medien, Angst, Beschäftigung und ständiger Überwachung. Wir werden bevormundet, wo es nur geht in unserem künstliches Paradies. So weit hat es der Mensch mit seinem Sicherheitswahn schon gebracht, aber scheinbar ist es noch nicht sicher genug, jeden tag scheinen neue gefahren dazu zu kommen. Augen rollen

Und demnächst machen sie solche Bremssysteme in jeden Neuwagen der gebaut wird, mit einer Funktion zur Fernsteuerung z.b. durch Polizei. Schließlich sind wir alle Unruhefaktoren, in dieser schönen Idylle, bis unsere Unschuld bewiesen ist gelten wir als potenzielle Kriminelle. Wer weis dann wird man Gebrauchtwagen in Zukunft, nur noch für teuer Geld auf dem Schwarzmarkt finden. Also ich riskiere lieber Unfälle und mein Leben, (eventuell auch das anderer Leute, so sehr Egoist bin ich nun mal) anstatt die Kontrolle über mein Fahrzeug zu verlieren. Das Leben ist keine Gummizelle da gibt es nun mal gefahren. cool

Also mir kommt unsere Gegenwart schon sehr wie aus einem Sci Fi Film vor. Zu dem Thema Gott spielen im bereich Technik und künstliches Paradies, schaue ich gerade zwei sehr interessante Animes die für Sci Fi Fans sicherlich zu empfehlen sind, nämlich Texhnolyze und Ergo Proxy. Beide behandeln ein ähnliches Thema, Ergo Proxy habe ich jedoch noch nicht ganz durch.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Shinobi am 09.11.2009 13:30.



Ich lehne die Grundübereinkunft des Gemeinwesens ab, insbesondere die Überbewertung von Besitz.


“All authority of any kind, especially in the field of thought and understanding, is the most destructive, evil thing. Leaders destroy the followers and followers destroy the leaders. You have to be your own teacher and your own disciple. You have to question everything that man has accepted as valuable, as necessary.”


„Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?“
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quaid

their law


RE: Technik, die begeistert 09.11.2009 22:05 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

das erinnert mich an diesen science fiction thriller..
eine frau nimmt eine cola-dose aus dem kühlschrank, und ein scanner bestellt diese sofort nach. das licht schaltet sich automatisch an und aus je nachdem, welchen raum man betritt/verlässt. lauter son zeugs eben.

das bietet jede menge material für möglichkeiten, die in diversen büchern und filmen ausgearbeitet wurden. stromausfall, feindliche übernahme künstlicher intelligenz oder fernsteuerung der technik, der man soviel anvertraut hat, durch böse gesinnte menschen.

dann haben wir die überwachung, die uns sagt: was habt ihr zu verbergen? alles, was ihr denkt und tut, wurde vorher schon gedacht und getan.
oder die modernisierung, welche zwar alles besser und präziser machen kann, aber auch unmenschlicher, denn arbeitsplätze werden ersetzt durch maschinerie.

was die bremsen angeht: für mich ein eindeutiger hinweis für einen großen schritt in richtung des autos, welches man in iRobot gesehen hat: es fährt selbst zum ziel und warnt bei manuellem fahren vor gefahren.

shinobi:
Zitat:
Schon die Steinzeitmenschen haben sich zusammen geschlossen und Gemeinschaften gebildet, um leichter an Nahrung zu kommen

das hat einen eher praktischen nutzen, oder?
der drang nach sicherheit ist existent und nachweisbar. in einer höhle zu hausen bewirkt schutz vor wetter, sichtung durch gegner jedweder art und fallende bzw. schleudernde gegenstände wie steine oder bäume im falle eines sturms - als beispiel.
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Shinobi

Erneuerung

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09.11.2009 22:30 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
das hat einen eher praktischen nutzen, oder?


Ja irgendwie schon, großes Grinsen ich weis auch immer nie so genau wie ich mich am besten ausdrücken soll. cool

Ich lehne die Grundübereinkunft des Gemeinwesens ab, insbesondere die Überbewertung von Besitz.


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Arne Reload



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10.11.2009 05:07 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Also, ich kann mich an keinerlei Technik begeistern, die irgendwie mit Autos zu tun hat und evtl. den Individualverkehr weiter fördern würde.

Beigeistert wäre ich von Lösungen, die es ermöglichen, im Rahmen eines ÖPNV vernünftige Lösungen zu bekommen, wie man effektiv und mit wenig Energie die Menschen von Ort A nach B befördern würden. Konfortabel und zeitlich nach den Wünschen der Nutzer.

Das ginge wahrscheinlich schon lange, wenn man in diese Frage Zeit und Geld investieren würde. Das macht aber wieder keiner.
Insofern finde ich das mit den Bremsen eher eine blödsinnige Spielerei, die wahrscheinlich die Menschheit nur insofern weiter bringen wird, als dass es sie näher an eine ökologische Katasrophe bringt, wenn zukünftig auch noch jeder, der besoffen ist, mit einem Auto durch die Gegen fährt und das Auto nie stillsteht.
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Fopetu
unregistriert
10.11.2009 08:31 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Das neue Bremssystem sollte eigentlich nur ein Beispiel sein. Ihr stimmt mir hoffentlich zu, wenn ich sage, dass unsere Gesellschaft immer mehr technologiesierter wird.
Ich persönlich sehe gigantische Städte aus dem Boden schießen - neue Bauwerke von ungekannter Größe.
Die Urbanisierung wird immer weiter fortschreiten und das Gesicht dieses Planeten verändern. Vielleicht wird es eines Tages so aussehen wie auf Coruscant in Star Wars. Maschinen werden größere Arbeiten verrichten und vollends Bestandteil unseres Lebens werden. Roboter gibt es bereits zur genüge. Und je ausgefallener die Systeme werden umso menschenähnlicher agieren sie. Auch das erinnert mich an die Trilogie Terminator. Die ganzen düsteren Science-Fiction Filme werden vielleicht nicht vollends wahr, zeigen uns jedoch ganz klar, wo die Ambitionen und Vorstellungen der Menschen liegen.
Zunehmends werden wir von Technik kontrolliert. Stichwort Google und Co. Werden wir in Zukunft überhaupt noch einen eigenen Willen haben?

Shinobi

Erneuerung

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10.11.2009 15:31 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Maschinen werden größere Arbeiten verrichten und vollends Bestandteil unseres Lebens werden.


Ich Frage mich welchen stellenwert und welchen nutzen der Mensch dann noch hat, werden wir dann überhaupt noch benötigt? Und wenn ja wofür, was ist überhaupt der sinn unserer Existenz? Arbeit wohl kaum, wenn das genauso gut auch, Maschinen erledigen können.

@arne

Was ist ein ÖPNV?

Zitat:
Das ginge wahrscheinlich schon lange, wenn man in diese Frage Zeit und Geld investieren würde. Das macht aber wieder keiner.


Das selbe Problem wie mit der Pharmaindustrie, es sind die Monopole die uns ausbremsen und in der Entwicklung hindern. Es sei den es bringt Geld, dann kann die Entwicklung neuer Technologien gar nicht schnell genug gehen. -.-

Ich lehne die Grundübereinkunft des Gemeinwesens ab, insbesondere die Überbewertung von Besitz.


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VirusMensch

Organisiertes Chaos

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10.11.2009 23:53 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ohne jetzt alle Antworten durchgelesen zu haben:
Ich mag es nicht wenn Technik mir das Denken abnimmt und ich das nicht abstellen kann.
Ich hasse das ABS und das ASR meines Autos und bin froh das es nicht auch schon ESP hat... lieber hätte ich nen Bremsplatten, als das ich irgendwo rein düse, weil das ABS mein das stottern anfangen zu müssen.
Und lieber hab ich durchdrehende Räder, als das mir das ASR den Motor fast abwürgt.
Richtige Männer kommen mit solchen Situationen auch ohne bevormundende unausgereifte Anfängertechnik zurecht.

In meiner Vision der Zukunft hat der Mensch keinen Platz mehr.
Er hat sich selbst durch Maschinen ersetzt.
Wenn uns dann kein Weg einfällt wie wir die anfallende Masse an Arbeitslosen beschäftigen können, könnte das Ende des Abendlandes gekommen sein.
Wenn man heute die Zeitungen aufschlägt oder Nachrichtenwebseiten aufruft, bekommt man ja Entlassungszahlen um die Ohren gehauen das man denkt morgen geht die Welt unter.
Ist ja nicht so das die xxxx Mitarbeiter von Firma XY hier entlassen und wo anders gleich wieder eingestellt werden - bei der Wirtschaftlichen Lage.

Aber zum Glück wird es noch lange dauern oder gar nicht erst dazu kommen, weil wir vorher alle Ressourcen verfeuert, verbaut oder weggeschmissen haben, womit wir solche Technik herstellen und betreiben könnten.
Und das Klima gibt unserem Planeten und uns dann den Rest und wir werden mehr mit Kriegen zu tun haben als uns lieb sein wird.

Manchmal, da wünschte ich, meine Vorfahren wären auf den Bäumen geblieben... Augen rollen

Nur durch Individuen, die aus der Reihe schlagen, findet EVOLUTION statt!
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mogtar




11.11.2009 04:09 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

hab neulich gelesen das toyota ein system gegen sekunden schlaf entw. hat. dabei wird der fahrer von ner cam beobachtet und wenn die augen länger geschlossen bleiben als normal wird das fahrzeug abgebremst.

ja es stimmt schon die technik lässt uns faul werden. früher pizza selber machen heute in backofen und nebenher fernsehen, früher geselltschafftsspiele mit familie gemacht ,heute mit dem nachbarsjungen WoW gezoggt. usw.

mfg mogtarno
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Arne Reload



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11.11.2009 05:53 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Shinobi:
ÖPNV = Öffentlicher Personennahverkehr, also Bus, Straßenbahn und Eisenbahn. Damit fahre ich seit 47 Jahren. Und ob die ein neues Bremssystem haben, muss nicht mein Problem sein.

Zitat:
Original von VirusMensch

In meiner Vision der Zukunft hat der Mensch keinen Platz mehr.
Er hat sich selbst durch Maschinen ersetzt.
Wenn uns dann kein Weg einfällt wie wir die anfallende Masse an Arbeitslosen beschäftigen können, könnte das Ende des Abendlandes gekommen sein.
Wenn man heute die Zeitungen aufschlägt oder Nachrichtenwebseiten aufruft, bekommt man ja Entlassungszahlen um die Ohren gehauen das man denkt morgen geht die Welt unter.
Ist ja nicht so das die xxxx Mitarbeiter von Firma XY hier entlassen und wo anders gleich wieder eingestellt werden - bei der Wirtschaftlichen Lage.

Aber zum Glück wird es noch lange dauern oder gar nicht erst dazu kommen, weil wir vorher alle Ressourcen verfeuert, verbaut oder weggeschmissen haben, womit wir solche Technik herstellen und betreiben könnten.
Und das Klima gibt unserem Planeten und uns dann den Rest und wir werden mehr mit Kriegen zu tun haben als uns lieb sein wird.

Manchmal, da wünschte ich, meine Vorfahren wären auf den Bäumen geblieben... Augen rollen


Quark, dafür muss man nicht auf den Bäumen bleiben. Das ist höchstens der Untergang des Kapitalismus, mehr nicht. Dann muss eben in Zukunft jeder nach seinen Bedürfnissen besoldet werden und jeder braucht nur noch soviel zu arbeiten wie nötig.
Solange wir das hinbekommen, ohne unsere eigene Lebensgrundlagen ökologisch einzuschränken, ist das doch eher paradisiesch, dass wir alles haben können mit wenig Arbeit. Die Verteilung ist das Problem, nicht die Automatisierung als solche.
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wave
unregistriert
11.11.2009 14:06 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von VirusMensch
Ohne jetzt alle Antworten durchgelesen zu haben:
Ich mag es nicht wenn Technik mir das Denken abnimmt und ich das nicht abstellen kann.
Ich hasse das ABS und das ASR meines Autos und bin froh das es nicht auch schon ESP hat... lieber hätte ich nen Bremsplatten, als das ich irgendwo rein düse, weil das ABS mein das stottern anfangen zu müssen.
Und lieber hab ich durchdrehende Räder, als das mir das ASR den Motor fast abwürgt.
Richtige Männer kommen mit solchen Situationen auch ohne bevormundende unausgereifte Anfängertechnik zurecht.


Sowas dämliches hab ich selten gelesen, sorry. Ohne jegliche Ahnung von physikalischen, technischen und psychologischen Grundlagen sollte man mit solchen Äußerungen lieber im Keller spielen, als sie anderen verkaufen zu wollen. Ich erläutere jetzt kurz und verständlich alle nötigen Aspekte, einfach um das, was bisher offensichtlich keiner korrigieren wollte nicht falsch dastehen zu lassen.

Zunächst: Wenn man in der Schule auch nur minimal aufgepasst hat, weiß man, dass es da eine GLEITREIBUNG und eine HAFTREIBUNG GIBT. Die Gleitreibung ist dann am Zug, wenn zwei Oberflächen aufeinander gleiten, d.h. zB ein blockierender Reifen auf der Straße. Die Haftreibung tritt dann ein, wenn die beiden Oberflächen nicht gleiten, also sich nicht zueinander verschieben. Dies ist beim Auto im idealen Fahrbetrieb der Fall, da haftet die Reifenfläche, die gerade unten ist auf der Fahrbahn.
Zusammenhang zwischen beiden Reibungen: die Haftreibung ist immer größer als die Gleitreibung.
Das ABS macht nun nichts weiter, als die Bremse kurz bevor der Reifen blockiert, also in die Gleitreibung übergeht, zu lösen und wieder anzuziehen (bis 50 mal pro Sekunde). Hierdurch hat man immer die wesentlich bessere Haftreibung zur Verfügung.
Ergebnis: Der Bremsweg verkürzt sich und das Auto bleibt während der Vollbremsung lenkbar, statt wie bei der Blockierbremsung geradeaus zu schlittern.
Daher: Einer Vollbremsung ohne ABS einen Vorteil gegenüber einer ABS-Vollbremsung zuschreiben zu wollen ist VOLLKOMMENER UNSINN.

Zum ASR: Dies Verhindert das Durchdrehen der Räder beim Gasgeben. Da aber die MEISTEN Autos mangels Motorleistung ohnehin nicht in der Lage sind, die Räder bei etwas höherer Geschwindigkeit durchdrehen zu lassen, ist das ASR ziemlich unnötig, aber es richtet auch keinen Schaden an.


Zum Thema Sicherheit durch Technik: Es gibt da eine Theorie, welche besagt, dass jeder Mensch in jeder Situation ein gewisses festes Risikolevel besitzt zu dem er immer wieder unbewusst zurückkehrt. Diesem Risikolevel schreibt man zB zu, dass mit der Einführung der Sicherheitsgurte die Zahl der Unfalltoten nicht in dem Maße zurückgegangen ist, wie man erwartet hatte: Der Mensch hinterm Steuer fühlt sich sicherer und gleicht das durch eine riskantere Fahrweise automatisch aus. Dies ist auch der Grund, warum bei vielen ungefährlichen Alltagstätigkeiten immer noch recht viele Unfälle passieren: Man wird risikobereiter, je harmloser die Dinge zu sein scheinen.
Dies tritt jedoch nur bei Dingen ein, die den Verlauf selbst direkt beeinflussen. Das ABS zB nimmt keinerlei Einfluss auf den normalen Fahrbetrieb. D.h. der normale Fahrbetrieb wird nicht sicherer dadurch und es findet auch kein Ausgleich statt durch riskantere Fahrweise. Das ABS greif ja ohnehin nur dann, wenn schon der Notfall (Vollbremsung) eintritt.

Shinobi

Erneuerung

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11.11.2009 15:05 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Zum Thema Sicherheit durch Technik: Es gibt da eine Theorie, welche besagt, dass jeder Mensch in jeder Situation ein gewisses festes Risikolevel besitzt zu dem er immer wieder unbewusst zurückkehrt. Diesem Risikolevel schreibt man zB zu, dass mit der Einführung der Sicherheitsgurte die Zahl der Unfalltoten nicht in dem Maße zurückgegangen ist, wie man erwartet hatte: Der Mensch hinterm Steuer fühlt sich sicherer und gleicht das durch eine riskantere Fahrweise automatisch aus. Dies ist auch der Grund, warum bei vielen ungefährlichen Alltagstätigkeiten immer noch recht viele Unfälle passieren: Man wird risikobereiter, je harmloser die Dinge zu sein scheinen.


Das finde ich sehr interessant, was bringt uns also diese ganze Sicherheit, wenn sie doch letztlich nur unsere Sinne täuscht, sie läst uns unachtsam und unaufmerksam werden. Sie soll den Angstfaktor minimieren, doch wird nur durch ständige angst geschaffen und erweitert. Ein Beispiel sind die vielen Verkehrsschilder, die vom eigentlichen verkehr doch nur ablenken und uns unsere Aufmerksamkeit nehmen, doch gleichzeitig sollen uns diese Schilder in Sicherheit wiegen, man sagt uns das ohne diese Schilder und die unzähligen Verkehrsregeln, das totale Chaos ausbrechen würde und sorgt so für neue Angst. Mich schrecken die ganzen Verkehrsregeln mehr ab, als der eigentliche verkehr. Und in der Politik läuft es doch genauso, wir werden durch das ständige Angstgefühl zu immer mehr Sicherheit geführt, die eigentlich gar kein Plus an Sicherheit bedeutet, sondern lediglich mehr Kontrolle über uns und der stetige Verlust von Freiheit, Eigenverantwortung und Selbstkontrolle. Bis es uns wie Käfig Tieren ergeht, die in der Wildnis nicht mehr alleine zurecht kommen, für mich bedeutet mehr Sicherheit auch immer mehr Abhängigkeit.

Ich lehne die Grundübereinkunft des Gemeinwesens ab, insbesondere die Überbewertung von Besitz.


“All authority of any kind, especially in the field of thought and understanding, is the most destructive, evil thing. Leaders destroy the followers and followers destroy the leaders. You have to be your own teacher and your own disciple. You have to question everything that man has accepted as valuable, as necessary.”


„Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?“
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dian
unregistriert
11.11.2009 18:10 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Bis es uns wie Käfig Tieren ergeht, die in der Wildnis nicht mehr alleine zurecht kommen

Ohne GPS sind die meisten Leute heutzutage ja schon bei ihrem Sonntagsspaziergang überfordert.
Es soll schon Autofahrer(innen) gegeben haben, die ungebremst in eine Mauer gerast sind, weil ihr Navigationsgerät der Meinung war, dass sich dort eine Straße befindet.
Ich habe ja nichts gegen Technik, die Sinn macht und von fähigen Menschen bedient wird... aber wenn Technik nur noch dazu da ist, den Menschen zu entmündigen und ihn total von der Technik abhängig zu machen, dann läuft etwas ganz gewaltig schief.

Ich kenne ja nun beide Seiten. Als ich Kind war, gab es noch keine Handys, keine SMS und keine Chatrooms. (jedenfalls keine mir bekannten)
Ja, wir hatten damals zuhause sogar noch ein Telefon mit Wählscheibe!!
Und ich kann ehrlich gesagt nicht behaupten, dass mir damals irgendwas kommunikationsmäßig gefehlt hätte.
Ok, aus heutiger Sicht ist natürlich gerade das Internet wirklich praktisch. Aber was ich sagen will: Es geht auch ohne... bzw.,es ging mal ohne... und weil man nicht gewusst hat, was ein "Internet" eigentlich ist, hat man auch nicht das Geringste vermisst.
Den Sinn, sich SMS zu schicken a la "Was machst du gerade?", habe ich bis heute nicht verstanden. In der Zeit, wo ich andere mit der Frage beschäftige, was sie gerade machen, hindere ich sie genaugenommen daran, eben das zu tun, was sie eigentlich tun würden.
Was nützt es mir, wenn ich es weiß?
Was habe ich davon, wenn mir "Freunde" Fotos von sich auf mein Handy schicken?
Es hat mich schon früher genervt, wenn irgendwer aus dem Urlaub zurück kam und dann gleich seine ganzen Bilder rumzeigt, weil ihn die Vorstellung, alle an seinen "spannenden" Erlebnissen teilhaben zu lassen, richtiggehend geil macht.
Brauche ich sowas wirklich?
Und wenn man sich früher verabredet hat, dann konnten sich das die Menschen noch merken ohne Notizblock und ohne automatische Benachrichtigung. Man hat einfach auf die Uhr geschaut und sein Gehirn benutzt... und das hat eigentlich auch ganz gut funktioniert.

Andererseits ist natürlich vieles, was in den letzten Jahren entwickelt wurde, auch ungemein praktisch.
Es macht mir nur etwas Angst, dass die Menschen immer mehr zum Diener der Technik werden, anstatt sich von der Technik bedienen zu lassen.
Getreu dem Motto "Alles, was du hast, hat irgendwann dich", werden die Menschen von dem Zwang, immer das Handy eingeschaltet haben zu müssen und immer die neueste Technik im Auto zu haben, daran gehindert, sinnvollere Dinge mit ihrer Zeit und ihrem Geld anzufangen. Wie billig könnten Autos sein, wenn man nur das nötigste einbauen würde und auf den ganzen unnötigen Kram verzichten würde? Wie viel weniger müssten die Menschen arbeiten, um sich ein solches Autos leisten zu können?
Aber nein... die Konsumenten wollen ja regelrecht mehr zahlen... sie nehmen sogar Schulden dafür auf... und die Industrie lässt natürlich keine Möglichkeit ungenutzt, den Menschen immer neue unsinnige Dinge aufzuschwatzen.

Mimaster




25.11.2009 12:12 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Was mich ankotzt, ist dass durch diese ganze Technisierung die Anforderungen in Sachen Bildung, Beruf etc. immer höher werden.Menschen, die sich früher durch vergleichsweise einfache Tätigkeiten ein gutes Leben leisten konnten, werden heute dazu gezwungen sich einem immer höher werdenden Niveau anzupassen und sich mit Dingen zu beschäftigen, die sie vieleicht garnicht interessieren.Menschen die nicht wenigstens Abitur haben, dürfen in zehn Jahren wahrscheinlich nicht mal mehr das Müllauto fahren.Wer bekommt heutzutage mit Hauptschulabschluss noch eine Lehrstelle?Auch ich bin meinFachabitur am nachholen, weil ich sonst wahrscheinlich direkt Hartz-4 beantragen könnte.Scheiß Leistungsgesellschaft!
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quaid

their law


25.11.2009 20:33 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Mimaster
Was mich ankotzt, ist dass durch diese ganze Technisierung die Anforderungen in Sachen Bildung, Beruf etc. immer höher werden.Menschen, die sich früher durch vergleichsweise einfache Tätigkeiten ein gutes Leben leisten konnten, werden heute dazu gezwungen sich einem immer höher werdenden Niveau anzupassen und sich mit Dingen zu beschäftigen, die sie vieleicht garnicht interessieren.Menschen die nicht wenigstens Abitur haben, dürfen in zehn Jahren wahrscheinlich nicht mal mehr das Müllauto fahren.Wer bekommt heutzutage mit Hauptschulabschluss noch eine Lehrstelle?Auch ich bin meinFachabitur am nachholen, weil ich sonst wahrscheinlich direkt Hartz-4 beantragen könnte.Scheiß Leistungsgesellschaft!

na gut..das gehört zum technischen fortschritt, mit dem man sich auseinander setzen muss. eigentlich müsstest du also sagen: scheiß technologischer fortschritt! Augenzwinkern
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Arne Reload



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26.11.2009 13:03 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Also, ich muss ehrlich sagen, dass ich mir die Probleme mit Lehrstellen und so heutzutage schwieriger vorgestellt habe als ich das jetzt erlebe bei einem 15jährigen, der nicht mal einen Hauptschulabschluß hat.

Ich denke, das ist immer eine Frage, welche Nischen man sich raussucht. Ich war geradezu begeistert, als bei uns auf der Arbeit mal irgendwann im Jahre 2001 die ersten Computer auf der Arbeit erschienen. Und die könnte man zur Verbesserung der Arbeitsstruktur von mir aus noch viel mehr einsetzen.
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