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Zum Ende der Seite springen Was kotzt Euch heute an? 1 Bewertungen - Durchschnitt: 6,00  
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Ya2k



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31.12.2014 17:12 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ach das ist doch offentsichtlich eine gestörte Direktorin die damit niemals durchkommt.
Mit schwarzen Klamotten fällt man doch schon seit Ewigkeiten nicht mehr besonders auf, wird höchstens ausgelacht als dass jemand angst vor Satanisten hätte ;-)

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Ya2k am 31.12.2014 17:13.

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Schuschinus

Üka Nyt pratt Hurdelhabadan

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29.01.2015 10:46 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Kennt ihr diese Briefe von Banken, Versicherungen oder Behörden, in denen immer ein ganzer Stapel Papier drin ist, der mit unverständlichem Beamtengeschwätz bedruckt ist, und wo jeder noch freie Quadratzentimeter mit sinnlosen Nummern volltapeziert ist? Die wollen immer irgendwas wissen, was in anderen Briefen dieser Art steht, die man entweder vor 100 jahren gekriegt hat und im riesigen Bürokratenpost-Müllhaufen längst nicht mehr findet, oder noch gar nicht gekriegt hat, die Abgabefrist ist aber grundsätzlich vorgestern.
Dieses Bürokratengesindel ist die Hundefäkalie, die von unzähligen Schuhen über die zuasphaltierte erdoberfläche verteilt wird.
Ich werfe den gesamten Dreck, den ich mir jemals abgewaschen habe auf dieses am Gitter unter der Brücke hängende Tauben-Aas, diesen im Spucknapf gelandeten Raucherhustenschleim, der einen Anzug trägt und sich täglich einen auf seinen 10 km hohen Stapel Bürokratenpost wichst, den er für jeden einzelnen in diesem Stapel enthaltenen Brief komplett als beglaubigte Kopien zurückschicken muss, weil er sich so daran aufgeilt, diese Jauche zu studieren, diese räudige Hure, die ihm Kapitalerträge auf den Seidenschlips scheißt, während er in seinem Büroturm hockt und mich mit seinen zur Unverständlichkeit gestalteten Vordrucken belästigt, die er mit Retortenzahlen füllt, diesem aus Paragraphengeschwüren entkrochenen Homunkulus der Geldindustrie.
Es ist ja nicht so, dass die gemeine Büroschnepfe aus Boshaftigkeit handelt, die wollen nur reibungslos ihren Feierabend erreichen, was ja auch verständlich ist, aber das geht eben am besten, wenn man jedes Mitgefühl abstellt und nichts hinterfragt. Jeder Kunde ist ja nur eine Nummer. Ich wundere mich, warum dieses System nicht im Chaos versinkt, weil diese Verwaltungsscheiße ein einziges Minenfeld ist.
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Ya2k



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29.01.2015 12:40 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Mit sowas hab ich null Probleme. Einmal im Jahr trag ich mein Zeug zum Steuerberater und das wars.
Mich kotzen die ganzen Briefe mit Werbung an. Kaum hab ich mal irgendwo ne Versicherung abgeschlossen oder mein Auto abbezahlt, kommen jede Woche Briefe für irgendeinen unnötigen Premium Zusatz oder günstige Kredite nach denen ich nicht gefragt habe. Man kann die Sachen oft nicht ungeöffnet wegwerfen weil es etwas mit den bestehenden Verträgen zu tun haben könnte.
Bestell ich nen Verstärker online, bekomm ich monatelang werbung von dem shop, es sei denn ich mach mir die Mühe und sag denen dass sie mich in Ruhe lassen sollen. Hab mir nen Kabelanschluss besorgt und trotzdem kommen regelmäßig Briefe für das ganze Haus, dass wir uns doch nen Kabelanschluss zulegen sollen großes Grinsen
Gibts du einmal irgendwo deine Adresse an, wirst du bombardiert. Von den Massen an Werbung für Supermärkte etc. mal abgesehen. Die benutz ich um den Kamin anzufeuern.
Im Mediamarkt will ich nen Fernseher kaufen und anstatt sich für mein Anliegen zu interessieren, labert mich der Verkäufer voll dass ich Sky brauche weil das so geil sein soll. Natürlich will ein Verkäufer Gewinn machen, aber das Verhalten mancher Vögel in diesen Läden widert mich nurnoch an. Man wird so behandelt als sei man ein Idiot, der sich etwas unglaublich wertvolles entgehen lässt. Einfach nur weil man in nen Elektroladen läuft und besseres zu tun hat als sich vollschwafeln zu lassen. Mach ich ihm endlich klar dass ich sowas nicht brauche dreht er sich um und geht. Dass ich vorhatte nen teuren Fernseher zu kaufen hat den garnicht interessiert, anscheinend verdient er daran nix. Paar Wochen später schleicht sich der Typ an meine Frau ran während sie sich dvds anguckt um ihr sky anzudrehen. Ich dachte aus der Ferne echt dass der die bedrängt so wie der sich ihr in den Weg gestellt hat. So ein richtig übereifriges Arschloch. Zum Glück sind nicht alle so penetrant, aber ich habe den Eindruck dass dieser Typ Verkäufer immer öfter auftaucht.
Überall wird man mit Sachen zugedröhnt, die man kaufen soll und es wird permanent vermittelt, dass man doch so doll sparen kann wenn man noch mehr Schrott anhäuft xD
Von mir aus sollen sie alle verhungern.

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Ya2k am 29.01.2015 12:46.

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dreambot

Leben und leben lassen

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27.02.2015 05:46 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

"Anarcho"kapitalisten smilie17
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Schuschinus

Üka Nyt pratt Hurdelhabadan

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07.06.2015 10:43 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Jeden Tag lese ich, wie kleine Leute zerstört werden.
Da ist eine, die verziert Torten und weil sie sich nicht in so eine Zwangsliste eingetragen hat, wo man noch löhnen muss, nur weil man da drin steht, hat sie gleich die ganze Gerichts-Armada am Hals. Oder eine andere hat einen kleinen Kräuterstand, der niemanden stört. Das haben die unter sich abgemacht, dass die da stehen darf. Aber in irgend einem Paragraphenwälzer steht, dass man das nicht darf und deshalb wollen die seelenlosen Bürokraten sie vertreiben. Das ist Deutschland. Du kannst hier nicht mal in der Nase bohren ohne Angst zu haben irgendwelche Vorschriften zu verletzen. Deshalb habe ich auch keinen Bock, mich selbstständig zu machen, die Beamten lauern doch nur darauf, einem die Existenz zu ruinieren. Es ist ja auch nicht so, dass sie Verständnis haben, dass man nicht alle Gesetze auswendig kann, dass sie sagen, kann ja mal vorkommen, in Zukunft machst du es halt anders. Unwissenheit schützt vor Strafe nicht, sie wollen dich vernichten, weil sie ihre Menschlichkeit mit dem Amtseid abgelegt haben.
Jemand hat mal erzählt, sie muss sämtliche Kassenbons aufbewahren und jeden Cent belegen, da ist die Lebensqualität doch völlig im Arsch, wenn man jeden Furz protokollieren muss. Auch wenn ich momentan noch nichts von all dem spüre, lebe ich in permanenter Angst, dass ich eines Tages an der Bürokratie scheitern werde und deshalb wie ein Verbrecher verfolgt werde.
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Shinobi

Erneuerung

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07.06.2015 13:38 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Wie sich mächtigen der Welt gerade vor laufenden Kameras präsentieren und in Szene setzen. Auf mich wirkt das ganze wie ein Treffen der Mafia oder eine dekadente Adelsveranstaltung. Was mich aber noch viel mehr ankotzt ist die unkritische Berichterstattung der Medien darüber. Demonstranten und Gegner werden im Vorfeld bereits als Chaoten beschimpft und irgendwelche ''Rastadudes'', die auf den durchschnittlichen Medienkonsumenten nicht besonders Klug wirken sollen und bestimmte Vorurteile schüren, werden bewusst vor die Kameras gezerrt und mit gezielten Fragen vorgeführt, um somit die gesamte Bewegung zu diskreditieren.

@Schuschinus Ich will nicht wissen das noch alles mit TTIP dann wird.

Wobei, eigentlich könnte man ein solches Vorgehen des Beamtenstaates, ja dann auch als Geschäfts schädigendes eingreifen, in den freien Wettbewerb zur anklage vor einem Schiedsgericht bringen. großes Grinsen

Wobei ich mir nicht vorstellen kann dass TTIP auch nur im geringsten den kleinen Leuten von nutzen sein wird... Eine Sache die mich ebenfalls ankotzt. Vor allem, weil eigentlich jetzt schon feststeht, dass dieses Freihandelsabkommen entgegen aller Widerstände in der Bevölkerung, ohnehin bereits beschlossene Sache ist und es daher eh gemacht wird.

Ich lehne die Grundübereinkunft des Gemeinwesens ab, insbesondere die Überbewertung von Besitz.


“All authority of any kind, especially in the field of thought and understanding, is the most destructive, evil thing. Leaders destroy the followers and followers destroy the leaders. You have to be your own teacher and your own disciple. You have to question everything that man has accepted as valuable, as necessary.”


„Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?“
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Xoc

lol

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07.06.2015 17:25 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich finde den Freihandel mit Amerika gut, das ist langst überfällig. Hat der Freihandel in Europa uns geschadet? Nö, im Gegenteil.
Ich habe eher Sorgen, dass TTIP doch noch scheitern wird.
Und natürlich profitiere da z.B. ich von, weil es dann endlich grössere Tabasco Flaschen zu vernünftigen Preisen geben wird (gibts bislang nur in den USA) großes Grinsen

Ich verstehe auch nicht, was die Phobie vor dem Investitionsschutzabkommen soll (mir ist das Latte), Deutschland hat bereits mit 130 (!) Ländern oft schon seit Jahrzehnten Investitionsschutzabkommen, ohne dass es jemanden gestört hat oder ein Problem war. Aber nun soll ein Weiteres mit den USA der halbe Weltuntergang sein. Augen rollen
Vermutlich ist es eher ne Phobie vor den USA..

"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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Daniel Roth




08.06.2015 18:02 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

zur info bzgl. ttip:

http://www.attac.de/ttip
wie jemand diese infos bewertet sei jedem selbst überlassen.

into the darkened sky once more, and ever onwards
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Weinhaus




08.06.2015 19:59 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Total schwachsinnig und ohne jeglichen Inhalt und Belege, wie bei dieser Organisation eben zu erwarten war... Angst geschürt und Propaganda verbreitet.

Im übrigen denke ich wie Xoc: Die Angst vor TTIP ist in Wirklichkeit Angst vor dem, was über den großen Teich eventuell zu uns rüberschwappt. Das passt auch gut in die Strömung, die unter europäischen Grünen und Linken weit verbreitet ist: Euronationalismus. Weil man ja nicht mehr deutschnational sein darf, weitet man das eben auf Europa aus und wettert gegen alles, was von außen kommt. Vorallem gegen die USA und Israel. fuerer fuerer fuerer fuerer Schöne, einfache Welt.
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Alien

lieber netter psycho

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08.06.2015 20:03 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Die schule wie jeden tag
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Eev

farewell

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08.06.2015 21:18 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Kann ich dir nachempfinden Alien...

im Moment ist sie für mich wirklich zum Kotzen.... -.-*
Komme kaum zum Luft holen oder Schlafen...
Soviele kack projekte und Klausuren Gleichzeitig O.o
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sarius



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08.06.2015 21:57 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat von Eev:
Kann ich dir nachempfinden Alien...

im Moment ist sie für mich wirklich zum Kotzen.... -.-*
Komme kaum zum Luft holen oder Schlafen...
Soviele kack projekte und Klausuren Gleichzeitig O.o


Ich habe noch nie verstanden wieso die Schule solche Solo- oder Gruppenprojekte, die man selbst bearbeitet, so toll findet. Auf Zwang "frei und selbstständig" zu arbeiten finde ich irgendwie noch schlimmer als zwanghaftes stupides Normalolernen im Untericht. Ich finde es schlimm wie bei solchen Projekten immer automatisch angenommen wird, dass das jedem Schüler gefällt. Ich hasse das!!! Ich hasse es "frei" aufgezwungene Themen bearbeiten zu dürfen müssen!!!
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Weinhaus




08.06.2015 22:10 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Ich habe noch nie verstanden wieso die Schule solche Solo- oder Gruppenprojekte, die man selbst bearbeitet, so toll findet. Auf Zwang "frei und selbstständig" zu arbeiten finde ich irgendwie noch schlimmer als zwanghaftes stupides Normalolernen im Untericht.


Offensichtlich hast du den Sinn doch ganz gut verstanden, es geht darum, die Leute zum arbeiten zu bringen, damit die faulen Säcke nicht in der hintersten Bank die Füße hochlegen und abschalten. Das funktioniert mit Projekten ganz gut. großes Grinsen
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Ya2k



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09.06.2015 01:33 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

ach was, da lässt man dem streber einfach seinen natürlichen lauf und liest das ganze dann der klasse vor, fertig
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Eev

farewell

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09.06.2015 18:09 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@ sarius

Ganz ehrlich.... eienrseits mag man vielleicht wirklich die Schüler damit mal zum arbeiten bewegen zu wollen..

Aber laut eigener Aussagen EINIGER Lehrer muss ich feststellen, das die Lehrer einfach kein BOCK haben eine neue Klausur zu schreiben, wo sie evtl. noch eine zweite anfertigen müssen, wenn jemand krank ist und nachschreiben muss!

Es ist doch viel leichter, sich was theoretisch auszudenken und dann die Schüler einfach was arbeitenzu lassen, was man nurnoch korrigieren muss...

Noch schlauer ist es dann, wenn man nichts schriftliches verlangt, was man sich ja dann noch genau durchlesen müsste, sondern einen Vortrag wünscht, der entweder gesprochen oder durch Film etc gezeigt wird.
Dann brauch man nur sich den Vortrag anhören, der das wesentliche eines Themas wiedergeben soll, macht eine kurze Nachbesprechung und kann nach Bauchgefühl einfach mal ne Note hinschreiben x)

Willkommen in der heutigen Schulzeit !
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Xoc

lol

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09.06.2015 22:09 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Also Daniel Roth, ich sehe da keinen neuen Erkenntnisgewinn im Video, die ansprochenen Sachen sind entweder falsch, übertrieben oder absichtlich missverständlich ausgedrückt, typisch Propaganda eben.

Mal zwei Punkte als Beispiel:
1. Das Propagandavideo stellt TTIP als völlig undemokratisch dar, weil die Verhandlung im Geheimen laufen. Der Eindruck, der vermittelt wird, ist, dass das völlig an jeder demokratischn Kontrolle vorbei im Geheim beschlossen wird.

Richtig ist dagegen, dass wenn die Verhandlungen fertig sind, die Ergebnisse der TTIP Verhandlungen veröffentlicht werden und sowohl den nationalen Regierungen als auch dem Europaparlament zur Abstimmung vorgelegt wird. Erst wenn beide zustimmen, tritt es in Kraft. Ist das wirklich so irrelevant, dass es nicht erwähnt werden muss?

2. Die falsche Darstellung von Investitionsschutzabkommen:
Das Video behauptet, Firmen könnten die Regierung verklagen, wenn sie irgendwas machen, was ihre Gewinne schmälert und nennt als Beispiel Kanada. Das ist falsch. Richtig ist, dass Investitionsschutzabkommen verhindern, dass die Regierungen straflos wie ein Fähnchen im Winde mal das eine und mal das andere festlegen können und dabei grossen finanziellen Schaden anrichten. Kanada hätte auf keinen Cent verklagt werden können, wenn sie gleich gesagt hätten, dass Fracking nicht geht. Stattdessen haben sie es erst genehmigt und nachdem die Firma dann angefangen hat zu investieren sich zu einem "Och nöö, doch nicht" entschlossen. Stell dir mal vor, du kriegst eine Baugenehmigung für ein Haus und nachdem es halb fertig gebaut ist, fällt der Regierung ein, dass sie eigentlich doch nicht will, dass du es baust und verbietet es dir. Ich denke, es ist fair, wenn du sie dann auf Schadensersatz verklagen kannst. Genau darum geht es bei Investitionsschutzabkommen und genau deswegen hat es auch keinen Mensch gestört, als wir die letzten 130 abgeschlossen haben.

Das Video ist offensichtlich sehr gut genau die richtigen Knöpfe beim Zuschauer zu drücken, um sein kritischen Nachdenken und Nachforschen über die Inhalte zu unterdrücken, indem es vermittelt, der Zuschauer sei bereits kritisch, wenn er einfach glaubt, was ihm das Video erzählt.

"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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Daniel Roth




09.06.2015 23:17 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat von Weinhaus:
Total schwachsinnig und ohne jeglichen Inhalt und Belege, wie bei dieser Organisation eben zu erwarten war... Angst geschürt und Propaganda verbreitet.

Da sind doch Inhalte und Belege:
http://www.attac.de/kampagnen/freihandel...ip/hintergrund/

Es kann ja jeder seine eigene Meinung dazu haben.
Aber um das Thema hier nicht so einseitig beleuchtet zu belassen:
Ein ausführlicher Report, der die Aussagen von attac unterstützt, findet sich hier:
http://www.guengl.eu/uploads/plenary-foc...ASSESS_TTIP.pdf

Auszug   

EXTENDED SUMMARY OF THE STUDY

The estimated economic effects are small:

All of the four scrutinized studies report small, but positive effects on GDP, trade flows and
real wages in the EU. GDP and real wage increases are however estimated by most studies
to range from 0.3 to 1.3 %, even in the most optimistic liberalization scenarios. These
changes refer to a level change within 10 to 20 years (!), annual GDP growth during this
transition period would thus amount to 0.03 to 0.13 % at most.
Unemployment in the EU will
either remain unchanged (by assumption), or will be reduced by up to 0.42 %-points, i.e.
roughly 1.3 million jobs, again over a 10-20 year period. This amounts to an annual reduction
of 65.000 – 130.000 unemployed persons. In our view, this overly optimistic estimate rests
upon questionable assumptions.
Unsurprisingly, total EU exports are predicted to increase
by 5 – 10 % because of TTIP. Since tariffs on transatlantic trade in goods are already at very
low levels, roughly 80 % of the economic effects depend on the elimination of Non-TariffMeasures
(NTMs), i.e. the removal or harmonization of regulations, administrative
procedures or standards. NTM reduction is thus key to arriving at positive effects. According
to three studies, TTIP benefits will however come at the cost of reducing bilateral trade
between EU Member States. In a deep liberalization scenario, intra-EU trade could fall by
around 30 %
. The reason for this is that these EU countries’ exports will be substituted for by
cheaper Extra-EU imports. In addition, diversion effects in global trade from TTIP could be
harmful for developing countries – one study expects negative real GDP change of 2.8% for
Latin America and 2.1% for Sub-Saharan Africa, as well as 1.4% for LICs. This could indicate
a potential violation of the EU’s commitment to Policy Coherence for Development.

Macroeconomic adjustments costs could be substantial:

Adjustment costs are mostly neglected or downplayed in the TTIP studies. This refers in
particular to macroeconomic adjustment costs, which can come in the form of (i) changes to
the current account balance, (ii) losses to public revenues, and (iii) changes to the level of
unemployment.
[..]

The social costs of regulatory change can be substantial, but have been neglected:

Another type of costs ignored refers to the regulatory change resulting from TTIP. All studies,
but particularly the Ecorys study, assume that a reduction of NTMs is welfare-enhancing.
This ignores that NTM such as laws, regulations and standards pursue public policy goals.
They correct for market failures or safeguard collective preferences of a society. As such
they are themselves welfare-enhancing. The elimination or alignment of an NTM thus will
imply a social cost for society
. This applies equally to NTM elimination, harmonization and
mutual recognition. Firstly, harmonization of NTMs, e.g. technical standards, will imply both a
short-term adjustment cost for public institutions and for firms required to align their
administrative procedures, production processes and products to the new standards.
Secondly, mutual recognition of regulations and standards will increase information costs for
consumers, since the latter will be confronted with a more complex and potentially less
transparent multiplicity of permissible standards, e.g. on consumer goods and services.
Thirdly, the elimination of NTMs will result in a potential welfare loss to society, in so far as
this elimination threatens public policy goals (e.g. consumer safety, public health,
environmental safety), which are not taken care of by some other measure or policy. The
analysis of NTMs in the Ecorys study completely ignores these problems. Instead, it is
assumed that around 50 % or 25% of all existing NTMs between the EU und the US are
actionable, i.e. can be eliminated or aligned to some international standard, while CEPR
assumes a 25% actionability level. This includes sensitive sectors such as foods &
beverages, chemicals, pharmaceuticals and cosmetics or automotives. In order to arrive at
its optimistic welfare estimations, strong reductions/alignments of NTMs in precisely those
Research VII
sectors are necessary, where the safeguarding of public policy goals is perhaps most crucial.
It is highly doubtful that such high levels of actionability could be implemented without any
losses to the quality of regulation in the public interest.
Though subject to considerable
uncertainty, the incurred social costs of TTIP regulatory change might be substantial, and
require careful case-by-case analysis.
In connection to this, any future regulatory act would be under the threat of being challenged
under investor-to-state dispute settlement (ISDS), if the negotiating partners stick to their
intention to include such a mechanism in TTIP. Thus, a social cost might be implied for
society in two distinct forms: firstly, governments might abstain from enacting regulation or
change it according to investor interests, for fear of being challenged under ISDS; and
secondly, in case of litigation, compensation payments issued against governments would
have to be financed out of public budgets, aka from taxpayers’ money.

Ex-ante & ex-post assessments of similar trade liberalization ventures strongly differ:

The NAFTA agreement between the US, Canada and Mexico is often cited as a role-model
for the kind of agreement that is negotiated between the EU and the US. Its conclusion was
justified on the grounds of ex-ante assessments that claimed considerable economic benefits
for the participating countries. Ex-post analysis of the impacts of NAFTA however suggests
that ex-ante impact projections substantially overestimated the economic effects
. Most of
these ex-ante assessments were based on the kind of CGE-modeling, which is also used for
TTIP, though in a more sophisticated way. While ex-ante studies projected net gains for all
NAFTA parties, but particularly for Mexico and Canada, with real GDP increases up to 11 %,
employment gains of up to 11 %, and real wages increases of up to 16 %, ex-post
assessments conclude that for the US NAFTA impact on welfare and GDP were negligible.
For Mexico, a number of studies suggest that NAFTA had negative effects on GDP, real
wages and the distribution of income. Those few studies that do find positive effects of
NAFTA are well below the estimations of ex-ante studies. On jobs, ex-post studies found US
labor displacement in the range of 600.000 – 1.2 million jobs because of NAFTA, i.e. up to
10 % of total job losses in the US between 1993 and 1999. For Mexico, net job gains in
manufacturing appear to be small, mainly because of increasing productivity, while job losses
in agriculture amount to up to one sixth of the total workforce, with roughly 1 million jobs lost
in corn production in the first ten years after NAFTA’s entry into force. Though, of course, exante
studies were performed on the basis of assumptions about the results of negotiations,
their bias to overestimate positive impacts remains, even if one controls for the difference
between scenario assumptions and actual negotiation results.

Methodology is based on unrealistic and flawed assumptions:

Even 25 – 50 % “actionable”, i.e. reducible NTMs of Ecorys’s estimates (as
assumed by Ecorys and CEPR) are likely too high to be realistically achievable.
q The CGE models assume full employment and balanced budgets, and thus cannot
speak to key macroeconomic variables of interest.
q All models concern the long run. Possible adverse effects in the short and medium
run are neglected.
q Price elasticities, which determine the quantitative reaction of demand and supply
in the models used are high, typically double the size compared to the
macroeconomic literature. High elasticities, however, drive the gains from trade,
i.e. the higher the assumed values for the elasticities, the higher the estimated
gains in exports, output and income.

Quantification of Non-Tariff Measures:

How NTMs are defined and estimated matters greatly. Simply put: The higher the NTM
to be removed, the higher the potential gain from ‘free trade.’ Broadly conceived, NTMs
are trade policy instruments other than tariffs. NTMs can be decomposed into policy
barriers, meaning those related to regulations and procedures pertaining to the sale of
a product across borders, and inferred barriers, meaning those related to different
languages, cultures, currencies, etc. In TTIP only the former are potentially subject to
removal. An authoritative study of trade costs by Anderson and van Wincoop suggests
that NTMs related to border policy barriers between industrialized countries add on the
order of about 3 % (or so) to cost of production, whereas inferred barriers average –
roughly – 30 %. In the study by Ecorys, in contrast, NTMs are defined to include any
regulatory divergence, and indices are build on firms’ perceptions about the
restrictiveness of these. Ecorys’s estimates show an unweighted average of 17 % tariff
cost equivalent, and thus are a multiple of the 3 % (or so) of Anderson and van
Wincoop. Ecorys, CEPR and CEPII assume removal of 25 - 50 % of Ecorys’s NTMs in
their CGE scenarios, which has to be considered very optimistic. Hence, a vast
overestimate of removable NTMs has very likely been fed into the models.

CGE models and closure assumptions used in the studies:

The CGE models used are GTAP (Ecorys, CEPR) and MIRAGE (CEPII, as well as a
chapter by IFO). Both models are standard neoclassical models of production and
trade. The key assumptions of the models include (i) full employment of factors,
including labor, (ii) price clearing markets and (iii) a constant government deficit. These
assumptions are unrealistic
. As such, these models cannot speak to aggregate
employment, aggregate demand or fiscal effects of trade policy changes. Rather, the
respective reports highlight microeconomic modeling detail. These concerns do not,
however, matter for results nearly as much as the implicit macroeconomic structures:
With models that feature full employment, trade liberalization tends to produce positive
– though small – gains in GDP. None of the studies considers alternative modeling
approaches that could provide a robustness check on these results and inform on key
macroeconomic issues.

Bertelsmann/ifo study:

The Bertelsmann/ifo study takes a very different approach than all other studies. The
model applied is not a CGE model of the GTAP/MIRAGE type, but rather is a gravity
model augmented with a New Keynesian search unemployment labor market.
Bertelsmann/ifo first estimates that a free trade agreement between EU and US would
create roughly 80 % growth in bilateral trade. In the calibrated gravity-cumunemployment
model trade costs are then reduced so as to produce this trade creation
effect. Despite the unusually large trade creation effect, the long run gains in GDP
(1.35 %) from TTIP remain small. The expected gains in employment for TTIP
countries which amount to 2.4 million jobs, of which roughly 1.3 million accrue to the
EU, however are very large. In our view, the latter depend on the properties of the
utilized labor market model, which assumes large employment gains in EU countries
with pronounced labor market frictions and high unemployment rates. In addition, job
reallocations within sectors due to trade liberalization have apparently not


Andreas Raubenheimer, Gastautor auf pressejournalismus.com, fasst es so zusammen:
Spoiler:   
(Auszug)
Zitat:
Auch bei größtmöglicher Liberalisierung prognostizieren diese Studien ein Wachstum von 0,3% – 1,3%, allerdings erst nach Abschluss einer Übergangszeit von 10 – 20 Jahren. Umgerechnet auf einen Zeitraum von 10 bzw. 20 Jahren ergibt sich dank TTIP also selbst im besten Fall ein winziges jährliches Wachstum von 0,03% bis 0,13% bzw. von 0,015% bis 0,065%.

Dieser Effekt kann aber nur durch eine „ambitionierte” Abschaffung sogenannter nichttarifärer Handelshemnnisse (NTBs) erreicht werden, d.h. durch weitestgehende Angleichung bzw. Absenkung von Schutzstandards etwa bei Lebensmittelsicherheit, Verbraucherschutz, Gesundheitsversorgung, Umweltschutz etc. Das würde äußerst sensible Bereiche treffen wie Lebensmittel (Zulassung von bzw. Kennzeichnung von GVOs bzw. GMOs – genetisch veränderte bzw. modifizierte Organismen – englisch: genetically modified organisms, Hormoneinsatz, Klonen), Chemikalien, Medikamente, Kosmetika, Trinkwasser usw.


Zitat:
Das Gutachten des CEPR, auf das sich die EU-Kommission hauptsächlich stützt, kommt in seiner Prognose bezogen auf das Jahr 2027 beim „ambitionierten“ Szenario auf ein Wachstum von 0,48%. In einer „konservativeren“ Schätzung kommt diese Studie allerdings nur noch auf 0,27% Wachstum. Bezogen auf einen 10-Jahreszeitraum ergäbe das ein mickriges Wachstum von weniger als 0,05% bzw. unter 0,03% pro Jahr. Beschränkt man sich in TTIP nur auf die Liberalisierung der Zölle (tariffs) erhält man lediglich ein mikroskopisch kleines Wachstum von unter 0,1% im Jahr 2027 bzw. von knapp 0,01% pro Jahr.

http://library.fes.de/pdf-files/wiso/10969.pdf Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung, S. 2

http://www.boeckler.de/pdf/p_arbp_303.pdf Studie der Hans Böckler Stiftung, S. 37

http://www.mehr-demokratie.de/ttip-maerchen.html Charlie Rutz & Neelke Wagner: „TTIP-Märchen von Wachstum & Beschäftigung

http://trade.ec.europa.eu/doclib/docs/20...adoc_150737.pdf Studie des CEPR – Centre for Economic Policy Research, London, im Auftrag der EU-Kommission, S. 10:

Ambitioniertes NTB-Szenario: 119,2 Mrd. EUR – dies entspricht laut Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung, S. 2, 0,48% Wachstum
Konservatives NTB-Szenario: 68,2 Mrd. EUR
Zoll-Szenario (nur Zölle): 23,7 Mrd. EUR

Quelle



p.s.:
Zitat von Weinhaus:
Im übrigen denke ich wie Xoc: Die Angst vor TTIP ist in Wirklichkeit Angst vor dem, was über den großen Teich eventuell zu uns rüberschwappt. Das passt auch gut in die Strömung, die unter europäischen Grünen und Linken weit verbreitet ist: Euronationalismus. Weil man ja nicht mehr deutschnational sein darf, weitet man das eben auf Europa aus und wettert gegen alles, was von außen kommt. Vorallem gegen die USA und Israel. fuerer fuerer fuerer fuerer Schöne, einfache Welt.

Das erinnert mich irgendwie an Godwins Law.
Ich persönlich denke, die ein oder andere Errungenschaft bzw. gesetzliche Regelung darf gern zu uns "rüberschwappen". Aber andere Dinge dann wieder nicht.
Einfach erscheint die Welt vor allem dann, wenn man viele über einen Kamm schert.

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dian
unregistriert
09.06.2015 23:18 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Aktuell kotzt es mich an, wenn ich in den Nachrichten Bilder von glücklichen G7-Politikern sehe, die sich gegenseitig vor idyllischer Bergkulisse herzen und umarmen, Bier trinken und gemeinsam spazieren gehen.
Ich muss da irgendwie ständig an das hier denken:


Daniel Roth




@Xoc 10.06.2015 00:05 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
1. Das Propagandavideo stellt TTIP als völlig undemokratisch dar, weil die Verhandlung im Geheimen laufen. Der Eindruck, der vermittelt wird, ist, dass das völlig an jeder demokratischn Kontrolle vorbei im Geheim beschlossen wird.

Die Verhandlungsführer haben fast ausschließlich Lobbyisten der Wirtschaft als Berater hinzugezogen, was die Interessen der Bürger (hier als Klassenkampf typischer Begriff) außer Acht lassen kann.

Wenn das Ergebnis veröffentlicht wird, besteht eine hohe Chance, dass es aufgrund der professionell geführten Verhandlung mit diversen Beratern als grundsolide abgesegnet bzw. "durchgewunken" wird.

Warum nicht für Transparenz sorgen? Wenn während der Verhandlungen bereits aufgrund von aktuellen Pressemitteilungen bekannt wird, dass eine bestimmte Menge an Menschen gegen die eingeschlagene Richtung ist, die sich aus den Verhandlungen ergeben hat, dann könnte man dies berücksichtigen und die Verhandlungen umlenken. Auf diese Weise könnten Firmen ihre Investitionspläne rechtzeitig umstrukturieren, um nicht hinterher den Staat verklagen zu müssen.
Wenn man hingegen hinter verschlossenen Türen agiert, bis die Sache praktisch schon fast durch ist (Anträge für offiziell genehmigte Demos sind bis zum Durchwinken der TTIP Beschlüsse vermutlich immer noch in bürokratischen Mühlen), erweckt das nun mal den Anschein undemokratischer Züge.

Ein "Präzedenzfall" ist die Hartz Kommission, die gesetzliche Grundlagen schuf, die z.T. bereits wieder außer Kraft gesetzt wurden (z.B. die Sanktionierung von erwerbsfähigen Hilfebedürftigen, die ihre Unterschrift unter die Eingliederungsvereinbarung verweigerten), oder die zumindest fragwürdig sind (z.B. die Möglichkeit der Sanktionierung unterhalb des grundgesetzlich garantierten soziokulturellen Existenzminimums, auch bestätigt vom BFG.


Zitat:
2. Die falsche Darstellung von Investitionsschutzabkommen:
Das Video behauptet, Firmen könnten die Regierung verklagen, wenn sie irgendwas machen, was ihre Gewinne schmälert und nennt als Beispiel Kanada. Das ist falsch. Richtig ist, dass Investitionsschutzabkommen verhindern, dass die Regierungen straflos wie ein Fähnchen im Winde mal das eine und mal das andere festlegen können und dabei grossen finanziellen Schaden anrichten[..]

Ich kann in deiner Argumentation keinen Grund erkennen, warum die Behauptung falsch ist.

In Kanada haben sich die Bewohner gegen das von der Regierung gewollte Fracking entschieden. Daher kam die Klage. Wenn die betroffenen Firmen einen Stimmungsbarometer der Bevölkerung in ihre Kalkulationen mit hätten einfließen lassen, dann wäre es vielleicht anders gekommen. Oder womöglich haben sie das sogar getan, und wollen nun trotzdem Geld abgreifen, quasi als win-win-Situation. Da es jedenfalls um ein kritisches Thema ging, hätte man von Widerstand ausgehen können.
Warum sich eine Regierung (womöglich sogar öfters?) hin und her entscheiden sollte, und dabei wirtschaftlichen Schaden in Kauf nehmen sollte erschließt sich mir nicht - außer eben, wenn ein Gesetz gegen den Willen der Bevölkerung durchgeboxt werden soll.

Zitat:
Das Video ist offensichtlich sehr gut genau die richtigen Knöpfe beim Zuschauer zu drücken, um sein kritischen Nachdenken und Nachforschen über die Inhalte zu unterdrücken, indem es vermittelt, der Zuschauer sei bereits kritisch, wenn er einfach glaubt, was ihm das Video erzählt.

Ich sehe das ganz anders - quasi im Gegenteil! Das Video regt dazu an, sich mit dem (eigentlich langweilig anmutenden) Thema TTIP zu beschäftigen und auch mal die Kehrseiten zu beleuchten. Ich habe dies als Anlass genutzt, mehr Informationen einzuholen und möchte andere Leute dazu bringen, es mir gleich zu tun. Was dann dabei heraus kommt, sei jedem selbst überlassen.

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Xoc

lol

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10.06.2015 03:20 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
„Es ist absurd“, sagt Chemiepräsident Kley: „Chlorsalat essen wir gerne, Chlorhühnchen nicht.“ Tatsächlich hat sich auch an der europäischen Salatfront etwas zusammengebraut. Franzosen waschen ihren Salat mit chloriertem Wasser, packen ihn in Tüten und verticken ihn bis tief nach Deutschland hinein. Dank der Chlorbehandlung hält der Salat länger als der von der deutschen Konkurrenz. Bei einer Keimuntersuchung der Stiftung Warentest schnitt er auch noch gut ab. Professor Reinhold Carle, Lebensmittelwissenschaftler von der Universität Hohenheim, sagt, man rieche das Chlor ganz zart unmittelbar nach dem Öffnen der Tüte. Die deutsche Salatlobby hat sehr geschimpft auf die Franzosen, wollte den gechlorten Tütensalat unverzüglich abschieben. Dann starben vor drei Jahren 53 Menschen in Deutschland an Ehec-verseuchten Biosprossen. Seitdem wollen die deutschen Salatbauern auch chloren.


Chlorhuhn vs Chlorsalat

Ich persönlich hoffe, dass TTIP kommt, weil es ein Schritt in die richtige Richtung ist (passiert in der Politik nicht all zu oft), genauso wie schon der Freihandel innerhalb der EU (gibt viele Dinge, die man an der EU kritsieren kann, Freihandel gehört aber imho nicht dazu).
Je mehr Möglichkeiten ich habe, Dinge zu kaufen oder nicht zu kaufen, desto besser sehe ich meine Interessen gewahrt. Je mehr der Staat sich da einmischt, was sie zu kaufen haben oder nicht kaufen darf, (zu meinem "Schutz"), desto schlechter für mich. Ich finde es erschreckend, wie einfach es ist die Massen für staatlicher Kontrolle und Regulation zu begeistern, wenn man es schafft, sowas wie TTIP als Feindbild aufzubauen.
Was die Vorteile als Zahlen angeht: Es wird keine Wunder bewirken, dafür ist es eine viel zu kleine Änderung, ohne grosse Auswirkungen in jeder Hinsicht. Das ist mir zumindest klar (bei einigen Protestlern habe ich da meine Zweifel). Aber das wäre z.B. das Legalisieren von THC oder das Abschaffen von GEZ auch.

Ich möchte nicht, dass mir der Staat verbietet, Genmais, Hormanfleisch, französischen Chlorsalat oder amerikansiches Chlorhuhn zu kaufen, ich bin ein mündiger Bürger, ich kann selbst bestimmen, was ich nicht kaufen mag. Jedem steht es frei, seine Sachen halal, bio, koscher, gentechnikfrei, nur aus deutschem Anbau oder was auch immer er mag zu kaufen und einen riesigen Bogen um jedes Schwimmbad mit Chlor zu machen und das ist gut so.
Aber auch jedem anderen vorschreiben zu wollen, was er zu kaufen und nicht zu kaufen hat, ist eine in Deutschland leider sehr verbreitete Untugend.

Was suggeriert wird ist:
Wegen dem Investitionsschutzabkommen könne man die Umwelt nicht mehr effektiv schützen, weil die Firmen dann wegen ihren geschmälerten Gewinne klagen können. Das ist schlicht und ergreifend falsch.

Regierungen neigen mehr oder weniger zum Populismus. Die Mehrheitsmeiung der Bevölkerung ist nicht zu jedem einzelnen Thema das, was man tun sollte, genauso wenig ist es am Thema selbst absehbar, wie die Bevölkerungsmeinung sich entwickeln wird. Wir Fracken hier in Deutschland seit Jahrzehnten, hat keinen gejuckt, gab auch keinen Grund dazu, eine bereite Ablehnung in der Bevölkerung gibt es erst, seit die USA (welch Zufall, gerade wieder dieses Land mobilisiert die Deutschen) vermehrt Fracken. Ein Investitionsschutzabkommen verhindert, dass die Regierung *willkürlich* ihre Regeln zum Schaden ausländischer Unternehmen ändert. Sie kann sehr wohl die Regeln ändern, wenn sie das *begründen* kann. Und das ist in *meinem* Interesse, ich will sowohl Umweltschutz basierend auf Fakten und Wissenschaft, statt Ideologie, als auch, dass der Wirtschaft nicht sinnlos geschadet wird, weil ich (und der Rest der Bevölkerung) das sonst wieder bezahlen müssen.
Brauchen tun wir es aber wohl nicht, insofern können sie es ruhig auch weglassen, wenn dafür zumindest der Freihandel kommt.
Leider ist mein Gefühl, dass die TTIP Ablehnung von den entsprechenden Lobbygruppen fundamental ist, das heisst, keine realistische Veränderung des Abkommen wird dazu führen, dass diese Gruppen sagen "Ok, so finden wir TTIP gut", es wird immer der nächste Grund gefunden oder erfunden und aufgeblasen, diesen Prozess kann man nun schon eine ganze Weile beobachten.

Ob alle Verhandlungen besser öffentlich geführt werden sollten, kann man diskutieren, gibt gute Argumente dafür, z.B. ist es im Sinne der Transparenz natürlich wünschenswert. Allerdings sollte man sich klar sein, dass es auch gute Gründe gibt Verhandlungen nicht öffentlich zu führen, wie z.B. dass es dadurch allen Parteien leichter fällt offen miteinander zu reden und Kompromisse zu schliessen.

"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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