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Zum Ende der Seite springen Gitarre lernen  
Beiträge zu diesem Thema Autor Datum
 Gitarre lernen Yog-Sothoth 13.12.2009 21:36
 RE: Gitarre lernen quaid 13.12.2009 21:43
 RE: Gitarre lernen Yog-Sothoth 13.12.2009 22:17
 RE: Gitarre lernen Yog-Sothoth 13.12.2009 22:25
 RE: Gitarre lernen quaid 13.12.2009 22:44
 RE: Gitarre lernen Zelder 14.12.2009 01:43
 RE: Gitarre lernen Hansi 14.12.2009 02:56
 RE: Gitarre lernen Yog-Sothoth 21.12.2009 03:14

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Yog-Sothoth




Gitarre lernen 13.12.2009 21:36 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Auf einen Beitrag von Zelda hin öffne ich mal einen Thread zum Thema "Gitarre lernen". Ich erinnere mich, dass auch Tzak und Hansi mal damit angefangen haben (oder wollten), und ich denke auch dass der ein oder andere da Interesse haben dürfte.


Zuerst einmal zur Saitenstimmung:

Für gewöhnlich hat eine Gitarre 6 Saiten, die (mit Ausnahme von G - H) einen Abstand von 5 Halbtönen (eine Quarte) zueinander haben: E A D G H E (von tiefer Ton / dicke Saite nach hoher Ton / dünne Saite)
Dabei entspricht jeder Bund auf der Gitarre einem Halbtonschritt, d.h. wenn man auf der E-Saite den 5. Bund greift und die Saite anschlägt, erhält man das A der A-Saite. Ähnlich gilt A-Saite 5. Bund = D, D-Saite 5.Bund = G, und H-Saite 5. Bund = E. Zwischen G und H dagegen liegen nur 4 Halbtöne (eine große Terz), d.h. hier gilt G-Saite 4. Bund = H.

Was man hier wissen sollte ist, dass die Tonnamen im Englischen etwas anders lauten: Statt Fis, Cis schreibt man F#, C# (Erhöhung der Töne um einen Halbton), statt Es, As schreibt man Eb, Ab (Erniedrigung um einen Halbton). Der deutsche Ton H heißt im Englischen B, und das deutsche B heißt dort Bb. Die oben beschriebene Saitenstimmung heißt im Englischen also E A D G B E. Im Folgenden werde ich auch diese international übliche Konvention beibehalten, u.a. auch da sie nicht so unnötig kompliziert ist wie die deutsche (oder gar die italienische ^^).

Eine typische Abwandlung dieser Saitenstimmung ist, dass man alle Saiten um 1 (-> Eb Ab Db Gb Bb Eb / D# G# C# F# A# D#) oder 2 (-> D G C F A D) Halbtöne tiefer stimmt. Dadurch kann man Stücke in bestimmten Tonarten besser spielen, oder ein Stück tiefer als üblich spielen damit es besser singbar ist, oder einfach weil tiefer=böser großes Grinsen . Eine weitere beliebte Saitenstimmung ist das sog. Dropped D, d.h. man stimmt nur die dicke E-Saite einen Ganzton tiefer, also von E nach D (D A D G B E). Der Hauptvorteil ist der, dass man leichter (und schneller!) Powerchords spielen kann, ein simpler Akkordtyp aus Grundton und Quinte, der insbesondere im Rock-Bereich häufige Verwendung findet.


Zur Notation:

Für Gitarre kann man lernen, Noten zu lesen, es reicht aber aus Tabulaturen und Akkordsymbole lesen zu können. Tabulatur ist so ähnlich wie die Notenschrift, allerdings hat man statt den 5 Notenlinien 6 Linien für die Saiten, und statt den Noten Zahlen, die angeben welchen Bund man auf der jeweiligen Saite greift. Dabei steht 0 für die Leersaite, d.h. man schlägt die Saite an, ohne sie irgendwo zu greifen. Die Töne werden in zeilicher Abfolge von links nach rechts aufgeschrieben. Da man aus der Tabulatur selbst meist nicht herauslesen kann, wie lange ein Ton gespielt wird, werden oft auch die Noten (mit Notenwerten) in einem Notensystem darüber aufgeschrieben; von daher ist es nicht schlecht, sich zumindest mit Notenwerten zu befassen.

Tabulaturen gibt es im Netz zuhauf, entweder als Text- oder html-Datei, oder in Dateiformaten die nur von bestimmten Tabulatur-Programmen gelesen werden können. Diese Programme haben den Vorteil, dass man sich die Tabulaturen per MIDI-Ausgabe anhören, oder auch direkt dazu spielen kann. Außerdem ist der Export/Import von MIDIs möglich. Ein paar populäre Programme:

  • Power Tab Editor: Ein frei downloadbares Programm mit 3 Nachteilen: Keine Percussion, die Notennamen werden teilweise falsch angezeigt, und es kommen seit langer Zeit schon keine aktuellen Versionen von dem Programm raus. Ansonsten aber ein recht brauchbares Programm, mit dem ich viel arbeite.
  • Guitar Pro: Ein recht gutes, kommerzielles Tabulaturprogramm
  • TuxGuitar: Ein frei downloadbares Programm, das ähnlich wie Guitar Pro funktioniert und die Formate von Power Tab und Guitar Pro lesen kann.


Grifftabellen zu Akkorden findet man auch viele im Netz, dazu am Besten einfach googlen. Augenzwinkern
Dabei heißt ein "x", dass die Saite nicht gespielt wird, ein leerer Kreis, dass man die Saite als Leersaite spielt, und ausgefüllte Kreise, in welchem Bund man die betreffende Saite greift. Akkorde kann man auch in einer Tabulaturähnlichen Schreibweise notieren, also z.B. für Am (= A-Moll-Akkord):

E|0
B|1
G|2
D|2
A|0
E|-

(-> D- und G-Saite im 2. Bund greifen, B-Saite im 1. Bund, A- und dünne E-Saite als Leersaite spielen, die dicke E-Saite gar nicht spielen).


...so, dass war's erstmal wegen den Grundlagen, wer mehr wissen will kann ja konkrete Fragen stellen, oder sich in einem Musik-/Gitarrenforum anmelden. Ich mach dann mal weiter mit Zelda's Beitrag aus dem "Was hört ihr gerade?"-Thread...
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quaid

their law


13.12.2009 21:43 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

prima..hab sogar ne alte gitarre hier..werd mir das mal in ruhe geben
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Yog-Sothoth




13.12.2009 22:17 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Zelder
Zitat:
Original von Yog-Sothoth
Woran scheitert's?

Sorry, dass ich erst jetzt antworte, das ging irgendwie unter ...

Tja, ich übe wohl zu wenig und mir fehlt das Geld für einen Lehrer.

Ich habe mich zuletzt mit "Nothing Else Matters" versucht. Es ist streckenweise durchaus hörbar Augenzwinkern komme aber nicht vorwärts...
Naja, wenn man bedenkt, dass ich jetzt seit vllt einem Monat nicht mehr gespielt habe, kann ich eigentlich auch nichts anderes erwarten Augen rollen

Spielst du denn Gitarre?

PS: Das ist auch genial, aber auch nicht so einfach ...
http://www.youtube.com/watch?v=QSwEPznOeKA

Tja, das Problem mit dem Üben kenne ich auch seit ich studiere. Ich habe zum Glück während der Schulzeit mit Gitarre angefangen, da hatte ich noch relativ viel Zeit. Ich denke es ist auch nicht unbedingt notwendig, dass du innerhalb eines größeren Zeitraums regelmäßig übst, wenn du statt dessen 2 bis 3 Wochen lang relativ intensiv etwas übst. Danach ist es dann auch nicht so schlimm wenn du wieder eine Zeit lang nichts machst; dann geht zwar die Hornhaut wieder zurück, aber wenn man einmal wirklich etwas gelernt hat, dann verlernt man das auch nicht wieder so schnell. Augenzwinkern

Das wichtigste an einem Lehrer ist, dass er dir sagen kann wenn du etwas falsch machst, damit du dir keine schlechten Techniken angewöhnst, die du dir nur schwer wieder abgewöhnen kannst. Beim Zupfen kann man eigentlich nicht so viel falsch machen, ohne dass man's merkt, von daher ist das nicht so schlecht wenn du mit solchen Stücken anfängst. Ein paar allgemeine Tips:
  • Wenn du Akkorde greifst solltest du bei jeder Saite prüfen, ob sie klingt wenn du sie anschlägst, ansonsten drückst du sie nicht fest genug runter, oder dämpfst sie mit einem anderen Finger ab. Insbesondere bei Barré-Akkorden ist es wichtig (und am Anfang schmerzhaft ^^), den Finger kräftig genug runterzudrücken.
  • Wenn du ein Plektrum benutzt, solltest du dir über kurz oder lang den Wechselschlag angewöhnen. Hier ist es wichtig, dass du weißt auf welcher Zählzeit du abwärts, und auf welcher du aufwärts schlagen solltest, da du dir sonst eine suboptimale Spielweise angewöhnen kannst, die man nur schwer wieder los wird.
  • Bendings lassen sich einfacher (und präziser) durchführen, wenn man zwei Finger dafür benutzt, eine dünnere Saitenstärke hilft da natürlich auch. Wichtig ist, dass man den gezogenen Ton auch mal direkt mit dem Ton vergleicht, der eigentlich herauskommen sollte, so dass man sich angewöhnt, die Töne auch gut zu treffen.
  • Die Finger sollten senkrecht aufliegen, nicht platt auf der Saite liegen. Insbesondere beim kleinen Finger sollte man darauf achten, auch wenn es schwierig ist.


Wenn dir Nothing Else Matters gefällt magst du vielleicht auch die Spanische Romanze. Wenn du mir sagst an welcher Stelle du bei Nothing Else Matters nicht weiterkommst könnte ich dir evtl. auch weiterhelfen. Augenzwinkern

Bei dem Stück das du vor kurzem genannt hast ist mir auch aufgefallen, dass viele Triller vorkommen. Hammer-On und Pull-Off ist dir ein Begriff, oder?
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Yog-Sothoth




13.12.2009 22:25 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Hey, freut mich dass du dich auch für Gitarre interessierst, quaid. smile

...ach ja, das hier könnte hilfreich sein: http://www.guitarforbeginners.com/onlinetuner.html
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quaid

their law


13.12.2009 22:44 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

ja das ding is nur eben, dass ich gar keine ahnung habe von noten und so..außerdem is die gitarre verstimmt..damit müsste ich anfangen..sie zu stimmen. naja, irgendwann mach ich das mal
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Zelder

Spiegel deines Elends

images/avatars/avatar-470.jpeg


14.12.2009 01:43 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Yog-Sothoth

Tja, das Problem mit dem Üben kenne ich auch seit ich studiere. Ich habe zum Glück während der Schulzeit mit Gitarre angefangen, da hatte ich noch relativ viel Zeit. Ich denke es ist auch nicht unbedingt notwendig, dass du innerhalb eines größeren Zeitraums regelmäßig übst, wenn du statt dessen 2 bis 3 Wochen lang relativ intensiv etwas übst. Danach ist es dann auch nicht so schlimm wenn du wieder eine Zeit lang nichts machst; dann geht zwar die Hornhaut wieder zurück, aber wenn man einmal wirklich etwas gelernt hat, dann verlernt man das auch nicht wieder so schnell. Augenzwinkern


Danke smile
Zitat:

Das wichtigste an einem Lehrer ist, dass er dir sagen kann wenn du etwas falsch machst, damit du dir keine schlechten Techniken angewöhnst, die du dir nur schwer wieder abgewöhnen kannst.


Ich kenne jemand, der in einer Band Gitarre spielt und mir mir Unterricht geben würde. Er spielt auch Geige, dh. hat er sicher Ahnung. Allerdings habe ich Depp mich damals nicht mehr bei ihm gemeldet ... dass hier aber das Thema so aufgekommen ist, sollte ich wohl als Schicksalswink betrachten und doch noch mal anrufen. Vllt ist er ja immer noch bereit dazu ...

Ich habe Nothing Else Matters mit diesem Video gelernt. Ich habe das Grundprinzip von Tabs zwar verstanden, aber da gibt es so viele zusätzliche Zeichen, die vermutlich für Pausen und so stehen. Und deswegen vermeide ich Tabs eher und suche nach solchen Anfängervideos... langfristig werde ich um Notenlesen wohl nicht drumherum kommen.

Dünne Seiten habe ich übrigens schon aufgezogen, es geht wirklich viel leichter so Augenzwinkern Die Spanische Romanze hört sich gut und einfach an, dass werde ich auf jeden Fall ausprobieren. Auch die Tabs sind so einfach, damit sollte ich klarkommen.
Zitat:


Bei dem Stück das du vor kurzem genannt hast ist mir auch aufgefallen, dass viele Triller vorkommen. Hammer-On und Pull-Off ist dir ein Begriff, oder?

Ja, wenn es keinen Unterschied zwischen Hammer und Hammer-On gibt Augenzwinkern



"All the people who created traditions, who created countries, who created rules - them fuckers are dead.
Why don't you start your own world while you got the chance?"
Bill Hicks
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Hansi
unregistriert
14.12.2009 02:56 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Öhm ja, nach Neujahr und der Weltrevolution mal Augenzwinkern , aber cool, vielen Dank @Yog, ich werd mir das mal durchlesen (wenn ich mal Zeit dazu finde, dass ist so mein Problem dabei Augenzwinkern ).

Yog-Sothoth




21.12.2009 03:14 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Hi Zelder,

sorry dass ich mich so spät erst melde. Dass du einen Motivationsschub bekommen hast und auch jemanden kennst, der dir Unterricht geben kann freut mich! smile

Wenn du Fragen zu Tabs hast, dann frag ruhig. Tabs sind auch eigentlich nicht schwierig, wenn man sie einmal verstanden hat. Hammer-on ist übrigens das selbe wie hammering / hammer etc.

Das Lernvideo macht einen recht guten Eindruck, im Gegensatz zu den Tabs sieht man da auch wie man welche Akkorde am Besten greift. Zur Spanischen Romanze: Der erste Teil ist relativ einfach, abgesehen von dem Barrée im 7. Bund, je nachdem wie gut du mit Barrée-Griffen zurecht kommst. Der zweite Teil ist teilweise vom Greifen her etwas lästiger. Im 7. Takt des zweiten Teils würde ich erst mit dem Zeigefinger einen Barrée im 9. Bund verwenden, dann E-Saite / 7. Bund mit dem Zeigefinger und die restlichen Töne mit kleinem Finger und Ringfinger greifen, dann wieder Barrée im 9. Bund.
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