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Okay, mal der Reihe nach.
Also, Seneca/Wave, dass Mittelmäßigkeit nicht bei allen gerade hier vorzufindenden Usern ein Problem darstellt, kann man auch ziemlich einfach wiederlegen. Ich glaube nicht, dass es die Erkenntnis war, dass sie so schrecklich mittelmäßig in ihrem Physikstudium war, die Ina dazu brachte, es abzubrechen und in ein weit entferntes Tal zu fallen. Das war nämlich genau andersrum. Sie erzählte mal, wie ihr die Pillepallesachen da auf den Keks gingen, die sie sowieso in 5 Minuten kapierte und deshalb abbrach, weil die wirklich profunden Probleme da gar nicht angesprochen wurden.
Und dann leben wir, dem Schicksal sei Dank, nicht alle in einem Land von rückständigen Schwaben, sondern auch mal in etwas weltoffeneren Teilen der Republik. Z.B. heißt es im Landesschulgesetz des Landes Niedersachsen:
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§ 65
Dauer der Schulpflicht
(1) Die Schulpflicht endet grundsätzlich zwölf Jahre nach ihrem Beginn. |
Also, nix mit nach 9 Jahren. Was würde sich Manuel freuen, wenn ich mit dem nach Süddeutschland gegangen wäre. Bildung ist Ländersache und das ist nun wirklich überall anders geregelt und wir sind nicht nur ein schwäbisches Forum.
Was jetzt humaner oder überhaupt besser ist, will ich jetzt gar nicht beurteilen. Nur ist es eben nicht so einfach, wie Du es darstellst. (Niedersachsen hat aber auch mit Bremen die längste; es gibt noch einige, die Schulpflicht grundsätzlich bis zum 18.Lebensjahr vorschreiben.)
So, dies erst mal dazu.
Ich sehe das Problem bei der ganzen Debatte eher woanders.
Ihr meint alle, dass das, was Ihr nun macht, tatsächlich etwas sein muss, was man dauerhaft machen will. Das ist beim besten Willen nicht so und auch in diesem Staate seit den fünzigern Jahren etwas out. Und das ist auch gut so.
Also, so mit 16 bin ich auch noch auf ein Gymnasium gegangen und habe mir einen schönen Lenz gemacht, Lehrer gemobbt, nebenher viel gesoffen und gekifft und irgendwann mal angefangen, was politisches zu machen. Da mir das unheimlich Spaß machte, wollte ich in der Richtung auch was machen. Um Zivil- und Wehrdienst zu entgehen, habe ich dann evangelische Theologie auf kirchliche Prüfung studiert, damit wurde ich von solchen Sachen befreit (Damals haben die noch jeden eingezogen und der Zivilsient dauerte 24 Monate!!!). Ich habe da sFach gewählt, zusammen mit Philosophie, weil man das jederzeit abbrechen kann ohne dabei das Gefühl haben zu müssen, man hätte was gelernt, was man nie wieder braucht. Da gibt es noch mehr Studiengänge, bei denen das so ist. (Ingenieurwissenschaften wäre sowas gewesen z.B.) Aber es gab keine Fächer, die so praktisch einem auch noch den Staatsdienst ersparten.
Dann habe ich eben entsprechend an meinem Hobby gewerkelt und natürlich zog die Partei, die ich damals mitgründete mit 12% in den Rat der Stadt ein, ich konnte da für gut Geld arbeiten.
Und irgendwann macht eben einem solche Arbeit keinne Spaß mehr, dann kann man natürlich versuchen, das Stuidum wieder richtig anzugehen, aber Graecum war zu schwer für mich, also machte ich dann mal was in der anderen Richtung, wurde mal Bankkaufmann, nach der Ausbildung kam der Zivildienst. Machte wahnsinnig Spaß und alle fanden das toll, wie ich das kann, Also wurde ich dann Heilerziehungspfleger. Und weil das auch mal langweilig wird, bildet man sich eben weiter oder schmeißt mal alles hin (Manchmal helfen einem ja auch Krankheiten, mal was neues auszuprobieren) und lernt wieder was anderes. Jetzt bin ich individualpädagogischer Betreuer, kann mich prügeln, wie ich will und muss einfach nur zu Hause sein und alle paar Monate mal Berichte schreiben oder mal sonstwas offizielles machen.
Die Vorstellung, dass ich das, was ich mal am Ende meiner Schulzeit machen wollte, auch heute noch machen würde, treibt mir eher Vorstellungen von "scheintot" oder sowas in den Sinn.
Also, macht das, worauf Ihr gerade in dem Moment Lust habt. Scheißt drauf, was sie Euch sagen, ob man damit Geld verdienen kann oder nicht.
Wenn Euer Lebensziel ist, jetzt einmal was zu lernen und den Job dann die nächsten vierzig Jahre lang zu machen, dann legt Euch lieber besser gleich in den Sarg oder hofft, dass bald ein Krieg kommt oder sowas, der Euch dann noch aus der Kneipen, der Dumpf- und Einsamkeit befreit, aber ansonsten, falls Ihr Euch noch lebendig fühlt, dann macht das, was ihr gerade jetzt in dem Moment für korrekt haltet.
Verhungern tut man hier nicht. Hartz IV gibt es immer und wenn es das bald auch nicht mehr gibt, dann gibt es noch genug Ommis, die FDP gewählt haben, denen man die Handtasche klauen kann oder so.
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wave unregistriert
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| Jetzt bin ich individualpädagogischer Betreuer, kann mich prügeln, wie ich will und muss einfach nur zu Hause sein und alle paar Monate mal Berichte schreiben oder mal sonstwas offizielles machen. |
Genau @Arne. Wenn dir das Spaß macht und du den Job erfüllst wie er dich erfüllt, dann ist das doch voll in Ordnung.
Besser als nix zum laufen gebracht und dann darüber meckern, dass nichts läuft.
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dian unregistriert
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@ wave:
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| Bist du der Ansicht, dass die von dir genannten Dinge hier auf der Unity wesentlich besser vertreten sind als bei den gewöhnlichen Menschen da draußen? Nein? Dann bist du genau bei meiner Mittelmäßigkeit gelandet. |
Ich habe schon den Eindruck, dass die User hier mehrheitlich andere Prioritäten in ihrem Leben setzen als der Durchschnittsdeutsche.
Aber wenn ich dich richtig verstanden habe, geht es dir ja gar nicht so sehr darum, was man ist bzw. was man tut... sondern darum, dass man in allem, was man tut, nach außerordentlichen Leistungen und Perfektion streben sollte, weil es andernfalls in deinen Augen wertlos ist (und keinen Spaß macht).
Das ist mir ein bisschen zu plateaujanisch gedacht.
Selbstverbesserung als purer Selbstzweck... wo es letztlich ganz egal ist, ob man ein perfekter Börsenspekulant, ein perfekter Freund oder ein perfekter Mikado-Spieler ist... hauptsache, man ist in irgendwas perfekt und kann sich darauf dann einen runterholen.
Klar ist es nützlich, wenn man in einer Sache außergewöhnlich gut ist... nur klingt mir das bei dir alles ein bisschen zu sehr nach dem schwäbischen Lebensmotto "Schaffe, schaffe, Häusle baue".
Vor allem, weil du hier in einem Thread, in dem es eigentlich nur darum ging, was die User gerade beruflich tun (und in dem nicht übermäßig rumgejammert wurde), plötzlich mit deiner alten Leier "Wer schulische und berufliche Probleme hat, ist selbst schuld" anfängst.
Vielleicht wolltest du ja einfach nur deine alte Privatfehde mit quaid wieder aufnehmen... auf mich wirkt das aber schon ein bisschen so, als ob du da irgendwelche (anerzogenen?) Komplexe hast, was dieses Thema angeht.
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wave unregistriert
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| dass man in allem, was man tut, nach außerordentlichen Leistungen und Perfektion streben sollte, weil es andernfalls in deinen Augen wertlos ist (und keinen Spaß macht). |
Nicht ganz. Nicht in allem, was man tut, muss man perfekt sein. Wenn ich daheim für mich etwas koche und es einigermaßen schmeckt, dann ist das für mich okay. Aber ich erwarte dann aber nicht, dass ich mit diesen Künsten ein Restaurant aufmachen und als Koch berühmt werden kann.
Und da kommt das System wieder ins Spiel: Wenn es 10000 Menschen gibt, die für eine Tätigkeit ausreichend qualifiziert sind, dann ist es unnütz, wenn ich an Stelle 5000 stehe, wenn man nur 3000 Leute braucht in dem Bereich. Das hat mit kapitalistischem System nicht zu tun. Selbst wenn wir uns in den Urwald zurückbegeben und ich 10 Jäger brauche, dann werde ich die 10 besten nehmen. Und wenn dann eine langsame, begriffstutzige Person dabei ist, dann wird man die Nahrungsjagd eben nicht in deren Hände legen, dementsprechend verliert sie an dieser Stelle an Bedeutung. Das hat nichts mit dem System zu tun!
Und wenn nun eine Person nichts kann außer rumsitzen und gut Musik machen, dann wird man diese Person vllt den ganzen Tag hocken lassen und sich abends an ihrer Musik erfreuen. Davon haben dann alle was.
Wenn diese Person dann aber sagt: "Scheiß Leistungsdruck, mir doch egal, mach ich halt gar nix, immer nur der Schnellste darf jagen...bla bla...scheiß System..." dann ist damit prinzipiell zunächst mal niemandem geholfen.
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| Vor allem, weil du hier in einem Thread, in dem es eigentlich nur darum ging, was die User gerade beruflich tun (und in dem nicht übermäßig rumgejammert wurde), plötzlich mit deiner alten Leier "Wer schulische und berufliche Probleme hat, ist selbst schuld" anfängst. |
Früher oder später wird diskutiert und entsprechend der Situation gejammert. Ob ich dem jetzt vor- oder nachgreife....
| Zitat: |
| Vielleicht wolltest du ja einfach nur deine alte Privatfehde mit quaid wieder aufnehmen... auf mich wirkt das aber schon ein bisschen so, als ob du da irgendwelche (anerzogenen?) Komplexe hast, was dieses Thema angeht. |
Wenn du den Thread genau liest, stellst du fest, dass Quaid diese Fehde wieder aufgenommen hat und nicht ich.
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wave unregistriert
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| maße dir nicht an, sowas zu schreiben und anderen vorzuwerfen, sie würden nicht "ihr hirn anwerfen". so einen vergleich, in dem es um leben oder tod geht, zieht man nunmal nur, wenn es darum geht, ob einem jemand egal ist. |
So, jetzt mal scharf nachgedacht: Wie würde es mir auffallen, wenn du auf tragische Weise sterben würdest? Richtig, ich würde dich nicht mehr online sehen und mir rein gar nichts dabei denken, mein Leben weiterleben wie bisher. Aber es wäre mir eben dennoch nicht egal, weil ich es dir nicht wünsche.
Nichts andere habe ich gesagt, nämlich dass es mein Leben nicht beeinflusst. Und das ist kein krasser Vergleich, sondern Fakt. "Nicht beeinflussen" und "egal sein" ist nicht das selbe.
Aus diesem Grunde nochmal: Ich kann nicht über das meckern, was du in deinem Leben tust oder lässt, denn es macht für mich persönlich keinerlei Unterschied. Ich kann lediglich sagen, dass ich dies und das in deinem Sinne für falsch halte. Aber genau das prallt an dir ab, weil du dich mit mir um Dinge streitest, die ich weder gesagt noch gemeint habe.
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zum ersten teil: da kann ich dir nur zustimmen. und eben deswegen ist es unsinnig, das überhaupt zur sprache zu bringen.
dass du von verendung, verrecken, langeweile und hartz4 gesprochen hast, kann ja wohl auch kein zufall gewesen sein, sondern ist wohl eher deinem (scheinbar doch recht verzerrten) bild von einigen leuten hier entsprungen, wenn du schon nichts von transzendenz hören willst. erzähl mir ruhig etwas darüber, wie es ja nur beispiele waren. das waren dann aber schon merkwürdige beispiele, oder denkst du etwa immer in extremen wie diesen?
ich kann dir jedenfalls versichern, dass ich von meinem beruf gut leben kann. dian hat mit relativer sicherheit genug zu tun, dass seine langeweile nicht der rede wert sein wird, sofern ihm überhaupt mal in nennenswertem maße langweilig ist.
ich kann nicht mit letztendlicher sicherheit wissen, was du gemeint hast, sondern nur vermuten. bisher bist du so einigen punkten, die ich angesprochen habe, trotzdem aus dem weg gegangen. so z.b. beim von mir aufgenommenen punkt von dian, dass du
| Zitat: |
| plötzlich mit deiner alten Leier "Wer schulische und berufliche Probleme hat, ist selbst schuld" anfängst. |
oder etwa der mir ins auge springenden sinnlosigkeit eines satzes wie "es macht für mich keinen unterschied, wenn ihr verreckt", dem ich ganz oben auf dieser seite nochmal ausdruck verliehen habe. hierbei sei mal angemerkt, dass du in deinem letzten beitrag auf nahezu sentimentale weise abschwächst, was zunächst wesentlich unnahbarer rüber kam: plötzlich geht es nicht mehr um hartz4-verendung, sondern um einen tod auf tragische weise. also entweder, du argumentierst weiterhin so, wie du angefangen hast. oder du gestehst auch mal etwas ein.
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wave unregistriert
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Es ging mir darum, dass du sagtest ich würde meckern. Das habe ich widerlegt, denn ich kann gar nicht an euch rummeckern, weil euer Leben meines nicht berührt. Wie sehr es mein Leben nicht berührt habe ich zwar auf krasse Weise klar gemacht, aber an welchem hypothetischen Beispiel ich das nun zeige, ob lebenslang Hartz4 oder plötzlicher Tod, spielt keine Rolle. Aber das hat nicht mit egal sein zu tun.
So, das war nochmal die Essenz des ganzen, nachdem du mir vorgeworfen hast, ich würde zum meckern herkommen. Und daher: Ich meckere nicht. Dass du mir meckern vorwirfst ist ein Schutzreflex, wahrscheinlich weil Äußerungen eben ins schwarze treffen.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von wave am 29.09.2009 23:45.
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um das meckern ging es mir nicht. wenn du dich daran störst, korrigiere ich mich dahingehend und entschuldige meine wortwahl.
was brasilien angeht, würde ich auch gerne mal mehr über das leben wissen.. besonders über die militärakademie.
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dian unregistriert
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@ wave:
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Selbst wenn wir uns in den Urwald zurückbegeben und ich 10 Jäger brauche, dann werde ich die 10 besten nehmen. Und wenn dann eine langsame, begriffstutzige Person dabei ist, dann wird man die Nahrungsjagd eben nicht in deren Hände legen, dementsprechend verliert sie an dieser Stelle an Bedeutung. Das hat nichts mit dem System zu tun!
Und wenn nun eine Person nichts kann außer rumsitzen und gut Musik machen, dann wird man diese Person vllt den ganzen Tag hocken lassen und sich abends an ihrer Musik erfreuen. Davon haben dann alle was.
Wenn diese Person dann aber sagt: "Scheiß Leistungsdruck, mir doch egal, mach ich halt gar nix, immer nur der Schnellste darf jagen...bla bla...scheiß System..." dann ist damit prinzipiell zunächst mal niemandem geholfen. |
Hiermit implizierst du ganz offensichtlich, dass diejenigen, die in unserer Gesellschaft erfolgreich sind, dies auch von ihren Fähigkeiten her verdient haben... während diejenigen, die sich über den Zustand der Gesellschaft beklagen, einfach nicht talentiert genug sind, um es besser zu machen.
Ich würde ja auch gerne sagen: Ich gründe meinen eigenen Staat, und mache es dort tatsächlich besser... und ich bin mir sicher, dass es ganz viele von denen, die deinem Empfinden nach nur rumjammern, genauso machen würden...
aber das ist dummerweise nicht möglich, weil das System erst gar keine Konkurrenz zulässt.
Also wir reden hier von einem Urwalddorf, in dem nur bestimmte Leute nach ganz bestimmten Kriterien jagen dürfen... und jene, die anders jagen wollen (und die es vielleicht sogar besser könnten), werden daran gehindert oder sogar eingesperrt, weil sie gegen die Gesetze der Ahnen verstoßen haben.
Ich habe großes Verständnis dafür, wenn diejenigen dann auf dieses System schimpfen. Ich hätte sogar Verständnis dafür, wenn sie aus Wut das ganze Dorf abfackeln würden.
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| Selbst wenn wir uns in den Urwald zurückbegeben und ich 10 Jäger brauche, dann werde ich die 10 besten nehmen. |
was machst du in diesem szenario, in dem du 10 jäger brauchst, wave? nicht, dass ich mich angesprochen gefühlt habe.. ich bin einfach nur neugierig. machst du zur zeit auch etwas, dass deine argumentation unterstützt?
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wave unregistriert
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| Hiermit implizierst du ganz offensichtlich, dass diejenigen, die in unserer Gesellschaft erfolgreich sind, dies auch von ihren Fähigkeiten her verdient haben... während diejenigen, die sich über den Zustand der Gesellschaft beklagen, einfach nicht talentiert genug sind, um es besser zu machen. |
Jain. GESAMTerfolg hat in unserer Gesellschaft derjenige, der am besten bescheißen kann.
Wenn ich jedoch den Erfolg auf einzelne Aspekte beziehe, dann kopple ich das weitgehend vom System ab.
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wave unregistriert
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Um das mal noch etwas zu erweitern: Gewisse Dinge gehen innerhalb dieses Staates nicht. Das ist korrekt. Und dass nicht zwingend die Fähigsten die Erfolgreichsten sind, auch klar. Es gibt aber gewisse Dinge, bei denen eben keine "Meinung", "Ansicht" oder sonstwas zählt. Deshalb ist auch das hier Unsinn:
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| Also wir reden hier von einem Urwalddorf, in dem nur bestimmte Leute nach ganz bestimmten Kriterien jagen dürfen... und jene, die anders jagen wollen (und die es vielleicht sogar besser könnten), werden daran gehindert oder sogar eingesperrt, weil sie gegen die Gesetze der Ahnen verstoßen haben. |
Wenn es bei der Jagd darum geht, etwas zu beißen zu haben, dann ist das Kriterium der Jagderfolg. Anders jagen kann man natürlich, solange die Quote stimmt. Es wäre unsinnig beim Jagen eine B-Note zu vergeben, die sich danach richtet, wer am kreativsten den Speer daneben wirft. Und ja, manchmal ist es der Erfolg, der die Sache ausmacht.
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| Ich würde ja auch gerne sagen: Ich gründe meinen eigenen Staat, und mache es dort tatsächlich besser... und ich bin mir sicher, dass es ganz viele von denen, die deinem Empfinden nach nur rumjammern, genauso machen würden... |
Aber @dian, das ist doch überhaupt kein Thema. Ich kenne einige billige Grundstücke außerhalb, die kann man erwerben und dann kannst du da deinen Staat aufmachen. Du magst doch eh keine großen Menschenmassen, also ziehe doch mit 2 oder 3 Vertrauten in eine neue Welt ein! Raus aus der spießigen Wohngegend und rein in die selbstverwaltete Holzhütte! Auf materielle Werte kommt es dir nicht an und Liebe, Ehrlichkeit, Freundschaft und Spiritualität könnt ihr ganz nach eurem belieben walten lassen und euch nervt keiner. Einen Ofen würde ich dir schenken, wir haben glaube ich noch einen hier rumstehen und die Sache wäre erledigt. Bullen? Die interessiert dein Reich nicht, du kannst machen, was du willst. Es würden neue Leute auf dich aufmerksam werden, vllt ist sogar ein Alienfisch dabei! Dycamart gelesen?
Du siehst also, ich habe dir die Möglichkeit aufgezeigt, dein eigenes Ding zu machen. Und da du gesagt hast, du würdest es sofort tun, wenn möglich, warte ich gespannt auf Zwischenberichte. Besonders interessiert mich, ob in diesem Reich Neid, Lügen, Kurzsichtigkeit, autoritäre Züge zu derlei anderes nicht auftauchen.
Aber ich kann dir das Ergebnis schon vorweg nehmen: Die Mittelmäßigkeit wirst du in jede neue Welt hineintragen, wenn du sie nicht ablegst, ob mit oder ohne Bullen, ob mit oder ohne Alienfisch. Denn letzterer ist vllt auch irgendwann mal genervt, wenn er weiß, dass er schöne Worte bekommt, welche keine Substanz haben.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von wave am 01.10.2009 01:53.
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Also, ich kenne sogar einige Riesengrundtücke mit entsprechenden Häusern, da zahlt Dir unser Verein noch mehrere Tausend im Monat, wenn Du die nimmt und mit irgendwelchen Freaks dahin ziehst. Das ist nun wirklich das geringste Problem, die Räumlichkeiten mitsamt sogar Wasser, Heizung und Strom zu organisieren.
Ist nur meistens auch eine Menge Arbeit eben da zu verrichten, die mal richtig in Schuß zu bekommen, weil sie sehr selten bewohnt sind.
Es gibt ja genügend selbstverwaltete Projekte, die man für sowas nutzen kann.
Was mich aber immer noch stört, Seneca, ist der Begriff, wenn nicht eher der Vorwurf, der "Mittelmäßigkeit", den Du aus allem da ableitest.
Du kannst sagen, dass hier z.B. Dian in der Lage ist, Menschen anzulocken, die mit ihren bisherigen Lebensverhältnissen unzufrieden sind. Das macht er hervorragend und da wüsste ich auch gar nicht, was diesbzüglich an seiner Arbeit zu kritiseren wäre.
Du kannst auch sagen, er macht insofern eine Scheißarbeit, weil er die Leute evtl. abholt und dann im Regen stehen lässt, aber das wäre selbst Deiner Definition nach alles andere als Mittelmäßigkeit. Aufgabe des Jägers ist es eben, etwas zu erlegen, nicht es zu kochen.
Und die Unity ist mittlerweile groß genug, dass eigentlich hier jeder dann seinen Ansprechpartner finden kann, der ihm weiter helfen kann, WENN derjenige was anderes machen will als rumjammern. Und wenn ich mir angucke, welche Wege die Leute gehen, die lange genug dabei sind und mal eine Unzufriedenheit mit ihrem Leben hatten, dann ist das imo bei weitem nicht so, dass hier nur gefrustete Misantropen rumhängen, die mit sich selbst und der Welt nix anzufangen wüssten (die gibt es auch bzw. gab es, aber das waren andere Probleme). Wer sich hier selbstverwirklichen will, der bekommt auch die Tipps, die er braucht und wird auch die Erfahrungen machen, die er machen will Ich glaube nicht, dass Hansi jetzt extrem frustriert ist z.B., weil er das Projekt im SSK gewagt hat, was ja auch ohne diese Seite und damit auch nicht ohne Dian jemals zustande gekommen wäre.
Dass Kinder sich auch z.B. weiter entwickeln oder zumindest anders als die Eltern das gemacht haben, wenn man ihnen die richtige Ethik in der Erziehung vermittelt hat, ist jetzt auch nicht so außergewöhnlich.
Ich habe auch den Eindruck, dass im Moment Du derjenige bist, der in diesem Thread am ehesten rumnöhlt.
Entweder bist Du gerade selber mit dem von Dir eingeschlagenen Weg nicht ganz zufrieden und hast hier Lösungsmöglichkeiten erwartet, die Dir nicht geboten wurden oder Du erwartest einfach von Dian mehr als seine Aufgabe ist.
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dian unregistriert
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@ wave:
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| Aber @dian, das ist doch überhaupt kein Thema. Ich kenne einige billige Grundstücke außerhalb, die kann man erwerben und dann kannst du da deinen Staat aufmachen. |
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| Bullen? Die interessiert dein Reich nicht, du kannst machen, was du willst. |
Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder?
Glaub mir... spätestens, wenn ich mein eigenes Marihuana-Feld anlege, keine Steuern mehr zahle oder meine Kinder lieber selbst unterrichte, als sie auf eine staatlich anerkannte Schule zu schicken, wird es die Bullen sehr wohl interessieren.
Klar habe ich Dycamart gelesen. Aber hast du auch Gegenwelt gelesen??
"Wir haben im Grunde gar keine Wahl, als ihren Teil der Welt mit zu benutzen. Denn ihr Teil ist das Ganze. Sie haben für unsereins nichts mehr übrig gelassen... nicht einmal mehr irgendwelche verborgenen Lichtungen im Wald. Also leben und wandeln wir mitten unter ihnen, unerkannt, wie flüchtige Schatten..."
Klar kann ich mich in den Wald verziehen und versuchen, mich weitestgehend selbst zu versorgen. Aber die Gesetze des Systems gelten nunmal überall. Vor ihnen gibt es auf diesem Planeten kein entkommen. Und deshalb zicke ich jetzt auch wieder rum und beende diese Diskussion mit dir, weil mir das einfach vom Niveau her überhaupt nichts gibt, ständig solche Selbstverständlichkeiten erklären zu müssen.
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Also, in diesem Forum ist ein User, der bis vor kurzem in einem Haus in einer der größten deutschen Städte lebte, in dessen Garten auch ein kleiner Marihuana-Anbau war. Hat niemanden gestört, auch nicht die Bullen, die da öfters vorbeikamen wegen anderer Dinge.
Und Schulpflicht ist lächerlich. Das wird nur zum Problem, wenn ein Kind GEGEN SEINEN EIGENEN WILLEN von den Eltern nicht zur Schule gelassen wird. Es ist nämlich nicht möglich, jemanden, der nicht zur Schule gehen will, dazu zu zwingen.
Ganz im Gegenteil. Der Staat küsst Dir die Füße, wenn Du jemanden nicht zur Schule schickst, der sich entsprechend benommen hat und den einfach keine Schule mehr haben will. Einfach mal ein paar Lehrer verprügeln und niemand will mehr, dass man als Schüler zu einer Schule geht. Ganz im Gegenteil: Wenn derjenige sich dann entschließt, das doch nicht mehr machen zu wollen und wieder zu einer Schule will, dann muss man gegenüber den Behörden schon mit der angeblichen Schulpflicht argumentieren, damit derjenige überhaupt noch auf eine Schule kommt.
Dafür braucht man keine einsame Insel, sondern einfach nur den Mut, es mal auszporbieren.
(Und was das mit nemesus zu tun haben soll, der es nicht mal hinbekommt, irgendein Internetcafe zu eröffnen, das kannst Du mir mal erklären, Dian.)
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Doch, erzähl mal... wo gelten denn deiner Meinung nach die Gesetze des Systems nicht? Auf einer einsamen Insel in der Karibik? Das war vielleicht zu Robinsons Zeiten noch so, aber heutzutage ist der Planet doch ziemlich aufgeteilt. Man hätte höchstens noch die Wahl zwischen den Systemen... wenn man das deutsche nicht mag, vielleicht sagt einem ja das amerikanische oder chinesische mehr zu. Man könnte vielleicht auch ein Naturvolk fragen, ob man unter ihnen leben darf. Zwar dürften auch dort die Gesetze irgendeines Staates gelten, aber die hätten dann vielleicht keine praktische Bedeutung. Man erkauft sich seine Freiheit aber dann mit allem, was einem in der heutigen Zivilisation vielleicht doch ganz lieb geworden ist (ärztliche Versorgung, leckeres Essen, das Internet,...) und in dieser Güterabwägung ist das "mehr" an Freiheit möglicherweise doch zu teuer. Könnte auch eine Erklärung dafür sein, dass verglichen mit der Gesellschaft nur eine verschwindend kleine Minderheit etwas Grundlegendes geändert haben will. Selbst wenn es hunderttausende sind... es gibt dagegen Millionen, denen Brot und Spiele ausreichen, um sie bei Laune zu halten. Denke, der Durchschnittsdeutsche arrangiert sich mit den Unliebsamkeiten des Alltags und fühlt sich insgesamt so wohl, dass er keinen Änderungsbedarf sieht. Vielleicht ist auch die Angst zu groß, dass Änderungen auch ein unkalkulierbares Risiko darstellen, dass es nach einem Umbruch alles eher schlimmer als besser wird. Ganz nach dem Motto: "Never change a running system".
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wave unregistriert
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Ohh Herrschaften, bei solch Unkreativität muss ich wohl bei Adam und Eva anfangen.
Aaaalso, zunächst einmal basteln wir uns ein Anschauungsobjekt, nämlich ein Gesetz:
"Gesetz zur Eigentumsneuverteilung
§1 Dieses Gesetz gilt weltweit an jedem Ort.
§2 Sämtliches bewegliches und unbewegliches Eigentum wird der Person übereignet, welche im Forum auf www.theunity.de als User "wave" angemeldet ist.
§3 Das Gesetz tritt ab sofort in Kraft
Der Gesetzgeber von und zu Seneca"
So, nun haben wir ein Gesetz, welchem ihr euch leider nicht entziehen könnt. Leg schonmal die Wohnmobilschlüssel bereit @dian, denn morgen werde ich mein Gefährt abholen. Sorry, kannst du leider nichts machen ist halt so.
Nun die Preisfrage: Gibt es einen prinzipiellen Unterschied zwischen meinem Gesetz und einem, welches der Bundestag mal verabschiedet hat? Ich sage: nein. Die Legitimation des Bundestages ist nämlich mindestens genauso fragwürdig wie meine. Der einzige PRAKTISCHE Unterschied (wirklich praktisch, nicht prinzipiell) ist der, dass die BRD leider etwas mehr Polizei und Soldaten hat, als ich. Soviel zur Theorie eines Gesetzes.
Nun zur praktischen Seite: Papier ist vollkommen geduldig und Worte auf Papier ohne praktische Folgen sind nichts wert (wo du deine Bücher erwähntest @dian
). Es gibt also neben der theoretischen Seite die praktische und die sieht so aus: Gesetz ist, wenn man es umsetzt. Beispiel ist hierfür Cannabiskonsum. Der Besitz auch kleinster Mengen ist in Deutschland entgegen landläufiger Meinung verboten (wird aber idR nicht verfolgt). Ein Kiffer hat aber für das Kiffen als solches keinerlei Folgen zu befürchten. Man kann daher sagen: Es steht auf dem Papier, praktisch verboten ist es nicht.
Ich kann daher sagen: Die Gesetze der BRD sind dort gültig, wo sie befolgt werden. Und das muss ja nicht eine alternative Siedlung sein, Ein Bekannter, nennen wir in mal Herr W. aus S. hat noch nie GEZ bezahlt, weil er nicht muss, obwohl es auf dem Papier vllt irgendwo steht.
Ich kann daher ganz beruhigt dieses hier
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| Aber die Gesetze des Systems gelten nunmal überall. |
mit gutem Gewissen als faule Ausrede bezeichnen.
Merke: Gesetze sind bedrucktes Papier, solange man sie bedrucktes Papier sein lässt.
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| Klar habe ich Dycamart gelesen. Aber hast du auch Gegenwelt gelesen?? |
Ich werde Gegenwelt lesen, sobald du anfängst deinen ersten Text selbst zu lesen und daraus zu lernen und umzusetzen, versprochen.
Warum ich auf Dycamart anspiele: Dieses Buch zeigt wunderschön, wie man eine gute Idee zerstören kann, indem man genügend "Krankheiten" von außerhalb mit einschleppt. Wenn du eine Siedlung aufmachen willst, darfst du mit deinen Kindern natürlich nicht zum nächsten Amt rennen, die anmelden und Kindergeld beantragen, denn dann ist die Bürokratie mal eingeschleppt und irgendwann klingelt auch die Schulpflicht an der Tür. Meine These: Wenn man konsequent ist und das draußen lässt, was nicht hineingehört, dann bekommt man auch keine systembedingte Auflösung. Was sagst du dazu?
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Shai unregistriert
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Telkolleg: Anarchie
"Gewalt ist IMMER Machtausübung"
"Und Machtausübung ist konsequent zuende gedacht IMMER Gewalt"
----->**** Ein Gesetz(System) ist Gewalt gegen jeden, der es nicht haben will !!!
Jeder hat die Wahl zu entscheiden, ob er das hinnimmt oder nicht,
wobei ich nicht sage, es sei leicht seine eigene Freiheit (ohne Zwang von Gesetzen ect..)
aufrecht zu erhalten....
Es ist ein Kampf, kampf um seine eigene Freiheit....
Doch ich denke, nur allzuviele lassen sie sich wegnehmen, bzw geben sie freiwillig ab....
vielleicht aus den Gründen die hensc bereits darstellte....
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dian unregistriert
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| Meine These: Wenn man konsequent ist und das draußen lässt, was nicht hineingehört, dann bekommt man auch keine systembedingte Auflösung. Was sagst du dazu? |
Ich glaube, dass du schon zu lange mit nemesus rumhängst.
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