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Hab mir mal die Fragen an Obama angeschaut. Ich würd sie so nicht stellen. Ich bin Pazifistin und denke, dass militärische Eingriffe immer sehr genau überlegt werden sollten, vor Allem um der Zivilbevölkerung nicht zu schaden. Und generell sehe ich den amerikanischen Imperialismus und sämtliche Militäreingriffe der letzten Jahrzehnte sehr kritisch. Aber manchmal hat ein Volk vielleicht auch nach einem Eingriff von außen weniger zu leiden, als zuvor? Manchmal haben solche Eingriffe auch eine Berechtigung und man kann nicht jede Militäraktion von vorherein verurteilen. Wer weiß, wie der 2te Weltkrieg ohne Einmischung der Amis geendet wäre.
Frage 2: "Die Taliban haben vorher gegen die Sowjets als Invasoren gekämpft (mit Unterstützung, Finanzierung und Ausbildung der CIA) und seit 2001 gegen die Amerikaner die ins Land eindrangen. Die Taliban haben noch nie einen Terrorangriff irgendwo auf der Welt durchgeführt. Wieso wird die Taliban von Amerika dann als Bedrohung angesehen und in Afghanistan, und jetzt neu auch in Pakistan bekämpft, wo doch noch nie ein Mitglied der Taliban ausserhalb dieser Länder jemals einem amerikanischen Bürger ein Haar gekrümmt hat?"
Die Taliban richten in den Ländern, in denen sie tätig sind genug Schaden an. Wenn man sich mal die Schari'a genauer anguckt, erkennt man sofort die Gefährlichkeit. Sie sind ja nicht nur wahnsinnig frauenverachtend, sondern können durch Verbote unabhängiger Medien, wie dem Internet, auch wunderbar das Volk manipulieren.
Ich kenn mich da ja auch nicht so wirklich gut mit der Schari'a aus, aber wenn man mal bei Wiki nachliest, findet man schon einiges, was erschreckend ist.
Zum Beispiel auch, dass Nichtmuslime ein gelbes Abzeichen tragen müssen. Das erinnert uns doch an etwas...?!!!
Auch die Praktiken, die die Taliban in Afghanistan ausgeübt haben (Hinrichtungen, bzw. Amputationen bei Verbrechern, Diskriminierung anderer Religionen usw.) lassen mich als amnesty-Mitglied echt schlucken.
Also Bin Laden und 11. September hin oder her, die Taliban haben es scheinbar schon echt in sich.
Was denkt ihr?
Generell zu Obama muss ich sagen, dass mir, das was er sagt sehr gefällt. Auf die Worte sollen nun Taten folgen. Ich setze schon ein bisschen Hoffnung in ihn und bin dankbar dafür, dass die Bush-Ära vorbei ist. Ich bin relativ optimistisch, wenn auch nicht unkritisch! Er ist sehr vorsichtig und bedacht, sehr diplomatisch, gerade im Moment in Bezug auf Iran. Ich es auch als seine Pflicht, sich zu den dortigen Vorgängen kritisch zu äußern, gerade jetzt wo die gesamte Weltöffentlichkeit ihren Blick auf Teheran richtet.
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Ich sehe eigentlich weder einen spezifischen amerikanischen Imperialismus noch ein Gemeinschaft, die man "Volk" nennen kann, die kollektiv so leiden kann, dass es diese als Gemeinschaftsgefühl wahrnimmt.
Ich sehe viel eher Kapitalinteressen, die insbesondere im Trikont ihre Vorstellungen ohne Rücksicht auf Menschen durchsetzt oftmals.
Taliban hin oder her!
Mich hat noch kein Moslem persönlich mit seinem Glauben belästigt (zumindest nicht im größerem Maße als es andere religöse Menschen machten). Ich sehe auch in meiner Umgebung wenig, wo ich da irgendjemanden helfen könnte, der sich in irgendeiner Abhängigkeit von reiligösen Wahnvorstellungen befindet.
Die Frage zielte doch viel eher darauf ab, warum man westlichen Staaten abnehmen kann, dass ausgerechnet die eine Bedrohung sein sollen, die vorab mit Waffen und Finanzmitteln alles in den Arsch geschoben bekamen, solange sie gegen die bösen Kommunisten kämpften.
Wenn dabei die irren religösen Wahnvorstellungen von manchen Gruppen dadurch mehr Macht bekamen, kann sich die USA und natürlich auch die BRD wenigstens mal offiziell dafür entschuldigen, was sie für einen menschenverachtenden Drecksmist in den 70er Jahren mit ihrem Antikommunismus angerichtet haben. (Auch die "Islamische Republkik Iran" war dem Kapital in damals wesentlich lieber als eine "Sozialistische Volksrepublik Iran".)
Und ansonsten täten Menschen mit deutscher Staatsangehörigkeit gut daran, die US-Bürger wählen zu lassen, was sie für richtig halten und sich Gedanken darüber zu macjhen, was sie eigentlich alles in verantwortliche Positionen wählen.
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dian unregistriert
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@ Momo:
Ich stimme dir völlig zu in dem, was du über die Taliban schreibst.
Wenn es nach mir ginge, könnte man jedem dieser religiösen Fanatiker den Kopf abschlagen und öffentlich auf einen Pfahl spießen. Damit hätte ich moralisch überhaupt kein Problem...
das einzige Problem, das ich sehe, ist, dass es nichts bringt, Köpfe abzuschlagen, weil das Übel leider viel tiefer geht.
In Afghanistan mag sich seit dem Sturz der Taliban manches verändert haben. Aber so weit ich weiß, werden da immer noch Frauen unterdrückt und Schwule aufgehängt.
Der einzig wirkliche Unterschied zu früher ist, dass es heute unter dem Schutz des Westens geschieht, und dass die Afghanen während der Steinigung einer Ehebrecherin endlich wieder Musik hören dürfen.
Es ist verdammt schwer, Denkweisen zu bekämpfen, die sich dermaßen fundamental in das kollektive Bewusstsein der Menschen eingefressen haben, dass sie ihnen wie unumstößliche, gottgegebene Naturgesetze erscheinen.
Und nein... ich will nicht immer nur auf die anderen zeigen, auf irgendwelche zurückgebliebenen Ziegenhirten...
denn das Grundproblem findet sich in unserer Gesellschaft genauso.
Geht mal, angesichts von Opel-Rettung und Acandor-Insolvenz, auf die Straße, und fordert auf Plakaten, dass alle Konzerne aus dem Land gejagt werden sollen.
Ok, man wird dafür nicht totgeschlagen werden... aber man wird doch nur Kopfschütteln und verständnislose Blicke ernten.
"Die Wirtschaft ist gut. Industrie bedeutet Wohlstand. Es gibt keine Alternative zum Kapitalismus."
Solche Aussagen empfindet der durchschnittliche Westeuropäer als genauso selbstverständlich, wie es für den durchschnittlichen Araber selbstverständlich ist, dass Männer mehr zu sagen haben als Frauen, und dass man keine Witze über Allah machen darf.
Auch wenn das kapitalistische Denken auf den ersten Blick nicht viel mit Religiosität zu tun hat... letztlich ist der Kapitalismus die Religion und bestimmende Kultur des Westens.
Und es ist verdammt schwer, gegen so eine "Leitkultur" vorzugehen... erst recht, wo sie sich doch immer wieder selbst bestätigt.
Jeder Blick in ihren Geldbeutel bestätigt die Menschen schließlich darin, dass sie den Kapitalismus brauchen. Schon von klein auf lernen die Kinder in der Schule, dass sie für gute Leistungen gelobt werden, und für Faulheit und Verweigerung Ärger bekommen.
Auf die selbe Weise lernen in Afghanistan schon die Kleinsten, dass man als Frau nicht den Mund aufmachen darf, und dass man, wenn man an Allah glaubt, weniger Ärger bekommt, als wenn man öffentlich zugibt, nicht an Allah zu glauben.
Konsequent zu Ende gedacht heißt das:
Man muss die Kultur bekämpfen, um den Menschen dort die Freiheit zu geben.
Und eine Kultur zu bekämpfen ist immer ein Problem... erst recht, so lange die eigene Kultur ebenfalls nicht das Gelbe vom Ei ist. Da macht man sich schnell angreifbar, und ehe man sich versieht, stehen die "Befreier" plötzlich als die Bösen da.
Ähnlich sehe ich die Situation auch im Iran...
Das patriarchalische, antidemokratische Denken ist wie ein Gift, das die dortige Gesellschaft seit Generationen befallen hat. (Auch schon vor den Ayatollahs)
Ob jetzt Mussawi oder Adolf Ahmadinedschad die Wahl gewinnt, macht da eigentlich wenig Unterschied, so lange die Bevölkerung nicht ihren "Wächterrat" (und damit dieses ganze religiös-hierarchische Denken) zum Teufel jagt.
Genau, wie es auch bei uns keinen großen Unterschied macht, ob jetzt die SPD oder die CDU an der Macht ist.
Denn letztlich wird die Bevölkerung eines jeden Landes nicht von der gerade herrschenden Regierung unter Kontrolle gehalten, sondern von ihrer Leitkultur.
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dian unregistriert
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Was habe ich da gerade gelesen?
Obama bekommt den Friedensnobelpreis???
Und ich dachte immer, dafür müsste man irgendwas leisten. Jedenfalls mehr leisten, als sich zum Präsidenten von Amerika wählen zu lassen...
Glauben jetzt etwa immer noch 48 Prozent von euch, dass der Typ ein ganz normaler Mensch ist?
Ich würde so eine Ehrung jedenfalls nur posthum verliehen, an friedliche Menschen, die bereits lange tot sind und daher keinen Unfrieden mehr stiften können. Alles andere kann ganz schnell nach hinten losgehen.
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Henry Kissinger bekam den Friedensnobelpreis 1973, einige Tage nachdem Salvator Allende in Chile durch die Truppen von Pinochet bei einem Militärputsch ermordet worden war.
Lt. Wiki:
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US-Außenminister Henry Kissinger ließ, als der Sieg der linken Kräfte absehbar war, verlauten: „Ich sehe nicht ein, weshalb wir zulassen sollen, dass ein Land marxistisch wird, nur weil die Bevölkerung unzurechnungsfähig ist.“ Bei seinem Amtsantritt hatte Allende also mit Sanktionen und Gegenmaßnahmen der USA zu rechnen. So kam es bereits 1970 zu einem tödlichem Attentat auf General René Schneider, bei dem die CIA und Außenminister Kissinger massiv beteiligt waren.
Durch den Boykott der USA, der westeuropäischen Staaten und der internationalen Konzerne, wurde das politische System derart labil, dass von Teilen des Militärs ein Putsch geplant wurde. Ein erster Putsch des 2. Panzerregiments scheiterte im Juni 1973.
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In den dünn besiedelten Wüstengebieten im Norden Chiles und in Patagonien errichtete das Militär Konzentrationslager, wo Oppositionelle und deren Sympathisanten nicht selten zu Tode gefoltert oder unter anderem mit Flugzeugen hinaus aufs Meer geflogen und dort hinausgeworfen wurden. Tausende Chilenen gingen daher wegen der fortgesetzten Menschenrechtsverletzungen ins Exil.
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Kurz nach der Machtübernahme Pinochets begannen auch die USA und die westeuropäischen Staaten wieder, Chile intensiv mit Wirtschaftshilfe zu unterstützen. Die Militärregierung machte die Verstaatlichungen Allendes mit Ausnahme der wichtigen Kupfermine Chuquicamata rückgängig, führte neoliberale Wirtschaftsreformen durch und schaffte die Gewerkschaftsrechte ab.
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Die „Kommission für Wahrheit und Versöhnung“ (auch unter dem Namen „Kommission Rettig“ bekannt) erwähnte in ihren Aufzeichnungen 2095 Tote und 1102 verschwundene Häftlinge, andere Berichte zählten Hunderte mehr.
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Na, mal gucken, was Obama jetzt einfällt.
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