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gedanken
11.08.2008 00:15 |
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manchmal liege ich einfach nur so da und denke nach. was soll man auch anderes tun, wenn man sein eigenes gefängnis geschaffen hat.
ein gefängnis aus weißem stoff, der sich viel sanfter anfühlt als die rauhen wände, die ebenfalls weiß sind. und kein weg führt je hinaus..
stell dir 10 kugeln vor, linienartig nacheinander vor dir aufgebaut. jede kugel steht für eine art, zu sterben.
wenn man sterben will, ist es egal wie. man geht nicht zu einer bestimmten kugel, weil sie einem besser gefällt. man wird danach nicht sagen "gut das ich diese art gewählt habe".
warum leben wir? haben wir etwas besonderes vor? ist da eine finale aufgabe, von der wir wissen, dass wir sie schaffen können, und für die wir schonmal vorbereitungen treffen?
wir leben einfach so vor uns hin. der selbsterhaltungstrieb ist stärker als alles andere. selbst die depressivsten menschen bringen sich nicht um. tun sie es doch, ist es eine verzweiflungstat. sie hätten nur eine nacht darüber schlafen müssen, und die welt hätte ganz anders ausgesehen. wegen dem selbsterhaltungstrieb.
hast du menschen schonmal genauer beobachtet? du sitzt am steuerpult und schaust auf den bildschirm, der das zeigt, was du selbst siehst: die menschen.
sie reden unüberlegt, achten darauf wie sie auf andere wirken und versuchen, allem gerecht zu werden. sie lügen, damit du ihnen abnimmst, sie seien nicht schwach, auch wenn sie es sind. ihr selbstschutz versucht, das leben zu erleichtern. es ist lächerlich.
macht sich ein käfer auch soviele gedanken wie ein mensch? seine welt wäre soviel einfacher, wenn nicht.
und es ist so paradox, einen käfer zu beneiden..
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Hansi unregistriert
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Hallo und herzlich wilkommen in der Unity @skulltrap.
Es ist paradox einen Käfer zu beneiden, allerdings ist es auch paradox es nicht zu tun, wie das ganze Leben, ein einziges und riesiges Paradoxum ist. Es ist paradox einen riesigen Komplex wie das Leben miterleben zu dürfen, nur um am Ende mit nichts ausser sich selbst wieder aus dem Leben zu scheiden, ohne auch nur einen winziges Bruchstück mitnehmen zu können. Und so müht man sich Tag für Tag ab, viele vergessen dabei die wirklich wichtigen Dinge im Leben und lassen sich in ein Kunstgebilde drängen.
Aber es sind längst nicht alle so. Es gibt tatsächlich noch Menschen die mit diesem ganzen Wahnsinn nicht einverstanden sind und so lange es auch nur einen Menschen gibt, der sich dem wiedersetzt, gibt es auch noch die Hoffnung an ein besseres morgen und die Hoffnung stirbt ja bekanntlich immer zuletzt.
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Arne Kroger unregistriert
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| Zitat: |
Original von Hansi
Aber es sind längst nicht alle so. Es gibt tatsächlich noch Menschen die mit diesem ganzen Wahnsinn nicht einverstanden sind und so lange es auch nur einen Menschen gibt, der sich dem wiedersetzt, gibt es auch noch die Hoffnung an ein besseres morgen und die Hoffnung stirbt ja bekanntlich immer zuletzt. |
Und die sterben dann nicht, wenn die mit dem ganzen Wahnsinn nicht einverstanden sind???
Die Ärmsten.
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Hansi unregistriert
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Hä? Wo hab ich denn geschrieben das die nicht eines Tages sterben? Schließlich sind das auch nur Menschen.
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Arne Kroger unregistriert
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@Leberkrebs:
Ich werde nur auf die Hauptseite von youtube weitergeleitet bei Deinem Link????
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Ich hörte mal, es soll ein paar Menschen geben, die Leben, weil es ihnen Spass macht.
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"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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dian unregistriert
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Willkommen zurück, skulltrap.
Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, warst du hier ja vor ein paar Jahren schonmal angemeldet...
(allerdings sind mir genaue Details jetzt irgendwie entfallen. Kann mich nur noch vage an den Namen erinnern.)
Was den Selbsterhaltungstrieb angeht, den die Menschen trotz aller offensichtlichen Sinnlosigkeit unseres Daseins verspüren...
ich merke das auch an mir selbst. Ich stecke eine Menge Energie ins Schreiben von Büchern, um die Menschen aufzuklären. Und das, obwohl ich tief in mir drin genau weiß, dass alles eigentlich völlig umsonst ist, weil die Verblödung bereits solche Ausmaße erreicht hat, dass kluge Worte so gut wie nichts mehr bewirken werden.
Ändern ließen sich die Menschen eigentlich nur noch, wenn ihnen Gott persönlich erscheinen würde, oder Außerirdische, die ihnen die Wahl ließen, entweder ihren egoistischen Way of life aufzugeben, oder mitsamt ihrem Planeten eingeäschert zu werden.
Also eigentlich ist es sinnlose Energieverschwendung, dieses Forum hier aufrechtzuerhalten... genauso sinnlos, wie am Vortag des Weltuntergangs noch einmal einen Baum zu pflanzen... genauso sinnlos, wie sich an Blumen zu erfreuen, die morgen verwelkt sein werden, oder seine Brüste liften zu lassen, nur, um dann zehn Jahre später Brustkrebs zu bekommen.
Eigentlich ist alles sinnlos. Und doch können wir nicht davon lassen...
vielleicht nicht zuletzt deshalb, weil auch das Seinlassen letztlich keinerlei Sinn ergibt.
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Leberkrebs unregistriert
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Leberkrebs unregistriert
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Haben die das schonwieder geändert?
Schade, da lief vorher ein lustiges Regierungsprogramm mit Verhaltensratschlägen im Falle eines Nuklearschlags. da wurde unter anderem der Vorschlag gemacht, fals man auf freiem Feld vom Alarmsignal überrascht wird, soll man sich schnell in ein Loch eingraben um der Druckwelle zu entgehen. Zitat: " Falls sie dadurch nicht ausreichend in Deckung sind, können sie somit aber die Beseitigung von Leichen für die Ordnungskräfte erleichtern." (Das Loch brauch dann nur zuplaniert werden.)
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Spontan fällt mir zum Text von @ Skulltrap Dostojewskijs "Aufzeichnungen aus dem Kellerloch" ein....
Dort teilt er die Menschen in tat-Menschen, die einfach handeln,und denk-menschen ein, die handlungsunfähig sind, weil sie immer einen wichtigeren Grund finden und immer tiefer blicken und dies nie aufhört...
Ich denke man muss die Dinge schon immer wieder hinterfragen, aber man muss genauso auf dieser endlosen Suche nach der Wahrheit und dem Sinn ab und an innehalten und an dem Punkt, wo man eben gerade ist, handeln, sonst sind nur die "Tatmenschen" handelnde....
Zudem ist es oft ganz gut, wenn man neue Impulse von außen bekommt, denn oft drehen sich die eigenen Gedanken-Konstruktre im Kreise...
Ich denke zudem es ist nicht blos der Selbst-Erhaltungs-Trieb sondern vielmehr die Hoffnung die dahinter steckt, wenn auch sehr depressive Menschen den letzten Scritt nicht wagen, ein Mix vll aus Hoffnung noch in dieses Leben und Angst vor dem was danach kommt.... und iwie hat ja fast jeder noch iwas, was ihm/ihr Freude bereitet...
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Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche!
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Leberkrebs unregistriert
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Es ist einfach ein extrem mächtiger Supertrieb, das eigene Leben zu erhalten. Es muss enorm was danebengehen, damit jemand diesen Trieb überwindet. Mit Religion würde ich das nicht so sehr erklären.
Solche Leute, die wegen Religion ein unfähiges Leben weiteführen möchten, entscheiden sich für den Weg im Kloster. Dort werden sie wie Kinder vollversorgt und mit Liebe behandelt, der Preis dafür ist ein 100% vorgeschriebener Tagesablauf und strengste Hierarchie. Wers mag...
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Was hatn die UNgewissheit von dem, ob/ oder was nach dem Tod kommt unbedingt mit Religion zu tun?
Ich denke wenn eben wenn die Menschen wüssten ob/was danach kommt, wären sie vll sicherer in ihrem Tun.
Ich denke eben dass das Leben aufrecht zu erhalten nicht nur ein Trieb ist, denn was nützt jeder Trieb, wenn es nicht eine Hoffnung gibt, dass es iwie wieder bessere zeiten gibt .... Ich denke vl ist es ein Mix aus Hoffnung und Trieb.
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Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche!
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Leberkrebs unregistriert
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DieserTrieb ist jedem Lebewesen genetisch vererbt worden, es ist das Urprogramm des Lebens überhaupt. Leben ist aus einer Ursuppe von Molekülen enstanden die durch Zufallsverbindung die DNA der ersten Lebensformen entwickelt haben. Dann stellte sich heraus das diese Lebensformen den unbelebten anderen Molekülen hoch überlegen sind, weil sie sich selbst reproduzieren und die Bedingungen für weitere chemische Reaktion selbst beeinflussen, statt es dem Zufall zu überlassen. Damit wurde der Trieb zum Leben und zur Vermehrung geboren, sozusagen. Er ist seit x-Millionen Jahren Grundbaustein jeder DNA.
Zu der anderen Frage: Ungewissheit und Religion ist quasi das gleiche, weil der Mensch durch Religion Klarheit über das Ungewisse haben will.
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Aber manche bringen sich ja doch um, deswegen spielt denke ich nciht nur der Lebens-Trieb, der bei allen genetisch gleich ist eine Rolle sondern auch die Sitzuation, die Chancen, die Hoffnung.
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Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche!
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Leberkrebs unregistriert
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Wenn es gewaltige Privatprobleme gibt, bringen Menschen sich affektiv um. Meist in Extremsituationen mit zusätzlicher Hilfe von Alkohol oder Drogen. Allein dieser Aufwand zeigt, wie stark der Überlebenstrieb selbst dann noch ist.
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...und Privatprobleme sind aber auch oft abhängig mit allgemeinen Problemen.
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Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche!
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Hansi unregistriert
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Nicht in jedem Fall @Bakunin, manche bringen sich ja auch um weil ihnen die Freundin weg gelaufen ist oder weil sie den Tod eines geliebten Menschen nicht verkraften etc. Aber zu großen Teilen hast du wohl Recht.
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sag ja auch "oft";-) und denke dass ein gefestigter Mensch, der von vielen Faktoren der äußeren Umwelt gefestigt wurde eher auch mit persönlciher Trauer evtl umgehen kann als jemand, dem eh schon ales über den kopf wächst und der keine Zeuit zur richtigen Trauer hat, sondern noch nebenbei am Fließband für sien Brot sorgen muss....
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Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche!
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Hansi unregistriert
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Huch, dass "oft" hab ich tatsächlich komplett überlesen, sorry. Wenn das so ist, hab ich dem nichts mehr hinzuzufügen.
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