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dian
unregistriert
25.05.2008 21:19 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Um mal wieder zum Thema zurückzukommen:

@ nemesus:
Zitat:
Aber vielleicht könnte Dian hier nochmal über Unterschiedlichkeit und Ähnlichkeit zwischen meinen und seinen Ansätzen berichten.

Du sagst: Die Eltern haben versagt, wenn sie ihrem Nachwuchs nicht so viel hinterlassen, dass dieser sich um wichtigere Dinge als den täglichen Broterwerb kümmern kann.
(so gesehen hat der Daddy von Paris Hilton ja alles richtig gemacht. großes Grinsen )
Ich stimme dir prinzipiell dahingehend zu, dass Eltern sich VOR der Zeugung überlegen sollen, welche Zukunftsperspektive sie ihren Kindern später einmal bieten können... und dass sie sich das Kinderkriegen besser verkneifen sollten, wenn sie schon zuvor über ihren Verhältnissen leben und nicht mal mit ihrem eigenen Leben klarkommen.
Ich finde aber, dass du den Wert dessen, was Eltern ihren Kindern mit auf den Weg geben können, etwas zu einseitig auf materiellen Besitz beziehst.
Der ist zwar schön und gut... aber letztlich nützt das reichste Erbe nichts, wenn die Kinder dann irgendeinen Unsinn damit anstellen. Andererseits kann mancher, der von seinen Eltern wenig materielle Güter, aber viel Einsicht und Verständnis mit auf den Weg bekommen hat, mehr auf der Welt verändern als ein reicher, aber rein egoistisch denkender Volltrottel.
So gesehen würde ich eher sagen wollen:
Die Eltern haben dann versagt, wenn ihre Kinder später einmal zu Arschlöchern werden.
Können wir uns darauf einigen?

Als mein Vater gestorben ist, habe ich auch ein bisschen was geerbt. Geld, vor allem aber auch einen Teil des Hauses, so dass da schon einige Lasten von mir abgefallen sind, mit denen sich die meisten anderen in meinem Alter tagtäglich herumplagen müssen. Ich weiß auch nicht, wie ich sonst meine Bücher und die Seite hier hätte finanzieren können, wenn ich noch ständig nebenher irgendwelche Raten abbezahlen oder jeden Monat einige hundert Euro Miete zusammenkratzen müsste.
Ich werde also der Letzte sein, der sich darüber beklagt, wenn Eltern für ihre Kinder gleich mitarbeiten.
Aber materielle Freiheit ist eben nicht alles. Geistige Freiheit ist viel wichtiger. Meine Eltern haben vielleicht nicht übermäßig viel getan, um meine geistige Freiheit zu fördern... aber sie haben jedenfalls auch nicht versucht, mir diese Freiheit zu nehmen und mir irgendeinen bestimmten Weg aufzuzwingen. Sie haben mich so akzeptiert, wie ich bin, auch als ich mich dafür entschieden habe, gesellschaftlich gesehen einen völlig anderen Pfad einzuschlagen als sie. (naja, vielleicht habe ich sie auch einfach nur clever um den Finger gewickelt. Augenzwinkern )
Das ist es doch letztlich, was gute Eltern ausmachen sollte... dass sie ihrem Nachwuchs wenigstens nicht noch zusätzlich Steine in den Weg legen, indem sie ihm ständig in sein Leben reinreden.
nemesus
unregistriert
re: dian 25.05.2008 22:55 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Lieber dian,
Du fasst meine Idee über das Versagen von Eltern so zusammen:

Zitat:
Die Eltern haben versagt, wenn sie ihrem Nachwuchs nicht so viel hinterlassen, dass dieser sich um wichtigere Dinge als den täglichen Broterwerb kümmern kann.
(so gesehen hat der Daddy von Paris Hilton ja alles richtig gemacht. )


Leider ist das zu sehr vereinfacht.
Im Anfangsposting dieses Threads schrieb ich:


Zitat:
...Denn in meinen Augen gibt es UNZÄHLIGE BEREICHE, in denen Eltern versagen, ZUM BEISPIEL, wenn sie es nicht geschafft haben, genug Geld aufzutreiben, um ihren Nachfahren das Arbeitenmüssen zur Existenzsicherung ein für alle mal zu ERSPAREN.


Viele Bereiche, in denen ein Versagen möglich ist, habe ich bisher hier noch gar nicht genannt, eine Richtung jedoch angedeutet:

Zitat:
Eines der größten Probleme, wenn nicht das größte Problem ist, dass Eltern es NICHT geschafft haben, sich klarzumachen, dass ein Leben in Wohlstand erfüllter wird, wenn es statt mit Zügellosigkeit mit Menschlichkeit bereichert wird. In Folge dessen konnten sie diese "Weisheit" auch nicht an ihren Nachwuchs weitergeben.


Zitat:
Der ist zwar schön und gut... aber letztlich nützt das reichste Erbe nichts, wenn die Kinder dann irgendeinen Unsinn damit anstellen. Andererseits kann mancher, der von seinen Eltern wenig materielle Güter, aber viel Einsicht und Verständnis mit auf den Weg bekommen hat, mehr auf der Welt verändern als ein reicher, aber rein egoistisch denkender Volltrottel.


Zitat:
Die Eltern haben dann versagt, wenn ihre Kinder später einmal zu Arschlöchern werden.
Können wir uns darauf einigen?


Nein das kann ich so nicht mit meinem Gewissen vereinbaren. Denn im Umkehrschluss hätten Eltern nicht versagt, hätten sie keine Arschlöcher herangezüchtet.
Eine Gruppe von Nicht-Arschlöchern kann diesen Planeten nicht retten, eine Gruppe von Genies, mit menschlichen Idealen, die jenseits existenzieller Probleme sind, vielleicht schon.

Und nun spreche ich nocheinmal über Unterschiede und Ähnlichkeiten in bezuig auf unsere Ideen, aus meiner Sicht. Bitte korrigiere mich, wenn ich falsch liegen sollte:
Ich glaube, Du denkst, dass sich in Deinem Forum Leute zusammenfinden, die Deine Philosophie lesen und mit dieser Stütze + dem gegenseitigen Austausch werden diese Leute wacher werden und nicht zu "Lemmingen" (obgleich Lemminge sich anders verhalten, als in Walt Disney-Filmen.) - Du glaubst also, die Unity reicht aus, um die Menschen dazu zu bewegen, gegen den Strom zu schwimmen und nicht als Mitläufer zu enden.

Dies entspricht jedoch weder meinen Überlegungen, noch meinen Beobachtungen. Es gibt hier eine für mich erschreckende Gruppendynamik. Mit Individualismus hat das reichlich wenig zu tun. Der Höhepunkt des Wahnsinns wird dann erreicht, wenn sich hier Mitglieder gegenseitig Recht zuschaufeln oder gemeinsam gegen andere Mitglieder Rauswürfe oder Threadschliessungen bewirken wollen.

Ich habe da eine andere Idee:
Wenn es in zukunft "würdige" Eltern geben soll, dann muss nicht nur einer arbeiten, indem er eine neue Philosohie entwürft, sondern es müssen alle beteiligten ran, und zwar mit extrem harten, kraftaufwendigem Training. Das gilt sowohl in der gegenseitigen Schulung im Geldverdienen, als auch im geistigen, spirituellen und körperlichen Training.

Soweit ersteinmal.
Gruß,
nemi
Arne Kroger
unregistriert
26.05.2008 03:56 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Du gehst dabei von der völlig falschen Vorstellung aus, @Dian, dass Eltern irgendeinen großen Einfluss haben, was die Erziehung anbelangt.
Erziehung umfasst sowieso nur den kleinen Anteil an bewussten Handeln, um einen Menschen zu prägen, dieser ist aber so gering, dass er kaum einen Einfluss auf den Menschen hat.

Wesentlich höher ist der Anteil, den man früher Sozialisation nannte, also nur der unbewusste Anteil über Vorbildfunktionen etc, die Eltern aber auch das gesamte Umfeld abgeben. (Heute versteht man unter Sozialisation sowohl die bewussten als auch die unbewussten Einflüsse)

Habe ich gerade erst wieder bemerkt, wie hoch der Anteil bei der Erziehung ist, was das Nachahmungsverhalten anbelangt. Ohne, dass ich es intendiert hatte, habe ich jemanden in einigen Tagen soweit bekommen, dass er seine Spinnenphobie, die sich in Aggression gegenüber diesen Tieren äußerte, schon so weit weg bekommen habe, dass er nun selber Spinnen fängt und die auch anfasst und sie nach draußen setzt, oder, wenn mir welche fehlen, die auch mal, wie ich es mache, in mein Zimmer setzt, wenn ich da bin.
Das habe ich wohl völlig unbeabsichtigt dadurch geschafft, dass ich ihm das so vorgemacht habe.

Insofern spielt die beabsichtigte Erziehung immer nur einen sehr geringfügigen Teil, will sagen: Arschlöcher bringen insofern Arschlöcher hervor, weil sie eben Arschlöcher sind. Da hilft kein Geld und auch kein noch so neuartiges Erziehungsmodell, nur Selbstreflexion und sonst nix.
dian
unregistriert
26.05.2008 10:51 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@ nemesus:
Zitat:
Nein das kann ich so nicht mit meinem Gewissen vereinbaren. Denn im Umkehrschluss hätten Eltern nicht versagt, hätten sie keine Arschlöcher herangezüchtet.

Ich denke schon, dass Eltern grundsätzlich versagt haben, wenn sich ihr Kind zu einem Arschloch entwickelt. Natürlich gibt es, wie Arne sagt, auch noch jede Menge andere Faktoren, die auch noch auf die Entwicklung eines Kindes Einfluss nehmen.. aber wenn das Kind von Haus aus nicht stark genug gemacht wird, um mit diesen Faktoren angemessen umzugehen, dann ist das schon in erster Linie ein Versagen der Eltern (oder der sonstigen Bezugspersonen, die das Kind in seinen ersten Lebensjahren hat)
Das bedeutet aber nicht, dass Eltern automatisch alles richtig gemacht haben, wenn ihr Kind später kein Arschloch wird. Kann ja beispielsweise sein, dass sie ihr Kind geschlagen haben und das Kind sich gerade deshalb dafür entscheidet, später seine Kinder nicht zu schlagen... so gesehen hätten sie es durch fragwürdige Methoden in die richtige Richtung beeinflusst.

Zitat:
Das gilt sowohl in der gegenseitigen Schulung im Geldverdienen, als auch im geistigen, spirituellen und körperlichen Training.

Jetzt redest du auch schon wie Thomas G.Hornauer...
Business-Modelle fürs Wassermannzeitalter. großes Grinsen
Ich denke ja eher, Geldverdienen und Erleuchtung schließt sich aus. (Das hatten wir ja auch schon bei der Scientology-Debatte mal angesprochen.)
Aber gut, ich finde deine Pläne, die du hast, auch nicht verkehrt... Die Frage ist halt nur, in wie weit man seinen Idealen überhaupt noch treu sein kann, wenn man sich mehr als unbedingt nötig auf die kapitalistische Denkweise einlässt.
Geld verdienen heißt ja auch fast immer (jedenfalls in unserem heutigen System) dass man die Dummheit oder Hilflosigkeit andere ausnutzt, um sich auf ihre Kosten zu bereichern.
Von daher bin ich da etwas skeptisch, wie du Weltverbessern und Geldverdienen miteinander in Einklang bringen willst, ohne dass es sich beißt.
Wenn ich mir die heutige Gesellschaft so anschaue, denke ich jedenfalls, ließe sich schon wahnsinnig viel verbessern, wenn die wohlhabendere Hälfte der Bevölkerung einfach auf ein bisschen Luxus verzichten würde. Vielleicht könnten wir sogar eine lückenlose Vollversorgung ermöglichen, wenn nur jeder statt nem Plasmabildschirm einen alten Röhrenfernseher kaufen würde, statt teurem BMW einen Fiat, und statt zwanzig paar Schuhe nur noch zwei Paar im Schrank stehen hätte.
Die Frage ist nur, wie lebt man das den Menschen glaubwürdig vor, und wie heilt man sie von diesem Denken, die Glückseligkeit in materiellen Gütern finden zu wollen, während sie gleichzeitig ihre Seele und ihren Geist sträflich vernachlässigen...

@ Arne:
Zitat:
Erziehung umfasst sowieso nur den kleinen Anteil an bewussten Handeln, um einen Menschen zu prägen, dieser ist aber so gering, dass er kaum einen Einfluss auf den Menschen hat.
Wesentlich höher ist der Anteil, den man früher Sozialisation nannte, also nur der unbewusste Anteil über Vorbildfunktionen etc, die Eltern aber auch das gesamte Umfeld abgeben.

Ja, ich meinte ja auch vor allem die Vorbildfunktion der Eltern. Und da ist es eben schon entscheidend, ob im Elternhaus ein offener, ehrlicher Umgang miteinander herrscht, ob das Kind das Gefühl hat, von seinen Eltern ernstgenommen und respektiert zu werden, oder ob die Eltern dem Kind eher den Eindruck vermitteln, dass sie es nicht verstehen... worauf sich das Kind das fehlende Verständnis dann vielleicht in irgendwelchen ungesunden Millieus holen wird, in die es mit verständnisvolleren, aufmerksamen Eltern nie hineingeraten wäre.
Hansi
unregistriert
26.05.2008 14:09 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Eine Gruppe von Nicht-Arschlöchern kann diesen Planeten nicht retten, eine Gruppe von Genies, mit menschlichen Idealen, die jenseits existenzieller Probleme sind, vielleicht schon.


Wie süß *knuddel*. Aber leider auch reines Gutmenschentum, und wie sagte @sunny so schön zu mir, als ich ihn Samstag in Berlin besuchte: Keiner mag Gutmenschen! Augenzwinkern .

Wer sagt dir denn @nemesus, dass dieser Planet überhaupt gerettet werden möchte? Wer sagt dir, dass er sich nich selbst rettet in dem er sich den Menschen selber zu Grunde richten lässt? Wer weiß das alles schon? Alles andere ist der pure menschliche Egoismus, die Welt retten zu wollen und somit die Menschheit für immer aufrecht zu erhalten. Ich find das egoistisch und naiv.
nemesus
unregistriert
re: dian 26.05.2008 15:04 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Die Gewöhnlichkeit von Inhalten, die in "normalen" Pädagogikbüchern zu stehen scheinen, kann mich immer wieder zutiefst erschüttern. Dennoch bin ich Arne für seinen letzten Post in diesem Thread dankbar, denn er zeigt mir, dass ich dringend eine klare Abgrenzung ziehen muss.

Arne schreibt:
Zitat:
Erziehung umfasst sowieso nur den kleinen Anteil an bewussten Handeln, um einen Menschen zu prägen, dieser ist aber so gering, dass er kaum einen Einfluss auf den Menschen hat...
Heute versteht man unter Sozialisation sowohl die bewussten als auch die unbewussten Einflüsse


Ich möchte NICHTS damit zu tun haben, was MAN unter Sozialisation versteht.
Dementsprecht unterscheide ich NICHT zwischen Erziehung und Sozialisation sondern lediglich zwischen guter Erziehung und ungenügender Erziehung.

Gute Erziehung wurde nach meinem Kenntnisstand noch nie vollständig verwirklicht, denn sie beginnt weit vor der Entstehung von Kindern, die es zu erziehen gilt. Wenn es in der Geschichte der Menschheit je einen Versuch gegeben haben sollte, der in diese Richtung geht, so war es vermutlich Sparta. - Jene Republik, die den Eltern ihre Kinder ab einem bestimmten Alter wegnahm, um sie von Fachpersonal auszubilden. Für mein Empfinden immer noch eine mangelhafte Umsetzung.

Die Aussage
Zitat:
Erziehung umfasst sowieso nur den kleinen Anteil an bewussten Handeln, um einen Menschen zu prägen, dieser ist aber so gering, dass er kaum einen Einfluss auf den Menschen hat...
gilt sicher für "normale Menschen". Aber genau von denen möchte ich weg.

Eltern, die aus meiner Sicht in diesem Bereich nicht versagen, bauen ihren Kindern vor deren Entstehung etwas, was ich "Erziehungsumgebung" nennen möchte.

Diese Erziehungsumgebung muss einige Anforderungen erfüllen:
1) Auswahl gezielter Menschen für die spätere Interaktion mit den Kindern
2) Eine passende Architektur: Diese sollte über Rückzugsmöglichkeiten, Referenzräume + Büros, Gemeinschaftsräume und Platz zur Freizeitgestaltung (getrenntr und zusammen) verfügen. Eine Gartenalage mit Sport- und Spielplätzen, wäre von Vorteil.
3) Neben Sportanlagen wären Räume, in denen meditiert werden kann und eine große MediaThek von Nutzen (sozusagen die Steigerung einer Bibliothek)
4) Die gesamte Anlage müsste technisch auf einem neuen Stand sein. Dies ermöglichte den Konsum von Medien in allen Wohneinheiten.
5) Das Optimum wäre ein Gebäude, dessen Mauern dynamisch und je nach Bedarf verschoben werden können.

Eltern, die es nicht schaffen, eine solche Umgebung zu bauen haben VERSAGT.

dian, Du schreibst:
Zitat:
Ich denke schon, dass Eltern grundsätzlich versagt haben, wenn sich ihr Kind zu einem Arschloch entwickelt.

Ich habe Dir nicht wiedersprochen. Nur, wie bereits erwähnt, wie brauchen wesentlich mehr als nur keine Arschlöcher.

Zitat:
Natürlich gibt es, wie Arne sagt, auch noch jede Menge andere Faktoren, die auch noch auf die Entwicklung eines Kindes Einfluss nehmen..


Und genau diese Faktoren werden von VERANTWORTUNGSVOLLEN Eltern modifiziert. Die von mir erdachte Erziehungsumgebung ist eine direkte Anwendung der Modifaktion dieser Faktoren.

Zitat:
Das bedeutet aber nicht, dass Eltern automatisch alles richtig gemacht haben, wenn ihr Kind später kein Arschloch wird. Kann ja beispielsweise sein, dass sie ihr Kind geschlagen haben und das Kind sich gerade deshalb dafür entscheidet, später seine Kinder nicht zu schlagen... so gesehen hätten sie es durch fragwürdige Methoden in die richtige Richtung beeinflusst.


Dass die Möglichkeit besteht bezweifle ich nicht. Aber es gibt elegantere Möglichkeiten als Schläge. In meiner idealen Erziehungsumgebung wären Schläge auch nicht realisierbar, da die ausgesuchten Menschen in postpolyamorousen Netzwerkstrukturen leben, kämen sie viel schneller in Erklärungsnot als bei einer isolierten Familie, in der beispielsweise die Mutter wegsieht, weil sie das Bedürfnis hat, die Gewalt im Haus zu verdrängen.

Zitat:
Ich denke ja eher, Geldverdienen und Erleuchtung schließt sich aus. (Das hatten wir ja auch schon bei der Scientology-Debatte mal angesprochen.)


Ja, genau. Und deshalb müssen wir die Notwendigkeit des Geldverdienens für unser KLEINES UMFELD abschaffen. Aber nicht, indem wir etwas von Politik erwarten, sondern in dem wir uns selbst daraus befreien. Und ein nun mal vorliegendes System kann, wenn es denn schonmal da ist, dafür genutzt werden, das System zu sprengen. Eine andere Möglichkeit sehe ich kaum.

Zitat:
Aber gut, ich finde deine Pläne, die du hast, auch nicht verkehrt... Die Frage ist halt nur, in wie weit man seinen Idealen überhaupt noch treu sein kann, wenn man sich mehr als unbedingt nötig auf die kapitalistische Denkweise einlässt.


Das geht hervorragend, wenn man sich in den Kopf setzt, besser als Robin Hood zu sein.
Da Draussen sind Menschen mit Bedürfnissen. Ob diese Befürfnisse sinnvoll erscheinen ist irrelevant, denn nach meiner Überzeugung haben Menschen ein Recht darauf, viele ihrer Bedürnisse zu befriedigen. Menschen ist schon geholfen, wenn sie für weniger Geld ein besseres Produkt bekommen. Geld müssten sie sowieso bezahlen. Sie werden sich freuen, wenn der Betrag kleiner ist und die Leistung größer. Nachdem das Geld da ist, (Robin Hood hat gestohlen, was man wohl kaum als WinWin-Situation bezeichnen kann) kann es UMVERTEILT werden, und zwar in einer kleinen Gruppe, die expandiert. Damit kann es zum Bau der Erziehungsumgebung kommen. Kinder, die aus ihr hervorgehen, werden die Gesellschaft auf eine Weise bereichern, bei der die übrige Gesellschaft MEHR bekommt, als sie jemals für Leistungen gezahlt hat. Zum Beispiel die Lösung von Armut, Umweltverschmutung, Energiemangel und Krankheiten.

Zitat:
Wenn ich mir die heutige Gesellschaft so anschaue, denke ich jedenfalls, ließe sich schon wahnsinnig viel verbessern, wenn die wohlhabendere Hälfte der Bevölkerung einfach auf ein bisschen Luxus verzichten würde.


Sicherlich. Aber das wird nicht einfach so geschehen.

Zitat:
Die Frage ist nur, wie lebt man das den Menschen glaubwürdig vor, und wie heilt man sie von diesem Denken, die Glückseligkeit in materiellen Gütern finden zu wollen, während sie gleichzeitig ihre Seele und ihren Geist sträflich vernachlässigen...


Man lockt diese ERWACHSENEN KINDER in eine Erziehungsumgebung und zwar mnit dem Spass-Faktor. Dann gibt man ihnen Raum, sich zu entwickeln.

Soweit erstmal.
Gruß, N.
Hansi
unregistriert
27.05.2008 18:54 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Ob die Welt gerettet werden möchte, interessiert mich nicht.
Ich handel nur aus egoistischen Motiven. Allerdings empfinde ich mich auch als freiheitsliebend. Von mir aus können Menschen, die meine Ideen nicht mit mir umsetzen wollen leben und sterben, wie sie möchten, sofern sie mir nicht in die QuEEre kommen.

Gruß, N.


Sag ich doch, blanker Egoismus. Wieso willst du eigentlich die Welt retten (ich frage mich btw immer noch wie das überhaupt aussehen und gehen soll und von was du sie überhaupt erretten willst)? Willst du als großer Held in die Geschichtsbücher eingehen? Willst du ein Denkmal haben? Willst du eine Art "Gottheit" oder Weltherrscher werden? Was auch immer, es erscheint mir zu armseelig, selbstverliebt, Ruhm- und Machtgeil, als dass ich es jemals gut heißen könnte, ich hol schonmal den Vorschlaghammer um die Denkmäler dieser Welt wieder ein zu reißen! Was glaubst du denn? Das dich deine kühnen Heldentaten unsterblich machen und du dadurch ein besserer Mensch wirst? Lass dir gesagt sein, dass wir alle unsere schmutzige Weste und unsere Leichen im Keller haben, genauso wie wir alle irgendwas positives vorweisen können. Für mich geht es hier nur Ruhm und Anerkennung, die aber meiner Meinung nach kein Mensch verdient hat (zumindest nicht mehr oder weniger als andere Menschen).
nemesus
unregistriert
re: hansi 26.05.2008 15:20 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Wer sagt dir denn @nemesus, dass dieser Planet überhaupt gerettet werden möchte? Wer sagt dir, dass er sich nich selbst rettet in dem er sich den Menschen selber zu Grunde richten lässt? Wer weiß das alles schon? Alles andere ist der pure menschliche Egoismus, die Welt retten zu wollen und somit die Menschheit für immer aufrecht zu erhalten. Ich find das egoistisch und naiv.


Ob die Welt gerettet werden möchte, interessiert mich nicht.
Ich handel nur aus egoistischen Motiven. Allerdings empfinde ich mich auch als freiheitsliebend. Von mir aus können Menschen, die meine Ideen nicht mit mir umsetzen wollen leben und sterben, wie sie möchten, sofern sie mir nicht in die QuEEre kommen.

Gruß, N.
Arne Kroger
unregistriert
27.05.2008 01:27 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Das Problem an der jetzigen Diskussion ist, dass es eine rein methodische Diskussion wird, WIE man Kinder erzieht.

Da können sich sowohl Faschos wie auch alle anderen mit identifizieren, wenn niemand sagt, was denn das Ziel sein soll bzw. wie es in der Praxis aussehen soll, dass man Menschen nicht zu Arschlöchern oder was auch immer erziehen will.

Habe heute mit der Mutter meines Bewohners gesprochen, wo er ja über Wochenende ist bis morgen früh und die meinte, er wäre selten so gut drauf und korrekt gewesen wie jetzt. Ich habe aber keine Ahnung, was ich ihm vorgelebt habe, warum er jetzt mal so war und nicht so, wie er sonst drauf ist.
nemesus
unregistriert
re: Arne 27.05.2008 04:57 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

?????????
nemesus
unregistriert
re: hansi 27.05.2008 19:50 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Sag ich doch, blanker Egoismus. Wieso willst du eigentlich die Welt retten (ich frage mich btw immer noch wie das überhaupt aussehen und gehen soll und von was du sie überhaupt erretten willst)?


Alles, was je unternommen wurde geschah aus reinem egoismus. Wenn Du das anders siehst, bist Du naiv. Aber das ist ja nichts Neues.


Zitat:
Wieso willst du eigentlich die Welt retten?

Ich lebe gerne, unter gewissen Umständen. Ich möchte, wie ich es schon in quaids Thread schrieb, in meinem Leben noch einges erreichen. Zum Beispiel möchte ich eine Weltreise unternehmen und mit Menschen zusammenleben und Projekte verwirklichen, mit denen ich mich verbunden fühle. Ich möchte Neuland im Zusammenleben begehen, weil ich von den "konventionellen" Beziehungsformen nichts halte, sie sogar als ungenügend empfinde. Die Vorstellung, dass mein Vorhaben möglicher Weise eine Kettenreaktion nach sich ziehen könnte, die der Welt hilft, finde ich dabei sehr angenehm.


Zitat:
Willst du als großer Held in die Geschichtsbücher eingehen?
nein

Zitat:
Willst du ein Denkmal haben?
nein

Zitat:
Willst du eine Art "Gottheit" oder Weltherrscher werden?
nein. - Ich will allerdings ein besserer Mensch werden.

Zitat:
Was glaubst du denn? Das dich deine kühnen Heldentaten unsterblich machen und du dadurch ein besserer Mensch wirst?
nein. - Allerdings halte ich mich schon jetzt für BESSER als manch andere. Wenn ich mir jedoch ansehe, wie armselig Menschen sein können, ist das keine große Leistung.

Vergiss mal die Story von Ruhm und Anerkennung.
Das, was ich möchte, ist mich mit Menschen zu beschäftigen, die sogar menschlich sind. Menschen, die ich nicht abscheulich finde. Davon gibt es immer wieder einige, von Zeit zu Zeit. Die meisten genügen mir nicht, um mich wohl, geschweige denn erfüllt zu fühlen.

By this way: Ich möchte mit Menschen zu tun haben, die nicht andauernd Threads beschädigen. Oder findest Du, dass Deine Fragen zum Thema "Teil einer Elterntheorie" passen?

N.
Hansi
unregistriert
27.05.2008 22:10 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Alles, was je unternommen wurde geschah aus reinem egoismus. Wenn Du das anders siehst, bist Du naiv. Aber das ist ja nichts Neues.


Naivität und Hoffnung sind zwei paar Schuhe, dass das sehr utopisch ist, ist mir bewusst, aber glauben wird man ja wohl noch dürfen bzw. Glauben an etwas wieder verwerfen und zweifeln.

Zitat:
Ich lebe gerne, unter gewissen Umständen. Ich möchte, wie ich es schon in quaids Thread schrieb, in meinem Leben noch einges erreichen. Zum Beispiel möchte ich eine Weltreise unternehmen und mit Menschen zusammenleben und Projekte verwirklichen, mit denen ich mich verbunden fühle. Ich möchte Neuland im Zusammenleben begehen, weil ich von den "konventionellen" Beziehungsformen nichts halte, sie sogar als ungenügend empfinde. Die Vorstellung, dass mein Vorhaben möglicher Weise eine Kettenreaktion nach sich ziehen könnte, die der Welt hilft, finde ich dabei sehr angenehm.


Das beantwortet die Frage nicht wieso du gleich die ganze Welt retten willst. Lediglich heißt das, dass du dein eigenes kleines unbedeutendes Leben retten und schöner gestalten willst. Dagen spricht nix, will ich auch, aber bitte lass den gutmenschlichen Weltverbesserer stecken. Danke!

Zitat:
nein. - Allerdings halte ich mich schon jetzt für BESSER als manch andere. Wenn ich mir jedoch ansehe, wie armselig Menschen sein können, ist das keine große Leistung.


Aua. Wenn Arroganz weh täte, würdest du wohl gar nicht mehr aufhören zu schreien. Wer definiert denn was nun "besser" oder "schlechter" ist bzw. was ist überhaupt "gut" und "schelcht"?

Zitat:
By this way: Ich möchte mit Menschen zu tun haben, die nicht andauernd Threads beschädigen. Oder findest Du, dass Deine Fragen zum Thema "Teil einer Elterntheorie" passen?


Off-Topic war in diesem Forum by this way schon immer egal großes Grinsen .
Leberkrebs
unregistriert
28.05.2008 01:17 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Hansi, Du wirst mir sympatischer. Auch wenn es uns beide erschreckt!
mrburns
Hansi
unregistriert
28.05.2008 16:27 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

*g* ach, mich kann so schnell nix mehr schocken Augenzwinkern . Aber das witzige is, ich verhalte mich nich anders als in unseren Streitigkeiten damals @Leberkrebs, nur jetzt eben mit @nemesus großes Grinsen .
Arne Kroger
unregistriert
29.05.2008 14:18 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Echt was praktisches zu Erzeihungsfragen, kann ich nur sagen. Augen rollen
nemesus
unregistriert
05.06.2008 12:38 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Mich nervt aber auch, dass viel zu selten auf Argumente eingegangen wird, aber der dümmste Blödquatsch, der jedwedes Fachwissen z.B. in pädagogischen Bereichen durch arrogantes herumgesülze ersetzt, noch ernstgenommen wird.
Arne Kroger
unregistriert
05.06.2008 19:24 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich kann zur Zeit damit nix anfangen. Theorien musste ich während der Ausbildung lernen, die ist lange her und bis auf die FH-Prüfung, die ich letztes Jahr noch nachgelegt habe (deren Inhalte genauso weltfremd waren wie das meiste hier), hat einfach Theorie nix mit der Praxis zu tun.

Macht doch einmal selber was. Erzieht jemanden, oder liefert Euch einfach mal jemanden aus, der nicht der Norm entspricht.
Hansi
unregistriert
06.06.2008 00:18 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Genau das versuch ich dem guten @nemi ja die ganze Zeit zu erklären, aber er hört ja nicht auf mich --> Theorie ist nicht gleich Praxis, manchmal liegen da Welten dazwischen und machmal sogar Wunsch- und Traumwelten. Die können zwar hübsch sein, viel mehr Eigenschaften haben sie dann aber meist nicht.
Arne Kroger
unregistriert
06.06.2008 21:06 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Okay, dann stellen wir doch mal ein paar praktische Fragen:
Fängt damit an, ob Ihr einen Jugendlichen aufnehmen würdet, der sich so verhält bormalerweise:

http://www.dailymotion.com/swf/x58z2a
Hansi
unregistriert
07.06.2008 02:03 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
So glaube ich zum Beispiel daran, dass Menschen nur dann wirklich gute Arbeit leisten können, wenn sie vom Sinn ihrer Arbeit auch überzeugt sind.


Jawoll, nu fehlt noch ein "Kraft durch Freude" Werbebanner unter dem Posting und @nemis nächste Peinlichkeit, die er natürlich wieder versuchen wird durch garziöse Wortakrobatik richtig zu stellen und seine Weste wieder lupenrein zu waschen.

Und nun war ich schon ein BULLEN-PIG und ein Schimpanse (btw ganz possierliche, intelligente Tiere), Yeah Babies, gebt mir Tiernamen ihr Schlingel.
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