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12 aussagen gegen den kapitalismus 27.09.2011 14:10 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

geklaut von syndikalismus.tk

http://syndikalismus.wordpress.com/2011/...mus/#more-13567

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Die Aussagen in diesem Text richten sich in erster Linie an die Unterstützer eines ungezügelten Kapitalismus. Andere Formen des Kapitalismus, die eine Umverteilung implizieren, halte ich lediglich für weniger aggressive Formen des Kapitalismus und für eine heuchlerische, reformistische Tendenz.

Das natütliche Recht auf Eigentum. Wenn ich akzeptiere, dass das Recht auf Eigentum ein natürliches Recht ist, dann muss ich ebenso akzeptieren, dass dieses Recht allen gilt, aus dem einfachen Grund, weil es ein universelles Recht ist. Folglich wird das natürliche Recht auf Eigentum mit Füßen getreten, sobald es sich darauf beschränkt, die Privilegien einiger weniger Eigentümer auf Kosten der allermeisten zu schützen (siehe Konzept der ökonomischen Demokratie).
Die Entfremdung der Arbeit (Siehe Mehrwerttheorie). Wenn ein Arbeiter, sagen wir, 1.000 Schrauben, die 10 Euro kosten produziert und im Austausch 2 Euro bekommt, während der Schirmherr die 8 verbliebenen Euro nimmt, von denen 2 Euro die Unterhaltskosten und 6 Euro den Profit des Schirmherrs repräsentieren, dann wird ein Teil der Arbeit des Arbeiters entfremdet. Sollte das Argument gebracht werden, der Arbeiter wäre nicht der Besitzer der Produktionsgüter, kann geantwortet werden, dass derjenige, der sie besitzt, sie nur durch die Entfremdung der Arbeit anderer hat.
Die Ablehnung positiver Rechte. Der Garant einiger positiver Rechte (das Recht auf medizinische Behandlung, auf Bildung etc.) wird von einigen Kapitalisten (vor allem von Rechtslibertären/Anarchokapitalisten) als eine Verletzung negativer Rechte (Recht auf Eigentum) gesehen, weil jemand für ihre Realisierung bezahlen muss. Wenn aber eine solche Person, die die positiven Rechte nicht akzeptiert, den Schutz ihres Eigentums (ihr negatives Recht) verlangen wird, wird sie ein positives Recht beanspruchen, weil irgendjemand für diese Dienstleistung aufkommen muss.

Die fehlende Auseinandersetzung mit sozialer Gerechtigkeit. Unterstützer eines ungezügelten Kapitalismus hassen jedweden Versuch, die ökonomische Ungleichheit zwischen sozialen Klassen zu reduzieren, mit dem Argument der wirtschaftlichen Effizienz, was falsch ist, weil diejenigen im gleichen Atemzug behaupten, dass Konsum – neben anderen Faktoren – zum wirtschaftlichen Wachstum beiträgt.

Die Lohnsklaverei. Lohnsklaverei/Lohnabhängigkeit bezieht sich im Allgemeinen auf diejenigen, die es schaffen durch Lohnarbeit einen Teil ihrer Grundbedürfnisse zu decken, ohne die Möglichkeit zu haben, etwas vom Lohn zu sparen. Einige Kapitalisten neoliberaler Orientierung finden die Funktion von Sweatshops ökonomisch sehr nützlich, in denen zusätzlich Kinderarbeit gebraucht wird, in denen die Arbeitszeit auf über 12 Stunden täglich erhöht werden können, während die Entlohnung der Arbeiter nicht einmal die Grundbedürfnisse dieser deckt. Der Begriff der Lohnsklaverei kann auf jeden Arbeiter ausgeweitet werden, der von einem Lohn abhängig ist.
Die Aufzwingung von Hierarchie. Wenn einige Kapitalisten im hierarchischen Modell des bürokratischen Staatsapparats ein unterdrückendes Modell sehen, hindert sie das nicht daran, anderen dasselbe Modell im von ihnen propagierten Management aufzuzwingen, sogar dann, wenn offensichtlich ist, dass eine Arbeiterkontrolle und Arbeiterselbstverwaltung effizienter ist (siehe von General Electric (GE) entwickeltes Pilotprojekt zwischen 1968 und 1972). Die Festigung dieses Modells im ökonomischen Leben bedeutet Dominanz und den Schutz von Privilegien anstatt von Kooperation.
Der Kapitalismus ist keine “Leistungsherrschaft”, wie manche Kapitalisten es betonen. Kapitalisten betonen, dass der freie Markt denjenigen entlohnt, der am fleisigsten und geschicktesten ist. Das ist falsch. Erstens hat nicht jeder gleichen Zugang zum Markt. Außerdem sind einige soziale Randgruppen, deren Lebensverhältnisse durch mangelnden Zugang zu Bildung gefestigt werden, von Anfang an zu Armut verdammt und werden (im besten Fall) eine manuelle, eintönige Arbeit finden, die schlecht bezahlt ist.
Die Tendenz von Eigentümern, Koalitionen zu bilden, um ihre Macht über und gegen Lohnabhängige zu vergrößern, sprich gegen jene, die alleine das Wohl der Arbeitgeber erzeugen, und um den Ansprüchen und Forderungen der Arbeiter entgegenzutreten.
Der Mythos, wonach der Anstieg des Wohl einiger zum Anstieg des Wohls aller anderen führt. Dieser Mythos kann entzaubert werden, wenn wir die (materielle) Wohlstandsverteilung analysieren.
Die Tendenz von Eigentümern, Koalitionen zu bilden, gegen andere zu konkurrieren (Beispiel: Freier Handel vs. Protektionismus oder die Unterstützung politischer Parteien durch wirtschaftliche Gruppen, die den Staat wie einen Mechanismus behandeln, durch den größere Kontrolle und größeren Profit erlangen können). Diese Tendenz nimmt in den meisten Fällen, wenn nicht immer, die Form einer Plutokratie, einer Geldherrschaft, an – einer vereinigten politischen und wirtschaftlichen Elite.
Die Entwicklung einiger großer Geschäfte und Unternehmen auf Kosten anderer kleinerer, was zur Konzentrierung des Reichtums in immer wenigeren Händen führt. Kartellbehörden und bestimmte Vorschriften versuchen diese Tendenz zu korrigieren, hieraus entspringt der Hass einiger Rechtslibertären dem Staat gegenüber.
Die Umwelt, die lediglich als Quelle für Profit betrachtet und behandelt wird, mit desaströsen und irreversiblen Folgen für die gesamte Menschheit.

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find ich ganz gut.
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