mal ne frage zu deinem "ketten sprengen" video:
also... wenn ich jetzt mal deinen ansatz nehm, von wegen: man soll mit der welt interagieren und dann deine voraussetzung dazu: dass man sich nicht an menschen ketten, sondern sie "zärtlich umarmen" aka frei lassen soll: was machstn dann, wenn du nun auf nen menschen triffst, der versucht dich / anderes an sich zu ketten, beziehungsweise von angst gesteuert ist (die ja dazu führt)? nachdem das nämlich nen kollektivproblem von supervielen menschen ist, dann würde doch daraus folgen, dass man genau dann die interaktion abbricht, oder nicht? anders gefragt: wie soll man denn jetzt deiner meinung nach grundsätzlich mit der situation umgehen, dass viele leute scheiße anders dazu denken und nicht den gedanken der "zärtlichen umarmung" teilen?
interessant find ich daran, dass man sich ja nun auch an sein ideal klammern kann: also eben zb., dass man sich nicht gegenseitig in ketten legen soll. wenn ich jetzt an dem ideal klammer, dann wird das dazu führen, dass ich leute wieder irgendwie manipuliere: indem ich zb. druck durch gefühle (beleidigt, sauer sein etc.) aufbaue, die sie dazu bringen sollen, auch so zu denken. oder aber indem ich tolle reden halte, die ihnen vermitteln sollen, wie viel sinn es doch macht, mein ideal zu teilen (also ihnen vermitteln, dass ich total lieb bin und nur gutes für sie will), oder aber indem ich mich zurückziehe, was ja auch nix anderes bedeutet als: wenn du nicht denkst wie ich, red ich nicht mehr mit dir. also scheißegal was ich tue: solang ich selbst an meinem ideal klammer, werd ich versuchen das leuten auch irgendwie aufzudrücken.
demnach würde deine message in ihrer konsequenz bedeuten, dass sie sich auf jegliche form von klammern bezieht und man immer dann willkürlich werden würde, wenn man das nicht auch auf sich selbst anwendet. und daraus folgt dann eben für mich, dass echte kommunikation erst dann zustande kommen kann, wenn ich auch das klammern an mein ideal aufgeb.
siehst du das auch so oder wie ist deine sicht dazu?
warum ich so denke:
wenn man sich ernsthaft damit auseinandersetzen will, wie freiheit denn jetzt funktioniert, dann stellt dich doch zb. die frage: warum hat irgendwer denn jetzt angst vor was, wovor ich keine habe? und um eben das zu ergründen, muss ich zuhören können (das glaub ich zumindest). ich muss offen und aufnahmefähig dazu sein, was mir ein mensch von sich zeigt und das kann ich nur, wenn ich selbst frei davon bin, dass er mein ideal teilt (was sogar, wenn man das erwarten würde, bedeutet, dass man ihn für den eigenen happiness film instrumentalisiert ;-)).
DENN selbst wenn ne hohe möglichkeit dazu besteht, dass sich menschen dahingehend nie ändern, so wird es garantiert nicht mal den ansatz ner möglichkeit dazu geben, wenn man die tiefe dieses problems gar nicht versteht. und genau deswegen seh ich das "loslassen" vom eigenen ideal als voraussetzung dafür: weil ich nur so diese offenheit (im sinne von aufnahmefähigkeit) gar nicht haben kann, solang mir wichtiger ist, dass er meine denke teilt, als das / sein problem verstehen zu wollen, denn ich frage mich, wie tief denn diese problematik wirklich geht und wenn ich sehe, dass menschen angst haben, dann ist noch lang nicht geklärt, wie das denn jetzt eigentlich funktioniert, beziehungsweise, woher überhaupt diese angst und tendenz kommt.
ein punkt den du genannt hast, ist, dass menschen liebesbedürtige & ängstliche wesen sind, aber das vermag ich zumindest mal zu bezweifeln, nachdem a) nicht alle so sind und b) diese bedürftigkeit und ängstlichkeit ja auch erst ne folge von diesem klammern ist oder ich sag mal: von dem glaube, dass man nur so leben / existieren kann.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Bazinga am 25.02.2013 13:31.
dian unregistriert
25.02.2013 14:56
Vielleicht kam es in dem Video auch ein bisschen zu easy rüber... so, als ob es ein Kinderspiel wäre, diese Fesseln zu durchtrennen bzw. andere Menschen dazu zu bringen, ihre Fesseln abzustreifen.
Dem ist natürlich nicht so, denn wir reden hier nicht über irgendwelche "kleine Macken", die man sich mit einem bisschen guten Willen abgewöhnen kann, sondern um massive Kindheitstraumata.
Also ich denke schon, dass die meisten Ängste von Erfahrungen rühren, die man in der Kindheit gemacht hat, als man noch nicht so pragmatisch und kopflastig an das Leben herangegangen ist, sondern noch mit weit geöffnetem Herzen (und damit eben auch extrem verwundbar).
Beispielsweise, wenn im Erwachsenenalter da ein paar Typen sind, die nichts mit dir zu tun haben wollen, dann denkst du üblicherweise: "Wunderbar, ich will mit euch auch nix zu tun haben." Und dann ignorierst du sie, und alles ist ok.
Aber als Kind, wenn da ein Spielkamerad nichts mit dir zu tun haben will, bricht eine ganze Welt für dich zusammen.
Alles, was dir passiert, nimmst du wahr wie durch einen gigantischen Verstärker bzw. ein Vergrößerungsglas. Jedes Schimpfen der Erwachsenen ist für dich, als ob gleich der Himmel über dir zusammenbricht und der leibhaftige Gott aus den Wolken schaut, um einen Blitz auf dich zu schleudern.
Jede Zurückweisung fühlt sich für dich an, als ob es dir den Boden unter den Füßen wegzieht.
Später, wenn man älter wird, relativiert sich das alles... indem man sich beispielsweise Dinge sagt wie: "Die anderen sind ja auch nur Menschen, ich sollte deren Meinung besser nicht überbewerten".
Aber die Erfahrungen mit Zurückweisung und Verlust, die man in der Kindheit gemacht hat, wirken dennoch ziemlich stark nach.
Ein gutes Beispiel dafür ist etwa meine Mutter, die noch in der Nachkriegszeit aufgewachsen ist, als Kind von Heimatvertriebenen. Und da war es wohl so, dass die sich besonders anstrengen mussten, um sich in der neuen Heimat zu beweisen... das heißt, die Wohnung musste sauberer sein als die anderer Menschen, die Kleidung musste gepflegt sein, um ja nicht aufzufallen, und über allem schwebte immer die Angst davor, dass einen die "Etablierten" ablehnen und schlecht über einen reden könnten.
Jahrzehnte später interessierte es keine Sau mehr, wer von Heimatvertriebenen abstammte und wer einheimisch war.
Aber diese unterschwellige Angst aus der Kindheit ist geblieben, was so weit geht, dass meine Mutter etwa nie mit ner Jogginghose zum Einkaufen gehen könnte, damit man sie dort nicht für eine Asoziale hält. Also die Angst, ausgeschlossen oder schief angeschaut zu werden, ist immer noch präsent nach all den Jahren, auch wenn sie vermutlich auf keiner realen Grundlage mehr basiert, weil es den anderen Leuten im Dorf vermutlich allen scheißegal ist, ob meine Mutter mit Jogginghose zum Einkaufen geht oder nicht.
Und ach ja, wenn man das Auto in die Werkstatt bringt, muss es vorher sauber gemacht werden, damit der Werkstatt-Angestellte nichts Schlechtes über einen denkt.
Ich sag dann halt immer, es ist doch scheißegal, was irgendwelche Fremden über dich denken... und vielleicht hat das im Lauf der Jahre auch ein bisschen zu einer Besserung verführt. Aber ganz rauskriegen tut man das wohl nicht mehr ab einem gewissen Alter. Da bräuchte man schon ne richtige Psychotherapie oder sowas... und (was noch viel wichtiger ist) vor allem erst mal die Einsicht der betroffenen Person, dass sie an einem behandlungsbedürftigen Kindheitstrauma leidet. Die meisten sehen ihre Ängste und ihr klammerndes Verhalten ja nicht als etwas krankhaftes an, sondern als den Normalzustand.
So lang die Einsicht nicht da ist, kann man da eh nix machen...
wenn die Einsicht hingegen erst einmal da ist, ist das vermutlich schon der wichtigste Schritt auf dem Weg zu einem neuen Verständnis des Lebens.
ich habe mich unweigerlich beim lesen deines beitrags gefragt, inwiefern man denn jetzt als erwachsener mensch irgendein problem WIRKLICH relativiert, zb. bezogen auf dein beispiel: wenn leute mit einem nix zu tun haben wollen, dass man dann im gegensatz zum kind als erwachsener in der lage ist, das zu reflektieren und zum ergebnis kommen kann, dass das kein problem sein muss. wenn jetzt aber x leute eben wegen solchen situationen vom kindesalter an traumatisiert sind und das nicht aufgearbeitet haben, dann kann doch gerade so ein gedanke wie "ach, mit euch will ich auch nix zu tun haben" ne form von schutzmeachanismus sein, weil es einem eigentlich doch etwas ausmacht, oder man halt zumindest an sein scheiß gefühl erinnert wird und das nicht bewältigt kriegt. ganz grundsätzlich frag ich mich hier also, inwiefern sich dieselbe sache nicht einfach weiterverschiebt und man dann in ner art pseudo freiheit landet.
für diese verschiebung sorgt ja primär die ach so tolle moral, die gut gedachte ansätze wie zb. "über etwas stehen" oder "unabhängig sein" oder "drauf scheißen was andere denken" mit positivem wert belegt und leute nun, sobald sie sich über diese werte definieren, dann eben aus reiner angst solche prinzipien entwickeln.
das zum thema: woher kommen ängste. zum anderen thema: wie gehen wir jetzt miteinander damit um... wollte ich fast meine frage wiederholen, wobei mir jetzt auffiel, dass die richtigere frage wäre: warum machen wir uns eigentlich gedanken darüber und welche jeweiligen ziele verfolgen wir damit?
wir hatten das schon mal woanders als thema und soweit ich mich richtig erinner, meintest du, du wolltest nie wirklich was verändern, sondern einfach nur gleichgesinnte finden. dass find ich auch total legitim, nur frag ich mich dann trotzdem, was jetzt der sinn von so nem video sein soll. und wenn du in deinem vid versuchst ängsten auf die spur zu kommen und wie man die bewältigen kann, dann bezieht sich das doch auf die menschheit an sich, da gleichgesinnte es wohl eh schon genauso sehen, oder?!
ich will dir allerdings auch gar nix suggerieren... hier nur mal meine gedankengänge dazu teilen:
also... für mich ergibt sich aus diesem ansatz folgende erkenntnis: als menschheit sind wir ein art kollektiv. nicht im ekligen sinne von gleichschaltung, aber im sinne von: wir sind alle vernetzt und zwar unabhängig von ketten. wir haben nunmal alle mehr oder weniger miteinander zu tun und was jemand tut oder was er an ideen verbreitet, wirkt sich a la chaostheorie wiederum auf die welt in irgendeiner form aus. sprich: einfach die tatsache, dass wir alle als menschen da sind macht und unabhängig von sichtweisen bereits zu nem kollektiv (weshalb ich by the way ideen in richtung "wir müssen erst eine gemeinschaft werden" recht überflüssig finde ;-)).
nachdem wir nun sozusagen voraussetzungslos ne "gemeinschaft" sind gibt's nun verschiedene möglichkeiten wie man diese so formen kann, wie es einem gefällt. allerdings kam ich drauf, dass das einzige was übrig bleibt, wenn man dabei auf manipulation in jeglicher form verzichten will (und das halt ich für ne echte verbesserung für elementar), ist für mich kommunikation. und ich mein jetzt nicht so auf lieb geeichte hippie scheiße sondern kommunikation im sinne von:
- unterschiede zulassen und sich mit dem anderen auseinandersetzen: ihn nicht von sich schieben, wenn er anders denkt. auch zulassen, dass man selbst anders denkt. DENN erst wenn zwei (oder mehr) menschen erkennen, dass sie anders denken und diesen unterschied kommunizieren (und den unterschied akzeptieren können), können sie sich anfangen darüber auszutauschen, warum sie jeweils so denken. keiner muss dann seine denke heucheln und dennoch kann man dem anderen zuhören und versuchen, ihn zu verstehen.
mein verdacht für ängste & deren aufrechterhaltung ist nämlich, dass menschen sich über gedankenkonstrukte bzw. "ich" konstrukte definieren und dadurch dann andauernd bedrohung empfinden, wenn sich in der welt widersprüche zu diesen konzepten ergeben (was andauernd passiert und wo jeder so seine tricks hat, warum sein konzept trotzdem weiterhin allgemeingültigkeit hat ;-)).
diese konstrukte müssen nicht übernommen sein, die kann man auch in seinem ganz persönlichen universum kreieren und einen mentalen altar anlegen, dem man dauernd geistige opfergaben bringt.
sprich, die idee hinter meinem ansatz ist, dass menschen durch kommunikation direkt erfahren könnten, dass es ja gar keine bedrohung für die eigene existenz darstellt, wenn jemand anders denkt UND dass man dennoch angehört wird und austaisch stattfinden kann.
die definition über konzepte / standpunkte würde also so ihre bedeutung / relevant verlieren, da sie durch kommunikation ersetzt würde.
das setzt allerdings wieder verständnis voraus, die von der person selbst kommen muss. vor allem dieses, dass niemand den anspruch erheben kann, dass seine denke nun das universelle konzept beinhaltet, denn egal wie gut oder schwachsinnig man die verschiedenen konzepte findet, im endeffekt gibt es überhaupt keine instanz außerhalb von einem selbst, die festlegen würde, was nun höheren wert / mehr gültigkeit oder was auch immer hat. jeder hat also denselben ausgangspunkt.
sprich in dem moment, wo ich jemandem nicht mehr sage "das ist meine persönliche sicht" sondern "das ist DIE sicht", hab ich eigentlich gar kein interesse an kommunikation, sondern will nur meine denke durchsetzen und instrumentalisier ihn dafür, weil er für mich dann nur von wert ist, wenn er das teilt.
und naja, nachdem ich nun nicht manipulieren will, bleibt dann auch nix anderes übrig, als selbst mit gutem beispiel voran zu gehen, ABER ich hab selbst dennoch ne ganz andere argumentative voraussetzung, wenn ich den anderen verstehe (auch, wenn ich anders denke) und wie soll ich jemanden verstehen können, wenn ich kommunikation verweiger.
dian unregistriert
27.02.2013 14:29
Ok, ich verstehe, worauf du hinaus willst...
Der Unterschied zwischen meiner und deiner Sichtweise ist wohl, dass du Desinteresse an anderen als "entartet" betrachtest, da der Mensch ein geselliges Wesen ist und lediglich durch schlechte Erfahrungen/Ängste dazu gebracht wird, diese Geselligkeit zu verleugnen und auf seine Mitmenschen zu scheißen.
Ich sehe es eher als "entartet" an, wenn Menschen wie Herdentiere leben und sich eine Gemeinschaft konstruieren, die in Wirklichkeit gar nicht existiert, was dann dazu führt, dass der Mensch vor lauter Anstrengung, es seinen Mitmenschen Recht zu machen oder sich ständig vor diesen zu rechtfertigen, zu nichts anderem mehr kommt und seine eigene Entwicklung vernachlässigt.
Ich denke, dass es keine echte Gemeinschaft von Menschen geben kann, die sich auf sehr unterschiedlichen geistigen Ebenen befinden... was möglich ist, ist eine Gemeinschaft von Menschen, die ähnliche Ziele oder Werte besitzen. Aber wenn jetzt einer beispielsweise sehr stark in Richtung Materialismus tendiert und sich im Diesseits so viele Annehmlichkeiten wie möglich erfüllen möchte, wird derjenige kaum etwas mit einem Menschen anfangen können, der die Vergänglichkeit aller Dinge verinnerlicht hat und sich daher lieber in Gedanken oder Fantasie-Welten aufhält (egal, ob wir diese Fantasie-Welten nun als Religion, als Spiritualität oder Kunst bezeichnen).
Ich weiß auch nicht, ob solch unterschiedliche Wesen mit so unterschiedlichen Grundeinstellungen zum Leben wirklich voneinander lernen können, oder ob eine argumentative Auseinandersetzung zwischen Materialisten und Spiritualisten, zwischen Herdentieren und Einzelgänger, zwischen Patrioten und Anarchisten, zwischen Christen und Atheisten (jetzt nur mal als Beispiele für unterschiedliche Lebenskonzepte) nicht von vornherein vergeudete Lebenszeit ist.
Das endet meistens über kurz oder lang in Gelabere oder intellektuellem Schwanzvergleich (siehe beispielsweise die Kommentare unter einem bebliebigen Youtube-Video)
Ich sehe es daher nicht als Zeichen von Angst vor Zurückweisung an, mich nicht mit jedem Arsch und dessen Meinung auseinandersetzen zu wollen, sondern schlichtweg als cleveres Zeitmanagement.
Siehe beispielsweise die ganzen Talkshows im TV. Da geht es letztlich überhaupt nicht darum, sich auf andere einzulassen, sondern nur darum, anderen die eigene Meinung aufzudrängen bzw. für die eigene Meinung zu werben... das ist die heute vorherrschende Form der Kommunikation, in Medien, Politik, im Internet, ja eigentlich überall.
Und irgendwie habe ich den Eindruck, diese Art miteinander zu kommunizieren, ist weitaus primitiver und asozialer, als sich gegenseitig einfach aus dem Weg zu gehen.
Noch besser wäre es natürlich, sich gegenseitig aufrichtig zu inspirieren... aber wie soll das möglich sein? Ich glaube, das geht nur zwischen zwei Menschen, die den "Nullpunkt" erreicht haben.. die nichts mehr zu verlieren haben und sich ihre Masken vom Gesicht gerissen haben. Sowas findet man jedoch nur in Ausnahmesituationen. Mit den normalen Masken-tragenden, mit beiden Beinen fest im Leben verwurzelten Menschen ist jegliche Kommunikation von vornherein nutzlos, außer um ihnen klarzumachen, dass man sich bestimmte Verhaltensweisen von ihnen nicht bieten lassen wird, oder ähnliches.
Sorry, wenn dir das jetzt zu misanthropisch klingt.
hmm... also ich denke eigentlich nicht, dass der mensch ein total geselliges wesen ist(, falls das so rüberkam). ich halte aber auch nichts von extrempositionen, also "gesellig" oder "nicht gesellig". ich denke schon, dass ein mensch, der niemanden hat, mit dem er sich wohl fühlt, auf ne art einsam fühlt, aber das würde ja nicht bedeuten, dass er nun große massen um sich sammeln muss. und naja, da der mensch nicht nach patentrezept funktioniert, hängt das eben auch von seiner jeweiligen stimmung ab, ob er grad bock auf andere hat, oder nicht.
ich wollte aber schon darauf hinaus, dass rückzug von anderen auch ne selbstschutzfunktion haben kann, allerdings meinte ich das nicht auf dich oder generell auf rückzug bezogen. nur ne allgemeine feststellung, dass das auch ne möglichkeit sein kann.
gerade wegen den von dir erwähnten großen unterschieden, die in menschlichen perspektiven vorkommen, habe ich eben die idee von kommunikation. eine, die es ermöglicht, trotz der unterschiede, oder *was sich noch cooler anfühlt* ;-) --> durch die unterschiede hindurch zu kommunizieren. so, dass es eben nicht die unterschiede sind, die uns trennen. das läuft für mich darauf hinaus, dass *reifere* menschen verständnis & geduld für andere entwickeln und die *weniger reifen* die bereitschaft, dazuzulernen. wobei es in der krassheit wie ich das eigentlich meine, nichtmal diese dinge als voraussetzung geben müsste / sollte. es bedeutet einfach nur, wegen unterschieden nicht generell auf abstand zu gehen (außer, der andere will einen töten, oder sowas ähnlich extremes ;-)).
aber eben das kann m.e. nach nur durch kommunikation entstehen. wenn es gar nicht erst soweit kommt, dass man die unterschiede kommuniziert oder aber sobald diese bestehen, getrennte wege geht, bleibt meine vision auf der strecke.
wie gesagt halte ich aber nichts von extrempositonen... ich stell mir das in etwa so vor, dass man zb. nur nicht aus abscheu vor einer anderen meinung ein gespräch unterbindet. wenn der andere nun *sehr anders* als man selbst ist, dann muss man ja nicht gleich bei ihm einziehen und eine familie mit ihm gründen ;-).
jedenfalls - vision hin oder her - sehe ich das als einzige möglichkeit, wie sich die gesamte menschliche lage auf dauer verbessern könnte. nun, es ist eben mein persönliches ding, was ich so für mich entwickeln möchte.
und klar, meine idee läuft auf *auseinandersetzung* hinaus, deren sinn du ja (zu recht) bezweifelst. ich weiß auch nicht wo ich da auf dauer lande. vielleicht wird's den tag geben, an dem ich davon nichts mehr halte. aber ich möchte es zumindest versuchen und denke nicht, dass man grundsätzlich von nem weniger reifen menschen nix lernen kann. vielleicht nicht in dem sinne, dass man nun ultra bereichert wird, aber über sich selbst: wie man auf ihn klarkommt, ob man überhaupt versteht, weshalb er so ist, etc. und dann hängt es ja auch stark von erwartungen ab. ob man zb. rumläuft und von dem gedanken besessen ist, alle zum nachdenken anregen zu wollen, kurz: es irgendwie ultra wichtig findet, dass die welt nun so ist wie die vision, die man von ihr hat. davon und von solchen erwartungen halte ich wenig.
die von dir erwähnte *gesellschaftliche gemeinschaft* ist natürlich was ganz anderes, als das, was ich mir so unter gemeinschaft vorstelle. die beruht im wesentlichen ja nur auf angst und ein paar werte, die dafür sorgen, dass wir uns weitestgehend nicht gegenseitig umbringen.
vielleicht meine ich mit meinem *kommunikations* ding daselbe, was du mit *gegenseitiger inspiration* meinst (?!). mir erscheint deine sicht darauf aber ein bisschen arg schwarz weiß:
es ist sehr bestimmt falsch, nun zu glauben, mit jedem auf ein total erfüllendes level kommen zu können und ja: ich denke auch, dass das nur über gewisse ähnlichkeiten geht, zumindest in grundlegenden dingen. aber dann ist das eben ne frage, welche ansprüche ich so habe und was ich mir davon verspreche. wenn ich jetzt also nur *bessere kommunikation* als anspruch habe und ich mich auf minimale positive resultate einstelle, bzw. nix erwarte, dann hab ich ne kommunikationsgrundlage, ohne meine hohen ansprüche zu verleugnen, einfach nur deshalb, weil die hohen ansprüche dann nicht die basis sind, von der aus ich mit dem anderen rede. somit seh ich keinen widerspruch darin, für jemanden offen zu sein, auch wenn er mir nicht das geben kann, was mich erfüllt (was ich btw eh falsch, da instrumentalisierend finde). wenn ich aber mit jemand *unähnlichen* von zb. sehr eingeschränkter kommunikation auf ein offeneres level komme, dann ist das ja bereits was positives, auch wenn er damit nicht mein persönliches glück erfüllt. und naja, vielleicht sind es echte grundsatzdiskussionen auf die das ganze dann hinaus läuft, zb. warum einer nun *ehrlichkeit* wichtig findet und ein anderer weniger. aber wenn jeder erst gar nicht sagt, warum er so denkt, dann ist inspiration ja von vornherein ausgeschlossen.
Hatte die letzten Wochen irgendwie deine neuen Videos verpasst und sie mir jetzt gleich mal alle in einem Rutsch reingezogen. Super Sache, Dian wie man ihn kennt.
Das Ketten sprengen fand ich am besten, weil auf der einen Seite so einfach dagestellt und auf der anderen Seite eigendlich die (einzig wahre) Antwort auf die Probleme da draußen. Auch wenn einzig wahr ein recht strapazierter Begriff ist, den ich eigendlich so gar nicht gerne verwende, weil er bereits so verhurt ist von so vielen möchtegren Witzfiguren.
Dian, ich freu mich bereits auf deine nächsten Videos. Letztendlich sind deine bald 40 Videos eigendlich alle immer an die eine Grundaussage gebunden, aber dann auch wieder so facettenreich, das es einfach nur ein Genuss ist sich die immer wieder reinzuziehen.
@MMVVII
ich finde es ungünstig, wenn nicht sogar dumm, von einer "einzig wahren" message auszugehen. das, was wir als einzig wahr beurteilen, messen wir an uns: dem einzigen maßstab, den wir kennen. dumm ist, von der richtigkeit des einzigen maßstabes auszugehen. wenn der eigene maßstab nichtmal reflektiert ist, ist es sogar ziemlich dumm bis bösartig. wenn er reflektiert ist, kann man ja denken: cool, dass jemand auch so denkt... oder: cool, das finde ich inspirierend. aber ich denke, wir kommen nicht allzu weit, wenn wir nicht miteinbeziehen, dass unser maßstab zu ner großen wahrscheinlichkeit auch beschränkt ist... denn wäre es nicht so, würde man ja von sich denken, das gesamte wissen aller bisherigen menschlichen klugheiten in sich vereint und gesammelt zu haben. und das ist doch ziemlich unwahrscheinlich. ich persönlich find's sinnvoller, solche dinge als anlass zum nachdenken und gesprächsstoff zu nutzen und kritische distanz beizubehalten...sich selbst und allen anderen gegenüber.
@MMVVII
ich finde es ungünstig, wenn nicht sogar dumm, von einer "einzig wahren" message auszugehen. das, was wir als einzig wahr beurteilen, messen wir an uns: dem einzigen maßstab, den wir kennen. dumm ist, von der richtigkeit des einzigen maßstabes auszugehen. wenn der eigene maßstab nichtmal reflektiert ist, ist es sogar ziemlich dumm bis bösartig. wenn er reflektiert ist, kann man ja denken: cool, dass jemand auch so denkt... oder: cool, das finde ich inspirierend. aber ich denke, wir kommen nicht allzu weit, wenn wir nicht miteinbeziehen, dass unser maßstab zu ner großen wahrscheinlichkeit auch beschränkt ist... denn wäre es nicht so, würde man ja von sich denken, das gesamte wissen aller bisherigen menschlichen klugheiten in sich vereint und gesammelt zu haben. und das ist doch ziemlich unwahrscheinlich. ich persönlich find's sinnvoller, solche dinge als anlass zum nachdenken und gesprächsstoff zu nutzen und kritische distanz beizubehalten...sich selbst und allen anderen gegenüber.
Genau so sollte es auch sein. Kann dir nur zustimmen.
Deshalb hatte ich ja bereits bei meinem Geschriebenen den Begriff "einzig Wahr" mehr als kritisch bezeichnet.
Letztendlich hätte ich aber wohl am besten ganz auf den Begriff verzichtet, besser ist das i.d.R.
dian unregistriert
20.03.2013 21:20
Ich wollte nur kurz erwähnen, dass ich mich entschlossen habe, keine weiteren Aufklärungs-Videos mehr zu produzieren.
Die View-Zahlen werden ohnehin mit jedem neuen Video schlechter, das letzte hat kaum noch jemanden interessiert. Und ja, ich kann das auch durchaus nachvollziehen, denn ich hab zugegebenermaßen nicht mehr die selbe Energie in die letzten Videos gesteckt, wie ich das zu meiner Anfangszeit gemacht habe. (ausnahme das Playmobil-Video, aber auch das hat nur knapp tausend Views bis jetzt)
Die alten Videos sind einfach die besten. Daher hab ich jetzt auch einige der neueren Sachen gelöscht, und nur noch die wirklich gelungenen werden weiter online bleiben.
Irgendwie ist längst alles gesagt... und da es da draußen ohnehin zu viele selbsternannte Aufklärer gibt, und viel zu wenige Menschen, die bereit sind, zuzuhören und noch etwas an sich ranzulassen, wird mich auch kaum jemand vermissen.
Ja, ich weiß, meine alten Videos waren cool... ich hab sie in den letzten Tagen noch mal angeschaut und wollte die ganze Zeit nur anerkennend mit dem Kopf nicken... das war schon ne feine Sache. Aber jede Sache hat ihre Zeit, und jetzt ist nunmal Zeit für was anderes.
Ich denke, ich werde mein musikalisches Engagement etwas vertiefen in den nächsten Wochen und Monaten (bin gerade dabei, ein bisschen Gitarre spielen zu lernen), und dann mal schauen, was sich so ergibt.
Jedenfalls hab ich keinen bock mehr, meine Fresse in die Kamera zu halten und über Dinge zu reden, die eigentlich für jeden intelligenten Menschen selbstverständlich sein sollten.
Hier noch ein kleiner Abschiedsgruß an die Youtube-Gemeinde:
Irgendwie fühle ich mich jetzt befreiter. Auch wenn ich eigentlich keine melodramatischen Abschieds-Erklärungen mehr von mir geben wollte... ich musste das einfach irgendwie "offiziell" abschließen, sonst komme ich gar nicht mehr davon los.
Finde ich schade, dass du dich verabschiedest. Ich zum Beispiel wurde ja nur durch so ein neues Video erreicht, war eben zur richtigen Zeit am richtigen Ort ^^
Naja, es ist deine Entscheidung und ich wünsch dir viel Glück als Sänger, Gitarrist oder was auch immer
Ich hoffe du bleibst uns trotzdem in verschiedenen Formen noch erhalten ^^
Wie soll man sich selbst finden, wenn dir die Gesellschaft vorschreibt, wer du zu sein hast?
Ha! Zum Glück habe ich auf deinen Rat gehört Dian und mir deine Video rechtzeitig runtergeladen! Obwohl ich dennoch finde, dass deine letzten Videos durchaus Qualität hatten, bin ich auch etwas froh darüber, dass du dich nun (ganz) der Musik widmest. Besonders wenn du nun anfängst die Gitarre spielen zu lernen, dann hoffen wir mal, dass du uns bei und mit den Anarchonauten der nächste Hendrix wirst
Ich hoffe doch aber, dass du uns in irgendeiner Form erhalten bleibst. Vielleicht lässt du dich ab und zu mal hier in den Ruinen des Forums blicken oder so..
The only way you can survive is to spread to another area. There is another organism on this planet that follows the same pattern. A virus. Human beings are a disease, a cancer of this planet, you are a plague, and we .. we are the cure.
ich kümmer mich ab jetzt auch nurnoch um meinen scheiss, soll die welt doch vor die wand fahren wen juckt das schon - die die sich retten können tun das auch ohne mich.
wollt ich nur mal so gesagt haben
Kann dich voll und ganz verstehen Dian.
Selber habe ich es bereits auch viel zu oft im kleinen Kreis (Freunde, Bekannte, Eltern, ...) erlebt. Es bringt einfach nichts. Es kostet am Ende nur Energie und Zeit und entweder erreicht man gar nichts oder sogar noch das Gegenteil. Diskussion sind für mich mittlerweile das Letzte.
Erst wenn mal (sehr sehr selten) jemand halbwegs aufgeklärtes zu einem kommt und von sich aus (Interesse) nachfragt, DANN erst hat man überhaupt die Möglichkeit "etwas" zu bewegen.
Mich hat das früher noch teils aufgeregt, heute bin ich ganz tiefenentspannt. Lasse da gar nichts mehr an mich ran. Letztendlich ist halt jeder selbst für sich verantwortlich. Ich schmeiße anderen Leuten nicht mit Absicht Stöcke zwischen die Beine (das brauche ich nicht) aber ich muss sie auch nicht retten. Das können die nur selber (und viele können es allem Anschein halt nicht).
In dieser Welt lebe ich (ob ich will oder nicht) und versuche für mich das "Beste" drauß zu machen. Schaffe mir meine eigene kleine Welt, aber ohne diesen ätzenden bekehrenden Fanatismus. Sollen mich die anderen nur in Ruhe lassen. Ich verwende meine Zeit lieber für in meinen Augen sinnvollere Dinge.
Deshalb nochmal mit deinen abschließenden Worten Dian, an alle da draußen:
FUCK YOU (aber bitte ohne mich
)
P.S. Und Dian, ich meine etwas viel Enttäuschung über die abnehmenden Klicks auf youtube bei dir rausgehört zu haben. (Lob/Kenntnissnahme sind halt das Brot des Autors).
Nimm dir das bitte nicht so zu Herzen. Es liegt weder an dir noch an der Qualität der Videos. Es liegt einfach an den Umständen. Letztendlich würde es mich fast schon (positiv) Überraschen wenn du viele Klicks bekommen würdest. Die Mehrheit aller Leute blockt was du (wir hier alle mehr oder weniger) sagst halt als Unsinn ab. Völlig normal. Das best gemachteste youtube Video mit der wahrsten Wahrheit auf dem Slibertablett, dazu noch kindgerecht verpackt, würde 99% der Leute da draußen immer noch nicht erreichen. Mario Bath Billig Witze dafür schon. Das sagt doch eigendlich schon alles.
Perlen vor die Säue, fällt mir noch dazu ein.
Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von MMVVII am 22.03.2013 20:55.
Das hat mein Vorredner gut beschrieben. Es wird sooo viele Wirbel um so einen Scheiß wie Gangnam Style, Harlem Shake usw. gemacht, das ist noch 100x schlimmer als damals dieser Schnappi-Scheiß oder das Brüll-Balg aus der Froop-Werbung.
Habe leider eins der 2 neuen Videos nicht mehr gesehen.
Ich denke auch, das die niedrigeren Klickzahlen an den o.g. liegen, nicht an dir selbst, aber Ich weiß, das das die Umstände (Klicks, und auch die Welt ansich) demotivierend sein können, wenn man dann noch andere Dinge hat, die eine größere Priorität besitzen (bei dir anscheinend auch die Musik), dann gehen andere Dinge halt vor.
Ich sehe das bei mir selbst, Ich hab schon lange keine Lust mehr, meine Site großartige "upzudaten", dafür ist mir das alles nicht mehr wichtig genug, denn das meiste wurde gesagt, die Klicks seit 2008 sind auch nicht besonders hoch (liegt aber auch tw. daran, das Ich mit vielen Geiern aus der Gabberszene nicht kooperiere, sprich nicht gegenseitig verlinke usw. und mit diesem ganzen abgef... Web 2.0.-Krama ala Fakebook nix zu tun habe), der ewig zu löschende Spam (1 Mio. Mal höher als vernünftige Resonanz) im GB geht mir auch jeden Tag auf den Sack. Da kann man sich auch mal fragen: Wozu mache Ich das? Wieo zahle Ich dafür seit Jahren drauf? Offline nehmen werde Ich aber nix, lieber bis zum umfallen weiter Infos verbreiten. Fick den Staat, fick die Herdentiere, fick die Massenmedien, fick die Weltreligionen - so einfach kommt ihr mir nicht davon.
Ohne das System komplett herunterzufahren, kann dieses Land, dieser Planet nicht gerettet werden. Aber vermutlich würde bei einem 3. Weltkrieg der Planet nicht wach werden, es ist ja noch nicht mal so, das es momentan keine Kriege geben würde (Palästina, Afghanistan, Irak...), was schon mehr als schlimm ist. Ich hoffe, das Ich noch den Tag erlebe, an dem die ganzen Drahtzieher endlich dem Erdboden gleichgemacht wurden!
Wenn wir den Löffel abgeben, können wir aber immerhin sagen, das wir Widerstand geleistet haben, während ein Großteil der anderen Leute jeden Tag Wochenende gefeiert hat, handy- und Web 20.0-süchtig ist, billige künstliche Schlampen bängt und dem ganzen Primi-West-Mainstream-Konsum-Scheiß verfallen ist.
dian unregistriert
23.03.2013 12:27
Ihr habt schon beide Recht mit dem was ihr schreibt.
Ich habe einfach das Gefühl, dass das Internet von heute nicht mehr so tickt wie das "alte" Internet. Früher konntest du noch von unten nach oben kommen, wenn du einfach durchgeknallt oder witzig genug warst.
Heute kommt es mir so vor, als ob das Netz mehr und mehr nach den selben Gesetzen funktioniert wie die etablierten Medien. Erfolgreich wird das, was von mächtigen Konzernen gepusht wird und entsprechend seicht und belanglos ist, siehe eben besagten Harlem Shake und andere Trends, die alle gemeinsam haben, dass sie niemandem wehtun.
Vielleicht sehe ich das ja etwas zu nostalgisch verklärt, aber ich denke schon, dass etwa die Anarchonauten vor fünf Jahren deutlich mehr Aufsehen erregt hätten. Oder auch Dude Karl, der zwar schon ein paar tausend Views hat, aber eigentlich müssten es Millionen sein, wenn man bedenkt, wie viele Leute da draußen doch eigentlich total angepisst sein müssten.
Vielleicht liegt's auch einfach daran, dass die Konsumenten völlig übersättigt sind, und dass in jeder Hinsicht (auch was Gesellschaftskritik angeht) das Angebot weit über der Nachfrage liegt.
Das ist einfach ne abgefuckte übersättigte Generation. Man könnte sich direkt vor denen mit Benzin übergießen und anzünden, und die würden kurz von ihrem Iphone hochschauen und sagen: "Aha, da drüben übergießt sich mal wieder einer mit Benzin." Falls ihr versteht was ich meine.
Irgendwie fühle ich mich da reichlich fehl am Platz.
Zumal ich mich ja ohnehin nicht wirklich wohlfühle dabei, mich auf die Weise selbstdarzustellen, wie ich das in den letzten Videos getan habe. Sich vor die Kamera hocken und über eine bessere Welt labern, das machen ja mittlerweile auch recht viele Leute... und die meisten von denen haben ehrlich gesagt einen an der Klatsche (Reichsdeutsche, etc.)
Ich wollte nie in irgendeiner Szene drin sein, aber Fakt ist nunmal, dass ich zwangsläufig Teil der Youtube-Szene geworden bin, und irgendwie fühle ich mich da doch in etwas seltsamer Gesellschaft.
Das ist, wie wenn ich mich auf den Marktplatz stellen würde, um einen Vortrag über Anarchie zu halten. Anfangs hören ein paar Leute interessiert zu... aber je mehr zuhören, umso mehr fangen auch selber an zu predigen, und schließlich stehen alle neben mir auf dem Podest und predigen zu einer nicht vorhandenen Menschenmenge... einer erzählt denen was von Jesus, ein anderer will sie zu Reichsbürgern machen.... und das, was ich eigentlich sagen wollte, geht komplett unter in diesem ganzen Stimmengewirr... ich müsste richtig laut schreien und unflätig werden, um überhaupt noch gehört zu werden. Da gehe ich doch lieber weg und mache in Zukunft irgendwas anderes.
Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von dian am 23.03.2013 12:39.
Das ist, wie wenn ich mich auf den Marktplatz stellen würde, um einen Vortrag über Anarchie zu halten. Anfangs hören ein paar Leute interessiert zu... aber je mehr zuhören, umso mehr fangen auch selber an zu predigen, und schließlich stehen alle neben mir auf dem Podest und predigen zu einer nicht vorhandenen Menschenmenge... einer erzählt denen was von Jesus, ein anderer will sie zu Reichsbürgern machen.... und das, was ich eigentlich sagen wollte, geht komplett unter in diesem ganzen Stimmengewirr... ich müsste richtig laut schreien und unflätig werden, um überhaupt noch gehört zu werden. Da gehe ich doch lieber weg und mache in Zukunft irgendwas anderes.
Genau so sehe ich das auch. Zu 100%.
Für mich ist deshalb die Konsequenz die Leute eben machen zu lassen was die eben eh machen. Mich rauszuhalten. Bloß nicht diskutieren.
Falls du Dian aber weiter innerlich darüber nachdenkst, die Leute zu erreichen, dann kann ich mir eigendlich nur noch eine Sache vorstellen:
- neue Wege gehen. Keine Ahnung wie genau das aussehen müsste, aber darüber nachzudenken "könnte" vielleicht zu dem führen, was du erreichen möchtest.
Sprich nach dieser recht düsteren Situationsanalyse müsste man hier mal darüber laut nachdenken, wie man dieses Problem lösen könnte. Vielleicht gibt es gar keinen sinnvollen Ausweg, vielleicht aber doch. Wer weiß das schon.
Kenne ich schon.... vor allem das "Dian the gay"-Video hat mich prächtig amüsiert. Ist ja eigentlich nur kostenlose Werbung für mich.
Der Typ, der die Videos gemacht hat (TTA) hat sich aber in der Vergangenheit nicht nur mit mir angelegt, sondern auch noch mit allen möglichen anderen Leuten, sogar mit welchen aus seiner eigenen rechten Szene.
Und wer so viel negatives Karma in die Welt sendet, bekommt auch irgendwann das, was er verdient: http://www.youtube.com/watch?v=yDrvJdjwp8E
Aber auch bei den Linken gibts scheinbar Leute mit psychischen Problemen: http://www.youtube.com/watch?v=IvGCvRR7Ip0
Keine Ahnung, was der für ein Problem mit mir hatte... ist wohl die alte Kommunisten vs. Anarchisten-Feindschaft oder sowas.
Jedenfalls sind diese Leute tagein tagaus damit beschäftigt, sich gegenseitig mit Gegendarstellungs-Videos zu bombardieren. Mir ist meine Zeit irgendwie zu schade für sowas.... aber amüsant finde ich es zuweilen trotzdem, was diese komischen Gestalten auf Youtube so treiben. Ich will nur nicht unbedingt in einem Atemzug mit denen genannt werden. Ein weiterer Grund, warum ich aufgehört habe.