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| Zitat von Weinhaus: |
| Das entscheidende an der Sache ist noch nicht mal die, inwieweit der Staat nun tatsächlich Gewalt ausübt, entscheidend ist, dass sie andere nicht mehr ausüben. |
Das Gewaltpotential eines zur Selbstjustiz neigenden Menschen, steht in einem irrelevant geringen Verhaeltnis zum Gewaltpotential des Staates. Jede (unbewaffnete) doerfliche Autoritaet war und ist im entsprechenden sozial gefestigten Kontext in der Lage, die unbegruendbare Willkuer von Mitgliedern des Gemeinwesens zu verhindern. Passiert sie trotzdem, so passiert sie auch in einem Staat mit vier Polizisten und einem Geheimagenten auf tausend Einwohner.
| Zitat von Weinhaus: |
Aber immernoch wesentlich besser als das was ihr hier verbreitet, nunja, das ist ja auch keine so große Kunst. |
Ich fuer meinen Teil erachte es fuer keine "grosse Kunst" sich kognitive Dissonanzen schoenzureden und Beitraege von Diskussionsteilnehmern von "oben" herab einfach zu diskreditieren.
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| Zitat von Weinhaus: |
| der Staat wäre überflüssig, das zeigt, dass er seine Arbeit im gröbsten Rahmen eigentlich ganz gut macht. |
Ich wollte damit sagen, dass der Staat überflüssig sein sollte, nicht, dass er es ist. Und selbst wenn er es wäre, würde man erst sehen müssen, wieviel Anteil er daran gehabt hat um diesen Zustand herbeizuführen.
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Wie soll man sich selbst finden, wenn dir die Gesellschaft vorschreibt, wer du zu sein hast?
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| Zitat: |
| Das Gewaltpotential eines zur Selbstjustiz neigenden Menschen, steht in einem irrelevant geringen Verhaeltnis zum Gewaltpotential des Staates. Jede (unbewaffnete) doerfliche Autoritaet war und ist im entsprechenden sozial gefestigten Kontext in der Lage, die unbegruendbare Willkuer von Mitgliedern des Gemeinwesens zu verhindern. Passiert sie trotzdem, so passiert sie auch in einem Staat mit vier Polizisten und einem Geheimagenten auf tausend Einwohner. |
Das ist ganz offensichtlich falsch. Man vergleiche die Gewalt in der BRD mit jedem Ort der Welt an dem lokale Clans stark sind und der Staat schwach.
| Zitat: |
| und Beitraege von Diskussionsteilnehmern von "oben" herab einfach zu diskreditieren. |
Ich würde ja mal gerne Beiträge zur Diskussion sehen überhaupt, damit ich was zu diskreditieren habe. Bisher sehe ich nur Behauptungen "ohne Staat wäre es besser" ohne Begründung oder solche, die wirklich derart grob falsch sind, dass man eig gar nicht darüber diskutieren müsste.
Edit: Wobei das nicht ganz korrekt ist, sehe ich gerade. @werbinich wirft doch hin und wieder interessante Dinge ein.
| Zitat: |
| Nunja, Naturzustand ist nicht gleich Naturzustand. Während manche den Naturzustand als etwas in die Richtung Anomie formulieren, fügen manche die Einschränkung hinzu: "Alle Freiheit, so lange man nicht die Freiheit eines anderen dadurch verletzt". |
Du kannst das natürlich umformulieren wie du willst. Ein Blick ins Tierreich genügt aber um zu sehen, was ein Naturzustand ist. Und auch, um zu sehen, dass zumindest ich so nicht leben will.
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Weinhaus am 22.04.2013 22:19.
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| Zitat von Weinhaus: |
| Ein Blick ins Tierreich genügt aber um zu sehen, was ein Naturzustand ist. Und auch, um zu sehen, dass zumindest ich so nicht leben will. |
Richtig - eine Ameise kann jederzeit von einer anderen Ameise überwältigt werden, die sollten was gegen diesen Naturzustand unternehmen, und eine Ameisenkolonie mit hierarchischen Strukturen zum Schutz des Individuums gründen.
Sorry, nein! Ein Blick ins Tierreich reicht definitiv nicht, um zu "erkennen" was ein Naturzustand ist, sowas muss man schon klar definieren (oder auf eine bestehende Definition zurückgreifen).
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| Zitat von (s)AINT: |
| Das Gewaltpotential eines zur Selbstjustiz neigenden Menschen, steht in einem irrelevant geringen Verhaeltnis zum Gewaltpotential des Staates. Jede (unbewaffnete) doerfliche Autoritaet war und ist im entsprechenden sozial gefestigten Kontext in der Lage, die unbegruendbare Willkuer von Mitgliedern des Gemeinwesens zu verhindern. Passiert sie trotzdem, so passiert sie auch in einem Staat mit vier Polizisten und einem Geheimagenten auf tausend Einwohner. |
Auch hier muss ich leider widersprechen. Wenn das Verhältnis der Befürworter der Autorität gleich bleibt, ist die Größe irrelevant. Du kannst ja einmal versuchen allein in einem 500 Seelendorf eine Revolution zu starten, das geht schief sage ich dir. Vor allem: wenn du beim Häuptling oder dessen Bekannten unten durch bist, hast du niemanden der dir beisteht. Anonymität ist in solch einer kleien Gemeinde nicht vorhanden.
| Zitat von Weinhaus: |
| Du kannst das natürlich umformulieren wie du willst. Ein Blick ins Tierreich genügt aber um zu sehen, was ein Naturzustand ist. Und auch, um zu sehen, dass zumindest ich so nicht leben will. |
Naturzustand nach John Locke:
1. Ein Zustand vollkommener Freiheit und Gleichheit
2. Das Leben eines anderen sollte in all seinen Eigenschaften respektiert und nicht eingeschränkt werden
Also ich würde gerne so leben, weiss ja nicht, was ihr dazu meint ^^
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Wie soll man sich selbst finden, wenn dir die Gesellschaft vorschreibt, wer du zu sein hast?
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dian unregistriert
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"Der Zoo ist eine der größten kulturellen Errungenschaften.", sagte der eine Affe zum anderen. "Denn ohne den Zoo und unsere Wärter müssten wir alle noch wie primitive Tiere leben, und könnten gar von anderen Tieren gefressen werden. Welch schreckliche Vorstellung..."
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Nur mal als kleine Anmerkung zum "Naturzustand", der ja hier ständig zitiert wird - In der modernen Staatsphilosophie bzw. dem so genannten Kontraktualismus (Hobbes, Locke, Rousseau usw.) ist das im Grunde ein virtuelles Konstrukt, das als Gegenmodell zum idealisierten Herrschaftszustand herangezogen wird. Es ist also kein aktueller oder historischer Ist-Zustand, auch wenn die Freunde des Staates dies zum Teil so darstellen wollen, um ihr favorisiertes Modell als positive Weiterentwicklung beschreiben zu können. Da der Mensch sich immer in einem Zustand der Vergesellschaftung befunden hat, ist es eher müßig zwischen "Natur" und "Kultur" zu unterscheiden.
Um von solchen Idealisierungen des Staates mal wegzukommen, empfehl ich persönlich immer gern die Lektüre von Carl Schmitt ("Der Begriff des Politischen") und Giorgio Agamben ("Homo Sacer", "Ausnahmezustand"). Kurz zusammen gefasst: Das Monopol des Staates gründet immer primär auf willkürlicher Gewalt, und erst sekundär auf Recht. Offen zutage tritt das eben nur in den Ausnahmezuständen, die aber, wie wir leider sehen müssen, immer wieder und immer mehr zur Regel werden.
Das nur als kleiner Hinweis, wieso es eigentlich verfehlt ist, von einem "Rechtsstaat" zu reden bzw. diesen als Gegenmodell zu einem angeblichen chaotischen "Naturzustand" zu favorisieren.
The Loathsome mask has fallen the man remains
Sceptreless, free, uncircumscribed, but man
Equal, unclassed, tribless and nationless,
Exempt from awe, worship, degree, the king,
Over himself, just, gentle, wise.
Percy Bysshe Shelley
Indessen ist das gerade wieder der Vorzug der neuen Richtung, dass wir nicht dogmatisch die Welt antizipieren, sondern erst aus der Kritik der alten Welt die neue finden wollen. Karl Marx
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Der deutsche Soziologe Herr Professor Max Weber (1864–1920) - insb. sein Vortrag: Politik als Beruf - gilt als der Begruender des staatlichen Gewaltmonopols. Im Gegensatz zur Macht setzt Herrschaft nach Weber Legitimitaet voraus, die erst durch die Akzeptanz der Herrschenden durch die Beherrschten (Legitimitaets-glauben) sichergestellt wird.
Ich bin so frei, hier einiges davon zu zitieren und aus dem jeweiligen Kontext zu reissen:
| Zitat von Max Weber: |
„Jeder Staat wird auf Gewalt gegründet,“ sagte seinerzeit Trozkij in Brest-Litowsk. Das ist in der Tat richtig. Wenn nur soziale Gebilde beständen, denen die Gewaltsamkeit als Mittel unbekannt wäre, dann würde der Begriff „Staat“ fortgefallen sein, dann wäre eingetreten, was man in diesem besonderen Sinne des Wortes als „Anarchie“ bezeichnen würde.
Der Staat ist, ebenso wie die ihm geschichtlich vorausgehenden politischen Verbände, ein auf das Mittel der legitimen (das heißt: als legitim angesehenen) Gewaltsamkeit gestütztes Herrschaftsverhältnis von Menschen über Menschen. Damit er bestehe, müssen sich also die beherrschten Menschen der beanspruchten Autorität der jeweils herrschenden fügen.
Wann und warum tun sie das? Auf welche inneren Rechtfertigungsgründe und auf welche äußeren Mittel stützt sich diese Herrschaft?
Uns interessiert hier vor allem der zweite von jenen Typen: die Herrschaft kraft Hingabe der Gehorchenden an das rein persönliche „Charisma“ des „Führers“.
Das Resultat war eine Zentralisation der ganzen Gewalt in der Hand der wenigen und letztlich der einen Person, die an der Spitze der Partei stand. |
Man kann demnach davon ausgehen, dass durch die von Herrn Professor Weber vertretenen Thesen, eine strikt hierarchische, auf Befehl und Gehorsam beruhende Denkweise zum Ausdruck kommt. Dazu sollte man anmerken, dass der Herr Professor Weber von 1893 bis 1899 ein Mitglied im "Alldeutschen Verband" war. Diese Organisation war in ihrer Forderung, der einzelne Deutsche muesse sich dem Volksganzen, repraesentiert durch Staat und Obrigkeit, be-ding-ungs-los unterordnen, somit ein geistiger Wegbereiter Deutschlands auf dem Weg zum you-know-what.
Elias Canetti hat in «Masse und Macht» geschrieben: «Was geschehen ist, kann wieder geschehen.» – das will ich nicht fatalistisch verstehen, sondern eher als eine Warnung:
| Zitat von B.Brecht - 1955: |
| „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch" |
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Don't be a lemming - JOIN US!
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Na ja, da kann man ebenso gut die Frage stellen: Wer schützt eine Minderheit vor einem Staat, der es auf deren Verfolgung und Vernichtung abgesehen hat? Die schlimmsten Verbrechen des 20.Jh wurden von Staaten begangen, über Kriege hin zu Massenmord.
Und diese Staaten waren durchaus rechtsstaatlich organisiert, haben aber das genannte Prinzip des Ausnahmezustandes eben massiv angewendet (zB durch die Entbürgerung, schließlich die Entmenschlichung bestimmter Gruppen).
Vor diesem Hintergrund des extremen Gewaltpotentials, das eine staatliche Macht entfalten kann, finde ich es schon reichlich absurd ausgerechnet den Staatsgegnern vorzuwerfen, sie würden Chaos und Gewalt provozieren. Man sollte hier auch bedenken, dass so gut wie jeder anarchistische Ansatz nicht einfach nur das Wegbomben des status quo, sondern eher die Errichtung einer eigenen libertären Struktur zum Ziel hat. Wir reden hier also erstmal von einer konkreten Praxis, und keinem "Mad-Max-Szenario", das manche bei dem Wort "Anarchie" vor Augen haben.
The Loathsome mask has fallen the man remains
Sceptreless, free, uncircumscribed, but man
Equal, unclassed, tribless and nationless,
Exempt from awe, worship, degree, the king,
Over himself, just, gentle, wise.
Percy Bysshe Shelley
Indessen ist das gerade wieder der Vorzug der neuen Richtung, dass wir nicht dogmatisch die Welt antizipieren, sondern erst aus der Kritik der alten Welt die neue finden wollen. Karl Marx
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| Zitat von thepikt: |
Na dann versucht mal mit diesen genialen "Antworten" der Menschheit euer Modell schmackhaft zu machen.
Bis Ihr soweit gekommen seid, klinke ich mich aus dieser Träumerei aus und spiele weiter Lotto.
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siehst du unsere beiträge etwa nicht als antworten an? wenn ja würde ich gerne wissen, wieso. Ausserdem sage ich selbst oft genug, das anarchie heute absolut nicht durchsetzbar ist. dazu bedarf es weiterer entwicklung, und die kann man in der geschichte sehen (gaaaanz optimistisch betrachtet). Zuerst monarchie und faschismus, und es weitet sich auf bis hin zur demokratie (griechisch) bis hin zur heutigen. Vielleicht werden in ein paar hundert jahren die menschen lachend auf leute wie dich herabsehen.
| Zitat von thepikt: |
Ich frage wie etwas funktionieren soll und die Antwort lautet: "das funktioniert dann eben einfach, du verstehst das nurnicht." Mit der Methode werdet Ihr sicher eine begeisterte Massenbewegung auslösen.
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du hast hier auch etwas nicht verstanden. Nämlich das jeder (*hust*) versucht dir das halbwegs logisch oder begründet zu erklären und du so stur bleibst und immer wieder irgendwelche ausreden findest anstatt auf die argumente einzugehen und uns zu sagen, warum sie in deinen augen "falsch" sind. Wenn dein argument dazu auch noch gut belegt ist und es sich aus logischen schlussfolgerungen zusammensetzt, bin ich gerne gewillt, meine meinung zu ändern. wirklich. anders als andere leute halte ich nicht an irgendwelchen weltbildern fest. anders als andere leute lege ich mich nicht selbst durch vorher beschriebene angstabwehrmechanismen aufs kreuz (sagt man das so?)
| Zitat von thepikt: |
| Kleiner Tipp am Rande: Wenn man fremde Leute von einer Idee überzeugen will, dann kommt es grundsätzlich nicht gut an, wenn man das Publikum als unaufgeklärt und einfältig beschimpft. Ihr werdet auf Dauer damit keine Zuhörer behalten, außer einer winzigen Splittergruppe von Gleichgesinnten, die sich im Promillebereich der Bevölkerung befindet. |
ich will absolut niemanden von meinem weltbild überzeugen. Ich will nur, dass mein gegenüber sieht, dass ich grund habe, an weltbild xyz festzuhalten. richtigen grund, basierend auf dingen, die ich sehe, die ich anfassen/fühlen/bla kann. das mein weltbild ne logisch nachvollziehbare untermauerung hat. anders als andere zum beispiel, die ihr weltbild aus gründen wie gruppenzwang oder ich-hab-den-dicksten bzw ich-hab-schiss zusammenbauen. und wenn dann jemand kommt und meint, mein weltbild, dass ich mir sozusagen "erarbeitet" habe, völliger schwachsinn ist (harsch gesagt), dann akzeptiere ich das auch, solange man mir mal vorzeigen kann, wieso es schwachsinn sein sollte. aber bisher kam da nicht viel. zumindest nicht zu dem von dir angesprochenen bereich zum thema anarchie, pikt.
ist ähnlich wie in der wissenschaft. eine theorie wird solange gehalten, bis jemand kommt und sie a) widerlegt oder b) verfeinert/aufbessert. es sei denn es ist eine unwiderlegbare theorie. solche dinger sind schlicht und einfach unsinn/quatsch/schrott. Rosarote einhörner füttern mich wenn ich schlafe und niemand da ist. es gibt keine beweise dafür, aber niemand kanns widerlegen. Das für richtig zu halten ist offen und ehrlich gesagt blöd. mit der methode könnte man allerlei sachen aufstellen. (*großes hust*, religionen, *2x kleines hust*)
Aber ich schweife ab.
hrmpf
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Ohne Staat gibt es quasi keine ethnischen Minderheiten, da die Übergänge fliessend sind. Es gibt keine Türken oder Russen mehr, es gibt nur noch bunten Mischmasch.
Warum glaubst du, dass jeder gleich auf irgendwelche Afro-Amerikaner oder sonst etwas einprügelt, wenn ihm Vater Staat nicht (viel zu sanft) auf die FInger haut?
Bereits inhaftierte Täter? Du kannst nicht von heute auf morgen den Staat komplett absetzen, da würden alle Menschen sich einen neuen Führer suchen. Also ist diese Frage irrelevant.
| Zitat von thepikt: |
| Oder was ist, wenn irgendjemand irrtümlich annimmt, Du hättest seine Tochter vergewaltigt und dafür Blutrache begeht. Polizeiermittlungen hätten jedoch Deine Unschuld sogleich beweisen können.... |
Oh mann, wieder einer der glaubt, dass man dadurch jegliche fortschrittliche Errungenschaften aufgibt
| Zitat von thepikt: |
| Und wer beurteilt dann überhaupt was eine strafwürdige Tat ist und wie schwer die Strafaktion sein soll? |
Kant würde sagen: Die Vernunft
Du scheinst dich auch lieber den Vorgaben anderer Leute oder irgendwelchen imaginären Freunden zu beugen, als selbst nachzudenken, oder? Ist ja nicht so, als wären die heutigen Strafen als Steintafeln vom Himmel gefallen oder so. Das haben sich auch nur Menschen überlegt.
| Zitat von thepikt: |
| Menschen rauben und morden zb , weil das einfacher ist , als zu arbeiten. Warum selber etwas produzieren, wenn man es fertiggestellt dem andern rauben kann? |
Da hat jemand den Begriff Anarchie wohl noch nicht ganz verstanden, was? Niemand würde morden, wenn er einfach nachfragen kann und es (höchstwahrscheinlich) bekommen wird.
| Zitat von thepikt: |
| Der Urzustand in dieser Hinsicht, war in der Steinzeit. mit dem sesshaft werden haben Menschen erkannt, das feste Regeln und hierarchiestrukturen vorteilhafter sind, als zwei GLEICHBERERCHTIGTE Nachbarn, von denen einer die Frau schändet und der andere den Kornspeicher leerklaut, usw... |
Achso, Gleichberechtigung = mehr Straftaten... das erklärt auch wunderbar die Anschläge der RAF. Oder Sklavenaufstaände. Ich meine, die waren ja alle gleichberechtigt!
Ich habe das Gefühl du willst das ganze nicht verstehen, habe ich da nicht recht? Das Prinzip für andere einzustehen fehlt schliesslich nicht völlig.
Klar sind Hierarchiestrukturen vorteilhaft, vor allem wenn der König deine Tochter entführt, sie vergewaltigt und dann entsorgt, bzw. sie erst noch an seine Diener übergibt. Ich meine, wer würde da schon Rache üben wollen, was für ein lächerlicher Gedanke!
| Zitat von thepikt: |
| Ich glaube kaum das jemals "der Staat", als abstrakte Institution, brandschatzend und schändend durch die Gegend marodiert. Deshalb hinkt auch diese Kritik am Gewaltmonopol auf beiden Füßen. |
Kriegseinsätze der USA, Veternwirtschaft, allgemein das Verhalten der Herrscher im Mittelalter. Irgendetwas davon schon einmal gehört?
Ob du das glaubst oder nicht, es ist passiert und passiert noch immer! Das ist das schöne am Glauben, er ist irrelevant.
Hierarchie ist (fast?) immer Ausbeutung! Warum erhöhen sich denn sonst die Politiker ständig selbst ihren Lohn? Weil sie es können! Nur die "Herrschenden" können das! Bist du Blind und Taub oder willst du nichts sehen und nichts hören?
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Wie soll man sich selbst finden, wenn dir die Gesellschaft vorschreibt, wer du zu sein hast?
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| Zitat von Roemer Kap.13: |
Jedermann sei untertan der Obrigkeit, die Gewalt ueber ihn hat. Denn es ist keine Obrigkeit ohne von Gott; wo aber Obrigkeit ist, die ist von Gott verordnet. |
Schon vergessen? Alles Gute kommt von oben.
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Alles was gewalt über dich hat kommt von oben ^^
deswegen gibts auch konkurrierende führungspolitiker. oder hitler. der war ja auch von gott, wie allgemein bekannt ist. er hats nur den juden gegeben, die nicht hart genug gebetet haben. sein ehemaliger hausarzt oderso (wer interessiert sich schon für genaue tatsachen) den hat er ja verschont.
höhö
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| Zitat von thepikt: |
Ich glaube kaum das jemals "der Staat", als abstrakte Institution, brandschatzend und schändend durch die Gegend marodiert. |
Die abstrakte Institution ist - per defintion - gar nicht in der Lage, sich "die Haende schmutzig" zu machen.
Dazu bedarf es Menschen sowie Befehl und Gehorsam. Frag mal Opa.
| Zitat von Weinhaus: |
Um dieses Leben in permanenter Furcht zu beenden verzichten alle beteiligten auf ihr Recht Gewalt anzuwenden zugunsten eines abstrakten Gebildes, dem "Souverän" |
Man sollte die Tatsache nicht ausser Acht zu lassen, dass der sog. "Souveraen" i.d.R. auch nur ein Mensch (oder ein Kollegium von Menschen) ist/sein wird. Da dieser ebenfalls von den in seiner Natur liegenden Leidenschaften getrieben wird, erscheint die Annahme naiv, er diene „dem Guten“ und missbrauche seine Macht nicht.
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dian unregistriert
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Mir guten Argumenten, einem freundlichen Auftreten und viel Geduld kann man Menschen vielleicht davon überzeugen, bei der nächsten Bundestagswahl statt der CDU die SPD zu wählen.
Ich denke, hier geht es jedoch um etwas weitaus Grundsätzlicheres... es geht um ein Lebensgefühl und um eine bestimmte Art, die Welt wahrzunehmen.
Davon kann man anderen Menschen allerhöchstens berichten, damit sie sehen, dass es auch noch ein paar andere Meinungen da draußen gibt, und damit sie irgendwann mal von dem Absolutheits-Trip runterkommen, mit dem sie ihre Sicht der Dinge ganz selbstverständlich für die gesamte Welt zur Pflicht gemacht haben.
Aber überzeugen? Du kannst jemand, dessen Rückgrat schon in der Kindheit gebrochen wurde, nicht von den Vorzügen eines aufrechten Ganges überzeugen.
Du kannst Menschen, die mit Verlustängsten und Sicherheitsdenken geimpft wurden (und das nichtmal selbstkritisch reflektieren können), nicht davon überzeugen, dass das gegenwärtige Gesellschaftskonstrukt ein weltumspannendes Gefängnis ist, das entweder zerstört oder zumindest stark entmachtet werden MUSS, wenn die Menschheit jemals über ihren heutigen geistigen Reifezustand hinauswachsen möchte.
Alles was man am Ende einer solchen Diskussion noch sagen kann, ist: "Danke, dass du deine Meinung und Bedenken mit uns geteilt hast. Aber du bist hier wohl nicht ganz am richtigen Ort." (was aber einige andere User vor dir auch nicht daran gehindert hat, trotzdem hier zu bleiben.
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Ok, stimmt, andere zur Anarchie zu zwingen, ist ein Widerspruch. Und wie soll das dann funktionieren wenn die anderen nicht mitmachen? Eure Theorien und Träumereien sind wunderbar, aber Lichtjahre von der Praxis entfernt. Ihr geht zb davon aus, daß dann Gewalt und Straftaten nicht passieren, weil dann alle ganz toll aufgeklärt und vernünftig sind... Ähm, geht mal durch ne Fußgängerzone mit offenen Augen...
Wie und womit sollen die Leute denn aufgeklärt werden? Wie soll der Zustand der Muster-Anarchie-Gesellschaft erreicht werden?
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| Zitat von thepikt: |
Ok, stimmt, andere zur Anarchie zu zwingen, ist ein Widerspruch. Und wie soll das dann funktionieren wenn die anderen nicht mitmachen? Eure Theorien und Träumereien sind wunderbar, aber Lichtjahre von der Praxis entfernt. Ihr geht zb davon aus, daß dann Gewalt und Straftaten nicht passieren, weil dann alle ganz toll aufgeklärt und vernünftig sind... Ähm, geht mal durch ne Fußgängerzone mit offenen Augen...
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Genau das hab ich doch schon etliche male gesagt ^^ mit diesen menschen ist das ganz und gar nicht möglich, und da geb ich dir vollkommen recht. Entweder den menschen muss etwas passieren, oder es muss sich entwickeln. oder eben nicht. Das ist nicht meine sache. Selbst wenn sie nicht global realisierbar sein wird, überhaupt nie (hängt stark von deinem opti- oder pessimismus ab), dann gilt für mich immernoch Gandhi:
"Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt."
| Zitat von thepikt: |
| Wie und womit sollen die Leute denn aufgeklärt werden? Wie soll der Zustand der Muster-Anarchie-Gesellschaft erreicht werden? |
Das fällt in den bereich der realisierung nehme ich an. Dafür hat Yog einen eigenen thread aufgemacht.
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Ich habe mal einen eigenen Thread zur Umsetzung von Anarchie aufgemacht.
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It’s the same trick every time: Give me your gun, said the government official.
OK, now give me your wallet.
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