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Knobloch warnt vor linkem Antisemitismus
15.05.2010 13:20 |
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http://www.welt.de/politik/deutschland/a...semitismus.html
“…WELT ONLINE: Sie machen sich stark für ein Verbot der NPD und ein schärferes Vorgehen gegen neonazistische Umtriebe. Übergriffe gegen Juden werden aber immer häufiger von Jugendlichen mit muslimischem Hintergrund begangen. Hat sich der Zentralrat bisher vielleicht zu einseitig auf die rechtsextreme Gefahr konzentriert und den islamistischen Antisemitismus unterschätzt?
Knobloch: Ich würde sagen, diese Gefahr hatte lange keine Aktualität. Ich selbst bin erst durch persönliche Gespräche mit Lehrern darauf aufmerksam geworden, wie schwierig es ist, die Vergangenheit Deutschlands und die Existenz des Staates Israels im Unterricht mit muslimischen Jugendlichen zu diskutieren. Da wurde mir erst die ganze Problematik bewusst, die damit auf uns zukommt. Insofern haben wir das Thema vielleicht tatsächlich unterschätzt. Doch besser spät als nie – jetzt gilt es, größtes Augenmerk darauf zu legen, dass etwa islamischer Religionsunterricht in deutscher Sprache und nach den hier geltenden Grundwerten erteilt wird, zu denen ja auch die Verantwortung gegenüber der deutschen Vergangenheit gehört. …
…WELT ONLINE: Bei dem rechtsextremen Antisemitismus weiß man zumindest sofort, woran man ist. Verbirgt sich aber nicht auch hinter dem „Antizionismus“ und der „Israelkritik“ der Linken bisweilen Judenfeindschaft?
Knobloch: In der Tat sind die Linken in dieser Hinsicht jahrelang falsch eingeschätzt worden. Das war ein großer Fehler – von allen, auch von uns im Zentralrat. Aussagen, die mir von dieser Seite zu Ohren kommen, sind absolut mit denen der Rechten gleichzusetzen. Sagte man nicht dazu, von woher sie stammen, würde ich sie für Aussagen von Rechts halten. Die Linke hat sich inzwischen derartig eindeutig antiisraelisch bis antijüdisch positioniert, dass dieses Problem unbedingt mit der Bekämpfung des Rechtsextremismus gleichgestellt werden sollte. Ich habe das früher nicht geglaubt, jetzt aber schon. …
…WELT ONLINE: Vergangene Woche wurde das fünfjährige Bestehen des Holocaust-Mahnmals gefeiert. Hat es sich als Gedenkstätte bewährt? Ist der Versuch, die Holocaust-Erinnerung in einen staatlichen Repräsentationsakt zu verwandeln und zugleich als touristisches Event zu präsentieren, dem Gegenstand angemessen?
Knobloch: Ignatz Bubis hat, als er noch Zentralrats-Vorsitzender war, dazu das Nötige gesagt: Dies ist nicht unser Denkmal. Daran halte ich mich. Die Gedenkstätte als solche will ich deshalb nicht kommentieren. Wichtig und offenbar sehr zielführend ist aber die Information in dem zum Mahnmal gehörigen Dokumentationszentrum. Man sieht es an den Besucherschlangen, die sich täglich davor bilden. …
…WELT ONLINE: Wenn Sie ein vorläufiges Resümee Ihrer Amtszeit im Zentralrat ziehen: Was war in dieser Zeit die erfreulichste Veränderung, die sie erlebt haben, und was die größte Enttäuschung?
Knobloch: “…Die größte Enttäuschung? Dass Rechtsradikale heute wieder durch unsere Städte stiefeln und ihre menschenverachtenden Ansichten öffentlich darstellen können – und wir nicht in der Lage sind, das zu verhindern. Im Gegenteil: die Justiz genehmigt es. Das habe ich mir nicht vorstellen können. Und das sollte in der Zukunft eines der wichtigsten Fragen für den Zentralrat sein: Dass Meinungs- und Versammlungsfreiheit auch eine Grenze haben muss.”
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Ja, beweist mal wieder, wie blödsinnig Begriffe wie "links" und "rechts" sind.
Die labert ungefähr den gleichen FDP-Mist wie Ignaz Bubis.
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